CH356279A - Anordnung zur Gassammlung in Aluminiumöfen - Google Patents
Anordnung zur Gassammlung in AluminiumöfenInfo
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Description
Anordnung zur Gassammlung in Aluminiumöfen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Gasansammlung in Öfen zur schmelzelektrolyti schen Herstellung von Aluminium, wobei der Strom der Anode mit Hilfe von vertikalen Kontaktbolzen zugeführt wird. Derartige Öfen sind mit einem per manenten eisernen Anodenmantel ausgerüstet, durch den man die Elektrode allmählich herabgleiten lässt, je nachdem sie während der Elektrolyse verbraucht wird.
Die Ofengase werden im allgemeinen in einem primären Gassammlungskanal, der die Elektrode an der Bad'oberfläche umgibt, gesammelt. Der diesen primären Kanal bildende Gasansammlungsring ist vorzugsweise am unteren Teil des Mantels befestigt, und seine Aussenwand ruht auf der Kruste, die sich an der Badoberfläche bildet. Die Abdichtung zwi schen dem Gassammlungsring und der Kruste erfolgt mit Hilfe von Aluminiumoxyd. Vom Gassammlungs- kanal wird das Gas im allgemeinen an einen Brenner geleitet, wo sein Gehalt an CO mit Luft zu<B>CO,</B> ver brannt wird.
Im Öfen mit Söderber5 Anoden wird das Ofengas stets einen Teil Teerdämpfe enthalten, die auch im Brenner verbrennen. Gewöhnlicherweise erfolgt das Brennen mit einem bedeutenden über schuss an Luft, wodurch das Gasvolumen auf etwa das 5- bis 6fache des im Ofen entwickelten Volumens gesteigert wird. Nach dem Brennen wird das Gas an eine Reinigungsanlage geleitet, wo es mit Wasser oder einer Alkalien oder Erdalkalien enthaltenden Lösung gewaschen wird. Der Zweck des Waschens ist die Entfernung von Staub und Fluordämpfen aus dem Gase, so dass dasselbe an die Luft abgelassen werden kann, ohne in der Umgebung Schäden anzurichten.
Das wiedergewonnene Fluor kann zu Kryolith auf gearbeitet werden.
Diese Anordnung zur Gassammlung hat sich sehr gut bewährt, hat aber trotzdem gewisse Nachteile, die sich besonders in grossen Anlagen geltend machen. Ein Nachteil besteht darin, dass der Gassammlungskanal mehr oder weniger offen stehen bleibt, wenn die Kruste von Zeit zu Zeit gebrochen werden muss, um dem Bad mehr Aluminiumoxyd zuzuführen. Dieses Brechen der Kruste erfolgt, wenn Anodeneffekt ein tritt, d. h.
wenn der Aluminiumoxyd-Inhalt des Schmelzbades unter eine gewisse Grenze gesunken ist, so dass die Badspannung steigt, Die Fluorver- dampfung vom Bade ist gerade bei Anodeneffekt oder im Bereich desselben am grössten, und wenn die Kruste gebrochen wird, entweichen die Fluordämpfe in die Ofenhalle und gehen verloren. Die Gassamm lung ist also in diesem Zeitraum weniger effektiv.
Es hat sich weiterhin gezeigt, dass die Aluminium oxydschicht um den unteren Teil des Gassammlungs- ringes niemals ganz gasdicht ist. Zufolge dieser Um stände hat man in grossen Anlagen, die die beschrie bene Gassammlungsmethode verwenden, öfters grosse Verantwortung für Nachbarschäden tragen müssen, da die Luft, die bei gewöhnlicher Ventilation durch das Dach der Ofenhalle entweicht, fluorhaltig sein wird.
Einige Werke haben die Massnahme getroffen, dass sie eine besondere Waschanlage am Dach der Ofenhalle aufbauen, um die dort abgehende Luft zu behandeln. Eine derartige Waschanlage fordert jedoch grosse Installationen, da die an dieser Stelle abgehende Gasmenge sehr gross ist und sich ausserdem über .ein grosses Areal verteilt. Die Gase werden auch so stark verdünnt, dass ein Waschen weniger effektiv wird.
Es wurde gefunden, dass es möglich ist, diese Ver- hältnisse in einfacher Weise zu verbessern, ohne eine besondere Waschanlage anzulegen. Dies erfolgt durch die Anwendung von zwei Gassammliuigskanälen, einem primären Kanal, worin die Ofengase in kon zentrierter und unverbrannter Form gesammelt wer den, und dem sekundären Kanal, der die aus dem primären Kanal entweichenden Gase sammelt. Das Gas wird z. B. mit Hilfe eines Ventilators in den sekundären Ring eingesaugt.
Die Absaugung kann kontinuierlich erfolgen oder nur während die Arbeit im Ofen vorgenommen wird und die Kruste, wie oben beschrieben, durchbrochen worden ist. Das in dieser Weise abgesogene Gas wird jedoch so stark mit Luft verdünnt, dass es nicht brennbar ist. Es kann jedoch dadurch ausgenutzt werden, dass man es beim Ver brennen des konzentrierten Ofengases aus dem pri mären Gasring als Sauerstoffquelle in den Brenner leitet.
Es kann aber auch direkt in die Gassammlungs- rohre nach dem Brenner und zur Waschanlage ge leitet werden, um zusammen mit dem verbrannten Gas vom Brenner weiter behandelt zu werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fig. 1 und 2 schematisch veranschaulicht.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Ofenmantel an sich mit der Ausfütterung 2. 3 ist die Anode, deren Strom zuführung durch die mit der Stromschiene 5 verbun denen Kontaktbolzen 4 erfolgt. 6 ist der permanente Anodenmantel, der die Elektrode umgibt. 7 ist das Schmelzbad. 8 ist die Kruste und 9 das Aluminium oxyd, das die Kruste deckt. 10 ist der den primären Gassammlungskanal bildende Gassammlungsring, wo die Gase, die sich auf und neben der Anode ent wickeln, in konzentrierter und unverbrannter Form gesammelt werden.
11 ist der den sekundären Gas sammlungskanal bildende Gassammlungsring, wo innerhalb desselben mit Hilfe eines Ventilators o. ä. genügend Unterdruck erstellt wird. um das Gas von der Oberfläche des Ofens durch die Öffnungen 12 an der Aussenwand des Ringes, der eventuell, wie in der linken Hälfte der Figur gezeigt, Schräggestellt sein kann, absaugen zu können. Es ist von Bedeutung, dass die Öffnungen so angebracht werden, d'ass die Saug wirkung gleichmässig um die Anode herum verteilt und den existierenden Verhältnissen angepasst wird.
Die Menge eingesogener Luft wird durch Justierung der Saugkraft und oder der Öffnungen in der Wand des Gassammlungsringes nach Bedarf reguliert. Wäh rend des Betriebes wird auch etwas Staub in den se kundären Gassammlungsring eingesaugt, aber der Staub ist trocken und kann leicht mit Pressluft o. ä. weggeblasen werden.
Der Gassammlungsring 11 soll vorzugsweise so solid ausgeführt werden, da.ss er für die Ofenbedie nung als Arbeitsbühne dienen kann, wenn diese Arbeitsoperationen in die Verbindung mit den strom führenden Organen ausführen soll.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung, wo der se kundäre Gassammlungskanal als Rauchhaube 13 aus geführt ist, die am obersten Teil des Mantels 6 be festigt wird. Die Rauchhaube ist mit Absaugrohren 14 versehen und sollte auch so solid ausgeführt werden, dass sie, wie oben beschrieben, als Arbeitsbühne die nen kann.
Bei Anwendung einer derartigen Rauchhaube wird die abgesogene Luftmenge beträchtlich erhöht, aber es werden dagegen andere Vorteile erzielt, indem das System übersichtlicher und leichter zugänglich wird.
Man kann eventuell bei dieser Ausführung den Gassammlungsring für den primären Gassammlungs- kanal an der Badoberfläche weglassen. Die Kruste wird sich dann gegen die Elektrode und den Mantel hin aufbauen, und es wird sich ein Raum zwischen der Kruste und dem Bad bilden, worin sich das Gas aufsammelt.
Aus diesem Gasraum, der somit in diesem Fall den primären Gassammlungskanal bildet, wird das Gas mit Hilfe von Rohren, die durch die Kruste eingeführt werden, in die Rauchhaube geleitet, oder es wird von selbst durch die Löcher, die sich naturgemäss in der Nähe der Elektrode bilden, ent weichen. Man kann einen wesentlichen Teil der Teer dämpfe durch Anwendung eines Brenners 15 ent fernen, der, wie in der linken Hälfte der Fig. 2 ver anschaulicht, in der Kruste selbst angebracht wird. Der Brenner wird zweckmässig mit Hilfe der eisernen Versteifung 16 am Mantel befestigt.
Der Brenner wird in bekannter Weise mit Luftöffnungen versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Gassammlung in Öfen zur schmelz- elektrolytischen Herstellung von Aluminium, die einen primären Gassammlungskanal aufweisen und in welchen der Strom mit Hilfe von vertikalen Kontakt bolzen der Anode zugeführt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass am Anodenmantel ein Gassammlungs- ring befestigt ist, der einen sekundären Gassanun- lungskanal bildet, durch welchen die Ofengase oder ein Teil derselben zusammen mit überschüssiger Luft aus dem Ofenraum abgesaugt werden.UNTERANSPRÜCHE 1 Anordnung nach Patentanspruch, wobei der wesentliche Teil der Ofengase in konzentrierter Form im primären Gassammlungskanal an der Bad'ober- fläche gesammelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der den sekundären Gassammlungskanal bildende Gassammlungsring unmittelbar über dem primären Kanal angebracht ist. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der den sekundären Kanal bildende Gassammlungsring mit Öffnungen zur Regulierung der Einsaugung von überschüssiger Luft versehen ist. 3.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der den sekundären Kanal bildende Gassammlungsring die Form einer Rauchhaube auf weist, die auf oder neben dem oberen Rand des Anodenmantels angebracht ist. 4. Anordnung nach Patentanspruch, wobei das Gas vom primären Gassammlungskanal in einem Brenner verbrannt wird, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, um das Gas vom sekundären Gassamm- lungskanal dem Brenner zuzuleiten, so dass dieses Gas beim Verbrennen des Gases aus dem primären Gas- sammlungskanal als Sauerstoffquelle dient. 5.Anordnung nach Patentanspruch, wobei das Gas vom primären Gassammlungskanal in einem Brenner verbrannt wird, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, um das Gas vom sekundären Gassamm- lungskanal mit dem Gas vom primären Gassammlungs- kanal zu vermischen, nachdem das letztere den Brenner passiert hat. 6.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der den sekundären Kanal bildende Gassammlungsring so ausgebildet ist, dass seine Ober fläche als Arbeitsbühne für die Ofenmannschaft die nen kann.
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