CH361627A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

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CH361627A
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CH
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sep
fatty acids
acid
heated
oil
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Donatus Von Mikusch-B Johannus
Hermann Mebes Karlheinz
Robert Mills Maurice
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Unilever Nv
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    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09F7/00—Chemical modification of drying oils
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11C—FATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00—Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Kondensationsprodukten       Die Erfindung bezieht sich auf die     Herstellung     neuartiger Kondensationsprodukte durch     Erhitzung     von     hydroxylgruppenfreien    höheren Fettsäuren oder  Mischungen, die solche enthalten.

   Wenn die Aus  gangsstoffe ungesättigt sind,     sind    die erhaltenen Pro  dukte besonders     geeignet    als trocknende Stoffe zur  Verwendung in Ölfarben, Firnissen,     Kernölen,        Lino-          leum    und dergleichen, wo sie trocknende Öle     ganz     oder teilweise ersetzen     können.    Wenn die Ausgangs  stoffe gesättigt sind,     sind    die erhaltenen Produkte  geeignet zur Verwendung in z. B.     Abschreckölen,     Weichmachern und dergleichen.  



  Es ist bekannt,     hydroxylgruppenhaltige        Öle    oder  Fettsäuren, oder ungesättigte Öle oder Fettsäuren, die  zuvor durch Oxydation in     hydroxylgruppenhaltige     Öle oder Fettsäuren verwandelt worden sind,     in     Gegenwart von einigen Prozenten Borsäure unter  erniedrigtem Druck auf Temperaturen von 260 bis       300     zu erhitzen. Die auf diese Weise     erhaltenen,    Pro  dukte bestehen vorwiegend aus Estern.  



  Es ist weiter bekannt, fette Öle zusammen mit  untergeordneten Mengen Fettsäuren unter     ähnlichen     Bedingungen zu erhitzen, wobei unter     Abdestillieren     der im Öl enthaltenen     kurzkettigen    Fettsäuren     eine          Umesterung        stattfindet.    Die auf diese Weise erhal  tenen Produkte sind     Glyceride.     



  Es wurde     gefunden,    dass neuartige Kondensa  tionsprodukte erhalten werden, wenn     hyd'roxylgrup-          penfreie    höhere     Fettsäuren    oder     Gemische,    die solche  Fettsäuren enthalten, in Gegenwart einer kleinen  Menge eines Katalysators auf eine Temperatur zwi  schen 220 und 330  so lange erhitzt werden,

   bis eine  erhebliche Menge freier Fettsäuren in     Unverseifbares     mit einem     mittleren        Molekulargewicht        übereinstim          mend    mit dem berechneten     Molekulargewicht        eines            Kondensationsproduktes    von wenigstens drei Fett  säuremolekülen umgesetzt ist. Für praktische Zwecke  werden Temperaturen zwischen 250 und 300  bevor  zugt.  



       Gegebenenfalls        kann    man aus dem Reaktions  gemisch eine Fraktion von Fettsäuren von niedrigem       Molekulargewicht        abd'estillieren,    um ein stärker unge  sättigtes Endprodukt zu erhalten..  



  Die Fettsäuren     können    gesättigt sein; ungesättigte  werden     jedoch        bevorzugt.     



  Die Erhitzung kann unter     atmosphärischem    Druck       unter    Durchleiten     eines        inerten    Gases, wie Stickstoff,  durch das Reaktionsgemisch, aber vorzugsweise unter  Vakuum ausgeführt werden.  



  Wenn die Reaktion bei einem hohen Vakuum  ausgeführt wird, kann die     Reaktionstemperatur    oft  nicht auf einmal den Bezirk     zwischen    220 und 330   erreichen, da das Gemisch     während    der ersten Phase       der    Reaktion bei einer niedrigeren Temperatur als  220  sieden kann, wobei Fettsäuren zusammen mit  flüchtigen Reaktionsprodukten in die     Dampfphase     übergehen. Mit fortschreitender Reaktion erniedrigt  sich die Konzentration der höheren Fettsäuren im Ge  misch     und    der Siedepunkt     des    Gemisches steigt an,  so dass die Temperatur     allmählich    gesteigert werden       kann.     



  Im letzteren Falle wird die Erhitzung vorzugs  weise unter     Rückfluss    der Fettsäuren und     höhersieden-          den    Verbindungen ausgeführt. In dieser Weise     kann     ein grösserer Teil des Ausgangsmaterials     in,    das end  gültige Kondensationsprodukt übergeführt werden.  



  Das Ausgangsmaterial kann eine     Fettsäure    sein  oder .ein Gemisch von     Fettsäuren,    wie es z. B. aus  einem fetten Öl oder     einem    Gemisch von fetten Ölen  erhalten werden     kann..              Tallölfraktioncn,    die durch fraktionierte Destilla  tion von     Tallöl    erhalten worden sind und die vor  wiegend aus Fettsäuren bestehen, sind ebenfalls ge  eignete Ausgangsstoffe.

   Es ist     bereits    vorgeschlagen  worden,     Tallöl    oder     Tallölfettsäuren    auf Tempera  turen oberhalb 330  ohne Katalysator zu     erhitzen.     Auf diese Weise erhaltene Produkte haben eine  niedrigere Jodzahl als der     Ausgangsstoff,    während die  aus     Tallölfraktionen    nach dem Verfahren der Erfin  dung erhaltenen Produkte im     Gegenteil    eine erhöhte  Jodzahl, verglichen mit derjenigen des Ausgangs  stoffes, aufzeigen.  



  Schliesslich     kann        däs    Ausgangsmaterial andere  Bestandteile wie z. B. Mono-,     Di-    oder     Trigl'yceride     oder Harzsäuren enthalten. In solchen Fällen soll  das Gemisch einen erheblichen und     vorzugsweise     einen überwiegenden Gehalt an höheren Fettsäuren  aufweisen.  



  Solche andere Bestandteile haben die Neigung,  die Reaktion, abzubremsen, und zu grosse Anteile  sollen vermieden werden. Selbst wenn sie an sich  trocknende     Eigenschaften    haben oder solche Eigen  schaften während der Erhitzung entwickeln, soll der  Gehalt an anderen Bestandteilen vorzugsweise nicht  höher sein als der Gehalt an Fettsäuren.  



  Die verwendeten Fettsäuren haben     vorzugsweise     die Formel R -     COOH,    wobei R eine nichtsubsti  tuierte,     langkettige,    gesättigte oder besser ungesättigte       Alkylgruppe        mit    z. B. 9 bis 25 und vorzugsweise 17  bis 21     Kohlenstoffatomen    darstellt.  



  Wenn R eine     ungesättigte        Alkylgruppe    darstellt,  kann die Gruppe z. B. nur eine     Doppelbindung    ent  halten wie z. B.     in    Ölsäure. Um Produkte mit guten  trocknenden Eigenschaften zu erhalten, ist es er  wünscht,     wenigstens    einen Anteil an     Verbindungen     mit ungesättigten     Alkylgruppen,    die zwei oder mehr       Doppelbindungen    enthalten, im     Ausgangsgemisch    zu  haben.

   Beispiele solcher     Alkylgruppen    sind diejenigen,  die in     Linolsäure,        Linolensäure    oder den hochunge  sättigten, in Ölen aus Seetieren vorkommenden Fett  säuren enthalten sind.  



  Die angewendete Temperatur und     Erhitzungs-          dauer    sowie der Gehalt an     Unverseifbarem,    der  erreicht werden kann, sind in einem gewissen Grade  abhängig von der Art der als Ausgangsmaterial ver  wendeten Fettsäuren.     Wenn    von Fettsäuren mit ziem  lich niedriger Jodzahl ausgegangen     wird,    kann die  Erhitzung bei hohen Temperaturen lange Zeit durch  geführt werden und ein hoher Gehalt an     Unverseif-          barem,    z. B. 70 bis nahezu 100 0/0, kann erhalten  werden. Wenn von Fettsäuren mit relativ hoher     Jod-          zahl,    z.

   B. über 150, ausgegangen wird,     kann    es  erwünscht sein, die     Erhitzung    früher zu unterbrechen,  da     Gelierung    auftreten kann; der Gehalt an     Unver-          seifbarem        kann        dann        niedriger        sein,        z.        B.        40-60        %.     Aus den gleichen Gründen wird es ab und     zu        bevor-          zugt,

      Fettsäuren verschiedener     Art        zu    mischen, ehe  sie zur Reaktion gebracht werden, um die     hochunge-          gesättigten    Fettsäuren     vollständiger    in einem Arbeits  gang kondensieren zu lassen.    Auf der anderen Seite kann es erwünscht sein,  wenn von     Fettsäuregemischen,    die     einzelne    Säuren  verschiedener Art enthalten, ausgegangen wird, das       Originalgemisch    zu fraktionieren, z.

   B. durch Destilla  tion, oder die flüchtigeren und weniger     gesättigten     Fettsäuren während der     Kondensationsreaktion        abzu-          destillieren    (wobei die     Rückflusskolonne    für diesen  Zweck auf einer     geeigneten    hohen Temperatur ge  halten wird), um ein besser trocknendes Produkt zu  erhalten.  



  Der Grad der Umsetzung der freien Fettsäuren  in     unverseifbare    Stoffe der angegebenen Eigenschaften  kann, je nach dem Verwendungszweck der Kondensa  tionsprodukte gemäss der     Erfindung,    innerhalb weiter  Grenzen schwanken. Zu gewissen Zwecken wird ein       Umsetzungsgrad        von        20-30%        genügen,        während     man     in    anderen Fällen     einen    Umsetzungsgrad von       30-40        %        bevorzugen        wird.     



  Die als     Ausgangsstoffe    verwendeten Fettsäuren  können in einzelnen Fällen in üblicher Weise raffi  niert worden sein.  



  Der in dem     erfindungsgemässen    Verfahren be  nutzte Katalysator kann z. B. Phosphorsäure, Bor  oder vorzugsweise eine sauerstoffhaltige     Borverbin-          dung        sein.        Bevorzugte    anorganische     Borverbindungen     sind Borsäure und     Boroxyd.    Deren Salze, wie z. B.  Alkali- oder vorzugsweise     Ammoniumpentaborat,    kön  nen auch gut verwendet werden. Borax zeigt jedoch  nur geringe Aktivität.     Borverbindungen    mit oxydie  renden     Eigenschaften    werden nicht bevorzugt.  



  Bevorzugte organische     Borverbindungen    sind Bor  säure-Ester, wie     Borsäure-Trimethylester,    Borsäure  Triäthylester,     Borsäure-Triäthylester,        Borsäure-Man-          nitester,    das gemischte     Anhydrid    von Borsäure und  Essigsäure oder das gemischte     Anhydrid    von     Bor-          säurc    und höheren Fettsäuren, die z. B. aus einem  fetten Öl, wie     Erdnussöl,    erhalten wurden.  



  Der Katalysator kann auf einem geeigneten Trä  ger, z. B. einem     Siliciumdioxyd    wie     Kieselgu    r,     Di-          atomeenerd!e    oder     Silica-Gel,    zur Anwendung gelan  gen. Der Katalysator kann in solchen Fällen in Was  ser gelöst oder suspendiert und der Träger zugesetzt  werden; das Gemisch wird sodann in einem Ofen  getrocknet.  



  Der Gehalt an Katalysator kann     innerhalb    wei  terer Grenzen schwanken, z. B.     zwischen    0,1 und  10     Gew        fl/o    des Ausgangsmaterials. Im allgemeinen  wird ein Katalysator-Gehalt von einigen     Gewichts-          prozenten,    z. B.     2-61/o"    bevorzugt.  



  Das Verfahren wird vorzugsweise in einem Reak  tionsgefäss, das mit einer     Rückflusskolonne    versehen  ist, durchgeführt. Die     Rückflusskolonne    kann erhitzt  oder gekühlt werden, derart, dass die Fettsäuren und  andere     höhersiedende    Produkte zurückgeführt und  Reaktionswasser und andere .flüchtige Produkte und  Gase     abdestilliert    werden. Wasser und andere flüch  tige Produkte können in einer gekühlten Vorlage zu  sammen mit mitgerissenen     höhersiedenden    Produkten       kondensiert    werden.  



  Das Gemisch im Gefäss wird auf Temperaturen      zwischen 220 und 330  erhitzt. Es ist erwünscht, das  Reaktionsgemisch     zumindestens    während des letzten  Teils der Reaktionszeit auf eine     Temperatur    zwischen  250 und 300  C zu halten. Die Reaktion kann bei  atmosphärischem Druck in einem Strom eines     inerten     Gases, wie Stickstoff, ausgeführt werden. Vorzugs  weise wird jedoch entweder ein Vakuum angewendet  oder in Gegenwart eines     inerten,    mit Wasser nicht  mischbaren Lösungsmittels gearbeitet.  



  Der Katalysator kann mit dem Ausgangsmaterial  vermischt oder während der Erhitzung im Reaktions  gefäss zugesetzt werden; er kann auch in der     Rück-          flusskol'onne    angebracht werden.  



  Die     Rückflusskolonne        kann    mit Füllkörpern, wie  z. B. Wendeln,     Raschigringen    oder dergleichen, ver  sehen werden. Sie kann auch so einreguliert werden,  dass ein Teil der Fettsäuren     abdestillieren    kann.  



  Nachdem die Erhitzung beendet worden     ist,    kön  nen unveränderte Fettsäuren, falls noch anwesend,  aus dem Reaktionsprodukt extrahiert werden     mittels     eines geeigneten Lösungsmittels, wie z. B. Alkohol.  Die Fettsäuren können auch durch Vakuumdestilla  tion aus dem Reaktionsprodukt entfernt werden. Der  nach dem Extrahieren oder Destillieren erhaltene  Rückstand     ist    das     erwünschte    Produkt.  



  Das Reaktionsgemisch wird vorzugsweise filtriert,  mit Wasser gewaschen, um den Katalysator zu ent  fernen und unter Vakuum getrocknet, vor oder nach  der oben     erwähnten    Behandlung mit einem Lösungs  mittel oder Destillation.  



  Wenn die Reaktion in Gegenwart eines mit Was  ser nicht mischbaren     Lösungsmittels    ausgeführt wird,  ist der Siedepunkt des Lösungsmittels vorzugsweise  höher als 130  und niedriger als 300 . Während der  Erhitzung schleppt das     abdestillierende    Lösungsmittel  das bei der Reaktion entwickelte Wasser mit. Das       abdestillierende    Lösungsmittel zusammen mit dem  mitgeschleppten Wasserdampf gehen durch einen  Kühler zu einer     geeigneten    Vorlage, in der sie sich  in zwei Schichten trennen; das kondensierte Lösungs  mittel wird in dem Reaktionsgefäss zurückgeführt.  



  Geeignete Lösungsmittel sind     Xylol    mit einem  Siedepunkt von 135 bis 145 , mit welchem die Er  hitzung bei Temperaturen bis zu 260  ausgeführt  werden     kann,        Tetrahydronaphthalin    mit Siedepunkt  205 bis 215 , mit welchem die Erhitzung bis zu 295   ausgeführt werden kann, und     Dekahydronaphthalin     mit Siedepunkt 184 bis 191 , mit welchem die Er  hitzung bis zu 290  durchgeführt werden     kann.     Andere geeignete Lösungsmittel sind oberhalb 200   siedende Erdölfraktionen.

   Das vom Rückstand ge  trennte Destillat oder das aus dem     Alkohol@Extrakt     (siehe oben) erhaltene Produkt kann aufs neue als  Ausgangsmaterial für weitere Behandlung     verwendet     werden, da es vorwiegend aus     unverändertem    Aus  gangsmaterial besteht.     Wenn    die Reaktion so weit  fortgeschritten ist, dass nur noch wenig vom Aus  gangsmaterial     im    Reaktionsgemisch vorhanden ist, ist  es oft unnötig, diesen Rest zu entfernen.  



  Der unter den beschriebenen Reaktionsbedin-         gungen        erhaltene    Rückstand ist das Hauptprodukt.       Wenn    das Ausgangsmaterial ungesättigte Fettsäuren  enthält, zeigt der Rückstand bessere trocknende  Eigenschaften als die     entsprechenden        Glyceride,    ferner  erniedrigte Flüchtigkeit und erhöhte Viskosität ver  glichen mit den im Ausgangsmaterial     enthaltenen     Fettsäuren. Diese     Eigenschaftsänderungen    treten um  so mehr hervor, je länger und auf je     höherer    Tempe  ratur     erhitzt    wird.

   Die analytischen Zahlen zeigen  die Bildung eines erheblichen Gehaltes an     Unverseif-          barem,    das verschieden von den bekannten     Ketonen     ist. Es wurde gefunden, dass dieses     Unverseifbare    in  der Hauptsache für die guten trocknenden Eigen  schalten verantwortlich ist und, abgetrennt, ausge  zeichnete     filmbildende    Eigenschaften zeigt.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung kön  nen Kondensationsprodukte erhalten werden, die  einen erheblichen Gehalt,     vorzugsweise    mindestens       40"/e,    an     Unverseifbarem,    eine niedrige Säurezahl  und     Verseifungszahl,    eine erhöhte     Jodzahl    nach     Wijs          im    Vergleich zu dem Ausgangsmaterial und     ein:    hohes  mittleres     Molekulargewicht        aufweisen.     



       Wenn    die Jodzahl nach     Wijs    100 oder mehr be  trägt, haben die Kondensationsprodukte trocknende  Eigenschaften. Sie haben eine     Molekularstruktur        mit     wenigstens drei     Alkylgruppen        ähnlich        denjenigen,    die       in    den Fettsäuren ungesättigter öle     enthalten    sind.  



  Wenn die nach dem erfindungsgemässen Verfahren  erhaltenen Produkte eine Jodzahl nach     Wijs    von 100  oder höher besitzen, können sie als Ersatz für trock  nende Stoffe, wie trocknende öle,     Firnisse    oder       Alkydharze        in    der Anstrich-,     Firnis-    oder     Linoleum-          industrie    und     verwandten    Industrien     verwendet    wer  den.  



  Die neuen Produkte können mit den üblichen       Sikkativen    auf Basis von Kobalt, Blei oder Mangan  vermischt werden; sie können mit Terpentinöl, Test  benzin und bzw. oder anderen     flüchtigen    Lösungs  mitteln bis zur gewünschten Viskosität     verdünnt    wer  den.  



  Ein aus     Sojabohnenöl-Fettsäuren    nach dem oben       beschriebenen    Verfahren mit einer Ausbeute von       75,41/o        erhaltenes    Produkt wies     eine        Säurezahl    von  8,6,     eine        Verseifungszahl    von 44,2, eine Jodzahl nach       Wijs    von 175,3 und einen Gehalt an     Unverseifbarem          von        82,

  5        %        auf.        Die        Viskosität        war        37        Poise        bei     20  C,     ähnlich    wie dünnes Standöl.  



  Ein Ersatzprodukt für gekochtes Leinöl wurde  erhalten durch Mischung von 57 g dieses     Kondensa-          Ionsproduktes    mit 33 g eines Gemisches von Ter  pentinöl und     Testbenzin.    im Verhältnis 1 :

   1.     Kleine          Mengen        Sikkative    genügten, um kürzere     Trocknungs-          zeiten    zu erhalten als diejenigen eines guten     gekoch-          ten        Leinöls.        Mit        0,1%        Kobalt,        berechnet        auf        das          Kondensationsprodukt,    wurden z.

   B. 240 Minuten  benötigt, um     einen    staubtrockenen Film zu erhalten,  und 300     Minuten    für die     vollständige    Trocknung.  Die Gewichtszunahme     beim        Trocknen    an der Luft  war     höher        für    das     unverdünnte    Kondensationsprodukt  als für     Leinöl-Standöl    der     gleichen    Viskosität; es      zeigte somit grosse Affinität für Sauerstoff, obwohl  das Produkt erhalten war aus     Sojabohnenöl-Fettsäuren     mit einer viel niedrigeren Jodzahl als derjenigen von  Leinöl.

   Die     Härte    des Films wurde gemessen nach  dem     Swardschen    Verfahren; es zeigte sich, dass sie  erheblich höher war als diejenige eines Films aus  gekochtem Leinöl und gleich hoch wie diejenige  eines     Films    aus einem     21/@fettigen        Maleinatharzlack.     Der Film war beständiger gegen Wasser und ver  dünnte Schwefelsäure als Filme aus Leinöl und  manche Öllacke.  



  Aus den Kondensationsprodukten     hergestellte          Zinkweisslacke    zeigten keine Anzeichen zum Dick  werden.  



  Im Falle schlecht     trocknender    Öle, wie Herings  tran,     Baumwollsamenöl,        Erdnussöl    oder     Rüböl,    wür  den die daraus     hergestellten    Produkte, selbst wenn  die gesättigteren Fettsäuren entfernt     und    die verblei  benden     ungesättigten    Fettsäuren wieder in     Triglyce-          ride    übergeführt würden, schlechtere trocknende  Eigenschaften haben als die Produkte der Erfindung,  hergestellt aus den Fettsäuren der gleichen Öle.

   Der  aus dem aus     Linolsäure    gemäss Beispiel 4 herge  stellten Produkt erhaltene Film ist     härter    als der  aus irgendeinem     Linolsäureglycerid    hergestellte Film,  und seine Härte nähert sich derjenigen eines Films  aus     Linolensäureglycerid.     



  In den nachfolgenden Beispielen 1 bis 8, 12, 13,  16 und 17 beziehen sich die angegebenen Tempe  raturen auf das das     Reaktionsgefäss    umgebende  Metallbad.     In    diesen Beispielen war die Temperatur  innerhalb des     Reaktionsgemisches    niedriger,     und    zwar  etwa 20-30  C während der Beginnphasen und etwa  100 C während der Endphasen der Reaktion. In den  übrigen Beispielen sind die angegebenen Temperatu  ren im Reaktionsgemisch gemessen.

      <I>Beispiel 1</I>  110g einer durch     Twitchell-Spaltung    aus nor  wegischem     Heringstran        gewonnenen    Fettsäure (Säure  zahl 182,7,     Jodzahl    132,7) und 2,75g kristallinische  Borsäure werden in einen     250-cm3-Kolben    gegeben,  auf welchem eine     Fraktionierkolonne    vertikal mon  tiert worden ist. Diese Kolonne ist über     einen    mit  der Kolonne parallelen Luftkühler mit einer Vakuum  pumpe und einer am unteren Ende des     Kühlers     befindlichen Vorlage verbunden.

   Die     Fraktionier-          kolonne    ist mit Wendeln aus     V.A-Stahl    oder gläser  nen     Raschig-Ringen    oder ähnlichen Füllkörpern aus  gestattet.  



  Nach     Evakuierung    der     Apparatur    auf zirka 2 bis  3 mm Quecksilber wird der Kolben     mit        Hilfe    eines  Metallbades langsam erhitzt, bis die     Badtemperatur     290  C ist. Die     Badtemperatur    wird zuerst durch Er  hitzung in 60 Minuten auf 2100 C .gebracht. Durch  eine weitere Erhitzung während 150 Minuten wird       sodann    die     Badtemperatur    von 2100 C bis auf 2900 C  erhöht. Das Bad wird weiter 3 Stunden auf letztge  nannter Temperatur gehalten.

   Die     Fraktionierkolonne     wird mittels     einer    elektrischen     Widerstandsheizung    auf    175 C erhitzt. Von etwa 210 C     Badtemperatur    an  beginnt das Material in die Vorlage     überzudestillieren.     Das     Kondensieren    des in die     Fraktionierkolonne    ein  tretenden Materials fängt bei     einer        tieferen        Badtem-          peratur    an. Nachdem 3 Stunden auf 290  C erhitzt  worden ist, lässt man das Reaktionsgemisch abkühlen.

    31,3g Fettsäure sowie etwas Wasser und niedrig  kochende Zersetzungsprodukte destillierten über,  während 64,4     .g    Rückstand im Kolben verbleiben.  Die darin enthaltene feste Borsäure wurde     abfiltriert,     als der Rückstand noch     warm    war. Einiges     Material     haftete an den Füllkörpern der     Rückflusskolonne    und  wurde durch Extraktion mittels Testbenzin zurück  gewonnen.

   Der viskose Rückstand, der eine     Säure-          zahl        von        10        hatte        und        81,3        %        Unverseifbares        ent-          hielt,    wurde mit Testbenzin verdünnt.     0,311/o    Blei  und     0,0611/o    Mangan wurden in Form von     Naphthenat-          Trocknern    als     Sikkative    zugesetzt.

   Ein der Luft aus  gesetzter dünner Aufstrich des in obiger Weise her  gestellten Firnisses trocknete zu einem klebefreien  Film innerhalb eines Tages.  



  Bei     einem    ähnlichen Versuch mit 110 g     Herings-          tranfettsäure,        jedoch        nur        mit        0,3%        ihres        Gewichtes     an     Borsäure,    destillierte ein grösserer Teil ab, so dass  nur etwa     3811/o    Rückstand im Kolben verblieb. Dieser  Rückstand hatte eine Säurezahl von 16,5 und trock  nete     sikkativiert    in 6 Stunden zu einem klebefreien  und harten Film.  



  <I>Beispiel 2</I>  110 g     Heringstranfettsäure    (Säurezahl<B>182,</B>     Jod-          zahl    142,7) und 6,6 g     Ammoniumpentaborat    wurden  in der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur in  60 Minuten auf eine     Badtemperatur    von 210 C er  hitzt, dann in 150 Minuten auf     eine        Badtemperatur     von 290  C und schliesslich 60 Minuten bei einer       Badtemperatur    von 290  C. Im Kolben verblieben  nach dem Abkühlen 55,5g eines Rückstandes, der  die Zähigkeit     eines    hochviskosen Standöls besass.  



  Der Rückstand wurde nach Verdünnung mit Test  benzin zur Entfernung des festen Katalysators filtriert  und mit heissem Wasser zur Entfernung darin ge  löster     Anteile    an Borsäure ausgewaschen. Nachdem  das so erhaltene Produkt gemäss Beispiel 1 behandelt  worden war, erhielt man ein Produkt     mit    guten  trocknenden Eigenschaften. Ein der Luft unter nor  malen Temperatur- und     Lichtbedingungen    ausge  setzter Film war nach     31/i    Stunden staubtrocken und  nach 24 Stunden nahezu klebefrei.  



  <I>Beispiel 3</I>  Handelsübliche destillierte     Leinölfettsäure        (Jod-          zahl        165)        wurde        mit    6     %        ihres        Gewichtes        an        Bor-          säure    in der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur  langsam auf eine     Badtemperatur    von 290  C erhitzt.

    Die Erhitzung wurde durchgeführt bis     etwa        2511/o    des  Ausgangsmaterials in Form von Wasser (etwa 7 0/a)  und Fettsäuren (18 0/0)     abdestilliert    waren. Der Rück  stand trocknete nach Zusatz von     Sikkativen    und  Verdünnung in 31 Stunden zu einem praktisch       klebefreien    und hellen Film und eignete sich gut, um      gekochtes Leinöl bei der     Herstellung    von Farben  oder zur Herstellung eines hellen Firnisses     zu    er  setzen.  



  Bei einem     ähnlichen    Versuch wurde während der  Erhitzung des Ausgangsmaterials Proben genommen  bei     Badtemperaturen    von 215, 245, 260, 275 und  290  C. Die     Jodzahlen    stellten sich dann auf 167,2,  177,8, 179,9, 179,7 und 190,5 und die Brechungs  indexe stellten sich auf 1,4674, 1,4700, 1,4730,  <B>1,4793</B> und 1,4905 respektive. Die     letzte    Probe hatte  eine Viskosität von 3,4     Poise,    während die vorange  hende Probe     eine    Viskosität von nur 0,9     Poise    auf  wies. Der grösste Teil des Destillats mit     niedriger     Jodzahl wurde im Anfangsstadium der Erhitzung ge  wonnen, und dies erklärt das.

   Ansteigen der     Jodzahl     des Rückstandes bis     auf    etwa 180. Nachdem die  Erhitzung 1 Stunde bei einer     Badtemperatur    von  290 C fortgesetzt wurde, war der Rückstand     geliert.     Derartige Gele lassen sich recht     nützlich    in der       Firnisindustrie    und in     damit        verwandten        Industrien     verwenden, wie z. B. bei der Herstellung von: Lino  leum und gewissen Farben.  



  <I>Beispiel 4</I>  Die Behandlung gemäss Beispiel 1 eines aus       Safflorölfettsäuren        gewonnenen        Linolsäurekonzen-          trats        ergab        etwa        65        %        eines        mittelviskosen        Öls,        wel-          ches    nach     Sikkativierung    in etwa 7 Stunden zu einem  klebefreien Film trocknete.

   Das Öl hatte eine Säure  zahl von 30,7, eine     Verseifungszahl    von 46,1, 20 0/0       Karbonylsauerstoff,    berechnet nach     Knight    und     Swern,     J. A. O. C.     S..    26, 366-370 (1949),     eine        Hydroxyl-          zahl        von    0     und        enthielt        73,4        %        an        unverseifbaren     Bestandteilen mit einem     Molekulargewicht    von etwa  900,

   berechnet nach     Matiello,        Protective        and        Deco-          rative        Coatings,    Part V, Seiten 194 und 195 (1947).  Das Öl war überwiegend unlöslich in Äthylalkohol,  Aceton und Essigsäure,     hingegen    löslich in     alipha     tischen und aromatischen     Kohlenwasserstoffei,    wie  z. B. Testbenzin oder Benzol.  



  Das Produkt wies eine     auffallende    Steigerung der       Jodzahl    auf. Das Konzentrat hatte vor der Erhitzung  eine Jodzahl von 180 nach sowohl der     Wijs-    wie der       Woburn-Methode,    während das, Produkt nach der  Erhitzung eine     Jodzahl    von 211 nach     Wijs    und eine  Jodzahl von 234 nach     Woburn    hatte.

   Der     unver-          seifbare        Teil        des        Produktes        (73,4        %)        hatte        sogar        eine     noch höhere     Jodzahl,    und zwar 224 nach     Wijs    und  250 nach     Woburn    und eine     Dienzahl    nach der     Ellis-          Jones-        ethode    von 10,3.  



  Der     unverseifbare    Teil des durch Extraktion nach       Verseifung    erhaltenen Rückstandes besass noch     immer     bessere trocknende Eigenschaften als das, Produkt in  seiner Ganzheit und trocknete nach     Sikkativierung     und Verdünnung zu     einem    sehr harten Film, der  einem Film aus chinesischem Holzöl in der Härte  ebenbürtig war und eine gute Wasser- und     Alkal-          beständigkeit    zeigte.  



  Das     Fettsäure-Destillat,    das sich in der Vorlage  angesammelt hatte und     ungefähr        2211/e    des Gewichts    des Materials ausmachte,     enthielt    überwiegend unver  änderte, obgleich     verunreinigte        Linolsäure    und     konnte     erneut verwendet werden. Es hatte eine     Säurezahl     von 143,0,     eine        Verseifungszahl    von 190,6 und eine       Jodzahl    von 170,8.

   Etwa     611/o    Wasser hatte sich in       einer        gekühlten    Vorlage der     Vakuumleitung    ange  sammelt.  



  <I>Beispiel 5</I>  110 g     Baumwollsamenfettsäure,    die durch han  delsübliche     Destillation    von     Baumwollraffinations-          fettsäuren    gewonnen     wurden,    wurden in     einem    Rund  kolben erhitzt. Auf diesen Rundkolben war     eine        Frak-          tionierkolonne        montiert,    welche mit     Füllkörpern    ge  mäss Beispiel 1 versehen war.

   Die     Fraktionierkolonne     enthielt auch 6,6 g Borsäure in Form von Stückchen,  welche dadurch erhalten worden waren, dass ein Brei  von     feingepulverter,    kristallisierter Borsäure und     ein     wenig Wasser     in    einer Tablettenpresse scharf ge  presst und     anschliessend    bei etwa 70  C     in    einem  Ofen getrocknet wurde. Nach     Evakuierung    der Appa  ratur wurde der Kolben wie     im    Beispiel 2 erhitzt.  



       Ein.    Rückstand von 47 g verblieb, der     nach    Zusatz  eines Verdünnungsmittels und     Sikkativen        in    31/2 Stun  den trocknete und einen harten, .elastischen und  klebefreien Film mit guten     Eigenschaften    für     Ober-          flächenbekleidung    ergab.

      <I>Beispiel 6</I>       110        g        einer        zu        97%        reinen        Oleinsäure,        die    2       bis    3     %        gesättigte        Fettsäuren        enthielt,        wurden        mit     6,6 g Borsäure, die in der im Beispiel 5 angegebenen       Form    in der     Rückflusskolonne        enthalten    waren, be  handelt.

   Die Zeiten und Temperaturen waren die  jenigen des Beispiels 2. Ausser 6,4     ,g    eines     Fettsäure-          destillats        mit    einer Jodzahl von 52, welches haupt  sächlich aus einer Mischung von Ölsäure und     Pal-          mitinsäure    bestand, wurden 7,7 g     eines        wässrigen          Destillats    gewonnen.

   Die Hauptmasse des im     Kolben     verbleibenden Materials wurde mit heissem Wasser  ausgewaschen zwecks     Entfernung    gelöster     Borver-          bindungen.    Nach dieser Reinigung hatte der Rück  stand .einen     Brechungsindex    von 1,4776, eine Säure  zahl von 58,1,     eine        Verseifungszahl    von 85,6,     eine     Jodzahl von 132,9 und ein mittleres     Molekular-          gewicht    von 661 gegenüber den folgenden Werten  der Ölsäure:

   Brechungsindex 1,4580, Säurezahl 198,5,       Verseifungszahl    199,3 und     Jodzahl!    88,0. Obgleich die       Ausgangsölsäure    frei von     unverseifbaren        Bestand-          teilen        gewesen        war,        enthielt        der        Rückstand        44,7        %     an     unverseifbaren    Bestandteilen. Der Rückstand war  löslich in Äther und     Testbenzin,    aber unlöslich in  Alkohol und Essigsäure.

   Es zeigte sich     ein.        Gesamt-          verlust        von        21/2%        des        Ausgangsmaterials,        welcher          gasförmigen    Zersetzungsprodukten zuzuschreiben ist.

    <I>Beispiel 7</I>  110 g     Erdnussölfettsäure    (Säurezahl 197,6,     Jod-          zahl    98,7) wurden im Vakuum in einem     Kolben     erhitzt, welcher mit einer Kolonne, die     Raschig-          Ringe    und durch Zusammenpressen und     Trocknung         angefeuchteter zerpulverter Borsäure erhaltene       Stückchen        enhielt,    ausgestattet war.

   Auf dieser Ko  lonne war     ein    luftgekühlter     Rückflusskühler        montiert.     Die     Fraktionierkolonne    wurde elektrisch auf<B>2000C</B>  erhitzt, und das Vakuum wurde von Zeit zu Zeit auf  gehoben, damit ein sich in dem oberen Teil der be  heizten Kolonne angesammeltes Kondensat     in    den  Kolben     zurückfliessen    könnte. Der Kolben wurde  langsam in     einem    Bad erhitzt, dessen Temperatur  auf     29001    C gebracht und auf derselben 1 Stunde ge  halten wurde.

   Infolge der Verwendung des     Rückfluss-          kühlers    bildete sich kein anderes Destillat     als    eine       wässrige    Fraktion von etwa 8 g, welche in einer  gekühlten Vorlage der Vakuumleitung kondensierte.

         Der        erhaltene        Rückstand        betrug        etwa        90        %        der     Ausgangsmischung, einschliesslich der Muster, die  von Zeit zu Zeit genommen wurden, um die durch  die Zunahme des     unverseifbaren    Inhalts herbeige  führte Steigung der     Jodzahl    und Abnahme der Säure  zahl festzustellen.  



  Die Jodzahl des Rückstandes nach Beendigung  der Probe war 123,8, die Säurezahl 70,6. Der     Rück-          stand        enthielt        20,6        %        einer        Fettsäurefraktion        (Jodzahl     94,4, Säurezahl l75,5), welche sich durch eine ein  stündige Erhitzung im Vakuum bei 290  C entfernen  liess.

   Dabei war der restliche Teil, der gute     Trock-          nungseigenschaften        besass,    polymer und     nichtflüchtig.       Ein     ähnliches    Resultat wurde erhalten, wenn       Stückchen    geschmolzenes     Boroxyd    etwa der Grösse  von Erbsen zwischen den Füllkörpern der     Rückfluss-          kolonne    verteilt wurden.  



  <I>Beispiel 8</I>       Eine        Mischung        von        40        %        Neutralöl        und        60        %     freien Fettsäuren mit einer Säurezahl von 112 und  einer     Jodzahl    von 126,8, gewonnen aus dem Seifen  stock bei der     Raffination    von     Rüböl,    wurde in der  im Beispiel 2 beschriebenen Apparatur auf die dort  angegebene Weise behandelt.

   Der Rückstand, der       77-1/o    des Gewichtes der ursprünglichen Mischung  betrug, war ein viskoses Öl mit einer     Jodzahl    von  146,1. Nach Zusatz von. Verdünnungsmitteln und       Sikkativen    zeigte ein Film, nachdem er 15 Stunden  getrocknet worden war, nur ein leichtes Kleben.

      <I>Beispiel 9</I>  500g fraktionierte     Fischölfettsäuren    wurden mit  2     %        Borsäure        (ohne        Trägersubstanz)        und        80        ml        Xylol     in einem     Dreihalskolben    mit mechanischem     Rührer,     Thermometer und     Wasserabscheider    auf 240-260  C  erhitzt. Dabei wurde die     jeweils    entstandene Wasser  menge und der Einfluss auf die analytischen Daten  verfolgt.

    
EMI0006.0070     
  
    gesammelte
<tb>  Kochzeit <SEP> Brechungsindex
<tb>  Stunden <SEP> Wassermengen <SEP> Säurezahl <SEP> Verseifungszahl <SEP> n <SEP> @@
<tb>  ml <SEP> D
<tb>  0 <SEP> 0 <SEP> 183,8 <SEP> 184 <SEP> 1,4659
<tb>  61/2 <SEP> 8,0 <SEP> 160,7 <SEP> 181 <SEP> 1,4685
<tb>  133/4 <SEP> 11,2 <SEP> 135,7 <SEP> 159 <SEP> 1,4734
<tb>  211e <SEP> 14,7 <SEP> 108,4 <SEP> <B>1</B>38 <SEP> 1,4783
<tb>  281/2 <SEP> 17,1 <SEP> 94,9 <SEP> 125 <SEP> 1,4818
<tb>  36 <SEP> 18,5 <SEP> 76,8 <SEP> 107 <SEP> 1,4852       Wasser aus dem Katalysator 4,3     ml    = 2,8 0/0  Reaktionswasser 14,2 ml    Das so erhaltene Produkt wurde von     Xylol    be  freit,     filtriert,    gewaschen,

   getrocknet unter Vakuum  bei 90  C und     mit        Athylalkohol    extrahiert. Rückstand  und Extrakt hatten folgende     Kennzahlen:     
EMI0006.0077     
  
    Rückstand <SEP> Extrakt <SEP> Ausgangsfett  säuren
<tb>  Ausbeute <SEP> 60% <SEP> 40%
<tb>  Säurezahl <SEP> 19,4 <SEP> 152,5 <SEP> 183,8
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 56 <SEP> 176 <SEP> 184
<tb>  Jodzahl <SEP> 148,5 <SEP> 114,2 <SEP> 131,5
<tb>  Unverseifbares <SEP> 37,5% <SEP> - <SEP> -       <I>Beispiel 10</I>  180 g destillierte     Cocosölfettsäuren    (aus     Raffina-          tionsfettsäuren),    3,6g     Borsäure    und 20     ml;

          Xylol       wurden in der im Beispiel 9 beschriebenen Appa  ratur auf 240-260 C erhitzt. Der Versuch wurde  ohne Musternahme über 63 Stunden ausgedehnt. Es  wurde eine Gesamtmenge 12,5     ml    Wasser, entspre  chend einer     Reaktionswassermenge    von 18,8 ml       =        6,0%"        erhalten.       Das Produkt wurde in der     üblichen    Weise gerei  nigt und zeigte folgende Kennzahlen:

    
EMI0006.0090     
  
    vor <SEP> der <SEP> nach <SEP> der
<tb>  Behandlung <SEP> Behandlung
<tb>  Säurezahl <SEP> 241,2 <SEP> 37,7
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 242 <SEP> 58,5
<tb>  Brechungsindex <SEP> nD=5 <SEP> 1,4438 <SEP> 1,4763
<tb>  Jodzahl <SEP> (Wijs) <SEP> 16,2 <SEP> 38,8
<tb>  Unverseifbares <SEP> % <SEP> 0 <SEP> 47         <I>Beispiel 11</I>  750 g     Erdnussfettsäuren,    16 g Borsäure und  120     ml        Tetralin    wurden in der im Beispiel 9 be  schriebenen Apparatur bei 260-290  C so lange be  handelt, bis die Wasserbildung beendet war.

   Nach  46 Stunden hatten sich 56,5     ml    angesammelt, welche       6,6        %        Reaktionswasser        entsprachen.     



  Das Produkt wurde in der üblichen Weise gerei  nigt und seine Kennzahlen bestimmt:  
EMI0007.0009     
  
    vor <SEP> der <SEP> nach <SEP> der
<tb>  Behandlung <SEP> Behandlung
<tb>  Säurezahl <SEP> 197,7 <SEP> 6,2
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 198 <SEP> 12
<tb>  Brechungsindex <SEP> nD-5 <SEP> 1,4603 <SEP> 1,4995
<tb>  Jodzahl <SEP> (Wijs) <SEP> 98,6 <SEP> 124,9
<tb>  Unverseifbares <SEP> 0/0 <SEP> - <SEP> 85            Nach        Sikkativzusatz        (0,5        %        Pb        +        0,05        %        Co        als          Naphthenate)

      trocknete das Produkt in 24 Stunden  zu einem beständigen Film mit leichtem Dauer  kleben.  



  <I>Beispiel 12</I>  220 g     Erdnussfettsäuren    und 6,6 g Borsäure  wurden 16 Stunden unter Vakuum auf 220  C erhitzt.  Auf dem Reaktionskolben befand sich     eine    mit       Raschig-Ringen    gefüllte, im unteren Teil auf 175  C       geheizte    Kolonne. Der obere Kolonnenteil (etwa 1/s)  diente als     Rückflusskühler    für die Fettsäure und ge  stattete die Abtrennung von Reaktionswasser und  anderen Spaltprodukten. Das erhaltene     Produkt    hatte       eine        Verseifungszahl    von 163,5, eine     Jodzahl    von  110,6 und einen Brechungsindex     nD25    = 1,4720.  



  Das Reaktionsgemisch wurde während 3 Stunden  unter Atmosphärendruck in einem Rundkolben auf  290  C erhitzt, wobei ein leichter Kohlendioxyd  strom durch das Gemisch geleitet wurde.  



  Das Endprodukt hatte eine     Verseifungszahl    von  83,3, eine Jodzahl von 127,1 und einen Brechungs  index     nD25    von 1,4812. Es besass trocknende Eigen  schaften.    <I>Beispiel 13</I>  Von den Fettsäuren des     Erdnussöls    wurden     12,411/o     an hauptsächlich gesättigten Fettsäuren im Vakuum       abdestilliert.    248 g des Rückstandes (Säurezahl 191,8,       Verseifungszahl    195, 8, Jodzahl 122,9) wurden 10 Stun  den lang in Gegenwart von 20 g     Magnesiumoxyd    auf  330 C (in bekannter Weise) zur Gewinnung des       Ketons    erhitzt.

   Nach Auswaschen zur Zersetzung der       Magnesiumseifen    mit verdünnter Schwefelsäure und       Neutralwaschen    mit Wasser hatte das     Keton    eine  Säurezahl von 3,0, eine     Verseifungszahl    von 3,5, eine  Jodzahl von 126,8 und     eine        Carbonylzahl    von 86,1.  



  70 g dieses     Ketons    und 40 g     Erdnussfettsäuren          wurden        mit        2%        Borsäure        in        einem        mit        einer        Rück-          flusskolonne    ausgestatteten Gefäss in 3 Stunden auf  290  C erhitzt, bei dieser Temperatur 41/2 Stunden    unter Rückfliessen des fetten     Kondensats    und Ab  führen des Reaktionswassers     gehalten    und dann  1 Stunde unter Auffangen des Kondensats in der  Vorlage erhitzt.

   Der Rückstand wog ohne Borsäure  97 g (Säurezahl 1,5,     Verscifungszahl    14,1,     Jodzahl     168,5) und trocknete     sikkativiert    in 21/2 Tagen zu       einem    elastischen Film.

      <I>Beispiel 14</I>  20 kg     Sonnenblumenölraffinationsfettsäure    (Säure  zahl 160,     Verseifungszahl    196, Jodzahl 127) und!  0,4 kg einer technisch reinen Borsäure wurden     in     einer     V4A-Edelstahlanlage,    wie sie sonst zur     Standöl-          und        Alkydharzherstellung    verwendet wird,     bestehend     aus einem gasbeheizten     50-Liter-Kessel    mit Rühr  werk     und        Vakuurnprobenehmer,

      einem stehenden       Rückflusskühler    und     einem        anschliessenden,    zur Vor  lage abfallenden     Röhrenkühler,    bei einem Vakuum  von 15-25     mm        Hg,    erhitzt, und zwar     in    3     Stunden     bis 260  C, in weiteren 41/2 Stunden bis 290  C und  dann 4 Stunden bei 290 C. Während dieser Zeit  gingen 5,5 kg Fettsäure und 0,8 kg Wasser in die  Vorlage über.  



  Der verbleibende Rückstand von. 13,7 kg wurde  mehrere Male mit kochendem Wasser gewaschen,  anschliessend unter Vakuum bei etwa 100 C ge  trocknet und über eine Filterpresse     filtriert.    Er zeigte       die    folgenden Kennzahlen:  
EMI0007.0084     
  
    Säurezahl <SEP> 7,5
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 86
<tb>  Jodzahl <SEP> (nach <SEP> Wijs) <SEP> 143
<tb>  Unverseifbares <SEP> 3211/o
<tb>  Viskosität <SEP> 165 <SEP> Poise/20  <SEP> C            und        trocknete        nach        Zusatz        von        0,

  3        %        Blei        +        0,02        0/0     Mangan (als     Naphthenat)    in 90 Minuten (staub  trocken) bzw. 150 Minuten (trocken) zu einem hoch  wertigen wasserfesten, lackartigen Film.

      <I>Beispiel<B>15</B></I>    In der im Beispiel 14 beschriebenen Apparatur  wurden 20 kg einer aus Sojafettsäuren erhaltenen  Fraktion (Säurezahl 203,5,     Verseifungszahl    206,3,       Wijs-Jodzahl    140,2,     Unverseifbares    2,8 0/0) und  0,4 kg technische Borsäure bei     einem    Vakuum von  13-20     mm    innerhalb von<B>10</B> Stunden auf 260  C       und    in 2 weiteren Stunden auf 290  C erhitzt. Die  dabei     abdestillierenden        Fettsäuren;    wurden laufend  in den Reaktionskessel zurückgeleitet.

   Die     Erhitzung     wurde dann 4 Stunden lang bei einer Temperatur  von 260-290  C fortgesetzt, wobei aber das,     anfal-          lende    Destillat in der Vorlage aufgefangen wurde.  Auf diese Weise fielen 0,6 kg     eines    Fettsäure  destillates und 17,4 kg an     standölartigem    Rückstand  an. Nach Abkühlen des Rückstandes auf etwa 100  C  wurde die im Rückstand noch enthaltene Borsäure  durch wiederholtes Kochen     mit        einigen    kg Wasser  und Abziehen des Waschwassers entfernt.

   Der Rück  stand hatte eine Viskosität von 194     Poise    bei 20  C,  eine Säurezahl von 7,3, eine     Verseifungszahl    von           17,9,        eine        Wijs-Jodzahl        von        154,1        und        enthielt        86%          Unverseifbares.     



  Nach     Sikkativierung    mit Blei- und     Mangan-          naphthen.at        (0,3        %        P'o        und        0,02%        Mn)        und        Verdün-          nen    mit einer Mischung aus Terpentinöl und Test  benzin (1 : 1) auf die Konsistenz von 1,5     Poise    bei       20     C wurde ein gut trocknendes und zur Herstellung  von     Ans.trichfarben    geeignetes Produkt erhalten.

   Es  trocknete im Anstrich in etwa 5 Stunden staubtrocken  und in 71 Stunden trocken.  



  <I>Beispiel 16</I>  100,0 g     Erdnussölfettsäure    (Säurezahl<B>197,7,</B> Jod  zahl 99,6) und 3,5g     Borsäuretrimethylester,    welcher  in bekannter Weise aus 1     Mol        Borsäureanhydrid    und  6 Molen Methylalkohol gewonnen und durch Destil  lation gereinigt worden war, wurden in einen     250-m1-          Rundkolben    aus Jenaer Glas, auf welchem eine     mit     Braunschweiger Wendeln aus     V2A-Stahl    gefüllte,  heizbare     Rückflusskolonne    montiert war, gegeben und  innerhalb von 30     Minuten    bei Atmosphärendruck auf  140  C erhitzt.

   Anschliessend wurde mit Hilfe einer  Vakuumpumpe, die über Luft- und Wasserkühler und  Vorlage mit der     Rüclflusskolonne    verbunden war, in  40 Minuten, so schnell es der     abdestillierende        Methyl-          alkohol    erlaubte, auf 2-3 mm     Quecksilber    evakuiert.  



  Nachdem kein Methylalkohol mehr überging,  wurde die Mischung der folgenden Behandlung unter  worfen. Die Mischung wurde zuerst in 20 Minuten  auf 200  C,     d'änn    in<B>150</B> Minuten stufenweise auf  290  C     aufgeheizt,    darauf 270 Minuten bei 290 C  gehalten, und schliesslich 30 Minuten     abdestilliert;    in  diesen 30 Minuten wurden die im     Rückflusskühler     kondensierten Fettsäuren nicht mehr in den Reak  tionskolben zurück, sondern in die Vorlage geleitet.  



  Während der Behandlung wurde ein Vakuum von  etwa 2-3 mm     Quecksilber    gehalten. Die Rückfluss  kolonne wurde zunächst auf eine Temperatur von  ungefähr 200  C und während des     Abd'estillierens     der Fettsäuren auf 250  C aufgeheizt.  



  Der erhaltene Rückstand- wog 54,5 g. In     Gegen-          wart        von        Blei/Mangan-Sikkativen        (0,3        %        Blei,        0,02        0/(>     Mangan als     Naphthenate)    trocknete ein Film daraus  in 41/2 Stunden staubtrocken und in 24 Stunden bei  leichtem Kleben trocken.

   Der Rückstand hatte fol  gende     Kennzahlen:     
EMI0008.0057     
  
    Säurezahl <SEP> 29,6
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 63,9
<tb>  Jodzahl <SEP> (nach <SEP> Wijs) <SEP> 134
<tb>  Unverseifbares <SEP> 73,5%       und war bis auf     einige    Kristalle am oberen Kolben  rand frei von fester Borsäure. Mit Wasser konnte  das Produkt barfrei gewaschen werden, jedoch war  dies nicht erforderlich, da die     anstrichtechnischen          Eigenschaften    durch die Gegenwart löslicher Bor  säureverbindungen nicht beeinträchtigt wurden.  



  Ein ähnliches Produkt wurde erhalten, als Bor  säure-Mannitester anstelle von     Borsäure-Trimethyl-          ester    als Katalysator verwendet wurde.    <I>Beispiel 17</I>  Es wurden auf 27,0 g     Erdnussölfettsäuren    (Säure  zahl 197,7,     Jodzahl   <B>99,6)</B> und 6,1g     Borsäureessigsäure-          anhydrid,    direkt in der für die weitere Behandlung  verwendeten Apparatur, durch     1stündiges    Erhitzen  auf 100-l40' C und anschliessendes     Abdestillieren     der frei gewordenen Essigsäure etwa 28g     Borsäure-          erdnussölfettsäureanhydrid    erhalten..  



  Ein Gemisch dieses Produkts     mit    73g     Leinölfett-          säure    (Säurezahl 198,6, Jodzahl 137,4) wurde gemäss  Beispiel 16 auf 200 bis 290  C erhitzt; lediglich musste  das     Abdestillieren    von 30     Minuten    auf 10 Minuten  verkürzt werden, da das Produkt bereits vor der  Destillation sehr hoch     viskos    erschien. Es zeigte fol  gende Kennzahlen:  
EMI0008.0077     
  
    Säurezahl <SEP> 43,9
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 70,2
<tb>  Jodzahl <SEP> (nach <SEP> Wijs) <SEP> 173,2       Der Gehalt an     Unverseifbarem    liess sich wegen  der hohen Viskosität des Produktes nicht mehr ein  deutig bestimmen.

   Nach     Blei/Mangan-Sikkativierung     wurde beim Trocknen an der Luft festgestellt, dass  es nach 60 Minuten staubtrocken und nach 80 Minu  ten vollständig trocken war.    <I>Beispiel 18</I>    Im     500-rnl-Schliffkolben    eines normalisierten       Wasserbestinunungsapparates    wurden 165 g     Erdnuss-          ölfettsäure    (Säurezahl 197,7,     Jodzahl    99,7) und 10 g       Bortriacetat    innerhalb von 2 Stunden im Ölbad auf  150 C erhitzt; anschliessend wurde die gebildete  Essigsäure     abdestilliert    und aus dem     Wasserabschei-          der    abgezogen.  



  Es wurden dann durch den     Rückflusskühler    50 ml       Dekalin    eingegossen. Zur Füllung des     Wasserabschei-          ders    war 16     ml        benötigt;    es liefen also 34 ml     Dekalin     in das Reaktionsgefäss.  



  Dieses Gemisch wurde bei Normaldruck unter       Rückflussbedingungen    zum Sieden erhitzt, wobei sich  das freiwerdende Wasser im     Wasserabscheider    sam  melte, während das     Dekalin    zurücklief. Durch Ab  ziehen von 11     ml    Wasser und insgesamt etwa 15     ml          Dekalin    wurde die Siedetemperatur langsam erhöht,  so dass 2 Stunden bei 250  C, 1 Stunde bei 260  C  und 30 Stunden bei 270-280  gekocht wurde.    Nach Beendigung dieser Behandlung verblieb ein  Rückstand von 140 g, welcher eine Restmenge von  9,8 ml     Dekal.in    enthielt.

   Diese Lösung hatte folgende       Kennzahlen;    die Werte in     Klammern    beziehen sich  auf den     Dekalin-freien    Rückstand:  
EMI0008.0106     
  
    Säurezahl <SEP> 9,8 <SEP> (10,4)
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 16,5 <SEP> (17,5)
<tb>  Jodzahl <SEP> (nach <SEP> Wijs) <SEP> 106,5 <SEP> (113,1)
<tb>  Unverseifbares <SEP> 79,0% <SEP> (83,8%)            Sie        trocknete        nach        Sikkativierung        mit        0,3        %        Blei          -i-        0,

  02        %        Mangan        als        Naphthenate        in    6     Stunden     staubtrocken und in 24 Stunden trocken.

        <I>Beispiel 19</I>       In    der im Beispiel 14 beschriebenen Apparatur  wurden 20 kg destillierte     Tallölfettsäure    (Säurezahl  194,3,     Verseifungszahl    196,9,     Jodzahl    (nach     Wijs)          131,5,        Harzgehalt        2%)        mit        0,4        kg        technischer        Bor-          säure    unter mechanischer Rührung bei einem Va  kuum von 4-12 mm     Hg    in 2 Stunden auf 230  C,

    in weiteren 10 Stunden von 230 auf 260  C erhitzt  und 14 Stunden bei 260-290  C gehalten. Dabei  wurden die     abdestillierenden    Fettsäuren, die gegen  Ende der Behandlung nur noch in geringer Menge  auftraten, laufend in den Kessel     zurückgeleitet.    Nach  Beendigung der     Kochung    wurden die 17,5 kg Rück  stand fünfmal mit je 20 kg heissem Wasser     borsäure-          frei    gewaschen, im Vakuum getrocknet und in einer       Filterpresse    filtriert.  



  Das so erhaltene Produkt hatte folgende     Kenn-          zahlen:     
EMI0009.0024     
  
    Säurezahl <SEP> 6,0
<tb>  Verseifungszahl <SEP> 13,2
<tb>  Jodzahl <SEP> (Wijs) <SEP> <B><I>155,9</I></B>
<tb>  Unverseifbares <SEP> 92,1%
<tb>  Viskosität <SEP> 91,5 <SEP> Poise/20  <SEP> C            Nach    Zusatz von Trockenstoffen (0,3 0/0 Blei und       0,02        %        Mangan        als        Naphthenate)        und        Verdünnung     mit     Testbenzin    auf eine Viskosität von 1,

  5     Poise/20     C  trocknete     ein    Anstrich hieraus in 6 Stunden staub  trocken und,     in    8     Stunden    trocken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Kondensations produkten, dadurch gekennzeichnet, d'ass hydroxyl- gruppenfreie höhere Fettsäuren oder Mischungen, die solche enthalten, in Gegenwart einer geringen Menge eines Katalysators auf eine Temperatur zwischen 220 und 330 unter Abführung von Reaktionswasser er hitzt werden, bis eine erhebliche Menge freier Fett- säuren umgesetzt ist in,
    Unverseifbares mit einem mittleren Molekulargewicht übereinstimmend mit dem berechneten Molekulargewicht eines Kondensations produktes von wenigstens drei Fettsäuremolekülen. UNTERANS.PRÜUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur zwischen 250 und 300 erhitzt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ungesättigte Fettsäuren verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass unter erniedrigtem Druck erhitzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei atmosphärischem Druck in einem Strom eines inerten Gases erhitzt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in Gegenwart eines inerten, unter den Reaktionsbedingungen siedenden Lösungsmittels erhitzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass unter Rückfluss der im Reaktions gemisch vorhandenen höhersiedenden Verbindungen erhitzt wird und niedriger siedende Verbindungen abdestilliert werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Katalysator Bor oder eine Sauerstoff enthaltende Borverbindung verwendet wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Katalysator Boroxyd oder Bor säure oder ein Salz der letzteren mit einer flüchtigen Base verwendet wird. 9. Verfahren nach. Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Katalysator eine organische Borverbindung verwendet wird.
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