Hydraulische Kraftzylindereinheit Die Erfindung betrifft eine hydraulische Kraft zylindereinheit mit einem Arbeitszylinder, in dem ein Arbeitskolben gleitet, der sich im ersten Teil des Vorlaufes und im zweiten Teil des Rücklaufes im Eilgang bewegt, mit einem vom Arbeitszylinder durch eine Zwischenwand getrennten Zylinder, in dem ein Druckübersetzerkolben gleitet, der mit einem Teil durch eine Öffnung der Zwischenwand hindurch in den Arbeitszylinder taucht, und mit Druckmittelan- schlüssen für die Ermöglichung der wahlweisen Be- aufschlagung beider Seiten jedes Kolbens mit Druck mittel.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine solche hydraulische Kraftzylindereinheit in besonders gedrängter Bauweise herzustellen und eine Einspa rung an Druckmittelvolumen und Steuerelementen zu erzielen.
Die Erfindung besteht darin, dass der Drucküber- setzerkolben als Rohrplungerkolben ausgebildet ist, der mit seinem Rohr in einem die Zwischenwand durchsetzenden Ringraum gleitet und dessen beim Rücklauf vom Druckmittel beaufschlagte Ringfläche kleiner ist als seine beim Vorlauf beaufschlagte Fläche.
Bei einer solchen Ausbildung des Drucküberset- zerkolbens als Rohrplungerkolben können die beim Vorlauf und Rücklauf des Druckübersetzerkolbens beaufschlagten Flächen von wesentlich geringerer Grösse sein als bei einem nicht als Rohrplungerkolben ausgebildeten Druckübersetzerkolben, so dass sich eine Verringerung des aufzuwendenden Druckmittel volumens ergibt.
Die Druckmitteleinsparung beim Vorlauf und Rücklauf des Druckübersetzerkolbens kann beispiels weise so weit gehen, dass, bei gleicher Leistung, ge genüber einer bekannten hydraulischen Kraftzylinder einheit entweder nur eine Pumpe mit halber Förder- leistung genügt oder, bei gleicher Pumpenleistung, die doppelte Hubzahl erreicht werden kann.
Ausserdem ermöglicht die Ausbildung des Druck übersetzerkolbens als Rohrplungerkolben einerseits die einfache Ausbildung einer Einrichtung zur Kon- stanthaltung derjenigen Druckmittelmenge, die sich in dem Raumteil des Arbeitszylinders befindet, in den der Druckübersetzerkolben eintaucht, von Beendi gung des Eilvorlaufes des Arbeitskolbens än bis zum Beginn des Eilrücklaufes desselben.
Diese Einrich tung kann gebildet werden durch eine vom freien Rohrende des Druckübersetzerkolbens verschliessbare Radialöffnung des Arbeitszylinders, durch die die bei den Raumteile desselben miteinander verbunden sind.
Durch die Ausbildung des Druckübersetzerkol- bens als Rohrplungerkolben können nicht nur eine gedrängte Bauweise der Kraftzylindereinheit, sondern auch die Möglichkeit erreicht werden, die Kraftzylin- dereinheit äusserlich als einfache zylindrische Einheit auszubilden, bei der nur eine Druckmittelzuleitung und nur eine Druckmittelableitung vorgesehen zu sein brauchen, die annähernd in einer Radialebene des Zylinders liegen können,
so dass die Ausbildung eines ortsfesten oder eines transportablen, das Gegendruck organ enthaltenden Ständers und die Eingliederung der Kraftzylindereinheit in diesen besonders einfach wird.
Zweckmässigerweise läuft der Druckübersetzer kolben in einem ringförmigen Druckübersetzerzylin- derraum, dessen Innenmantel durch einen Eilgang- zylinder gebildet ist, der einen Eilgangkolben um schliesst, welcher mit dem Arbeitskolben und einer Kolbenstange einen durchgehenden Stangenkörper bildet.
Durch diese Ausgestaltung können eine vollstän dige Trennung des Eilgangzylinders vom Arbeitszylin- der und eine Geschwindigkeitsübersetzung beim Eil- vorlauf und beim Eilrücklauf sowie der Wegfall eines die beiden letztgenannten Zylinder verbindenden Ven tils erreicht werden. Ausserdem ermöglicht die An wendung eines durchgehenden Stangenkörpers die Abnahme von Druck- oder Zugkräften gleicher Grösse von der Kolbenstange bei gleichem Wirkungs grad.
Im einzelnen kann die Anordnung wie folgt ge troffen sein: Der Eilgangzylinder ragt mit seinem einen Ende in das eine Ende des an seinem anderen Ende verschlossenen Arbeitsraumes des Arbeitszylinders hinein. Das in diesen Arbeitsraum hineinragende Ende des Eilgangzylinders ist durch einen Zylinderdeckel verschlossen, der einen Teil der den Arbeitszylinder und den Eilgangzylinder trennenden Zwischenwand bildet. Auf diese Weise bilden ein Teil des Eilgang- zylinders und der ihn im Abstand umgebende Teil des Arbeitszylinders einen Ringraum, der einen Teil des beim Vorschub vom Druckmittel beaufschlagten Zylinderraumes des Arbeitszylinders bildet.
Der an dere Teil der den Arbeitszylinder und den Eilgang zylinder trennenden Zwischenwand wird durch einen an dem einen Ende des Arbeitsraumes des Arbeits zylinders vorgesehenen Innenbund des letzteren und einen gegenüberliegenden Aussenbund des Eilgang- zylinders gebildet. Der zwischen diesen beiden Bun- den gebildete Ringraum bildet den Ringraum, in wel chem das Rohr des als Rohrplungerkolben ausgebil deten Druckübersetzerkolbens gleitet.
Dieses Rohr umgibt den Eilgangzylinder im Abstand, so dass ein Ringzylinderraum für den Druckübersetzerkolben ge bildet wird. Letzterer trägt an seinem, in seiner Aus gangslage den Bunden abgekehrten Ende einen den Ringzylinderraum einenends abschliessenden Innen bund und einen Flansch. Dieser Flansch läuft in einem den Eilgangzylinder im Abstand umgebenden, am freien Ende abgeschlossenen verlängerten Teil des Mantels des Arbeitszylinders.
Der dadurch gebildete weitere Ringraum, der einenends von der äusseren Stirnseite des Flansches begrenzt ist, stellt den zwei ten Zylinderraum für den Druckübersetzerkolben dar.
Der Arbeitszylinder kann mittels einer Zylinder hülse gebildet werden, die austauschbar in einem auch den Eilgangzylinder und den Druckübersetzer kolben umschliessenden Aussenmantel des Arbeits zylinders angeordnet ist und auf ihrer Aussenfläche Längsnuten aufweist, die an ihren Enden mit dem Inneren der Zylinderhülse in Verbindung stehen.
Der Arbeitszylinder kann aber auch aus einem Stück hergestellt werden; in diesem Fall weist er Längsbohrungen und diesen zugeordnete, in die Zy linderräume des Arbeitszylinders führende Radial bohrungen auf, wodurch die beiden durch den Ar beitskolben getrennten Zylinderräume verbunden sind.
Ausserdem können die beim Kolbenrücklauf be- aufschlagten Zylinderräume des Arbeitszylinders und des Eilgangzylinders durch eine in axialer Richtung verlaufende Bohrung der Kolbenstange und zugeord nete Radialbohrungen miteinander verbunden sein.
Der Stangenkörper mit den beiden (ungleich gro ssen) Kolben kann in Achsrichtung durchbohrt sein. In diesem Falle ist die, die beim Kolbenrücklauf beaufschlagten Zylinderräume verbindende, in axialer Richtung verlaufende Bohrung im Mantel der Kol benstange angeordnet.
Der Eilgangzylinder, der mit Vorteil die für den Vor- und Rücklauf des kleinen Kolbens und des Druckübersetzerkolbens erforderlichen Bohrungen aufweist, wird zweckmässig an einem Ende von einer Fortsetzung des Aussenmantels getragen, die die mit den Bohrungen des Eilgangzylinders in Verbindung stehenden Anschlüsse für die Druckmittelhauptlei- tungen aufweist.
Die Fortsetzung des Aussenmantels kann durch eine mit diesem verschraubte Hülse gebildet werden, die an ihrem Ende ein Innengewinde trägt, in dem ein mit Aussengewinde versehener Gegenanschlag für einen auf der Kolbenstange sitzenden Anschlag sitzt. Letzterer kann mit Gewinde auf der Kolbenstange sitzen. Auf diese Weise ist eine Hubbegrenzung und eine Beeinflussung der Grösse des arbeitenden Druck mittelvolumens von aussen durch Drehbewegungen möglich.
In weiterer Ausgestaltung der hydraulischen Krafteinheit, kann das Druckende der Kolbenstange von einer während des Vorlaufes voreilenden Druck hülse umgeben sein, die von einem in dem als Zylin der ausgebildeten grossen Kolben (Arbeitskolben) lau fenden Druckhülsenkolben angetrieben wird, und zwar über, eine Stirnwand des grossen Kolbens durch dringende Stifte.
Der die Druckhülse antreibende Kol ben wird durch das beim Vorlauf des kleinen Kolbens (Eilgangkolben) verdrängte Druckmittel beaufschlagt. Der vom Druckmittel beaufschlagte Zylinderraum des Druckhülsenkolbens steht mit dem beim Vorlauf vom Druckmittel nicht beaufschlagten Zylinderraum des Arbeitszylinders in Verbindung, so dass der grosse Kolben und damit die Kolbenstange beim Vorlauf gegenüber dem Vorlauf der Druckhülse gehemmt wird.
Damit bei einer Einheit mit Druckhülse obiger Art die beim Vorlauf und Rücklauf aus den beiden Zy linderräumen des Arbeitszylinders verdrängten Druck mittelvolumina gleich gross sind, weist der in den beim Vorlauf vom Druckmittel beaufschlagten Zy linderraum des Arbeitszylinders eintauchende, sich an den grossen Kolben anschliessende Teil der Kolben stange den gleichen Durchmesser auf wie die Druck hülse.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfin dung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine hydraulische Kraftzylindereinheit in der Ausgangsstellung der Kol ben, Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrösserter Darstellung, Fig. 3 einen Axialschnitt entsprechend Fig. 1 mit einer Stellung der Kolben, die sie nach dem Eilvor- schub während des eigentlichen Druckhubes einneh men, Fig. 4 eine Ansicht einer durchbohrten Kolben stange,
Fig. 5 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit abgeänder tem Arbeitszylinder, Fig. 6 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit einer zu sätzlichen Druckhülse.
Die hydraulische Kraftzylindereinheit gemäss Fig. 1 bis 3 weist einen durchgehenden Stangenkörper mit zwei ungleich grossen Kolben auf, und zwar sind der grosse Kolben, das ist der Arbeitskolben, mit 36, der kleine Kolben, das ist der Eilvorschubkolben, mit 19 und die Kolbenstange mit 4 bezeichnet. Aus Gründen der Herstellung besteht der grosse Kolben aus zwei Teilen 36' und 36", die durch Schrauben 39 miteinander verbunden sind. Dadurch ergibt sich auch eine Unterteilung der Kolbenstange 4 in die Teile 4' und 4", die an den einander zugekehrten Enden die Teile 36' bzw. 36" des grossen Kolbens 36 tragen.
Der kleine Kolben 19 läuft in einem Eilgang- zylinder 22, während der grosse Kolben 36 in einem Arbeitszylinder 26 läuft, der an seinem einen Ende durch einen eingeschraubten Zylinderdeckel 28 abge schlossen ist. Der Eilgangzylinder 22 ragt mit seinem einen Ende, das durch den von der Kolbenstange 4 durchdrungenen Zylinderdeckel 22' verschlossen ist, der einen Teil der Zwischenwand zwischen dem Ar beitszylinder 26 und dem Eilgangzylinder 22 bildet, so in den Arbeitsraum des Arbeitszylinders 26 hin ein, dass ein Ringraum 7' gebildet wird.
Das andere, durch einen von der Kolbenstange 4 durchdrun genen Hülse 22" verschlossene Ende des Eilgang- zylinders 22 sitzt in einer zylindrischen Fortsetzung des Arbeitszylinders 26, die im dargestellten Beispiel als eine mit dem Arbeitszylinder 26 gleichachsige Hülse 23 ausgebildet ist, die mittels eines Gewindes 24 mit dem Arbeitszylinder 26 verbunden ist.
Diese Hülse 23 ist an ihrem oberen Teil mit einem Innengewinde 24' versehen, in dem ein mit entsprechendem Aussengewinde versehener, von der Kolbenstange 4 durchdrungener Stopfen 25 sitzt, der als Anschlag für eine Rückhubbegrenzung der Kol benstange 4 dienen kann. Den Gegenanschlag bildet ein auf der Kolbenstange 4 sitzender Stellring 21, der auch zur Begrenzung des Vorschubes dienen kann. In diesem Falle sitzt der Stellring 21 mit einem Gewinde 20 auf einem entsprechenden Gewinde der Kolbenstange 4. Der Vorschub wird beendet, wenn eine Stirnfläche des Stellringes 21 auf die Innenstirn fläche 27 der Hülse 23 auftrifft. Der Arbeitszylinder 26 besteht aus einer Innen zylinderhülse 26', die auf ihrem Umfang Längsnuten 6 aufweist, und einem diese Hülse umgebenden Au ssenmantel 26".
An der dem Zylinderdeckel 28 zu gekehrten Stirnseite der Innenzylinderhülse 26' sind mit den Längsnuten 6 in Verbindung stehende, ring- segmentförmige Ausnehmungen 10' vorgesehen. In der Nähe des anderen Endes weist die Innenzylinder hülse 26' Radialbohrungen 10 auf, die mit den Längs nuten 6 in Verbindung stehen. Die Innenzylinderhülse 26' ist gegen axiale Verschiebung in der einen Rich tung durch einen im Aussenmantel 26" eingelassenen Sprengring 40 gesichert.
Diese Ausbildung des Arbeitszylinders 26 aus zwei Teilen ermöglicht es, den Aussenmantel 26" als austauschbaren Maschinenteil und umkehrbar in dem Sinne herzustellen, dass es gleichgültig ist, an welchem Ende die Hülse 23 oder der Zylinderdeckel 28 ein geschraubt werden.
Die in Fig. 5 dargestellte Variante zeigt, dass der Arbeitszylinder 26a aus einem Stück bestehen kann. In diesem Falle weist er mehrere in axialer Richtung verlaufende Längsbohrungen 6a auf, die an ihren Enden durch Radialbohrungen 10a mit dem Zylin derinnern 5a, 7a verbunden sind.
In einem im Durchmesser erweiterten Teil des Arbeitszylinders 26, nämlich unmittelbar im Aussen mantel 26", und auf dem Eilgangzylinder 22 läuft der flanschartige Kopf 18' des als Rohrplungerkolben ausgebildeten Druckübersetzerkolbens 18.
Das Rohr 18" dieses Druckübersetzerkolbens 18 läuft zwischen einem Innenbund 14 des Arbeitszylinders 26 und einem dem Innenbund 14 gegenüberstehenden Au ssenbund 15 des Eilgangzylinders 22, welche Bund zusammen einerseits einen weiteren Teil der Zwi schenwand zwischen dem Arbeitszylinder 26 und dem Eilgangzylinder 22 und anderseits eine Zwischenwand zwischen Zylinder 26 und Zylinder für den Kolben 18 bilden. Das Rohr 18" des Druckübersetzerkolbens 18 umgibt den Eilgangzylinder 22 mit geringem Ab stand zur Bildung eines L7bersetzerzylinderraumes 17.
Durch den Aussenbund 15 des Eilgangzylinders 22 und einen Innenbund 16 des Kopfes 18' des Druck übersetzerkolbens 18 wird . der übersetzerzylinder- raum 17 an seinen Enden abgeschlossen. Der vom Druckmittel nicht erfüllte Ringraum 38 zwischen dem Aussenmantel 26" und dem Rohr 18" des Druck übersetzerkolbens 18 ist durch mindestens eine öff- nung 41 mit der Atmosphäre verbunden.
Die Ring fläche, die von der unteren Fläche des Innenbundes 16 gebildet ist und beim Rücklauf des Kolbens 18 vom Druckmittel beaufschlagt wird, ist kleiner als die obere Stirnfläche des Kopfes 18', die beim Vor lauf des Kolbens 18 vom Druckmittel beaufschlagt wird.
Der Eilgangzylinder 22 weist, wie in Fig. 2 grö sser dargestellt ist, auf der Seite des Druckmittel- anschlusses 1 eine nach aussen durch einen Stopfen 44 oder dergleichen abgeschlossene Längsbohrung 2 auf, die mit dem Druckmittelanschluss 1 durch eine öff- nung 42 mit dem hinter dem kleinen Kolben 19 be findlichen Zylinderraum 12' des Eilgangzylinders 22 durch eine Öffnung 43 in Verbindung steht.
Der Kopf 18' des Druckübersetzerkolbens 18 weist an seiner Stirnseite dort, wo er am Eilgang- zylinder 22 anliegt, eine ringförmige Ausnehmung 3 auf, die mit der Längsbohrung 2 des Eilgangzylinders 22 durch eine kleine Öffnung 8 in Verbindung steht, die das Druckmittel nur langsam in die ringförmige Ausnehmung 3 eindringen lässt.
In der Vorschubrich- tung vor der kleinen Öffnung 8 ist eine grössere öff- nung 9 vorgesehen, die die Längsbohrung 2 mit dem jenigen übersetzerzylinderraum 1<B>7</B> verbindet, der sich beim Vorschub des Druckübersetzerkolbens 18 zwischen dem Kopf 18' desselben und der als Zy linderdeckel funktionierenden Hülse 23 bildet.
Der Eilgangzylinder ist auf seiner entgegengesetz ten Seite, wo sich ein Druckmittelanschluss 13 in der Hülse 23 befindet, mit einer zweiten Längsbohrung 45 versehen, die einenends durch einen Stopfen 46 verschlossen ist. Diese Längsbohrung 45 steht mit dem Druckmittelanschluss 13 durch eine Öffnung 47 in Verbindung.
Der in der Vorschubrichtung vor dem kleinen Kolben 19 befindliche Zylinderraum 12 des Eilgangzylinders 22 ist durch eine Öffnung 48 mit der Längsbohrung 45 verbunden, die ausserdem durch eine Öffnung 49 mit dem übersetzerzylinderraum 17 in Verbindung steht.
Die Druckmittelanschlüsse 1 und 13 können ge nau oder annähernd einander gegenüber angeordnet sein, so dass der Aussenmantel der hydraulischen Stu fenkrafteinheit in fast voller Länge zur Aufnahme von Gegendruck- oder Zugkörpern zur Verfügung stehen kann.
Der Eintritt des Druckmittels in den Zylinder raum 17' des Druckübersetzerkolbens, welcher Ein tritt im dargestellten Beispiel durch die Öffnungen 8 und 9 erfolgt, kann durch ein nicht dargestelltes ein stellbares Drosselventil geregelt werden, das an ge eigneter Stelle eingebaut sein kann.
Die Wirkungsweise der hydraulischen Krafteinheit gemäss Fig. 1 bis 3 ist folgende: Beim Vorlauf der Kolbenstange 4, das ist in den Fig. 1 bis 3 nach unten, tritt das von einem nicht dargestellten Druckerzeuger kommende Druckmittel durch den in der Hülse 23 vorgesehenen Druckmittel anschluss 1 ein und gelangt durch die Öffnung 42 in die Längsbohrung 2 des Eilgangzylinders 22. Von dort tritt das Druckmittel durch die Öffnung 43 in den Zylinderraum 12' des Eilgangzylinders 22, also hinter den kleinen Kolben 19. Dadurch wird der Eil- vorschub des Doppelkolbens 19, 36 bewirkt.
Dieser Eilvorschub unter Beaufschlagung der hinteren Kol benfläche des Kolbens 19 ist möglich, weil das im Zylinderraum 5 des Arbeitszylinders 26 enthaltene Druckmittel durch die ringsegmentförmigen Ausneh- mungen 10', die Längsnuten 6 und die Radialboh- rungen 10 in den hinter dem grossen Kolben 36 be findlichen, bei nicht ganz zurückgezogenem Kolben teilweise vom Ringraum 7' gebildeten Zylinderraum 7 des Arbeitszylinders 26 übertreten kann.
Das vor dem kleinen Kolben 19 im Zylinderraum 12 des Eil- gangzylinders 22 befindliche Druckmittel kann über 48, 45, 47, 13 abfliessen.
Sobald ein mit dem Kolbenstangenteil 4" verbun dener Druckstempel auf das Werkstück auftrifft und dadurch die Bewegung der Kolben 19 und 36 ge- hemmt wird, fliesst Druckmittel aus der Längsbohrung 2 des Eilgangzylinders 22 durch die kleine Öffnung 8 in die ringförmige Ausnehmung 3 des Kopfes 18' des übersetzerkolbens 18 und bewegt diesen in der Vorschubrichtung. Bei dieser Vorwärtsbewegung wird vom Kopf 18' die grössere Öffnung 9 freigegeben, die die Längsbohrung 2 des Eilgangzylinders 22 mit dem entstandenen Zylinderraum 17' hinter dem Druckübersetzerkolben 18 verbindet.
Nunmehr steht der Kopf 18' des Druckübersetzerkolbens 18 unter dem vollen Zufluss des Druckmittels. Kurz nach Be ginn der Vorschubbewegung des Druckübersetzerkol- bens 18 werden die Radialbohrungen 10 des Arbeits zylinders 26 vom freien Ende des Rohres 18" ge schlossen, und das Plungerrohr 18" des Drucküber- setzerkolbens 18 taucht dann in den hinter dem Kol ben 36 befindlichen Zylinderraum 7 des Arbeitszylin ders ein und leitet den übersetzten Kraftweg ein (Fig. 3),
da die im Raum 7 eingeschlossene Druck mittelmenge vom Ende des Eilvorlaufes des Kolbens 36 an bis zum Beginn des Eilrücklaufes desselben konstant bleibt. Das im Zylinderraum 5 des Arbeits zylinders 26 befindliche Druckmittel, das nun nicht mehr durch die ringsegmentförmigen Ausnehmungen 10' austreten kann, läuft über die Radialbohrungen l l' und die Längsbohrung 11 der Kolbenstange 4 und des Kolbens 36 in den Zylinderraum 12 des Eil gangzylinders 22 und von da durch die Öffnung 48, die Längsbohrung 45 des Eilgangzylinders 22 und die Öffnung 47 in den Druckmittelanschluss 13, der in diesem Fall als Ablauf für das Druckmittel dient.
Das im Zylinderraum 17 befindliche Druckmittel kann bei 49 austreten.
Während dieses Vorlaufes des Druckübersetzer kolbens 18 und der Kolbenstange 4 mit den Kolben 36 und 19 wird die eigentliche Druckarbeit ver richtet.
Sobald die Kolbenstange 4 mit den Kolben 36 und 19 am Ende des Arbeitshubes angekommen ist, was beispielsweise durch Anlegen der Stirnfläche des Stellringes 21 an die Innenstirnfläche 27 der Hülse 23 bestimmt ist, wird das Druckmittel so umgeschaltet, dass der bisherige Zulauf 1 zum Ablauf und der bisherige Ablauf 13 zum Zulauf wird.
Dadurch tritt Druckmittel aus dem Anschluss 13 durch die Öffnung 47 in die Längsbohrung 45 des Eilgangzylinders 22, von wo aus das Druckmittel durch die Öffnung 48 in den Zylinderraum 12 des Eilgangzylinders 22 und durch die Öffnung 49 in den Übersetzerzylinderraum 17 eintreten kann. Zunächst wird der Druckübersetzerkolben 18 nach rückwärts, d. h. in der Zeichnung nach oben, gedrängt, während der Doppelkolben 36, 19 zunächst im wesentlichen nur in dem Masse zurückläuft, als der Drucküber- setzerkolben 18 im Zylinderraum 7 des Arbeitszylin ders 26 Volumen freigibt.
Sobald der Drucküber- setzerkolben 18 mit seinem Plungerrohr 18" die Radialbohrungen 10 des Arbeitszylinders 26 freige geben hat, erfolgt der Eilrücklauf der Kolbenstange 4 mit den zwei Kolben 19 und 36, weil das im Zylin- derraum 7 des Arbeitszylinders 26 enthaltene Druck mittel durch die Radialbohrungen 10 die Längsnuten 6 und die ringsegmentförmigen Ausnehmungen 10' in den Zylinderraum 5 des Arbeitszylinders treten kann.
Im übrigen nimmt beim Rücklauf des Doppel kolbens 36, 19 das Druckmittel folgenden Lauf: Das im tTbersetzerzvlinderraum 17' befindliche Druckmit tel läuft durch die grosse Öffnung 9 und die kleine Öffnung 8 in die Längsbohrung 2 des Eilgangzyhn- ders 22 und von da durch die Öffnung 42 in den nunmehr als Ablauf dienenden Druckmittelanschluss 1. Das im Zylinderraum 12' des Eilgangzylinders 22 hinter dem kleinen Kolben 19 befindliche Druck mittel läuft durch die Öffnungen 43, 42 ab.
Soweit der Zylinderraum 5 des Arbeitszylinders 26 nicht vom Zylinderraum 7 gefüllt wird, läuft Druckmittel aus dem Zylinderraum 12 des Eilgangzylinders 22 durch die Radialbohrungen 11' und die Längsboh rung 11 der Kolbenstange 4 in den Zylinderraum 5.
Der kleine Kolben 19 ist im Zylinderraum 12 vom Druckmittel beaufschlagt. Für den Fall, dass, solange die Radialbohrungen 10 durch den Druckübersetzer kolben 18 noch nicht freigegeben sind, der Rückhub einen grösseren Energieverbrauch erfordert als die kleine Kolbenfläche des Kolbens 19 ergibt, wird diese Energie durch Beaufschlagung des grossen Kolbens 36 im Zylinderraum 5 aufgebracht.
Mit dem Ende 50 der Kolbenstange 4 können Werkzeuge oder sonstige Elemente, die unter Druck arbeiten sollen, verbunden sein, und mit dem Ende 51 der Kolbenstange 4 können Werkzeuge oder son stige Elemente verbunden sein, die eine Zugwirkung ausüben sollen. Es ist auch möglich, gleichzeitig beide Enden 50, 51 der Kolbenstange 4 mit solchen Werk zeugen oder Elementen zu verbinden.
Der in Fig. 4 dargestellte Stangenkörper mit den Kolben 19n und 36a und der Kolbenstange 4a weist eine axiale Bohrung 31 auf. In diesem Fall ist die axiale Bohrung 34, die die beim Kolbenrücklauf be- aufschlagten Zylinderräume 5 und 12 verbindet, im Kolbenstangenteil 4'a angeordnet und durch Radial bohrungen 34a' und 34a" mit den Zylinderräumen 5 bzw. 12 verbunden.
Die Ausführungsform der hydraulischen Kraft einheit gemäss Fig. 6 unterscheidet sich von der Aus führungsform gemäss Fig. 1 bis 3 dadurch, dass der Kolbenstangenteil 4" von einer Druckhülse 32 um geben ist, die auch im Zylinderdeckel 28 geführt ist. Diese Druckhülse 32 hat beispielsweise den Zweck, falls der Kolbenstangenteil 4" mit einem Nietstempel verbunden ist, die miteinander zu vernietenden Teile gegen einen Gegenhalter zu drücken und sie auf diese Weise zusammenzudrücken, bevor die eigentliche Nietarbeit beginnt.
Zur Betätigung der Druckhülse 32 ist der grosse Kolben 36b als geschlossener Zylinder ausgebildet, indem seine beiden Teile 36b' und 36b" durch eine Zylinderhülse 33 miteinander verbunden sind, die bei spielsweise mit dem Kolbenteil 36b' aus einem Stück bestehen und mit dem Kolbenteil 36b" durch ein Gewinde 34 verbunden sein kann. In diesem als Zy linder ausgebildeten Kolben 36b kann sich ein Kol ben 29 bewegen, der in der Vorschubrichtung auf Stifte 30 wirkt, die in Bohrungen 35 des Kolben teiles 36b" geführt sind und auf die Stirnfläche der an dem betreffenden Ende mit einem Flansch 3 7 versehene Druckhülse 32 wirken.
Der in der Vorschubrichtung hinter dem Druck hülsenkolben 29 befindliche Zylinderraum 55 des Kolbens 36b wird in der Ausgangsstellung des Kol bens 29 durch eine ringförmige Ausnehmung 52 desselben und durch eine zentrale Ausnehmung 52' gebildet, auf die die Längsbohrung 11 der Kolben stange 4 und das durch diese Längsbohrung 11 zu geführte Druckmittel treffen.
Die Teile 36b" und 33 des Kolbens 36b haben einen etwas kleineren Durchmesser als der Teil 36b', so dass zwischen dem den kleineren Durchmesser auf weisenden Teil einerseits und der Innenfläche des Ar beitszylinders 26 anderseits ein Ringraum 54 besteht, der mit dem Zylinderraum 55 durch Radialbohrun- gen 38 in Verbindung steht. Der vom Druckmittel nicht beaufschlagte Zylinderraum 53 des Kolbens 36b ist durch eine Axialbohrung 31 des Kolbenstangen teiles 4" entlüftet.
Damit beim Vorschub und beim Rückhub der Kolbenstange 4 in den Zylinderräumen 5 und 7 des Arbeitszylinders 26 gleiche Druckmittelvolumina ver drängt werden, hat der in den Zylinderraum 7 des Arbeitszylinders 26 eintauchende Teil 4b' der Kol benstange 4' denselben Durchmesser wie die Druck hülse 32.
Die Wirkungsweise der gemäss Fig. 6 ausgebil deten, im übrigen durch Fig. 1 bis 3 zu ergänzenden hydraulischen Krafteinheit ist folgende: Das Druckmittel tritt durch den Anschluss 1 und durch die Öffnungen 42, 43 in den Zylinderraum 12' des Eilgangzylinders 22 und drückt den kleinen Kol ben 19 nach vorwärts.
Das dadurch im Zylinderraum 12 verdrängte Druckmittel kann durch die in diesen Raum mündende Radialbohrung 11' (Fig. 1) und die Axialbohrung 11 des Kolbenstangenteiles 4' (Fig. 6) auf den Kolben 29 wirken, der dadurch in der Zeich nung nach unten verschoben wird.
Das auf diese Weise in den Zylinderraum 55 des Kolben 36b ge langende Druckmittel kann durch die Radialbohrun- gen 38 und den Ringraum 54 in den Zylinderraum 5 des Arbeitszylinders 26 treten und so entgegen der Vorschubrichtung auf den Kolben 36b wirken, wo durch dieser gebremst wird, so dass sich die Druck hülse 32 gegenüber dem Kolbenstangenteil 4" vor schiebt. Die Druckhülse 32 drückt dadurch die zu vernietenden Werkstücke zusammen, bevor der eigentliche Druckhub unter Mitwirkung des Druck übersetzerkolbens 18 erfolgt.
Im übrigen ist die Wir kungsweise dieselbe wie bei der Ausführungsforni gemäss Fig. 1 bis 3.
Der Rückhub der Kolben 19, 36b und 18 erfolgt in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform ge mäss Fig. 1 bis 3, jedoch wirkt das Druckmittel durch die Längsbohrung 11 auf den Kolben 29 im Sinne des Vorschubes der Druckhülse 32, so dass sich das mit dem Kolbenstangenteil 4" verbundene Werkzeug früher von dem Werkstück löst als die Druckhülse 32. Dadurch wird verhindert, dass, beispielsweise im Falle des Stanzens, Stanzteile an dem Werkzeug hän gen bleiben, weil diese Stanzteile durch die Druck hülse 32 vom Werkzeug abgestreift werden.
Die hydraulische Kraftzylindereinheit kann ein zeln oder mehrfach und auswechselbar in hydrau lische Pressen oder dergleichen eingebaut werden.