CH361692A - Gasturbinentriebwerk - Google Patents
GasturbinentriebwerkInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
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Description
Gasturbinentriebwerk Gegenstand der Erfindung ist ein Gasturbinen triebwerk mit einer auf der Einlassseite der Gasturbine in einem Lager drehenden Turbinenwelle, gekenn zeichnet durch zwei in Axialrichtung in Abstand voneinander ortsfest angeordnete Wände zwischen dem Lager und dem zur ersten Stufe der Turbine gehörenden Laufrad und durch eine Labyrinthdichr tung bei jeder dieser beiden Wände.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 ist ein teilweiser Längsschnitt eines Gas turbinentriebwerkes nach der Erfindung, Fig. 2 ist ein Ausschnitt aus Fig. 1 in grösserem Massstab.
Fig. 3 ist ein teilweiser Schnitt <I>nach</I> der Linie 3-3 von Fig. 1, und Fig. 4 ist eine perspektivische Darstellung eines nachgiebigen Ringes. .
Das Garturbinentriebwerk weist ein als Träger eines vorderen Wellenlagers dienendes Gasturbinen einlassgehäuse 10 auf, dessen vorderes Ende an einem die Brennkammern umhüllenden Mantel 11 und des sen hinteres Ende am Gasturbinengehäuse 12 ange schraubt ist. Am Gehäuse 10 sind die äusseren Enden von Hohlstegen 13 befestigt, deren innere Enden an einem starren Tragring 14 befestigt sind. Ein Ring 16, der die hinteren Enden von zwei koaxialen Blechzylindern 17, 18 trägt, ist am Ring 14 ange schraubt.
Die hinteren Brennkammerendteile 19 sind an die die Gasturbinenleitschaufeln 23 tragenden Wände 21, 22 angeschlossen. Diese Endteile 19 erstrecken sich zwischen den Hohlstegen 13 hindurch; der Klarheit halber ist aber der Hoh stegmittelteil weggebrochen und die Brennkammerendteile im Schnitt gezeigt.
Die Wände 21, 22 bilden mit den Schaufeln 23 Einlassdüsen der ersten Gasturbinen stufe, zu welcher auch die Schaufeln 26 eines auf einer Turbinenwelle 28 sitzenden Turbinenlaufrades 27 :gehören. Ein am Tragring 14 befestigter Ringteil 24 trägt die eben erwähnten Einlassdüsen. Die Nabe des Laufrades 27 .liegt an einer Distanzbüchse 29 an, die sich an einem Bund 31 der Turbinenwelle 28 abstützt.
Eine am Ringteil 24 befestigte Ringscheibe 32 dient als Trennwand vor dem Laufrad 27. Die Turbinenwelle 28 läuft vorn auf .einem Rollenlager 33 und hinten auf einem nicht gezeigten ähnlichen Lager. Ein auf die Turbinenwelpe 28 aufgeschraubter Ring 36 drückt den inneren Laufring des Rollen Nagers 33 gegen einen inneren Labyrimthabdichtungs- ring 34, der sich mit einer Ringschulter am Wellen bund 31 abstützt.
Der äussere Laufring .des Rollen- lagers 33 wird mittels anschliessend beschriebenen Zwischenteilen von einer Ringscheibe 37 getragen, die an einem radial nach innen ragenden Flansch 38 des Tragringes 14 befestigt ist. Zu de eben erwähn ten Zwischenteilen gehört ein nachgiebiger Ring 39 (s. a. Fig. 3 und 4), der in .die Bohrung der Ring scheibe 37 eingesetzt ist, und ein Ringansatz 41 eines Ringkörpers 40.
Dieser letztere hat zwei Ringansätze 42, 43 von verschieden grossem Durchmesser, welche praktisch spielfrei Dichtungsrippen 44 bzw. 46 um geben, die an entsprechenden Teilen des mit der Welle 28 drehenden Labyrinthabdichtungsringes 34 vorhanden sind, zwecks Bildung zweier Labyrinth dichtungen.
Zur Ermöglichung einer nachgiebigen Radial abstützung des Rollenlagers 33 und des Ringkörpers 40 ist der in .den Ringspalt zwischen der Ringscheibe 37 und dem Ringansatz 41 eingesetzte Ring 39 mit äusseren Längsrippen 47 und mit zu diesen in Um fangsrichtung versetzten inneren Längsrippen 48 ver sehen, wobei nur diese Längsrippen 47,
48 an der Ringscheibe 37 bzw. am Ringansatz 41 anliegen. Dank diesem. Aufbau ist wohl die Lage des Lagers gegeben, aber nicht starr, sondern so weit nachgiebig, dass geringfügige Radialbewegungen der aus dem Rollenlager 33, der Turbinenwelle 28, dem Labyrinth- abdichtungsring 34 und dem Ringkörper 40 bestehen den Baugruppe möglich sind.
Der Ringkörper 40 hat eine äussere Ringschulter 49, mit welcher er an einer hinteren Stirnfläche der Ringscheibe 37 anliegt. Er hat ferner eine innere Ringschulter 51, an welcher der äussere Laufring des Rollenlagers 33 anliegt.
Vor der Ringscheibe 37 hat der Ringansatz 41 des Rin körpers 40 eine äussere Ringnut, in welche ein Spreng ring 52 eingreift, zwecks Verhinderung einer axialen Verschiebung des Ringkörpers 40, auf gleicher axialer Höhe hat der Ringansatz 41 eine innere Umfangsnut, in, welche ein Sprengring 53 eingreift, der den äusseren Laufring des Rollenlagers 33 gegen axiale Verschie bung sichert.
Zur Verhinderung einer Drehung des nachgie bigen Ringes 39 und des Ringkörpers 40 dient ein Riegelbolzen 54, dessen Kopf 55 in einer Tasche 56 des Ringansatzes 41 sitzt, und der sich durch einen Einschnitt 57 des Ringes 39 sowie durch einen Ein schnitt 58 am hinteren Rand des inneren nabenför- migen Teils der Ringscheibe 37 hindurch erstreckt.
Eine an ;der Ringscheibe 37 angeschraubte und an eine Schmieröldruckleitung 61 angeschlossene Spritz düse 59 .spritzt aus ihrer Bohrung 62 Schmieröl in das Rollenlager 33.
In eine Ringnut 64 am hinteren Ende des Ring körpers 40 ist ein Kolbenring 63 eingesetzt, der an der zylindrischen Innenfläche der Ringscheibe 32 anliegt zwecks Bildung einer Abdichtung zwischen der Kammer 65, die zwischen dem Turbinenrad 27 und der Ringscheibe 32 liegt, und der Kammer 66, die vor der Ringscheibe 32 liegt;
das Gas, das unter Umgehung dieser Abdichtung durch die äussere Labyrinthdichtung 43, 46 hindurchleckt, gelangt durch im Ringkörper 40 vorhandene Löcher 67 in die Kammer 66 und kann von dieser aus durch im Trag ring 14 vorhandene Löcher 68 und durch das Innere der Hohlstege 13 in die Atmosphäre abfliessen.
Eine ähnliche Abdichtung ist zwischen der Kam mer 66 und dem Rollenlager 33 angeordnet. Zu ihr gehört ein Kolbenring 69, der in einer Ringnut 71 des Ringkörpers 40 einsgesetzt ist und an einem Ring 72 anliea , welcher mittels eines tiefgezogenen Blech ringes 73 gasdicht mit der Ringscheibe 37 verbunden ist.
Die beiden Kolbenring Dichtungen lassen eine Axialbewegung und auch :geringfügige radiale Lage veränderungen der Turbinenwella 28 und der Laby rinfihdichtungen zu, verhindern aber eine Umgehung dieser letzteren durch Öl und. Gas.
Ein scheibenförmiger Ansatz 76 des Ringkörpers 40 erstreckt sich radial einwärts bis in unmittelbare Nähe der glatten Aussenoberfläche des Labyrinth abdichtungsringes 34 und dient zum Abfangen -des durch das Rollenlager 33 hindurchgeströmten Öls. Zwischen dem .äusseren Laufring dieses Rollenlagers und dem ölabfangansatz 76 sind in den Ringansatz 41 etwa zwölf Taschen 77 eingearbeitet;
jeder solchen Tasche ist ein radiales Blindloch 78 und ein achs paralleles Bohrloch 79 zugeordnet (untere Hälfte von Fig. 1), das an der Stirnfläche des Ringansatzes 41 ausmündet, damit das abgefangene Öl in den inner halb des Blechzylinders 18 gelegenen Sammelraum 80 gelangen kann, aus dem es durch eine nicht dar gestellte Pumpe in ein Ölreservoir zurückbefördert wird.
Der zwischen der inneren Labyrinthdichtung 42, 44 und dem Ölabfangansatz 76 gelegene Ringraum 81 steht durch mehrere annähernd radial verlaufende Bohrungen 82 mit dem den Ringkörper 40 umge benden und innerhalb des Blechringes 73 gelegenen Raum 83 in Verbindung, damit das durch die ge nannte Labyrinthdichtung hindurchleckende Gas in diesen Raum 83 gelangen kann, von dem aus es durch ein in der Ringscheibe 37 eingesetztes Rohr stück 84 in den Sammelraum 80 entweichen kann.
Der Raum 65 steht mit dem zwischen den zur ersten Turbinenstufe gehörenden Leitschaufeln 23 und den Laufradschaufeln 26 gelegenen Abschnitt des Strömungskanals der Gasturbinenbetriebsgase in Ver bindung; es herrscht also in ihm der gleiche Druck wie am Austritt der Leitschaufeln 23. In diesen Raum 65 wird eine geringe Menge von Luft eingelassen, die vom Kompressor unter Umgehung der Brennkam mern direkt in den Ringraum zwischen dem Mantel 11 und dem Blechzylinder 17 gelangt ist.
Diese Luft hält die Betriebsgase von den Labyrinthdichtungen fern und strömt mit ihnen durch die Laufradschaufel- kanäle ab.
Ein Blechring 87 erstreckt sich mit seinem kegc- ligen Teil in den Raum 65; sein zylindrischer Aussen teil ist zusammen mit der Ringscheibe 32 und dem Ringteil 24 mit Hilfe von Schrauben 88 an Tragring 14 .befestigt.
Zwischen den Schrauben 88 sind in den Bauteilen 14, 24 und 32 übereinstimmende Bohr löcher 89 vorhanden. Bei jedem dieser Bohrlöcher ist in der hinteren Stirnfläche der Ringscheibe 32 eine Radialnut 91 eingearbeitet. Luft, welche, wie vorbeschrieben wurde, an der Aussenoberfläche der Brennkammern 19 vorbeigeströmt ist, wird aus die sen Radialnuten 91 auf das Laufrad 27 geblasen.
Sie kühlt diese letztere etwas ab; ihr Hauptzweck besteht aber darin, das unreine und :heissere Turbinen betriebsgar von der Zone fernzuhalten, in welcher die Labyrinthdichtungen und das Rollenlager 33 an geordnet sind.
Im Raum 65 herrscht ein hoher Druck, dessen von der Flughöhe abhängender Wert leicht 10,5 kg/cm2 erreichen kann. Im Sammelraum 80 herrscht atmo sphärischer Druck.
Im Raum 66, der durch die Lö cher 67 mit dem zwischen den beiden Labyrinth dichtunsgen gelegenen Raum in Verbindung steht, herrscht ein etwas höherer Druck als im Sammelraum 80, damit für die innere Labyrinthdichtung 42, 44 ein kleines Druckgefälle zur Verfügung steht und Gewähr besteht, dass etwas Luft in dieser Dichtung zum Lager hindurchleckt und Öl daran hindert, nach hinten zu sickern.
Der maximale Überdruck im Raum 66 wird zweckmässig auf etwa 0,35 atü gehalten durch entsprechende Dimensionierung der Löcher 68 unter Zugrundelegung der vom Raum 65 durch die äussere Labyrinthdichtung 43, 46 hereinleckenden Luftmenge. Der Gesamtdurchlassquerschnitt aller Lö cher 68 richtet sich also in jedem Einzelfall nach der festgestellten Luftmenge, die durch die äussere Laby- rinthdichtung 43, 46 fliesst.
Beispielsweise waren bei einer Ausführung, bei der die ,äussere Labyrinthd!ich- tung 43, 46 einen Durchmesser von ungefähr 100 mm hatte, drei Löcher 68 mit einem Durchmesser von 9,5 mm vorzusehen.
Gesamthaft betrachtet, ermöglicht die vorgeschla gene Konstruktion die Einhaltung von minimalem Spiel in den Labyrinthdichtungen bei elastischer Wellenlagerung; dank dem kann die Leckluftmenge so gering gehalten werden, dass nicht anstelle dieser Labyrinthdichtungen wohl besser abdichtende, aber oft Störungen unterworfene Gleitdichtungen gewählt worden müssen.
Dank dem Umstand, dass der weit aus grösste Teil des Druckgefälles auf die äussere Labyrinthdichtung 43, 46 entfällt und auf die innere Labyrinthdichtung 42, 44 nur ein kleiner Anteil, der ein Hindurchlecken von Öl verhindert, wird erreicht, dass die Menge von Heissluft, die zum Rollenlager 33 hindurchleckt, bezüglich Wärmezufuhr zu diesem ganz unerheblich ist im Vergleich zur Wärmemenge, die diesem Lager durch Leitung und Strahlung zuge führt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gasturbinentriebwerk mit einer auf der Einlass- seite der Gasturbine in einem Lager drehenden Tur binenwelle, gekennzeichnet durch zwei in Axialrich- tung in Abstand voneinander ortsfest angeordnete Wände (32, 73) zwischen dem Lager (33) und dem zur ersten Stufe der Turbine gehörenden Laufrad (27) und durch eine Labyrinthdichtung bei jeder dieser beiden Wände. UNTERANSPRÜCHE 1.Gasturbinentriebwerk nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein den äusseren und nicht drehenden, Teil der beiden Labyrinthdichtungen bil dender Ringkörper (40) Leckluftauslassöffnungen (67, 82) hat, und zwar sowohl zwischen. den beiden Wänden als auch zwischen dem Lager .und derjenigen der beiden Wände, die näher bei diesem Lager gelegen ist. 2.Gasturbinentriebwerk nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper zwi schen dem Lager und der näher bei ihm gelegenen Wand einen radial nach innen ragenden Ölabfang- ansatz (76) hat. 3.Gasturbinentriebwerk nach Unteranspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, dass zwischen einem als Sitz des Lagers dienenden Ringansatz (41) des Ringkör pers und der Bohrungswandung einer tragenden Ring scheibe (37) ein nachgiebiger Ring (39) eingesetzt ist, der geringfügige Radialbewegungen des Ringkörpers samt dem Lager ermöglicht und bei solchen Bewe gungen elastische Deformationen erleidet. 4.Gasturbinentriebwerk nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring an der Innen- und an der Aussenoberfläche Längsrippen (47, 48) hat, wobei diejenigen (48) an der Innenoberfläche gegenüber jenen (47) an der Aussenoberfläche in Um fangsrichtung versetzt sind. 5. Gasturbinentriebwerk nach den Unteransprü chen 2 und 4.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US361692XA | 1957-06-24 | 1957-06-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH361692A true CH361692A (de) | 1962-04-30 |
Family
ID=21887036
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH361692D CH361692A (de) | 1957-06-24 | 1958-06-24 | Gasturbinentriebwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH361692A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006098806A1 (en) * | 2005-03-10 | 2006-09-21 | Honeywell International Inc. | Compact resilient anisotropic support for bearing |
| US7478952B2 (en) | 2002-02-28 | 2009-01-20 | Luk Lamellen Und Kupplungsbau Betelligungs Kg | Decoupling device for mounting a shaft on a base and radial ondular washer |
-
1958
- 1958-06-24 CH CH361692D patent/CH361692A/de unknown
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| US7478952B2 (en) | 2002-02-28 | 2009-01-20 | Luk Lamellen Und Kupplungsbau Betelligungs Kg | Decoupling device for mounting a shaft on a base and radial ondular washer |
| WO2006098806A1 (en) * | 2005-03-10 | 2006-09-21 | Honeywell International Inc. | Compact resilient anisotropic support for bearing |
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