CH355893A - Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist

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CH355893A
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CH
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synthetic resin
bandages
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dispersion
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Benjamin Furendal Alla Richard
Ekenstam Bo Dr Phil Af
Fieandt Holger Dipl-Ing Von
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Bofors Ab
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/04Plaster of Paris bandages; Other stiffening bandages
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/07Stiffening bandages
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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    • D06M15/21Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/263Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated carboxylic acids; Salts or esters thereof
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Description


  
 



   Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist
Als Stützverbände bei Beinbrüchen und anderen Körperschäden sind von altersher aus einem Textilmaterial mit Gips als Bindemittel bestehende sogenannte Gipsverbände angewendet worden. Diese Gipsverbände sind jedoch mit gewissen Schwächen sowohl beim Anlegen derselben als auch hinsichtlich der Eigenschaften der fertigen Verbände behaftet.



  Ein grosser Nachteil besteht in der langen Trockenzeit, die zur Folge hat, dass ein angelegter Stützverband die grösste Festigkeit erst nach mehreren Tagen bekommt. Weiter werden Gipsverbände auf Grund deren relativ geringen Festigkeit und des hohen spezifischen Gewichtes des Gipses schwer und unförmig. Ein weiterer grosser Nachteil ist, dass eine eingehende Röntgenuntersuchung an der beschädigten Stelle nach Anlegung des Stützverbandes auf Grund der Absorption der Röntgenstrahlen im Gips nicht vorgenommen werden kann.



   Weiter hat man Binden angewandt, die aus lö  sungsmlttellöslichen    und unlöslichen Fasern, beispielsweise aus Acetylcellulose und Baumwolle hergestellt sind. Obwohl diese Binden einen bedeutenden Fortschritt bedeuten, stellen sie sich jedoch nach wie vor teuer, da sie ja auf einem speziell hergestellten Textilmaterial basieren.



   Im Gegensatz hierzu kann man das erfindungsgemässe Verbandmaterial von im Handel vorkommendem Textilmaterial ausgehend zu Stützverbandmaterial verarbeiten, wenn dieses Textilmaterial mit einer Kunstharzdispersion nach dem erfindungsgemässen Verfahren appretiert wird.



   Aus diesem Verbandmaterial kann man mit Hilfe eines für die Kunstharze geeigneten Lösungsmittels Stützverbände machen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Textilmaterial mit einer Kunstharzdispersion appretiert, die ein Kunstharz enthält, dessen Erweichungspunkt oberhalb 200 liegt und als Binder für das erstgenannte Kunstharz ein weiteres Kunstharz enthält, dessen Erweichungspunkt unterhalb 200 liegt, wonach das appretierte Gewebe unter Bildung eines aus den Kunstharzen bestehenden, nicht zusammenhängenden Films, getrocknet wird. In diesem Film sind die Partikel des erstgenannten Kunstharzes nach dem Trocknen der Dispersion durch das letztgenannte Kunstharz am Textilmaterial fixiert.



   Die Kunstharze müssen dem Textilmaterial in Form einer Dispersion (einer sog. Kunststoffdispersion oder Latexemulsion) zugeführt werden. Diese Dispersion muss so beschaffen sein, dass sie nach dem Eintrocknen auf einem Textilmaterial keinen zusammenhängenden Film ergibt. Hierdurch bleibt das Textilmaterial auch nach dem Appretieren relativ geschmeidig und leicht zu handhaben und lässt sich auf die gleiche Weise wie eine gewöhnliche Gazebinde verwenden. Um diese Wirkung erreichen zu können, ist es notwendig, dass die Dispersion ein Kunstharz mit einem Erweichungspunkt oberhalb 200, beispielsweise ein Polymethylmetacrylat, enthält. Eine auf einem solchen, verhältnismässig harten Kunstharz aufgebaute Dispersion bildet jedoch nach dem Eintrocknen ein feinkörniges, am Textilmaterial schlecht haftendes Pulver, das beim Hantieren stark stäubt.

   Um diese Ungelegenheit zu vermeiden, ist in der Dispersion als Bindemittel ein weiteres Kunstharz vorhanden, durch welches die   Partikel des erstgenannten Kunstharzes nach dem Eintrocknen der Dispersion auf dem Textilmaterial fixiert werden. Als geeignetes Bindemittel wird ein Kunstharz mit einem Erweichungspunkt unterhalb 200, beispielsweise ein Polyäthylacrylat, in der Dispersion verwendet.



   Das Textilmaterial, welches appretiert werden soll, besteht vorzugsweise aus einem ziemlich undichten Gewebe, um bei Applikation des Verbandmaterials einen Stützverband zu erhalten, der porös und luftdurchlässig ist.



   Das Appretieren wird zweckmässig so ausgeführt, dass das Gewebe in die Dispersion hineingetaucht wird, wonach man es ein Paar Walzen passieren lässt, die so eingestellt sind, dass der gewünschte Kunstharzgehalt auf dem Gewebe erhalten wird.



  Wird ein besonders hoher Kunstharzgehalt gewünscht, kann das Gewebe mehrmals appretiert werden, wobei man das Gewebe ganz oder teilweise zwischentrocknet.



   Das auf diese Weise appretierte und getrocknete Gewebe kann dann als Stützverband verwendet werden. Hierbei wird das Verbandmaterial mit Vorteil mit einem Lösungsmittel behandelt, welches die Kunststoffe löst. Nach Verdampfung des Lösungsmittels bildet sich dann ein zusammenhängender Film auf den Fäden im Gewebe, wodurch man ein hartes und steifes Material erhält. Das Lösungsmittel kann durch Eintauchen des Verbandmaterials oder Aufsprühen des Lösungsmittels vor, während bzw. nach Anlegen des Stützverbandes, zugeführt werden. Als Lösungsmittel kann zweckmässigerweise Aceton oder Äthylacetat mit oder ohne Zusatz niedrig siedender Paraffinkohlenwasserstoffe oder Fluorchlorkohlenstoffverbindungen (Freone) verwendet werden.



   Als zur Verwendung bei diesem Verfahren geeignete Kunstharze mit Erweichungspunkt oberhalb 200 kommen in erster Linie in Frage Polymethylmetacrylate, Polyisobutylmetacrylate, Polystyrole und andere Kunststoffe, welche nach dem Trocknen der Dispersion einen nicht zusammenhängenden Film ergeben. Weiter sollten die genannten Kunstharze in den oben angegebenen Lösungsmitteln leicht löslich sein. Das als Bindemittel dienende Harz kann, aus Dispersionen verwendet, beim Eintrocknen klebrige Filme bilden und z. B. ein Polynonylmetacrylat, Polyäthylacrylat oder Polybutylacrylat sein.



   Alle in den Beispielen genannten Mengenteile und -prozente sind gewichtsmässig zu verstehen.



   Beispiel 1
139 g Baumwollgewebe mit einem Gewicht von 80   g m2    werden in eine Dispersion mit   40 /o    Trokkensubstanz eingetaucht. Die Trocken substanz hat die Zusammensetzung:   100/a    Polynonylmethacrylat (Mol.-Gew. 200000, Erweichungspunkt 250) und   90 ei0    Polymethylmethacrylat (Mol.-Gew. 500000, Erweichungspunkt   900).    Das Gewebe wird abgequetscht und getrocknet und noch zweimal auf dieselbe Weise imprägniert, abgequetscht und getrocknet. Nach dem Fertigtrocknen beträgt das m2-Gewicht 365 g, d. h. das Verbandmaterial enthält   78 /o    Kunstharz und   22 /o    des ursprünglichen Gewebes.



   Das so erhaltene Verbandmaterial kann bei der Verwendung in Aceton eingetaucht und dann als Stützverband angebracht werden. Die Verdunstung des Acetons kann mit Hilfe von Warmluft beschleunigt werden. Nach 40 Minuten ist ein solcher Verband hart und steif. Er kann wie ein gewöhnlicher Gipsverband durch Aufschneiden entfernt werden oder zuerst mit Aceton aufgeweicht werden, wodurch das Aufschneiden erleichtert wird.



   Beispiel 2
Dasselbe Gewebe wie in Beispiel 1 wird zweimal unter Abquetschen und Zwischentrocknen mit einer Dispersion appretiert, welche einen Feststoffgehalt von 400/0 hat. Die Zusammensetzung des Feststoffes beträgt   150/a    Polyäthylacrylat (Mol.-Gew. 300000, Erweichungspunkt   250)    und 850/0 Polymethylmethacrylat (Mol.-Gew. 500000, Erweichungspunkt   900).    Nach dem Fertigtrocknen weist das Verbandmaterial einen Kunstharzgehalt von   67 O/o    auf.



   Das derart erhaltene Verbandmaterial kann wie folgt verwendet werden: Das Material wird in eine aus 30   Gew.5/o    Aceton und 70   Gew.O/o    Trichlorfluormethan bestehende Lösungsmittelmischung eingetaucht. Dann wird der Stützverband angebracht und unter Warmluft getrocknet. Bereits nach 20 Minuten ist ein derartiger Stützverband relativ hart und steif.



   Beispiel 3
Ein Gewebe mit einem Gewicht von 60 g m2 wird mit einer Dispersion mit 400/0 Trockensubstanz appretiert. Die Trockensubstanz hat die Zu  sammensetzung:      25 0/0    Polyäthylacrylat (Mol.-Gew.



  300000, Erweichungspunkt 250) und 750/0 Polystyren (Mol.-Gew. 200000, Erweichungspunkt 700).



  Nach dem Abquetschen und Trocknen wird die Appretur wiederholt und das Material sodann nochmals abgequetscht und fertig getrocknet. Es enthält 650/0 Kunstharz.



   Mit dem derart erhaltenen Verbandmaterial kann ein Verband angelegt und anschliessend mit Aceton besprüht werden. Das Resultat entspricht dem im vorgehenden Beispiel erzielten.



   Beispiel 4
Ein Gewebe mit einem Gewicht von 80   g'm2    wird mit einer Dispersion mit 400/0 Trockensubstanz appretiert. Die Trockensubstanz hat folgende   Zusammensetzung:    100/o Polyäthylacrylat (Mol.-Gew.



  300 000, Erweichungspunkt 250),   150/a    Polybutylmethacrylat (Mol.-Gew. 300000, Erweichungspunkt   15 )    und 750/0 Polymethylmethacrylat (Mol.-Gew.



  500 000, Erweichungspunkt   900).    Nach dem Abquetschen und Trocknen enthält das Material   40 0/o    Kunstharz.



   Das derart erhaltene Verbandmaterial kann wie in Beispiel 3 verwendet werden, wobei man nach  dem Trocknen einen steifen und relativ harten Stützverband erhält.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Textilmaterial mit einer Kunstharzdispersion appretiert, die ein Kunstharz enthält, dessen Erweichungspunkt oberhalb 200 liegt und als Binder für das erstgenannte Kunstharz ein weiteres Kunstharz enthält, dessen Erweichungspunkt unterhalb 200 liegt, wonach das appretierte Gewebe unter Bildung eines aus den Kunstharzen bestehenden, nicht zusammenhängenden Films, getrocknet wird.
    II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 hergestelltes Verbandmaterial.
CH355893D 1955-12-22 1955-12-22 Verfahren zur Herstellung von Verbandmaterial, das zur Herstellung steifer Stützverbände bestimmt ist CH355893A (de)

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