CH355784A - Verfahren zur Herstellung von 1,1-diphenyl-3-diisopropylamino-propan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,1-diphenyl-3-diisopropylamino-propan

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CH355784A
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CH
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diphenyl
diisopropylamino
propane
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butyronitrile
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Paul Dr Janssen
Karel Dr De Jongh David
Original Assignee
Nl Combinatie Chem Ind
Lab Pharmaceutica Dr C Janssen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/68Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-3-diisopropylamino-propan
Es ist allgemein bekannt, dass   1,      1-Diphenyl-3-    dialkylamino-propane auf Nerven und auf Muskeln wirkende, krampflösende Mittel sind. Verschiedene dieser Verbindungen sind in der Literatur beschrieben [siehe z. B. Sander, Arzneimittel Forsch. 4,183,257, 375 (1954)]. Aus dieser Literatur geht hervor, dass die tertiären und quaternären Salze des   1,      1-Diphenyl-    3-piperidino-propans wirksamer und weniger giftig als die   l,      l-Diphenyl-3-dialkylamino-propane    sind, die auf Nerven und Muskeln krampflösend wirken [siehe z. B. Schaumann, Medizin u. Chem. 4,229 (1942),   Kleiderer    u. a., BJOS Rapport Nr. P.

   B.-981 (1945) und White, Green und Hudson, Brit. J. Pharmacol. 6, 560 (1951)]. Darüber hinaus schlugen alle Bemühungen, die Wirksamkeit durch Verzweigen, Verlängern oder Verkürzen der Propankette zu steigern, völlig fehl [siehe Lands, J. Pharmacol. exptl. Ther. 102,
219 (1951), Ruddy und andere, J. Am. Chem. Soc.



  72,718 (1950) und 73,4096 (1951), Benoit Compt. rend. 232,1252 (1951)].



   Es hat sich gezeigt, dass die Salze des   1,      1-Di-    phenyl-3-diisopropylamino-propans mit nichtgiftigen Anionen, die bis jetzt noch nicht in der Literatur beschrieben worden sind, wirksamere und weniger giftige, auf Nerven und Muskeln krampflösend wirkende Mittel sind als die Salze des   1,      1-Diphenyl-3-piperidino-    propans, die bisher als die wirksamsten Verbindungen galten.



   Dies wird durch die folgende Tabelle noch weiter erläutert werden.



   1,   1-Diphenyl-3- 1, 1-Diphenyl-3-    piperidino-propan diisopropylamino als Salz mit proPan als Salz mit
HCI   | CH3J HCI | CH3J    Toxizität :   LDso    in mg/kg 30 30 intravenös (Maus) per os (Maus) 270-320 Baryolytische Wirkung auf isolierten Darm 2  <    1    6  <    1    des Kaninchens   (Papaverin =1)    Atropinwirkung auf isolierten Darm des 1 3 2,5 30
Kaninchens (Acetylcholin-Spasmus)    (Atropin =    100) Mydriasis (intraperitoneal bei der Maus) 0,5 4,5 1,0 9 Antinikotinwirkung bei Mäusen in mg/kg   40-20-    
Wie bereits in der Tabelle angegeben ist, wurde weiterhin festgestellt, dass die Säuresalze mit ungiftigen Anionen eine Antinikotin-Wirkung zeigen.

   In dieser Beziehung ist die erfindungsgemäss erhältliche neue Verbindung auch wirksamer als die bekannten 1, 1-Diphenyl-3-dialkylamino-propane.



   Die Salze aus   1,      1-Diphenyl-3-diisopropylamino-    propan mit Säuren, die nichtgiftige Anionen enthalten, können zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung angewendet werden, während solche Salze ebenso wie die quaternären Methylhalogenide dieser Base als Ersatz für Atropin und/oder Papaverin verwendet werden können.



   Das   1,      1-Diphenyl-3-diisopropylamino-propan    kann nach vielen Verfahren, die in der Literatur beschrieben sind, hergestellt werden. So kann es durch eine Eisleb-Kondensation aus Diphenylmethan und   1-Halogen-2-diisopropylamino-äthan    oder durch Reaktion von   1,      1-Diphenyl-3-halogen-propan    und Diisopropylamin, oder aber durch Reduktion von 1,1  Diphenyl-3-diisopropylamino-propanol-1    mit rotem Phosphor und Jodwasserstoffsäure in Eisessig oder durch Dehydratisation dieses Propanols und katalytische Hydrierung des erhaltenen Propylens hergestellt werden.

   Wenn man von dem a,   a-Diphenyl-y-      diisopropylamino-butyronitril    ausgeht, kann es durch Verseifung dieses Nitrils zur Säure und durch Abspaltung von Kohlendioxyd durch thermische Zersetzung hergestellt werden.



   Es wurde nun gefunden,   dal3    man 1,1-Diphenyl3-diisopropylamino-propan leicht durch Abspalten der Nitrilgruppe aus a, a-Diphenyl-y-diisopropylamino-butyronitril erhalten kann.



   Die Erfindung bezieht sich somit auf ein   Verfah-    ren zur Herstellung von   1,      1-Diphenyl-3-diisopropyl-    amino-propan, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Lösung von a, a-Diphenyl-y-diisopropylamino-butyronitril in einem inerten Lösungsmittel zusammen mit einer die Nitrilgruppe abspaltenden Substanz erhitzt.



   Die Säuresalze von   1,      1-Diphenyl-3-diisopropyl-    amino-propan können dadurch erhalten werden,   dal3    man das   1,    1-Diphenyl-3-diisopropylamino-propan mit einer ein nichttoxisches Anion enthaltenden Säure, z. B.



  Salzsäure, in einem Medium, welches das gebildete Salz nicht löst, zur Reaktion bringt. Als Nitrilgruppe abspaltende Substanz kommen beispielsweise Natriumamid oder ein Alkylmagnesiumhalogenid in Frage.



   Beispiel
Eine kräftig umgerührte Suspension von 0,2 bis 1 Mol Natriumamid in 200   cms    Xylol, in welchem 0,1 Mol   a, a-Diphenyl-y-diisopropylamino-butyronitril    gelöst worden waren, wurde 12 Stunden lang gekocht. Danach wurde der Uberschuss an Natriumamid mit Wasser zersetzt ; die Xylolschicht wurde abgetrennt, mit Wasser gewaschen und mit verdünnter Salzsäure extrahiert. Dieser saure Extrakt wurde mit konzentrierter Lauge stark alkalisch gemacht, und die abgetrennte Base wurde mit Ather extrahiert. Der Ather wurde nach dem Trocknen abgedampft und das 1,1 Diphenyl-3-diisopropylamino-propan wurde im Vakuum destilliert. Aus dem erhaltenen Öl können einige Säuresalze bzw. quaternäre Salze durch Zwischenreaktion mit geeigneten Säuren oder Alkylhalogeniden oder anderen Alkylestern hergestellt werden.

   Das salzsaure Salz   (C21H29N HCl)    hat einen Schmelzpunkt von   171  C (Thiele-Methode),    das Methyljodid   (C2tH29N    einen Schmelzpunkt von 186 C unter Zersetzung. Das Ultraviolett-Spektrum in Isopropanol beider Salze zeigt 3 Maxima und 3 Minima, bei 254,259,5 und entsprechend bei 268,8 und 240,5, 256 und 267,5   m, u.    Die molare Auslöschung bei 259,5   mu beträgt    450       10.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von l, l-Diphenyl-3diisopropylamino-propan aus a, a-Diphenyl-y-diisopropylamino-butyronitril, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung von a, a-Diphenyl-y-diisopropyl- amino-butyronitril in einem inerten Lösungsmittel zusammen mit einer die Nitrilgruppe abspaltenden Substanz erhitzt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als die Nitrilgruppe abspaltende Substanz Natriumamid verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das 1, 1-Diphenyl-3-diisopropyl- amino-propan mit einer ein nichttoxisches Anion enthaltenden Säure, z. B. Salzsäure, in einem Medium, welches das gebildete Salz nicht löst, zur Reaktion gebracht wird.
CH355784D 1955-11-15 1956-10-22 Verfahren zur Herstellung von 1,1-diphenyl-3-diisopropylamino-propan CH355784A (de)

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