CH359469A - Motorwähler - Google Patents

Motorwähler

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CH359469A
CH359469A CH359469DA CH359469A CH 359469 A CH359469 A CH 359469A CH 359469D A CH359469D A CH 359469DA CH 359469 A CH359469 A CH 359469A
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CH
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screw
switching arms
switch arm
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English (en)
Inventor
Hajek Karel
Original Assignee
Tesla Np
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Publication date
Application filed by Tesla Np filed Critical Tesla Np
Publication of CH359469A publication Critical patent/CH359469A/de

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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00—Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02—Multi-position wiper switches
    • H01H67/04—Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
    • H01H67/12—Linear-motion switches

Landscapes

  • Branching, Merging, And Special Transfer Between Conveyors (AREA)

Description


      Motorwähler       Für die Verbindung von     Teilnehmern    in auto  matischen     Telephonämtern    werden sogenannte Wäh  ler verwendet, die ein grundlegendes Element des  Amtes darstellen und das gesamte Verbindungssystem  charakterisieren. Es bestehen verschiedene Typen  (z. B. Schritt-, Motor-, Relaiswähler) und verschie  dene Konstruktionen, die jeweils je nach der ge  wünschten Funktion gewählt werden     (Vorwähler,    Su  cher, Gruppenwähler, Linienwähler). Diese Geräte  entsprechen dem Zweck, für den sie     konstruiert    wur  den, sie können jedoch nicht immer neuen Anforde  rungen angepasst werden.  



  In der     Verbindungstechnik    ist man stets darum  bemüht, den Teilnehmerdienst zu verbessern, aber  die Ausrüstung vieler Verbindungssysteme kann nicht  mehr neuen Aufgaben genügen. Die ständige Aus  breitung des     Telephonnetzes,    die anwachsende Fre  quenz des Verkehrs, die steigenden Anforderungen an  die Ökonomie der Anlagen, die Güte des     Gesprächsund     die schnelle Erzielung einer Verbindung auf grossen  Entfernungen im Fernverkehr erfordert neue, lei  stungsfähige Einrichtungen, insbesondere Wähler. Für  die Lösung dieser Aufgaben eignen sich insbesondere  Schnellwähler, bei denen die     Kontaktschaltarme    bloss  eine Bewegung einer Art ausüben.

   Ihre     Konstruktion     ermöglicht bei ökonomischen Abmessungen die An  wendung einer genügenden Anzahl von Schaltarmen,  die für die höhere Anzahl der Steuer- und Sprech  wege notwendig ist. Die     kontinuierliche,    stossfreie  Bewegung beseitigt die Hauptursachen der     Störungen     an den Kontakten und die grosse     Geschwindigkeit     (150-180 Kontakte in der Sekunde oder mehr) lässt  die Anwendung dieser Wähler sowohl in asynchronen  als auch in synchronen Systemen zu, das heisst in  Systemen, deren Wähler asynchron bzw. synchron mit  dem Ablauf des Nummernschalters gesteuert werden.

      Es sind     Schnellwählerkonstruktionen    mit rotieren  den Schaltarmen bekannt, welche entweder durch  einen zentralen, der ganzen     Wählergruppe    gemein  samen Motor, oder durch einen für jeden Wähler  separaten Motor angetrieben werden. Der Nachteil  der zentral angetriebenen Wähler besteht     darin,    dass  bei einer im Motor auftretenden Störung die ganze  Wählergruppe ausser Betrieb gesetzt wird. Auch ist  die Einrichtung für die     übertragung    der Treibkraft  auf die     einzelnen    Wähler     schwerfällig.    Wähler mit  einem separaten Motor sind in dieser Beziehung vor  teilhafter. Aber die rotierende Bewegung der Bürsten  ist ohnehin mit Nachteilen behaftet.

   In erster Linie  ist die Herstellung eines halbkreisförmigen Kontakt  feldes sehr schwierig.  



  Werkzeuge zur Herstellung von Kontaktsegmen  ten mit komplizierten Formen sind teuer und auch  die     Pressformen    für das Eingiessen bzw.     Einspritzen     des ganzen Kontaktfeldes in eine synthetische Isolier  masse sind sehr kompliziert und teuer, was die An  wendung dieses vorteilhaften     Produktionsverfahrens     erschwert. Die Konstruktion eines halbkreisförmigen  Feldes ist sehr schwierig, falls die     neuzeitige        Forde-          xung    erfüllt werden soll, dass die Kontakte in den  Sprechwegen am Wähler aus     Edelmetall,    was die  Sprechgüte garantiert, hergestellt werden sollen.

   Diese  Kontakte können keine     Schleifkontakte.    wie in den  Steuerwegen sein; sie müssen sich bei der Bewegung  des     Wählers    ausser Eingriff befinden, damit sich das       Edelmetall    nicht     abschleift.    Die Wählerarme mit den  Sprechkontakten müssen somit ausser der     Hauptrota-          tionsbewegung    noch eine weitere Bewegung ausüben,  bei der sich beim Stehenbleiben des     Wählers    die Kon  takte wie bei einem Relais schliessen.

   Die Anforderun  gen an die Konstruktion dieser Arme und an ihren  Steuermechanismus     sind    unter diesen Bedingungen      ebenfalls gross und die Einrichtung kann nicht ein  fach ausgeführt werden.  



  Die     vorliegende    Erfindung bezweckt die Beseiti  gung der erwähnten     Nachteile    durch einen Motor  wähler     einfacher    Konstruktion     mit    einem einfachen  Kontaktfeld und Kontakten aus     Edelmetall    in den  Sprechwegen und einer einfachen Vorrichtung zu  deren Steuerung.  



  Die Erfindung     betrifft    einen     Motorwähler    mit  einem geraden Kontaktfeld und einem die Schaltarme  für die Steuer- und Sprechwege tragenden Wagen,  welcher sich in beiden     Richtungen    geradlinig     entlang     dem     Kontakfeld    bewegt und durch eine Schraube mit  einem     linksgängigen    und einem rechtsgängigen  Schraubengewinde angetrieben wird, welche Schraube  sich bloss in einer Richtung dreht.  



  Bei bisher bekannten, auf diesem Prinzip arbei  tenden     Wählern    wird die Wählerschraube durch  einen zentralen Motor angetrieben. Solche     Wähler     sind schwer und besitzen grosse Abmessungen und  erzielen eine Geschwindigkeit von höchstens 40-60  Kontakten in der Sekunde, wie die     Schrittschaltwäh-          ler.    Sie stellen also keine     Motorschnellwähler    dar  und können     insbesondere    nicht in Synchronsystemen  zur Lösung der oben angeführten Aufgaben verwen  det werden.  



  Der erfindungsgemässe Wähler kann derart kon  struiert werden, dass er auch bei grösserem Gewicht  bei höherer in modernen Systemen notwendigen An  zahl von Schaltarmen eine Geschwindigkeit von etwa  200 Kontakten in der Sekunde zulässt.  



  Die Schaltarme (Bürsten) des erfindungsgemässen  Motorwählers bilden in an sich     bekannter    Weise zwei  selbständige Sätze, einen für die Steuerwege und  einen zweiten für die Sprechwege. Erfindungsgemäss       Bind    diese zwei selbständigen Sätze der Schaltarme an  einem gemeinsamen Halter montiert, welcher Halter  auswechselbar am     Schaltarmwagen    befestigt ist, wo  bei der Kontakte aus     Edelmetall    besitzende Satz für  die Sprechwege an diesem Halter senkrecht beweglich       zur    Bewegung des Wagens     gelagert    ist.  



  Die Erfindung soll nun anhand der ein Ausfüh  rungsbeispiel des     Motorwählers    darstellenden Zeich  nungen näher erklärt werden.  



       Fig.    1 ist ein Aufriss des Wählers.       Fig.    2 ist ein Grundriss,       Fig.    3a ein     Seitenriss,    und       Fig.    3b zeigt ein Detail der Hebelleiste.  



  In     Fig.    4 zeigt a einen der oberen Schaltarme in  den Steuerwegen, und b ist ein Schnitt durch diesen       .Schaltarm    entlang der Linie     A-A    im Teil<I>a</I> der       Fig.    4 in einem vergrösserten Massstab.  



  In     Fig.    5 zeigt a einen der unteren Schaltarme in  den Steuerwegen und b zeigt einen Schnitt durch die  sen Schaltarm entlang der Linie     B-B    im     Teil   <I>a</I> der       Fig.    5, ebenfalls in einem vergrösserten Massstab.  



       Fig.    6 zeigt einen der Schaltarme mit Kontakten  aus Edelmetall für die Sprechwege.  



       Fig.    7 ist ein Aufriss,       Fig.    8 ein Grundriss und         Fig.    9 ein     Seitenriss    des     Wählerkontaktfeldes.          Fig.    10 zeigt eine der     Zuführungsleisten    für die  Steuerwege.  



       Fig.    11, 12 und 13 stellen eine Anordnung dar,  durch welche die genaue Einstellung des Schaltarm  wagens mit Bezug auf die Antriebsschraube und den  Motor gesichert wird.  



       Fig.    14 und 15 stellen den Schalter zum Stillset  zen des Wagens in der Nullage des Wählers dar.  



  Die dargestellte und im weiteren beschrieben  Ausführung des     erfindungsgemässen    Wählers besitzt  vier Steuerwege mit     Schleifkontakten    und vier Sprech  wege mit Kontakten aus     Edelmetall.    Die     Anzahl    der  Wege oder deren Verhältnis kann allerdings auch an  ders sein. Gewöhnlich sind jedoch nicht mehr als  zehn Wege notwendig, von denen höchstens vier  Steuerwege mit Schleifkontakten sind.  



  Wie in     Fig.    1-3 dargestellt, dreht sich in Kugel  lagern 2, 2' im Wählerrahmen 1 die Antriebsschraube  3 mit einem Zahnrad 4, mit dem ein     Ritzel    5 an der  Welle des am Rahmen 1 befestigten Wählerantriebs  motors 6 kämmt. Die Schraube 3 ist mit rechtwinkli  gen Nuten in der Form einer rechtsgängigen Schrau  benlinie 7 und einer linksgängigen Schraubenlinie 8  (siehe     Fig.    1) versehen, deren Steigung 45  beträgt  und die an beiden Enden miteinander verbunden sind.  Der Schraube entlang bewegt sich an Leitstangen 9,  9' ein Wagen 10 mit einem festen Zapfen 11, an dem  frei beweglich ein Leitstein 12 von elliptischer Form  aufgesetzt ist, welcher in die Nute der Schraube 3 ein  fällt und durch diese zusammen mit dem Wagen hin  und her gehend verschoben wird.  



  Am Wagen 10 (z. B. an einem Schwalbenschwanz)  ist ein Halter 13 (siehe     Fig.3)    aufgesetzt, dessen  oberer Teil einen Satz von vier Paaren Schaltarme  für die Steuerwege und dessen unterer Teil einen  Satz von vier Paaren Schaltarme für die Sprechwege  trägt. Die     Schaltarmpaare    für die Steuerwege werden  durch die mit Schleifkontakten ausgerüsteten, oberen  Arme 14     (Fig.    3) und unteren Arme 14' gebildet. Die       Schaltarmpaare    für die Sprechwege werden durch die  Schaltarme 15 gebildet, von denen     alle    in derselben  Art ausgeführt sind, wobei jeder Schaltarm mit zwei  Kontakten aus     Edelmetall    ausgerüstet ist.  



  Es ist aus     Fig.4a    und 4b ersichtlich, dass die  oberen Schaltarme 14 der Steuerwege mit einer Kon  takteinlage 16 versehen sind, die mit einer Isolier  masse 17     umpresst    ist. Wie in     Fig.    5a und 5b dar  gestellt ist, besitzen die unteren Schaltarme 14' der  Steuerbahnen die gleichen Abmessungen und sie sind  auch in derselben Art wie die oberen Schaltarme 14 aus  geführt; sie besitzen jedoch an den Seiten der mit  einer Isoliermasse 17     umpressten        Kontakteinlagen    16'  unter     Vorspannung    stehende Flügel 18, 18', durch  welche sie entlang der entsprechenden Zuführungs  leiste im Kontaktfeld des Wählers gleiten.

   Die oberen  Schaltarme 14 und 14' sind ausserdem mit identischen       Zentrieröffnungen    19     (Fig.    4, 4a) und 19'     (Fig.    5,  5a) versehen, welche einerseits als Einlegeöffnungen  bei der Montage des     Schaltarmsatzes    dienen, damit      sich alle Kontakteinlagen 16 und 16' in einer Ebene  befinden, anderseits als     Zentrieröffnungen    dienen, um  die richtige Lage der Schaltarme mit Bezug auf die  Lamellen des Kontaktfeldes genau und schnell erzie  len zu können, wie im weiteren beschrieben wird.  



       Fig.    6 zeigt einen Schaltarm 15 für die Sprech  wege, welcher mit zwei Kontakten 20, 20' aus Edel  metall versehen ist. Der Schaltarm ist mit einem  Schlitz versehen, um das Aufsitzen der beiden Kon  takte 20, 20' auf die unbeweglichen Gegenkontakte  zu sichern. Die oberen und unteren Schaltarme  (Steuer- und     Sprech-Schaltarme),    welche     ein    Paar  bilden, sind stets miteinander durch eine zwischen  gelegte Kupferfolie 21     (Fig.    3) kurzgeschlossen.  



  Der Halter 13 ist am Wagen durch eine Schraube  22     (Fig.    3) gegen     Herausschiebung    während des Lau  fes des Wählers gesichert. Der obere     Schaltarmsatz     ist am Halter fest montiert. Er kann jedoch auch  zwecks besserer Anpassung an eine eventuelle Ver  biegung des Kontaktfeldes. auch vertikal frei beweg  lich sein. Der untere     Schaltarmsatz    ist am Halter  in vertikaler Richtung an den Leitstangen 23     (Fig.    3),  die für beide     Schaltarmsätze    gemeinsam sind, ver  schiebbar, und er wird durch eine Flach- oder Schrau  benfeder 24 in der Richtung nach unten gedrückt.

    Sein Vorschub wird durch einen Elektromagnet 25       (Fig.    1, 2) gesteuert, der am Wählerrahmen befestigt  ist, und dessen Anker mit einem Ansatz 26 die Hebel  leiste 27     (Fig.    1, 2, 3), welche entlang der Bahn des  Wagens verläuft, wegkippt und mit schwenkbaren,  an Zapfen 29, 29' aufgesetzten Armen versehen ist.  Die Zapfen 29, 29' sind am Rahmen 1, durch den die  Arme 28, 28' hindurchgeführt sind, befestigt.

   Die  Leiste 27 greift mit ihrer Arbeitsfläche 30     (Fig.    3,  3b) den Vorsprung 31 am     Schaltarmsatz    15 an und  hebt ihn in die     Eingriffstellung.    Die Schaltarme 14,  14', 15 mit dem Halter 13 können zu jeder Zeit durch  blosse Lockerung der Schraube 22 als Ganzes aus  dem Wähler herausgenommen und wieder in diesen  eingesetzt werden, wobei keine wie immer geartete  Demontage und nachträgliche Justierung des     Wählers     notwendig ist.  



  Der Rahmen 1 mit der gesamten bisher beschrie  benen Einrichtung bildet eine Montageeinheit, welche  nach der Einstellung auf den Rahmen 32 aufgesetzt  wird (vergleiche 1, 2, 3), in dem das Kontaktfeld 33       (Fig.    2, 3) eingesetzt ist. Zwecks Einstellung der rich  tigen Lage der Schaltarme mit Bezug auf die Lamel  len des Feldes ist der Rahmen 1 innerhalb der Gren  zen seiner ovalen     Öffnungen    am Rahmen 32 ver  schiebbar. Durch diese ovalen Öffnungen ist der Rah  <I>men k</I> an den im Rahmen 32     eingepressten    Zapfen 34  aufgesetzt und wird dort durch die Mutter 32 fest  gehalten.  



  Wie bereits erwähnt, besteht das Kontaktfeld in  der dargestellten Ausführung aus vier Steuer- und vier  Sprechwegen und ist ganz in einer Isoliermasse ein  gegossen. Jede Steuerbahn besteht aus 120 Lamellen  36     (Fig.7,    8, 9), welche 100 Teilnehmerausgänge  und zwei Prüfungsausgänge bilden, und aus der Zu-         führungsleiste    37, die als     Einzelheit    in     Fig.    10 dar  gestellt ist. Die Enden der Lamellen 36     (Fig.    8, 9) an  der Rückseite des Feldes, das heisst an der Seite der  Lötstifte, sind um 90  verdreht, um zwischen ihnen  mehr Raum für das     Einlegen    eines     Multipel-Streifen-          kabels    zu gewinnen.

   Die     Zuführungsleisten    37     (Fig.    7  bis 10) sind an dem aus der Vorderseite des Feldes  herausragenden Teil kompakt; in dem innerhalb des  Feldes befindlichen Teil sind sie mit Öffnungen 38  versehen     (Fig.    10), durch welche beim Vergiessen des  Kontaktfeldes der Isolierstoff hindurchfliessen und ein  kompaktes     Ganzes    bilden kann.

   An der linken Seite  sind sie mit umgebogenen Auflaufflächen 39 ver  sehen, an denen die unter     Vorspannung    stehenden  Flügel 18     (Fig.    5) der unteren Schaltarme 14' beim  Aufsetzen des Halters 13     (Fig.    3) mit den Schaltarm  sätzen auf den Wagen 10 gleiten, wodurch die Schalt  arme in die Arbeitslage im Kontaktfeld gebracht wer  den.  



  Die     Kontaktlamellen    3 und Zuführungsleisten 37  der Steuerwege werden aus üblichem Material, z. B.  aus Messingblech, hergestellt. Die Kontaktlamellen 40       (Fig.    7, 9) in den Sprechwegen besitzen dieselben Ab  messungen und sind aus demselben Material her  gestellt, aber im Kontaktteil 41, in dem die Schalt  arme 15     (Fig.    6) sie durch ihre Kontakte 20, 20' be  rühren, sind sie mit     Edelmetall    plattiert. In     ähnlicher     Weise sind auch die Zuführungsleisten 42     (Fig.    7, 9)  im Kontaktteil 43 mit     Edelmetall    plattiert.

   Von den       ,Zuführungsleisten    37 unterscheiden sie sich weiter  dadurch, dass sie keine umgebogene     Auflaufflächen,     die hier überflüssig wären, besitzen. In den Sprech  bahnen befinden sich auch     Ab.schirmbleche    44     (Fig.    7,  9) zwecks Verhinderung von Mitsprechen.  



  Motorwähler arbeiten mit hohen Geschwindig  keiten und müssen innerhalb einer sehr kurzen Frist  verlässlich an einer sehr schmalen Kontaktlamelle zum  Stehen gebracht werden. Sie müssen deshalb genau       adjustiert    sein. Die Spulen des     Stators    des     Wähler-          antriebmotors    sind gegeneinander um 90  versetzt  und der Anker des Motors nimmt im Augenblick des       Stehenbleibens    eine Lage in Richtung des resultieren  den magnetischen Feldes ein. Infolge der Form des  Ankers gibt es vier solche Lagen bei jeder ganzen  Umdrehung des Ankers.

   Da der Anker in einer be  liebigen dieser Lagen stehenbleiben kann, müssen  sich die     Wählerschaltarme    bei jeder     Viertelsumdre-          hung    des Ankers genau um einen Abstand der Kon  taktlamellen vorschieben, und die Schaltarme müssen  sich in der Ausgangslage an einer Lamelle befinden  (z. B. in der Achse der Lamelle) und nicht im Zwi  schenraum zwischen den Lamellen.

   Da der Vorschub  der Schaltarme durch ein Zahnradgetriebe bzw. durch  das Steigen einer Schraube erfolgt, ist es ersichtlich,  dass die Lage des Ankers beim Stehenbleiben einer  seits der genauen Lage des     Schaltarmwagens    mit Be  zug auf die beiden     Schraubenlinien,    anderseits der       Schaltarmlage    im Kontaktfeld entsprechen muss.  



  Um diese genaue Adjustierung beim erfindungs  gemässen Wähler schnell erzielen zu können, ist die      Antriebsschraube 3     (Fig.    1, 11, 12) im Raume eines  der Kreuzpunkte der beiden     Schraubenlinien    mit  einer     Gewindeöffnung    45     (Fig.    1) versehen, durch  welche eine,     Madenschraube    46     (Fig.    11) geführt wird.  Die     kegelförmige    Spitze 47 dieser     Madenschraube          fällt    in den Kegel 48     (Fig.    11, 13) im Zapfen 11 ein,  an dem der Leitstein 12 drehbar aufgesetzt ist.

   Dieser  Zapfen ist fest in der Achse des Wagens 10     (Fig.    3,  11, 12) eingesetzt. Die     Madenschraube    46 sichert die  genaue Lage des Wagens zum Kreuzpunkt der beiden  Schraubenlinien, das heisst im Punkte, in dem der  Wagen genau stehenbleiben muss, ob er sich nun über  die linke oder über die rechte Schraubenlinie bewegt.  Dann wird der     Antriebsmotor    6     (Fig.    2) mit dem Rit  zen 5, mit der arretierten     Stoplage    des Ankers, in den       Eingriff    mit dem Zahnrad 4 geschoben, welches  Zahnrad fest mit der     Antüebsschraube    3 verbunden  ist.

   Gleichzeitig wird der ganze Rahmen 1     (Fig.    2)  am Rahmen 32 derart verschoben, dass die Schalt  arme 14, 14', 15 annähernd an der Achse der La  melle des Kontaktfeldes liegen, welche dem  Kreuzpunkt der Schraubenlinien, an dem der  Wagen arretiert ist, entspricht. Die Einstellung  der Schaltarme an der Achse der Lamelle kann  unter optischer Kontrolle erfolgen, zum Beispiel  mittels Strichen am oberen Schaltarm und über der  Lamelle im Kontaktfeld oder mittels einer Einlegevor  richtung mit     Hilfe    der     Zentrieröffnungen    19     (Fig.    4)  und 19'     (Fig.    5) in den Schaltarmen der Steuerwagen.

    Nach Lösung der     Madenschraube    46     (Fig.    11) kann  der Wähler in Gang     gesetzt    werden, wobei gesichert  ist, dass sich die Schaltarme bei jeder     Viertelsumdre-          hung    des Motors von der Achse einer Lamelle auf die  Achse der nachfolgenden Lamelle in beiden Richtun  gen der Wagenbewegung verschieben.  



  Um die     Instandhaltung    zu     erleichtern    oder um  nach einer Reparatur oder Kontrolle des Wählers  eine neue Zentrierung der Schaltarme an der Achse  der Lamelle beim     Wiederaufsetzen    des,     Wählers    an das  Kontaktfeld nicht     vornehmen    zu müssen,     sind    am  Rahmen 1     (Fig.2)    zwei Plättchen 49, 49' mittels  Schrauben 50, 50'     (Fig.    1, 2), welche durch ovale  Öffnungen     im    Rahmen 1 hindurchgeführt sind, be  festigt, so dass die Plättehen     am    Rahmen umstellbar  sind.

   Nach der ersten Einstellung des Wählers ver  schiebt man die Plättchen 49, 49' derart, dass sie den  Rahmen 32 von der Seite aus     berühren,    und in dieser  Lage werden sie durch die Schrauben 50, 50' arre  tiert. Der Rahmen 1 kann zu jeder Zeit vom Rahmen  32     herabgenommen    und wieder     in    die durch die Plätt  chen 49, 49' abgegrenzte richtige Lage eingesetzt  werden.  



  Es wurde bereits     erwähnt,    dass der Zapfen 11       (Fig.    11, 12, 13) fest im Wagen 10     eingesetzt    ist.  Dies erfolgt z. B. durch Einpressung. Um jedoch die  Produktionstoleranzen der entsprechenden Teile so  weit als möglich freihalten zu können, ist der Zap  fen 11     (Fig.    11, 12, 13) zweckmässig am Wagen 10  einstellbar ausgebildet. Er wird deshalb z.

   B. gemäss       Fig.    13, 13a und 13b aus einem Stück mit einem    Plättchen 51 hergestellt und mit diesem spielfrei auf  den Schwalbenschwanz des Wagens 10 aufgeschoben       (Fig.    12), an dem er in     vertikaler    Richtung verschieb  bar ist, um an der Achse der     Zentrierschraube    zen  triert werden zu können. Dies     erfolgt    ebenfalls mittels  der     Madenschraube    46     (Fig.    11). Dann wird die  Schraube 3     (Fig.    11) mit den Lagern 2, 2'     (Fig.    1, 11)  entfernt, mit denen er am Rahmen 1 durch zwei Bü  gel 52, 52'     (Fig.    1, 11) befestigt wird.

   In den Öff  nungen 53, 53' der Platte 51     (Fig.    12, 13) wird der  Zapfen 11 dauernd am Wagen     verstiftet.     



  Bei Anwendung als Linienwähler muss der Wähler  in die Ausgangslage an der nullten Lamelle im Kon  taktfeld     zurückgebracht    werden. Er ist deshalb mit  einem     Nullageschalter,    welcher durch den Schaltarm  wagen gesteuert wird, ausgerüstet. Diese Einrichtung  ist sehr einfach und belastet nicht den Wähler bzw.  den Motor. Sie ist in     Fig.    14 und 15 dargestellt. In  der Kurve 54 der Schraube 3 ist am Boden der Nute  eine Blattfeder 55 befestigt, welche einen     Stift    56  hält, der in der Schraube versenkt ist und durch eine  Schraubenfeder 57 an die Blattfeder 55     gedrückt     wird.

   Beim Anlangen des     Schaltarmwagens    in der  Kurve gelangt der     Führungsstein    12 auf die Blatt  feder 55 und     drückt    diese nach unten, so dass der  Stift 56 durch die Blattfeder 55 entgegen der Wir  kung der Feder 57 nach aussen gedrückt wird und  das gegenüberliegende Ende 58 dieses Stiftes 56 aus  der Schraube 3     herausgeschoben    und der Federsatz  59 umgeschaltet wird. Dieser Federsatz ist in     Fig.    15  schematisch durch einen einzigen Öffnungskontakt  angedeutet. Dadurch wird der Wähler angehalten und  gleichzeitig wird die     Stromzufuhr    des Motors ab  geschaltet.

   Die Steuerung des Federsatzes des     Null-          lageschalters    verursacht bei bekannten Wählerkon  struktionen, wo bloss eine kleine Bahn und eine kurze  Zeit zur     Verfügung    steht, ein plötzliches ungünstiges  Ansteigen der Belastung bzw. einen Stoss. Beim dar  gestellten Wähler wird der     Nullageschalter    in dem  Augenblick gesteuert, in dem der     Schaltarmwagen     sich bereits in der Endkurve 54 der Schraube befin  det, wo er seine Bewegungsrichtung umkehrt. Der  Motor ist in diesem Augenblick entlastet, so dass der  Schalter die Belastung sogar ausgleicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Motorwähler mit einem geraden Kontaktfeld und einem die Schaltarme für die Steuer- und Sprechwege tragenden Wagen, welcher sich in beiden Richtungen geradlinig entlang dem Kontaktfeld bewegt und durch eine Schraube mit einem linksgängigen und einem rechtsgängigen Schraubengewinde angetrieben wird, welche Schraube sich bloss in einer Richtung dreht, wobei die Schaltarme zwei selbständige Sätze bilden, einen für die Steuer- und einen zweiten für die Sprechwege, dadurch gekennzeichnet, dass beide selb ständigen Sätze der Schaltarme (14, 14' und 15) an einem gemeinsamen Halter (13) montiert sind, wel cher auswechselbar an dem Schaltarmwagen (10) be festigt ist, wobei der Satz (15) für die Sprechwege,
    der mit Kontakten aus Edelmetall versehen ist, an diesem Halter (13) senkrecht beweglich zur Bewegung des Wagens (10) gelagert ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Motorwähler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltarmsatz (15) für die Sprechwege verschiebbar an einer Führung (23) ge lagert ist, welche Führung fest mit dem Halter (13) der Schaltarmsätze verbunden ist, wobei auch der Schaltarmsatz (14, 14') für die Steuerwege an dieser Führung montiert ist. 2. Motorwähler nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (23) aus zwei Stan gen besteht, an denen die Schaltarme (14, 14' und 15) aufgezogen sind. 3.
    Motorwähler nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltarmsatz (15) für die Sprechwege durch eine elektromagnetisch gesteuerte Hebelleiste (27) an gestellt wird, welche Leiste entlang der Schaltarm bahn verläuft, schwenkbar gelagert ist und an einen Vorsprung (31) des Schaltarmsatzes (15) angreift. 4. Motorwähler nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Schaltarme (14') in den Steuerwegen mit Flü geln (18, 18', Fig. 4) ausgerüstet sind, über die Strom an die Schaltarme geführt wird. 5.
    Motorwähler nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Antriebsmechanismus tragender Rahmen (1) mit verstellbaren Anschlägen (49, 49', Fig. 2) versehen ist, welche ermöglichen, die richtige Lage der Schalt arme (14, 14' und 15) gegenüber den Lamellen des Kontaktfeldes (33) bei der Wiederaufsetzung des er wähnten Rahmens (1) nach dessen Entfernung vom Hauptrahmen (32), in dem das Kontaktfeld eingesetzt ist, zu sichern. 6.
    Motorwähler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltarmwagen (10) mit einem einstellbaren Zapfen (11) versehen ist, um die Zentrierung des Leitsteins (12), der sich in den Nuten der Antriebsschraube (3) bewegt, mit Bezug auf die Achse dieser Schraube zu erleichtern. 7.
    Motorwähler nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Kreuzungsstellen der Schraubennuten der Antriebsschraube (3) eine Öffnung (45) mit einem Gewinde ausgebildet ist, in welche eine Madenschraube (46) zur Einstellung der richtigen Lage des Schaltarmwagens (10) gegenüber den Schraubennuten bei der Justage des Wählers be stimmt ist, hineingeschraubt zu werden.
    B. Motorwähler nach Unteransprüchen 6 und 7, da durch gekennzeichnet, dass der Zapfen (11) mit einem Kegel (48) versehen ist zur Aufnahme der Spitze (47) der Madenschraube (46).
CH359469D 1958-02-07 1958-02-07 Motorwähler CH359469A (de)

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