CH361861A - Hochspannungsprüfgerät für elektrische Wechselspannungen - Google Patents

Hochspannungsprüfgerät für elektrische Wechselspannungen

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CH361861A
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Mueller Otto
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Schiffmann Gmbh Alois
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Description


  



  Verfahren zum kontinuierlichen Filz und Schrumpffestmachen von Wolle.



   Das Chloren der Wolle, d.h. die Behandlung der Wolle mit Chlor, Lösungen von Chlor oder unterchloriger Säure, um sie schrumpf- und   filzfest    zu machen, ist be kannt. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, zum Chloren von Wolle Chloramide oder Chloramide als chlorabgebende Verbindungen zu verwenden, vgl. L. Diserens Neue Verfahren in der Technik der chemischen Veredlung der Textilfasern" Bd.   1(1948),    S. 251  &  264, wo ein diskontinuierliches Verfahren und   Verwen-    dung von aktiven, chloridfreien Chloraminbädern beschrieben ist.



   Aus der   französischen    Patentschrift 1.202.791 und der   englischer    Patentschrift   774.5l    ist es darüber   hlnaus    bekannt, die Behandlung von Wolle mit Hilfe von Chioraminen oder   Chioramiden    in Gegenwart von Bromidionen durchzuführen. Die wässrige Behandlungslösung, welche das   Chloramin    oder Chloramid   enthilt,    weist dabei in allen Fällen zwecks Bildung von aktivem Chlor ein saures pH   auf    Nach der französischen Patentschrift kann auch in erster Stufe das Chloramin oder Chlor. amid zugegeben werden und   anschliessend    in das gleiche, von Anfang an saure Bad das Bromid.



   Es hat sich nun gezeigt, dass man Wolle überraschen- derweise mit besonderem Erfolg filz- und schrumpffest machen kann, wenn man sie zuerst in einer in wesentlichen neutralen, inaktiven Zubereitung, die das   Chloramin    oder Chloramid ent- hält, und darauf in einer zweiten, in der Regel stark sauren Zubereitung behandelt, die Chlorid- und Bromidionen enthalt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum kontinuierlichen Filz- und Schrumpffestmachen von Wolle durch Behandeln mit   Verbindungen    mit der Atomgruppierung    #N -    Cl insbesondere mit einem   Chioramin    oder Chloramid, und in  Gegenwart von Halogenidionen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Wolle zuerst mit einer wässerigen inaktiven Zubereitung imprägniert, die einen pH-Wert von 6,5 bis 8,0   auf > -    weist und eine Verbindung mit der Atomgruppierung    #N - Cl    enthält, dass man darauf die derart imprägnierte Wolle in eine weitere   wserige,    aktive Zubereitung einbringt, die einen pH-Wert von weniger als 3 aufweist sowie Chloridionen und Bromidionen enthält,

   und dass man anschliessend die der art behandelte Wolle entohlort.



   Das erfindungsgemässe Verfahren stellt auf dem Gebiet des Filz-und   Schrumpffestmachens    von Wolle   duroh    Chloren einen wesentlichen Fortschritt dar, indem es Jetzt möglich ist, die Wolle in einem kontinuierlichen Chlorierungsverfah- ren ohne dauernde Ergänzen des   verbrauohten    Chlors zu veredeln.



  Erfindungsgemäss erfolgt dies dadurch, das die Wolle vorerst mit einem ein PH von   6,5    bis 8 aufweisenden Chloramln- bzw.



  Chloramidbad behandelt wird, das keine Wirkung auf die Wolle ausübt. In einem anschliessenden, stark sauren, ein   PH    von weniger als 3 aufweisenden zweiten Bad wird das Chloramin bzw.



     Chloramid    in Gegenwart von Chloridionen und Bromidionen zur Einwirkung gebracht. Das in diesem Entwioklungsbad vorhandene, aktive Chlor bewirkt, dass Bromidionen momentan zu aktivem Brom oxydiert werden, das   se@@erseits    an der Wolle reagiert und dadurch wieder   zu    Bromidionen reduziert wird. die dann erneut zur Verfugung stehen. Die Menge an Bromidionen kann relativ klein gehalten werden, da das Bromid in diesem   Re    doxvrogang   stets    von neuem gebildet wird. Beim Einge- hen der mit dem ersten Bad imprägnierten Wolle in das saure Entwicklungsbad, welches Bromid- und Chloridionen enthält, bildet sich augenblicklich Brom, was   sieh    durch eine   Geibfärbung    des Behandlungsbades anzeigt.

   Nach kurzer Zeit ist das Brom wiederum zu Bromidionen reduziert.



  Besonders vorteilhaft ist, dass dieser Prozesq als Kreist lauf vor sich geht, so dass das   Entwickiungsbad    eine aus- gedehnte Gebrauchsdauer besitzt.



   Als Verbindungen mit der Atomgruppierung    2    -   cl    kommen Chloramine und Chloramide in Frage. Unter den Chloraminen seien die Chlorierungsprodukte von Ammoniak und Aminen, wie Methylamin, Dimethylamin, Glycin und Taurin genannt.



  Unter den Chloramiden seien   genannt    N-Monochlorharnstoff, N-Chloracetamid, N:N-Dichloracetamid, N:N-Dichlorbiuret, N Chlorsuccinimid, N-Chlorurethan, N-Chlorsulfaminsäure, N Chlor p-toluolsulfonamid, N:N-Dichlor-p-toluolsulfonamid,  N-Monochlor-5,5-dimethyl-hydantoin, N-Monochlor-5-methyl5-isobutylhydantoin, 1,3-Dichlor-5-methyl-5-äthyl-hydantoin, 1,3-Dichlor-5-methyl-5-isobutyl-hydantoin, 1,3-Dichlor-5-methyl-5-phenyl-hydantoin und insbesondere   N-chlo-    rierte Alkylolmelamine, vorteilhaft solche mit 3 bis 4 Methylolgruppen wie das Dimethylol- oder Trimethylolmelamln, ferner   N-chlorierte      1,3,5-Triazine    wie das Tetra  chiormelamin    und die Mono-,   Di-    oder Trichlorisocyanursäure.



   Als Bromidionen und Chloridionen liefernde Verbindungen kommen   Bromwasserstoffsäure    und Chlorwasserstoffsäure sowie deren Salze in Frage. Vorteilhaft verwendet man wasserlösliche Bromide, bzw. Chloride, insbesondere Alkalihalogenide wie Natriumbromid, Kaliumbromid,   Natriumchlorid    und Ka  liumchlorid.    Verwendet man die Halogenide in Form von Metallhalogeniden, so setzt man der Lösung eine Säure zu. Als solche kommen   Übliche    organische Säuren, wie Ameisensäure und Essigsäure und vorzugsweise starke   Mineral säuren,    wie   Salzsäure,    Salpetersäure und insbesondere Schwefelsäure in Frage.



   Bei der Herstellung des ersten, ein pH von 6,5 bis 8 aufweisenden Bades, welches die Verbindung mit der   Atomgruppie-       rung = N - Cl enthält, ist darauf zu achten, dass man ei-    ne stabile und im Falle der Verwendung von   wasserunlöslichen    Chloraminen bzw.   Chloramiden    eine möglichst feindisperse Verteilung erzielt. In der Regel wird die Chloramin- oder Chloramidverbindung in situ hergestellt, vorzugs weise unter Verwendung von Natriumhypochloritlösung (Javel Lauge).

   Dabei ist es empfehlenswert, ein nichtionogenes,   ohlorbeständiges    Dispergiermittel,   beispielsweise    ein Um  setzungsprodukt    aus einem   Pettalkohol    und Aethylenoxyd, zu verwenden und dieses zuerst in Wasser zu lösen worauf man das Amin bzw. Amid zugibt. Anschliessend   wird    die   Javellauge    zugegeben, worauf   vorsichtig    mit   Schwefelsäure    auf einen pH Wert von 6,5 bis 8,0, vorzugsweise auf 7,0 bis 7,5, eingestellt wird. Die derart erhaltene Chloramin- bzw. Chloramiddispersion besitzt ein opales, leicht gelbgefärbtes Aussehen.



  In der Regel verwendet man auf einen Liter wässerige   Zuberei-    tung 2,5 bis 7,5, vorzugsweise 4 bis 5 g, eines   niohtionogenen,    chlorbeständigen Dispergiermittels, 7   bzw      25    g eines Amins oder Amides und 5 bis 15 g   Aktivohlor    in   Porm    der Javellauge. Die Herstellung der Lösung erfolgt in der Regel bei Raumtemperatur.



  Die Behandlungszeit in diesem ersten Imprägnierbad beträgt etwa 10 bis 60   Sekunden,    und die Flottenaufnahme kann   zwisohen    100 bis 300% variieren. Im   Entwioklungsbad    sind zweckmässig bis zu 400 mal mehr Chloridionen als Bromidionen zugegen. Im Falle der Anwendung von Natriumchlorid und Natriumbromid sind im Liter   Ld-    sung 25 bis 100 g Natriumchlorid und 0,1 bis 1 g Natriumbromid enthalten. Dieses Bad wird sauer eingestellt und weist einen pH Wert von weniger als   3    auf, vorzugsweise einen solchen zwischen 0,5 und 1,5. Die Temperatur des   Entwicklungsbades    beträgt 25 bis 600 C, vorzugsweise 200 C.

   Die Behandlungszeit in diesem Bad variiert   zwischen    50 bis 180 Sekunden, hierauf wird möglichst stark abgepresst.



   Anschliessend an das Entwicklungsbad wird die Wolle in   eine.    dritten Bad, vorzugsweise in einem Natriumbisulfit-   bade,    nach an sich bekannten Verfahren entohlort. Es ist angezeigt, nach dem folgenden Spülbad als letzte Behandlung eine Weichmachung vorzunehmen.



   Das Imprägnieren der Wolle mit den einzelnen wässerigen   Zubereitungen    wird in einem kontinuierlichen Verfahren durchgeführt, wozu   sioh    insbesondere Liesseusen mit 4 bis 5 Be  hältern    eignen und wobei nach jedem   Behälter    mit Abquetschwal- zen die   erforderliche    Flottenaufnahme   eingestellt    wird. Im Entwicklungsbad wird   vorteilhaft    die Flotte in gleichmässiger Bewegung gehalten, womöglich im Gegenstrom.



   Die   Reihenfolge    der   Behandlungabäder    kann insofern abgeändert werden, als   naoh    dem Entwicklungsbad das Spülbad eingeschaltet wird, gefolgt von   Entohlorunge-    und   Weiohmaohungsbsd.   



   Als Wolle eignet sich   ttir    das erfindungsgemässe Verfahren Wollkammzug, Wollgarn, Wollgewirke oder Gewebe, wie z.B.



  Wolldeoken. 



   Beispiel 1
Es werden gesondert die nachfolgend drei Bäder hergestellt:
1. Bad 1 Chloramindispersion
Man   löst    in   einem    Liter Wasser bei 20  C 40 g    12,5%ige    Lösung eines Kondensationsproduktes aus 1
Mol Octadecylalkohol mit etwa 35 Mol Aethylenoxyd.



   Darauf werden, vorgelöst in 75 bis 150 ml Wasser von
50 bis 800 C, 15 g Dimethylolmelamin zugegeben, sowie
10 g Aktivchlor in Form einer Natriumhypochloritlö sung. Die   alkalische    Lösung wird   vorsichtig    mit
10%iger Schwefelsäure neutralisiert, wozu man etwa
60   ml      bendtigte    Die   gebrauchsfertige    Lösung, bzw. opaleszente Dispersion besitzt einen pH-Wert von 7 bis 7,5.



   2. Bad 2 Entwicklung
Man löst 50 g   Natriumchlorid    und 0,5 g Natriumbro    mid    in einem Liter Wasser bei 500 C und versetzt mit
8 g 98%iger Schwefelsäure, um einen ph-Wert von 0,8 zu erreichen.



   3. Bad 3 Entchloren
Man löst 1 g Natriumbisulfit in einem Liter Was ser und stellt leicht sauer mit Q,2 g 98%iger   Schwe-    felsäure. 



   4. Bad 4 Mit Ueberlauf versehenes Spulbad
5. Bad 5 Weichmachung
Man löst 1 bis 5 8 25%ige   wässerige    Paste des Acetates des Kondensationsproduktes aus 1 Mol    Stearinsäuremethylolmid    und 1 Mol Triäthanolamin    bei 300 zu C in 1 Liter Wasser und gibt noch l ml   
80%ige Ameisensäure zu.



   10 g Wollkammzug werden während etwa 25 Sekunden mit dem Bade 1   imprägniert    und sodann auf eine Flottenaufnahme von 25% abgequetscht.   Anschliessend    erfolgt die Entwicklung im Bad 2 bei einer Temperatur von 500 C während etwa 50 Sekun- den. Nach dem Abpressen auf etwa 100% Flottenaufnahme wird im Bad 3 während etwa 25 Sekunden bei einer Temperatur von   30    C entchlort.   Anschliessen    wird die derart behandelte Ware in den Bädern 4 und 5 gespült und   wetchgemacht.    Nach dem Trocknen zeigt der so behandelte Wollkammzug eie gute Filzfestigkeit bei der Prüfung auf der Plattenfilzmaschine. 



   Beispiel 2
Bei den nachfolgenden Versuchen wird grundsätzlich gleich verfahren wie in Beispiel 1 beschrieben. Zur Vermei- dung von Wiederholungen sind die Angaben auf die   wesentll-    chen Kennzeichen beschränkt. a) Wollgarn Chloramidbad 20,8 g/l N-Monochlor-p-toluolsulfonamid, enthaltend 24% Aktivchlor, d.h.



   5,0 g/l Aktivchlor
2 g/l 30%ige Lösung eines Kondensations produktes aus einer Mischung von
Cetylalkohol und Oleylalkohol mit
15 bzw. 8 Mol Aethylenoxyd
20 C, pH = 7,0, Behandlung 25 Sekunden
Flottenaufnahme 400%.



  Entwicklungebad 50 g/l Natriumchlorid
0,5   v 1    Natriumbromid
8   eine    Schwefelsäure 98%, d   µ    1,84    5500,    PH = 0,9, Behandlung 50 Sekunden
Stark abpressen, auf etwa 100% Flottenaufnahme.



  Spüllen Laufendes   Spülbad,    25 Sekunden.



  Entchlorungs- 2 g/l Natriumbisulfit-Lösung 40%ig bad 0,2 g/l Schwefelsäure 98%    2000,    PH   -    3, Behandlung 25 Sekunden stark abpressen, auf etwa 100%   Flottenaufnahme.   



  Weichmachen 5 g/l 25%ige wässerige Paste des Acetates des Kondensationsproduktes aus 1 Mol
Stearinsäuremethylolamid und 1 Mol    Tri äthanol amin   
0,5 g/l Ameisensäure    3000,    Behandlung 25 Sekunden
Stark abpressen und trocknen. 



  Das Chloraminbad mit 4,78 g/l Aktivkohle wies auch nach dem Durchgang von 2 mal 10 g Wollgarn die gleiche Aktivchlorkon- zentration auf, was darauf hinweist, dass in der neutralen Lösung von N-Monochlor-p-toluolsulfonamid keine Reaktion an der Wollsubstanz vor sich geht.



   Bei der Filzprobe des behandelten Garnes,   geprüft    während 30 Minuten auf einer Laborhaspel mit 80 U/Min. in 5 g/l Seife und 0,5 g/l Soda bei 40  C, resultiert ein vollkommen offenes   Oarn,    im Gegensatz zu einer unbehandelten   Garn-      Pobe,    die vollständig   verfilzt.    b) Wollgarn Chloraminbad 8,3 g/l Dichlorisocyanursäure mit 64%    Aktitohlor,    entsprechend 5,3 g/l
Aktivchlor
6,2 g/l Tetra-Natriumpyrophosphat
1 g/l 30%ige Lösung eines Kondensations produktes aus einer Mischung von
Cetylalkohol und Oleylalkohol mit
15 bzw.

   8 Mol Aethylenoxyd
0,6 g/l Soda kalz., pH = 8,0
20 C, Behandlung 25 Sekunden
Flottenaufnahme 400% Entwicklungsbad 50 g/l Natriumchlorid
0,5 g/l Natriumbromid
8 g/l Schwefelsäure 98%
50 C,pH = 0,9, Behandlung 50 Sekunden stark abpressen. 



  Spülen Laufendes Spulbad Entchloren wie bei a) Weichmachen wie bei a), aber auf 50 Sekunden ausgedehnt. c) Wollkammzug Chloraminbad 3,3 g/l Trichlorisocyanursäure mit 91%    Aktlvehlor,    entsprechend 3 g/l
Chlor
10 g/l Tetranatriumpyrophosphat, 5%ige
Lösung
1 g/l 30%ige Lösung eines Kondensations produktes aus einer Mischung von    Cetylalkohol    und Oleylalkohol mit
15 bzw. 8 Mol Aethylenoxyd
2 ccm/l NaOH 40%, pH = 8    20     C, Behandlung 25 Sekunden
Flottenaufnahme 490%.



  Entwicklungsbad 50   ggl    Natriumchlorid
0,5   g/l    Natriumbromid
8 g/l Schwefelsäure 98%    500C, PH ph = 0,9, Behandlung 50 Sekunden   
Stark abgepresst.



  In Üblicher Weise während 25 Sekunden gespult, entchlort und während 50 Sekunden weichgemacht.



   Die etwa 2%ige Chlorierung, errechnet aus obigen Datent, zusätzlich Chlorverlust des Bades, ergibt für den behandelten Kammzug eine   gute    Fi  Auf der Plattenfilzmaschine, geprüft bei 30 bis 40  C mit 5 g/l Seife und 0,5   g/i    Soda während 5 Minuten, ergibt die unbehandelte Probe eine vollständige Verfilzung und die   behandelte    Probe bleibt offen. d) Wollkammzug Chloramin- 70 g/l 12,5%ige Lösung eines Kondensadispersion tionsproduktes aus 1 Mol Octa- decylalkohol mit etwa   35    Mol
Aethylenoxyd
15 g/l Trimethylolmelamin
15 g/l Aktivchlor in Form von Javel-Lauge
60 ml/l Schwefelsäure 10%
22 C, pH = 7, Behandlung 25 Sekunden    Flottenaufnahrne    250%.



  Entwicklungs- 50 g/l Natriumchlorid    bad 1 g/l Natriumbromid   
8 g/l Schwefelsäure 98%
350C, PH - 0,9, Behandlung 90 Sekunden
Im laufenden Spülbad während 25 Sekunden behandelt, sodann entchlort und weichge macht in Üblicher Weise.



  Die auf der Plattenfilzmasohine durchgeführten Filzproben [siehe   o)]    ergeben eine gute   Filzfestigkeit    gegenüber dem unbehandelten Kammzug, der   vollständig    verfilzt. e) Wollkammzug Chloramin- 35 g/l 12,5%ige Lösung eines Kondensadispersion tionsproduktes aus 1 Mol Octa- decylalkohol mit etwa 35 Mol
Aethylenoxyd
12 g/l Dimethylolmelamin
10 g/l Aktivchlor in Form von Javel-Lauge
60 ml/l Schwefelsäure 10%
20  C, pH = 7,2, Behandlung 25 Sekunden    Flottenauftahme:    280% bzw. 265%.



  Entwicklungs- 50   g,l    Natriumchlorid bad 1 0,5 g/l Natriumbromid
8 g/l Schwefelsäure 98%
500 C, pH   s    0,8, Behandlung 50 Sekunden laufendes   3pU1bad    25 Sekunden.



  Entchloren 2 g/l   Natriumthlosultat   
0,2 g/l Ameisensäure 85%
300 C, Behandlung 25 Sekunden, anschliessend trocknen.



  Entwicklungs- 75 g/l Natriumchlorid   bad 2
0,2 g/l Natriumbromid   
8 g/l Schwefelsäure 98%
50  C, pH = 0,8, Behandlung 50 Sekunden
Spülen und entchloren wie oben.



  Die   Prüfung    der   Filzfestigkeit    [siehe   o)]    zeigen, dass man mit Entwicklungsbad 1 und 2 etwa dieselben guten filzfesten   Ausrüstungen    erzielt. f) Wollgarn Chloramin- 60 g/l 30%ige Lösung eines Kondesarionsdispersionen produktes aus einer Mischung von
Cetylalkohol und Oeylalkohol mit
15 bzw. 8 Moi Aethylenoxyd
30 g/l mit Methanol veräthertes Methylol melamin    10      g/l    Aktivchlor als Javel-Lauge
15 Minuten bei 220 C rühren, sodann mit   l0%iger       Schwefelsäure    auf   PH    , 7,1 stellen.



   Behandlung 25 Sekunden, Flottenaufnahme 250%.



  Entwicklung 50 g/l Natriumchlorid
0,5 g/l Natriumbromid
8   g/l    Schwefelsäure 98%
Temperatur 500   C,    PH   X   0,8, Behandlung 50
Sekunden
Stark   abpressen,laufend    spülen, entchloren mit
2 g/l Natriumbisulfit 40% und weichmachen wie   üblich.    g)   Wolldecken    Chloraminbad 10,1 g/l Tetrachlormelamin (99% Aktivchlor) entsprechend 10 g/l Aktivchlor
15 g/l Borax, gut vermischt und angeteigt mit
5 g/l 30%ige Lösung eines Kondensations produktes aus einer Mischung von
Cetylalkohol und Oleylalkohol mit
15 bis 8 Mol Aethylenoxyd, sodann mit Wasser auf das gewUnschte Volu men gestellt
20  C, pH - 8,0.

   Zur besseren Löslichkeit des
Tetrachlormelamins kann mit 0,5 g/l Soda leicht alkalisch gestellt und anschliessend mit ver dünnter Schwefelsäure der pH-Wert auf 8,0 ein gestellt werden. Behandlung 25 Sekunden.



   Flottenaufnahme 270% . 



  Entwicklung 50 g/l Natriumchlorid
0,5 g/l Natriumbromid
8   g/l    Schwefelsäure 98%
500 C,pH = 0,9, Behandlung 120 Sekunden
Im laufenden Spülbad sodann mit Natrium bisulfit und Weichmacher in üblicher Weise behandelt.



  Chlorgehalt des ersten Bades vor dem Durchgang - 9,94 g/l Chlorgehalt des ersten Bades nach dem Durchgang 9,65   0    Die Waschproben, vorgenommen in einer Haushaltwaschmaschine bei   400    C während 30 Minuten mit 5 g/l 1 Seite und 0,5 g/l Soda sowie 3 mal wiederholt, geben die folgenden Resultate:
Flächenschrumpfung in % der Ausgangs fläche nach 3 Waschproben unbehandelt -   15,5    % behandelt   +       1,5 %    Der Flor der unbehandelten Wolldecke ist deutlich verfilzt, während die behandelte Wolldecke ihren offenen Flor beibehält. 



   Beispiel 3
Auf einer fünfgliedrigen Lisseuse werden 125 bis
130 kg Wollkammzug in 24 Bändern während 2 Stunden mit einer
Geschwindigkeit von 2 m/min kontinuierlich chloriert, wobei die einzelnen Bäder wie folgt bestellt werden:
Temp.  C pH Flotten   Bad 1 35 gbl 12,5%ige Lösung eines aufnahme Chloraminbad Kondensationsproduktes 20-25 6,8-7,2 250-300%    aus 1 Mol   Octadecyl-    alkohol mit etwa 35
Mol Aethylenoxyd
12   g/l    Dimethylolmelamin
10 g/l Aktivchlor (Javel lauge)
60 ccm/l Schwefelsäure 10%    Bäder 2  &  2 50 g/l Natriumchlorid 50 X,8-1,5 Bad 2 Entwicklungs- 500-600% 0,

  25 g/l Natriumbromid bäder Bad 3   
8 g/l Schwefelsäure 98% 100% Bad 4 Spülbad mit Spritzrohren 15-20   -5-      100%       Bad Entchloren und 2 g/l Natriumthiosulfat 30 5,5 100% Weichmachen 5 g/l 25%ige wässerige Paste    des Acetats des Konden    satlonsproduktes    aus 1
Mol Stearinsäuremethylol amid und 1 Mol Triätha nolamin
0,5 g/l 30%ige Lösung eines
Kondensationsproduktes aus einer Mischung von
Cetylalkohol und Oleoyl alkohol mit 15 bzw. 8
Mol Aethylenoxyd
0,2    & :1    Ameisensäure 80% 
Von Bad 3 läuft die Entwicklungsflotte im   Gegen-    strom in Bad 2 zurück. Durch steten Zulauf von   verdünnter    Schwefelsäure wird in Bad 2 der pH-Wert in den angegebenen Grenzen gehalten.



   Die Filzproben, entnommen nach einer Laufzeit von 1 und 2 Stunden, ergeben im Vergleich   zun    unbehandelten Wollkammzug ungefärbt und als Kammzug gefärbt eine sehr gute Filzfestigkeit.

Claims (1)

  1. Patent anspruch 1 Verfahren zum kontinuierlichen Fllzo und Schrumpffestmachen von Wolle duroh Behandeln mit Verbindungen mit der Atomgruppierung #N - Cl und in Gegenwart von Halogenidionen, dadurch gekennzeichnet, dass man in kontinuierlicher Arbeitsweise die Wolle zuerst mit einer wässerigen, inaktiven Zubereitung imprägniert, die einen pH-Wert von 6,5 bis 8 aufweist und eine Verbindung mit der Atomgruppierung #N - Cl enthält, dass man darauf die derart imprägnierte Wolle in eine weitere wässerige, aktive Zubereitung einbringt, die einen pH-Wert von weniger als 3 aufweist sowie Chloridionen und Bromidionen enthält, und dass man ansohllesoend die derart behandelte Wolle entchlort.
    Unteransprüche 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzetoh- net, dass die Verbindung mit der Atomgruppierung - Cl in situ hergestellt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, daduroh gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der - Cl Gruppen enthaltenden Verbindungen in situ eine Methylolverbin- dung des Melamins und Natriumhypochlorit verwendet.
    Patentanspruch II Die naoh Patentanspruch I filz- und schrumpffest gemachte Wolle.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1217494B (de) * 1963-02-23 1966-05-26 Ortwin Maehle Spannungssucher fuer Wechselspannung ueber 3 kV
DE1234308B (de) * 1964-09-22 1967-02-16 Felten & Guilleaume Carlswerk Einpoliger Spannungssucher fuer Wechselhochspannung

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DE1234308B (de) * 1964-09-22 1967-02-16 Felten & Guilleaume Carlswerk Einpoliger Spannungssucher fuer Wechselhochspannung

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