CH355595A - Verfahren zur Isolierung begehbarer Baukörper, insbesondere Flachdächer oder Terrassen - Google Patents
Verfahren zur Isolierung begehbarer Baukörper, insbesondere Flachdächer oder TerrassenInfo
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- E04D—ROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
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Description
Verfahren zur Isolierung begehbarer Baukörper, insbesondere Flachdächer oder Terrassen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Isolierung begehbarer Baukörper, insbesondere Flach dächer oder Terrassen, gegen Feuchtigkeit und Wärme austausch. Die Isolierung gegen Feuchtigkeit soll sich sowohl auf die von aussen auf das Dach einwir kende Nässe als auch auf den von innen, also unter halb der Dachhaut vorhandenen, durch Schwitzwasser sich bildenden Niederschlag beziehen.
Es sind bereits viele derartige Isolierverfahren und Isolierkörper in Vorschlag gebracht worden. Bei den bekannten Verfahren werden bereits Dachpappen bahnen sowie den Wärmedurchsatz hemmendeDämm- schichten in Anwendung gebracht. Auch Wellpappe, also gewellte Dachpappenbahnen, sind bereits in Ver bindung mit Dämmschichten für Zwecke der Isolie rung der Aussenflächen von Baukörpern in Vorschlag gebracht worden.
Aber alle diese bekannten Verfahren und Isolier- körper sind in ihrer Wirkung unbefriedigend und ver besserungsbedürftig.
Es muss verlangt werden, dass die Isoliermittel vor zugsweise von begehbaren Flachdächern druckfest sind, d. h. sie müssen ohne Benachteiligung der Dach haut belastbar sein.
Es ist ferner zu fordern, dass der Wärmeisolator einen hohen Isolierwert besitzt, und dass der Isolier- körper ohne Nagelung, also ohne durch diesen hin durchreichende Befestigungsmittel ausreichend gegen abhebende Kräfte, also gegen den Sog der Windkräfte, gesichert ist.
Eine weitere Forderung ist die, dass die Aussenflächenisolierung von Baukörpern aus frischem Beton, die noch Anmachwasser ausscheiden oder bei starker Sonnenbestrahlung das austretende Anmach- wasser verdampfen, keine Blasenbildung unterhalb des Isolierkörpers, also zwischen Baukörper und Iso- lierkörper, befürchten lassen.
Es ist bereits bekannt, solche Blasenbildung unter halb des Isolierkörpers zu vermeiden, indem man in den noch frischen Beton rillenförmige Vertiefungen einarbeitet, die dann in Verbindung mit einer aufge klebten glatten Pappenbahn eine Ableitung der sich bildenden Dämpfe bewirken sollen.
Nun ist aber bekannt, dass die Klebemittel, die der Befestigung der Dachpappen dienen, die erwähnten Rillen beim Auftragen der Klebeschicht mehr oder weniger zusetzen und zugleich die Poren an der Ober fläche des Betonkörpers schliessen, so dass der ange strebte Erfolg gar nicht oder nur sehr mangelhaft ein treten kann.
Wenn man aber dazu übergeht, die Kanäle für den Dampfabzug dadurch zu bilden, dass man auf eine glatte Betonfläche eine gewellte Pappenbahn legt, so ist die Befestigung mangels ausreichender Anlageflä che bei Herstellung einer Klebeverbindung völlig man gelhaft. Auch bei diesem Verfahren wird der Klebstoff die Poren des Betonkörpers schliessen und bei allen bisher bekanntgewordenen Isolierverfahren wird der Klebstoff ausschliesslich auf den zu isolierenden Bau körper aufgetragen.
Die bekannten plattenförmigen Dämmstoffe ha ben die Neigung, Feuchtigkeit aus der Luft aufzuneh men. Sie werden bei den bekannten Isolierverfahren unterhalb der äusseren Deckschicht angeordnet. Will man die Dämmstoffe daran hindern, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen, so muss man zwischen Baukörper und Dämmschicht eine besondere Dampfsperre legen, die man gewöhnlich dadurch herstellt, dass mori z. B. einen verhältnismässig zähflüssigen, stark klebenden Bi tumenanstrich verwendet.
Die Herstellung solcher Dampfsperren ist aber verhältnismässig umständlich und teuer. Anderseits müssen die Dämmstoffe vor Feuchtigkeitsaufnahme geschützt werden, weil feuchte Stoffe dieser Art die Fähigkeit zur Wärmeisolierung verlieren.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, anstelle von Wellpappe eine sogenannte Falzbaupappe zu ver wenden, deren Falzrücken abgeflacht sind und somit eine ausreichende Klebefläche aufweisen. Diese be kannten Falzpappen besitzen aber eine ungünstige Querschnittsform, indem nämlich die einzelnen durch Falzung entstandenen Erhöhungen oder Abbiegungen schwalbenschwanzförmige Querschnittsform haben.
Es hat sich aber gezeigt, dass solche Falzpappen, bei denen die die Seitenflächen der langgestreckten Kanäle bildenden Pappenzonen im Winkel zur Aussenfläche des Baukörpers sich erstrecken, keine oder nur eine sehr geringfügige Druckbelastung aushalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man auf die Aussenfläche des zu isolierenden Baukörpers zunächst eine Lage gefalzter Dachpappe aufbringt, alsdann darauf als Dämm- schicht stumpf gegeneinanderstossende, beidseitig ebene Wärmedämmplatten aus porigem oder faserigem Stoff verlegt und schliesslich darauf eine Schicht glatter Dachpappe ein- oder zweilagig als der Aussenluft zu gekehrte Deckschicht aufbringt, wobei alle Schicht- teile mittels Klebung miteinander verbunden werden.
Vorzugsweise wird rechtwinklig gefalzte Pappe mit flachen Falzrücken verwendet, welche ausseror dentlich druckfest ist. Die zwischen Baukörper und Falzpappe gebildeten Kanäle bleiben vorzugsweise nach den Seiten offen und bilden Dampfabzugskanäle. Die zwischen der Falzpappe und den Dämmplatten entstandenen Kanäle werden zweckmässig an den En den, vorzugsweise den Kanten des Baukörpers, z. B.
durch Bestreichen mit zähflüssigen Klebemitteln, ge schlossen, so dass diese Kanäle gegenüber der Aussen luft abgeschlossen sind und somit langgestreckte Luft kammern bilden, die als zusätzlicher Wärmeisolator dienen. Auf diese Weise wird erreicht, dass die zur Feuchtigkeitsaufnahme bereiten Dämmplatten auch auf ihrer Unterseite gegen Aufnahme von Luftfeuch tigkeit wirksam geschützt sind. Als Material für die Dämmplatten kann man z. B. Gesteinswolle oder ge pressten Torf verwenden.
Die Oberseite der Dämm- platten wird dann in an sich bekannter Weise mittels einer einlagig oder doppellagig aufgebrachten ebenen Pappenbahn abgedeckt, welche dann zugleich die Deckschicht des fertig isolierten Baukörpers bildet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Isolierung begehbarer Baukörper, insbesondere Flachdächer oder Terrassen, gegen Feuchtigkeit und Wärmeaustausch unter Verwendung mehrerer Lagen Dachpappe und einer den Wärme durchsatz hemmenden Dämmschicht, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf die Aussenfläche des zu isolierenden Baukörpers zunächst eine Lage gefalzter Dachpappe aufbringt, alsdann darauf als Dämm- schicht stumpf gegeneinanderstossende,beidseitig ebene Wärmedämmplatten aus porigem oder faseri gem Stoff verlegt und schliesslich darauf eine Schicht glatter Dachpappe ein- oder zweilagig als der Aussen luft zugekehrte Deckschicht aufbringt, wobei alle Schichtteile mittels Klebung miteinander verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeich net durch die Verwendung von Falzpappe mit recht winkliger Falzung und flachen Falzrücken. 2.Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeich net durch die Verwendung von nicht zusammendrück- baren und nicht biegbaren Wärmedämmplatten. 3. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeich net durch die Verwendung von quer zu ihrer Flächen erstreckung elastisch nachgiebigen Wärmedämm- platten. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zwischen den Dämmplatten und der Falzpappe gebildeten Kanäle an ihren Enden geschlossen werden und somit langgestreckte, ge schlossene Luftkammern bilden, während die auf der andern Seite der Falzpappe gebildeten Kanäle an ihren Enden offen bleiben.
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