CH361838A - Einrichtung zur phasendiskriminierenden Steuerung eines Verstärkers - Google Patents
Einrichtung zur phasendiskriminierenden Steuerung eines VerstärkersInfo
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Description
Einrichtung zur phasendiskriminierenden Steuerung eines Verstärkers Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur pha sendiskriminierenden Steuerung eines Verstärkers, an dessen Ausgang ein Servomotor, ein Relais usw. angeschlossen werden können.
Phasend:iskrimdnieremde Schaltungen, bei denen Gleichrichter oder Ringmodulatoren Verwendung finden, sind bekannt. Sie haben jedoch den Nach- teil, dass sie nicht gleichzeitig verstärkend wirken.
Schaltungen mit Gleichrichtern haben ausserdem den Nachteil, -dass sie zu wenig empfindlich sind. Es sind zwar bereits phasendiskriminierende und zugleich unter Verwendung von Röhren, Transisto ren usw. verstärkend wirkende Schaltungen bekannt geworden, die jedoch einen verhältnismässig kom plizierten Aufbau aufweisen.
Ferner ist eine Schaltung bekannt, bei welcher ein Magnetverstärker mittels eines Transistors pha- sendiskriminierend gesteuert wird. Bei dieser Schal tung weist der Magnetverstärker zwei Kerne auf, die je mit nur einer Steuerwicklung versehen sind, derart, dass die beiden Kerne gegensinnig ausgesteu ert werden.
Diese bekannte Einrichtung hat den Nachteil, dass für die Aussteuerung eine verhältnis mässig grosse Steuerleistung erforderlich ist.
Anderseits ist es auch bekannt, Zweiphasen-Kurz- schlussläufermotoren mit Hilfe von Magnetverstär kern zu steuern. Die bisher bekanntgewordenen Ein richtungen dieser Art sind jedoch ebenfalls ver- hätnismässig kompliziert und erfordern erst noch grosse Steuerspannungen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einsich- tung zur phasendiskriminierenden Steuerung, die je nach der Phase einer von .einem Steuerwechsel- spannungsgeber gelieferten Wechselspannung an ihrem Ausgang verstärkte Ströme verschiedener Intensität liefert,
bei welcher Einrichtung die er wähnten Nachteile umgangen sind und die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Magnetverstärker mit zwei miteinander verbundenen Steuerwicklungen und ein Transistor vorgesehen sind,
wobei der Arbeits stromkreis des Transistors den Verbindungspunkt der beiden Steuerwicklungen des Magnetverstärkers mit der Mittelanzapfung einer Transformatorsekun- därwicklung verbindet, deren Enden über Gleich richter mit den beulen,
miteinander nicht verbun denen Enden der Steuerwicklung des Magnetver- stärkers in Verbindung .stehen, und !der Steuerwech- selspannungs.geber in den Steuerkreis des Transi stors in Reihe mit einer Gleichspannungsquelle ge schaltet ist.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausfüh rungsform der Einrichtung zurr phasendiskriminieren- ,den Steuerung eines Verstärkers gemäss der Erfin dung.
An ein. Netz 1 .ist die Primärwicklung 2 eines Transformators 3 angeschlossen, dessen Sekundär wicklung 4 mit 5 bzw. 6 bezeichnete Wicklungs enden und eine Mittelanzapfung 7 aufweist. Die beiden Wicklungsenden 5, 6 sind über je einen Gleichrichter 8 bzw. 9 an je ein Ende von zwei Steuerwicklungen 10 bzw.
11 eines Magnetverstär- kers 12 angeschlossen, deren andere Emden über einen Schaltpunkt 13 miteinander verbunden sind. An die Mittelanzapfung 7 der Sekundärwioldung 4 ist über einen Widerstand 14 der 15 eines Transistors 16 angeschlossen, dessen Emitter 17 mit dem Verbindungpunkt 13 der Steuerwick lungen 10, 11 verbunden ist.
Statt des Widerstan des 14 kann auch je ein Widerstand in denn die Gleich- richter 8 bzw. 9 aufweisenden Stromkreisen vorge sehen sein. An: die Basis 18 des Transistors 16 ist der negative Pol einer Gleichspannungsquell'e 19 an geschlossen, dessen positiver Pol mit einem an den Emitter 17 angeschlossenen, eine Steuerwechselspan.- nung liefernden Geber 20 verbunden ist. Parallel zu den Steuerwicklungen 10 und 11 ist je ein Konden sator 21 geschaltet.
Eine Verschiebewicklung 22 des Magnetverstärkers 12 ist über einen Widerstand 23 ebenfalls an die Gleichspannungsquelle 19 ange- schlossen. Der Magnetverstärker 12 weist zwei Kerne auf, mit denen jede der beiden Steuerwicklungen 10, 11 verkettet ist, so dass auf diese als resultie rende Steuer-AW die Differenz der Steuer-AW der beiden Steuerwicklungen 10, 11 wirkt.
Soll mit der beschriebenen Einrichtung beispiels weise ein Zweiphasen-Kurzschlussläufermotor gesteu- ert werden, so wird der mit .einem Läufer 24 und einer Erregerwicklung 25 versehene Motor mit einer zweiteiligen Motorsteuerwicklung, bestehend aus den Teilwicklungen 26 und 27, welche über einen Verbindungspunkt 28 miteinander verbunden sind:, versehen. Die Erregerwicklung 25 ist über einen Widerstand 29 und einen Kondensator 30 an das Netz 1 angeschlossen.
Die Motorsteuerwicklung 27 wird von einer Sekundärwicklung 31 des Transfor mators 3 über einen Widerstand 32 mit konstanter Spannung gespeist, während die Motorsteuerwick- lung 26 über zwei Arbeitswicklungen 33, 34 und zwei Gleichrichter 35, 36 des Magnetverstärkers 12 an ,die gleiche Sekundärwicklung 31 angeschlossen ist. Der Magnetverstärker 12 arbeitet somit in .einer an sich bekannten Selbstsättigungsschaltung mit Wech- selstromausgang.
Die Verhältnisse sind nun so gewählt, dass, wenn der Geber 20 keine Eingangswechselspannung an den Steuerstromkreis des Magnetverstärkers 12 lie- fert, letzterer gerade halb ausgesteuert ist.
Die Grundwelle der an der Motorsteuerwickdung 26 auf tretenden Wechselspannung erzeugt in letzterer einen Wechselfluss 0" welcher durch den konstanten Wechselfluss (Pk in der Motorstenerwicklu ng 27 gerade kompensiert wird, so dass der resultierende Fluss (Os- Oh) in der Motorsteuerwicklung prak tisch gleich Null ist.
Der in der Erregerwicklung 25 durch die konstante Netzspannung erzeugte Erreger- fluss 0, weist gegenüber den Wechselflüssen und Oh eine Phasenverschiebung von 90 auf, die mit dem Widerstand 29 und dem Kondensator 30 eingestellt wird. Im Ruhezustand wirkt somit auf den Läufer 24 nur das vom Wechselfluss 0e herrührende Wechselfeld, so dass sich der Läufer nicht dreht.
Wird jedoch der Magnetverstärker 12 stärker aus gesteuert, so überwiegt der Wechselfluss 0s den Wechselfluss ( k, und es entsteht .ein Drehfeld: aus den Flüssen (@5 @@;) und 0e, welches den Läufer 24 .in der einen Drehrichtung antreibt.
Wird der Magnetverstärker 12 hingegen schwächer ausgesteu ert, so überwiegt der Wechselfluss 01" und der Läu fer 24 dreht sich in der anderen Richtung.
Die Änderung der Aussteuerung des Magnetver- stärkers 12 bezüglich der eingestellten halben Aus steuerung erfolgt mit Hilfe des Transistors 16. Letzterer führt einen bestimmten Kollektorgleich- Strom, wenn am Geber 20 keine Steuerwechsel- Spannung vorhanden ist.
Dieser Kollektorgleichstrom fliesst über den Gleichrichter 8, die Steuerwicklung 10 und den Transistor 16, wenn das Wicklungs ende 5 der Sekundärwicklung 4 positiv ist, und über den Gleichrichter 9, die Steuerwicklung 11 und den Transistor 16, wenn das Wicklungsende 6 positiv wird.
Die in den beiden Steuerwicklungen 10 und 11 auftretenden Steuergleichströme kompensieren sich in ihrer Wirkung auf die beiden Arbeitswick lungen des Magnetverstärkers 12. Wise erwähnt, sind die Verhältnisse so gewählt, d'ass wenn keine Steuer wechselspannung am Geber 20 vorhanden ist, der Magnetverstärker 12 gerade halb ausgesteuert ist.
Die entsprechende Einstellung des: Arbeitspunktes des Magnetverstärkers erfolgt durch Einregulierung des über die Verschiebewicklung 22 fliessenden Stro mes und diejenige des Arbeitspunktes des Transistors 16 durch zweckmässige Dimensionierung der Gleich spannungsquelle 19 und des Widerstandes 14.
Tritt nun am Geber 20 eine Steuerwechselspan nung mit gleicher Frequenz und Phase wie die des Netzes 1 auf, so addiert sich. dieselbe während der positiven Halbwellen zur Spannung der Gleichs:
pan- nungsquelle 19 und subtrahiert sich davon während der negativen Halbwellen. Der Transistor 16 lässt ,deshalb in der Halbweihe, während welcher der Gleichrichter 8 leitend ist, einen grösseren und in der Halbwelle, während welcher der Gleichrichter 9 leitend ist, einen kleineren Gleichstrom durchfliessen. Auf den Magnetverstärker 12 wirkt aber als resul tierender Steuerstrom die Differenz dieser beiden Teilströme, so Idass der Magnetve:rstärkex 12 in jeder Halbwelle x. B. stärker ausgesteuert wird.
Dadurch überwiegt der Fluss (1), in der Motoxste.uerwicklung 26 den Fluss eh in der Motorsteuerwicklung 27, so dass sich der Läufer 24 in der einen Richtung in Bewegung setzt.
Ist die am Geber 20 auftretende Steuerwechselspannung mit der Netzspannung in Gegenphase, so lässt Ader Transistor 16 in der Halb welle, während welcher der Gleichrichter 8 leitend ist, einen kleineren und .in der Halbwelle, während welcher der Gleichrichter 9 leitend ist, einen grösseren Strom durchfliessen. Jetzt überwiegt die Wirkung der Motorsteuerwicklung 27, so dass sich der Läufer 24 in der entgegengesetzten Richtung in Bewegung setzt.
Daraus ist ersichtlich, dass der Transistor 16 einerseits als Verstärker und anderseits als Phasen- diskriminator wirkt.
Der Vertärkerausgang kann auch für die Steue rung eines zweckmässig ausgebildeten Relais dienen, welches dann anstelle des Kurzschlussläufermotors tritt. Anstelle des Magnetverstärkers in. Selbstsätti- gungsschaltung und mit Wechselstromausgang kann ein solcher mit Gleichstromausgang vorgesehen sein.
Soll die Ausgangsgleichspannung am Magnetver stärker bei nicht vorhandener Steuerwechselspannung am Geber 20 Null sein, so können zwei in Gegen takt geschaltete Magnetverstärker vorgesehen wer den. Durch die beschriebene Einrichtung zur phasen- diskriminierenden Steuerung eines Magnetverstär kers wird durch die besondere Aussteuerungs.art des Magnetverstärkers eine verhältnismässig hohe Verstärkung erzielt, derart,
d.ass bereits .sehr kleine Steuerwechselspannungen für die Änderung deir Aus steuerung über den ganzen Aus,steuerungsbereich genügen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur phasendiskriminierenden Steue rung eines Verstärkers, die<B>je</B> nach der Phase einer von einem Steuerwechselspannungsgeber gelieferten Wechselspannung an ihrem Ausgang verstärkte Ströme verschiedener Intensität liefert, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Magnetverstärker (12) mit zwei Kernen und zwei miteinander verbundenen Steuerwicklungen (10, 11), die je mit beiden Ker nen verketten sind, und, ein Transistor (16) vorge sehen sind, wobei der Arbeitsstromkreis (15, 17) des Transistors (16) den Verbindungspunkt (13) der beiden Steuerwicklungen (10, 11) des Magnetver stärkers (12)mit der Mittelanzapfung (7) einer Trans- formatorsekundärwicklung (4) verbindet, deren Enden (5, 6) über Gleichrichter (8, 9) mit den bei den, miteinander nicht verbundenen Enden der Steuerwicklungen (10, 11) des Magnetverstärkers (12) in Verbindung stehen, und der Steuerwechsel spannungsgeber (20) in den Steuerkreis (18, 17) des Transistors (16) in Reihe mit einer Gleichspannungs- quelle (19) geschaltet ist, das Ganze derart,dass die Aussteuerung der beiden Kerne des Magnetverstär- kers gleiichsinnig erfolgt. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetverstärker in Selbst sättigungsschaltung geschaltet ist, wobei zu den bei den Arbeitswicklungen (33, 34) entgegengesetzt ge richtete Gleichrichter (35, 36) in Serie geschaltet sind, so dass der Verstärker Wechselstromausgang aufweist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Gegentakt und in Selbst sättigungsschaltung geschaltete Magnetverstärkerein- heiten vorgesehen sind, deren Ausgangsgleichspannung bei der Geberwechselspannung Null ebenfalls Null ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetverstärker eine an die Gleichspannungsquelle (19) des Transistorsteuer- kreises (17, 18, 20) angeschlossene Verschiebewick lung (22) aufweist, die einen solchen Verschiebe strom führt, dass der Magnetverstärker bei einer Steuerspannung Null am Steuerwechs@elspannungs- geber (20)mindestens angenähert halb ausgesteuert isst. 4. Einrichtung nach dadurch gekennzeichnet, dass im A:rbeütsstromkreis (15, 17) des Transistors (16) ein Widerstand (14) eingeschal- tet ist, mittels dem ein über diesen Arbeitsstrom- kreis fliessender Kollektorgrundstrom bei der Steuer- spannung Null am St.euerwechselspannungsgeber (20) einstellbar ist.5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit den beiden Steuer- wicklungen (10 und 11) des Magnetverrstärkers (12) je ein Widerstand eingeschaltet ist, mittels denen bei der Steuerspannung Null am Steue;rwechselspan- nungsgeber (20) je .ein über die zugeordnete Steuer wicklung (10 bzw. 11) und den Transistor (16) flie ssender Grundstrom einstellbar isst. 6.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .im Arbeitsstromkreis des Ma- gnetverstärkers (12) eine erste Motorsteuerwicklung (26) eingeschaltet :ist, welche zusammen mit einer zweiten, an eine konstante Wechselspannung an- geschlossene und mit der ersten verbundene Motor steuerwicklung (27) und einer Erregarwicldung, die mit einer gegenüber der Netzspannung um 90 pha senverschobenen Spannung erregt ist, auf den Kurz- schlussläufer eines Motors wirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH361838D CH361838A (de) | 1958-08-25 | 1958-08-25 | Einrichtung zur phasendiskriminierenden Steuerung eines Verstärkers |
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| CH (1) | CH361838A (de) |
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1958
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