CH355684A - Schlitzverschluss für photographische Kameras - Google Patents
Schlitzverschluss für photographische KamerasInfo
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Description
Schlitzverschluss für photographische Kameras Die Erfindung betrifft einen Schlitzverschluss für photographische Kameras, also einen Verschluss jenes Typs, bei dem eine Belichtungsöffnung von einem Rollo, Vorhang oder Schieber, freigelegt und von einem zweiten Rollo, Vorhang oder Schieber, nach einer durch Einstellung bestimmbaren Zeit wieder geschlossen wird.
Um die Vorteile und Eigenheiten eines derartigen Schlitzverschlusses für die photographischen Aufnah men voll ausnutzen zu können, ist es erforderlich, die Ablaufebene der Verschlussteile möglichst nahe an die zu belichtende lichtempfindliche Schicht her anzulegen. Demzufolge werden allgemein Schlitzver schlüsse auch in unmittelbarer Nähe des Bildfensters in den Kamerakörper eingebaut. Sie bilden meist mit dem Kamerakörper eine konstruktive Baueinheit. lm Kamerakörper sind dabei die Einzelteile des Schlitzverschlusses gelagert, auch werden in ihn die Führungsbahnen für die Verschlussvorhänge oder -schieber eingebracht.
Dies hat insofern Nachteile, als der Schlitzverschluss in den Kamerakörper hin einmontiert werden muss, in den auch noch andere Kamerafunktionsteile, beispielsweise Filmschalt- und Sperrwerksteile, Sucher oder Entfernungsmesser und dergleichen eingebaut werden müssen. Die Montage so vieler kleiner Funktionsteile in den Kamerakörper hinein ist schwierig und unübersichtlich.
Wenn spä ter irgendwelche Funktionsstörungen am Schlitzver- schluss auftreten sollten, so müssen zu deren Beseiti gung zuvor meist andere Kamerafunktionsteile de montiert werden, ehe die Schlitzverschlussteile zur Reparatur zugänglich werden.
Es ist bekannt, Schlitzverschlüsse in an photo graphischen Kameras ansetzbare Rollfilm- und Plat tenkassetten einzubauen. Der Schlitzverschluss bildet also mit einem Kassettengehäuse, welches Halte-, Schalt- und Führungsvorrichtungen für einen Film bzw. für Platten besitzt, eine konstruktive Baueinheit, so dass die Verhältnisse für die Montage und für die Reparatur des Schlitzverschlusses nicht erheblich günstiger werden als bei einem in ein Kameragehäuse eingebauten Schlitzverschluss.
Es ist weiter ein in ein Gehäuse eingebauter Schlitzverschluss bekannt, der, ähnlich wie eine Son nenblende, vor ein Objektiv setzbar und an dessen Fassung befestigbar ist. Dieser Schlitzverschluss und seine Anordnung am Objektiv erlauben es aber nicht, bei kurzen Verschlusszeiten, die nur mit einem unter Schlitzbildung ablaufenden Verschluss erzielbar sind, befriedigende photographische Aufnahmen vorzu nehmen.
Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass der Schlitz verschluss als eine in sich geschlossene, vollständige und voll funktionsfähige Baueinheit ausgebildet ist, die als solche in einen Kamerakörper einsetzbar ist.
Der Schlitzverschluss kann also als Einzelteil voll ständig für sich montiert, auf seine Funktionstüch tigkeit hin geprüft und danach in ein Kameragehäuse eingesetzt und beispielsweise mittels einiger Schrau ben in diesem festgelegt werden. Bei etwa notwen digen Reparaturen kann der Schlitzverschluss in ein facher Weise vom Kamerakörper gelöst und gege benenfalls gegen einen anderen Schlitzverschluss aus getauscht werden. lm Kamerakörper braucht also lediglich eine entsprechende Ausnehmung für die Montageplatte bzw. das Gehäuse des Schlitzver schlusses vorgesehen zu sein.
Diese Ausnehmung wird man, entsprechend der Eigenheiten dieses Ver- schlusstypes, an einer Stelle des Kamerakörpers an ordnen, an der bei einer photographischen Aufnahme die lichtempfindliche Schicht liegt. Es ist deshalb von besonderem Vorteil, sämtliche Funktionsteile dieses Schlitzverschlusses in einem in ein Kameragehäuse einsetzbaren Gehäuse unterzubringen, wobei dieses Gehäuse zugleich das Bildfenster und an seiner Au ssenwandung eine Führungs- und Anlagefläche für die lichtempfindliche Schicht, beispielsweise für einen Rollfilm, besitzt.
Es ist ohne besondere Schwierigkei ten möglich, das die Schlitzverschlussteile enthaltende Gehäuse so im Kamerakörper festzulegen, dass die jenige Wandung, die die Führungs- und Anlagefläche für die lichtempfindliche Schicht besitzt, eine genau einjustierte Lage gegenüber dem Kameraobjektiv ein nimmt. An der Innenseite dieser Gehäusewandung sind die die Verschlussöffnung bildenden Teile des Schlitzverschlusses geführt. Ihre Ablaufebene liegt dadurch nur um wenig mehr als die Stärke dieser Wandung von der lichtempfindlichen Schicht ent fernt.
Es wird also die stets angestrebte nahe Lage dieser Schlitzverschlussteile an der lichtempfindlichen Schicht auch beim erfindungsgemässen Einbauver- schluss erreicht. Es ist aber auch möglich, das Bild fenster und die Führungs- und Anlagefläche für die lichtempfindliche Schicht in eine Platte oder derglei chen einzubringen, die als besonderes Teil an der Montageplatte bzw. an dem Verschlussgehäuse be festigt werden kann.
Wenn man die Teile des Schlitz verschlusses nicht in einem Gehäuse unterbringt, son dern sie auf einer in das Kameragehäuse einsetzbaren Montageplatte anordnet, dann können sich das Bild fenster und die Führungs- und Anlageflächen für die lichtempfindliche Schicht auch an Kameragehäuse wandungen befinden.
Für die Montage des Schlitzverschlusses sowie für seinen Einbau in eine Kamera ist es von Vorteil, wenn das die Schlitzverschlussteile enthaltende Ge häuse so gestaltet ist, dass das Bildfenster einseitig in ihm lieg ,t. Man kann dann in vorteilhafter Weise das Getriebe des Verschlusses an der einen Seite des Verschlussgehäuses anordnen, nämlich an derjenigen,
die neben dem Bildfenster den meisten Platz hierfür bietet. Das somit nach Art einer Baueinheit einseitig im Verschlussgehäuse angeordnete Getriebe ist zweck mässigerweise von einem kästchenförmigen Teil des Verschlussgehäuses umschlossen. Dadurch sind die empfindlichen Funktionsteile des Schlitzverschlusses dann, wenn dieser noch nicht in ein Kameragehäuse eingebaut ist, also beispielsweise bei der Lagerhal tung, vor Beschädigungen und Verstaubungen ge schützt.
Dieses Kästchen kann auch als gesondertes, an das Schlitzverschlussgehäuse ansetzbares Teil aus gebildet sein, so dass die Verschlussfunktionsteile als Montagegruppen in das Verschlussgehäuse einsetzbar sind. In oder an diesem das Verschlussgetriebe ent haltenden Kästchen sind vorteilhafterweise die Füh rungsmittel für die das Bildfenster öffnenden und ver schliessenden Organe untergebracht.
Es ist zweck mässig, diese Organe nur längs der dem Getriebe kästchen zugekehrten Seite des Bildfensters zu halten und zu führen, also nicht auch noch auf der anderen Seite des Bildfensters, weil dadurch die Baugrösse des Schlitzverschlussgehäuses klein gehalten werden kann. In dem die Getriebeteile des Verschlusses umschlie ssenden Kästchen sind gegebenenfalls ein oder meh- rere Schlitze für den Durchtritt der geführten Ver- schlussorgane vorgesehen.
Die Führungsbahn für die das Bildfenster öffnenden und verschliessenden Or gane wird man vorteilhaft bei einem rechteckigen Bildfenster längs einer Schmalseite des Bildfensters verlaufend anbringen, zumal durch einen Verschluss- ablauf über diese Schmalseite hin eine kürzere Ver- schlusszeit erzielbar ist.
Wie schon gesagt, brauchen die Schlitzverschluss- teile nicht in einem Gehäuse untergebracht zu wer den. Man kann sie auch auf einer oder mehreren Montageplatten anordnen. In diesem Falle wird man zur Erreichung der im vorstehenden Absatz genann ten Vorteile die im Kameragehäuse vorgesehenen Ausnehmungen für die Verschlussteile nur an der einen Schmalseite des auch im Kameragehäuse be findlichen Bildfensters vorsehen.
Die das Bildfenster öffnenden 'und schliessenden Organe können Rollos, Vorhänge oder Schieber sein. Um aber das in den Kamerakörper einsetzbare Schlitzverschlussgehäuse bzw. die Montageplatte räumlich möglichst klein halten zu können, ist es be sonders vorteilhaft, wenn die das Bildfenster frei gebenden und wieder abdeckenden Organe an sich bekannte mehrteilige starre Schieber sind. Jeder der beiden Verschlussvorhänge ist dabei zweckmässig aus mehreren, nacheinander ablaufenden Schiebern zu sammengesetzt.
Es ist bekannt, Schlitzverschlüsse aus mehr als zwei starren Schiebern zu bilden. Bei einer solchen bekannten Konstruktion decken im gespannten, aber geschlossenen Zustand des Schlitzverschlusses drei sich teilweise übergreifende starre Schieber das Bild fenster ab, während drei weitere starre Schieber in einandergeschoben an der einen Seite ausserhalb des Bildfensters liegen. Beim Verschlussablauf bewegen sich zunächst die drei erstgenannten Schieber. Sie geben das Bildfenster frei und schieben sich danach an der einen Bildfensterseite ineinander.
Die an der anderen Bildfensterseite liegenden ineinandergescho- benen starren Schieber ziehen sich dann auseinander und verschliessen dabei wieder das Bildfenster. Beim Verschlussaufzug wird die zuerst abgelaufene Schie- bergruppe wieder in die auseinandergezogene, das Bildfenster abdeckende Lage zurückbewegt. Zugleich wird dabei die zweite Schiebergruppe wieder in die übereinandergeschobene Lage bewegt, wobei aber das Bildfenster nicht freigelegt wird.
Bei einer bekannten Schlitzverschlusskonstruktion dieser Art ist jeder einzelne Schieber an beiden Sei ten des Bildfensters in einer dort vorgesehenen Bahn geführt. Die Schieber tragen auf jeder Seite eine Ver zahnung, in die sie bewegende Zahnräder eingreifen.
Bei einem anderen derartigen bekannten Schlitz verschluss besitzt jeder einzelne Schieber an seinen Schmalseiten Lappen und Ösen, durch die er mit am benachbarten Schieber angebrachten Ösen und Lap pen in Verbindung steht. Die Schieber sind also durch diese Führungs- und Steuerungsmittel erheb lich breiter als das Bildfenster, d. h. sie benötigen beiderseits des Bildfensters Platz für ihre Bewegung. Weil das Bildfenster z. B. einseitig in das Schlitz verschlussgehäuse eingebracht ist, z.
B. dadurch, dass die Montageplatte nur an einer Seite des im Kamera gehäuse befindlichen Bildfensters sitzt, sind auch die Längen der in der einen Verschlussgehäusewandung ausgebildeten Führungs- und Anlageflächen für die lichtempfindliche Schicht unterschiedlich gross. Man wird beim Einbau des Schlitzverschlusses in eine Rollfilmkamera das Gehäuse zweckmässigerweise so einsetzen, dass die zum Bildfenster hin längere Füh- rungs- und Anlagefläche an die Seite der Filmab- wickelspule zu liegen kommt.
Dies hat gleichzeitig auch noch den Vorteil, dass der von der Spule abge wickelte Film vor seinem Einlauf in das Bildfenster einen längeren Weg zur Geradführung hat und damit einen günstigen Ausgleich der ihm auf der Spule er teilten kreisförmigen Vorspannung erzielt.
Die an der einen Seite des Bildfensters verlau fende Führungsbahn für die einzelnen Verschluss- schieber kann verschiedenartig ausgebildet sein. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, an jedem Verschlussschieber ein oder mehrere Führungsstücke oder -lappen auszubilden, die an einer oder zwischen zwei längs der einen Bildfensterseite angeordneten Führungsstangen gehalten und geführt sind.
Entspre chend dem Prinzip des Vorlaufs und des Nachlaufs beim Schlitzverschluss sind die Schieber in zwei Grup pen aufgeteilt, wobei in jeder Gruppe zweckmässig ein Hauptschieber vorgesehen ist, der bei seiner Ablauf bewegung nacheinander auf den oder die weiteren Schieber seiner Gruppe trifft und diese jeweils mit verschiebt. Die Hauptschieber werden z. B. dadurch bewegt, dass an jeden von ihnen oder an seinem Trä ger eine Zugfeder angreift, die anderen Endes am Verschlussgehäuse festgelegt ist. Zweckmässigerweise ist nur der Hauptschieber jeder Schiebergruppe in seiner Spannlage durch eine Arretiervorrichtung ge halten.
Es wird beim Auslösen des Verschlusses frei gegeben und unter der Kraft einer Feder verscho ben, wobei diese Federkraft so bemessen ist, dass sie diesen Hauptschieber nach seinem Auftreffen auf die anderen Schieber seiner Gruppe mit diesen zusam men bis in die Endlage durchzieht.
Diese Art der Schieberbewegung ist deshalb von besonderem Vorteil, weil die Masse des Hauptschie bers gegenüber der Masse eines sonst üblicherweise angewendeten Schlitzverschlussschiebers oder -rollos gering ist. Die den Hauptschieber beaufschlagende Feder vermag ihn deshalb in kurzer Zeit sehr stark zu beschleunigen. Bei Auftreffen auf die anderen Schieber seiner Gruppe wird ausser der Federkraft noch die kinetische Energie des oder der sich schon bewegenden Schieber wirksam, so dass auch der neu s zu bewegende Schieber sehr schnell auf seine Arbeits geschwindigkeit gebracht wird.
Das Ablaufdiagramm eines üblichen Schieber- oder Rolltuchverschlusses zeigt, sowohl für den öffnungs- als auch für den Schliessungsschieber, einen Kurvenverlauf mit wach- Sender Steigung. Die Ablaufgeschwindigkeit jedes Schiebers steigert sich also stetig. Mit sehr hoher Ge schwindigkeit treffen dann die Schieber auf ihren Endausschlag. Beim nachfolgend beschriebenen Aus führungsbeispiel des erfindungsgemässen Verschlusses dagegen wird dadurch, dass jeder Hauptschieber nacheinander auf die Folgeschieber seiner Gruppe trifft, dessen Ablaufgeschwindigkeit etwas abge bremst. Danach erfolgt wieder eine Beschleunigung.
Das Ablaufdiagramm dieses mehrteiligen Verschlus ses kommt der genauen Gestalt eines Parallelo gramms erheblich näher als das eines üblichen Schlitzverschlusses mit nur einem öffnüngs- und einem Schliessungsschieber. Dadurch ist erreicht, dass die Bühnengeschwindigkeit jeder der unterteilten Gruppen in hohem Grade der Gleichförmigkeit ge nähert ist. Insbesondere ist die Anfangsgeschwindig keit grösser, was sich auf die Belichtung günstig aus wirkt.
Für jeden Hauptschieber der beiden vorgesehenen Schiebergruppen ist vorteilhaft eine besondere Arre tier- und Freigabevorrichtung vorgesehen. Diejenige für den Hauptschieber der das Bildfenster bei einer Belichtung freilegenden Gruppe ist zweckmässig zu gleich die Auslösevorrichtung für den Verschluss. Die Arretier- und Freigabevorrichtung für den Haupt schieber der das Bildfenster nach einer Belichtung wieder schliessenden Schiebergruppe wird dagegen vorteilhaft vom Hauptschieber der voraneilenden, das Bildfenster freilegenden Gruppe betätigt.
Zu diesem Zweck ragt in den Ablaufweg des Hauptschiebers der das Bildfenster freilegenden Schiebergruppe ein be wegbares Anschlagglied, beispielsweise der freie Arm eines zweiarmigen Hebels, das bei seiner Betätigung die Arretiervorrichtung für den Hauptschieber der das Bildfenster wieder schliessenden Schiebergruppe frei gibt. Der bewegbare Anschlag kann über Zwischen glieder wahlweise sofort und unmittelbar, oder nach einem bestimmbaren Zeitablauf über ein einstellbares Hemmwerk, die Arretierung für den Hauptschieber der nachlaufenden, das Bildfenster wieder abdecken den Schiebergruppe aufheben.
Je nach Einstellung ist es also möglich, das Bildfenster nach einer vollen Öffnung sofort oder erst nach ,einem einstellbaren Zeit ablauf wieder zu schliessen. Weiter kann man je nach dem Ort, an dem das Anschlagglied in den Ablauf weg des Hauptschiebers gebracht ist, den Beginn des Ablaufes der anderen Schlebergruppe bestimmen. Es ist möglich, die zweite Schiebergruppe erst dann frei zugeben, wenn die erste Schiebergruppe das Bild fenster freigelegt hat.
Es ist aber auch möglich, die zweite Schiebergruppe schon dann ablaufen zu lassen, wenn von der ersten Schiebergruppe das Bildfenster erst teilweise freigelegt ist, so d'ass der Verschluss unter Schlitzbildung abläuft.
Der Aufzug des Schlitzverschlusses erfolgt zweck mässigerweise so, dass am Hauptschieber, der das Bildfenster bei einem Verschlussablauf freilegenden Schiebergruppe ein Zugmittel, z. B. ein Seil oder eine Kette, befestigt ist, das anderen Endes. an einer am Schlitzverschlussgehäuse drehbar gelagerten, von einer Landhabe oder dergleichen zu drehenden Trommel festgelegt ist. Beim Drehen dieser Trommel wird dieser Hauptschieber in seine Spannlage gezogen und dort arretiert.
Er zieht dabei die Schieber seiner Gruppe aus der gestapelten in eine auseinanderge- zogene, das Bildfenster abdeckende Lage und schiebt zugleich den Hauptschieber und die Schieber der an deren Gruppe aus der das Bildfenster abdeckenden, auseinandergezogenen Lage in die gestapelte Spann lage, in der auch diese Schiebergruppe arretiert wird. Der Schlitzverschluss kann auch auf andere Art und Weise aufgezogen werden, beispielsweise dadurch, dass am Hauptschieber der Öffnungsgruppe eine Mut ter befestigt ist, in die eine zu den Führungsstangen parallelliegende Spindel mit einem Gewinde sehr gro sser Steigung eingreift.
Durch das Drehen dieser Spin del kann dann der Verschluss in der schon näher er läuterten Weise gespannt werden.
Für den Einbau des die Schlitzverschlussteile ent haltenden Gehäuses bzw. der Montageplatte in eine photographische Kamera lässt man vorteilhaft die Achsen derjenigen Verschlussbetätigungsorgane, die mit dein Kameramechanismus zusammenzuwirken haben, aus dem Verschlussgehäuse so vorstehen, und versieht sie gegebenenfalls mit Kupplungsorganen, so dass sie sich beim Einbau des Verschlusses in die Kamera mit den entsprechenden im Kamerakörper befindlichen Funktionsgliedern kuppeln lassen oder selbsttätig kuppeln.
Dabei ist es vorteilhaft, die Ach sen aller Betätigungsglieder, also die Achse der Arre tier- und Freigabevorrichtung für die Schieber, die Achse der Verschlussaufzugsvorrichtung und die Achse der den Schieberablauf regelnden Glieder, d. h. der Verschlusszeiteneinstellvorrichtung, zueinander parallel gerichtet im Kästchen anzuordnen. Diese Achsen können dabei parallel oder rechtwinklig zur Ebene des Bildfensters liegen. Die Achsrichtung be stimmt ä ach die Richtung, in der das Kästchen bzw. die Montageplatte beim Einbau in eine Kamera in diese hineingesetzt bzw. -geschoben wird.
Durch die parallel zueinander verlaufende Anordnung der Ach sen kann bei entsprechender Anordnung von mit Kupplungen versehenen Antriebsgliedern in der Ka mera in einfacher Weise eine Verbindung zwischen den Verschlussbetätigungsgliedern -und den an der Kamera angeordneten Betätigungshandhaben herge stellt werden. Es ist beispielsweise möglich, die Schlitzverschlussaufzugsvorrichtung mit der Film transportvorrichtung der Kamera zu kuppeln.
An Hand von Figuren wird nachfolgend ein Aus führungsbeispiel eines als vollständige Baueinheit aus gebildeten, erfindungsgemässen Schlitzverschlusses er läutert. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf diese Bauform.
Es zeigen: Fig. 1 in perspektivischer Ansicht das alle Schlitz verschlussteile enthaltende Gehäuse, Fig.2 bis 5 in Draufsicht die Verschlussfunk- tionsteile in verschiedenen Stellungen, und zwar Fig. 2 den gespannten Verschluss, Fig. 3 die Verschlussteile in dem Augenblick des Verschlussablaufes, in dem das Bildfenster freigelegt ist.
Fig.4 den abgelaufenen Verschluss, Fig. 5 den abgelaufenen Verschluss und seine Spannvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit 1 eine in gestrichelten Linien angedeutete photographische Kamera bezeichnet, in die ein alle Funktionsteile eines Schlitzverschlusses enthaltendes Gehäuse 2 eingesetzt und mittels Schrau ben 3 festgelegt ist. In eine Wandung des Gehäuses 2 ist ein Bildfenster 4 eingebracht. In diese Wandung ist auch eine Anlagefläche und Führungsbahn für einen nicht dargestellten Rollfilm eingearbeitet. Das Bildfenster 4 befindet sich einseitig im Gehäuse 2, so dass das Führungsbahnstück 5 länger ist als das Führungsbahnstück 6. Das Gehäuse 2 ist so in die Kamera 1 eingesetzt, dass das längere Führungsbahn stück 5 auf der einer angedeuteten Filmabwickelspule 7 zugekehrten Seite liegt.
Der sich abwickelnde und über eine Perforationswalze zur Filmaufwickelspule 8 geführte Rollfilm hat dadurch vor Erreichung des Bildfensters 4 einen längeren Geradführungsweg und bewirkt einen Ausgleich der ihm auf derAbwickelspule erteilten Vorspannung. Beiderseits der Filmführungs- bahnen 5 und 6 befinden sich Auflageflächen 9 für an einer nicht dargestellten Filmandruckplatte aus gebildete Lappen. Dadurch kann sich die Filman- druckplatte so gegen das Bildfenster 4 legen, dass zwischen ihr und den Führungsbahnen 5 und 6 ein enger Kanal gebildet ist.
Das Bildfenster 4 wird durch längs seiner einen Schmalseite beweglich geführte starre Schieber ge öffnet und geschlossen. Im Beispielsfall sind insge samt sechs solcher Schieber vorgesehen. Es können aber auch weniger oder mehr Schieber angewandt werden.
Wie in den Fig. 2 bis 5 dargestellt, sind seitlich des Bildfensters 4 vier Führungsstangen 10, 11, 12 und 13 fest im Gehäuse 2 angeordnet. Die Führungs stangen können runden oder eckigen Querschnitt haben. An den Führungsstangen 10 und 11 ist je ein Träger 14 bzw. 15 gehalten und geführt. An jedem der Träger 14 und 15 ist ein Hauptschieber 16 bzw. 17 befestigt. In Fig. 2, die den Schlitzverschluss in seiner Spannlage zeigt, ist das Bildfenster 4 von dem am Träger 15 befestigten Hauptschieber 17 und den diesem zugeordneten Schiebern 171 und 172 licht dicht abgedeckt. Am Schieber 171 sind Führungs stücke 18 und 19 ausgebildet, in denen dieser Schie ber 171 an der Führungsstange 12 gehalten ist.
Ein nahe dem Führungsstück 18 vom Schieber<B>171</B> ab gewinkelter Lappen 20 übergreift die Führungsstange 12 und ragt in den Bewegungsbereich eines an der Führungsstange 13 gelagerten Führungsstückes 21 des Schiebers 172, der ausserdem noch mit einem weiteren Führungsstück 22 an der Führungsstange 13 gelagert ist. Am Träger 15 ist ein Anschlaglappen 23 ausgebildet, der die Führungsstangen 12 und 13 so wie auch den Lappen 20 übergreift und in den Bewe- gungsbereich der Führungsstücke 19 und 22 ragt. Der Hauptschieber 17 bildet mit den Schiebern 171 und 172 die bei einem Verschlussablauf das Bild fenster 4 freilegende öffnungsschiebergruppe.
In ähnlicher Weise ist die das Bildfenster wieder abdeckende Schliessungsschiebergruppe gelagert. Sie wird aus dem am Träger 14 befestigten Hauptschie ber 16 und von diesem zugeordneten Schiebern 161 und 162 gebildet. Der Schieber 161 ist in einem Führungsstück 24 an der Führungsstange 12 gleitbar gehalten. An ihm ist weiter ein sich seitlich an die Führungsstange 12 anlegender Führungslappen 25 und ein die Führungsstangen 12 und 13 übergreifen der Lappen 26 angebracht. Der Schieber 162 ist in einem Führungsstück 27 an der Führungsstange 13 gehalten. Ein an ihm angebrachter Führungslappen 28 liegt ebenfalls gegen die Führungsstange 13 an.
Der Träger 14 hat einen in den Bereich des Füh rungsstückes 24 und des Führungslappens 25 ragen den Anschlaglappen 29.
An den Trägern 14 und 15 greift je eine Zugfeder 30 bzw. 31 an, die anderen Endes am Verschlussgehäuse 2 festgelegt ist. An jedem Träger 14 und 15 ist ausser dem ein Arretierstift 32 bzw. 33 angebracht. Diese Arretierstifte 32 und 33 werden in der Spannlage des Verschlusses von am Verschlussgehäuse 2 ver- schwenkbar gelagerten Riegelhebeln 34 bzw. 35 hin tergriffen. Der Riegelhebel 35 ist an einer drehbar gelagerten Achse 36 befestigt.
Diese durchgreift eine Abdeckplatte 37, die, wie die Fig. 5 zeigt, das die Verschlussfunktionsteile umschliessende kästchen- artige Behältnis 38 abdeckt, siehe auch Fig. 1.
Am Träger 15 ist weiter ein Anschlagstift 39 oder dergleichen befestigt. In seinen Bewegungsbereich ragt der freie Arm eines um einen Bolzen 40 schwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebels 41. Der andere Arm dieses Hebels 41 liegt gegen eine Schub stange 42 an, die auf ein im einzelnen nicht näher dargestelltes Hemmwerk 43 einwirkt.
Eine weitere, durch das Hemmwerk 43 betätigbare Schubstange 44 steht mit einem um einen Zapfen 45 oder dergleichen schwenkbaren Winkelhebel 46 in Verbindung, dessen einer Arm eine Abwinkelung 47 am Riegelhebel 34 hintergreift. Das Hemmwerk 43 ist so einstellbar, dass eine Verschiebung der Schubstange 42 entweder sofort und unmittelbar oder nach einem einstellbaren Zeitablauf auf die Schubstange 44 einwirken kann. Diese Einstellung kann durch das Verdrehen einer Achse 48 vorgenommen werden, die, wie Fig. 5 zeigt, ebenfalls die Abdeckplatte 37 durchgreift und aus dem Verschlussgehäuse 2 hervorsteht.
Der Träger 15 besitzt weiterhin einen Mitnehmer- lappen 49, der auf einen am Träger 14 befestigten Mitnehmerstift 50 einwirken kann. Zudem ist, wie nur in Fig. 5 dargestellt, am Träger 15 noch ein Seil 51 oder dergleichen befestigt, das anderen Endes an einer im Verschlussgehäuse 2 drehbar gelagerten Trommel 52 festgelegt ist. Durch Drehen dieser Trommel 52 kann das Seil 51 auf sie aufgewickelt werden, wodurch der Träger 15 entgegen der Kraft der Zugfeder 31 verschoben werden kann. Die Dreh achse 53 der Trommel 52 durchgreift die Abdeck- platte 37 und ragt aus ihr heraus.
Die Wirkungsweise des Schlitzverschlusses ist fol gende: Die Fig. 2 zeigt den Verschluss in seiner Spann lage. Die Träger 14 und 15 sind durch die ihre Arretierstifte 32 und 33 hintergreifenden Riegelhebel 34 und 35 so gehalten, dass die Schieber 17, 171 und 172 der Öffnungsgruppe in auseinandergezo- gener, sich teilweise aber noch überdeckender Stel lung das Bildfenster 4 lichtdicht abdecken, während die Schieber 16, 161 und 162 der Schliessungsschie- bergruppe übereinandergestapelt an der einen Bild fensterseite,
und zwar einer Längsseite, liegen.
Zur Auslösung des Verschlusses muss die Achse 36 verdreht werden, wobei der Riegelhebel 35 den Arretierstift 33 und damit auch den Träger 15 mit dem Hauptschieber 17 freigibt. Der Träger 15 schnellt unter der Kraft der Zugfeder 31, auf die zeichnerische Darstellung bezogen, an seiner Füh rungsstange 11 nach unten. Sein Anschlaglappen 23 trifft dabei nacheinander auf das Führungsstück 19 des Schiebers 171 und auf das Führungsstück 22 des Schiebers 172, wobei diese Schieber 171 und 172 nacheinander mitbewegt werden.
Der Träger 15 kommt, wenn die Schieber 17, 171 und 172 das Bildfenster 4 freigelegt und sich an der einen Bild fensterseite übereinandergestapelt haben, durch Auf treffen auf eine Wandung des Verschlussgehäuses 2 zum Stillstand. Zuvor ist aber der auf ihm befestigte Anschlagstift 39 auf den freien Arm des zweiarmi gen Hebels 41 getroffen, wodurch dieser sich ver- schwenkte und die Schubstange 42 bewegte. Je nach Einstellung des Hemmwerkes 43 wird die Bewegung der Schubstange 42 unmittelbar und sofort oder nach einem einstellbaren Zeitablauf auf die Schubstange 44 übertragen.
Diese verschwenkt dadurch den Win kelhebel 46, der seinerseits den Riegelhebel 34 vom Arretierstift 32 des Trägers 14 löst. In dieser Stellung sind die Funktionsteile des Verschlusses in der Fig. 3 dargestellt. Der Träger 14 und mit ihm der Haupt schieber 16 schnellen nun unter der Kraft der Zug feder 30 nach unten. Nach kurzem Laufweg trifft der Anschlaglappen 29 des Trägers 14 auf das Füh rungsstück 24 des Schiebers<B>161,</B> wodurch dieser mitverschoben wird.
Dessen Lappen 26 schlägt da nach an das Führungsstück 27 des Schiebers 162, wodurch nun auch dieser mitbewegt wird, bis der Träger 14 durch sein Auftreffen auf die Wandung des Gehäuses 2 (auf der Zeichnung unten) zum Still stand kommt. Wie in Fig. 4 dargestellt, decken dabei die auseinandergezogenen, sich aber noch teilweise überdeckenden Schieber 16, 161 und 162 der Schlie ssungsgruppe das Bildfenster 4 lichtdicht ab. Die Hauptschieber 16 und 17 überdecken sich dabei auch teilweise.
In Fig. 5 ist die Lage der Verschlussteile beim beginnenden Verschlussaufzug dargestellt. Zum Spannen des Verschlusses muss die Achse 53 verdreht werden, wodurch mittels des sich dabei auf die Trommel 52 aufwickelnden Seiles 51 der Trä ger 15 entgegen der Kraft der Zugfeder 31 bewegt wird. Der am Träger 15 ausgebildete Mitnehmer- lappen 49 wirkt dabei auf den am Träger 14 be festigten Mitnehmerstift 50 ein, so dass zugleich auch der Träger 14 entgegen der Kraft der Zugfeder<B>30</B> an seiner Führungsstange 10 verschoben wird.
Dem sich über das Bildfenster 4 hin bewegenden Haupt schieber 16 folgt also zugleich der ihn teilweise über greifende und dadurch den Spalt zwischen ihnen lichtdicht abdeckende Hauptschieber 17. Der An schlaglappen 29 am Träger 14 trifft im Laufe der Aufzugsbewegung auf den Führungslappen 25 des Schiebers 161, so dass dann dieser Schieber 161 mit bewegt wird. Dessen Lappen 26 berührt beim weite ren Aufzug den Führungslappen 27 des Schiebers 162, wodurch auch dieser Schieber 162 mitbewegt wird.
Zugleich werden dadurch, dass der Anschlag- Lappen 23 des Trägers 15 auf das Führungsstück 18 des Schiebers<B>171</B> und danach der an diesem Schieber 171 befindliche Lappen 20 auf das Führungsstück 21 des Schiebers 172 treffen, auch die Schieber 171 und 172 bewegt. Die Spannbewegung endet, wenn der Träger 14 gegen die auf der Fig. 5 obere Wan dung des Verschlussgehäuses 2 anschlägt. In dieser Lage hintergreifen die Riegelhebel 34 und 35 wieder selbsttätig die Arretierstifte 32 und 33 der Träger 14 und 15.
Die Verschlussteile befinden sich dann wie der in der in Fig. 2 dargestellten Lage.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ragen die Achse 36 für den den Verschlussablauf freigebenden Riegel hebel 35, die Achse 53 für die Verschlussspannvor- richtung sowie die Achse 48 für die Zeiteneinstellung des Hemmwerkes zueinander parallelgerichtet und auch zur Achse des Bildfensters parallellaufend aus dem Verschlussgehäuse 2 heraus. Diese Achsen 36, 53 und 48 können mit Kupplungsmitteln, beispiels weise einer bekannten Stirnkupplung, versehen sein, deren Kupplungsgegenstücke an im Kamerakörper an entsprechender Stelle angeordneten Achsen ausge bildet sind.
Beim Einsetzen des Schlitzverschlusses in den Kamerakörper kann dadurch in einfacher Weise eine Kupplung mit Kamerafunktionsteilen hergestellt werden. Beispielsweise ist es möglich, die Achse 36 mit einer im Kamerakörper angeordneten Verschluss- auslösevorrichtung zu verbinden. Die Achse 53 kann mit dem Filmtransportgetriebe der Kamera in der Weise gekuppelt werden, dass beim Filmtransport zu gleich der Verschluss gespannt wird. Mit einem am Kamerakörper gelagerten Verschlusszeiteneinstellglied kann man die Achse 48 des Hemmwerkes kuppeln.
Im Beispielsfall wird der Ablauf der Schliessungs- schiebergruppe 16, 161 und 162 erst dann freige geben, wenn das Bildfenster 4 durch die öffnungs- schiebergruppe 17, 171 und 172 freigelegt ist. Durch Änderung des Ortes, an dem der Hebel 41- in die Ablaufbahn des auf dem Träger 15 befestigten An schlagstiftes 39 ragt, kann eine vorherige Freigabe der Schliessungsschiebergruppe erreicht werden, so dass der Verschluss auch unter Schlitzbildung ablaufen kann.
Alle Getriebeteile des Schlitzverschlusses sind in dem seitlich des Bildfensters 4 angeordneten käst chenartigen Behältnis 38 untergebracht. Die das Be hältnis 38 zur Bildfensterseite hin abschliessende Wand ist mit einem schlitzartigen Ausbruch versehen, durch den hindurch die Schieber in den Bereich des Bildfensters 4 ragen. Die freien Enden dieser Schie ber übergreifen das Bildfenster nur so weit, wie es für dessen sichere lichtdichte Abdeckung erforderlich kt
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schlitzverschluss für photographische Kameras, da durch gekennzeichnet, dass der Verschluss als eine in sich geschlossene vollständige und voll funktions fähige Baueinheit ausgebildet ist, die als solche in einen Kamerakörper einsetzbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schlitzverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Funktionsteile dieses Verschlusses in einem in den Kamerakörper (1) ein setzbaren Gehäuse (2) untergebracht sind, das zu gleich das Bildfenster (4) und, an seiner Aussen wandung, eine Führungs- und Anlagefläche (5, 6) für die lichtempfindliche Schicht besitzt.2. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schlitzverschlussteile enthaltende Gehäuse (2) so ge staltet ist, dass das Bildfenster (4) einseitig in ihm liegt. 3. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe des Verschlusses an der einen Seite des Verschlussgehäuses angeordnet ist, und dass das Bildfenster, über das die es freigebenden und schlie ssenden Organe ablaufen, daneben liegt.4. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das einseitig im Ver- schlussgehäuse liegende und nach Art einer Bauein heit angeordnete Getriebe von einem kästchenförmi- gen Teil (38) des Verschlussgehäuses (2) umschlos sen ist. 5. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Bildfenster (4) öffnenden und verschlie ssenden Organe von Führungsmitteln getragen sind, die im das Getriebe enthaltenden Kästchen<B>(38)</B> un tergebracht sind.6. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die das Bildfenster öffnen den und verschliessenden Organe nur längs der dem Getriebekästchen (38) zugekehrten Seite des Bildfen sters (4) gehalten und geführt sind. 7. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der das einseitig angeordnete Getriebe umschliessende Gehäuseteil (38) Schlitze für den Durchtritt der geführten Verschluss- organe aufweist.B. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs bahn für die das Bildfenster (4) verschliessenden und öffnenden Organe längs einer Schmalseite des Bild fensters (4) verlaufend angebracht ist. 9. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das ein seitig im Verschlussgehäuse liegende und nach Art einer Baueinheit angeordnete Getriebe als ein ge sondertes Kästchen an dieses Gehäuse (2) ansetz- bar ist.10. Schlitzverschluss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die das Bildfenster freigebenden und schliessenden Verschlussteile mehr teilige starre Schieber (16, 161, 162, 17,<B>171,</B> 172) verwendet sind. 11. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Vor hänge aus mehreren Schiebern (16, 161, 162 und 17, 171, 172) zusammengesetzt ist, die nacheinander ablaufen.12. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 und<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber (16, 161, 162, 17, 171, 172) mit wenigstens einem Führungsstück ausgerüstet sind, das auf der im Ver- schlussgetriebekästchen (38) angebrachten Führungs bahn verschiebbar läuft. 13. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Verschlussschieber (16, 161, 162, 17, 171, 172) Füh rungsstücke ausgebildet sind, die an einer Führungs stange (10, 11, 12, 13) gehalten und geführt sind.14. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Verschlussschieber (16,<B>161,</B> 162, 17, 171, 172) Führungsstücke ausgebildet sind, die zwischen zwei Führungsstangen (10, 11, 12, 13) gehalten und ge führt sind. 15. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gruppe von Schiebern einen Hauptschieber (16, 17) enthält, der bei seiner Ablaufbewegung nacheinander auf die weiteren Schieber seiner Gruppe (161, 162, 171, 172) trifft und diese jeweils mit verschiebt.16. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass am Haupt schieber (16, 17) jeder Gruppe je eine Zugfeder (30, 31) angreift, die anderen Endes am Verschlussgehäuse (2) festgelegt ist.17. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass nur der Hauptschieber (16, 17) in seiner Spannlage durch eine Arretiervorrichtung gehalten und beim Auslösen des Verschlusses freigegeben und unter der Kraft einer Feder (30, 31) verschoben wird, die so bemes sen ist, dass sie diesen Hauptschieber nach seinem Auftreffen auf die anderen Schieber seiner Gruppe mit diesen zusammen bis in die Endlage durchzieht.18. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretier- und Freigabevorrichtung (33, 35, 36) des Haupt schiebers (17) der das Bildfenster (4) freilegenden Schiebergruppe (17, 171, 172) die eigentliche Aus lösevorrichtung des Verschlusses bildet, der die an dere Schiebergruppe (16, 161, 162) unter Verschlie ssen des Bildfensters (4) nacheilt. 19.Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretier vorrichtung (32, 34) für den Hauptschieber (16) der das Bildfenster (4) nach einer Belichtung wieder schliessenden Schiebergruppe (16, 161, 162) vom Hauptschieber (17) der voraneilenden, das Bildfen ster freilegenden Schiebergruppe (17, 171, 172) be tätigt wird. 20.Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ab laufweg des Hauptschiebers (17) der öffnenden Schiebergruppe (17,<B>171,</B> 172) ein bewegbares An schlagglied (41) ragt, das bei seiner Betätigung durch diesen Hauptschieber (17) die Arretiervorrichtung (32, 34) für den Hauptschieber (16) der das Bild fenster (4) wieder schliessenden Schiebergruppe (16, 161, 162) freigibt.21. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der beweg bare Anschlag (41) über Zwischenglieder (42, 44, 46) je nach der gewählten Zeiteinstellung entweder unmittelbar oder über ein einstellbares Hemmwerk (43) die Arretierung (32, 34) der Nachlaufschieber- gruppe (16, 161, 162) aufhebt.22. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufzug des Schlitzverschlusses am Hauptschieber (16) der das Bildfenster (4) freilegenden Schieb.ergruppe (16, 161, 162) ein Zugmittel (51) befestigt ist, das anderen Endes an einer drehbar gelagerten, von einer Hand habe her zu drehenden Trommel (52) festgelegt ist.23. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen derjenigen Verschlussbetätigungs- organe (36, 53, 48), die mit dem Kameramechanis- mus zusammenzuwirken haben, so vorstehen und mit Kupplungsorganen versehen sind, dass sie sich beim Einbau des Verschlusses in die Kamera mit den ent sprechenden, im Kamerakörper befindlichen Funk tionsgliedern kuppeln. 24.Schlitzverschluss nach Unteranspruch 23, da durch gekennzeichnet, dass die Achsen aller Betäti gungsglieder (36, 53, 48) für den Schlitzverschluss zueinander parallel gerichtet im Schlitzverschlussge- häuse (2) angeordnet sind. 25. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 23 und 24, gekennzeichnet durch eine solche Aus bildung, dass die Achsen der Betätigungsglieder (36, 53, 48) des Verschlusses in der Einbaulage parallel zur optischen Achse des Bildfensters (4) liegen.26. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlitzverschlussgehäuse (2) derart mit An schlussorganen für die Kamerabetätigung ausgerüstet ist, dass beim Einbau in eine Rollfilmkamera seine längere Führungs- und Anlagefläche (5) für den Film an die Seite der Filmabwickelspule (7) zu liegen kommt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE355684X | 1956-01-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=6290072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH355684D CH355684A (de) | 1956-01-25 | 1957-01-09 | Schlitzverschluss für photographische Kameras |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH355684A (de) |
-
1957
- 1957-01-09 CH CH355684D patent/CH355684A/de unknown
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