CH355448A - Verfahren zur Herstellung von technisch reinem Keten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von technisch reinem KetenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von technisch reinem Keten Keten kann in der Weise hergestellt werden, dass man von Essigsäure im Vakuum und bei Tempera turen von 650-800 C unter Anwendung von Ka talysatoren Wasser abspaltet. Das erhaltene gas förmige Keten wird von dem anfallenden Spalt wasser und der nicht reagierten Essigsäure durch Abschrecken auf Temperaturen bis etwa -101>C getrennt. Anschliessend werden die Ketengase mit einem Gebläse oder Kompressor auf Weiterverwen- dungsdruck komprimiert. Um Keten in guter Ausbeute zu erhalten, ist es notwendig, das Spaltwasser und die Essigsäure rasch und vollständig schon im Vakuum abzutrennen. Es hat sich nun gezeigt, dass bei den beschrie benen Arbeitsweisen das Spaltwasser und die Essig säure nicht vollständig aus dem Keten entfernt wer den können, weil Wasser und Essigsäure bei -100 C noch einen bedeutenden Dampfdruck haben und so mit ihr Partialdruck im Gasgemisch im Vakuum relativ hoch ist. Es ist jedoch für die Weiterverarbei tung von grosser wirtschaftlicher Bedeutung, mög lichst reines Keten zu erhalten. Eine weitere Ent wässerung durch Kühlung der Reaktionsgase auf Temperaturen von unter -100 C stösst bei der tech nischen Durchführung auf grosse Schwierigkeiten, da die abgeschiedenen Essigsäure-Wassergemische gefrieren, die Kühlaggregate verstopfen und ausser dem sehr grosse Kühlflächen benötigen. Wir haben nun ein Verfahren gefunden, wonach auf einfache Weise ein im wesentlichen wasser- und essigsäurefreies Keten erhalten werden kann, ohne dass dabei die genannten Schwierigkeiten auftreten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reini gen von gasförmigen Keten, welches durch thermi sche Spaltung von Essigsäure im Vakuum hergestellt wurde; dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass, nach Abtrennen der Hauptmenge Spaltwasser und nichtumgesetzter Essigsäure durch Abkühlung, im Vakuum die restliche Menge Wasser und Essig säure mit Essigsäureanhydrid praktisch ganz aus dem Keten gewaschen wird. Hierauf kann man letz teres einem Gebläse zuführen. Es ist ausserordentlich überraschend festzustel len, d'ass man mit Essigsäureanhydrid im Vakuum Ketengase waschen kann, ohne dass eine Dimerisa- tion des Ketens in schädlichem Ausmass eintritt, da bekanntlich eine Dimerisation des Ketens in Essig säureanhydridlösung bei Normaldruck stattfindet. Im einzelnen wird zweckmässig wie folgt vor gegangen: Das von der Essigsäurespaltanlage herkommende Gasgemisch, welches hauptsächlich aus Keten, Wasser und Essigsäure besteht, wird auf übliche Weise durch mehrstufiges Abkühlen im Vakuum von der hauptsächlichen Wasser- und Essigsäure menge befreit. Die noch geringe Mengen Wasser- und Essigsäure enthaltenden Ketengase werden in eine Waschanlage geleitet, wo der Waschprozess bei einem Druck von höchstens 200, vorzugsweise 80 bis 120, Torr durchgeführt wird. Die mit Essig säureanhydrid ausgewaschenen Anteile Wasser und Essigsäure setzen sich in der Waschflüssigkeit mit darin gelöstem Keten zu Essigsäureanhydrid um. Um das Verfahren möglichst wirtschaftlich zu ge stalten, wird die Betriebstemperatur des Wäschers unter -100 C, vorzugsweise zwischen -20 und -40 C, gehalten. Eine während des Waschvorganges gebildete entsprechende Menge Anhydrid wird dem Wasch zyklus entnommen und kann entweder als solches verwendet oder dem Spaltprozess wieder zugeführt werden. Das auf diese Weise hergestellte Keten ist prak tisch frei von Wasser und Essigsäure und kann nun mit üblichen Vorrichtungen zum Fördern und Kom primieren von Gasen auf Normaldruck bzw. Ver- arbeitungsdruck gefördert werden. <I>Beispiel</I> In eine auf 720 C erhitzten Essigsäurespaltofen werden bei einem Vakuum von 100 Torr pro Stunde 100 kg Essigsäure aufgegeben. Die Essigsäure ent hält 3,51/9 Triäthylphosphat. Den Spaltgasen, welche neben Keten Wasserdampf und eine gewisse Menge nicht gespaltener Essigsäure enthalten, wird zur Verhinderung der Rückbildung von Essigsäure etwas Ammoniak zugegeben. Die Gase werden daraufhin in einem ersten mit Wasser betriebenen Kühler auf 20 C und in einem zweiten mit Sole betriebenen Kühler auf -10 C abgekühlt, so dass der grösste Teil des Spaltwassers und der nicht verbrauchten Essigsäure sich vom Ketengas abscheidet. Die ver einigten Kondensate beider Kühler ergeben 35 kg etwa 34%ige Essigsäure. Anschliessend werden die so vorgereinigten Ketengase in einem Waschturm, der ebenfalls unter Vakuum von 100 Torr betrieben wird, mit Essigsäureanhydrid bei -30 C gewaschen und auf diese Weise von den restlichen Mengen Wasser und Essigsäure weitgehend befreit. Im Wäscher fallen stündlich 4,8 kg Essigsäureanhydrid an. Erst jetzt werden die so vorgereinigten Ketengase vom Kompressor zur Weiterverarbeitung auf Nor- maldruck gebracht. Es werden stündlich 53,5 kg Ketengase gewonnen, die praktisch vollständig von Essigsäure und Wasser befreit sind. Die Ausbeute beträgt 92,5%, bezogen auf die nicht wieder gewinn- bare Essigsäure.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Reinigen von gasförmigem Keten, welches durch thermische Spaltung von Essigsäure im Vakuum hergestellt wurde, dadurch gekenn zeichnet, dass, nach Abtremien der Hauptmenge Spaltwasser und nicht umgesetzter Essigsäure durch Abkühlung, im Vakuum die restliche Menge Wasser und Essigsäure mit Essigsäureanhydrid praktisch ganz aus dem Keten gewaschen wird. UNTERANSPRCCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschprozess bei Tempera turen von unter -10 C durchgeführt wird.2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschprozess bei Tempera turen von vorzugsweise zwischen -20 und -40 C durchgeführt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Waschprozess bei einem Druck von höchstens 200 Torr durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH355448T | 1957-08-05 |
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| CH355448D CH355448A (de) | 1957-08-05 | 1957-08-05 | Verfahren zur Herstellung von technisch reinem Keten |
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- 1958-08-04 NL NL230204A patent/NL105982C/nl active
Also Published As
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| NL105982C (de) | 1963-04-16 |
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