CH355469A - Fugenabdichtung, bestehend aus einem Halteband und Kitt - Google Patents
Fugenabdichtung, bestehend aus einem Halteband und KittInfo
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Description
Fugenabdichtung, bestehend aus einem Halteband und Kitt Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fugen abdichtung aus einem Halteband und Kitt. Bei sol chen Fugenabdichtungen dient das Halteband dazu, die in der Fuge zwischen zwei starren, sich gegen seitig zueinander bewegenden Bauteilen eingestri chene oder gepresste Kittmasse zu verankern. Wenn durch Bewegung der beiden Bauteile Form und Di mensionen der zwischen diesen liegenden Fuge ver ändert werden, so ist die Gefahr vorhanden, dass nicht armierte Kitte auseinanderreissen oder heraus gequetscht werden. Bei mechanischen Beanspruchun gen, wie diese bei Wasserbauten, Strassen usw. durch ein drittes Medium bedingt, auftreten, kann der Kitt herausgepresst oder herausgewaschen werden, wenn das besagte Medium mit ihm in direkten Kontakt tritt.
Die erfindungsgemässe Fugenabdichtung verrin gert diese nachteiligen Erscheinungen. Sie zeichnet sich aus durch mindestens einen die Fuge nach aussen abschliessenden Verschlussteil und eine Mittel rippe mit beidseitig daran anschliessenden Veranke- rungsrippen, wobei der Kitt zwischen dem Ver- schlussteil, der Mittelrippe, den Verankerungsrippen sowie den beiden Bauteilen eingepresst ist.
Beispiele des Erfindungsgegenstandes werden an schliessend an Hand von Figuren erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform einer Fugenabdich tung im Schnitt, Fig.2 die Fugenabdichtung gemäss Fig. 1 nach Dilatation der Fuge, Fig.3 die Fugenabdichtung gemäss Fig. 1 nach Absenkung des einen Bauteils, Fig.4 bis 6 weitere Ausführungen von Halte bändern, Fig. 7 und 8 ein Halteband mit verzahnter Mit telfuge und passendem Spreizkeil, Fig. 9 ein Verstärkungsorgan,
Fig. 10 eine Labyrinthdichtung zum Dichten der Mittelfuge, Fig. 11 ein Halteband für lange, beidendig bean spruchte Fugen.
Die in Fig. 1 dargestellte Fugenabdichtung be steht aus Kitt 17 und einem Halteband. Dieses Halteband weist einen geschlitzten, die Fuge nach aussen abschliessenden Verschlussteil auf, der durch den Schlitz 20 in die beiden Teile 10 und 11 ge trennt ist. An den Verschlussteil schliesst sich eine längsgeschlitzte Mittelrippe mit Seitenwänden 12, 13 und beidseitig daran angeordneten Verankerungs- rippen 14, 15 an. Die geschlitzte Mittelrippe weist an ihrem dem Verschlussteil abgewandten Ende einen wulstförmigen Abschlussteil 16 auf.
Ein der artiges Band wird zwischen starre Bauteile 18 und 19, beispielsweise Betonklötze, eingefügt, um die zwischen diesen Bauteilen 18 und 19 eingepresste Kittmasse 17 zu verankern. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Kitt 17 zwischen dem Verschlussteil 10, 11, der Mittelrippe 12, 13, den Verankerungsrippen 14, 15 sowie den beiden Bauteilen 18, 19 eingepresst. Die Verankerungsrippen 14, 15 weisen zusätzliche Ver- ankerungsnasen 9 auf, welche mithelfen, dem Kitt 17 als Gerippe zu dienen.
Bei Bewegungen der Bau teile 18 und 19, beispielsweise infolge von Tempe ratureinflüssen oder Absenkungen, wird dank des Kittes die Abdichtung zwischen den beiden Bau teilen 18 und 19 aufrechterhalten. Durch das Halte band wird ein Auswaschen oder Auspressen des Kittes verhindert.
Aus Fig. 2 geht die Lage der Bauteile, der Fuge, des Kittes und des Haltebandes bei Auseinander rücken der beiden Bauteile 18 und 19 hervor. Der Schlitz 20 der Mittelrippe 12, 13 hat sich verbreitert, und der Kitt 17 hat sich am dem Verschlussteil ab gewandten Ende etwas zurückgezogen. Eine auf den Verschlussteil 10, 11 wirkende Kraft, beispielsweise in Form von Wasserdrücken, kann die zwischen den Bauteilen 18 und 19 gebildete Fuge nicht durch brechen, da die Verankerungsrippen 14, 15 sowie der Verschlussteil 10, 11 ein Herausdrücken des Haltebandes und damit des Kittes 17 verhüten.
In Fig. 3 ist die Form der Fuge mit dem Halte band dargestellt, wie sie sich nach Absenken des einen Bauteils 18 ergibt. Dank des wulstförmig aus gebildeten Endes 16 der Mittelrippe 12, 13 ist auch hier die Abdichtung sichergestellt.
Eine weitere Ausbildungsform eines Haltebandes zeigt die Fig. 4. Dieses weist ein Reissband 26 auf, welches dazu dient, das Band bis nach der Montage zusammenzuhalten und welches ein Eindringen von Fremdkörpern in die Fuge während des Montage vorganges verhindert.
Um das Fugenband bezüglich Verschiebung der Bauteile bei annähernd gleicher Fugenbreite noch flexibler zu gestalten, kann die eine oder die andere Wand der geschlitzten Mittelrippe Längskammern aufweisen. wie dies beispielsweise in Fig.5 darge stellt ist. Die eine der Wände weist drei Längskam mern 21, 22, 23 auf, welche durch Rippen 24 und 25 voneinander getrennt sind.
Sind noch stärkere Schubbeanspruchungen des Haltebandes zu erwarten, was vor allem bei gross di mensionierten Bauteilen der Fall sein dürfte, so wird ein Halteband gemäss Fig. 6 benutzt. Dieses weist zwei mit Längskammern versehene Mittelrippen seiten auf, wobei die beiden Seiten am dem Ver- schlussteil abgekehrten Ende als gemeinsamer Ver- ankerungsteil 30 ausgebildet sind. Dieser Teil 30 ist ein Hohlteil. Er weist einen Hohlraum 31 auf, in welchem zweckmässigerweise ein Verstärkungsorgan 32 angeordnet ist.
Dieses Verstärkungsorgan 32 dient nicht nur der Verstärkung des Verankerungs- teils 30, sondern gibt die Möglichkeit, beim Ein pressen des Bandes in die Fuge die Einpressvorrich- tungen durch den Schlitz 33 einzuführen und auf dem Verstärkungsorgan 32 zur Auflage zu bringen, womit die Kraftübertragung auf das Band in vorzüg licher Art vorgenommen werden kann.
Bei Verwendung von austrocknenden Kitten wer den als Verankerungsrippen Nockenrippen 34 ange ordnet.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, sind die Seitenwände 35 und 36 gezahnt ausgebildet, so dass ein nach Fig.8 geformter Spreizkeil 38 zum Spannen des Haltebandes in die Mittelfuge 37 gepresst werden kann, wobei der Spreizkeil 38 sich mit seinen Wi derhaken an den Haken der Mittelrippenwände 35, 36 festsetzt.
Die Mittelrippe 35, 36 ist auf beiden Seiten mit nicht dargestellten Verankerungsrippen versehen, welche z. B. gleich wie die Rippen 14, 15 oder 34 gestaltet sein können.
Eine weitere Ausbildung eines Verstärkungs organs zeigt Fig. 9, bei welcher der Verankerungs- teil 40 der Mittelrippe 41 an seinem Ende einen rippenförmigen Vorsprung 42 trägt, an welchem ein, vorzugsweise metallisches, Verstärkungsorgan 43 an geordnet ist.
Um das Eindringen von Schmutz in die Mittel fuge des Bandes zu erschweren, kann die ge schlitzte Mittelrippe eine Labyrinthkonstruktion ge mäss Fig. 10 aufweisen, bei welcher der Verschluss teil auf der einen Seite einen Ausschnitt 70 und auf der gegenüberliegenden Seite eine in die Aussparung passende Scheidewand 71 aufweist. Diese Labyrinth anordnung kann auch in der Mittelrippe angeordnet werden. Die nicht gezeichneten Verankerungsrippen, welche beidseitig an der Mittelrippe angeordnet sind, können z. B. wie diejenigen von Fig. 6 geformt sein.
Um bei grösseren Bewegungen der Bauteile ein Zurückziehen der Kittmasse zu vermeiden, und um bei Bauteilen, welche an beiden Fugenenden, z. B. auf der einen Seite durch einen Fluss, auf der andern durch Sicker- und Grundwasser, beansprucht wer den, das Hereinziehen der Verschlussteile in die Fuge zu vermeiden, ist ein Halteband gemäss Fig. 11 empfehlenswert. Dieses besteht aus zwei symme trisch angeordneten Teilen 72, 73, z. B. gemäss Fig. 1, welche durch einen die Symmetrieebene ent haltenden, dünnwandigen, deformierbaren Hohl körper 74 miteinander verbunden sind.
Durch diesen Hohlkörper 74 wird die Formänderungsfähiakeit des Kitthaltebandes weiterhin gesteigert und vermieden, dass der Kitt bei Dilatationen sich in unerwünschter Weise in die Fuge zurückzieht.
Die beschriebenen Haltebänder können aus Kunststoff, Metall, Holz oder als Mischkonstruktion aus Beton und Blech oder Keramik und Blech her gestellt werden. Das Band kann ein- oder mehrteilig sein, wobei beispielsweise die Verstärkungsorgane aus Metall bestehen können.
Es ist vorteilhaft, das Halteband mit Kitt auszu streichen und das Band mit dem Kitt zusammen in die Fuge zu pressen. Auf diese Weise ist es möglich, das fertig vorbereitete Gebilde an Ort und Stelle mit einfachen Mitteln zu verlegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fugenabdichtung, bestehend aus einem Halte band und Kitt, gekennzeichnet durch mindestens einen die Fuge nach aussen abschliessenden Ver- schlussteil (10, 11) und eine Mittelrippe (12 und 13) mit beidseitig daran anschliessenden Verankerungs- rippen (14, 15) wobei der Kitt (17) zwischen dem Verschlussteil, der Mittelrippe, den Verankerungs- rippen sowie den beiden Bauteilen (18, 19) einge- presst ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Verschlussteil (10, 11) und die Mittelrippe (12, 13) geschlitzt sind, so dass eine Mittelfuge (20) entsteht, die am dem Verschluss teil (10, 11) abgekehrten Ende geschlossen ist. 2. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Linteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlitzte Verschlussteil eine Reisshaut (26) auf weist. 3. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelfuge Mittel aufweist, welche die Fuge nach aussen vor Schmutz schützen. 4.Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Seite der Mittelrippe, welche der Mit telfuge zugekehrt ist, eine Scheidewand (71) und die Gegenseite einen formentsprechenden Ausschnitt (70) aufweisen. 5. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelrippe an ihrem dem Verschlussteil abgewand ten Ende einen wulstförmigen Abschlussteil (16) auf weist. 6. Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verankerungsrippen als Nockenrippen (34) ausgebildet sind. 7.Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Mittelrippe Längs kammern (21, 22, 23) aufweist, welche die Auf- P.ahme von Schubbeanspruchungen erleichtern. B. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Mittelfuge bildenden Flanken (35, 36) der Mittel rippe gezahnt sind zur Aufnahme eines Keils (38) zum Zwecke, die Fuge (37) zu verspannen. 9. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, daduch gekennzeichnet, dass der Keil (38) ein- oder mehrteilig ist.<B>10.</B> Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das dem Verschlussteil abgewandte Ende der Mittelrippe als Verankerungs- teil (30; 40) ausgebildet ist. 11. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil (30; 40) Verstärkungsorgane (32; 43) aufweist. 12. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeich net, dass die Verstärkungsorgane (32; 43) aus Me tall bestehen. 13.Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeich net, dass das Verstärkungsorgan (43) den Ver- ankerungsteil (40) aussen mindestens teilweise um fasst. 14. Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 10 und 11, dadurch gekenn zeichnet, dass im Verankerungsteil (30) ein Verstär kungsorgan (32) angeordnet ist, zum Zwecke, den Verankerungsteil zu bewehren und das Halteband mittels eines durch die Fuge (33) hineinragenden und auf dem Verstärkungsorgan (32) aufliegenden Werkzeuges in die Fuge zu treiben. 15.Fugenabdichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wulstförmige Abschlussteil an seinem dem Verschlussteil abgewandten Ende einen deformier baren Hohlkörper (74) aufweist. 16. Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Halteband aus zwei gleichen, symmetrisch zueinander angeordneten, die selbe Längssymmetrieebene aufweisenden Teilen (72, 73) besteht, welche Teile (72, 73) durch einen deformierbaren Hohlkörper (74) miteinander ver bunden sind. 17. Fugenabdichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kitt (17) härtend ist.
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|---|---|---|---|---|
| US3827817A (en) * | 1972-04-07 | 1974-08-06 | Felt Products Mfg Co | Roadway joint seal assembly and end dam section |
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1957
- 1957-02-15 CH CH355469D patent/CH355469A/de unknown
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