CH358280A - Verfahren zum Betrieb einer Zweitakt-Brennkraftmaschine im Leerlauf - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer Zweitakt-Brennkraftmaschine im Leerlauf

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CH358280A
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Babl Max
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • F02B25/14Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders using reverse-flow scavenging, e.g. with both outlet and inlet ports arranged near bottom of piston stroke
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description


  Verfahren zum Betrieb     einer        Zweitakt-Brennkraftmaschine    im Leerlauf         Zweitakt-Brennkraftmaschinen,    insbesondere mit       Kurbelgehäusepumpe,    haben einen als störend empfun  denen unregelmässigen Leerlauf. Es sind mehrere  Kolbenhübe erforderlich, um eine zum Spülen des  Zylinders ausreichende     Frischgasmenge    zuzuführen  und damit im Verbrennungsraum ein zündfähiges  Gemisch herzustellen. Die Zahl der für das Laden des  Verbrennungsraumes mit frischer Ladung notwen  digen Kolbenhübe wechselt je nach den Schwin  gungsverhältnissen in der Auspuffanlage und den  jeweiligen Verbrennungsdrücken im     Zylinder        dauernd     am laufenden Motor.

    



  Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt,  bei niedrigen Drehzahlen die Zündung in bestimmten  Intervallen auszusetzen. Das kann dadurch erfolgen,  dass ausser dem üblichen, bei jeder Kurbelwellen  umdrehung wirkenden Unterbrecher ein weiterer erst  nach     zwei    oder mehreren     Kurbelwellenumdrehungen     wirkender Unterbrecher vorgesehen ist, der beispiels  weise von der Kurbelwelle mit dem entsprechenden       Untersetzungsverhältnis    angetrieben wird.

   Mit dem       Dross;        lklappengestänge    kann ein Schalter verbunden  sein, der bei Verstellung der Drosselklappe auf Leer  lauf die Verbindung des erstgenannten Unterbrechers  mit der Zündkerze aufhebt und deren Verbindung  mit dem zweitgenannten Unterbrecher herstellt.  



  Eine derartige Vorrichtung ergibt zwar regel  mässige, aber verhältnismässig laute und daher eben  falls als störend empfundene Verbrennungsimpulse.  



  Es ist weiterhin bekannt, dass das Drosselorgan,  das bei einem üblichen Vergaser das Ansaugen des  Brennstoffes aus einer Hauptdüse oder aus einem       Leerlaufkanal        reguliert,    in der Schliessstellung bei  Überschreiten der Leerlaufdrehzahl des Motors das  Ansaugen des Brennstoffes und auch der Luft verhin  dert, aber beim Erreichen der Leerlaufdrehzahl frei  gibt. Zu diesem     Zweck    wurde vorzugsweise eine elek-         tromagnetische    Steuerung des Drosselorgans verwen  det.  



  Diese bekannten Ausführungen sind     verhältnis-          mässig    kompliziert und bringen trotzdem     nicht    den ge  wünschten gleichmässigen Lauf des Motors, bei der  pro Umdrehung und Zylinder regelmässig     eine    Ver  brennung im Zylinder stattfindet.  



  Aufgabe der Erfindung ist eine einfache betriebs  sichere     Leerlaufvorrichtung.     



  Die Lösung besteht in einem Verfahren zum Be  trieb einer     Zweitaktbrennkraftmaschine    im Leer  lauf, die mit Fremdzündung,     Kurbelgehäusepumpe     und mit mindestens     einem        überströmkanal    zwischen  Kurbelkammer und Zylinder versehen ist. Dieses  Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass die     frische     Ladung im Leerlauf unter Umgehung der Kurbel  kammer durch einen     überströmkanal    angesaugt wird.  Nach den bekannten     Ausführungsformen    von Leer  laufvorrichtungen wird eine kleine Menge Leer  laufgemisch durch die grossräumige Kurbelkammer  in den Zylinder gepumpt.

   Dabei hängt es von vielen       Zufälligkeiten    der Vermischung von Abgas und Ge  misch in der Kurbelkammer ab,     wann    die Kurbel  kammer dem Zylinder ein brennfähiges Gemisch zu  führt. Nach der Erfindung wird frische Ladung  direkt in einem     überströmkanal    gesaugt. Im Leer  laufbetrieb wird so die Füllung der Kurbelkammer  nur     mittelbar        zum    Ausüben eines Druckes auf das       Leerlaufgemisch    in dem     Überströmkanal    verwendet.

    Es ist damit möglich, auch sehr kleine Mengen frischer  Ladung dem     Zylinder    regelmässig     zuzuführen    und  damit einen leisen, gleichmässigen Leerlauf zu erzie  len.  



  Das Patent hat     ferner    eine Vorrichtung     an    einer       Brennkraftmaschine        zur    Ausführung des Verfahrens  zum     Gegenstand,    die einen     Überströmkanal    hat, der      mindestens in einer Stellung des Kolbens durch eine  Leitung mit     dem.    Vergaser verbunden ist.  



  Eine besonders einfache und bei der     Wartung    zu  gängliche Vorrichtung zum Zuführen der frischen  Ladung in den     überströmkanal    besteht darin, dass die  frische     Ladung    durch ein vom Unterdruck im über  strömkanal gesteuertes Ventil angesaugt wird. Eine  andere Lösung, die den Vorteil hat, dass keine wei  teren beweglichen     Teile    dem Motor zugefügt werden  müssen, besteht darin, dass die frische Ladung durch  einen Kanal im Kolben von der Eintrittsstelle, z. B.  des     Leerlaufgemischkanals    im     Zylinder,    zum     lJber-          strömkanal        gesteuert    wird.  



  In der Zeichnung sind     zwei    Ausführungsbeispiele  der Erfindung dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt einen Teilschnitt eines Ausführungs  beispiels der Erfindung, bei dem die frische Ladung  im Leerlauf durch ein vom     Unterdruck    im     Überström-          kanal    gesteuertes Ventil angesaugt wird,  Fis. 2 einen Teilquerschnitt durch den Zylinder  block und der     Leerlaufvorrichtung    nach     Fig.    1.

         Fig.3    zeigt ein Ausführungsbeispiel in einer  Schnittzeichnung, bei dem frische Ladung im Leer  laufbetrieb durch einen Kanal     im    Kolben zum über  strömkanal     geführt    wird,       Fig.    4 einen Querschnitt IV durch den Zylinder  block mit Kolben nach der     Fig.    3.  



  Im Zylinderkörper 1 eines im Leerlauf arbeiten  den     Dreizylindermotors        (Fig.    1) mit Kurbelgehäuse  pumpe hat der Kolben 2 den oberen Totpunkt erreicht  und die Saugöffnung 3 freigegeben. Da in dem nicht  dargestellten Vergaser die Drosselklappe geschlossen  ist, kann durch die Saugöffnung 3 kein Brennstoff  Luftgemisch in den unteren Teil 4 des Zylinders und  die nicht dargestellte     Kurbelkammer    strömen. Der  sich infolgedessen ausbildende Unterdruck öffnet über  den     überströmkanal    5 ein Ventil 6 in dem Ventil  gehäuse 7. Das Ventilgehäuse 7 ist am Zylinderkör  per 1 verschraubt und mit einer Dichtung 8 abgedich  tet.

   Es trägt eine     Rändelschraube    9, die gegen den       Druck    einer Feder 10 verstellbar ist und dabei mit  ihrem nadelartigen     Fortsatz    11 den     Querschnitt    des  Zuleitungskanals 12     verändert.    An das Ventil 6 wird  zusätzlich zur Aufbereitung des Gemisches im Ver  gaser regelbar durch die     Rändelschraube    9 das für  den     Leerlaufbetrieb    notwendige     Brennstoffluftgemisch     aus einer Leitung 13 zugeführt. Bei einem Drei  zylindermotor sind jedem     Zylinder    bzw. Überström  kanal 5 je ein Ventilgehäuse 7 zugeordnet.

   Die Lei  tungen 13 werden von einer nicht dargestellten ge  meinsam hinter dem     Leerlaufdüsensystem    angebrach  ten Verteilerkammer bei     geschlossener        Drosselklappe     gespeist. Das im     Leerlaufbetrieb    der     Brennkraft-          maschine    über die Zuleitung 13 und das Ventil  gehäuse 7     zugeführte        Brennstoff-Luftgemisch        füllt    den       überströmkanal    5 an. Der zweite     überströmkanal    14  braucht nicht mit einem weiteren     Ventilgehäuse    7  versehen zu sein.

   Bei der     Abwärtsbewegung    verdichtet  der Kolben den Inhalt der Kurbelkammer und' des       Überströmkanals    5, bis die obere Kante des Kolbens 2    den oberen Schlitz des     überströmkanals    5 freigibt.  Dann schiebt der Inhalt der Kurbelkammer mit Si  cherheit die frische Ladung aus dem überström  kanal 5 in den Verbrennungsraum.

   Das auf diese  Weise regelmässig und ohne den Weg über die Kurbel  kammer und den Zylinder 4 in den Verbrennungs  raum gelangte     Brennstoff-Luftgemisch    reicht gerade       zu    einer so starken Verbrennung aus,     d'ass    die     Brenn-          kraftmaschine    einen ruhigen gleichmässigen, verhält  nismässig leisen Leerlauf hat. Die     Fig.    1 und 2 zei  gen, dass an einer üblichen     Zweitakt-Brennkraft-          maschine    ohne besonderen Aufwand durch dieses  einfache und leicht     zugängliche    Mittel eine betriebs  sichere     Leerlaufeinrichtung    geschaffen werden kann.

    



  Es ist auch eine weitere einfache Ausführungs  form des Erfindungsgedankens möglich     (Fig.    3 und 4).  Dabei wird das     Brennstoff-Luftgemisch    nur für den       Leerlaufbetrieb    durch einen Kanal 15, der z. B. ober  halb der Saugleitung 16 liegt, über eine nicht dar  gestellte Leitung aus dem     Leerlauf-Regelsystem    des  Vergasers zugeführt.

   Wenn der Kolben sich dem  oberen Totpunkt nähert, entsteht im unteren Teil des  Zylinders 17 und in der nicht dargestellten Kurbel  kammerpumpe     Unterdruck.    Dieser wird nicht zum  Ansaugen von     Brennstoffluftgemisch    über den Kanal  16     benutzt.    Die nicht dargestellte Drosselklappe oder  Drosselschieber im Vergaser ist geschlossen. Da sich  aber der Kanal 18 im Kolben 19 kurz vor Erreichen  des oberen Totpunktes mit der Öffnung 20 mit der  entsprechenden Öffnung des Kanals 15 und mit seiner  anderen Öffnung 21 mit dem oberen Fenster des       überströmkanals    22 deckt, wird dieser über den Ka  nal 15, 18 mit     Brennstoff-Luftgemisch    gefüllt.

   Beim  Abwärtsgehen des Kolbens entsteht ein geringer über  druck in der Kurbelkammer und das     Brennstoff-Luft-          gemisch    wird - wie oben beschrieben - aus dem       überströmkanal    22 in den Verbrennungsraum ge  drückt. Die Leitung 13     bzw.    der Kanal 15 ist vor  teilhafterweise zugleich mit dem Startvergaser ver  bunden. In Betriebszuständen, z.

   B. beim Anlassen  bei grosser Kälte, in denen die     Brennkraftmaschine     nur langsam vom     Andrehmotor    bewegt wird, ist es  für ein schnelles Anspringen sehr günstig, wenn das       Brennstoffluftgemisch    statt wie bisher über den Weg  durch das Kurbelgehäuse unmittelbar über die       Überströmkanäle    in den Verbrennungsraum gelangt.  Es werden beim Andrehen der kalten     Brenn-          kraftmaschine    dabei die Umdrehungen gespart, die  sonst notwendig sind, erst das Kurbelgehäuse mit       Brennstoff-Luftgemisch    zu füllen. Der     Andrehmotor     und der Sammler werden geschont.

   Da es den be  schriebenen Einrichtungen möglich ist, eine sehr ge  nau bemessene Menge Gemisch mit Sicherheit regel  mässig ohne den Weg über das grossräumige -Kurbel  gehäuse dem Verbrennungsraum zuzuführen, hat eine  derartige     Brennkraftmaschine    einen     regelmässigen,     leisen Leerlauf, besonders gute Starteigenschaften und  in den anderen     Betriebszuständen,    bei denen das       Brennstoff-Luftgemisch    über den     Saugschlitz    23 ein  strömt, die gleichen Laufeigenschaften wie bekannte      schlitzgesteuerte     Zweitakt-Brennkraftmaschinen    mit  Fremdzündung und     Kurbelgehäusepumpe.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Betrieb einer Zweitakt-Brenn- kraftmaschine im Leerlauf, die mit Schlitzsteuerung, Fremdzündung, Kurbelgehäusepumpe und min destens einem überströmkanal zwischen Kurbel kammer und Zylinder versehen ist, dadurch gekenn zeichnet, dass die frische Ladung unter Umgehung der Kurbelkammer über einen überströmkanal an gesaugt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die frische Ladung durch ein vom Unterdruck im überströmkanal gesteuertes Ven til angesaugt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die frische Ladung durch einen Kanal (18) im Kolben von einem Leerlaufgemisch- kanal (15) zum Überströmkanal (22) geführt und von diesem in den Zylinder angesaugt wird. PATENTANSPRUCH II Vorrichtung an einer Brennkraftmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein überströmkanal mindestens in einer Stellung des Kolbens durch eine Leitung mit dem Vergaser verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch eine für jeden Zylinder der Brenn- kraftmaschine besondere, hinter der Leerlaufdüse im Vergaser abgeleitete Zapfstelle. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Totpunktlage des Kolbens ein Kanal (18) im Kolben und ein Leer laufgemischkanal (15) den Startvergaser mit einem Überströmkanal verbindet.
CH358280D 1956-03-10 1957-02-27 Verfahren zum Betrieb einer Zweitakt-Brennkraftmaschine im Leerlauf CH358280A (de)

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