CH359380A - Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Schuh und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Classifications
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Description
Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung Es ist bekannt, Schuhe in der Weise herzustellen, dass der Schaft mit der Brandsohle vernäht und über einen Leisten gezogen wird, wonach das ganze abdichtend auf eine Wärmebehandlungsform, z. B. eine Vulkanisierform aufgesetzt wird. Die Form besteht hierbei aus zwei Teilen, nämlich einer Grundplatte und einem Rahmen, wobei die Trennfuge zwischen beiden Teilen in der Ebene der Oberseite der seitlich verlängerten Grundplatte liegt. Die Abdichtung zwischen den beiden Formteilen (Grundplatte und Rahmen) erfolgt hierbei in der Weise, dass die z. B. aus Vollgummimischung kalandrierte, ausgestanzte und vorvulkanisierte Laufsohle so reichlich bemessen ist, dass sie in die Trennfuge hineinragt. Die Abdichtung in dieser Weise ist deshalb erforderlich, weil eine nicht vulkanisierte Porös-Gummimischung während des Vulkanisationsprozesses flüssig wird und zugleich durch Vorhandensein der Treibmittel unter Druck steht, so dass sie austreiben würde, was für die Laufsohle deshalb nicht gilt, weil es sich hierbei um eine Sohle aus vorvulkanisiertem Vollgummi handelt, die also nicht in den flüssigen Zustand übergeht. Die vorbeschriebene Anordnung hat indessen den schwerwiegenden Nachteil, dass nach der Vulkanisation und dem Herausnehmen des Schuhes aus der Form die Laufsohle beschnitten werden muss und infolge der dadurch entstehenden Schnittfläche unschön aussieht. Ausserdem ist es praktisch nicht möglich, die Schnittfläche genau mit der äusseren Randfläche der Polsterzwischensohle abschliessen zu lassen, so dass also entweder die Laufsohle stellenweise seitlich noch um einen geringen Betrag herausragt, oder aber zurückslteht, womit im letzteren Falle eine durch den Beschneidevorgang entstandene Verletzung der verfestigten Aussenhaut der Polstersohle verbunden ist. In beiden Fällen ist ein leichtes Ablösen der Laufsohle zu befürchten. Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu beiseitigen und die Laufsohle mit der Polstersohle fest und zuverlässig zu verbinden. Hierbei kann die Laufsohle aus massivem Gummi, Kunststoff oder Leder bestehen. Die Erfindung betrifft einen Schuh mit einer Laufsohle aus nicht porösem Gummi, Kunststoff oder Leder und einer Zwischensohle aus Gummi, die durch Wärmebehandlung mit dem Schaft und der Brandsohle verbunden sind, wobei die Seitenfläche der Zwischensohle über den gesamten Sohlenumfang in die Aussenfläche der Laufsohle bündig übergeht. Der Schuh ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der plattenförmigen Laufsohle mindestens stellenweise in die Randpartie der Zwischensohle hochgezogen ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren und eine Form zur Ausübung des Verfahrens, mit einer Grundplatte und einem Rahmen. Das Verfahren ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine Laufsohle verwendet wird, die ringsum in vorbestimmtem Ausmass grösser bemessen ist, als die endgültige Lauffläche, und dass dieser zusätzliche Randteil hochgezogen und die Laufsohle bei in die Zwischensohle hineinragender Lage des Randteils in einem Wärmebehandlungsprozess, bei welchem die Zwischensohlenmischung in den flüssigen Zustand übergeht, mit der Zwischensohle verbunden wird. Die Form ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge zwischen Grundplatte und Rahmen in den für die Aufnahme der Laufsiohle bestimmten Raum mündet. Zweckmässig mündet die Trennfuge unmittelbar in die als Anlage für die Lauffläche bestimmte Formfläche, die vorteil haft durch die mindestens angenähert waagrechte Oberseite der Grundplatte gebildet ist. Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, die in den Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele im Querschnitt zeigt. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 weist der Schuh einen Schaft 5 auf, der durch Nähte 6 mit einer Brandsohle 7 verbunden ist. Bei der Herstellung werden beide Teile über einen Leisten gezogen und als Abdichtung für eine Form benutzt, die gestrichelt dargestellt ist und aus einer Grundplatte 8 sowie einem teilbaren Rahmen 9 besteht, in den zunächst die Laufsohle 10 und oberhalb dieser eine Gummimischung eingelegt wird, welche zur Bildung einer Polsterzwischensohle 15 bestimmt ist. Die Laufsohle 10 wird vorangehend aus einer Platte aus nicht porösem Gummi derart ausgeschnitten, zweckmässig durch Stanzen, dass sie ringsum grösser bemessen ist als der definitiven Lauffläche entspricht, so dass ihr Rand beim Einlegen in die Form hochgebogen wird. Falls die Laufsohle aus vorvulkanisiertem Kautschuk besteht, weist sie eine genügende Plastizität auf, um auch eine verhältnismässig scharfkantige Gestalt anzunehmen. Man kann also für die Herstellung eines derartigen Schuhes auch eine übliche Form mit scharfkantig aneinanderstossenden Rahmen- und Grundplattenflächen verwen den, ¯ wobei sich eine in der Fig. 1 dargestellte Run- dung an der Umbiegestelle des Randes von selbst einstellen wird. Die Aussenfläche der Laufsohle 10 ist, wie aus der Zeichnung hervorgeht, bündig in die Seitenfläche 12 der Polsterzwischensohle 15 übergeführt, so dass keine Verletzungen dieser Aussenhaut entstehen, die bekanntlich eine sehr geringe Porosität und eine hervorragende natürliche Glätte aufweist und dadurch sehr widerstandsfähig ist. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ist das Hochziehen des Randes der Laufsohle 10 dadurch erleichtert, dass der Rand 13 an der Innenseite abgefast ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel verläuft die Trennfuge 14 zwischen der Grundplatte 8 und dem Rahmen 9 winkelrecht zur waagrechten Oberseite der Grundplatte 8 und wird von der Laufsohle überlappt. Die Spitze und der hintere Absatzteil können beim erfindungsgemässen Schuh als mechanischer Schutz hochgezogen sein. Man kann weiterhin bei der Verwendung von Laufsohlen, die grösser geschnitten sind als der Lauffläche entspricht, das Hochziehen des Randes dadurch fördern, dass man den Randteil der Laufsohle in der Mischung weicher ausbildet als den Innenteil. Man kann dies z. B. auch erreichen, indem man den Randteil mit Mitteln zum Weichmachen behandelt. Auch kann man Sohlen verschiedenen Werkstoffes, z. B. Ledersohlen, in der vorbeschriebenen Weise anvulkanisieren, bzw. mittels einer durch Wärme verflüssigbaren Zwischenschicht zur Haftung bringen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Schuh mit einer Laufsohle aus nicht porösem Gummi, Kunststoff oder Leder und einer Zwischensohle aus Gummi, die durch Wärmebehandlung mit dem Schaft und der Brandsohle verbunden sind, wobei die Seitenfläche der Zwischensohle über den gesamten Sohlenumfang in die Aussenfläche der Laufsohle bündig übergeht, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (11; 13) der plattenförrnigen Laufsohle (10) mindestens stellenweise in die Randpartie der Zwischensohle (15) hochgezogen ist.II. Verfahren zum Herstellen eines Schuhes gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Laufsohle verwendet wird, die ringsum in vorbestimmten Ausmass grösser bemessen ist, als die endgültige Lauffläche, und dass dieser zusätzliche Randteil hochgezogen und die Laufsohle bei in die Zwischensohle hineinragender Lage des Randteils in einem Wärmebehandlungsprozess, bei welchem die Zwischensohlenmischung in den flüssigen Zustand übergeht, mit der Zwischensohle verbunden wird.III. Form zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch II, mit einer Grundplatte und einem Rahmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (14) zwischen Grundplatte (8) und Rahmen (9) in den für die Aufnahme der Laufsohle (10) bestimmten Raum mündet.UNTERANSPRÜCHE 1. Schuh nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (11) der Laufsohle (10) unter Bildung einer Abrundung in die Zwischensohle (15) hochgezogen ist.2. Schuh nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (13) der Laufsohle (15) abgefast ist.3. Schuh nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (13) der Laufsohle an der Innenseite abgefast ist.4. Schuh nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufsohle an der Spitze und im Ansatzteil hochgezogen ist.5. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Laufsohle verwendet wird, deren Randteil unmittelbar vor dem Wärmebehandlungsprozess in der Mischung weicher gemacht wird als der übrige Teil.6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufsohle vor dem Wärmebehandlungsprozess in ihrem Randteil mit Mitteln zum Weichmachen behandelt wird.7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Randteil der Laufsohle nach oben umgebördelt wird.8. Form nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (14) in die zur An lage der Lauffläche der Sohle (10) bestimmte Formfläche mündet.9. Form nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (8) eine mindestens angenähert waagrechte Oberseite aufweist und die Trennfuge (14) in der Ebene dieser Oberseite verläuft.10. Form nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (14) winkelrecht zur Oberseite der Grundplatte (8) verläuft.
Applications Claiming Priority (1)
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