Waage mit einer Waagschale
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Waage mit einer Waagschale ist vorzugsweise für die Küche geeignet. Sie kann aber auch als Briefwaage dienen. Die Waage ist erfindungsgemäss durch ein zum Aufhängen an einer Wand eingerichtetes Gehäuse mit einem darin in senkrechter Rich- tung beweglichen Schalenträgerteil gekennzeichnet, der gelenkig mit einem äusseren Trägerteil verbunden ist, wobei letzterer zusammen mit der Waagschale aus der waagrechten Arbeitslage in eine am Gehäuse anliegende Lage aufklappbar ist. Die Erfindung ermöglicht eine Ausführung, die auch in einer kleinen Küche so gut wie keinen Raum beansprucht und infolge ihrer Aufhängung an einer Wand sofort zur Benutzung bereit ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Waage mit aufgeklappter Waagschale von vorne und von der Seite gesehen.
Fig. 3 zeigt die Seitenansicht der Waage mit abgeklappter Waagschale.
Fig. 4 zeigt die Vorderansicht der Waage bei abgeklappter Waagschale und abgenommenem Gehäuse, wobei die Gewichts- und Skalenscheibe in einer belasteten Stellung gezeichnet ist.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht entsprechend Fig. 4 von rechts gesehen.
Fig. 6 zeigt Einzelheiten in einem grösseren Massstab.
Das vorzugsweise runde Waagengehäuse 1 besitzt eine Bodenplatte 2, die zwecks Aufhängung an der Wand oben mit einem Loch 3 und unten mit einem waagrecht liegenden Langloch 4 versehen ist. Mit der Bodenplatte 2 ist eine im Querschnitt U-förmige, nach vorn offene stabile Schiene 5 starr verbunden, die in ihrem Innenraum den inneren Teil 6 des Schalenträgers aufnimmt, der in der Höhenrichtung beweglich gelagert ist. Die bewegliche Lagerung des inneren Schalenträgerteils 6 kann auf verschiedene Weise erwirkt sein. Im gezeichneten Beispiel ist der innere Schalenträgerteil 6 durch Achsen 7 an den Schenkeln 8' von U-förmigen Bügeln 8 aufgehängt, die ihrerseits durch Achsen 9 gelenkig mit den Seitenwandungen der Schiene 5 verbunden sind.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind die Seitenwandungen mit Ausschnitten 10 versehen, um die Gelenkachsen 7 montieren zu können.
Der innere Schalenträgerteil 6 besteht aus einer U-förmigen Gabel, deren unterer Steg 6' beispielsweise in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise gekröpft und mit einander gegenüberliegenden Löchern zum Einstecken der nach aussen umgebogenen Enden 11' des äusseren Schalenträgerteils 11 versehen ist. Der äussere Trägerteil 11 besteht im gezeichneten Beispiel aus einem Drahtbügel, der in seiner Mitte einen einwärtsgebogenen, etwa halbkreisförmigen Teil 11" besitzt. Die auseinanderfedernden Schenkel des Tragbügels sind bei 12 rechtwinklig abgebogen. Infolge der federnden Eigenschaft des äusseren Trägerteils 11 ist er mit den Enden 11' ohne weiteres in die Löcher des erwähnten Steges 6' einsetzbar.
In der abgeklappten Lage des äusseren Trägerteils 11 bilden Teile des Steges 6' Anschläge, die verhindern, dass der äussere Trägerteil über seine waagrechte Arbeitslage hinaus abklappbar ist.
Die in ihrer Form dem Waagengehäuse 1 angepasste, vorzugsweise runde Waagschale 13 besitzt einen vorzugsweise mit ihr aus einem Stück bestehenden Aufstellfuss 14, wobei der Boden der Waagschale 13 mit einer Einschnürung 15 in den Aufstellfuss 14 übergeht. Die Waagschale 13 ist in den äusseren Trägerteil 11 leicht einsetzbar und wieder abnehmbar, wobei der mittlere Bügelteil in die Einschnürung 15 eingreift. In aufgeklappter Stellung (Fig. 1 und 2) liegt die Waagschale 13 am Waagengehäuse 1 an und bildet gleichzeitig einen Schutz für dieses Gehäuse. In abgeklappter Lage (Fig. 3) nimmt die Waagschale 13 eine waagrechte Lage ein, in welcher sie zum Wiegen benutzt wird.
In der Schiene 5 und einem mit ihr verbundenen Winkelblech 16 ist die Waagachse 17 drehbar gelagert, mit welcher eine Scheibe 18 starr verbunden ist, die einerseits ein exzentrisch liegendes Gewicht 19 trägt und auf der anderseits die Gewichtsskala 20 angebracht ist. Von der Scheibe 18 geht ein zweimal winklig abgebogener Lappen mit den Teilen 21, 22 aus. Der Lappenteil 22 liegt zur Scheibe 18 parallel und ist gleichfalls mit der Waagenachse 17 starr verbunden. Im übrigen ist der Lappenteil 22 mit einer Kurvenscheibe 23 starr verbunden, die im gezeichneten Beispiel kreisförmig ausgebildet ist, da sie exzentrisch zur Waagenachse 17 angeordnet ist. Der Schalenträgerteil 6 ist durch ein Stahlband 24 an der Scheibe 18 aufgehängt. Das Band 24 ist beispielsweise durch eine Schraube oder Niete 25 starr mit dem Lappenteil 21 verbunden.
Das Band verläuft über die Kurvenscheibe 23 und ist mit seinem unteren Ende mit einer Querstange 26 des inneren Schalenträgerteils 6 verbunden. Beispielsweise ist die Querstange 26 durch ein Loch des Zugbandes gesteckt.
Um die Wiegeskala 20 besser ablesen zu können, kann in das Waagengehäuse 1 oben eine Vergrösserungslinse 27 eingesetzt sein. Zur genauen Ablesung dient ein dünnter Draht oder ein Faden 28, der in senkrechter Lage zwischen dem Winkelblech 16 und einem oberen Lappen 29 der Schiene 5 ausgespannt ist, so dass er vor der Ablesescheibe 18 liegt.
Ist die Waage mittels des Loches 3 an einem Haken oder dergleichen aufgehängt, so kann sie unten um den Aufhängehaken etwas geschwenkt werden, um die Waage zu justieren, das heisst, um den Nullkilostrich der Skala 20 in Übereinstimmung mit dem Faden 28 zu bringen. In dieser justierten Stellung wird die Waage durch eine durch das Langloch 4 geführte Schraube festgehalten. Die unbelastete Gebrauchsstellung der Waage ist in den Fig. 3 und 6 dargestellt. Bei Belastung der Waagschale erfolgt durch das sich von der Kurvenscheibe 23 abwälzende Zugband 24 die Drehung der Ablesescheibe 18, wobei das exzentrische Gewicht 19 in zunehmendem Masse angehoben wird. Bei dieser Bewegung schwingt der innere Trägerteil 6 um die Gelenkachsen 9.
Die Waagschale 13 kann nach erfolgter Wägung ohne weiteres abgenommen, ausgeschüttet oder auch auf einer Tischplatte mittels des Fusses 14 aufgestellt werden.