CH359237A - Ein- oder mehrstufige Gasballastpumpe - Google Patents

Ein- oder mehrstufige Gasballastpumpe

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CH359237A
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CH
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pump
gas
ballast
ballast gas
stage
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Buechel Baptist
Renee Dr Haefer
Gilbert Dr Zinsmeister
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Balzers Hochvakuum
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    • F04C25/00Adaptations of pumps for special use of pumps for elastic fluids
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Description


      Ein-    oder     mehrstufige        Gasballastpumpe       Zum Absaugen von Dämpfen oder Gasdampf  gemischen sind ein.- oder mehrstufige Gasballast  pumpen bekannt, bei welchen die Einleitung des  Ballastgases, insbesondere Luft, an einer gegen den  Rezipienten abgesperrten Stelle des     Pumpraumes    er  folgt. Die dem abgesaugten Dampf beigemischte       Ballastgasmenge    wird     hiebei    so gross bemessen, dass  die Flüssigkeitsbildung in der Pumpe durch Konden  sation der abgesaugten Dämpfe gerade verhindert  oder auf ein unschädliches Mass herabgesetzt wird.  



  Weiter sind Vorrichtungen zum Absaugen von  gashaltigen Dämpfen bekannt geworden, bei denen  zur Vermeidung der Kondensation der Dämpfe beim  Kompressionsvorgang an den Saugstutzen einer ge  wöhnlichen rotierenden     Ölluftpumpe    ein     Strahlsauger     angeschlossen ist, der mit bei Zimmertemperatur nicht       kondensierbaren    Gasen betrieben wird. Der Strahl  sauger liegt also zwischen dem zu evakuierenden  Rezipienten und der gegen Atmosphärendruck ar  beitenden Ölluftpumpe. Dieser     Strahlsauger    kann zur  Erzielung eines möglichst grossen Druckgefälles in an  sich bekannter Weise auch zwei- oder mehrstufig be  trieben werden.

   Auch bei dieser letztgenannten     Vor-          richcung,    bei der das notwendige Ballastgas nicht  unmittelbar in einen Raum der Ölluftpumpe ein  geleitet wird, sondern in den vorgeschalteten     Strahl-          sauger,    zu dessen Betrieb es gleichzeitig dient, beruht  die Verhinderung der Kondensation der Dämpfe auf  dem gleichen Prinzip wie bei der normalen Gasballast  pumpe.  



  Alle diese bekannten Vorrichtungen sind in ihrer  Fähigkeit, Dämpfe im Dauerbetrieb abzupumpen,  beschränkt. Der genaue     Wert    des Ansaugdruckes       (Partialdruckes),    den die abzupumpenden Dämpfe  höchstens aufweisen dürfen, hängt ausser von der    Pumpentype auch wesentlich von der Art der Dämpfe  ab, deren     Dampfdruckkurve    massgebend ist.  



  Es ist ein Mangel der bekannten Gasballast  pumpen, dass sie bei höheren Ansaugdrucken der ab  zupumpenden Gase nur in     unzureichendem    Masse  imstande sind, Ballastgas aufzunehmen. Es ist ein  Ziel der Erfindung, die bekannten Pumpen in diesem  Punkte zu     verbessern,    um Dämpfe bei höheren  Drucken als bisher absaugen zu können.  



  Die Verwendung einer     Ballastgas-Einlassöffnung,     weiche mit grösserem     Durchlassquerschnitt    versehen ist  und bei Anordnung an geeigneter Stelle der Pumpe  den Eintritt einer grösseren als der üblichen maxi  malen     Ballastgasmenge    bewirken würde, schiene  naheliegend, scheitert aber in der praktischen Durch  führung daran, dass bei den hohen Drehzahlen, die  bei rotierenden Ölluftpumpen angewendet werden  müssen, um grosse     volumetrische    Saugleistungen zu  erreichen, die für die Einführung des Ballastgases zur  Verfügung stehende Zeitspanne, während welcher  die     Ballastgaszuleitung    mit einer bestimmten Pumpen  kammer in Verbindung steht, zu kurz ist.

   Diese Zu  leitung weist nämlich einen bestimmten unvermeid  lichen Strömungswiderstand auf. Wenn das     Ballastgas     z. B. in den Kompressionsraum der Pumpe einge  lassen wird, kann man zwar je nach der Stelle am  Pumpengehäuse, an welcher die Zuleitung sich be  findet, erreichen, dass diese Zuleitung kürzere oder  längere Zeit mit dem genannten Raum in Verbindung  steht. Aber diese Zeit reicht bei hohen Ansaugdrucken  der abzupumpenden Dämpfe keineswegs aus, wenn  das Ballastgas sich auf Atmosphärendruck befindet,  wie es bei der üblichen Verwendung von trockener  atmosphärischer Luft als Ballastgas der Fall ist. Man  könnte daran denken, die genügende Menge Ballast-      gas durch Anwendung von     Überdruck    in die Pumpe  hineinzupressen, welche Lösung aber erheblichen  technischen Aufwand erforderte.

   Die Anwendung  eines     Kompressors    zur     Einführung    der genügenden       Ballastgasmenge    hätte auch den Nachteil, dass unter  dem     Einfluss    des höheren Druckes des Ballastgases  mehr     ras    in der Pumpenflüssigkeit gelöst und somit  nach der Vakuumseite verschleppt würde.  



  Zur Überwindung dieser Schwierigkeiten sieht  die     Erfindung    vor, dass bei einer ein- oder mehr  stufigen     Gasballastpumpe    zum Absaugen von Dämp  fen oder     Gasdampfgemischen,    bei welcher an einer  gegen den Rezipienten abgesperrten Stelle des Förder  kanals durch eine erste Öffnung Ballastgas in diesen  eingeleitet wird, wenigstens noch eine zweite Ballast  gas-     Einlassöffnung    an einer sowohl gegenüber dem  Rezipienten als auch gegenüber der Stelle des Gas  einlasses durch die erste Öffnung abgesperrten Stelle  des     Förderkanals    vorgesehen ist.  



  Unter Förderkanal im Sinne dieser Beschreibung  wird der gesamte Weg, den die abzupumpenden Gase  oder     Dämpfe    von der Vakuumseite bis zur Atmo  sphärenseite durchlaufen, verstanden. Er umfasst also  alle     Pumpkammern    sowie die Ansaugleitung und die  Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Pump  stufen.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der     erfindungsgemässen     Pumpe ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.       1-liebei    bedeutet 1 die erste, atmosphärenseitige     Stufe     einer     rotierenden        Ölluftpumpe,    die über eine Ver  bindungsleitung 2 mit der zweiten,     hochvakuum-          seitigen        Pumpstufe    3 verbunden ist. Die     Pumpstufe    3  ist bei 4 an den zu evakuierenden Rezipienten an  geschlossen.

   Die erste Stufe ist in an sich bekannter  Weise als     Gasballastpumpe    mit der     Ballastgas-Einlass-          öffnung    5 ausgerüstet. Durch diese     Einlassöffnung     wird der Kompressionskammer der ersten     Pumpstufe     trockene Luft als Ballastgas zugeführt, welche beim       Pampvorgang    zusammen mit den abzupumpenden  Dämpfen auf     Atmosphärendruck    komprimiert und  dann durch das Ausstossventil 6 ins Freie befördert  wird.

   Es ist weiter eine zweite     Ballastgas-Einlass-          öffnung    7 vorgesehen, welche in die Verbindungs  leitung 2 Ballastgas,     wiederum    vorzugsweise Luft, ein  zuführen gestattet.  



  Diese zweite     Ballastgas-Einlassöffnung    kann ein  fachster Art sein, z. B. kann sie aus einer einfachen       Bohrung    oder einer durch einen Hahn verschliessbaren  Öffnung, die als Drosselstelle für die einströmende  Luft wirkt, bestehen.  



  Die     Zuführung    des Ballastgases durch die zweite       Einlassöffnung    muss nicht, wie in der     Skizze    dar  gestellt, in der Verbindungsleitung zwischen den  beiden     Pumpstufen    erfolgen,     sondern    kann an     einer     beliebigen, sowohl gegenüber dem Rezipienten als  auch gegenüber der Stelle der ersten Ballastgas  Einlassöffnung wenigstens zeitweilig     abgesperrten     Stelle des Förderkanals erfolgen.  



       Auch    bei einstufigen rotierenden Ölluftpumpen  bzw. bei der     einzelnen    Stufe einer mehrstufigen Pumpe    ist die Ausnutzung der Erfindung möglich, wenn eine       Pumpstufe    wenigstens zwei gegeneinander und gegen  über dem Rezipienten abgesperrte     Pumpkammern     aufweist. Es können dann Öffnungen bzw. Gas  zuführungsleitungen zum Einlass von Ballastgas in  wenigstens zwei dieser     Pumpkammern    vorgesehen       sein.     



  Der mit der Erfindung erreichbare überraschende       Fortschritt    wird an dem folgenden Beispiel ersichtlich:  Es hat sich gezeigt, dass eine     übliche    bekannte  zweistufige     Gasballastpumpe,    die bei Einleitung des  Ballastgases in den Kompressionsraum der Pumpe  350 Gramm Wasserdampf pro Stunde bei einem  Ansaugdruck von 20     Torr    zu fördern vermochte, nach  Umbau in eine beschriebene Pumpe (durch An  bringung einer mittels eines Hahnes verschliessbaren  Bohrung in der Verbindungsleitung zwischen erster  und zweiter     Pumpstufe)    etwa 900 Gramm Wasser  dampf bei einem Ansaugdruck von etwa 50     Torr    im  Dauerbetrieb fördern konnte.

       Ähnlich    grosse Leistungs  steigerungen wurden auch bei anderen Pumpentypen  durch Anschluss einer zweiten     Ballastgas-Einlass-          öffnung    erreicht.  



  Die Menge des beim Betrieb der Pumpe durch die  zweite (oder jede weitere)     Einlassöffnung    einzu  lassenden Ballastgases richtet sich nach dem Druck  der abzusaugenden Dämpfe. Durch einen einfachen       Vorversuch    ist leicht festzustellen, wie weit man die  zweite     Einlassöffnung    öffnen muss, um bei gegebenem  Ansaugdruck der Dämpfe eine Kondensation     in    der  Pumpe verhindern zu können.

       Umgekehrt    kann man  für     cine    Pumpe, deren zweite     Einlassöffnung    nur aus  einer einfachen Bohrung besteht, durch einen Vor  versuch leicht     ermitteln,    bis zu welchen     Dampfdrucken     diese Pumpe ohne Gefahr der Kondensation Dämpfe  absaugen kann. Selbstverständlich wird man bei regel  barer     Gasballastzufuhr    durch die zweite     Einlassöffnung     die zugeführte Menge auch nicht unnötig gross be  messen.

   Die zweckmässige Menge des Ballastgases  durch die zweite     Einlassöffnung    ist oft grösser, als zur  Vermeidung der Kondensation im zweiten     Einlass-          raum    erforderlich wäre; die in bezug auf diesen  zweiten     Einlassraum    überschüssige Menge des Ballast  gases wird aber dazu benötigt, um auch im ersten       Einlassr        aum,    in welchem die erste     Einlassöffnung    nicht  genügend Ballastgas einzuführen imstande ist, die  nötige Menge desselben sicherzustellen.  



  Die beschriebene Pumpe kann - wie es auch für  die üblichen     Gasballastpumpen    bekannt ist - mit  einem Minimum an Ballastgas auch so betrieben  werden, dass gerade eine ganz geringe Kondensation  in den     Pumpkammern    im Dauerbetrieb auftritt, welche  aber noch keine nachteilige Wirkung auf die Pumpe  ausübt.  



  Beim Betriebe der beschriebenen Pumpe wird  durch die erwähnte zweite (oder weitere)     Ballastgas-          Einlassöffnung    an einer dem Rezipienten näher lie  genden, aber ihm gegenüber abgesperrten Stelle der  Pumpe Ballastgas eingelassen, und zwar auch dann,  wenn gar keine Gefahr der Kondensation von Dämp-           fen    in diesem Raum besteht.

   Gegen die Einführungen  von Ballastgas an einer solchen Stelle des     Förder-          kanals    bestand das     Vorurteil,    dass - um eine uner  wünschte Erhöhung der für den Antrieb der Pumpe  erforderlichen Motorleistung und eine unnötige Ver  schlechterung des Endvakuums zu     vermeiden    - Bal  lastgas in eine bestimmte Pumpenkammer nur dann  eingelassen werden darf, wenn die Gefahr der Flüssig  keitsbildung durch Kondensation in dieser Kammer  besteht, und auch dann nur so viel, als zur Ver  meidung der Kondensation in dieser Kammer unbe  dingt erforderlich ist.  



  Die Idee der vorliegenden Erfindung liegt also  nicht einfach darin, in dem Raum, in welchen durch  die     zweite        Einlassöffnung    Ballastgas eingelassen wird,  die Kondensation von Dämpfen zu vermeiden. Die  Vermeidung der Kondensation von Dämpfen in einem  beliebigen Pumpenraum durch die Einführung von  Ballastgas ist ja an sich seit langem bekannt.

   Die  Erkenntnis der vorliegenden Erfindung ist vielmehr  darin zu sehen, dass es nur an einer näher dem  Rezipienten zu liegenden, aber diesem gegenüber  abgesperrten     Einlassstelle    möglich ist, ohne besondere  Hilfsmittel wie Kompressoren, zusätzliche Strahl  pumpen oder dergleichen Vorrichtungen und ohne  nennenswerte Beeinträchtigung des Endvakuums (im  Vergleich zum Endvakuum üblicher Gasballast  pumpen) genügend Ballastgas der Pumpe zuzuführen,  wenn die Ansaugdrucke gewisse Grenzen, (die mit  den bekannten     Gasballastpumpen    gerade noch be  wältigt werden können) übersteigen. Dabei soll eine       Ballastgas-Einlassöffnung    nicht nur an einer Stelle    des Förderkanals, sondern wenigstens an zwei ver  schiedenen Stellen vorgesehen sein.

   Wenn bei einer  gegebenen Pumpe mehr als zwei gegeneinander     und     gegenüber dem Rezipienten abgesperrte Pump  kammern bzw. Leitungsteile zur Verfügung stehen,  ist es selbstverständlich auch     möglich,    noch an wei  teren Stellen des Förderkanals     zusätzlich        Ballastgas-          Einlassöffnungen    vorzusehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ein- oder mehrstufige Gasballastpumpe zum Ab saugen von Dämpfen oder Gasdampfgemischen, bei welcher an einer gegen den Rezipienten abgesperrten Stelle des Förderkanals durch eine erste öffnung Ballastgas in diesen eingeleitet wird, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens noch eine zweite Ballastgas- Einlassöffnung an einer sowohl gegenüber dem Rezi pienten als auch gegenüber der Stelle des Gaseinlasses durch die erste öffnung abgesperrten Stelle des För- derkanals vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Pumpe nach Patentanspruch, von zweistufiger Art, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Ballastgas-Einlassöffnung in der Verbindungsleitung zwischen erster und zweiter Pumpstufe vorhanden ist. 2. Pumpe nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Pumpstufe wenigstens zwei gegen einander und gegenüber dem Rezipienten abgesperrte Pumpkammern aufweist und Gaszuführungsleitungen zum Einlass von Ballastgas in wenigstens zwei dieser Pumpkammern vorgesehen sind.
CH359237D 1958-05-07 1958-05-07 Ein- oder mehrstufige Gasballastpumpe CH359237A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008057548A1 (de) * 2008-11-08 2010-05-12 Oerlikon Leybold Vacuum Gmbh Verfahren zum Betreiben einer ölgedichteten Vakuumpumpe sowie ölgedichtete Vakuumpumpe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008057548A1 (de) * 2008-11-08 2010-05-12 Oerlikon Leybold Vacuum Gmbh Verfahren zum Betreiben einer ölgedichteten Vakuumpumpe sowie ölgedichtete Vakuumpumpe

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GB868269A (en) 1961-05-17

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