CH359115A - Beständige Klotzlösung und Druckpaste zum Färben und Veredeln von Textilmaterialien - Google Patents

Beständige Klotzlösung und Druckpaste zum Färben und Veredeln von Textilmaterialien

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CH359115A
CH359115A CH359115DA CH359115A CH 359115 A CH359115 A CH 359115A CH 359115D A CH359115D A CH 359115DA CH 359115 A CH359115 A CH 359115A
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Albert Moyse James
Douglas Weston Charles
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Ici Ltd
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  Beständige     Klotzlösung    und Druckpaste zum Färben und Veredeln von     Textilmaterialien       Die vorliegende Erfindung betrifft eine beständige       Klotzlösung    und Druckpaste zum Färben und Ver  edeln von Textilmaterialien, die ein     Appreturmittel     enthält, das die     Textilmaterialien    knitterfrei oder  schrumpffest macht oder ihnen einen modifizierten  Griff verleiht, wobei diese gefärbten Textilien bei  strengem Waschen waschecht sind.  



  Eine erfindungsgemässe     Klotzlösung    oder Druck  paste ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine harz  bildende Verbindung, die zur Herstellung von Textil  materialien mit knitterfrei- oder schrumpffreimachen  den Appreturen oder von Textilmaterialien mit modi  fiziertem Griff geeignet ist, einen     Härtungskatalysator     und einen Farbstoff enthält, wobei der Farbstoff einen  reaktionsfähigen     Substituenten,    z. B. ein reaktions  fähiges Halogenatom, aufweist, der mit dem Harz  oder der Faser zu reagieren vermag, so dass eine       kovalente    Bindung zwischen Farbstoff und Harz bzw.  Faser gebildet wird.  



  Als zur Herstellung derartiger     Klotzlösungen    und  Druckpasten verwendbare harzbildende Verbindun  gen kommen in Frage     Epoxyharze,        Polyisocyanate,     Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit     Kre-          solen    oder mit     Acrolein    und insbesondere Gemische,  die aus     Methylolderivaten    oder niederen     Alkyläthern     von     Methylolderivaten    von     monomeren    oder poly  meren Verbindungen mit mehreren     Amino-    oder  monosubstituierten     Aminogruppen    bestehen,

   wobei  als solche     Aminoverbindungen    z. B. zu nennen sind:       monomere    Stickstoffverbindungen, wie z. B. Harn  stoff,     Thioharnstoff,    substituierter Harnstoff und       Thioharnstoff,        Dicyandiamid,        Biguanide,        Amide,          Carbamate,        Allophanate    und     heterocyclische    Verbin  dungen, wie z.

   B.     Aminotriazine,        Urone,    Ureine,  Ureide,     Imidazolidone,        Triazone    und     Hydantoine     oder Gemische solcher Verbindungen: sowie poly  mere Stickstoffverbindungen, wie z. B. die durch Um-    Setzung von zweibasischen Säuren mit Diaminen her  gestellten polymeren     Amide.    Als niedere     Alkyläther     der     Methylolderivate    dieser Verbindungen kommen  z. B. die     Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-    und     Butyläther    in  Betracht.  



  Man kann für die erfindungsgemässen bestän  digen     Klotzlösungen    und Druckpasten auch      Quaker          Reactant    16  verwenden, welches ein     Harz-Vorkon-          densat    darstellt,     das    von der      Quaker        Chemical        Pro-          ducts    Corporation  verkauft wird und von der Her  stellerin als  modifiziertes     Glycolacetal     bezeichnet  wird.  



  Als Beispiele von     Härtungskatalysatoren,    die in  den erfindungsgemässen     Klotzlösungen    und Druck  pasten     verwendet    werden können, .sind z. B. die  Salze, die aus schwachen Basen und Mineralsäuren  gebildet wurden, z. B. Zinkchlorid,     Ammoniumsulfat     und     Ammoniumchlorid,        Mineralsäuresalze    von orga  nischen Aminen, schwache Säuren, wie z. B. orga  nische Säuren, beispielsweise     Oxalsäure,    sowie prak  tisch neutrale Substanzen, die beim Erhitzen oder  Dämpfen     Acidität    entwickeln, wie z. B.

   Magnesium  chlorid und     Ammoniumthiocyanat,    zu     nennen.     



       Als    reaktionsfähige Farbstoffe werden gewöhn  lich wasserlösliche     Farbstoffe    hauptsächlich für vege  tabilische Fasern, wie z. B. Baumwolle und     Leinen,     regenerierte     Cellulose,    wie z. B.     Viskosereyon,    für  Proteine, wie z. B. Wolle und Seide, und für künst  liche Fasern, die     Aminogruppen    enthalten, wie z. B.  Nylon,     Polycaprolactam    und modifizierte Polyacryl  nitrile, verwendet.

   Für künstliche Fasern, die     Amino-          gruppen    enthalten, werden hauptsächlich wasserun  lösliche reaktionsfähige Farbstoffe     verwendet.    Reak  tionsfähige Farbstoffe besitzen vorzugsweise eine ge  ringe     Affinität    für diese Materialien, wenn sie unter  solchen Bedingungen appliziert werden, die nicht zu  einer Umsetzung mit dem Material führen, so dass      der nichtumgesetzte Farbstoff nach dem Färbever  fahren leicht von dem Material weggewaschen wer  den kann.

   Als Beispiele von Klassen solcher Farb  stoffe, die mit der Faser und     gewöhnlich    mit dem  Harz zu reagieren vermögen, sind zu nennen: Farb  stoffe, die einen     s-Triazinylrest    mit 1-2 Chlor- oder  Bromatomen oder     Sulfonsäuregruppen,    die direkt am       Triazinring    sitzen, enthalten, Farbstoffe, die einen       Pyrimidinrest    mit 1 oder 2 Chlor- oder Bromatomen,  die direkt am     Pyrimidinring    sitzen, enthalten sowie  Farbstoffe, die einen     ss-Halogenpropionyl-,        ss-Halogen-          äthylsulfonyl-,        ss-Halogenäthylsulfamyl-,

          ss-Sulfato-          äthylsulfonyl-,        ss-Oxyäthylsulfonyl-,        Chloracetylamino-,          ss-(Chlormethyl)-f-sulfatoäthylsulfamyl-,        Alkylphos-          phit-    oder     Sulfonfluoridrest    enthalten. Die     Farbstoffe     in diesen Klassen können z. B. die Nitrofarbstoffe  oder die     Farbstoffe    der     Azo-,        Anthrachinon-    oder       Phthalocyaninreihe    sein. Sie können metallfrei sein  oder Metall in komplexer Bildung enthalten.

   Spezielle  Beispiele geeigneter Farbstoffe sind im britischen  Patent Nr. 209723, in den Beispielen 1 und 2, im  britischen Patent Nr. 298494, in Beispiel 1, in den  britischen Patenten     Nrn.460224,    733471, 740533,  775308, 772030, 774925, 780591, 781930, 785120,  785222 und 805562 sowie in der deutschen Aus  legeschrift Nr.<B>1008313</B> beschrieben.  



  Als Beispiele von     Farbstoffklassen,    die mit dem  Harz reagieren, können z. B. Farbstoffe genannt wer  den, die     Triazinkerne    mit     Hydroxyl-,        unsubstituierten          Amino-,        Guanylhydrazid'-,        Semicarbazid-    oder     Thio-          semicarbazidgruppen,    die direkt an den     Triazingrup-          pen    sitzen, enthalten.

   Besondere     Monoazofarbstoffe     dieser Klassen wurden im britischen Patent  Nr. 209723 in Beispiel 1 und im . amerikanischen  Patent     Nr.2768158    beschrieben.  



  Die     Klotzlösung    oder Druckpaste kann auf das  Textilmaterial durch eine     beliebige    bekannte Methode       appliziert    werden. Zum Beispiel kann sie lokal appli  ziert werden, indem das Textilmaterial mit einer ein  gedickten Druckpaste bedruckt wird. Sie kann auch  auf die ganze Oberfläche des Textilmaterials appli  ziert werden, indem das Textilmaterial in die wässe  rige Lösung eingetaucht wird, vorzugsweise durch  Klotzen.  



  Die erfindungsgemässen     Klotzlösungen    und Druck  pasten können z. B. zwischen 3 und 30     Gew.o/o,     vorzugsweise zwischen 5 und 20     Gew.o/o,    der harz  bildenden Verbindungen und zwischen 0,1 und  5     Gew.%,        vorzugsweise        zwischen        0,5        und    2     Gew.o/o,     des     Härtungskatalysators,    wie er gewöhnlich in der  Praxis zur Behandlung von gefärbten Textilmateria  lien zur Bildung von Appreturen,

   die die Materialien  knitterfrei oder schrumpffest machen oder ihnen  einen     modifizierten    Griff oder modifizierte Falleigen  schaften verleihen, verwendet wird, enthalten.  



  Eine     Klotzlösung    kann auch kleinere Anteile  anderer Zusätze, die für solche Verfahren verwendet  werden, enthalten, so z. B.     Polyoxyverbindungen,     z. B.     Polyvinylalkohol,        Celluloseäther,    Stärken und  Stärkeäther, oder eiweisshaltige Materialien, wie z. B.    Casein und Gelatine, um den Griff des Materials zu  modifizieren. Anstelle dieser Verbindungen oder zu  sammen mit denselben können auch oberflächen  aktive Mittel zugesetzt werden, um das Eindringen  der wässerigen     Klotzlösung    in das Textilmaterial zu  unterstützen. Man kann auch Verdickungsmittel zu  setzen, wobei als bevorzugte Verdickungsmittel     Algi-          nate,    wie z.

   B.     Natriumalginat,    und insbesondere  Emulsionen, die vom     Öl-in-Wasser-Typus    oder vom       Wasser-in-Öl-Typus    sein können, verwendet werden.  



  Wenn eine Druckpaste verwendet wird, so kann  sie die gewöhnlichen Zuschlagsstoffe enthalten, insbe  sondere die im obigen Absatz erwähnten Verdickungs  mittel.  



  Die     Farbstoffmenge,    die der     Klotzlösung    oder  Druckpaste zugesetzt wird, hängt von der Intensität  des gewünschten Farbtons ab und wird normaler  weise zwischen 0,1 und 5     Gew.o/o    bezogen auf die       Klotzlösung    oder Druckpaste, betragen.    Mit den erfindungsgemässen beständigen Klotz  lösungen und Druckpasten können beliebige Textil  materialien gefärbt und veredelt werden, beispiels  weise Materialien, die aus animalischen Proteinen,  wie z. B. Wolle und Seide, regenerierten Proteinen,  synthetischen Materialien, wie z. B. Polyamiden,     Poly-          urethanen,    Polyestern, z.

   B.     Polykondensationspro-          dukte    vom     Polyäthylen-Terephthalat-Typus    oder  Polymere vom     Polyvinylacetat-Typus,        Celluloseestern,     wie z. B. sekundäres     Celluloseacetat    und     Cellulose-          acetat,    hergestellt wurden. Die Massen eignen sich  insbesondere zur Behandlung von vegetabilischen  Fasern, wie z. B. Baumwolle und Leinen, und regene  rierter     Cellulose,    wie z. B.     Viskosereyon.     



  Die so erhaltenen Färbungen, insbesondere die  mit Farbstoffen, welche eine     Halogen-s-triazingruppe     und vor allem die     Dichlor-s-triazingruppe    enthalten,  erhaltenen Färbungen sind egal, waschecht, und die  vom Textilmaterial benötigte Eigenschaft, wie z. B.  modifizierter Griff, Fallqualitäten, Knitterfreiheit,       Schrumpffestheit    oder Beständigkeit einer mecha  nischen Appretur, wie sie durch     Kalandrieren    oder  Prägen erreicht wird, ist ebenfalls echt auch bei  strengem Waschen.

   Die Waschechtheit ist über  raschend hoch bei einer solch einfachen Behandlung,  da es bis heute zur Erzielung einer gefärbten, wasch  echten Appretur als notwendig erachtet worden ist,  das Färbeverfahren in einer gesonderten Operation  durchzuführen, das heisst getrennt von der Behand  lung, die dem Textilmaterial die gewünschte Appretur  verleiht. Überdies ist die Waschechtheit besonders  überraschend im Fall von Textilmaterialien, die vege  tabilische Fasern und regenerierte     Cellulose    enthal  ten, da es in Abwesenheit der harzbildenden Verbin  dung nötig ist, ein Alkali, wie z. B.     Natriumcarbonat,          Natriumbicarbonat    oder     Ätznatron,    für das Färbe  verfahren zu verwenden, um waschechte Färbungen  zu erhalten.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile.      <I>Beispiel 1</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 5 Teilen     N,N'-          Dimethylol    -     äthylenharnstoff,    1 Teil     Magnesium-          chlorid-hexahydrat    und 0,2 Teilen eines     Netzmittels     (erhalten durch Kondensation von     Äthylenoxyd    mit  einem Fettalkohol), 2 Teilen des Farbstoffes       2-[4'-(2",4"-Dichlor-6"-s-triazinylamino)-          2-methyl-phenylazo]-naphthalin-4,8-disulfonsäure     und 92 Teilen Wasser her.  



  Mit dieser Lösung kann man ein     mercerisiertes          Baumwollpopelinegewebe    folgendermassen färben:  Das Gewebe wird geklotzt, ausgedrückt, so dass es  sein Eigengewicht an Lösung zurückbehält, und dann  bei 75  C getrocknet. Anschliessend wird das Gewebe  während 3 Minuten bei 140  C gedämpft, mit     kaltem     Wasser gespült, während 5 Minuten bei 50  C in  einer schwachen     Seifelösung    gewaschen, mit Wasser  gespült und getrocknet.  



  Das Gewebe wird in einem dunkeln     rötlichgelben     Farbton gefärbt, der lichtecht und gegenüber wieder  holtem Waschen waschecht ist und eine erhöhte  Widerstandsfähigkeit gegenüber     Zerknittern        aufweist.     



  Wenn man den im obigen Beispiel verwendeten  Farbstoff durch 1 Teil des durch Kuppeln von       dianotierter        Dehydrothio-p-toluidin-disulfonsäure    mit       Dimethylphosphit    erhaltenen Farbstoffes ersetzt, so  erhält man einen     blassen        grünlichgelben    Farbton,  der sehr gut wasch- und lichtecht ist, und das Gewebe  ist knitterfrei.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 5 Teilen     N,N'-          Dimethylol-äthylenharnstoff,    1,5 Teilen     Magnesium-          chloridhexahydrat,    0,2 Teilen eines Netzmittels (er  halten durch Kondensation von     Äthylenoxyd    mit  einem     Alkylphenol),    2 Teilen des Farbstoffes, der  wie nachstehend beschrieben erhalten wurde, und  91 Teilen Wasser her.  



  Der im obigen Beispiel verwendete Farbstoff  kann erhalten werden, indem man     Cyanurchlorid    mit  1     Mol        Metanilsäure    und dann mit 1     Mol    des Kupfer  komplexes der durch Kuppeln von dianotierter       2-Amino-phenol-4-sulfonsäure    unter alkalischen Be  dingungen mit     2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure    er  haltenen     Monoazoverbindung    kondensiert.  



  Mit dieser Lösung kann man ein     mercerisiertes          Baumwollpopelinegewebe    wie in Beispiel 1 beschrie  ben behandeln. Das Gewebe wird in einem rubin  roten Farbton gefärbt, der lichtecht und bei wieder  holtem Waschen waschecht ist. Das Gewebe besitzt  eine volle feste Appretur, die im Griff nachgiebig ist.    <I>Beispiel 3</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 9 Teilen eines       Melamin-Formaldehyd-Vorkondensats,    1 Teil     Ammo-          niumthiocyanat,    0,2 Teilen des im Beispiel 1 ver  wendeten Netzmittels, 2 Teilen des wie unten be  schrieben erhaltenen Farbstoffes und 90 Teilen Was  ser her.  



  Der im vorstehenden Beispiel verwendete Farb  stoff kann erhalten werden, indem man Cyanur-         chlorid    mit 1     Mol        Anilin    und dann mit 1     Mol    der  durch Kuppeln von dianotierter     Orthanilsäure    unter  alkalischen Bedingungen mit     1-Amino-8-naphthol-          3,6-disulfonsäure    erhaltenen     Monoazoverbindung     kondensiert.  



  Mit dieser Lösung kann man ein     mercerisiertes          Baumwollpopelinegewebe    in der in Beispiel 1 be  schriebenen Weise färben. Das Gewebe wird in  einem dunkeln     bläulichroten    Farbton gefärbt, der  waschecht ist. Das Gewebe ist formbeständig und  weist vermindertes Schrumpfen bei     wiederholtem     Waschen auf.  



  <I>Beispiel 4</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 10 Teilen     eines     modifizierten     Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensats,     2 Teilen des durch Kuppeln von dianotiertem       p-Amino-phenyl-ss-sulfato-äthylsulfon    mit     1-(2'-Chlor-          5'-sulfo-phenyl)-3-methyl-pyrazolon    erhaltenen Farb  stoffs, 0,8 Teilen     Ammoniumthiocyanat    und 87,2 Tei  len Wasser her.  



  Mit dieser Lösung kann man     Nylonzwilchgewebe     folgendermassen behandeln: Das Gewebe wird in die  Lösung eingetaucht und ausgedrückt, bis die vom  Gewebe zurückbehaltene Lösungsmenge 65  /o, bezo  gen auf das Gewicht des trockenen Gewebes,     beträgt.     Dann wird es bei 50  C getrocknet und anschliessend  während 3 Minuten auf 150  C erhitzt.  



  Das so gefärbte Gewebe erhält einen     steifen     Griff. Sowohl die Farbe wie auch die Steifheit des  Nylons werden beim Waschen in heisser     Seifelösung     beibehalten.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 10 Teilen eines       Melamin-Formaldehyd-Vorkondensats,    2 Teilen     2-(4'-          Chloracetylamino-phenylazo)-naphthalin-4,        8-disulfon-          säure,    0,8 Teil     Ammoniumthiocyanat    und 87,2 Teilen  Wasser her.  



  Mit dieser Lösung kann man ein glattgewobenes       Polyacrylnitrilgewebe    folgendermassen     behandeln:     Das Gewebe wird in die Lösung     eingetaucht,    aus  gedrückt, bis die vom Gewebe     zurückgehalten--    Menge  der Lösung 50     Gew.o/a,    bezogen auf das Trocken  gewicht des Gewebes, beträgt, und bei 50  C getrock  net. Dann wird das Gewebe während 3 Minuten auf       1500C    erhitzt.  



  Das gefärbte     Polyacrylnitrilgewebe    besitzt     einen.     festen Griff, und die Farbe und der Griff werden  nach Waschen in heisser     Seifelösung    beibehalten.  



  <I>Beispiel 6</I>  Man stellt     eine    mit einer Emulsion verdickte  Druckpaste her, indem man ein Gemisch von  16 Teilen Lackbenzin, 1 Teil einer 65      /oigen    Lösung  eines mit Leinsamenöl modifizierten     Alkydharzes    in       Xylol    und 0,5 Teil eines     Polykondensationspro-          duktes    von     Äthylenoxyd    mit einem Fettalkohol in  rascher Bewegung hält und dem Gemisch eine Lö  sung von 4 Teilen       6-(2",4F        Dichlor-6"-s-triazinylamino)-1        hydroxy-          2-phenylazo-naphthalin-2,3-disulfonsäure,

           1     Teil        Magnesiumchlorid    und 20 Teilen     N,N'-Di-          methyloläthylenharnstoff    in 57,5 Teilen Wasser zu  setzt.  



  Die Druckpaste kann mittels einer Walzendruck  maschine mit einem gestreiften Muster auf     ein    glatt  gewobenes Baumwollgewebe appliziert werden. Die  Drucke werden getrocknet und während 5 Minuten  bei 140  C einer Wärmebehandlung unterworfen.  



  Man erhält einen     waschechten    leuchtend orangen  Druck. Ein Teil des Druckes kann in Natrium  hydroxydlösung mit einem spezifischen Gewicht von  1,30 geklotzt und während 5 Minuten bei Raumtem  peratur stehengelassen werden, wobei während dieser  Periode kein     Druck    auf das Gewebe appliziert wird.  Dann wird der Druck in heissem Wasser gewaschen,  mit verdünnter kalter     Essigsäurelösung    gespült,     erneut     in Wasser gespült und getrocknet.  



  Man erhält einen leuchtenden orangen     gestreiften          Druck,    der eine Schrumpfung in den unbedruckten  Teilen und keine     Schrumpfung    in den     bedruckten     Teilen aufweist. Die Drucke sind sowohl wasch- als  auch lichtecht.  



  <I>Beispiel ?</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 6 Teilen 4,5     Di-          oxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon,    1,5 Teilen     Magne-          siumchlorid-hexahydrat,    2 Teilen des durch Kuppeln  von     diazotierter        Metanilinsäure    mit       1-(Dichlortriazinylamino)-8-naphthol-          3,        6-disulfonsäure     erhaltenen Farbstoffs und 90,5     Teilen    Wasser her.

    Mit dieser Lösung kann man ein     mercerisiertes          Baumwollpopelinegewebe    färben, indem man das  Gewebe darin eintaucht, bis auf einen Gehalt von  80     Gew         /o-,    bezogen auf das Trockengewicht des  Gewebes, an der     Klotzlösung    ausdrückt, bei 50  C  trocknet und 3 Minuten lang auf 150  C erhitzt. Dann  wäscht man das Gewebe 5 Minuten lang bei     80     C  in einer 0,1     Voigen        Lösung    eines nichtionischen Rei  nigungsmittels, spült mit Wasser und trocknet.  



  Das gefärbte Gewebe besitzt gute Wasch- und  Lichtechtheit und weist eine     verbesserte    Widerstands  fähigkeit gegenüber Zerknittern auf.  



  <I>Beispiel 8</I>  Wenn man das in Beispiel 7 verwendete     4,5-          Dioxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon    durch eine  gleiche Gewichtsmenge     Tetramethylol-acetylen-di-          harnstoff    und den Farbstoff durch den durch Kup  peln von     diazotiertem        4-Methoxy-2-sulfoanilin    mit       2-(Dichlortriazinylamino)-    5     -,naphthol-        7-sulfonsäure     erhaltenen Farbstoff ersetzt, so kann man mit der  so erhaltenen     Klotzlösung        eine    rote Färbung,

   die  wasch- und lichtecht ist und eine gute Widerstands  fähigkeit gegenüber     Zerknittern    besitzt, erzielen.  



  <I>Beispiel 9</I>  Man stellt eine     Klotzlösung    aus 5     Teilen    des wie  unten beschrieben .erhaltenen Farbstoffs, 10 Teilen  eines     Melamin-Formaldehyd-Vorkondensats,    1 Teil       Ammoniumthiocyanat    und 84 Teilen Wasser her.

      Der im obigen Beispiel     verwendete    Farbstoff  kann erhalten werden, indem man     Kupferphthalo-          cyanin    mit     Chlorsulfonsäure    während 4 Stunden bei  140 C erhitzt und das so erhaltene     Kupferphthalo-          cyanin-sulfonchlorid    mit 2     Mol        2-Chlor-äthylamin     kondensiert.  



  Mit dieser Lösung kann man ein     mercerisiertes     glattgewobenes Baumwolltuch ähnlich wie in Beispiel  7 beschrieben färben. Das gefärbte Gewebe besitzt  einen leuchtenden     türkisblauen    Farbton und gute  Widerstandsfähigkeit gegenüber Waschen und Zer  knittern.  



  <I>Beispiel 10</I>  Wenn man den in Beispiel 1 verwendeten Farb  stoff durch 2     Teile    des durch Kuppeln von     diazo-          tiertem    p -     Aminophenyl    -     ss    -     oxy    -     äthyl    -     sulfon    mit       1-Acetylamino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure    erhal  tenen     Farbstoffs    ersetzt, so kann man mit der so  erhaltenen     Klotzlösung    einen leuchtend roten Farbton,  der ausserordentlich waschecht bei strengem Waschen  ist, erzielen.  



  <I>Beispiel 11</I>  Wenn der in Beispiel 1 verwendete Farbstoff  durch 2 Teile     2-(4'-Chloracetylamino-2'-methyl-          phenylazo)-naphthalin-4,8-disulfonsäure    ersetzt wird,  so kann man mit der so erhaltenen     Klotzlösung     einen gelben Farbton, der gegenüber strengem  Waschen sehr waschecht ist, erzielen.

           Beisniel   <I>12</I>  Wenn man den in Beispiel 1 verwendeten Farb  stoff durch 2 Teile des durch Kuppeln von     diazotier-          tem    Anilin     mit        1-(Dioxytriazinylamino)-8-naphthol-          3,6-disulfonsäure    erhaltenen Farbstoffs ersetzt, so  kann man mit der so erhaltenen     Klotzlösung    einen  leuchtend roten Farbton, der sehr gut waschecht ist,  erzielen.  



  <I>Beispiel 13</I>  Wenn man den in Beispiel 1 verwendeten Farb  stoff durch 2 Teile des durch Kondensation von Bis  chlormethyl -1,4 - bis (2',4' -     dimethyl-6'-brom-anilino)-          anthrachinon    mit 2     Mol        Diäthanolamin    und     Sulfa-          tieren    der so erhaltenen Verbindung zwecks Bildung  des     Bis-[di(sulfatoäthyl)aminomethylen]-derivats    von       1,4-Bis-(2',4'-        dimethyl    - 6'=     bromanilin)    -     anthrachinon     erhaltenen Farbstoff ersetzt,

   so kann man mit der so  erhaltenen     Klotzlösung    einen blauen Farbton, der  sehr gut waschecht ist, erzielen.  



  <I>Beispiel 14</I>  Wenn man den in Beispiel 1 verwendeten Farb  stoff durch 2 Teile des durch Kuppeln von     diazotier-          tem        4-(3'-Chlor-2'-oxy)-propoxyanilin    mit 2     Amino-          6        naphthol-8-sulfonsäure    unter sauren Bedingungen  erhaltenen Farbstoffs ersetzt, so kann man mit der  so erhaltenen     Klotzlösung    einen ziegelroten Farbton,  der sehr     gut    waschecht ist, erzielen.  



  <I>Beispiel 15</I>  Man stellt eine Druckpaste mit folgender Zusam  mensetzung her:    
EMI0005.0001     
  
    1-Amino-4-(3'-sulfatoäthylsulfonyl  anilin)-anthrachinon-2-sulfonsäure <SEP> 2 <SEP> Teile
<tb>  Melamin-Formaldehyd-Vorkondensat <SEP> 10 <SEP>  
<tb>  Wasser <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 51 <SEP>  
<tb>  Natriumalginat <SEP> (5 <SEP> % <SEP> ige <SEP> Lösung) <SEP> 35 <SEP>  
<tb>  Ammoniumthiocyanat
<tb>  (50%ige <SEP> Lösung) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> <U>2 <SEP>  </U>
<tb>  100 <SEP> Teile       Die Druckpaste kann folgendermassen auf Baum  wollgewebe appliziert werden. Das Gewebe wird ge  trocknet und während 5 Minuten bei 140 C einer  Wärmebehandlung unterworfen.

   Das     bedruckte    Ge  webe wird dann gespült und in einer verdünnten  Seifenlösung beim Sieden während 5 Minuten be  handelt und schliesslich mit Wasser gespült und  getrocknet.  



  In den bedruckten Teilen weist das Gewebe eine  leuchtende blaue Färbung auf und besitzt einen  festen Griff. Die Appretur und die Farbe sind ausser  ordentlich gut waschecht.  
EMI0005.0003     
  
    <I>Beispiel <SEP> 16</I>
<tb>  Man <SEP> stellt <SEP> eine <SEP> Druckpaste <SEP> folgender <SEP> Zusammen  setzung <SEP> her:

  
<tb>  5-Nitro-1,4-di(3'-chlor-2'-oxy  propylamino)anthrachinon <SEP> . <SEP> . <SEP> 1 <SEP> Teil
<tb>  Thioharnstoff-Formaldehyd  Vorkondensat <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 10 <SEP> Teile
<tb>  Wasser <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 27 <SEP>  
<tb>   Nafka -Kristallgummi
<tb>  (30%ige <SEP> Lösung) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 60 <SEP>  
<tb>  Ammoniumthiocyanat
<tb>  (50%ige <SEP> Lösung) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> <U>2 <SEP>  </U>
<tb>  100 <SEP> Teile       Diese Paste kann mittels einer Walzendruck  maschine auf     Nylondrilchgewebe    appliziert werden,  worauf die getrockneten Drucke während 5 Minuten  bei 140 C einer Wärmebehandlung unterworfen  werden.

   Dann werden die Drucke mit Wasser     gespült     und während 5 Minuten mit     verdünnter    Seifenlösung  bei 60  C behandelt, mit Wasser gespült und getrock  net.  



  Die so erhaltenen blauen, leuchtenden Drucke  sind sehr gut     waschecht.    Die bedruckten Stellen  weisen einen spröden, papierähnlichen Griff auf, der  auch sehr gut waschecht ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Beständige Klotzlösung oder Druckpaste, die einen Farbstoff, eine harzbildende Verbindung, die zur Herstellung von Textilmaterialien mit knitterfrei machenden oder schrumpffreimachenden Appreturen oder von Textilien mit modifiziertem Griff geeignet ist, und einen Härtungskatalysator enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoff ein Farbstoff mit einem reaktionsfähigen Substituenten, der in der Lage ist, mit dem Harz oder der Faser zu reagieren, so dass der Farbstoff durch eine kovalente Bindung mit dem Harz oder der Faser verbunden wird, ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Klotzlösung oder Druckpaste nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoff wasserlöslich ist und eine Halogen-s-triazingruppe besitzt. 2. Klotzlösung oder Druckpaste nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Farb stoff wasserlöslich ist und eine Dichlor-s-triazin- gruppe besitzt.
CH359115D 1957-11-22 1958-11-21 Beständige Klotzlösung und Druckpaste zum Färben und Veredeln von Textilmaterialien CH359115A (de)

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GB221058X 1958-10-22

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