Vorrichtung zum Einschieben von Beilagen, wie beispielsweise Prospekte,
Warenproben und dergleichen, zwischen hintereinandergestapelte, auf Förderbändern geführte Massengüter
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbringen von Beilagen, wie beispielsweise Prospekte, Drucksachen, Musterproben und andere Waren, zwischen hintereinander gestapelte, auf Förderbändern geführte Massengüter. Im Zuge der Automatisierung unter dem Gesichtspunkt der Produktivitätssteigerung der industriellen Erzeugung wird der Zwischentransport von Erzeugnissen in der laufenden Fertigung bis zum versandfertigen Verpacken in zunehmendem Masse unter Einsatz von Fliess- oder Förderbändern durchgeführt.
In vielen Fällen werden die zum Versand bestimmten Güter, gleichgültig, ob es sich hiebei um Einzelerzeugnisse in Stückform wie Schokolade, Kekse, Seifen, Damenbinden und dergleichen oder um bereits vorverpackte Güter wie Tabak- und Zigarettenpackungen, Papiertaschontücher usw. handelt, mittels Förderbändern hintereinander gestapelt, automatisch in die Kartonier- bzw. Schachtelpack- und Verschliessmaschinen geführt.
In diesen Fällen ist es schwierig, zwischen die auf den Förderbändern gestapelt transportierten Güter oder Packungen noch irgendwelche Beilagen wie Gebrauchsanweisungen, Werbeschriften, Prospekte, Muster usw. in gleichmässigen Abständen so einzuschieben, dass sich jeweils ein Stück davon in der endgültigen Mehrstückpackung befindet.
Würde dieses Einschieben von Prospekten, Mustern und sonstigen Waren von Hand geschehen, dann müssten damit ununterbrochen eine oder sogar mehrere Personen beauftragt werden, um vor allen Dingen in regelmässigen Abständen das Verteilen der Beilagen an dem vorüberlaufenden Stapel durchzuführen. Ausser diesen hohen Anforderungen an Aufmerksamkeit ist dies körperlich dadurch anstrengend, dass der in Bewegung befindliche Fliessbandstapel in bestimmter Regelfolge unter nicht unbedeutendem Kraftaufwand auseinandergedrängt werden muss, um den Platz für den Einleger zu schaffen. Ausserdem ist zu beachten, dass durch die Handmanipulation den hygienischen Erfordernissen nur schlecht Rechnung getragen werden kann. Aus der Absicht, eine sicher wirkende, im Aufbau einfache Vorrichtung zu schaffen, ist vorliegende Erfindung entstanden.
Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, zur Bildung von Zwischeräumen in dem Förderstrang der Massengüter zu beiden Seiten des Förderbandes paarweise gegenüberstehende Magnete anzuordnen, deren beweglich ausgebildete Eisenkerne mit am Stapel anzugreifend bestimmten Mitteln, wie z. B. Platten, zum Abbremsen des Fördergutes ausgerüstet sind. Zweckmässigerweise wird dabei die Anordnung so getroffen, dass zwei Magnetpaare zu beiden Seiten des Förderbandes angeordnet werden, von denen das erste in Bewegungsrichtung des Förderbandes unbeweglich, das andere, später liegende längs dieser Richtung bewegbar sind.
Eine vorzugsweise Ausbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung sieht zur Herstellung dieser Bewegung gleichfalls Magnete vor, die etwa parallel zur Förderrichtung stehen und entsprechend obigen Ausführungen beweglich angeordnet sind und die mit Greifern auf die Bewegung der Fördergüter einwirken.
Bei dieser Ausführungsform besteht somit der Arbeitsgang darin, dass beide Elektromagnete den Lauf der Fördergüter auf dem sich weiterbewegenden Förderband aufhalten. Die anschliessende Bewegung des einen der beiden Magnetpaare, beispielsweise in der Förderrichtung, schafft einen Zwischenraum oder eine Lücke zum Einschieben von Beilagen aller Art.
Zur Durchführung der erfindungsgemässen Vorschläge wird das Förderband vorzugsweise in horizontaler oder schwach geneigter Richtung angeordnet. Die einzuschiebenden Beilagen kommen beispielsweise aus einem Magazin oberhalb des Förderbandes. Der Stapelbehälter für die Beilagen kann entweder parallel oder geneigt zur Förderbahn angeordnet sein. Vorteilhaft mittels eines weiteren Elektromagneten, dessen Kern einen mit Weichgummi oder Schaumstoff versehenen Finger hat, wird der jeweils zu oberst liegende Prospekt vorgeschoben. Die Drucksache kann von einem an dieser Stelle vorhandenen, angetriebenen Walzenpaar erfasst werden und durch entsprechende Führungen senkrecht von oben in den durch die beiden Magnetpaare geschaffenen Zwischenraum oder Lücke gelangen.
Die Ausbildung kann so getroffen werden, dass, sobald der Prospekt eingelegt ist, alle drei Magnetpaare in ihre Ruhe- oder Ausgangslage, z. B. mittels Federzuges, zurückgehen und die Lücke um den eingelegten Prospekt sich schliesst.
Die Einrichtung ist weiterhin mit Vorteil so getroffen, dass ein entsprechend eingestelltes Zählwerk nach Vorbeilauf von 5, 10 oder einer anderen gewünschten Stückzahl die Magnetpaare in der oben beschriebenen Weise auslöst und betätigt.
In der nachstehenden Beschreibung wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert, und zwar zeigen:
Fig. 1 die Vorrichtung in Seitenansicht und Fig.2 die Vorrichtung in Ansicht von oben.
Mit 1 ist ein Förderband bezeichnet, auf dem hintereinander gestapelte Massengüter befördert werden. Über dem Förderband befindet sich ein Behälter 2 mit den zum Einlegen bestimmten Prospekten oder anderen Drucksachen oder dergleichen. In dieser beispielsweisen Ausführung ist der Behälter 2 parallel zur Förderrichtung, also horizontal, angeordnet.
Er kann erforderlichenfalls auch geneigt dazu gestaltet sein. Ein von einem Magneten 4 bewegbarer Einschieber 3 ist in seinem auslaufenden Ende bei 3a mit einem Gummi- oder Schaumstoff-Finger ausgerüstet. Infolge seines Auflagegewichtes und der mit diesen Werkstoffen verbundenen Reibung wird nun mit Bewegung des Eisenkernes ein Prospekt nach vorne geschoben und gelangt über ein Walzenpaar 5, das der weiteren Prospektbewegung dient, durch entsprechend geformte Leitbleche 6 in die durch die geeignet gesteuerten Magnetpaare im Fördergut geschaffene Lücke.
Zur Erleichterung des Prospektvorschubes wird die Prospektzufuhr-Einrichtung entweder insgesamt auf beliebige Weise gerüttelt oder der Einschieber 3 ist so federnd gelagert, dass er jeweils nach jedem Hub um seine Ruhelage schwingende Bewegungen ausführen kann, so den nächstliegenden Prospekt von dem darunter liegenden Stapel von Prospekten löst und das Vereinzelnen der Drucksachen fördert.
Zu beiden Seiten des Förderbandes befindet sich ein Magnetpaar aus einander gegenüberstehenden Magneten 7, das in einstellbaren Arbeitsakten je nach der Vorschubgeschwindigkeit des Fliessbandes 1 die gestapelten Güter abbremsen bzw. auf dem weiterlaufenden Band zurückhalten kann. Die beiden Magnete 7 haben auf ihrer Vorderseite Platten, die rauh sind oder Vorsprünge oder sonst geeignet ausgebildete Finger, um das Abbremsen des vorbeigeförderten Stapels hervorzurufen und zu ermöglichen.
Eine vorteilhafte Ausbildungsform entsteht dadurch, dass die in den bewegten Stapel eingreifenden Platten seitwärts federnd gelagert sind und von dem Magneten 7 in den vorbeifliessenden Stapel hineingedrückt werden. Nach Unterbrechung des Stromes bewegt sich der beispielsweise unter Federeinwirkung stehende Eisenkern des Magneten wieder in seine Ruhelage zurück und die Platte löst sich unter der gleichen Federung. Durch die Ausbildung von Schrägflächen an der Platte kann die Freigabe zusätzlich gefördert werden. Die beiden anderen, seitlich des Bandes angeordneten Magnete 8 sitzen auf den Eisenkernen von weiteren Magneten 8a, die Magnetpaare 8 und 8a sind somit rechtwinklig zueinander angeordnet.
Die seitlich angeordneten Magnete 8 werden gleichzeitig wie die Magnete 7 gesteuert und greifen mit ihren Fingern oder vorspringenden Flächen, die auf den Eisenkernen befestigt sind, in den Stapel ein.
Infolge ihrer eine Längsbewegung ermöglichenden Anordnung auf den Eisenkernen der Magnete 8a, die später als die Magnetpaare 7 und 8 eingeschaltet werden, entsteht wegen dieser erheblich schnelleren Bewegung als der des Förderbandes 1 eine Öffnung oder Lücke im Strang der hintereinander gestapelten Güter, die das Einlegen von Drucksachen oder anderen Waren mit Hilfe des oben beschriebenen Einlegers erlaubt. Nach Ablauf des ganzen Vorganges lösen sich die Magnete 7 und 8 automatisch von dem Stapel, und ihre Eisenkerne gehen unter Federeinwirkung in die Ruhelage zurück. Die Lücke im Förderstrang schliesst sich und die Beilage wandert in genau nach Stückzahl einstellbaren Abständen zwischen den geförderten Gütern mit in die Verpakkungsmaschine ein.
Zur Steuerung aller Elektromagnete für den Prospekteinschieber, für die Stapelbremsen und für den Stapelvorschub dienen gesteuerte Relais.