CH360733A - Elektronenröhre - Google Patents
ElektronenröhreInfo
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Description
Elektronenröhre Bei Elektronenröhren, insbesondere bei hochbela- steten Senderöhren, ist :es üblich, Elektroden, die sich im Betrieb infolge Erwärmung ausdehnen, durch Federkraft dauernd gespannt zu halten.
Dadurch soll vermieden werden, dass die Elektroden ausser einer Längenänderung noch andere Formänderungen erlei den, welche Kurzschlüsse zwischen verschiedenen Elektroden oder zumindest eine Veränderung den Röhrencharakteristik verursachen können.
Die mechanisch einfachste Anordnung zum Span nen einer Elektrode, nämlich das Anbringen einer Zugfeder an ihrem :
einen Ende, zeigt den Nachteil, dass die Feder stark erwärmt wird, insbesondere dann, wenn sie zum Spannen der Glühkathode verwendet ist. Federn aus üblichem Material versagen daher nach kurzer Betriebszeit. Es muss deshalb ein hoch wärmefestes Material verwendet werden (z. B.
Wolf ram mit Thoriumoxyd oder eine Tantal-Wolfram- Legierung, das aber relativ teuer, in kaltem Zustand spröde und daher schwer zu verarbeiten ist.
Es ist auch bekannt, eine Druckfeder an einem verhältnismässig kühl bleibenden Ort nahe dem Röh rensockel anzuordnen, die über einen auf Druck be anspruchten, zentral im Elektrodensystem liegenden Stab eine Zugspannung auf eine Elektrode ausübt.
Eine solche Anordnung weist einen Nachteil auf, der besonders bei rasch verlaufenden Belastungsänderun- gen der Röhre in Erscheinung tritt und der auf die unterschiedlichen Wärmekapazitäten von Elektrode und Spannvorrichtung zurückzuführen ist.
Handelt es sich beispielsweise um die Spannung der Kathode, so bewirkt das Ausschalten der Heizung eine verhält nismässig rasche Abkühlung der Kathode.
Der zen trale Stab bleibt aber wegen seiner grösseren Wärme kapazität noch verhältnismässig lange warm und daher in verlängertem Zustand. Es wird daher wähnend einiger Zeit eine übermässig grosse Kraft anuf die ebenfalls noch warme Feder ausgeübt, die Du einer Verschlechterung der Federeigenschaften führt.
Allgemein ist die Spannkraft im warmen Zustand der Feder kleiner als bei kalter Feder. Dieser Nach teil wird dadurch noch bedeutungsvoller, @dass mit zu- nehmender thermischer Dehnung der :gespannten Elektrode die Feder noch weiter entspannt wird.
Es müssen daher Federn mit möglichst flacher Charakte- ristik verwendet werden, die aber, wenn die ver langte Spannkraft verhältnismässig hoch ist, unhand- lich .gross und daher in der Röhre schwer unterzubrin- ,gen sind.
Die Erfindung vermeidet die genannten Nachteile der bekannten Spannvorrichtungen. Sie bezweckt mit einfachen Mitteln eine von der Temperatur und von der jeweiligen Dehnung der Elektrode und der Spann vorrichtung unabhängige Spannkraft zu .erzielen. Er findungsgemäss,
soll zum Ausüben einer Spannkraft der Druckunterschied zu beiden Seiten der Röhrenwand ausgenützt werden.
Eine erfindungsgemässe Elektro nenröhre ist demgemäss dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teilstück ihrer vakuumdichten Wand beweglich ausgebildet ist und dass die durch den äusseren Luftdruck auf dieses Teilstück ausgeübte Kraft zum Spannen einer Elektrode ausgenützt ist.
Handelt es sich beispielsweise um eine Hoch- vakuumröhre, so wirkt auf ein beweglich ausgebilde- tes Wandstück von 1 em2 Fläche eine Kraft von rund 1 kg ein. Die zum Spannen einer Elektrode.
erforder- lichen Kräfte liegen üblicherweise zwischen einigen Zehntelkilogramm und einigen Kilogramm,
es ge nügen daher beweglich ausgebildete Flächenstücke von der Grössenordnung 1 cm2. A m einfachsten wird für jede zu spannende Elektrode ein derartiges be wegliches Stück vorgesehen und mechanisch mit dem beweglichen Ende der Elektrode verbunden.
Je nach der zu erwartenden Längenänderung der Elektrode kann das bewegliche Teilstück durch einen weichen, nicht federnden Membranring oder durch einen eben solchen Balg mit der festen Wand oder mit einem weiteren beweglichen Teilstück verbunden sein. Ein solcher Ring oder Balg wird vorzugsweise aus weich- geglühtem,
sauerstoffarmem Kupfer von einigen Zehn- telmillimetern Dicke hergestellt.
Die Figuren zeigen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. In der Röhre nach Fig. 1 wird die Ka ihode K gespannt, die Röhre enthält an Elektroden ausserdem noch das Gitter G und die Anode A.
Die einzelnen zueinander parallelen Leiter der Kathode K sind einerseits am Teller T befestigt, anderseits an den feststehenden Platten P1 und P2, die von den Sockelstiften S1 bzw. S2 getragen werden.
Der Teller T sitzt am oberen Ende des Zentralstabes Z, dessen unteres Ende mit dem beweglichen Teilstück B ver bunden ist. Dieses hat :im vorliegenden Beispiel kreis- förmige Gestalt und ist über den Balg M mit der festen Wand W verbunden, die .im unteren Teil der :gezeigten Röhre :aus Glas besteht.
Der Zentralstab Z gleitet in der aus Isoliermaterial bestehenden Füh rung F, die durch die Platten P1 und P2 gehalten ist.
Die Wirkungsweise der dargestellten Einrichtung ist ohne weiteres klar: der ,auf die Unterseite des beweg lichen Teilstückes B einwirkende äussere Luftdruck spannt durch Vermittlung des Zentralstabes Z und des Tellers T die unten starr befestigten Leiter der Kathode K.
Die Fig. 2 zeigt ganz schematisch und ohne an dere Röhrenbauteile, Isolationen, Führungen und der- ,gleichen darzustellen, eine Anordnung zum Ausüben von Zugspannungen auf zwei Elektroden, z. B. auf Kathode K und Gitter G.
Das aus Achsrichtung be trachtet kreisringförmige bewegliche Teilstück B2 dient zum Spannen der Kathode K. Es ist über den Membranring M2 mit der festen Wand W der Röhre verbunden und wirkt über das Rohr R und den Tel ler T2 auf die zueinander parallelen Leiter der Ka- thode <RTI
ID="0002.0097"> ein. Zur Spannung des schlauchförmigen Git ters G mit Hilfe des Tellers Ti und des Zentralstabes Z dient das koaxial in B2 liegende kreisförmige be- wegliche Teilstück B1, das über den Meinbranring Ml mit dem Teilstück B2 verbunden ist.
Der mit dem Erfindungsgegenstand erzielte tech nische Fortschritt liegt im wesentlichen darin, dass eine konstante, insbesondere von der momentanen Temperatur und von der Röhrenalterung unabhän gige Spannkraft zur Verfügung steht.
Ein Versagen der Spannvorrichtung kann nur eintreten, wenn sich das Vakuum in der Röhre verschlechtert, also nur dann, wenn die Röhre ohnehin unbrauchbar wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektronenröhre, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teilstück ihrer vakuumdichten Wand beweglich ausgebildet ist und dass die durch den äusseren Luftdruck auf dieses Teilstück ausgeübte Kraft zum Spannen einer Elektrode ausgenützt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Elektronenröhre nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein kreisförmiges, bewegliches Teil stück, das über einen Zentralstab mit der zu span nenden Elektrode verbunden ist. 2.Elektronenröhre nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass mehrere bewegliche Teil stücke koaxial zueinander angeordnet sind, von denen jedes zum Spannen je einer Elektrode verwendet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH360733T | 1958-07-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH360733A true CH360733A (de) | 1962-03-15 |
Family
ID=4512719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH360733D CH360733A (de) | 1958-07-16 | 1958-07-16 | Elektronenröhre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH360733A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3340415A (en) * | 1964-10-31 | 1967-09-05 | Philips Corp | Induction gas ionizer having a rotatable envelope |
-
1958
- 1958-07-16 CH CH360733D patent/CH360733A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3340415A (en) * | 1964-10-31 | 1967-09-05 | Philips Corp | Induction gas ionizer having a rotatable envelope |
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