CH357128A - Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Trisazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Trisazofarbstoffen

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CH357128A
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trisazo dyes
copper
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sulfonic acid
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Otto Dr Bitterlin
Werner Dr Bossard
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Geigy Ag J R
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    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09B45/00—Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02—Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24—Disazo or polyazo compounds
    • C09B45/28—Disazo or polyazo compounds containing copper
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09B31/00—Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/16—Trisazo dyes
    • C09B31/22—Trisazo dyes from a coupling component "D" containing directive hydroxyl and amino groups

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Description


  Zusatzpatent zum     Hauptpatent    Nr. 355241    Verfahren zur     Herstellung    von kupferhaltigen     Trisazofarbstoffen       In der schweizerischen Patentschrift Nr. 355241  ist ein Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen       Trisazofarbstoffen    beschrieben, welche sich in her  vorragender Weise zum Färben von Cellulosemate-         rial    eignen.

   Sie werden durch Umsetzung von kupfer  abgebenden Mitteln mit     Trisazofarbstoffen    folgen  der Formel erhalten:  
EMI0001.0007     
    In dieser Formel bedeuten: A den Rest einer  von komplexbildenden Gruppen freien     Carbon-          säure    oder     Sulfonsäure    der Benzol oder     Naphthalin-          reihe,    B den Rest einer im     sulfonsäuregruppen-          freien    Kern eine     ss    ständige     Acylaminogruppe    enthal  tenden     meta-Hydroxy-naphthalinsulfonsäure,

      X     eine     zur Komplexbildung     befähigte        Alkoxygruppe,    Y  Wasserstoff, Halogen oder eine     Alkylgruppe    und  von     Z1    und     Z2    das eine Z eine     Alkoxygruppe,    das  andere Z ebenfalls eine     Alkoxygruppe    oder Wasser  stoff, Halogen oder eine     Alkylgruppe.    .  



  Bei der Weiterbearbeitung dieses Erfindungs  gegenstandes wurde nun gefunden, dass man eben  falls hervorragend echte, kupferhaltige Farbstoffe er  hält, wenn man bei der Umsetzung mit kupferabge  benden     Mitteln        Trisazofarbstoffe    verwendet, in wel  chen Y auch eine     Alkoxygruppe    bedeutet. Dabei ist  Y vorzugsweise eine niedermolekulare gegebenen  falls substituierte     Alkoxygruppe,    insbesondere die       Methoxy-,        Äthoxy-,        a-Hydroxyäthoxy-    oder     Propyl-          oxygruppe.     



  Die erfindungsgemässen neuen kupferhaltigen  Farbstoffe sind, bemerkenswert lichtecht. Damit ge  färbtes     Regeneratcellulosematerial    zeigt bei der  Behandlung mit     knitterfestmachenden    Mitteln keine  wesentliche Veränderung des ursprünglichen Farb-         tons    und auch kaum eine Beeinträchtigung der Licht  echtheit. Die mit den neuen Farbstoffen erzeugten  Färbungen     sind    überdies gut säure- und wasserecht.  Die Farbstoffe zeichnen sich schliesslich auch da  durch aus, dass sie     Viskosematerial    sehr gleichmässig  färben.  



  Die Herstellung der erfindungsgemäss verwend  baren     metallfreien        Trisazofarbstoffe        kann    nach an  sich bekannten Methoden erfolgen, beispielsweise  indem man eine Benzol- oder     Naphthalindiazonium-          verbindung,    welche mindestens eine     Carbonsäure-          oder        Sulfonsäuregruppe    enthält, mit einer in     para-          Stellung    zur     Aminogruppe        kuppelnden        Alkoxyamino-          benzolverbindung    vereinigt,

   welche gegebenenfalls  noch durch Halogen- oder     Alkylgruppen    weiter  substituiert sein kann, den     Aminoazofarbstoff    weiter       diazotiert    und auf eine ebenfalls in     para-Stellung    zur       Aminogruppe        kuppelnde    2,5 -     Dialkoxy    - 1 -     amino-          benzolverbindung    kuppelt,

   worauf man nach erneuter       Diazotierung    des     Aminodisazofarbstoffes    die     Diazo-          verbindung    mit einer     Acylaminohydroxynaphthalin-          sulfonsäure    definitionsgemässer Konstitution     ver-          einigt.     



  Die     Kupferung    der     Trisazofarbstoffe    kann z. B.  in schwach saurem Medium     vorgenommen    werden.  Man arbeitet aber     mit    Vorteil in     wässrig-alkalischem         Mittel bei erhöhter Temperatur und verwendet als  basische     Reagentien    vorzugsweise Ammoniak oder  wasserlösliche primäre, sekundäre oder tertiäre  Amine, wie z.

   B.     Monoäthylamin,        Monoäthanolamin,          Diäthylamin,        Cyclohexylamin,        Pyridin    oder     2,6-Di-          methyl-pyridin.    Als kupferabgebende Mittel kom  men insbesondere die in bekannter Weise aus Kupfer  salzen und Ammoniak oder organischen Basen der  oben aufgezählten Art erhältlichen     Kupfertetrammin-          komplexe    in Betracht.  



  Für die     färberischen    Eigenschaften der kupfer  haltigen Endprodukte ist es günstig, wenn die erfin  dungsgemäss verwendbaren     Trisazofarbstoffe    zwei  und bei Verwendung von Anfangskomponenten aus  der     Naphthahnreihe    drei     Sulfonsäuregruppen    pro       Farbstoffmolekül    enthalten. Enthalten sie     ferner     als Endkomponenten die     Acylierungsprod'ukte    der  2 -     Amino    - 6 -     hydroxy-naphthalin-8-sulfonsäure,    so  sind sie auch sehr gut licht- und wasserecht.  



  Weitere     Einzelheiten    .sind aus der Hauptpatent  schrift und den folgenden Beispielen ersichtlich. In  diesen Beispielen bedeuten, sofern nichts anderes  vermerkt ist, die Teile Gewichtsteile, und die  Temperaturen sind in     Celsiusgraden    angegeben. Ge  wichtsteile verhalten sich zu     Volumteilen    wie Kilo  gramm zu Liter.  



  <I>Beispiel</I>  17,3 Teile 2     Amino-benzol-l-sulfonsäure    wer  den     diazotiert    und bei 20      mit    13,7 Teilen 2-Meth-         oxy-5-methyl-l-aminobenzol    versetzt. Die Kupplung  wird durch Zugabe von     Natriumacetat    zu Ende ge  führt und der ausgefallene     Monoazofarbstoff    ab  filtriert.

   Er wird in Wasser bei 20-25' angerührt,  mit 6,9     Teilen        Natriumnitrit    versetzt und durch  Zugabe von 73 Teilen     30o/oiger        Salzsäure        diazotiert.     Man filtriert die unlösliche     Diazoniumverbindung    ab  und verrührt sie in 300 Teilen kaltem Wasser. Zu  dieser Suspension gibt man die Lösung des salz  sauren Salzes von 15,3 Teilen     2,5-Dimethoxy-l-          aminobenzol    in 150 Teilen Wasser und anschliessend  allmählich die Lösung von 15 Teilen     Natriumacetat     in 40 Teilen Wasser.

   Nach beendeter Kupplung wird  die     Disazofarbstoffsuspension    mit 15 Teilen     Na-          triumcarbonat    alkalisch gemacht und bei 80  mit       Kochsalz    versetzt. Der ausgeschiedene     Aminodisazo-          farbstoff    wird     weiterdiazotiert,    die     Diazoniumverbin-          dung    abgeschieden und in 800 Teilen Eiswasser ver  rührt.

   Diese     Diazosuspension    wird nach bekannter  Methode mit 28,1 Teilen     2-Acetylamino-6-hydroxy-          naphthalin-8-sulfonsäure    zum     Trisazofarbstoff    ver  einigt und der fertiggebildete Farbstoff     ausgesalzen     und     abfiltriert.    Nach dem Lösen in 2000 Teilen  Wasser versetzt man sie mit 25 Teilen     krist.    Kupfer  sulfat in Gegenwart von 75 Teilen.     25 /aigem     Ammoniak und 100 Teilen     Diäthylamin    und führt  sie durch     10stündiges    Erwärmen auf 90  in die       Kupferkomplexverbindung    über.

   Der kupferhaltige       Trisazofarbstoff    der Formel  
EMI0002.0059     
    wird     ausgesalzen,        abfiltriert    und getrocknet. Er stellt  ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blau  grauer Farbe löst. Die grünstickig graue Färbung  auf     Cellulosefasern    ist sehr gut     nass-    und lichtecht  und für die     Knitterfestausrüstung    geeignet.  



  Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften er  hält man, wenn man an Stelle von 28,1     Teilen        2-Ace-          tyl-amino-6-hydroxy-naphthalin-8-sulfonsäure    29,7  Teile     2-Carbomethoxyamino-6-hydroxy-naphthalin-          8-sulfonsäure    verwendet.  



  <I>Färbevorschrift</I>  In einem Färbebad werden 1,5 Teile des nach  dem Beispiel erhaltenen kupferhaltigen     Trisazofarb-          stoffes    in 3000 Teilen Wasser und 2 Teilen Natrium-         carbonat    gelöst. Man geht bei 40-50  mit 100  Teilen Baumwolle ein, erwärmt innert 30     Min.    auf  90-95  und gibt 30 Teile Natriumsulfat dazu. Man  färbt     während    45 Min. bei dieser Temperatur, spült  das Färbegut und trocknet. Die Baumwolle ist in  grünstickig grauen Tönen von guten     Nassechtheiten     und sehr guter Lichtechtheit gefärbt. Die Färbung  erträgt eine     Knitterfestausrüstung    ohne bemerkens  werte Veränderung des Farbtons und der Licht  echtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, d'ass man Trisazofarbstoffe der Formel EMI0002.0080 worin A den Rest einer von komplexbildenden Gruppen freien Carbonsäure oder Sulfonsäure der Benzol- oder Naphthalinreihe, B den Rest einer im sulfonsäuregruppenfreien Kern eine ,B-ständige Acyl- aminogruppe enthaltenden m-Hydroxy-naphthalin- sulfonsäure,
    X eine zur Komplexbildung befähigte Alkoxygruppe, Y eine Alkoxygruppe und von Z1 und Z2 das eine Z eine Alkoxygruppe, das andere Z ebenfalls eine Alkoxygruppe oder Wasserstoff, Halogen oder eine Alkylgruppe bedeuten, mit kupfer abgebenden Mitteln in die entsprechenden kom plexen Kupferverbindungen überführt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung solcher Trisazofarb- stoffe der Formel I, in welcher das Symbol B den Rest einer Alkyl- bzw. Alkoxycarbonylamino-hydroxy- naphthalinsulfonsäure bedeutet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Trisazofarbstoffen der Formel I, in welcher das Symbol B den ' Rest einer 2-Acylamino-6-hydroxy- naphthalin-8-sulfonsäure bedeutet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Trisazofarbstoffen der Formel I, in welcher das Symbol B den Rest einer 2 Acylamino-8-hydroxy- naphthalin-6-sulfonsäure bedeutet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Trisazofarbstoffen der Formel I, in welcher das Symbol B den Rest einer 2-Acylamino-5-hydroxy- naphthalin-7-sWfonsäure bedeutet. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Ver wendung von Trisazofarbstoffen der Formel 1, in welcher X und Y eine Methoxygruppe vorstellen. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Ver wendung von Trisazofarbstoffen der Formel I, in welcher beide Z niedermolekulare Alkoxygruppen bedeuten.
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