CH355543A - Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexen neuer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexen neuer Monoazofarbstoffe

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CH355543A
CH355543A CH355543DA CH355543A CH 355543 A CH355543 A CH 355543A CH 355543D A CH355543D A CH 355543DA CH 355543 A CH355543 A CH 355543A
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pyrazolone
dye
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dichloro
methyl
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Frederick Strobel Albert
Charles Catino Sigmund
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Gen Aniline & Film Corp
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    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00—Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02—Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14—Monoazo compounds
    • C09B45/16—Monoazo compounds containing chromium

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Description


      Verfahren    zur     Herstellung    von     Chromkomplexen    neuer     Monoazofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Chromkomplexen von     Mono-          azofarbstoffen    der Formel:  
EMI0001.0007     
    worin R für eine     Methyl-,        Carbonamid-    oder     Carb-          alkoxygruppe,    z. B. die     Carbomethoxy-,        Carbäthoxy-,          Carbopropoxygruppe    usw., steht und der Kern A  noch weiter substituiert sein kann, z.

   B. durch       Alkoxygruppen,    z. B. die     Methoxy-,        Propoxy-,          Butoxygruppe    usw., Halogen, z. B. Chlor oder Brom,       Sulfamylgruppen,        Dialkylsulfamylgruppen,    z. B. die       Dimethyl-,        Dipropyl-,        Dibutylsulfamylgruppe    usw.  



  Der Chromkomplex des     Monoazofarbstoffes,     der erhalten wird, indem die     Diazoverbindung    der       Anthranilsäure    mit     1-PhenyY-3        methyl-5-pyrazolon     gekuppelt wird, ist bekannt und wurde zum Färben  von Nylon verwendet. Bei der Anwendung auf Nylon  und animalischen     Fasern,    wie z. B. Wolle, werden  bei einer Wäsche etwa 25     1/o    der Farbstärke verloren.  Der Verlust der Farbstärke wächst bei wiederholten  Wäschen fortschreitend.

   Diese Unbeständigkeit ge  gen alkalische Wäschen ist besonders störend, wenn  gefärbte Wolle zusammen mit weisser Wolle oder  Nylon verwendet wird und ein     Anbluten    oder Wan  derung von der gefärbten Wolle zu den weissen    Stellen stattfinden kann. Das     Anbluten    ist besonders  störend bei Teppichmaterialien.  



  Der Chromkomplex des     Monoazofarbstoffes,    der  erhalten wird, wenn     diazotiertes    2     Amino-4-chlor-          phenol    mit     1-(6'-Sul'fo-2',4'-dichlor-phenyl)-8-methyl-          5-pyrazolon    gekuppelt wird und     wenn        diazotierte     2     Amino-l-oxy-benzol-4,6-disulfonsäure    mit     1-(2',5'-          Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon    gekuppelt  wird, zeigen eine geringere Affinität beim neutralen  Färben auf Wolle und Nylon. Solche Farbstoffe be  nötigen ziemlich grosse Mengen an Säure, um Fär  bungen auf Wolle und Nylon zu erzielen.

   Soweit  diese Farbstoffe eine     Sulfonsäuregruppe        im        Phenyl-          rest    des     Pyrazolons    enthalten und     im        Anthranisäure-          rest    einen     Oxy-        und/oder        Sulfonsäurerest    enthalten,  verlieren sie beim Waschen viel mehr an Farbstärke  als     Farbstoffe    ohne     Sulfonsäuregruppe.    Bei wiederhol  ten Waschungen wächst der Verlust an Farbstärke  fortschreitend, so dass der endgültige Farbton viel  schwächer als der ursprüngliche ist,

   was bei     sulfo-          nierten    Farbstoffen viel ausgeprägter ist als bei       nichtsulfonierten.     



  Es wurde nun gefunden, dass beim     Kuppeln    der       Diazoverbindung    einer     gegebenenfalls    substituierten       Anthranilsäure    mit einem     Pyrazolon,    das einen     Di-          chlorphenyl-Substituenten    in     1-Stellung    und eine       Methyl-,        Carbonamido-    oder     Carbalkoxygruppe    in       3-Stellung    enthält, und Metallisieren des erhaltenen       Farbstoffes    mit Chrom,

       chromierte        Pyrazolon-mono-          azofarbstoffe    erhalten werden, welche bei einer oder  mehreren Wäschen nur sehr wenig an Farbstärke  verlieren und welche weisse Wolle oder Nylon in  Teppichmaterialien, die ungefärbte Fasern der ge  nannten Art enthalten, bei alkalischen Wäschen,  z. B. mit     Tetranatriumpyrophosphat,    nicht     anbluten.     Diese neue und unerwartete Eigenschaft ist der An-           wesenheit    von zwei Chloratomen im     Phenylrest    in  der     1-Stellung    des     Pyrazolons    zuzuschreiben.

   Der       Substituent    in     3-Stellung    des     Pyrazolons    hat keine  Einwirkung auf die Farbe und die Waschechtheit der  Farbstoffe, soweit es sich um eine     Methyl-,        Carbon-          amid-    oder     Carbalkoxygruppe    handelt. Die Anwe  senheit einer     Oxy-    oder einer oder zwei     Sulfonsäure-          gruppen    und einer     Oxygruppe    mit     Anthranilsäurerest     liefert keine geeigneten Farbstoffe, da deren Affini  tät und Waschechtheit für Wolle und Nylon sehr  gering ist.

   Innerhalb dieser Einschränkungen wird  auf Grund der Versuchsergebnisse angenommen, dass  die Anwesenheit der zwei Chloratome in dem be  sagten     Phenylrest    zur ausserordentlich hohen Licht  echtheit und den guten     Egalitätseigenschaften    der  Farbstoffe einschliesslich der leuchtenden Töne  beiträgt.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können  Chromkomplexe von     Monoazofarbstoffen    hergestellt  werden, die eine ausserordentlich hohe Farbaffinität.  für Wolle und Nylon und eine ausgezeichnete     Licht-          und        Nassechtheit    besitzen.  



  Als     Diazoverbindungen    kommen insbesondere in  Frage:  diejenige der     Anthranilsäure,     der     5-Sulfamyl-anthranilsäure,     der     5-Methoxy-anthranilsäure,     der     3,4-Dichlor-anthranilsäure,     der     3,5-Dichlor-anthranilsäure,     der     3,6-Dichlor-anthranilsäure,     der     4,5-Dichlor-anthranilsäure,    oder  der     5,6-Dichlor-anthranilsäure.     



  Als Kupplungskomponenten können beispielsweise  verwendet werden:       1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,          1-(3',4'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon     und  1-(2',5'     Dichlor-phenyl)-3-carbäthoxy-5-pyr-          azolon.     



  Die Kupplungskomponenten können in der üblichen  Weise hergestellt werden, indem z. B.     äquimolare     Mengen des Hydrazins aus     2,5-Dichlor-anilin    mit       Oxalylessigsäurediäthylester    umgesetzt werden, um  das entsprechende     Hydrazon    zu liefern, welches  durch     Ringschluss    in das     Pyrazolon    übergeführt wird.

    Anstelle von     2,5-Dichlor-anilin    können auch     2,3-Di-          chlor-anilin,    2,4     Dichlor-anilin,        2,6-Dichlor-anilin,          3,4-Dichlor-anilin    und     3,5-Dichlor-anilin    zur Her  stellung des genannten Hydrazins verwendet werden.       1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-carbonamido    - 5 -     pyrazolon     kann in bekannter Weise hergestellt werden, indem  1     a(2',5'-Dichlor.phenyl>-3-carbäthoxy-5-pyrazolon     mit Ammoniak umgesetzt wird. Der durch Kupp  lung erhaltene Farbstoff kann in üblicher Weise mit  Chrom metallisiert werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Chromkomplex des Farbstoffes der Formel:  
EMI0002.0052     
    Aus 9,9g     Anthranilsäure    und 50     cm3    Wasser  wurde eine Aufschlämmung hergestellt und dann  12     cms        konz.    Salzsäure     (37o/oig)    und 50 Teile Eis  zugegeben.

   Bei     5-10     wurden langsam 16,9     cm3          304/aige        Natriumnitritlösung    zugefügt und die     Di-          azolösung    bei 5-10  1/2 Stunde gerührt, worauf zur       Beseitigung    des überschüssigen Nitrits 1,2     cm3          Sulfaminsäure    zugegeben wurden.

   Es wurde eine  Kupplungslösung aus 30,5 g     1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-          3-methyl-5-pyrazolon,    65     cm3    Wasser und 8,0     cm3          40o/oiger        Natriumhydroxydlösung        (Gew./Vol.)    her  gestellt. Die Aufschlämmung wurde 15 Minuten auf       95111    erhitzt, dann auf 8  abgekühlt und die     Diazo-          lösung    während 10 Minuten zugegeben. Anschliessend  wurden weitere 100     cm3    Wasser und 15 g Natrium  acetat zugegeben.

   Nachdem eine Stunde gerührt  worden war, wurden nochmals 200     cm3    Wasser und  8     cm3        40o/oiger        Natriumhydroxydlösung        (Gew.Vol.)     zugegeben. Die Kupplung war nach weiterem ein  stündigem Rühren beendet. Es wurde noch     1,q    Stunde  gerührt und dann die Aufschlämmung abgesaugt,  wobei 137,1 g nasser Kuchen erhalten wurden.         Chromierung:     In einen     1-Liter-Vierhalskolben    wurde der obige  feuchte Kuchen, 14,0 g     Chromformiat    und 250     cm3          Formamid    gegeben.

   Die Mischung wurde 6 Stunden  bei 125  gerührt und dann in 1 Liter Wasser ein  gegossen. Anschliessend wurde<B>15</B> Minuten gerührt,  22 g Salz zugegeben, nochmals 15 Minuten gerührt,  die Reaktionsmischung 2 Tage stehengelassen, ab  gesaugt und getrocknet. Trockengewicht: 45,8 g.         Dispergierung:     Es wurde eine Dispersion hergestellt, indem 10 g  des obigen Farbstoffes mit 10 g des Kondensations  produktes aus Formaldehyd und     naphthalin-2-sulfon-          saurem    Natrium in einem     Werner-Pfleiderer-Mischer     gemischt und der Farbstoff 2 Stunden in Form  einer dicken Paste geknetet wurde, wobei gelegent  lich geringe Mengen Wasser zugegeben wurden. Der       dispergierte    Farbstoff wurde dann im Mischer ge  trocknet.

    



  Färbevorschrift  0,4 g des obigen     dispergierten    Farbstoffes wer  den in 300     cm3    Wasser gelöst, 0,3g     Ammoniumsulfat     zugegeben und dann 10 g     Wollgewebe    in das Färbe  bad eingetaucht. Die Temperatur wird innerhalb 45  Minuten auf 100  erhöht, wobei das Gewebe im      Färbebad     bewegt    wird. Die Temperatur wird eine  weitere Stunde auf 100  gehalten, dann das Ge  webe herausgezogen, gespült und getrocknet. Die  Erschöpfung des Färbebades ist fast vollständig. Das  gelb gefärbte Gewebe besitzt eine ausgezeichnete  Licht- und Waschechtheit.

      <I>Beispiel 2</I>  Chromkomplex des Farbstoffes der Formel:  
EMI0003.0002     
    Die Herstellung     dieses    Farbstoffes erfolgte in  der gleichen Weise wie die des Farbstoffes bei Bei  spiel 1, wobei anstelle des in Beispiel 1 verwendeten       1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon    eine       äquimolare    Menge von     1-(3',4'-Dichlor-phenyl)-3-          methyl-5-pyrazolon    verwendet wurde. Die Eigen  schaften des schliesslich erhaltenen Farbstoffes sind  auf Wolle und Nylon ähnlich wie die des Farbstoffes  aus Beispiel 1.  



  Die Anwendung des     Farbstoffes    auf Nylon kann  wie folgt durchgeführt werden:  0,2 g des obigen     dispergierten    Farbstoffes wer  den in 300     cm3    Wasser gelöst, 0,3g Ammonium  sulfat zugegeben und dann 10 g Nylongewebe in das  Farbbad eingetaucht. Das Gewebe wird im Färbe  bad bewegt, während die Temperatur innerhalb 45  Minuten auf 100  erhöht wird. Das Gewebe wird  bei dieser Temperatur eine weitere Stunde bewegt,  dann herausgenommen, gespült und getrocknet. Das  gelb gefärbte Nylon besitzt eine sehr gute     Licht-          und    Waschechtheit.  



  <I>Beispiel 3</I>  Chromkomplex des Farbstoffes der Formel:  
EMI0003.0013     
    Beispiel 1 wurde wiederholt mit der     Ausnahme,     dass statt l-(2',5'     Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyr-          azolon        äquimolare    Mengen 1-(2',5'     Dicblor-phenyl)-          3-carbäthoxy-5-pyrazolon    verwendet wurden. Der  erhaltene Farbstoff besass, auf Nylon oder Wolle ge  färbt, bei ähnlichen Eigenschaften einen etwas mehr  grünlichen gelben Ton als der Farbstoff aus Bei  spiel 1.  



  <I>Beispiel 4</I>  Chromkomplex des Farbstoffes der Formel:  
EMI0003.0020     
    Beispiel 1 wurde nochmals wiederholt mit der  Ausnahme, dass statt     1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-me-          thyl-5-pyrazolon        äquimolare    Mengen     1-(2',5'-Di-          chlor-phenyl)-3-carbonamido-5-pyrazolon    verwendet  wurden. Der Farbstoff lieferte, wenn er wie in Bei  spiel 2 behandelt wurde, auf Nylon gelbe Färbun  gen     mit    sehr guter Licht und Waschechtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexen von Monoazofarbstoffen der Formel: EMI0003.0029 worin R für eine Methyl-, Carbonamido- oder Carbalkoxygruppe steht und der Kern A noch weiter substituiert sein kann, dadurch ge4ennzeich- net, dass die Diazoverbindüng einer Anthranilsäure auf ein Pyrazolon der Formel- EMI0003.0039 gekuppelt und anschliessend chromiert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponente ein Pyrazolon der Formel: EMI0004.0003 verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponente ein Pyrazolon der Formel: EMI0004.0006 verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponente ein Pyrazolon der Formel: EMI0004.0008 verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponente ein Pyrazolon der Formel: EMI0004.0010 verwendet
CH355543D 1956-09-01 1956-09-01 Verfahren zur Herstellung von Chromkomplexen neuer Monoazofarbstoffe CH355543A (de)

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