CH357956A - Verfahren zum Auftauen und Erwärmen tiefgekühlter Lebensmittel und Auftauofen zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Auftauen und Erwärmen tiefgekühlter Lebensmittel und Auftauofen zur Durchführung des Verfahrens

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CH357956A
CH357956A CH357956DA CH357956A CH 357956 A CH357956 A CH 357956A CH 357956D A CH357956D A CH 357956DA CH 357956 A CH357956 A CH 357956A
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CH
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thawing
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hot air
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J Dipl-Phys Chorbacher Hermann
Ladislaus Dipl-Ing Jung Anton
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Burger Eisenwerke Ag
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Description


      Verfahren    zum Auftauen und Erwärmen     tiefgekühlter        Lebensmittel     und     Auftauofen    zur     Durchführung    des Verfahrens    In wachsendem Masse gewinnen Tiefkühlung und  Gefrierkonservierung von Lebensmitteln für Lager  haltung und für den Schutz vor Verderb als natür  lichste Art der     Haltbarmachung    technische Bedeu  tung. Für wichtige Sektoren der Gastronomie werden  durch die Kombination von     Tiefkühl    bzw. Gefrier  konservierungsverfahren mit     Auftau-    und Erwär  mungsverfahren ganz neue, früher ungeahnte Möglich  keiten eröffnet.  



  Wenn aber die natürlichen Geruchs- und Ge  schmackswerte sowie die gewohnte Konsistenz der  Speisen und Lebensmittel erhalten werden sollen,  kommt es besonders auf die Verfahrensführung beim  Auftauen und beim Erwärmen an. Für die Anwendung  dieser     Lebensmittelbehandlungsverfahren    in     saison-          und    wetterabhängigen sowie stark mit Stossbetrieb  arbeitenden Restaurationsbetrieben und für     Flug-          zeugküchen    wird vor allem gefordert, dass verhältnis  mässig grosse Mengen vorbereiteter Speisen oder Back  waren gleichzeitig und dennoch mit gleichmässiger       Durchwärmung,    aber auch möglichst schnell ohne  einen grossen Aufwand verlangenden Küchenbetrieb,

    hergerichtet werden können.  



  Vor allem ist eine im wesentlichen gleichmässige  Temperatur der Speisen eine Vorbedingung für ihre  Tafelfertigkeit. So einfach dieses Problem zu sein  scheint, stellen sich doch der Lösung in der Praxis  bei allen in Betracht kommenden     Auftauverfahren     mannigfache Schwierigkeiten in den Weg, die zu  beheben, damit eine dringliche Aufgabe wird. Das  vorliegende Patent entstand aus dieser Aufgabenstel  lung und betrifft sowohl ein     Verfahren    zum Auftauen  und anschliessenden Erwärmen tiefgekühlter Lebens  mittel als auch einen     Auftauofen    zur Durchführung  des Verfahrens.    An sich kommt die     Strahlüngsbeheizung    für das  Auftauen auch in Betracht.

   Infolge der geradlinigen  Ausbreitung der Wärmestrahlen werden jedoch die  ihr unmittelbar ausgesetzten Teile der     Lebensmittel-          bzw.        Speisenbehälter    zu hoch,     hingegen    die im  Schatten liegenden Teile derselben im wesentlichen  nur durch Wärmeleitung oder eine nur unzureichende  natürliche Konvektion zu wenig erwärmt. Eine für  alle gestapelten     Speisenbehälter    bzw. Lebensmittel  gleichmässige Verteilung der     Wärmestrahlungsquellen     ist kaum möglich, da dazu vor allem erheblicher  Raum benötigt würde.

   Gegenüber der Strahlungs  heizung hat sich aber das Auftauen mittels, eines  umgewälzten, an elektrischen Heizkörpern erhitzten  Warmluftstromes, der zwischen den mit Abstand  übereinander gestapelten Horden eines     Auftauofens     durchgeleitet wird, als besonders geeignet erwiesen,  um die auf den Horden     ,nebeneinander    angeordneten  Lebensmittel bzw.     Behälter    mit fertigen und tiefge  kühlten Speisen gleichmässig zu     durchwärmen.    Solche  Geräte sind heute bereits auf dem Markt und ihre  Weiterentwicklung ist ein     Ziel    des vorliegenden  Patentes.  



  Das Verfahren nach der Erfindung beruht auf der  Erkenntnis, dass das durch künstlich umgewälzte  Warmluft bewirkte Auftauen eingefrorener Lebens  mittel, Speisen usw. ganz     wesentlich    verbessert wer  den kann, wenn hinsichtlich der     physikalischen    Ver  hältnisse eine gleichmässige Wärmeübertragung erzielt  wird. Eine wesentliche Ursache der ungleichmässigen  Wärmeübertragung liegt bei dem bekannten     Auftau-          verfahren    darin, dass die Warmluft     lediglich    in einer       Richtung    umgewälzt wird.

   Gemäss dem     Verfahren     nach der Erfindung wird daher vorgeschlagen, die  Strömungsrichtung der umgewälzten Warmluft wäh-      send des     Auftauens    sowie während des weiteren  Aufwärmens der     Lebensmittel    zu     wechseln.    Die Bil  dung nicht von der Strömung erfasster Luftpolster  in der Wärmekammer lässt sich in dieser Weise leicht  vermeiden, und man erreicht, dass wenigstens im  Zeitmittel alle Teile der Wärmekammer und das Auf  taugut mit Warmluft gleichmässig in Berührung kom  men.  



  Dies gilt um so mehr, als wegen der geforderten  Kürze der Behandlungszeit in     Auftaugeräten    von etwa  15     bis    40 Minuten, vorzugsweise 18 bis 25     Minuten,     welche Dauer aber von der Art und der Dicke des  Behandlungsgutes abhängt, ein voller Temperatur  ausgleich allein auf Grund der Wärmeleitung nur  schwer möglich ist.  



  Es ist versucht worden, mit zusätzlichen Heiz  körpern die vom bereits abgekühlten Luftstrom be  strichenen Lebensmittel zusätzlich zu erwärmen und  die ungleichmässige Temperaturverteilung zu kompen  sieren. Jedoch ist diese Lösung mit den angeführten  Mängeln der     Strahlungsbeheizung    behaftet, so dass  sie nicht als ausreichend angesehen werden kann.  Demgegenüber hat die mit dem Verfahren nach der  Erfindung vorgeschlagene Lösung den Vorzug, dass  im wesentlichen nur     konvektive    Erwärmung ange  wandt werden muss.  



  Das Verfahren nach der Erfindung bezieht sich  ausdrücklich nur auf das Auftauen tiefgekühlter  Lebensmittel und hat nichts mit sonstigen Prozessen  zu tun, die z. B. zur Reifebehandlung von     Früchten     oder von Fleisch üblich sind, um die Lagerzeit dieser  Produkte bis zur     Genussfertigkeit    zu verkürzen, welche  Behandlungen auch viele Stunden bis zu Tagen  dauern. Deshalb ist bei diesen anderen Verfahren die  hier nicht in Betracht kommen, der Temperaturaus  gleich an sich schon allein durch Wärmeleitung ge  währleistet, obwohl dabei die Produkte von der um  gewälzten, zumeist befeuchteten und auf der Reife  temperatur gehaltenen Luft oft von verschiedenen Sei  ten     beaufschlagt    werden.  



  Der mit dem     Verfahren    nach der Erfindung ver  folgte Zweck wird in vielen Fällen bereits erreicht,  wenn die Bewegungsrichtung der     umgewälzten    Luft  wenigstens einmal im Verlaufe des.     Auftauvorganges     umgekehrt wird. Ein mehrfacher Wechsel dürfte je  doch vorzuziehen sein, um einer vollen Gleichmässig  keit der Temperaturverteilung nahe zu kommen.  



  Anhand der Zeichnung wird anschliessend das  Verfahren nach der     Erfindung    beispielsweise erläu  tert. Es zeigen:       Fig.    1 schematisch einen     Auftauofen    nach der  Erfindung im vertikalen     Axialschnitt    mit unterhalb  der     Auftaumuffel    angeordnetem     Radialgebläse    und  einer     Strömungsumlenkvorrichtung    für die Warmluft,       Fig.2    einen Querschnitt nach der Linie     II-II     von     Fig.    1 in kleinerem Massstab, wobei die     Umlenk-          vorrichtung    jedoch vereinfacht dargestellt ist,

         Fig.3    den unteren Teil einer zweiten Ausfüh  rungsform des     Auftauofens    mit     in    die     Strömungs-          umlenkvorrichtung    eingebautem     Gebläserad,            Fig.    4 einen Querschnitt nach der Linie     IV-IV     von     Fig.    3,       Fig.5    einen Querschnitt nach der Linie     V-V     von     Fig.    3,       Fig.    6 einen Querschnitt entsprechend     Fig.    4,

    jedoch mit einer Ausbildung des     Auftauofens    für eine  umlaufende ,schrittweise oder stetige Änderung der  Strömungsrichtung der Warmluft,       Fig.7    einen entsprechenden Querschnitt gemäss       Fig.    5 und       Fig.    8 die Schaufelausbildung eines zur Umschal  tung der Strömungsrichtung dienenden     Axialgebläses.     Der in     Fig.    1 dargestellte     Auftauofen    hat einen  quadratischen Grundriss. Innerhalb eines wärmeisolie  renden Aussenmantels 1 liegt eine     Auftaumuffel    2  mit dem fest eingebauten oder einschiebbaren     Hor-          dengerüst    3.

   Die aufzutauenden und zu erwärmenden  tiefgekühlten Lebensmittel sind in Schälchen 8 unter  gebracht, die oben mit einer Metallfolie abgedeckt  und auf den mit waagrechten Zwischenräumen 12  übereinander liegenden Horden 3a angeordnet sind.  In seitlichen Luftschächten<I>4a, 4b</I> erstrecken sich  Heizwiderstände 9, an welchen sich die     vorbeistrei-          chende    Warmluft erhitzt. Zur     Erzwingung    einer Luft  umwälzung dient ein unterhalb der     Auftaumuffel    2  angeordnetes Gebläse 10, z.

   B. ein     Radialgebläse.    Bei  Anwendung eines     Axialgebläses,    dessen Rotations  richtung umgekehrt oder dessen Achse um 180  ge  schwenkt werden kann, kann es unmittelbar unter  halb des     Hordengerüstes    3 liegen. Zum Regulieren  der Temperatur, der     Auftauzeit,    der Umlaufgeschwin  digkeit und des Wechsels der Umlaufrichtung der  Warmluft, sowie zur Betriebskontrolle dienen Schalt  knebel 5, Schaltuhren 6 und Kontrollampen 7, die  an einer Schalterleiste im oberen Teil der Vorder  wand des     Auftauofens    zusammengefasst sind.  



  Zur Umlenkung der Strömungsrichtung der um  gewälzten Warmluft dient ein     Umlenkdrehschieber    13  in der Form einer hohlzylindrischen Hülse, die durch  beiderseitige Stirnwände 13d, 13e abgeschlossen und  durch eine mittlere,     achsensenkrechte    Scheidewand  13c in zwei Kammern 13a, 13b unterteilt ist. Bei  jeder Kammer fehlt ein Teil des Zylindermantels. Die  beiden dadurch gebildeten Öffnungen erstrecken sich  je auf einen Bogenwinkel von etwa 90 bis 180 . Die  Öffnungen der beiden Kammern liegen sich diametral  gegenüber.

   Im vorliegenden Falle ist das Schaufelrad  des     Radialgebläses    ausserhalb des     Umlenkdrehschie-          bers    13 vorgesehen, und jede Stirnwand 13d, 13e hat  eine Öffnung, mit welcher die obere Kammer 13a  des Drehschiebers 13 über eine Zwischenkammer 15  und die Leitung 14 an die Druckseite des Gebläses  10, die untere Kammer 13b dagegen über eine Lei  tung 18 an die Saugseite desselben ständig ange  schlossen ist. Über die Öffnungen im Mantel des  zylindrischen Drehschiebers 13 werden dagegen die  beiden Kammern 13a, 13b abwechselnd mit je einem  der gegenüberliegenden Luftschächte<I>4a, 4b</I> verbun  den.

        Der     Fig.    2 ist eine vereinfachte Ausführung des  Drehschiebers zugrunde gelegt, indem seine Stirn  wände fortgelassen sind, so dass lediglich seine Man  telteile und die Zwischenwand die Luftführung mit  abwechselnder Verbindung zu den seitlichen Kanälen  der     Auftaumuffel    gewährleisten. Einbauten 16, die  sich dicht an den Drehschieber anschmiegen, sind  zur gegenseitigen Trennung der Luftschächte 4a und  46 erforderlich.  



  Eine selbsttätige Drehung des     Umlenkdrehschie-          bers    13 kann einmal mittels einer Reibungskupplung  zwischen der Motorwelle des Gebläses 10 oder mittels  eines     Untersetzungsgetriebes,    das mit dem Motor ge  kuppelt ist, erreicht werden. Für eine taktweise Um  stellung des Drehschiebers 13 genügt beispielsweise  ein     Einzahngetriebe.    Schliesslich kann man auch, wie  die     Fig.    1 zeigt, einen Antrieb mittels eines separaten  Motors 17 wählen, wobei ein hülsenförmiger Ansatz  <B>13f</B> an der unteren Stirnwand 13e des Drehschiebers  13 als Hohlnabe für den Riemen- und Zahnradantrieb  dient.

   Die Hohlnabe ist zweckmässig über den Ver  bindungskanal 18 zwischen der Saugseite des Ge  bläses 10 und der unteren Kammer 13b des Dreh  schiebers 13 geschoben. Der Drehschieber 13 selbst  ist zweckmässig über einer Achse 19 etwa am Boden  des     Hordengerüstes    3 befestigt.  



  Die Bauweise wird vereinfacht, wenn gemäss       Fig.    3 das Schaufelrad 10a des     Radialgebläses    inner  halb einer der beiden Kammern, vorzugsweise der  unteren Kammer 13b des Drehschiebers, koaxial zu  ihm angeordnet ist. Die obere Kammer 13a ist dann  über eine Öffnung in der Scheidewand 13c und eine  flache nicht näher bezeichnete Manschettenhülse mit  der Saugseite des     Gebläserades    10a verbunden, wäh  rend die untere Kammer 13b die radial fortgeschleu  derte Luft über ihre Öffnung im Mantel nach aussen  abführt. Bei dieser Anordnung kann der Gebläse  motor 10b ebenfalls unterhalb der     Auftaumuffel    und  damit vor Hitzeeinwirkung geschützt untergebracht  sein.

   Eine Welle     10e    verbindet ihn mit dem Gebläse  rad 10a.  



  Die     Fig.    4 und 5 zeigen eine Phase der Stellung  des Drehschiebers, wobei die obere Kammer 13a zum  rechten Luftschacht 4b und die untere Kammer 13b  zum linken Luftschacht 4a hin geöffnet ist, so dass  die Warmluft zuerst in den linken Luftschacht 4a  gelangt.  



  Um die Richtung des Warmluftstromes in Quer  kanälen zwischen den Horden 3a stetig ändern zu  können, sind zweckmässig, wie die     Fig.    6 und 7 im  Querschnitt zeigen, an allen vier Seiten des Horden  stapels senkrechte Luftschächte<I>4a, 4b,</I> 4c und<I>4d</I>  angeordnet, und durch in den     Querschnittsdiagonalen     verlaufende Wände 20 getrennt und durch weitere  Scheidewände 21 unterteilt. Während sich das     Ge-          bläserad    10a stetig dreht, kann für den Drehschieber  13 sowohl eine stetige als auch eine unstetige, etwa  schrittweise Drehung vorgesehen sein, so dass jeweils  immer von lediglich zwei gegenüberliegenden Luft  schächten einer an die Druckseite und einer an die    Saugseite des Gebläses angeschlossen ist.

   Die Öffnun  gen im Mantel der beiden Kammern des Drehschie  bers erstrecken sich dann zweckmässig über einen  Bogenwinkel, welcher der Breite der einzelnen seit  lichen Luftschächte entspricht.  



  Wenn ein     Axialgebl.äse    zur Erzeugung der er  zwungenen     Warmluftkonvektion    benutzt wird, kann  der Drehschieber entfallen, wenn der Drehsinn des       Gebläserades    jeweils umgekehrt wird. Das gelingt  ohne Herabsetzung des Wirkungsgrades mit einer  Schaufelausbildung, die in     Fig.    8 schematisch gezeigt  ist. Auf der Nabe des     Gebläserades,    sind zwei Schau  felkränze 22, 23 vorgesehen, deren Schaufeln gleiche  Eintrittswinkel haben. Jedoch sind die     Laufradschau-          feln    der     einzelnen    Kränze versetzt und sich gegen  seitig überlappend angeordnet. Mit dieser Anordnung  kann ein Stossverlust vermieden werden.

   Schaufeln mit  einfachem     S-förmigem    Profil eignen sich aber ebenfalls  für eine Drehung in beiden Richtungen.  



  Die Geschwindigkeit des Richtungswechsels der  umgewälzten Warmluft kann auch der jeweiligen       Auftauphase    entsprechend angepasst werden. Am An  fang des     Auftauens    sind z. B. längere Wechselinter  valle zulässig, da es dann vornehmlich auf     eine     schnelle, wenn auch ungleichmässige     Durchwärmung     ankommt, während gegen Ende die Herstellung einer  möglichst homogenen Temperaturverteilung vierdring  lich ist, wozu sich eine schnellere Folge von Rich  tungswechseln besser eignet.  



  Die Länge der Periode des Richtungswechsels  kann Bruchteile von Minuten bis mehrere Minuten  betragen. Schliesslich kann das Verfahren auch noch  durch Ändern der Strömungsgeschwindigkeit selbst  ergänzt werden, vornehmlich mit einer Erhöhung der  Geschwindigkeit gegen Ende des     Auftau-    bzw. Auf  wärmvorgangs.  



  Bei der Richtungsänderung oder Richtungs  umkehr können diejenigen Heizwiderstände abge  schaltet werden, die gerade im Luftstrom der Saug  seite liegen, so dass die Luft nur nach Verlassen des  Gebläses auf der Druckseite angewärmt, das Gebläse  nicht unmittelbar der Heissluft ausgesetzt und die für       Wärmeverluste    zur Verfügung stehende Zeit möglichst  kurz gehalten wird.  



  Die Umschaltung des     Axialgebläses    bzw. die not  wendige Umsteuerung des bei Verwendung eines  Radial     gebläses    erforderlichen     Umlenkdrehschiebers     lässt sich auch mit Handbedienung erreichen.  



  Wenn für verschiedene Lebensmittel und     Speisen     die     Auftauzeiten,    die     Warmlufttemperatur    und die  Frequenz des Richtungswechsels der Warmluftströ  mung erfahrungsgemäss festgelegt wird, so erhält     man     die besten Ergebnisse bei der Behandlung der tief  gekühlten Lebensmittel. Der     Auftauofen    lässt sich  durch eine vollautomatische Programmschaltung     üi     vorteilhafter Weise ergänzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Auftauen und Erwärmen tief gekühlter Lebensmittel, insbesondere fertig zuberei- tete Speisen, die in einer beheizten Wärmekammer auf übereinander liegenden Etagen liegen, mittels eines durch die waagrechten Zwischenräume der Etagen durchgeleiteten, künstlich umgewälzten Warm luftstromes, dadurch gekennzeichnet, dass die Strö- ?nungsrichtung der Warmluft während des Auftauens und Erwärmens der Lebensmittel geändert wird.
    11. Auftauofen zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Gebläse aufweist, welchem eine Umlenkvor- richtung für den Wechsel der Strömungsrichtung der Warmluft zugeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung des zwischen den Etagen durchgeleiteten Warmluftstromes im Sinne einer Drehung in der Horizontalen geändert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Rich tungsänderung des Warmluftstromes im Verlauf des Auftauvorganges variiert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wärmekammer vorge sehene, zur Anheizung des umgewälzten Luftstromes dienende elektrische Heizwiderstände mit der Ände rung der Strömungsrichtung der Warmluft wechsel weise ein- und ausgeschaltet werden, so dass lediglich immer nur die im Luftstrom hinter der Druckseite des Ventilators liegenden Heizwiderstände strom durchflossen sind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung des. waagrecht durch die Etagen der Auftaukammer durchgeleiteten Warmluftstromes in Zeitabständen geändert wird, die im Bereich zwischen 0, 1 und 5 Minuten liegen. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bei Umwälzung des Warmluft stromes mittels eines Axialgebläses die Strömungs richtung durch Änderung der Rotationsrichtung des Gebläses gewechselt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Umwälzung des Warmluft stromes mittels eines Axialgebläses die Strömungs richtung durch Schwenkung des Axialgebläses um eine zu seiner Rotationsachse senkrechte Achse ge ändert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung eines Radial- gebläses die Strömungsrichtung der Warmluft mittels einer Steuervorrichtung geändert wird, die gegen überliegende Luftschächte abwechselnd mit der Druck- und Saugseite des Gebläses verbindet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass -die Umschaltung der Strömungs richtung der Warmluft von Hand vorgenommen wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsrichtung der Warmluft selbsttätig umgeschaltet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Richtung auch die Geschwindigkeit der umgewälzten Warmluft im Ver lauf des Auftauvorganges geändert wird.
    11. Auftauofen nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass er eine als Drehschieber ausge bildete Steuervorrichtung besitzt, welcher Drehschie ber in der Form eines um seine Achse drehbaren Hohlzylinders ausgebildet ist, dass eine durchgehende, senkrecht zur Achse des Zylinders angeordnete Scheidewand den Zylinder in zwei Kammern unter teilt, wobei die eine Kammer durch eine Öffnung stets mit der Druckseite und die andere Kammer stets mit der Saugseite des Gebläses verbunden ist und dass die beiden Kammern ausserdem noch je eine Öffnung im Zylindermantel besitzen, wobei die beiden Öffnungen in bezug auf die Achse des Dreh schiebers diametral gegenüberliegen,
    durch welche Öffnungen die Kammern abwechselnd mit gegenüber liegenden Luftschächten des Auftauofens verbindbar sind. 12. Auftauofen nach Unteranspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläserad des Ventilators innerhalb derjenigen Kammer des hohlzylinderförmi- gen Drehschiebers koaxial zu diesem angeordnet ist, welche stets mit der Druckseite des Gebläses ver bunden ist, und dass in der Scheidewand des Hohl zylinders eine in der Achse des Hohlzylinders lie gende Öffnung vorhanden ist, durch welche die Saug seite des Gebläses mit der anderen Kammer in Ver bindung steht.
    13. Auftauofen nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber über ein Unter setzungsgetriebe mit dem Motor des Gebläses ge kuppelt ist. 14. Auftauofen nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber durch eine hydraulische oder Reibungskupplung mit dem Motor des Gebläses gekuppelt ist. 15. Auftauofen nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschieber einen eigenen Motorantrieb hat.
    16. Auftauofen nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an den vier Seitenflächen des Hordengerüstes senkrechte, durch Scheidewände ge trennte und weiter unterteilte Luftschächte vorhanden sind, die abwechselnd über den Drehschieber mit der Saugseite und der Druckseite des Gebläses verbunden und in den Zwischenintervallen blind geschlossen werden. 17. Auftauofen nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen im Mantel des Drehschiebers sich je über einen Bogenwinkel von 45 bis 180 erstrecken.
CH357956D 1957-01-29 1958-01-18 Verfahren zum Auftauen und Erwärmen tiefgekühlter Lebensmittel und Auftauofen zur Durchführung des Verfahrens CH357956A (de)

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