CH356622A - Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die Landwirtschaft - Google Patents
Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die LandwirtschaftInfo
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Description
Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die Landwirtschaft
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die Landwirtschaft, die eine Welle aufweist, welche sich ilber den Breitenbereich des Fahrzeuges erstreckt.
Bekannto Vorrichtungen besitzen den Nachteil, dal3 sie jeweils lediglich für eine bestimmte Betätigung geeignet sind. So ist z. B. eine Aushebevorrichtung für Motorpflüge vorgeschlagen worden, bei welcher auf einer sich etwa über den Breitenbereich des Fahrzeuges erstreckenden Welle zwei Hebelarme vorgesehen sind. Ferner kennt man eine Vorrichtung, bei der mit Hilfe eines Wechselgetriebes und eines Schnek kengetriebes der Pflug aus dem Erdreich gehoben oder in dieses hineingesenkt werden kann. Die beiden genannten Vorrichtungen beziehen ihre Antriebskraft von den Rädern des Pfluges her.
Femer ist vorgeschlagen worden, den Pflug mit Hilfe eines Kettenzuges aus dem Erdboden herauszuziehen, wobei das Einsinken des Pfluges in das Erdreich nachteiligerweise allein durch seine eigene Schwerkraft möglich ist. Eine andere Vorrichtung sieht vor, über eine Zapfwelle eine Seiltrommel anzutreiben, um somit wahlweise einen Heurechen in die oder aus der Arbeitsstellung zu bringen. Auch ist es bekannt, mittels einer von Hand betätigten Welle einen Bohnenschnei- der zu heben oder zu senken. Ahnlich ist es auch bekannt, das Einfi und Ausheben eines Pfluges mit Hilfe einer vom Motor her angetriebenen Welle vorzunehmen.
Sämtlichen bekannten Ausführungsformon haftet der Mangel an, dass sie nur für eine ganz bestimmte Betätigungsart vorgesehen und geeignet sind. Dem Landwirt ist es aber meist aus wirtschaftlichen Grün- den nicht möglich, sich für die mit maschineller Hilfe durchzuführenden Arbeiten jeweils ein besonderes Gerät anzuschaffen.
Diese Nachteile sollen durch die Erfindung vermieden sein. Erfindungsgemäss ist die Welle als Mehrzweckantriebswelle ausgebildet, der wahlweise ver wend, bare, verschiedenarticr zugeordnet sind. Diese Vorrichtung ermöglicht, einen Schlepper mit verschiedenen Arbeitsgeräten zu verwenden. Dieser Schlepper kommt dem Landwirt in der Praxis nicht viel teurer zu stehen als ein Spezialfahrzeug. Es sind beliebige Kombinationen eines derartig ausgerüsteten Schleppers mit landwirtschaftlichen Geräten möglich. Hierbei ist besonders der Vorteil von Bedeutung, dass ein und dasselbe landwirt- schaftliche Gerät über mehrere Kraftübertragungsmittel mit der Mehrzweckantriebswelle in Verbindung gebracht werden kann. So kann z.
B. ein Pflug sowohl über ein Seil oder einen Kettenzug als auch über ein Verbindungsgestänge und einen Hebel mit der Mehrzweckantriebswelle verbunden werden. Auch mehrere landwirtschaftliche Geräte können unter Umständen zur gleichen Zeit von einem Schlepper aus mit Hilfe der Mehrzweckantriebswelle betrieben werden.
Als Kraftübertragungsmittel können Hebel, Zahnräder und Winkeltriebe vorhanden sein. Ferner ist es von Vorteil, wenn die Antriebsstelle der Welle sich in deren mittleren Bereich befindet, wobei beiderseits dieser Antriebsstelle Kraftübertragungsmittel auf die Welle aufsteckbar sind. Weiterhin ist es zweckmässig, wenn die Mehrzweckantriebswelle in beiden Dreh- richtungen unbegrenzt drehbar ist. Dies ist ein Vorteil, da dann insbesondere bei einer Kraftübertragung durch Seiltrommeln, Winkeltriebe und Kettenräder von der Mehrzweckantriebswelle aus beliebig lange eine Kraft auf das jeweils anzutreibende Gerät über- tragen werden kann.
Nach einem weiteren Vorschlag kann die Mehrzweckantriebswelle von einer Zapfwelle aus unter Zwischenschaltung eines Untersetzungsgetriebes, eines Wechselgetriebes und einer Rutschkupplung angetrie- ben sein. Es ist auch möglich,, die Mehrzweckantriebs- welle von einem Elektromotor über ein Untersetzungsgetriebe und eine Rutschkupplung anzutreiben, wobei der Elektromotor zwecks Wechsel der Drehrich tung umpolbar ist. Die Mehrzweckantriebswelle kann auch über ein selbsthemmendes Getriebe, z. B.
Schnecke und Schneckenrad, angetrieben sein. Dies ist z. B. von Bedeutung, weil die auf der Mehrzweckantriebswelle vorgesehenen Hebel mit Hilfe des selbst- hemmenden Getriebes gesichert sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen :
Fig. I einen Schlepper mit der Vorrichtung in der Seitenansicht,
Fig. II eine Draufsicht zu Fig. I und
Fig. III und IV verschiedene Ausführungsformen des Getriebes für den Antrieb der Mehrzweckantriebs- welle.
Auf dem Schlepperrahmen 1 ist die Mehrzweckantriebswelle 2 (Fig. I und II) drehbar gelagert. Sie trägt an ihren Enden die Hebel 3, ebenso eine Seiltrommel 5. Ihre Drehbewegungen nach rechts und links erhält sie über das selbsthemmende Getriebe 6, das entweder von einem Elektromotor 7 (Fig. III) oder von der Zapfwelle 8 (Fig. IV) bewegt wird. Eine Rutschkupplung 9 ist zwischen dem Elektromotor bzw. der Zapfwelle und dem Getriebe eingeschaltet.
Beim Antrieb des GetriebesdurchdieZapfwelle ist dem Getriebe 6 ein Wechselgetriebe 4 (Fig. IV) vorgeschaltet, durch das eine Drehung der Mehrzweck- antriebswelle 2 in beiden Richtungen bei nur in einer Richtung rotierender Zapfwelle ermöglicht wird.
Fig. I zeigt einen am Rahmen des Schleppers kippbar gelagerten Pflug 10, der über den Hebel 11 und die Schubstange 12 mit einem der Hebel 3 der Mehrzweckantriebswelle 2 verbunden ist. Bei Be wegung dieses Hebels 3 in Pfeilrichtung 13 wird der Pflug 10 ausgehoben. Bei Bewegung dieses Hebels 3 in Pfeilrichtung 14 wird der Pflug eingesetzt und kann zusätzlich beliebig belastet werden. Bei Stellung 15 der Hebel 3 können Lenkerstangen 15a unter der Schlepperachse 16 hindurchgeführt werden und dieselben in Pfeilrichtung 17 und 18 bewegt werden.
Bei den Stellungen 19,20 der Hebel 3 können Hebebewegungen in den Pfeilrichtungen 21,22,23 und 24 ausgeführt werden. Die auf der Hebelwelle 3 aufmontierte Seiltrommel 5 hat in Verbindung mit einem Seil die Wirkung einer Seilwinde. Uber das aufsetzbare Winkelgetriebe 25, verbunden mit der Teleskopwelle 26, sowie über das aufsetzbare Ketten- rad 27 im Verein mit der Kette 28 wird die Mehrzweckantriebswelle 2 in weiteren Variationen an gezapft.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die Landwirtschaft, die eine Welle aufweist, welche sich über den Breiten- bereich des Fahrzeuges erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle als Mehrzweckantriebswelle ausgebildet ist, der wahlweise verwendbare, verschiedenartige Kraftübertragungsmittel zugeordnet sind.UNTERANSPRUCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraftübertragungsmittel Hebel, Zahnräder und Winkeltriebe vorhanden sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsstelle der Welle sich in deren mittlerem Bereich befindet, wobei beiderseits dieser Antriebsstelle Kraftübertragungsmittel auf die Welle aufsteckbar sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzweckantriebswelle in beiden Drehrichtungen unbegrenzt drehbar ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzweckantriebswelle von einem Elektromotor über ein Untersetzungsgetriebe und eine Rutschkupplung angetrieben ist, wobei der Elektromotor zwecks Wechsel der Drehrichtung umpolbar ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzweckantriebswelle über ein selbsthemmendes Getriebe, z. B. Schnecke und Schneckenrad, angetrieben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH356622T | 1957-05-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH356622A true CH356622A (de) | 1961-08-31 |
Family
ID=4511259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH356622D CH356622A (de) | 1957-05-17 | 1957-05-17 | Vorrichtung an Fahrzeugen zum Betreiben von Arbeitsgeräten, insbesondere für die Landwirtschaft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH356622A (de) |
-
1957
- 1957-05-17 CH CH356622D patent/CH356622A/de unknown
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