CH358926A - Wandbekleidung - Google Patents
WandbekleidungInfo
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Description
Wandbekleidung Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Wandbekleidung aus zusammengefügten Elementen. Unter Wandbekleidung ist hier nicht nur eine solche für eigentliche Wände, sondern auch eine Dach- oder Deckenbekleidung zu verstehen.
Alle bis heute bekannten Wandbekleidungen aus Metall können als reine Metallkonstruktion angespro chen werden, da andere Stoffe wie Holz, Beton usw. dabei lediglich als Hilfs- oder Unterkonstruktion An wendung finden. Immer häufiger findet Aluminium als Fassadenverkleidung und im Innenausbau An wendung, sei es in Form von Profilen oder verform ten Blechen.
Wird Aluminium als Konstruktionsteil mit der Unterkonstruktion oder andern Hilfs- oder Tragkonstruktionen in Verbindung gebracht, so sind zwei Faktoren von ausschlaggebender Wichtigkeit zu berücksichtigen, nämlich einerseits die Dilatation und anderseits die Isolation gegenüber den damit in Zusammenbau kommenden Stoffen. Aluminium kor rodiert bekanntlich an allen Stellen, wo es mit an dern Metallen, Beton oder Holz in Verbindung steht und umsomehr, je mehr Feuchtigkeit in diese Ver bindungen gelangt. Wohl kann die Korrosionsgefahr durch geeignete Anstriche reduziert werden.
Solche Schutzanstriche haften aber auf Aluminium nur schlecht und ein Schutz besteht nur so lange, als die Isolierstoffe bestehen. Mindestens so wesentlich wie die Isolierung ist die Schaffung einer einwandfreien Dilatationsmöglichkeit. Aluminium dehnt sich unter Wärmeeinwirkung rund doppelt so stark aus wie die meisten andern Metalle und dieser Eigenschaft muss im Zusammenbau mit diesen unbedingt Rechnung getragen werden. Noch problematischer wird diese Frage, wenn der Zusammenbau z. B. mit Beton, Mauerwerk usw. erfolgen muss. Ein weiterer Punkt bei solchen Konstruktionen ist die übertragung von Kälte ins Gebäudeinnere. Werden Aluminiumfassa- den z.
B. mit Haften, Schrauben, Nägeln, Klammern oder ähnlichem auf der Unterkonstruktion befestigt, so entstehen Kältebrücken. Diese kalten BefestigUngs- mittel verursachen im warmen Innern Kondensa tionen und damit Schäden und ausserdem überträgt jede Kältebrücke auch den Schall.
Aus dem Gesagten erhellt, dass z. B. eine Alu minium-Fassadenkonstruktion, will sie allen Ansprü chen genügen, folgende Eigenschaften aufweisen muss: Das Material muss sich nach allen Seiten frei ausdehnen und zusammenziehen können. Berüh rungspunkte mit andern Metallen oder agressiven Stoffen sollen ausgeschlossen sein. Die Befestigung auf der Unterkonstruktion soll Kälte- und damit auch Schallbrücken vermeiden. Die Konstruktionsteile sol len auswechselbar sein, sei es für bauliche Verände rungen oder zum Ersatz bei Beschädigungen durch äussere Gewalt.
Berührungspunkte unter den einzel nen Aluminiumteilen sollen ebenfalls möglichst ver mieden werden, da dieses Metall sich auf sich selbst sehr schwer schiebt, dadurch Spannungen entstehen und bei deren Lösung Knister- oder Knallgeräusche verursacht, die ausserordentlich unerwünscht sind.
Die Wandbekleidung nach vorliegender Erfindung soll alle genannten Bedingungen erfüllen, sie ist zu diesem Zweck dadurch gekennzeichnet, dass die be nachbarten Randteile aufeinanderfolgender Wand bek 'eidungselemente in einer gemeinsamen Kupp lungsleiste aus gummielastischem Material., z. B. Gummi oder Kunststoff, lösbar verankert sind. Zur Fixierung der Wandbekleidung an einer Unterkon- struktion sind zweckmässig Ankerkörper in die Un terseite der Kupplungsleiste eingesetzt.
Die genannte Wandbekleidung kann mittels der Kupplungsleisten auf Unterkonstruktionen aus. Holz, Beton, Mauerwerk oder Metallen aufgebracht wer den und spezielle Vorkehrungen zur Isolation dieser Stoffe sind unnötig. Die Profilleisten lassen sich so wohl in Aluminium oder andern geeigneten Metallen in Verbindung mit Kupplungsleisten aus Kunststoff einerseits oder in reiner Kunststoffkonstruktion an derseits ausführen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt; es zeigt: Fig. 1 im Querschnitt eine Wandbekleidung mit gezogenen Aluminiumprofilen, und Fig. 2 in grösserem Massstab eine Kupplungsstelle der Wandbekleidung nach Fig. 1.
In der Zeichnung ist mit 1 eine Unterkonstruk tion z. B. aus Metallprofilen bezeichnet. An dieser Unterkonstruktion sind in Reihen angeordnete An kerkörper 2 befestigt; diese Ankerkörper sind aus Metall oder Kunststoff gepresste oder gezogene Pro filstücke und sind in den Reihen mit Abstand von einander angeordnet.
Jeder Ankerkörper 2 besitzt einen über die Unterkonstruktion 1 vorstehenden, sich nach aussen konisch verjüngenden Hals 2n mit verdicktem Endwulst 2b. Auf die Ankerkörper 2 einer jeden Reihe ist eine Kupplungsleiste 3 aus zä hem, gummielastischem Material, z. B. aus wetter festem, alterungsbeständigem Kunststoff z. B. einem Polyamid aufgesetzt. Diese Kupplungsleiste 3 von rechteckigem Querschnitt besitzt auf ihrer einen Breitseite eine Längsnut 3a, deren Querschnitt genau dem Querschnitt der Ankerteile<I>2a, 2b</I> entspricht, welche druckknopfartig in diese Nut eingreifen.
In der anderen Breitseite der Kupplungsleiste 3 sind zwei zueinander parallele, im Querschnitt der Nut 3a ähnliche, jedoch kleinere Längsnuten 3b vorge sehen. In diese Nuten 3b sind Ankerrippen zweier benachbarter Wandbekleidungselemente 4 druck knopfartig eingesetzt. Die Ankerrippen der Elemente 4 besitzen analog dem Ankerkörper 2 einen sich nach aussen konisch verjüngenden Hals 4a mit einem ver dickten Endwulst 4b und passen genau in die ent sprechend geformten Längsnuten 3b der Kupplungs leiste 3. Beim gezeichneten Beispiel sind als Wand beldeidungselemente 4 gezogene Aluminiumprofile vorgesehen, deren Ankerrippen<I>4a, 4b</I> mit Abstand von den Längsrändern der Profile senkrecht aus der Profilebene vorstehen.
Der Abstand der Ankerrippen <I>4a, 4b</I> von der Längsendkante der Profile 4 ist klei ner als der halbe gegenseitige Abstand der beiden Nuten 3b in der Kupplungsleiste 3, so dass sich die Profile 4 nicht berühren. Dadurch lassen sich oft er wünschte dekorative Effekte erzielen. Anstatt glatte Profile können auch profilierte Bahnen als Beklei dungselemente vorgesehen sein; anstatt aus Metall können diese aus Kunststoff oder Holz bestehen.
Beim Montieren der Wandbekleidung wird wie folgt vorgegangen: Zuerst werden die Elemente 4 mit ihren Ankerrippen 4a, 4b in die Längsnuten 3b einer Kupplangsleiste 3 eingesprengt; zufolge des satten Sitzes der Rippen<I>4a, 4b</I> in den Nuten 3b und zu folge des gummielastischen Materials der Kupp- lungsleiste 3 wird eine wasserdichte Verbindung der Teile 3 und 4 erzielt.
Durch Zusammenfügen meh rerer Elemente 4 mittels der Kupplungsleiste 3 wird ein zufolge der Elastizität der Kupplungsleiste 3 flexibles teppichartiges Flächengebilde erhalten, das aufgerollt oder mindestens so aufgebogen wird (Fig. 1 rechter Teil), dass sich die Längsnut 3a der Kupplungsleisten 3 öffnet und so leicht über die auf der Unterkonstruktion bereits montierten Anker körper 2 gestülpt werden kann. Das Rollen bzw. Auf biegen dieses Flächengebildes wird durch die durch die Nut 3a erreichte Schwächung des Querschnittes der Kupplungsleiste 3 erleichtert.
Das genannte tep- pichartige Flächengebilde wird damit haftsicher mit der Unterkonstruktion 1 verbunden.
Die gummielastische Kupplungsleiste 3 erfüllt dabei gleichzeitig eine Reihe von Aufgaben: Sie bildet eine feste Verbindung zwischen den äusseren Wandbekleidungselementen 4 und der Unter konstruktion 1, sie isoliert die Wandbekleidungsele- mente 4 von der Unterkonstruktion, und zwar in bezug auf Kälte- und Wärmeübertragung, in bezug auf Schallübertragung und in bezug auf Kontakt mit agressiven Materialien, sie gestattet zufolge ihrer Elastizität die freie und lautlose Dilatation der Wand bekleidungselemente 4, dank der Möglichkeit,
die Kupplungsleisten verschieden zu färben, ergeben sich speziell im Innenausbau weite dekorativ;. Anwen dungsgebiete, die Elastizität der Kupplungsleisten ermöglicht auch die Eindeckung bzw. Bekleidung konkaver oder konvexer Oberflächen, die Wandbe- kleidungselemente 4 sind dank der Elastizität der Kupplungsleisten 3 gegen Schläge weniger empfind lich.
Dank dieser Eigenschaften eignet sich die be schriebene Wandbekleidung hervorragend für An wendungen im Schiff- und Waggonbau, für Fassaden verkleidungen und dekorative Bedachungen sowie im Innenausbau zur Gestaltung moderner Räume in Industrie und Gastgewerbe, für Liftaus- und -verkleidungen, Türen, Möbel, Decken usw.
Es versteht sich, dass die Querschnitte der Anker körper 2 auch anders als gezeichnet geformt sein können; Voraussetzung ist nur, dass sie derart in die Kupplungsleiste eingreifen, dass diese nur durch Auf biegen ausser Eingriff mit den Ankerkörpern gebracht werden kann.
Die Kupplungsleisten 3 können auf jede Art Unterkonstruktion aufgebracht werden. Indem die Ankerkörper 2 entsprechend ausgebildet werden, las sen sich diese durch Nieten, Schrauben, Nageln, Schweissen oder Kleben an der Unterkonstruktion befestigen; sie könnten auch in entsprechende Nuten in der Unterkonstruktion eingeschoben werden. An derseits könnten die Kupplungsleisten 3 unter Ver meidung spezieller Ankerkörper 2 auch direkt auf die Unterkonstruktion aufgeklebt sein.
In keinem Fall aber erstrecken sich die Verankerungsmittel der Kupplungsleiste bis auf die Wandaussenseite, so dass nicht nur keine Kältebrücken gebildet, sondern auch keine Befestigungsmittel auf der Sichtseite der Wand sichtbar sind.
Die Wandbekleidungselemente 4 fassen sich auch einzeln leicht demontieren und auswechseln. Spezial werkzeuge oder gelerntes Personal sind zur Mon tage der beschriebenen Wandbekleidung nicht erfor derlich. Alle Teile lassen sich in der gewünschten Grösse vorfabrizieren, wobei sowohl die Elemente 4 als auch die Kupplungsleisten 3 in beliebiger Länge auf Lager halten lassen. Ferner lässt sich das beschrie bene, aus Wandelementen 4 und Leisten 3 gebil dete teppichartige Flächengebilde in zusammengeroll tem Zustand transportieren, wobei die vorstehenden Kupplungsleisten 3 aus gummielastischem Material als Schutz der einzelnen Wandelelemente dienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Wandbekleidung aus zusammengefügten Elemen ten, dadurch gekennzeichnet, dass die benachbarten Randteile aufeinanderfolgender Wandbekleidungsele- mente in einer gemeinsamen Kupplungsleiste aus gummielastischem Material lösbar verankert sind'. UNTERANSPRÜCHE 1. Wandbekleidung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wandbekleidungsele- mente (4) mittels Ankerrippen<I>(4a, 4b)</I> druckknopf- artig in entsprechenden Nuten (3b) der Kupplungs leiste (3) verankert sind. 2.Wandbekleidung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplungsleisten (3) aus gummielastischem, wetterfestem und alterungs- beständigem Kunststoff bestehen. 3. Wandbekleidung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Ankerrippen<I>(4a, 4b)</I> der Wandbekleid-ungselemente (4) in einem Abstand von der benachbarten Endkante des Elementes an geordnet sind, der kleiner ist als der halbe gegen seitige Abstand der beiden Längsnuten (3b) auf der Oberseite der Kupplungsleiste (3),so dass zwischen den benachbarten Rändern der an dar Kupplungs leiste verankerten Wandbekleidungselemente ein Zwi schenraum bleibt. 4. Wandbekleidung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Kupplungsleiste eine zwischen den Nuten (3b) der Oberseite liegende Längsnut (3a) vorgesehen ist, in welche entsprechend geformte Ankerkörper (2) druckknopfartig eingesetzt sind, die dem Fixieren der Wandbekleidung auf einer Unterkonstruktion (1) dienen. 5.Wandbekleidung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Ankerrippen der Wandbekleidungselemente (4) und die Ankerkörper (2) je einen konisch verjüngten Hals (4a bzw.<I>2a)</I> mit verdicktem Endwulst<I>(4b</I> bzw.<I>2b)</I> aufweisen. 6. Wandbekleidung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplungsleisten (3) zwecks Einsetzens der Ankerkörper (2) im Sinne des Öffnens der unterseitigen Nut (3a) biegbar sind. 7.Wandbekleidung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wandbekleidungsele- mente (4) gezogene oder gepresste Bahnen aus Me tall oder Kunststoff sind.
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4671028A (en) * | 1984-08-07 | 1987-06-09 | Figone Frank M | Intrinsically hinged load member |
| FR2697856A1 (fr) * | 1992-11-09 | 1994-05-13 | Spm International | Plaque de protection murale. |
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1958
- 1958-02-17 CH CH358926D patent/CH358926A/de unknown
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