Photographische Kamera mit Schlitzverschluss Die Erfindung bezieht sich auf eine photographi sche Kamera mit Schlitzverschluss und einem gemein samen Triebwerk für Verschlussaufzug und Film transport oder einem gemeinsamen Triebwerk für Verschlussaufzug, Filmtransport und Bewegung eines Reflexspiegels, wobei das gemeinsame Triebwerk mit tels einer als Schnellaufzug ausgebildeten Schalthand habe betätigt wird.
Bei den bisher bekannten photographischen Ka meras mit Schlitzverschluss sind in der Regel das Triebwerk für den Filmtransport und den Verschluss- aufzug sowie die Einrichtung zum Einstellen und Regeln der Belichtungszeit auf der einen Seite der photographischen Kamera im Raum über der Auf wickelspule angeordnet.
Bei den begrenzten Platz- verhältnissen, die hierbei zur Verfügung stehen, müs sen die verschiedenen Triebwerke und Einrichtungen in- und übereinander gelagert werden. Hierdurch wird der Aufbau nicht nur kompliziert und unübersicht- lich, sondern diese Anordnung bedingt auch eine grosse Bauhöhe.
Ausserdem kommt bei dieser An ordnung noch der Nachteil hinzu, dass die Betätigung und das Einstellen der verschiedenen Einrichtungen, wie z. B. der Aufzug für den Verschluss und den Filmtransport, die Einstellorgane für die Belichtungs zeit und die Zählwerkeinrichtung, behind'ertund schwer zug'äagi@g sind.
Dies trifft insbesondere bei solchen Kameras zu, bei denen optische Mess- und Sucher systeme @ode@r Spiegelreflexeinrschtungen angeordnet sind, da diese Einrichtungen den seitlich zur Ver fügung stehenden Raum noch mehr einschränken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine photographische Kamera mit Schlitzverschluss der vorgenannten Art derart auszu#büden, dass<B>d</B>i<B>e</B> dar gelegten Nachteile der bekannten Kameras vermieden werden.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass lauf der einen Seite der Kamera im Be- reiche des Raumes über der Filmaufwückelspule Glas Triebwerk für den Versohluss sowie den Filmtrans- port und auf der anderen Seite der Kamera im Be reiche des
Raumes über der Filmabwickelspule die Einrichtung zum Einstellen und Regeln aller Belich- tungszeiten sowie zur B-Belichtung angeordnet .sind, wobei für die Verbindung zwischen diesen Einrich- tungen und dem Verschlussgetriebe ein Steuerhebel und ein Sperrglied vorgesehen sind, welche gleich- zeitig,
die Freigabe des Versohlussablaufes im Bereiche der eingestellten Belichtungszeiten steuern und wo bei dem Aufzugsorgan eine die Aufzugsbewegung bis zur betätigten Verschlussauslösung verhindernde Sperreinrichtung und ein die Zurückbewegung des Aufzugsorgans bei unvollständigem Aufzug verhin derndes Wechselgesperre zugeordnet ist.
Diese Ausbildung ermöglicht bei niedriger Bau höhe eine übersichtliche und leicht zugängige Anord nung des Verschlussau zwges und des Filmtransportes einerseits sowie der Einrichtungen zum Einstellen und Regeln der Belichtungszeit anderseits. Dabei .hat diese Ausbildung den weiteren Vorteil,
dass die Ge triebe und ihre Bestandteile robust gebaut werden können, was sich ,günstig lauf die Sicherheit der Funk- tion und die Herstellung auswirkt. Weiter erlaubt diese Ausbildung die Anordnung von Mess-, Sucher uni Spiegelreflexeinrichbungen mit grossen Bildaus- schnitten.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes, und zwar eine photographische Kamera mit Schlitzverschluss und Spiegelreflexeinrichtung, ist in den Fig. 1 bis 18 dargestellt. Hiernach zeigen:
Fig. l eine Vorderansicht der Kamera im Schnitt mit der Anordnung eines gemeinsamen Trägers für das Triebwerk der Kamera, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Träger mit dem Verschluss und Hemmwerk, Fig. 3 bis 5 Einzelheiten der Anordnung und Wir- kungsweise der Einrichtung zur Regelung der Ver- ,schlusszeiten,
Fig. 6 und 7 Einzelheiten der Anordnung und Wirkungsweise der -Einstellung und B-Auslösung, Fig. 8 bis 11 in Seitenansicht und im Schnitt die Anordnung und Wirkungsweise der Spiegelreflexein- richtung mit der Springblendenauslösung,
Fig. 12 und 13 die Anordnung und Wirkungs- weise des Vorlaufwerkes, Fig. 14 in der Vorderansicht, teilweise im Schnitt, einen Tesl,der Kamera mit der,Sperreinrichtung, Fmg. 15 eine Draufsicht auf Fig. 14 mit Einzel heiten der Sperreinrichtung,
Fig. 16 >eine Seitenansicht zu Fig. 14 mit der Spiegeleinrichtung im Schnitt, Fig. 17 eine Draufsicht zu Fig. 15 bei aufgezoge- nem Verschluss undgesperrtem und Fig. 18 eine Draufsicht zu Fig. 17 bei abgelaufe nem Verschluss mit freigegebenem Schnellaufzug. Gemäss den <RTI
ID="0002.0060"> Fig. 1 bis 18 ist das Kameragehäuse mit 1 und der Träger mit 2 bezeichnet. Dieser Träger 2, welcher das gesamte Triebwerk für den Verschluss, den Filmtransport, die Spiegeilreflexeinrichtung und das Vorlaufwerk aufnimmt, ist derart ausgebildet,
dass er zusammen mit diesen Triebwerken und Ein- richtungen in das Kameragehäuse l eingesetzt und mit diesem durch lösbare Verbindungen, z. B. .durch die Schrauben 3, festgehalten wird. Im Kamera- gehäuse 1 ist weiter der Spulenraum 4 für die Auf wickelspule 5 und der .S.pulenraum 6 für die Abwik- kelspule 7 vorgesehen.
Als Belichtungsverschluss ist ein mit zwei Vor hängen arbeitender Schlitzverschluss bevorzugt, wobei .die beiden Vorhänge jeweils durch Rollen, die gleich achsig mit den Triebrädern 8 und 9 verbunden sind, angetrieben werden.
Auf die Darstellung der Rollen und Vorhänge, deren Ausführung an sich bekannt ist, wurde beim Ausführungsbeispiel verzichtet. So wohl die Vorhänge und Rollen als auch deren Trieb räder 8 und 9 .erhalten ebenfalls durch den Träger 2 ihre Lagerung. Der Antrieb des ersten Vorhanges, welcher die Belichtung freigibt, erfolgt über das Triebrad 8 durch das Verschlussrad 10, welches auf der Antriebswelle 11 lose gelagert ist.
Das Verschluss- rad 10 hat eine ringförmige Aussparung 12, .in die der Mitnehmerstift 13 des Verschlussrades 14 ein- greift, welches über das Zahnrad 9 den Antrieb des zweiten Vorhanges bewirkt, der die Belichtungs öffnung abdeckt. Das Verschlussrad 14 ist ebenfalls lose auf der Antriebswelle 11 gelagert.
Mit dem Ver- schlussrad 10 ist weiter der Sperrnocken 15 verbun den, mit welcher der um den Drehpunkt l ö gelagerte Sperrhebel 17 zusammenarbeitet, der durch die Feder 18 jeweils in die Sperrlage bewegt wird. Durch den Sperrhebel 17 wird über .den Sperrnocken 15 der Ablauf des Verschlussrades 10 und .damit das ge samte Triebwerk des Verschlusses gesperrt und frei gegeben.
Der Aufzugdes Verschlusses wird bewirkt durch die als .Schnellaufzugshebel 19 ausgebildete Schalt handhabe, mit der mittels der Welle 20 das Sperr- isegment 21 und das untere Zahnrad 22 fest verbun den sind.
Das Sperrsegment 21 arbeitet mit der Sperrklinke 25 zusammen, die während der Aufzugsbewegung ein Zurückgehen des Schnellaufzugshebels 19 verhindert und denselben jeweils erst freigibt, nachdem der Ver schluss vollständig aufgezogen ist. Hierdurch wird ein ungenügender Verschlussaufzug verhindert. Vom Zahnrad 22 wird das Zahnrad 23 angetrieben, mit dem durch die Welle 11 der Mitnehmer 24 fest ver bunden ist.
Bei der Aufzuggsbzwegaung nimmt der Mit nehmer 24, indem derselbe :an den Sperrnocken 15 des abgelaufenen Verschlussrades 10 anstösst, dieses reit und @bewegt dasgesamte Triebwerk bis zur Sperr lage.
Bei dieser Bewegung wird gleichzeitig durch die ringförmige Aussparung 12 des Verschlussrades 10, an die der Mitnehmerstift 13 des Ve:rschlussrades 14 anstösst, das Verschlussrad mitgenommen und hier durch ,über das Zahnritzel 9 der zweite Vorhang auf gezogen.
Mit der Schalthandhabe 19 wird ausserdem der Filmtransport betätigt. Zu diesem Zwecke greift das Sperrseigment 21 mittels eines Mitnehmers 27 in eine ringförrnige Aussparung 26 des darunter angeordne ten Zahnrades 28 ein, welches lose auf der Welle 20 gelagert ist. Mit dem Zahnrad 28 stehen weiter die Zahnräder 29 und 30 in Verbindung, wobei durch ,
das letztere - wie insbesondere die Fg. 12 und 13 zeigen - das Zahnrad 31 angetrieben wird. Dasselbe nimmt dann durch eine Friktionskupplung den Mit nehmer 33 der Aufwickelspule 5 mit.
Die Friktions- küpplungbesteht .aus einer Drehfeder 32, die mit dem Spulenmitnehmer 33 derart in Verbindung steht, dass sie denselben bei der Aufzugsbewegung reibschlüssig n ätnünmt, so dass trotz der steten Veränderung des Durchmessers der aufgewickelten Filmlagen stets ein verlässlicher Filmaufzug gewährleistet ist.
Bei dem Zurückbewegen des Schnellaufzugshebets 19 zieht sich die Drehfeder 32 auf und bewirkt hierdurch einen Freilauf bzw. eine Entkupplung vom Spulenmitneh- mer 33.
Die Fig. 1, 2, 12 und 13 lassen !erkennen, dass das beschriebene Triebwerk für den Verschluss und Filmtransport im Bereiche über dem Spulenraum 4 angeordnet ist. Demgegenüber sind .auf .der anderen Seite des Kameragehäuses 1 im Bereiche über dem Spulenraum 6 die Mittel zum Einstellen und Regeln der Belichtungszeit angeordnet.
Die Verbindung zwi schen ,diesen Einrichtungen erfolgt durch den Steuer hebel. 34, der um den Drehpunkt 35 beweglich ge lagert ist und mit dem einen abgebogenen Ende in die Aussparung bzw. Unterbrechung der ringförmigen Erhöhung 36 des Verschlussrades 14 hineinragt.
Mit seinem anderen Ende -greift der Steuerhebel 34 mittels seines Stiftes 37 an die im folgenden näher erläuterten verschiedenen Glieder des Hemmwerkes, die ent sprechend ihrer jeweiligen Einstellung verzögernd wirken und hierdurch den Ablauf des Verschlussrades 14 und damit die Belichtung entsprechend bzeinflus- sen.
Zur Erreichung der langen Belichtungszeiten, z. B. im Bereiche von i/2;, Sek. bis 1 Sek., dient das aus dem Zahnradsegment 38 und den damit in Verbin dung stehenden Zahntrieben 39, 40, dem Ankerrad 41 und dem Anker 42 bestehende Hemmwerk, das jeweils durch die Feder 43 in seine Anfangsstellung zurückbewegt wird. An dem Zahnradseigrnent 38, das sich um .den Drehpunkt 44 bewegt, ist der Stift 45 befestigt.
An diesen legt sich der um den Drehpunkt 46 bewegliche Winkelhebel 47 an, der mit seinem anderen Arm durch den Stift 48 an die Kurven scheibe 49 anlegt, die vermittels der Welle 50 mit dem Zeiteinstellknopf 51 fest verbunden ist.
Infolge dieser Ausbildung kann vermittels des Zeiteinstell- knopfes 51 durch die Kurvenscheibe 49 über den Winkelhebel 47 das Zahnradsegment 38 des Hemm werkes weniger oder mehr oder vollständig in und aus dem Schwenkbereich des Verbindungshebels 34 bzw.
seines Stiftes 37 bewegt und hierdurch dement sprechend der Ablauf des Verschlussrades 14 belein- flusst werden.
Um kürzere Belichtungszeiten, z. B. ,im Bereiche von 1/s0 bis 1/12,, Sek., zu erreichen, kann die durch den Anker 42 bewirkte Verzögerung ausgeschaltet werden, so dass alsdann das Triebwerk ,ohne Anker- hemmung -wirksam ist. Diem.gemäss ist der Anker 42 auf dem einarmigen Hebel 52 beweglich befestigt, der um den Drehpunkt 53 lagert und weiter einen Stift 54 trägt, der an der Kurvenscheibe 55 anliegt, die eben falls durch die Welle 50 mit dem.
Zeheinstelllcnopf 51 fest verbunden -ist. Durch die Kurvenscheibe wird bei entsprechender Einstellung der Anker 42 in und ausser Eingriff mit dem Ankerrad gebracht, wobei die Feder 56 jeweils den Hebel 52 in die Ankerein- griffslage bewegt.
Zur Erreichung noch kürzerer Belichtungszeiten, z. B. im Bereiche von i/250 bis 1/500 Sek., wird bei Abschaltung !der bisher erläuterten Hemmwerksein- richtungdie mit dem Zeiteinstellknopf 51 .durch die Welle 50 ebenfalls fest verbundene Kurvenscheibe 57 derart wirksam, dass hierbei der daran :angelenkte :
doppelarmige Kurzzeitenheb,el 58, Ader um den Dreh punkt 59 lagert, durch ,die Wirkung der Feder 60 mit seinem anderen Arm in den Schwenkbereich des Steuerhebels 34 bzw. seines Stiftes 37 bewegt wird.
So wohl bei dieiser als auch den übrigen Zeiteinstellungen wirkt der Steuerhebel 34 durch seine langarmige Aus bildung und die hierdurch bedingten Massen- und Trägheitsmomente gleichzeitig als Regulator mit dem Vorteil einer konstanten Wirkungsweise, so @dass die bisher unvermeidlichen Streuungen gegenüber der eingestellten Zeit wesentlich vermindert werden. Bei .noch kürzeren Belichtungszeiten, z.
B. von 1/1()0o Sek., ist es zweckmässig, bei Abschaltung aller Hemmwerkseinrichtungen zugleich auch den Steuer hebel 34 vollständig aus dem Ablauf sbereich des Ver- schlussrades 14 zu schalten, so dass derselbe bei dieser Einstellung unwirksam ist.
Dies kann durch leine nicht mit dargestellte schwache Hilfsfeder erreicht werden,
die beispielsweise als Drehfeder um den Drehpunkt 35 lagert und den Steuerhebel jeweils aufs der Aus sparung der ringförmigen Erhöhung 36 des Ver- schlussrades 14 zu bewegen sucht. Bei @dieser Einstel lung rollen alsdann die beiden Vorhänge ,in der auf eine Belichtungszeit von 1/1000 Sek. vorgebildeten und vom Verschlussweg selbst ausgelösten Schlitz breite ohne Verzögerung ab.
Zur B-Einstellung dient folgende Einrichtung: Mit dem Zeiteinstellknopf 51 ist durch die Welle 50 noch die mit einer Aussparung versehene Einstel- lungsscheibe 61 verbunden, die mit dem Winkel hebel 62 zusammenarbeitet, der um den Drehpunkt 63 lagert. Mit dem Winkelhebel 62 isst un .dem einen Arm das Sperrglied 64 gelenkig verbunden, .das an ,seinem anderen Ende einen Sperrhaken 65 hat,
der mit einer am Steuerhebel 34 vorgesehenen Lasche 66 zusammenarbeitet. An dem Sperrhaken 65 ist weiter der Auslösehebel 67 angelenkt, der um den Dreh punkt 68 gelagert ist und durch die Wirkung der Feder<B>69</B> gleichzeitig das Sperrglied 64 mit seinem Sperrhaken 65 aus dem Schwenkbereich der Lasche 66 bewegt, wie dies Fig. 6 zeigt.
In der B-Stellung stellt die Einstellscheibe 61 mit ihrer Aussparung derart, dass in diese der Winkelhebel 62 :durch die Wirkung :
der Feder 70 einfallen kann. Diese Bewe gung wird aber zunächst durch den am Sperrhaken 65 des Sperrgliedes 64 garngelenkten A.uslösehebel 67 durch dessen starke Feder 69 verhindert. Beim Aus lösen, das in der gezeigten Pfeilrichtung erfolgt, be- wegt,sich der Auslösehebel 67 nach rechts, ,
so d ass das hieran angelenkte Sperrglied 64 durch den Winkel hebel 62 zufolge der Wirkung der Feder 70 nachfol gen kann. Bei dieser Bewegung greift der Sperrhaken 65 über die Lasche 66 des Steuerhebels 34 und sperrt denselben, so dass der Ablauf des Verschlussrades 14 und damit des zweiten Vorhanges verhindert ist.
Die Freigabe aus dieser Sperrlage erfolgt alsdann beim Zurückbewegen des Auslösers 67.
Von dem Verschlussgetriebe wird durch .das Zahn- .rad 23 weiter das Getriebe, bestehend aus den beiden Kegelrädern 71, 72 und den hiermit verbundenen Zahnrädern 73 und 74 ;angetrieben, :
die ebenMs am Träger 2 angeordnet sind. Dieses Getriebe bewirkt den Antrieb der .Spiegelreff, exainrichtung und die Be- tätigung des mit einer halb- oder vollautomatischen Springblende versehenen Objektivs 75.
Die Spiegel- reflexeinrichtung besteht aus dem Spannhebel 76, ,der um den Drehpunkt 77 gelagert ist .und durch die Feder 78 bewegt wird. Dieser Spannhebel 76 steht mit dem .einen Hebelende mit dem Auslösehebel 67 in Verbindung, der mittels des Rostes 79 den Spann hebel 76 in oder :
gespannten Lage gesperrt -hält, wie dies Fig. 11 zeigt. Am anderen Hebelarm ist am Spannhebel 76 der .einstellbare Druckbolzen 80 ange ordnet, der gegen die Sperrklinke 81 wirkt, welche um den Drehpunkt 82 gelagert ist und durch die Feder 83 jeweils in die Sperrlage bewegt wird.
Wie Fig. 8 zeigt, umgreift in der Sperrlage die Sperrklinke 81 den verstellbaren Bolzen 84,des Spie gels 85 und hält hierdurch denselben in der wirksa men Reflexlage von 45 fest.
Der Spiegel 85 ist um die Achse 86 schwenkbar gelagert und wird nach seiner Freigabe aus der Reflexlage :durch ,die Feder 87 nach oben in die unwirksame Lagegeschwenkt, wie dies Fig. <B>10</B> darstellt.
An dem Spannhebel 76 -ist weiter der Stift 88 befestigt, durch welchen der um den Drehpunkt 89 gelagerte Hebel 90 für die Aus lösung der Springblendeneinrichtung des Objektivs 75 betätigt wird. Am Hebel 90 ist ein ebenfalls ein- stellbarer Druckbolzen 91 angeordnet, der gegen den Schaltstift 92 für die Auslösung der Springblende stösst.
An dem Spiegel 85 bzw. seinem Halter befin det sich - wie insbesondere Fig. 9 zeigt - seitlich die Lasche 93.
Diese stösst, wenn der Spiegel 85 aus seiner Reflexlage .ausgelöst ist, bei seiner Schwenk bewegung ran die Schräge 94, die ein Bestandteil des Sperrhebels 17 bildet und bewegt dabei diesen aus der Sperrlage, so dass ;alsdann d a5 Verschlussgetriebe freigegeben ist und :ablaufen kann.
Der Spannhebel 76 steht ausserdem mit seinem unteren Arm mit einem Vorlaufwerk 95 in Verbin dung, das nach dem Ausführungsbeispiel am Boden des Trägers 2 :angeordnet ist.
Das Vorlaufwerk 95 besteht - wie die Fig. 12 und 13 zeigen - im we sentlichen aus dem Aufzugshebel 96, mit dessen Lagerwelle 97 eine Kurbelscheibe 98 fest verbunden ist, deren Stift 99 den Schieber 100 befähigt, der un ter der Wirkung der Feder 101 steht.
Der Schieber 100 wird ,durch die beiden Bolzen 102 in den Schlit- zen 103 einer Platine geführt und ist mit seinem umgewinkelten Teil als Zahnstange 104 ausgebildet, durch die das Hemmwerk - bestehend aus den Triebrädern 105, 106, 107,
dem Ankerrad 108 und dem Anker 109 - seinen Antrieb erhält. Das Vor laufwerk 95 besitzt weiter den mehrarmigen Sperr hebel 110, der um den Drehpunkt 111 lagert und durch die Feder 112 jeweils ,in die Sperrlage bewegt wird.
Der Sperrhebel 110 steht durch seinen Stift 113 mit dem zweiarmigen Hebel 114 in Verbindung, der um den Drehpunkt 115 gelagert ist .und mit seinem anderen Ende die Bewegung des Ankers 109 sperrt oder freigibt. Ausserdem kommt der mittlere Arm in den Bewegungsbereich der an der Zahnstange 104 befestigten Lasche 116,
die hierdurch den Sperrhebel 110 paus der Sperrlage bewegt.
Beim Auslösendes Spannhebels 76 ,gleitet dessen Ende zunächst an der Schräge 117 des Sperrhebels 110 entlang und bewegt hierdurch denselben so weit, dass der ,damit in Verbindung stehende Hebel 114,den Anker 109 freigibt. Dadurch tritt das Hemmwerk durch die Wirkung der Feder 101 in Tätigkeit, aber der Sperrhebel <B>110</B> hält trotzdem mit seiner Sperr- nage noch den Spannhebel 76 fest.
Die Freigabe aus dieser Sperrlage erfolgt erst, nachdem im Zuge der weiteren Ablaufbewegung die Zahnstange 104 mit ihrer Lasche 116, den Sperrhebel 110 vollständig aus seiner Sperrlage verschwenkt hat.
Das Zurückbewe- gen des ausgelösten Spannhebels 76 in seine Spann lage und ebenso das Zurückschwenker des, ausge lösten Spiegels 85 in seine Reflexlage erfolgt gleich- zeitig beim Aufzug des Getriebes durch die Schalt handhabe 19, wobei der Spannhebel 76 durch den am Zahnrad 73 befestigten Mitnehmerstift <B>118</B> und der Spiegel 85 .,
durch den am Zahnrad 74 befestigten Mitnehmer 119 in die vorerwähnten Stellungen bewegt wird. Mit dem Verschlussgetriebe kann noch ein Zähl- werkbetätigt werden, das durch dies Zahnrad 120 angetrieben wird.
Die vom Objektiv 75 kommenden Strahlen werden über den Spiegel 85 der Bildfeld- linse 121 zugeleitet, wobei ausserdem noch zusätz liche optische Mittel vorgesehen sein können, die eine selten- und höhenrichtige Betrachtung des Bildes gestatten.
Dem Schnellaufzugsheibel 19 ist einerseits ein Wechselgesperre, anderseits eine zusätzliche Sperr einrichtung zugeordnet.
Das Wechselgesperre besteht hierbei aus, einem mit der Welle 20 des Schnellaufzugshebels 19 verbunde nen Sperrsegment 21, mit dem eine unter Wirkung einer Pendelfeder stehende Sperrklinke 25 :derart zusammenarbeitet, dass hierdurch ein Rücklauf des Schnellaufzugshebels 19 während der Aufzugsbewe gung verhindert und erst nach erfolgtem vollständigem Aufzug durch eine am :
Sperrsegment 21 vorgesehene Aussparung freigegeben wird. Bei Erreichen dieser Aussparung wird die Sperrklinke 25 durch die Wir kung ihrer Pendelfeder so bewegt, ,ass sie bei der Rückbewegung des Schnellaufzugshebels 19 in ent- gegengeisetzter Richtung sperrend wirkt. Dadurch wird .die Möglichkeit einer nochmaligen Aufzugsbe- wegung während des Rücklaufs des Schnellaufzugs- hebels 19 verhindert.
Die zusätzliche Sperreinrichtung besteht im we sentlichen aus einem Schalthebel 122, der um den Drehpunkt 123 der Deckkappe 124 gelagert ist und durch die Wirkung der Feder 125 gegen den Sperr hubel 17 anliegt, welcher ,die Aufzugsbewegung des Verschlusses sperrt und dessen Ablauf freigibt. Der Schalthebel 122 ist mit dem Schaltglied 126 fest ver bunden, das eine Fläche 127 besitzt.
Das Schaltglied 126 ist unterhalb des hohl ausgebildeten Schnellauf zugshebels 19 derart gelagert, dass es in dessen Schwenkbereich liegt. Der Schnellaufzugshebel 19 hat einen, gemäss seiner äusseren Form entsprechenden, umlaufenden, nach unten gezogenen Rand 128, der im Bereich ödes Schaltgliedes 126 eine Aussparung 129 aufweist.
Dieselbe ist derart angeordnet und aus- gebildet, dass der Schnellaufzugsheb@el 19 bei .seiner Bewegung gemäss der ,in Fig. 17 gezeigten Lage des Schaltgliedes 126 an dasselbe stösst, wodurch ,die Auf zugsbewegung gesperrt bzw. behindert ist. Demgegen- über gestattet die in Fig. 18 gezeigte Lage des Schalt gliedes 126 die unbehinderte Aufzugsbewegung.
Die Wirkungsweise der Einrichtung .ist folgende: Bei aufgezogenem Versahluss nehmen die einzel- nen Teile der !Einrichtung die in den Fig. 14 bis 17 gezeigten Lagen ein.
Der Verschlussablauf ist hierbei durch den Sperrhebel 17 gesperrt und dieser hat gleichzeitig den hieran anliegenden Schalthebel 122 in eine solche Lage bewegt, dass dessen Schaltglied 126 eine Bewegung des Schnellaufzuges verhindert. In dieser Lage ist somit kein Aufzug des Venschluss- getriebes und des Filmtransportes möglich, so dass auch keine Leerbilder entstehen können.
Damit ist zwangsläufig veranlasst, dass erst eine Auslösung er folgen russ, bevor ein Aufzug möglich ist. Bei dieser Auslösung, die durch die Betätigung des Auslöse hebels 67 erfolgt, gibt dessen Rast 79 den Spann hebel 76 frei, der alsdann durch die Wirkung der Feder 78 den Spiegel 85 aus seiner Reülexlaige aus löst.
Dieser bewegt seinerseits bei dar Schwenkbewe- gung die Lasche 93, die hierbei an :die Schräge 94 des Sperrhebels 17 anstösst, diesen .aus .der .Sperrlage, so dass alsdann der Verschluss ablaufen kann.
Gleich- zeitig mit dieser Bewegung verschwenkt -der Sperr hebel 17 den hieran angelenkten Schalthebel 122, dessen Schaltglied hierdurch in eine solche Lage be wegt ist, dass alsdann die Aufzugsbewegung freigege- ben wird und durchgeführt werden kann. Bei :dieser Aufzugsbewegung werden alle Funktionsglieder wie der in ihre Ausgangslage zurückgeführt.
Hierbei verhindert die mit dem Sperrsegment 21 zusammenarbeitende Sperrklinke 25 ein vorzeitiges Zurückbewegen des Schnellaufzugshebels 19 und gibt dessen Rücklauf frei, nachdem der Aufzug ;aller Funktionen vollständig erfolgt ist. Anderseits verhin dert die Sperrklinke 25 während dasRücklaufes des Schnellaufzugshebe@ls 19 eine nochmalige Aufzugs- bewegung.
Die Erfindung beschränkt sich nicht sauf das dar gestellte Ausführungsbeispiel, und ihre Anwendung ist auch bei solchen photographischen Kameras mög lich, d=ie ohne Spiegelreflexsinrichtuug arbeiten oder Objektive ohne Springblende benutzen.
Bei :solchen Kameras erübrigt sieh bei Anwendung der Erfindung die Anordnung der Mittel für die Spiegelreflexein- richtung und das Auslösen der Springblende. Die Aus lösung des Verschlusses kann bei dieser vereinfachten Ausführung auch dadurch erfolgen, dass der Aus- lösehebel 67 gleichzeitig ;
als Sperrhebel für Idas Ver- schlussrad 10 ausgebildet ist, so dass bei seiner Be tätigung gleichzeitig das Verschlussrad 10 freigegeben und ebenso die B-Einstellung gesteuert wird. Diese Wirkungsweise kann auch dadurch erreichet werden, dass der Auslösehebel,67 mit dem Sperrhebel 17 ge kuppelt wird.