CH355684A - Schlitzverschluss für photographische Kameras - Google Patents

Schlitzverschluss für photographische Kameras

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CH355684A
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CH
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Inventor
Meixner Alfred
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Voigtlaender Ag
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08—Shutters
    • G03B9/36—Sliding rigid plate
    • G03B9/40—Double plate
    • G03B9/42—Double plate with adjustable slot; with mechanism controlling relative movement of plates to form slot

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras In General (AREA)

Description


      Schlitzverschluss        für    photographische Kameras    Die Erfindung betrifft einen     Schlitzverschluss    für  photographische Kameras, also einen Verschluss jenes  Typs, bei dem eine Belichtungsöffnung von einem  Rollo, Vorhang oder Schieber, freigelegt und von  einem zweiten Rollo, Vorhang oder Schieber, nach  einer durch Einstellung bestimmbaren Zeit wieder  geschlossen wird.  



  Um die Vorteile und Eigenheiten eines derartigen  Schlitzverschlusses für die photographischen Aufnah  men voll ausnutzen zu können, ist es     erforderlich,     die Ablaufebene der     Verschlussteile    möglichst nahe  an die zu belichtende lichtempfindliche Schicht her  anzulegen. Demzufolge werden allgemein Schlitzver  schlüsse auch in unmittelbarer Nähe des Bildfensters  in den Kamerakörper eingebaut. Sie bilden meist  mit dem Kamerakörper eine konstruktive Baueinheit.  lm Kamerakörper sind dabei die Einzelteile des  Schlitzverschlusses gelagert, auch werden in ihn die  Führungsbahnen für die     Verschlussvorhänge    oder       -schieber    eingebracht.

   Dies hat     insofern    Nachteile,  als der     Schlitzverschluss    in den Kamerakörper hin  einmontiert werden muss, in den auch noch andere       Kamerafunktionsteile,    beispielsweise     Filmschalt-    und       Sperrwerksteile,    Sucher oder Entfernungsmesser und  dergleichen eingebaut werden müssen. Die Montage  so vieler kleiner Funktionsteile in den Kamerakörper  hinein ist schwierig und unübersichtlich.

   Wenn spä  ter irgendwelche Funktionsstörungen am     Schlitzver-          schluss    auftreten sollten, so müssen zu deren Beseiti  gung zuvor meist andere     Kamerafunktionsteile    de  montiert werden, ehe die     Schlitzverschlussteile    zur  Reparatur zugänglich werden.  



  Es ist bekannt, Schlitzverschlüsse in an photo  graphischen Kameras     ansetzbare    Rollfilm- und Plat  tenkassetten einzubauen. Der     Schlitzverschluss    bildet  also mit einem     Kassettengehäuse,    welches Halte-,  Schalt- und Führungsvorrichtungen für einen Film    bzw. für Platten besitzt, eine konstruktive Baueinheit,  so dass die Verhältnisse für die Montage und für  die Reparatur des Schlitzverschlusses nicht erheblich  günstiger werden als bei einem in ein Kameragehäuse  eingebauten     Schlitzverschluss.     



  Es ist weiter ein in ein Gehäuse eingebauter       Schlitzverschluss    bekannt, der, ähnlich wie eine Son  nenblende, vor ein Objektiv setzbar und an dessen  Fassung     befestigbar    ist. Dieser     Schlitzverschluss    und  seine Anordnung am Objektiv erlauben es aber nicht,  bei kurzen     Verschlusszeiten,    die nur mit einem unter       Schlitzbildung    ablaufenden     Verschluss    erzielbar sind,  befriedigende photographische Aufnahmen vorzu  nehmen.  



  Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass der Schlitz  verschluss als eine in sich geschlossene, vollständige  und voll funktionsfähige Baueinheit ausgebildet ist,  die als solche in einen Kamerakörper einsetzbar ist.  



  Der     Schlitzverschluss    kann also als     Einzelteil    voll  ständig für sich montiert, auf seine Funktionstüch  tigkeit hin geprüft und danach in ein Kameragehäuse       eingesetzt    und beispielsweise mittels einiger Schrau  ben in diesem festgelegt werden. Bei etwa notwen  digen Reparaturen kann der     Schlitzverschluss    in ein  facher Weise vom     Kamerakörper    gelöst und gege  benenfalls gegen einen anderen     Schlitzverschluss    aus  getauscht werden. lm     Kamerakörper    braucht also  lediglich eine entsprechende     Ausnehmung    für die  Montageplatte bzw. das Gehäuse des Schlitzver  schlusses vorgesehen zu sein.

   Diese     Ausnehmung     wird man, entsprechend der Eigenheiten dieses     Ver-          schlusstypes,    an einer Stelle des Kamerakörpers an  ordnen, an der bei einer photographischen Aufnahme  die lichtempfindliche Schicht liegt. Es ist deshalb von  besonderem Vorteil, sämtliche Funktionsteile dieses  Schlitzverschlusses in einem in ein Kameragehäuse  einsetzbaren Gehäuse unterzubringen, wobei dieses      Gehäuse zugleich das Bildfenster und an seiner Au  ssenwandung eine     Führungs-    und Anlagefläche für  die lichtempfindliche Schicht, beispielsweise für einen       Rollfilm,    besitzt.

   Es ist ohne besondere Schwierigkei  ten möglich, das die     Schlitzverschlussteile    enthaltende  Gehäuse so im Kamerakörper festzulegen,     dass    die  jenige Wandung, die die     Führungs-    und Anlagefläche  für die lichtempfindliche Schicht besitzt, eine genau  einjustierte Lage gegenüber dem Kameraobjektiv ein  nimmt. An der Innenseite dieser Gehäusewandung  sind die die     Verschlussöffnung    bildenden Teile des  Schlitzverschlusses geführt. Ihre Ablaufebene     liegt     dadurch nur um wenig mehr als die Stärke dieser  Wandung von der     lichtempfindlichen    Schicht ent  fernt.

   Es wird also die stets angestrebte nahe Lage  dieser     Schlitzverschlussteile    an der lichtempfindlichen  Schicht auch beim erfindungsgemässen     Einbauver-          schluss    erreicht. Es ist aber auch möglich, das Bild  fenster und die     Führungs-    und Anlagefläche für die  lichtempfindliche Schicht in eine Platte oder derglei  chen einzubringen, die als besonderes Teil an der  Montageplatte bzw. an dem     Verschlussgehäuse    be  festigt werden kann.

   Wenn man die Teile des Schlitz  verschlusses nicht in einem Gehäuse unterbringt, son  dern sie auf einer in das Kameragehäuse einsetzbaren  Montageplatte anordnet, dann können sich das Bild  fenster und die     Führungs-    und Anlageflächen für die  lichtempfindliche Schicht auch an Kameragehäuse  wandungen befinden.  



  Für die Montage des Schlitzverschlusses sowie  für seinen Einbau in eine Kamera ist es von Vorteil,  wenn das die     Schlitzverschlussteile    enthaltende Ge  häuse so gestaltet ist, dass das     Bildfenster    einseitig       in        ihm        lieg        ,t.        Man        kann        dann        in        vorteilhafter        Weise     das Getriebe des Verschlusses an der einen Seite des       Verschlussgehäuses    anordnen, nämlich an derjenigen,

    die neben dem Bildfenster den meisten Platz     hierfür     bietet. Das somit nach Art einer Baueinheit einseitig  im     Verschlussgehäuse    angeordnete Getriebe ist zweck  mässigerweise von einem     kästchenförmigen    Teil des       Verschlussgehäuses    umschlossen. Dadurch sind die  empfindlichen Funktionsteile des Schlitzverschlusses  dann, wenn dieser noch nicht in ein Kameragehäuse  eingebaut ist, also beispielsweise bei der Lagerhal  tung, vor Beschädigungen und     Verstaubungen    ge  schützt.

   Dieses Kästchen kann auch als gesondertes,  an das     Schlitzverschlussgehäuse        ansetzbares    Teil aus  gebildet sein, so dass die     Verschlussfunktionsteile    als  Montagegruppen in das     Verschlussgehäuse    einsetzbar  sind. In oder an diesem das     Verschlussgetriebe    ent  haltenden Kästchen sind     vorteilhafterweise    die Füh  rungsmittel für die das Bildfenster öffnenden und ver  schliessenden Organe untergebracht.

   Es ist zweck  mässig, diese Organe nur längs der dem Getriebe  kästchen zugekehrten Seite des     Bildfensters    zu halten  und zu führen, also nicht auch noch auf der anderen  Seite des Bildfensters, weil dadurch die Baugrösse des       Schlitzverschlussgehäuses    klein gehalten werden kann.  In dem die Getriebeteile des Verschlusses umschlie  ssenden Kästchen sind gegebenenfalls ein oder meh-         rere    Schlitze für den Durchtritt der geführten     Ver-          schlussorgane    vorgesehen.

   Die Führungsbahn für die  das Bildfenster öffnenden und verschliessenden Or  gane wird man vorteilhaft bei einem rechteckigen  Bildfenster längs einer Schmalseite des Bildfensters  verlaufend anbringen, zumal durch einen     Verschluss-          ablauf    über diese Schmalseite hin eine kürzere     Ver-          schlusszeit    erzielbar ist.  



  Wie schon gesagt, brauchen die     Schlitzverschluss-          teile    nicht in einem Gehäuse untergebracht zu wer  den. Man kann sie auch auf einer oder mehreren  Montageplatten anordnen. In diesem Falle wird man  zur Erreichung der im vorstehenden Absatz genann  ten Vorteile die im Kameragehäuse vorgesehenen       Ausnehmungen    für die     Verschlussteile    nur an der  einen Schmalseite des auch im Kameragehäuse be  findlichen Bildfensters vorsehen.  



  Die das Bildfenster öffnenden 'und schliessenden  Organe können Rollos, Vorhänge oder Schieber sein.  Um aber das in den Kamerakörper einsetzbare       Schlitzverschlussgehäuse    bzw. die Montageplatte  räumlich möglichst klein halten zu können, ist es be  sonders vorteilhaft, wenn die das Bildfenster frei  gebenden und wieder abdeckenden Organe an sich  bekannte mehrteilige starre Schieber sind. Jeder der  beiden     Verschlussvorhänge    ist dabei zweckmässig aus  mehreren, nacheinander ablaufenden Schiebern zu  sammengesetzt.  



  Es ist bekannt, Schlitzverschlüsse aus mehr als  zwei starren Schiebern zu bilden. Bei einer solchen  bekannten Konstruktion decken im gespannten, aber  geschlossenen Zustand des Schlitzverschlusses drei  sich teilweise übergreifende starre Schieber das Bild  fenster ab, während drei weitere starre Schieber in  einandergeschoben an der einen Seite ausserhalb des  Bildfensters liegen. Beim     Verschlussablauf    bewegen  sich zunächst die drei erstgenannten Schieber. Sie  geben das Bildfenster frei und schieben sich danach  an der einen     Bildfensterseite    ineinander.

   Die an der  anderen     Bildfensterseite    liegenden     ineinandergescho-          benen    starren Schieber ziehen sich dann auseinander  und verschliessen dabei wieder das Bildfenster. Beim       Verschlussaufzug    wird die zuerst abgelaufene     Schie-          bergruppe    wieder in die     auseinandergezogene,    das  Bildfenster abdeckende Lage zurückbewegt. Zugleich  wird dabei die zweite     Schiebergruppe    wieder in die       übereinandergeschobene    Lage bewegt, wobei aber  das Bildfenster nicht freigelegt wird.  



  Bei einer bekannten     Schlitzverschlusskonstruktion     dieser     Art    ist jeder einzelne Schieber an beiden Sei  ten des Bildfensters in einer dort vorgesehenen Bahn  geführt. Die Schieber tragen auf jeder Seite eine Ver  zahnung, in die sie bewegende Zahnräder eingreifen.  



  Bei einem anderen derartigen bekannten Schlitz  verschluss besitzt jeder einzelne Schieber an seinen  Schmalseiten Lappen und Ösen, durch die er mit am  benachbarten Schieber angebrachten Ösen und Lap  pen in Verbindung steht. Die Schieber sind also  durch diese     Führungs-    und Steuerungsmittel erheb  lich breiter als das Bildfenster, d. h. sie benötigen      beiderseits des Bildfensters Platz für ihre Bewegung.  Weil das Bildfenster z. B. einseitig in das Schlitz  verschlussgehäuse eingebracht ist, z.

   B. dadurch, dass  die Montageplatte nur an einer Seite des im Kamera  gehäuse befindlichen Bildfensters sitzt, sind auch die  Längen der in der einen     Verschlussgehäusewandung     ausgebildeten     Führungs-    und Anlageflächen für die  lichtempfindliche Schicht unterschiedlich gross. Man  wird beim Einbau des Schlitzverschlusses in eine  Rollfilmkamera das Gehäuse     zweckmässigerweise    so  einsetzen, dass die zum Bildfenster hin längere     Füh-          rungs-    und Anlagefläche an die Seite der     Filmab-          wickelspule    zu liegen kommt.

   Dies hat gleichzeitig  auch noch den Vorteil, dass der von der Spule abge  wickelte Film vor seinem Einlauf in das Bildfenster  einen längeren Weg zur     Geradführung    hat und damit  einen günstigen Ausgleich der ihm auf der Spule er  teilten kreisförmigen     Vorspannung    erzielt.  



  Die an der einen Seite des Bildfensters verlau  fende Führungsbahn für die einzelnen     Verschluss-          schieber    kann verschiedenartig ausgebildet sein. Eine  bevorzugte Ausführungsform sieht vor, an jedem       Verschlussschieber    ein oder mehrere Führungsstücke  oder     -lappen    auszubilden, die an einer oder zwischen  zwei längs der einen     Bildfensterseite    angeordneten  Führungsstangen gehalten und geführt sind.

   Entspre  chend dem Prinzip des Vorlaufs und des Nachlaufs  beim     Schlitzverschluss    sind die Schieber in zwei Grup  pen aufgeteilt, wobei in jeder Gruppe zweckmässig ein  Hauptschieber vorgesehen ist, der bei seiner Ablauf  bewegung nacheinander auf den oder die weiteren  Schieber seiner Gruppe trifft und diese jeweils mit  verschiebt. Die Hauptschieber werden z.     B.    dadurch  bewegt, dass an jeden von ihnen oder an seinem Trä  ger eine Zugfeder angreift, die anderen Endes am       Verschlussgehäuse    festgelegt ist.     Zweckmässigerweise     ist nur der Hauptschieber jeder     Schiebergruppe    in  seiner Spannlage durch eine     Arretiervorrichtung    ge  halten.

   Es wird beim Auslösen des Verschlusses frei  gegeben und unter der Kraft einer Feder verscho  ben, wobei diese Federkraft so bemessen ist, dass sie  diesen Hauptschieber nach seinem Auftreffen auf die  anderen Schieber seiner Gruppe mit diesen zusam  men bis in die Endlage durchzieht.  



  Diese Art der     Schieberbewegung    ist deshalb von  besonderem Vorteil, weil die Masse des Hauptschie  bers gegenüber der Masse eines sonst üblicherweise  angewendeten     Schlitzverschlussschiebers    oder     -rollos     gering ist. Die den Hauptschieber     beaufschlagende     Feder vermag ihn deshalb in kurzer Zeit sehr stark  zu beschleunigen. Bei Auftreffen auf die anderen  Schieber seiner Gruppe wird ausser der Federkraft  noch die kinetische Energie des oder der sich schon  bewegenden Schieber wirksam, so dass auch der neu       s    zu bewegende Schieber sehr schnell auf seine Arbeits  geschwindigkeit gebracht wird.

   Das Ablaufdiagramm  eines üblichen Schieber- oder     Rolltuchverschlusses     zeigt, sowohl für den     öffnungs-    als auch für den  Schliessungsschieber, einen Kurvenverlauf mit     wach-          Sender    Steigung. Die Ablaufgeschwindigkeit jedes    Schiebers steigert sich also stetig. Mit sehr hoher Ge  schwindigkeit treffen dann die Schieber auf ihren  Endausschlag. Beim nachfolgend beschriebenen Aus  führungsbeispiel des erfindungsgemässen Verschlusses  dagegen wird dadurch, dass jeder Hauptschieber  nacheinander auf die Folgeschieber     seiner        Gruppe     trifft, dessen Ablaufgeschwindigkeit etwas abge  bremst. Danach erfolgt wieder eine Beschleunigung.

    Das Ablaufdiagramm dieses     mehrteiligen    Verschlus  ses kommt der genauen Gestalt eines Parallelo  gramms erheblich näher als das eines     üblichen     Schlitzverschlusses mit nur einem     öffnüngs-    und  einem Schliessungsschieber. Dadurch ist erreicht, dass  die Bühnengeschwindigkeit jeder der unterteilten  Gruppen in hohem Grade der Gleichförmigkeit ge  nähert ist. Insbesondere ist die Anfangsgeschwindig  keit grösser, was sich auf die Belichtung günstig aus  wirkt.  



  Für jeden Hauptschieber der beiden vorgesehenen       Schiebergruppen    ist vorteilhaft eine besondere Arre  tier- und     Freigabevorrichtung    vorgesehen. Diejenige  für den Hauptschieber der das Bildfenster bei einer  Belichtung freilegenden Gruppe ist zweckmässig zu  gleich die     Auslösevorrichtung    für den Verschluss. Die  Arretier- und Freigabevorrichtung für den Haupt  schieber der das Bildfenster nach einer Belichtung  wieder schliessenden     Schiebergruppe    wird dagegen  vorteilhaft vom Hauptschieber der voraneilenden, das  Bildfenster freilegenden Gruppe betätigt.

   Zu diesem  Zweck ragt in den Ablaufweg des Hauptschiebers der  das Bildfenster freilegenden     Schiebergruppe    ein be  wegbares Anschlagglied, beispielsweise der freie Arm  eines zweiarmigen Hebels, das bei seiner     Betätigung     die     Arretiervorrichtung    für den Hauptschieber der das  Bildfenster wieder schliessenden     Schiebergruppe    frei  gibt. Der bewegbare Anschlag kann über Zwischen  glieder wahlweise sofort und unmittelbar, oder nach  einem bestimmbaren Zeitablauf über ein einstellbares  Hemmwerk, die Arretierung für den Hauptschieber  der nachlaufenden, das Bildfenster wieder abdecken  den     Schiebergruppe    aufheben.

   Je nach Einstellung  ist es also möglich, das Bildfenster nach einer vollen  Öffnung sofort oder erst nach ,einem     einstellbaren    Zeit  ablauf wieder zu schliessen. Weiter     kann    man je nach  dem Ort, an dem das Anschlagglied in den Ablauf  weg des Hauptschiebers gebracht ist, den Beginn des  Ablaufes der anderen     Schlebergruppe    bestimmen. Es  ist möglich, die zweite     Schiebergruppe    erst dann frei  zugeben, wenn die erste     Schiebergruppe    das Bild  fenster freigelegt hat.

   Es ist aber auch     möglich,    die  zweite     Schiebergruppe    schon dann ablaufen zu lassen,  wenn von der ersten     Schiebergruppe    das Bildfenster  erst teilweise freigelegt ist, so     d'ass    der Verschluss  unter Schlitzbildung abläuft.  



  Der Aufzug des Schlitzverschlusses erfolgt zweck  mässigerweise so, dass am Hauptschieber, der das  Bildfenster bei einem     Verschlussablauf    freilegenden       Schiebergruppe    ein Zugmittel, z. B. ein Seil oder eine  Kette, befestigt ist, das anderen Endes. an einer am       Schlitzverschlussgehäuse    drehbar gelagerten, von einer           Landhabe    oder dergleichen zu drehenden     Trommel     festgelegt ist. Beim Drehen dieser Trommel wird  dieser Hauptschieber in seine Spannlage gezogen und  dort arretiert.

   Er zieht dabei die Schieber seiner  Gruppe aus der gestapelten in eine     auseinanderge-          zogene,    das Bildfenster abdeckende Lage und schiebt  zugleich den Hauptschieber und die Schieber der an  deren     Gruppe    aus der das Bildfenster abdeckenden,       auseinandergezogenen    Lage in die gestapelte Spann  lage, in der auch diese     Schiebergruppe    arretiert wird.  Der     Schlitzverschluss    kann auch auf andere Art und  Weise aufgezogen werden, beispielsweise dadurch,  dass am Hauptschieber der Öffnungsgruppe eine Mut  ter befestigt ist, in die eine zu den Führungsstangen  parallelliegende Spindel mit einem Gewinde sehr gro  sser Steigung eingreift.

   Durch das Drehen dieser Spin  del kann dann der Verschluss in der schon näher er  läuterten Weise gespannt werden.  



  Für den Einbau des die     Schlitzverschlussteile    ent  haltenden Gehäuses bzw. der Montageplatte in eine  photographische Kamera lässt man vorteilhaft die  Achsen derjenigen     Verschlussbetätigungsorgane,    die  mit     dein    Kameramechanismus zusammenzuwirken  haben, aus dem     Verschlussgehäuse    so vorstehen, und  versieht sie gegebenenfalls mit Kupplungsorganen, so  dass sie sich beim Einbau des Verschlusses in die  Kamera mit den entsprechenden im Kamerakörper  befindlichen Funktionsgliedern kuppeln lassen oder  selbsttätig kuppeln.

   Dabei ist es vorteilhaft, die Ach  sen aller Betätigungsglieder, also die Achse der Arre  tier- und Freigabevorrichtung für die Schieber, die  Achse der     Verschlussaufzugsvorrichtung    und die  Achse der den     Schieberablauf    regelnden Glieder, d. h.  der     Verschlusszeiteneinstellvorrichtung,    zueinander  parallel     gerichtet    im Kästchen anzuordnen. Diese  Achsen können dabei parallel oder rechtwinklig zur  Ebene des Bildfensters liegen. Die Achsrichtung be  stimmt ä ach die Richtung, in der das Kästchen bzw.  die Montageplatte beim Einbau in eine Kamera in  diese hineingesetzt     bzw.    -geschoben wird.

   Durch die  parallel zueinander verlaufende Anordnung der Ach  sen kann bei entsprechender Anordnung von mit  Kupplungen versehenen Antriebsgliedern in der Ka  mera in einfacher Weise eine Verbindung zwischen  den     Verschlussbetätigungsgliedern    -und den an der  Kamera angeordneten Betätigungshandhaben herge  stellt werden. Es ist beispielsweise möglich, die       Schlitzverschlussaufzugsvorrichtung    mit der Film  transportvorrichtung der Kamera zu kuppeln.  



  An Hand von Figuren     wird    nachfolgend ein Aus  führungsbeispiel eines als vollständige Baueinheit aus  gebildeten, erfindungsgemässen Schlitzverschlusses er  läutert. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf  diese Bauform.  



  Es zeigen:       Fig.    1 in perspektivischer Ansicht das alle Schlitz  verschlussteile enthaltende Gehäuse,       Fig.2    bis 5 in Draufsicht die     Verschlussfunk-          tionsteile    in verschiedenen Stellungen, und zwar       Fig.    2 den gespannten     Verschluss,            Fig.    3 die     Verschlussteile    in dem Augenblick des       Verschlussablaufes,    in dem das Bildfenster freigelegt  ist.  



       Fig.4    den abgelaufenen Verschluss,       Fig.    5 den abgelaufenen Verschluss und seine  Spannvorrichtung.  



  In     Fig.    1 ist mit 1 eine in gestrichelten Linien  angedeutete photographische Kamera bezeichnet, in  die ein alle Funktionsteile eines Schlitzverschlusses  enthaltendes Gehäuse 2 eingesetzt und mittels Schrau  ben 3 festgelegt ist. In eine Wandung des Gehäuses  2 ist ein Bildfenster 4 eingebracht. In diese Wandung  ist auch eine Anlagefläche und Führungsbahn für  einen nicht dargestellten Rollfilm eingearbeitet. Das  Bildfenster 4 befindet sich einseitig im Gehäuse 2,  so dass das     Führungsbahnstück    5 länger ist als das       Führungsbahnstück    6. Das Gehäuse 2 ist so in die  Kamera 1 eingesetzt, dass das längere Führungsbahn  stück 5 auf der einer angedeuteten     Filmabwickelspule     7 zugekehrten Seite liegt.

   Der sich abwickelnde und  über eine Perforationswalze zur     Filmaufwickelspule     8 geführte Rollfilm hat dadurch vor Erreichung des  Bildfensters 4 einen längeren     Geradführungsweg    und  bewirkt einen Ausgleich der ihm auf     derAbwickelspule     erteilten     Vorspannung.    Beiderseits der     Filmführungs-          bahnen    5 und 6 befinden sich Auflageflächen 9 für  an einer nicht dargestellten     Filmandruckplatte    aus  gebildete Lappen. Dadurch kann sich die     Filman-          druckplatte    so gegen das Bildfenster 4 legen, dass  zwischen ihr und den Führungsbahnen 5 und 6 ein  enger Kanal gebildet ist.

    



  Das Bildfenster 4 wird durch längs seiner einen  Schmalseite beweglich geführte starre Schieber ge  öffnet und geschlossen. Im Beispielsfall sind insge  samt sechs solcher Schieber vorgesehen. Es können  aber auch weniger oder mehr Schieber angewandt  werden.  



  Wie in den     Fig.    2 bis 5 dargestellt, sind seitlich  des Bildfensters 4 vier Führungsstangen 10, 11, 12  und 13 fest im Gehäuse 2 angeordnet. Die Führungs  stangen können runden oder eckigen     Querschnitt     haben. An den Führungsstangen 10 und 11 ist je ein  Träger 14 bzw. 15 gehalten und geführt. An jedem  der Träger 14 und 15 ist ein Hauptschieber 16 bzw.  17 befestigt. In     Fig.    2, die den     Schlitzverschluss    in  seiner Spannlage zeigt, ist das Bildfenster 4 von dem  am Träger 15 befestigten Hauptschieber 17 und den  diesem zugeordneten Schiebern 171 und 172 licht  dicht abgedeckt. Am Schieber 171 sind Führungs  stücke 18 und 19 ausgebildet, in denen dieser Schie  ber 171 an der Führungsstange 12 gehalten ist.

   Ein  nahe dem Führungsstück 18 vom Schieber<B>171</B> ab  gewinkelter Lappen 20 übergreift die Führungsstange  12 und ragt in den Bewegungsbereich eines an der       Führungsstange    13 gelagerten Führungsstückes 21  des Schiebers 172, der ausserdem noch mit einem  weiteren Führungsstück 22 an der Führungsstange 13  gelagert ist. Am Träger 15 ist ein Anschlaglappen 23       ausgebildet,    der die Führungsstangen 12 und 13 so  wie auch den Lappen 20 übergreift und in den Bewe-           gungsbereich    der Führungsstücke 19 und 22 ragt.  Der Hauptschieber 17 bildet mit den Schiebern 171  und 172 die bei einem     Verschlussablauf    das Bild  fenster 4 freilegende     öffnungsschiebergruppe.     



  In ähnlicher Weise ist die das Bildfenster wieder  abdeckende     Schliessungsschiebergruppe    gelagert. Sie  wird aus dem am Träger 14 befestigten Hauptschie  ber 16 und von diesem zugeordneten     Schiebern    161  und 162 gebildet. Der Schieber 161 ist in     einem     Führungsstück 24 an der Führungsstange 12 gleitbar  gehalten. An ihm ist weiter ein sich seitlich an die  Führungsstange 12 anlegender Führungslappen 25  und ein die Führungsstangen 12 und 13 übergreifen  der Lappen 26 angebracht. Der Schieber 162 ist  in einem Führungsstück 27 an der Führungsstange 13  gehalten. Ein an ihm angebrachter Führungslappen  28 liegt ebenfalls gegen die Führungsstange 13 an.

    Der Träger 14 hat einen in den Bereich des Füh  rungsstückes 24 und des Führungslappens 25 ragen  den Anschlaglappen 29.  



  An den Trägern 14 und 15 greift je eine Zugfeder 30  bzw. 31 an, die anderen Endes am     Verschlussgehäuse     2 festgelegt ist. An jedem Träger 14 und 15 ist ausser  dem ein     Arretierstift    32 bzw. 33 angebracht. Diese       Arretierstifte    32 und 33 werden in der Spannlage des  Verschlusses von am     Verschlussgehäuse    2     ver-          schwenkbar    gelagerten Riegelhebeln 34 bzw. 35 hin  tergriffen. Der Riegelhebel 35 ist an einer drehbar  gelagerten Achse 36 befestigt.

   Diese durchgreift eine       Abdeckplatte    37, die, wie die     Fig.    5 zeigt, das die       Verschlussfunktionsteile    umschliessende     kästchen-          artige    Behältnis 38 abdeckt, siehe auch     Fig.    1.  



  Am Träger 15 ist weiter ein Anschlagstift 39 oder  dergleichen befestigt. In seinen Bewegungsbereich  ragt der freie Arm eines um einen Bolzen 40  schwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebels 41. Der  andere Arm dieses Hebels 41 liegt gegen eine Schub  stange 42 an, die auf ein im einzelnen nicht näher  dargestelltes Hemmwerk 43 einwirkt.

   Eine weitere,  durch das Hemmwerk 43     betätigbare    Schubstange 44  steht mit einem um einen Zapfen 45 oder     dergleichen     schwenkbaren Winkelhebel 46 in Verbindung, dessen  einer Arm eine     Abwinkelung    47 am Riegelhebel 34       hintergreift.    Das Hemmwerk 43 ist so einstellbar,  dass eine Verschiebung der Schubstange 42 entweder  sofort und unmittelbar oder nach einem einstellbaren  Zeitablauf auf die Schubstange 44 einwirken kann.  Diese Einstellung kann durch das Verdrehen einer  Achse 48 vorgenommen werden, die, wie     Fig.    5 zeigt,  ebenfalls die     Abdeckplatte    37 durchgreift und aus  dem     Verschlussgehäuse    2 hervorsteht.  



  Der Träger 15 besitzt weiterhin einen     Mitnehmer-          lappen    49, der auf einen am Träger 14 befestigten       Mitnehmerstift    50 einwirken kann. Zudem ist, wie  nur in     Fig.    5 dargestellt, am Träger 15 noch ein Seil  51 oder dergleichen befestigt, das anderen Endes  an einer im     Verschlussgehäuse    2 drehbar gelagerten  Trommel 52 festgelegt ist. Durch Drehen dieser  Trommel 52 kann das Seil 51 auf sie aufgewickelt  werden, wodurch der Träger 15 entgegen der Kraft    der Zugfeder 31 verschoben werden     kann.    Die Dreh  achse 53 der Trommel 52 durchgreift die     Abdeck-          platte    37 und ragt aus ihr heraus.  



  Die Wirkungsweise des Schlitzverschlusses ist fol  gende:  Die     Fig.    2 zeigt den Verschluss in seiner Spann  lage. Die Träger 14 und 15 sind durch die ihre       Arretierstifte    32 und 33     hintergreifenden    Riegelhebel  34 und 35 so gehalten, dass die Schieber 17, 171  und 172 der Öffnungsgruppe in     auseinandergezo-          gener,    sich teilweise aber noch überdeckender Stel  lung das Bildfenster 4 lichtdicht abdecken, während  die Schieber 16, 161 und 162 der     Schliessungsschie-          bergruppe        übereinandergestapelt    an der einen Bild  fensterseite,

   und zwar     einer        Längsseite,    liegen.  



  Zur Auslösung des Verschlusses muss die Achse  36 verdreht werden, wobei der Riegelhebel 35 den       Arretierstift    33 und damit auch den Träger 15 mit  dem Hauptschieber 17 freigibt. Der Träger 15  schnellt unter der Kraft der Zugfeder 31, auf die  zeichnerische Darstellung bezogen, an seiner Füh  rungsstange 11 nach unten. Sein Anschlaglappen 23  trifft dabei nacheinander auf das     Führungsstück    19  des Schiebers 171 und auf das Führungsstück 22 des  Schiebers 172, wobei diese Schieber 171 und 172  nacheinander mitbewegt werden.

   Der Träger 15  kommt, wenn die Schieber 17, 171 und 172 das  Bildfenster 4 freigelegt und sich an der einen Bild  fensterseite     übereinandergestapelt    haben, durch Auf  treffen auf eine Wandung des     Verschlussgehäuses    2  zum Stillstand. Zuvor ist aber der auf ihm befestigte  Anschlagstift 39 auf den freien Arm des zweiarmi  gen Hebels 41 getroffen, wodurch dieser sich     ver-          schwenkte    und die Schubstange 42 bewegte. Je nach  Einstellung des Hemmwerkes 43 wird die Bewegung  der Schubstange 42 unmittelbar und sofort oder nach  einem einstellbaren Zeitablauf auf die     Schubstange     44 übertragen.

   Diese     verschwenkt    dadurch den Win  kelhebel 46, der seinerseits den Riegelhebel 34 vom       Arretierstift    32 des Trägers 14 löst. In dieser Stellung  sind die Funktionsteile des Verschlusses in der     Fig.    3  dargestellt. Der Träger 14 und mit ihm der Haupt  schieber 16 schnellen nun unter der     Kraft    der Zug  feder 30 nach unten. Nach kurzem     Laufweg    trifft  der Anschlaglappen 29 des Trägers 14 auf das Füh  rungsstück 24 des Schiebers<B>161,</B> wodurch dieser       mitverschoben    wird.

   Dessen Lappen 26 schlägt da  nach an das Führungsstück 27 des Schiebers 162,  wodurch nun auch dieser mitbewegt wird, bis der  Träger 14 durch sein Auftreffen auf die Wandung  des Gehäuses 2 (auf der Zeichnung unten) zum Still  stand kommt. Wie in     Fig.    4 dargestellt, decken dabei  die     auseinandergezogenen,    sich aber noch teilweise  überdeckenden Schieber 16, 161 und 162 der Schlie  ssungsgruppe das Bildfenster 4 lichtdicht ab. Die  Hauptschieber 16 und 17 überdecken sich dabei auch  teilweise.  



  In     Fig.    5 ist die Lage der     Verschlussteile    beim  beginnenden     Verschlussaufzug    dargestellt.      Zum Spannen des Verschlusses muss die Achse 53  verdreht werden, wodurch mittels des sich dabei auf  die     Trommel    52 aufwickelnden Seiles 51 der Trä  ger 15 entgegen der Kraft der Zugfeder 31 bewegt  wird. Der am Träger 15 ausgebildete     Mitnehmer-          lappen    49 wirkt dabei auf den am Träger 14 be  festigten     Mitnehmerstift    50 ein, so dass zugleich auch  der Träger 14 entgegen der Kraft der Zugfeder<B>30</B>  an seiner Führungsstange 10 verschoben wird.

   Dem  sich über das Bildfenster 4 hin bewegenden Haupt  schieber 16 folgt also zugleich der ihn teilweise über  greifende und dadurch den Spalt zwischen ihnen  lichtdicht abdeckende Hauptschieber 17. Der An  schlaglappen 29 am Träger 14 trifft im Laufe der  Aufzugsbewegung auf den Führungslappen 25 des  Schiebers 161, so dass dann dieser Schieber 161 mit  bewegt wird. Dessen Lappen 26     berührt    beim weite  ren Aufzug den Führungslappen 27 des Schiebers  162, wodurch auch dieser Schieber 162 mitbewegt  wird.

   Zugleich werden dadurch, dass der     Anschlag-          Lappen    23 des Trägers 15 auf das Führungsstück 18  des Schiebers<B>171</B> und danach der an diesem Schieber  171 befindliche Lappen 20 auf das     Führungsstück     21 des Schiebers 172 treffen, auch die Schieber 171  und 172 bewegt. Die Spannbewegung endet, wenn  der Träger 14 gegen die auf der     Fig.    5 obere Wan  dung des     Verschlussgehäuses    2 anschlägt. In dieser  Lage     hintergreifen    die Riegelhebel 34 und 35 wieder  selbsttätig die     Arretierstifte    32 und 33 der Träger 14  und 15.

   Die     Verschlussteile    befinden sich dann wie  der in der in     Fig.    2 dargestellten Lage.  



  Wie aus     Fig.    5 ersichtlich, ragen die Achse 36  für den den     Verschlussablauf    freigebenden Riegel  hebel 35, die Achse 53 für die     Verschlussspannvor-          richtung    sowie die Achse 48 für die     Zeiteneinstellung     des Hemmwerkes zueinander parallelgerichtet und  auch zur Achse des Bildfensters parallellaufend aus  dem     Verschlussgehäuse    2 heraus. Diese Achsen 36,  53 und 48 können mit Kupplungsmitteln, beispiels  weise einer bekannten Stirnkupplung, versehen sein,  deren Kupplungsgegenstücke an im Kamerakörper an  entsprechender Stelle angeordneten Achsen ausge  bildet sind.

   Beim Einsetzen des Schlitzverschlusses in  den Kamerakörper kann dadurch in einfacher Weise  eine Kupplung mit     Kamerafunktionsteilen    hergestellt  werden. Beispielsweise ist es möglich, die Achse 36  mit einer im Kamerakörper angeordneten     Verschluss-          auslösevorrichtung    zu verbinden. Die Achse 53 kann  mit dem     Filmtransportgetriebe    der Kamera in der  Weise gekuppelt werden, dass beim Filmtransport zu  gleich der Verschluss gespannt wird. Mit einem am  Kamerakörper gelagerten     Verschlusszeiteneinstellglied     kann man die Achse 48 des Hemmwerkes kuppeln.  



  Im Beispielsfall wird der Ablauf der     Schliessungs-          schiebergruppe    16, 161 und 162 erst dann freige  geben, wenn das Bildfenster 4 durch die     öffnungs-          schiebergruppe    17, 171 und 172 freigelegt ist. Durch  Änderung des Ortes, an dem der Hebel 41- in die  Ablaufbahn des auf dem Träger 15 befestigten An  schlagstiftes 39 ragt, kann eine vorherige Freigabe    der     Schliessungsschiebergruppe    erreicht werden, so  dass der Verschluss auch unter Schlitzbildung ablaufen  kann.  



  Alle Getriebeteile des Schlitzverschlusses sind in  dem seitlich des Bildfensters 4 angeordneten käst  chenartigen Behältnis 38 untergebracht. Die das Be  hältnis 38 zur     Bildfensterseite    hin abschliessende  Wand ist mit einem schlitzartigen Ausbruch versehen,  durch den hindurch die Schieber in den Bereich des  Bildfensters 4 ragen. Die freien Enden dieser Schie  ber übergreifen das Bildfenster nur so weit, wie es  für dessen sichere lichtdichte Abdeckung erforderlich  kt

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schlitzverschluss für photographische Kameras, da durch gekennzeichnet, dass der Verschluss als eine in sich geschlossene vollständige und voll funktions fähige Baueinheit ausgebildet ist, die als solche in einen Kamerakörper einsetzbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schlitzverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Funktionsteile dieses Verschlusses in einem in den Kamerakörper (1) ein setzbaren Gehäuse (2) untergebracht sind, das zu gleich das Bildfenster (4) und, an seiner Aussen wandung, eine Führungs- und Anlagefläche (5, 6) für die lichtempfindliche Schicht besitzt.
    2. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schlitzverschlussteile enthaltende Gehäuse (2) so ge staltet ist, dass das Bildfenster (4) einseitig in ihm liegt. 3. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe des Verschlusses an der einen Seite des Verschlussgehäuses angeordnet ist, und dass das Bildfenster, über das die es freigebenden und schlie ssenden Organe ablaufen, daneben liegt.
    4. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das einseitig im Ver- schlussgehäuse liegende und nach Art einer Bauein heit angeordnete Getriebe von einem kästchenförmi- gen Teil (38) des Verschlussgehäuses (2) umschlos sen ist. 5. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Bildfenster (4) öffnenden und verschlie ssenden Organe von Führungsmitteln getragen sind, die im das Getriebe enthaltenden Kästchen<B>(38)</B> un tergebracht sind.
    6. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die das Bildfenster öffnen den und verschliessenden Organe nur längs der dem Getriebekästchen (38) zugekehrten Seite des Bildfen sters (4) gehalten und geführt sind. 7. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der das einseitig angeordnete Getriebe umschliessende Gehäuseteil (38) Schlitze für den Durchtritt der geführten Verschluss- organe aufweist.
    B. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs bahn für die das Bildfenster (4) verschliessenden und öffnenden Organe längs einer Schmalseite des Bild fensters (4) verlaufend angebracht ist. 9. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das ein seitig im Verschlussgehäuse liegende und nach Art einer Baueinheit angeordnete Getriebe als ein ge sondertes Kästchen an dieses Gehäuse (2) ansetz- bar ist.
    10. Schlitzverschluss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die das Bildfenster freigebenden und schliessenden Verschlussteile mehr teilige starre Schieber (16, 161, 162, 17,<B>171,</B> 172) verwendet sind. 11. Schlitzverschluss nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Vor hänge aus mehreren Schiebern (16, 161, 162 und 17, 171, 172) zusammengesetzt ist, die nacheinander ablaufen.
    12. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 und<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Schieber (16, 161, 162, 17, 171, 172) mit wenigstens einem Führungsstück ausgerüstet sind, das auf der im Ver- schlussgetriebekästchen (38) angebrachten Führungs bahn verschiebbar läuft. 13. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Verschlussschieber (16, 161, 162, 17, 171, 172) Füh rungsstücke ausgebildet sind, die an einer Führungs stange (10, 11, 12, 13) gehalten und geführt sind.
    14. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Verschlussschieber (16,<B>161,</B> 162, 17, 171, 172) Führungsstücke ausgebildet sind, die zwischen zwei Führungsstangen (10, 11, 12, 13) gehalten und ge führt sind. 15. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gruppe von Schiebern einen Hauptschieber (16, 17) enthält, der bei seiner Ablaufbewegung nacheinander auf die weiteren Schieber seiner Gruppe (161, 162, 171, 172) trifft und diese jeweils mit verschiebt.
    16. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass am Haupt schieber (16, 17) jeder Gruppe je eine Zugfeder (30, 31) angreift, die anderen Endes am Verschlussgehäuse (2) festgelegt ist.
    17. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass nur der Hauptschieber (16, 17) in seiner Spannlage durch eine Arretiervorrichtung gehalten und beim Auslösen des Verschlusses freigegeben und unter der Kraft einer Feder (30, 31) verschoben wird, die so bemes sen ist, dass sie diesen Hauptschieber nach seinem Auftreffen auf die anderen Schieber seiner Gruppe mit diesen zusammen bis in die Endlage durchzieht.
    18. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretier- und Freigabevorrichtung (33, 35, 36) des Haupt schiebers (17) der das Bildfenster (4) freilegenden Schiebergruppe (17, 171, 172) die eigentliche Aus lösevorrichtung des Verschlusses bildet, der die an dere Schiebergruppe (16, 161, 162) unter Verschlie ssen des Bildfensters (4) nacheilt. 19.
    Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretier vorrichtung (32, 34) für den Hauptschieber (16) der das Bildfenster (4) nach einer Belichtung wieder schliessenden Schiebergruppe (16, 161, 162) vom Hauptschieber (17) der voraneilenden, das Bildfen ster freilegenden Schiebergruppe (17, 171, 172) be tätigt wird. 20.
    Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ab laufweg des Hauptschiebers (17) der öffnenden Schiebergruppe (17,<B>171,</B> 172) ein bewegbares An schlagglied (41) ragt, das bei seiner Betätigung durch diesen Hauptschieber (17) die Arretiervorrichtung (32, 34) für den Hauptschieber (16) der das Bild fenster (4) wieder schliessenden Schiebergruppe (16, 161, 162) freigibt.
    21. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der beweg bare Anschlag (41) über Zwischenglieder (42, 44, 46) je nach der gewählten Zeiteinstellung entweder unmittelbar oder über ein einstellbares Hemmwerk (43) die Arretierung (32, 34) der Nachlaufschieber- gruppe (16, 161, 162) aufhebt.
    22. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufzug des Schlitzverschlusses am Hauptschieber (16) der das Bildfenster (4) freilegenden Schieb.ergruppe (16, 161, 162) ein Zugmittel (51) befestigt ist, das anderen Endes an einer drehbar gelagerten, von einer Hand habe her zu drehenden Trommel (52) festgelegt ist.
    23. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen derjenigen Verschlussbetätigungs- organe (36, 53, 48), die mit dem Kameramechanis- mus zusammenzuwirken haben, so vorstehen und mit Kupplungsorganen versehen sind, dass sie sich beim Einbau des Verschlusses in die Kamera mit den ent sprechenden, im Kamerakörper befindlichen Funk tionsgliedern kuppeln. 24.
    Schlitzverschluss nach Unteranspruch 23, da durch gekennzeichnet, dass die Achsen aller Betäti gungsglieder (36, 53, 48) für den Schlitzverschluss zueinander parallel gerichtet im Schlitzverschlussge- häuse (2) angeordnet sind. 25. Schlitzverschluss nach den Unteransprüchen 23 und 24, gekennzeichnet durch eine solche Aus bildung, dass die Achsen der Betätigungsglieder (36, 53, 48) des Verschlusses in der Einbaulage parallel zur optischen Achse des Bildfensters (4) liegen.
    26. Schlitzverschluss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlitzverschlussgehäuse (2) derart mit An schlussorganen für die Kamerabetätigung ausgerüstet ist, dass beim Einbau in eine Rollfilmkamera seine längere Führungs- und Anlagefläche (5) für den Film an die Seite der Filmabwickelspule (7) zu liegen kommt.
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