CH357111A - Stromrichterschaltung mit mehreren einanodigen, pumpenlosen Quecksilberdampf-Stromrichtergefässen - Google Patents
Stromrichterschaltung mit mehreren einanodigen, pumpenlosen Quecksilberdampf-StromrichtergefässenInfo
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Description
Stromrichterschaltung mit mehreren einanodigen, pumpenlosen Quecksilberdampf-Stromrichtergefässen Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Stromrichte@rschaltung mit mehreren einanod'igen, pumpenlosen Quecksüberdampf-Stromrichtergefässen mit Metallgehäusen und in diese isoliert eingesetzter Kathode.
Bei Stromrichtern dieser Art beobachtet man ein Abreissen des Kathodenfleckes, das. verschiedene Gründe haben kann. Beim Abfallen des Kathoden stromes eines einzelnen Gefässes von vielen Tau:sendtn von. Ampere auf einige Ampere Erregerstrom kann, insbesondere bei hohen Dampfdrücken an der Kathode, der Lichtbogen diffus werden und dadurch sich nicht mehr auf einen einzelnen Fleck konzen trieren, was dessen Erlöschen nach sich ziehen kann.
Es können sich ferner auf dem zwischen Metallge häuse und Kathode befindlichen Isolator vorüber gehend leitende Brücken bilden, so dass sich dann die Brennflecke auf dem Gehäuse ausbilden. Beim Un terbrechen der Brücke kann der Bogen auslöschen. Man beobachtet, dass die Spannung zwischen Gehäuse und Kathode, welche normalerweise etwa 10 Volt beträgt, kurzzeitig absinkt oder ganz verschwindet, was mit den erwähnten leitenden Brücken in Zusam menhang steht.
Der Erfindung liegt nun die Absicht zu Grunde, diese schädlichen Strombrücken zu zerstören und stützt sich auf die Erkenntnis, dass es möglich ist, solche Strombrücken durch verhältnismässig hohe Ströme wegzubrennen. Zu diesem Zwecke wird ge mäss der Erfindung vorgeschlagen, die Metallgehäuse der Stromrichtergefässe durch wenigstens eine Kupfer schiene miteinander zu verbinden.
Sinkt nun die Spannung eines einzelnen Gehäuses aus den beschriebenen Ursachen ab, so fliesst auf dieses Gehäuse dank der Verbindung der Gehäuse ein recht grosser Strom, der Hunderte von Ampere betragen kann, und der von den Metallgehäusen der anderen Gefässe geliefert wird.
Es ist dies der soge- nannte Gehäusestrom, der dadurch zustande kommt, d'ass im Betrieb ein beträchtlicher Strom positiver Ionen auf das Gehäuse fliesst, der durch :
einen ebenso grossen Elektronenstrom kompensiert wird, wenn das Gehäuse isoliert ist. Wird jedoch das Potential des Gehäuses relativ zur Kathode abgesenkt, so geht der Elektronenstrom zurück, und es entsteht der Ge häusestrom. Das Gehäuse wirkt als sehr grosse Licht bogensonde. Wenn nun das Potential eines Gehäu ses durch Brückenbildung absinkt, so fliesst momen tan der Gehäusestrom der übrigen Gefässe über diese Brücke, wodurch diese zerstört wird, z.
B. durch Ver dampfen des die Brücke bildenden feinen Queck- silberbelages. Es versteht sich von selbst, d'ass man durch die konstruktive Ausbildung des zwischen Ge häuse und Kathode liegenden Isollators die Brücken bildung, insbesondere durch rückfliessendes Queck silber, möglichst zu unterdrücken sucht.
Die vorhe- gende Erfindüng gestattet nun, auch die wenigen Fälle von noch übrig bleibender Brückenbildung zu beheben. Das vorgeschlagene Mittel ist ausserordent lich billig, indem es nur wenigstens eine Kupfer schiene benötigt.
Es ist schon vorgeschlagen worden, die Metall gehäuse von :eihanodigen Stromrichtergefässen über Widerstände an eine kathodenseitige Sammelschiene anzuschliessen. Man erreicht zwar damit bis zu einem gewissen Grade eine galvanische Verbindung zwi schen den Gehäusen.
Dadurch, dass aber die Gehäuse nicht direkt unter sich., sondern indirekt mit Hilfe von Widerständen über die allen Stromrichtergefässen gemeinsame Kathodens.ammelschiene verbunden sind, erreicht man nicht die oben beschriebene Wirkung, nämlich das Zerstören der unerwünschten Quecksil- berbrücken in einem Gefäss durch den Gehäusestrom der anderen Gefässe.
Zudem sind Stromrichter ber kannt geworden mit Kühlsystemen für die Metall gehäuse der Einanodengefässe. Je nach der Art des Kühlmittels,
dem Widerstand der Kühlleitungen und der Ausbildung der übergänge zwischen den einzel nen Leitungsteilen kann sich allenfalls die der Erfin dung zu verdankende Wirkung in einem mehr oder weniger ausgeprägten Masse ungewollt auch einstellen. Eine betriebssichere, vollwirksame und zweckmässige Lösung ergibt sich nur durch eine niederohmige Kupferschienenverbindbug.
Man kann nun noch einen Schritt weiter gehen und die gemeinsame Sammelschiene an den positiven Pol einer zusätzlichen Gleichspannungsquellle anschlie- ssen, deren negative Klemme mit dem gemeinsamen Anschlusspunkt aller Kathoden verbunden ist.
Diese Fremdspannungsquelle (vorzugsweise ein Hilfsgleich richter) soll einen verhältnismässig grossen Ohmschen oder induktiven inneren Widerstand haben, um den vor ihr gelieferten Strom bei einem Schluss zwischen Gehäuse und Kathode oder bei einem starken An steigen der Belastung und. einer damit verbundenen Erhöhung der Gehäuse-Kathoden-Spannung zu ber grenzen.
Dank der soeben geschilderten Massnahme fliesst bei Brückenbildung in einem der Gefässe ausser dem Gehäusestrom der übrigen Gefässe fast der ganze, der Sammelschiene zugeführte Fremdstrom über diese Brücke. Eine einzige Fremdspannungsquellle steht damit für alle Gefässe in Bereitschaft, was wirtschaft- lich tragbar ist. Die parallel geschalteten Gefässe sol len möglichst gegeneinander phasenverschobene An odenströme führen.
Man könnte grundsätzlich die durch diesen letz teren Vorschlag erzielte Wirkung auch durch indivi duelle Zuordnung von einzelnen Fremdspannungs- quellen zu jedem Gefäss erreichen. Eine derartige Lösung ist aber im Gegensatz zum genannten Vor schlag komplizierter und mit zu hohen Kosten ver bunden.
Die Erfindung bezieht sich auf pumpenlose Strom richtergefässe, da deren Gehäuse bis anhin isoliert aufgestellt wurden. Die Erfindung ist besonders wich tig, wenn die Leistung jedes einzelnen Gefässes 500 bis 1000 kW beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stromrichterschaltung mit mehreren einanodigen, pumpenlosen Quecksilberdampf-Stromrichtergefässen mit Metallgehäusen und in diese isoliert eingesetzter Kathode, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall gehäuse durch wenigstens eine Kupferschiene mit einander verbunden sind. UNTERANSPRUCH Stromrichterschaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet,dass die gemeinsame Kupfer schiene an die positive Klemme einer zusätzlichen Gleichspannungsquelle angeschlossen ist, deren nega tive Klemme mit dem gemeinsamen Kathodenan- schlusspunkt der Stromrichtergefässe verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH357111T | 1957-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH357111A true CH357111A (de) | 1961-09-30 |
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ID=4511439
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|---|---|---|---|
| CH357111D CH357111A (de) | 1957-05-31 | 1957-05-31 | Stromrichterschaltung mit mehreren einanodigen, pumpenlosen Quecksilberdampf-Stromrichtergefässen |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH357111A (de) |
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1957
- 1957-05-31 CH CH357111D patent/CH357111A/de unknown
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