CH372121A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

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CH372121A
CH372121A CH2956255A CH2956255A CH372121A CH 372121 A CH372121 A CH 372121A CH 2956255 A CH2956255 A CH 2956255A CH 2956255 A CH2956255 A CH 2956255A CH 372121 A CH372121 A CH 372121A
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fatty acids
heated
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catalyst
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CH2956255A
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Donatus Von Mikusch-B Johannus
Hermann Mebes Karlheinz
Robert Mills Maurice
Original Assignee
Unilever Nv
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F5/00Obtaining drying-oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    von Kondensationsprodukte:    Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung       n;        uartiger    Kondensationsprodukte durch     Erhntzung     von Gemischen, die     hydroxylgruppenfreke    höhere  Fettsäuren enthalten.

   Wenn die Ausgangsstoffe un  gesättigt sind,     isind    die     erhaltenen        Produkte    besonders  geeignet als trocknende     Bestandteile    zur     Verwendung     in Ölfarben, Firnissen, Kernölen,     Linoleum        und          d;        rgleIchen,    wo sie: trocknende Öle ganz oder     teil-          weise        ersetzen    können,. Wenn die Ausgangsstoffe  gesättigt sind, sind die erhaltenen Produkte     geeignet     zur Verwendung in z.

   B.     Abschreckölen,    Weich  machern und     dergleichen.     



  Es .ist     bekannt,        hydroxylgruppenhaltige    Öle oder  Fettsäuren, oder ungesättigte Öle oder     Fettsäuren,     die zuvor durch Oxydation     in        hydroxylgruppenh:altige     Öle     odce@r    Fettsäuren     verwandelt    worden sind,     in     Gegenwart von einigen     Prozenten    Borsäure unter  erniedrigtem Druck auf     Temperaturen    von 260 bis       300     zu erhitzen. Die auf diese Weise erhaltenen       Produkte    bestehen vorwiegend aus Estern.  



  Es ist     weiter        bekannt,        fette    Öle zusammen mit       untergeordneten        Merygen    Fettsäuren unter ähnlichen  Bedingungen zu     erhitzen,    wobei unter     Abdestillieren          der    im Öl enthaltenen     kurzke@tti@gen    Fettsäuren     einte          Umesterung    stattfindet. Die auf diese Weise erhaltenen  Produkte sind     Glyceride.     



  Es     wurde    gefunden, dass neuartige Kondensations  produkte     erhalten        werden,    wenn Gemische aus     hydro-          xylgruppenfre.ien    höheren     Fensäuren    der Formel  
EMI0001.0051     
    und     Ketonen    der Formel  
EMI0001.0053     
    wobei     die    Reste R     al'iphatische    Kohlenwasserstoffreste  mit 9 bis 25 Kohlenstoff     atomen        darstellen,

      die     gleich     oder verschieden sein können     (letztere        Kebone    werden  auch     Fettsäureketone        genannt),        in        Gegenwart    einer       kleinen    Menge eines Katalysators auf eine     Tempe-          ratuw    zwischen 220     und    330  so lange     erhitzt    werden,

    bis eine     erhebliche    Menge freier Fettsäuren und       Ketone        umgesetzt    ist in     Unverseifbares        mit    einem       mittleren        Molekulargewicht        übereinstimmend    mit dem  berechneten     Molekulargewicht    eines Kondensations  produktes von wenigstens drei     Fettsäuremolekülen    der  Formel _  
EMI0001.0080     
    wobei R die obige     Bedeutung    hat. Für praktische  Zwecke werden:     Temperaturen    zwischen 250 und       300     bevorzugt.  



       Gegebenenfalls        kann    man aus dem     Reiaktions-          gemisch        eine    Fraktion von     Feinsäuren    von     niedrigem          Molzkulargewicht        abdestillieren,    um ein stärker un  gesättigtes Endprodukt zu erhalten.  



  Die Fettsäuren     können        gesättigt    ,sein;     ungesättigte     werden jedoch bevorzugt.  



       D:53        Erhitzung    kann unter atmosphärischem Druck  unter     Durchleiten    eines     inerten        Gasces,    wie Stickstoff,  durch das     Reaktionscgemisch,    aber     vorzugsweise        unter     Vakuum ausgeführt werden.  



  Wenn .die Reaktion     in        einem    hohen Vakuum     aus,     geführt wird,     kann;    die     Re.aktionstemperatur    oft     nicht          auf    einmal den     Bereich    zwischen 220     und    330  er  reichen, da das Gemisch     während    der ersten Phase      der Reaktion bei einer niedrigeren     Temperatur        als     220  sieden kann, wobei Fettsäuren     zusammen        mit     flüchtigen Reaktionsprodukten in die Dampfphase  übergehen.

   Mist fortschreitender Reaktion erniedrigt  sich     die    Konzentration der höheren Fettsäuren im  Gemisch und der Siedepunkt des Gemisches steigt an,  so     d'ass    die     Temperatur        allmählich        gesteigert    werden  kann.  



  Im letzteren Falle wird die Erhitzung vorzugs  weise unter     Rückfluss    der Fettsäuren und     höhersieden-          den    Verbindungen ausgeführt. In     dieser    Weise kann  ein grösserer Teil des Ausgangsmaterials in das     end-          gültige    Kondensationsprodukt übergeführt     werden,.     



  Die     Fe,ttsäurekomponente        dLs        Ausgangsmatelrials     kann aus einer Fettsäure oder aus einem Gemisch  von Fettsäuren     bestehen,    wie es z. B. aus einem fetten  Öl oder     einem    Gemisch von     fetten    Ölen erhalten  werden kann.  



  Durch fraktionierte Destillation von     Tallöl    erhal  tene Fraktionen, die     vorwiegend    aus     Fettsäuren    be  stehen, sind     ebenfalls    geeignete     Ausgangsstoffe.    Es ist  bereits     vorg-Ischlagen    worden,     Tallöl    oder     Tallölfett-          säuren    auf Temperaturen     oberhalb    330      ohne    Kata  lysator zu erhitzen.

   Auf diese Weise erhaltene Pro  dukte haben eine niedrigere     Jodzahl    als der Aus       gangsstoff,        während    die aus     Gemischen    aus     Tallö1=          fraktionen    und     Ketonen    nach dem     Verfahren    der  Erfindung erhaltenen Produkte im Gegenteil eine  erhöhte Jodzahl, verglichen mit derjenigen des Aus  gangsstoffes, aufzeigen.  



  Schliesslich kann das     Ausgangsmaterial    andere       Bestandteile    wie z. B. Mono-,     Di-    oder     Triglyceride     oder Harzsäuren enthalten. In solchen Fällen soll  das Gemisch einen erheblichen und vorzugsweise  einen überwiegenden Gehalt an höheren Fettsäuren  aufweisen.  



  Solche andere     Bestandteile    haben die Neigung,  die Reaktion     abzubremsen,    und zu grosse Anteile  sollen     veirmie.den    werden. Selbst wenn sie an sich  trocknende Eigenschaften haben oder solche Eigen  schaften während der Erhitzung entwickeln, soll der  Gehalt an anderen     Bestandteilen    vorzugsweise nicht  höher     sein    als der Gehalt an     Febtsäuren.     



  In den obigen Formeln     stellt    der     aliphatische        Koh-          lenwasserstoffrest    R mit 9 bis 25     C-Atomen    eine vor  zugsweise gesättigte oder besser ungesättigte     Alkyl-          gruppe    mit 17 bis 21     Kohl.-nstoffatomen    dar.  



  Wenn R eine ungesättigte     Alkylgruppe    darstellt,  kann die Gruppe z. B. nur eine Doppelbindung ent  halten wie z. B. in Ölsäure. Um Produkte mit guten  trocknenden Eigenschaften     zu    erhalten, ist     es    er  wünscht,     wenigstens    einen Anteil an     Verbindungen          mit    ungesättigten     Alkylgruppen,        d!ie    zwei oder mehr  Doppelbindungen enthalten, im Ausgangsgemisch zu  haben.

   Beispiele solcher     Alkylgruppen    sind die  jenigen, die     in        L,inolsäure,        Linolensäure    oder den       hochungesättigten;    in Ölen aus Seetieren     vorkommen-          den    Fettsäuren enthalten sind.  



  Die     angewundete    Temperatur und     Erhitzungs-          dauer    sowie der Gehalt an     Unverseifbarem,    der er-    reicht werden kann, sind in einem gewissen Grade  abhängig von der Art des     Ausgangsmate.rials.Wenn     von Fettsäuren mit ziemlich niedriger Jodzahl aus  gegangen wird, kann     die    Erhitzung bei hohen Tem  peraturen lange Zeit durchgeführt werden und ein  hoher Gehallt an     Unverseifbarem,    z. B. 70 bis nahezu       10011/0;    kann erhalten werden. Wenn von Fettsäuren  mit relativ :hoher Jodzahl, z.

   B. über 150, ausgegan  gen wird, kann es     erwünscht    sein, die Erhitzung früher  abzubrechen, da     Gelie:rung    auftreten kann; der Ge  halt an     Unverseifbarem    kann dann niedriger sein,  z. B. 40 bis     600/0.    Aus den gleichen Gründen wird  es ab und zu bevorzugt, Fettsäuren verschiedener Art  zu mischen, ehe sie zur Reaktion gebracht werden,  um die hoch ungesättigten Fettsäuren vollständiger  in einem Arbeitsgang kondensieren zu lassen.  



  Auf der anderen Seite kann es erwünscht sein,  wenn von     Fettsäuregemischen,    die einzelne Säuren       verschiedener    Art enthalten, ausgegangen wird, das  Originalgemisch zu fraktionieren, z. B. durch Destilla  tion, oder die flüchtigeren und weniger gesättigten  Fettsäuren während der Kondensationsreaktion     ab-          zude:stillieren    (wobei     di;        Rückflusskolonne    für die  sen Zweck auf einer     geeignet    hohen Temperatur  gehalten wird), um ein besser trocknendes Produkt  zu erhalten.  



  Der Grad der Umsetzung des Ausgangsgemisches  in     unverseifbare    Stoffe der     angeg:benen    Eigenschaften  kann, je nach dem     Verwendutngszweck    der Konden  sationsprodukte gemäss der Erfindung, innerhalb wei  ter Grenzen schwanken. Zu     gewissen        Zw.-cken    wird  ein Umsetzungsgrad von 20 bis     3011/10    genügen, wäh  rend man in anderen Fällen     einen        Umsetzungsgrad     von 30     biss        401/9        bevorzugen,    wird.  



  Die als     Auisgangsstoffe    verwendeten Fettsäuren  können in     einzelnen    Fällen in üblich,. -r     Weise    raffiniert  worden sein.  



  Der in dem erfindungsgemässen Verfahren benutzte  Katalysator kann z. B.     Phosphorsäure,    Bor oder     vor-          zugsweiSe    eine sauerstoffhaltige     Borverbindung    sein.       Bevorzugtte    anorganische     Borverbindungen    sind Bor  säure und     Boroxyd.        Borsäuresalze,    wie z. B.     Alkali-          oder    vorzugsweise     Ammoniumpentaborat,    können  ebenfalls verwendet werden.

   Borax zeigt jedoch     mir     ein; geringe Aktivität.     Borverbindungen    mit oxydie  renden     Eigenschaften    werden nicht bevorzugt.  



  Bevorzugte organische     Borverbindungen    sind Bor  säureester, wie     Borsäuretrimethylester,        Borsäure-          triäthylester,        Borsäuremannitester,    das gemischte       Anhydrid    von Borsäure und Essigsäure oder das  gemischte     Anhydrid    von Borsäure und höheren Fett  säuren, die z. B. aus einem fetten Öl, wie     Erd'nussöl,     erhalten werden.  



  Der Katalysator kann auf     einem    geeigneten Trä  ger, z. B. einem     Siliziumdiaxyd    wie     Kieselgur,        Di-          atomeenerde    oder     Silicagel,    zur Anwendung gelangen.  Der Katalysator kann in Wasser gelöst oder suspen  diert und dem Träger     zug;    setzt werden; das Gemisch  wird sodann in einem Ofen getrocknet.      Der Gehalt an Katalysator kann innerhalb weiter  Grenzen     schwanken,    z.

   B. zwischen 0,1 und 10     Ge-          wich,tsprozent        d        es     Im     allgemeinen     wird ein     Katalysatorgehalt    von     einigen    Gewichtspro  zenten, z. B. 2 bis 6     '/a,    bevorzugt.  



  Das Verfahren wird vorzugsweise in     einem    Re  aktionsgefäss, das mit einer     Rückflusskolonne    versehen  ist, durchgeführt. Die     Rückflusskolonne    kann     erhitzt     oder gekühlt werden, derart, dass die     Fettsäuren    und  andere     höhersiedend?e    Produkte     zurückgeführt    und  Reaktionswasser und andere     flüchbi"gc    Produkte und  Gase     abdestilliert    werden:.

   Wasser und     andere        flüch          tige    Produkte können in einer gekühlten Vorlage zu  sammen mit     mitg-rissenen        höhersiedenden    Produkten  kondensiert werden.  



  Das Gemisch im Gefäss wird auf Temperaturen  zwischen 220 und: 330  erhitzt. Es ist erwünscht,     Glas     Reaktionsgemisch     zumindest        während    des letzten  Teiles d. -r     Reaktionszeit    auf einer Temperatur zwi  schen 250 und     300     zu halten.

   Die Reaktion     kann     bei atmosphärischem Druck in einem Strom     ;eines          inerten    Gases, wie Stickstoff, ausgeführt     werden.     Vorzugsweise wird jedoch entweder ein     Vakuum        an-          g,    legt oder in Gegenwart eines     inerben,    mit Wasser  nicht mischbaren Lösungsmittels gearbeitet.  



  Der Katalysator kann mit dem     Ausgangsmaterial     vermischt oder während der Erhitzung im     Reaktions          gefäss    zugesetzt werden; er kann auch in der Rück  flusskolonne angebracht werden.  



  Die     Rückflusskolonne    kann mit     Füllkörpern,    wie  z. B. Wendeln,     Raschigringen    oder     dergleichen,    ver  sehen werden. Sie kann auch so     einreguliert        werden,     dass ein Teil der Fettsäuren     abdestillieren        kann.     



  Nachdem de Erhitzung beendet worden     ist,    kön  nen unveränderte Fettsäuren, falls noch     anwesend,     aus dem Reaktionsprodukt mittels eines geeigneten       Lösungsmittels,    wie z. B. Alkohol,     extrahiert        werden.     Die Fettsäuren können auch durch     Vakuumdestilwation     aus dem     Reaktionsprodukt    entfernt     werden.    Der nach  dem     Extrahieren    oder Destillieren erhaltene Rück  stand ist das erwünschte Produkt.  



  Das Reaktionsgemisch wird     vorzugsweise    vor     oder     nach der oben erwähnten Behandlung mit     einem     Lösungsmittel vor oder nach einer Destillation filtriert,  mit Wasser gewaschen, um den Katalysator zu ent  fernen, und unter Vakuum getrocknet.  



  Wenn die     Reaktion    in Gegenwart eines mit Was  ser nicht mischbaren Lösungsmittels     ausgeführt    wird,  so     verwendet    man     vorzugsweise    ein solches mit einem  Siedepunkt höher als 130  und niedriger als 300 .  Während der     Erhitzung    schleppt das     abdeseillierende          Lösungsmitt;1    das bei der Reaktion entwickelte Was  ser mit.

   Das     abde.stillierende        Lösungsmittel        und:    mit  geschleppter Wasserdampf     gehen    durch einen Kühler  zu     einer        geeigneten    Vorlage, in der sie sich in zwei  Schichten trennen; das kondensierte     Lösungsmittel     wird in das     Reaktionsgefäss        zurückgeführt.     



  Geeignete Lösungsmittel sind     Xylol    mit einem  Siedepunkt von 135 bis 145 ,     milt    welchem die Er  hitzung bei Temperaturen bis zu 260  ausgeführt         werden    kann,     Tetrahydronaphthalin    mit     Siedepunkt     205 bis 215 , mit     welchem    die Erhitzung bis auf  295  ausgeführt werden     kann,        und        Dekahydronaph-          thalin    mit Siedepunkt 184 bis 191 ,     mit        welchem     die     Erhitzung    bis auf 290      durchgeführb    werden kann.

    Andere     geeignete        Lösungsmiteel    sind oberhalb 200   siedende     Erdölfraktionen.        Das    vom Rücksand     ge-          trennte        Destillat    oder das :aus dem     Alkoholextrakt     (siehe oben) erhaltene Produkt kann aufs neue  als     AusgangsmatDrial    für weitere     Behandlungen        ver-          wendet    werden, da es vorwiegend aus     unverändertem          Ausgangsmaterial    besteht.

   Wenn die     Reaktion    so  weit     forgeschritten        isst,        dass        nuir        noch    wenig Ausgangs  material im     Reaktionsgemisch    vorhanden ist, ist es  oft unnötig, diesen Rest     zu.        entfernen.     



  Der unter den     beschriebenen        Reaktionsbedingun-          gen    erhaltene     Rückstand    ist das     Hauptprodukt.        Wenn     das Ausgangsmaterial ungesättigte Fettsäuren ent  hält, zeigt der     Rückstand    bessere trocknende Eigen  schaften     als    die entsprechenden     Glyceride,    ferner er  niedrigte     Flüchtigkeit    und     ethöhte        Viskosität    ver  glichen mit den im Ausgangsmaterial enthaltenen  Fettsäuren.

   Diese Eigenschaftsänderungen treten um  so mehr     hervor,    je länger und auf je höhere     Tem-          peratwr        erhitzt    wird. Die     Analysendaten    zeigen :die       Bildung        eines        erheblichen        Gehaltes    an     Unverseif-          barem,    das verschieden von den     bekannten        Ketonen     ist.

   Es wurde gefunden,     däss    dieses     Unverseifbare        in     der Hauptsache für die guten     trocknenden    Eigen  schaften     verantwortlich    ist und ausgezeichnete     fihn.-          bildende        Eigenschaften    zeigt.  



  Nach     dem        Verfahren        gemäss    der Erfindung kön  nen     Kondensationsprodukte        erhalten        werden,    die     einen     erheblichen Gehalt, vorzugsweise     mindestens    40     O/e,     an     Unverseifbarem,    eine niedrige Säurezahl und     Ver-          seifungszahl,

      eine     erhöhte        Jodzahl    nach     Wijs        im     Vergleich zu dem     Ausgangsmaterial    und ein hohes  mittleres     Molekulargewicht        ;aufweisen.     



       Wenn    die     Jodzahl        nach        Wijs    100 oder mehr  beträgt, haben die Kondensationsprodukte trocknende  Eigenschaften. Sie     haben,        eine        Molekularstruktu,r    mit  wenigstens drei     Alkylgruppen    ähnlich denjenigen, die  in den Fettsäuren ungesättigter Öle enthalten sind.  



  Wenn die nach dem     erfindungsgemässen    Verfah  ren erhaltenen     Produkte    eine     Jodzahl        nach        Wijs    von  100 oder höher besitzen,     können    sie als     Ersatz    für       trocknende        Stoffe,    wie     trocknende    Öle,     Firnisse    oder       Alkyd@hasze,        in:

      der     Anstrich-,        Firnis-    oder     Linoleum-          industrie    und     verwandten        Industrien    verwendet       werden.     



  Die neuen Produkte     können        mit    den     üblichen          Sikkati'ven    auf     Basis    von Kobalt, Blei oder     Mangan          vermischt    werden; sie können mit     Terpentinöl,        Test-          benzin    und bzw. oder anderen flüchtigen     Lösungs-          mitteln    bis zur     gewünschten        Viskosität    verdünnt       werden:.     



  Ein gutes Ersatzprodukt für gekochtes Leinöl       konnte    z. B.     dadurch    erhalten werden, dass ei gemäss  der Erfindung     hergesitelltes        Kondensationsprodukt        mit     einem     Gemisch.    aus Terpentinöl     und        Testbenzin    im      Verhältnis 1 : 1 gemischt wurde. Kleine Mengen     Sikka-          tive    genügten, um kürzere     Trocknungszeiten    zu er  halten als     diejenigen    eines guten gekochten Leinöls.

    Mit     0,1 /o    Kobalt, berechnet auf das Kondensations  produkt, wurden z. B. 240 min benötigt, um einen  staubtrockenen     Film    zu     erhalten,    und 300 min für  die vollständige     Trocknung.    Die Gewichtszunahme  beim Trocknen an der Luft war für das unver  dünnte     Kondensationsprodukt    höher als für     Leinöl-          Standöl    der     gleichen        Viskosität;

      es zeigte, grosse Affi  nität für     Sauerstoff,    obwohl das Produkt aus     Soja-          bohnenöl-Fefitsäuiren        mit    einer viel niedrigeren     Jod-          zahl    als derjenigen von Leinöl     erhalten    worden war.

    Die Härte des Films wurde gemessen nach dem       Swardschen    Verfahren; es zeigte sich, dass sie     er-          heblich    höher war als diejenige     eines        Films    aus  gekochtem     Leinöl    und gleich hoch wie diejenige     eines          Films    aus einem     21/2fettigen        Maleinatharzlack.    Der  Film war beständiger gegen Wasser und     verdünnt;,     Schwefelsäure als Filme aus     Leinöl    und manche  Öllacke.  



  Aus den     Kondensationsprodukten    hergestellte       Zinkweisslacke    zeigten keine Anzeichen zum Dick  werden.  



  In dem nachfolgenden Beispiel     beziehen    sich die  angegebenen Temperaturen auf das das     Reaktions-          gefäss    umgebende     Metallbad.    Die     Temperatur        inner-          halb    des     Reaktionsgemisches    war     niedriger,    und zwar  etwa 20     bis        30         während-    dem     Anfangsstadium    und  etwa 10      wärend        d        esr    Endphasen der Reaktion.  



  <I>Beispiel</I>  Von den     Fettsäuren    des     Erdnussöls    wurden       12,4%        an        hauptsächlich        gesättigten        Fettsäuren        im     Vakuum     abdestilliert.    248 g des Rückstandes (Säure  zahl 191,8,     Verseifungszahl    195,8, Jodzahl 122,9)  wurden 10 Stunden lang in     Gegenwart    von 20 g       Magnesiumoxyd    in     bekannter    Weise zur     Gewinnung     des     Keto:ns    auf 330  erhitzt.

   Nach Auswaschen zur       Zersetzung    der     Magnesiumseifen    mit     verdünnter          Schwefelsäure    und     Neuitralwaschen        mit    Wasser     hatte     das     Keton        eine4        Säurezahl    von 3,0, eine     Ve:rseifungs-          zahl    von 3,5, eine     Jodzahl    von 126,8 und eine       Carbonylzahl    von 86,1.  



  70 g dieses     Ketons    und 40 g     Erdnussfettsäuren          wurden        mit        2%        Borsäure        in        einem        mit        einer        Rück-          flusskolonne    ausgestatteten Gefäss in 3     Stunden    auf  290      erhitzt,

      bei dieser     Temperatur        41/2        Stunden     unter     Rückfliessen    des     Fettkondensats    und Abführen  des Reaktionswassers gehalten und dann 1 Stunde  unter     Auffangen    des     Kondensaus    in der Vorlage er  hitzt. Der Rückstand wog ohne Borsäure 97 g (Säure  zahl 1,5,     Verseifungszahl    14,1,     Jodzahl    168,5) und       trocknete        sikkativiert    in     21/2    Tagen zu einem     elasti-          schen    Film.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von. Kondensations- produkten:, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische aus hydroxylgruppenfreien höheren Fettsäuren der Formel EMI0004.0113 und Ketonen der Formel EMI0004.0115 wobei .die Reste R aliphatis che Kohlenwasserstoffreste mit 9 bis 25 Kohlenstoffatomen darstellen,
    die gleich oder verschieden sein können, in Gegenwart einer geringen Menge eines Katalysators auf eine Tempe ratur zwischen 220 und 330 unter Abführung von Reaktionswasser erhitzt werden,
    bis eine erhebliche Menge freier Fettsäuren und Ketone umgesetzt ist in Unverseifbares mit einem mitfleren Molekul'ar- gewicht übereinstimmend mit dem berechneten Mole kulargewicht eines Kondensationsproduktes von we- nigstens drei Fettsäu;remolekülen der Formel EMI0004.0143 wobei R die obige Bedeutung hat. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch auf eine Telmpe!ratur zwischen 250 und 300 erhitzt wird.. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ungesättigte Fettsäuren verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass unter erniedrigtem Druck erhitzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass bei atmosphärischem Druck in einem Strom eines inerten Gases erhitzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in Gegenwart eines inerten, unter den Reaktionsbedingungen siedenden Lösungsmittels erhitzt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass unter Rückfluss der im Reakitions- gemisch vorhandenen höhensiedenden Verbindungen erhitzt wird und niedriger siedende Verbindungen abdestilliert werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als 'Katalysator Bor oder eine Sauerstoff enthaltene Borve:rbind-ung verwendet wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Katalysator Bonoxyd oder Borsäure oder ein Salz der letzteren mit einer flüch tigen Base verwendet wird.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass als Katalysator eine organische Bonverbindung verwendet wird.
CH2956255A 1954-11-30 1955-11-30 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten CH372121A (de)

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