CH362067A - Verfahren zum Konzentrieren von Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem Wasser- und Biuretgehalt und nach diesem Verfahren hergestelltes Harnstoffkorn - Google Patents

Verfahren zum Konzentrieren von Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem Wasser- und Biuretgehalt und nach diesem Verfahren hergestelltes Harnstoffkorn

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CH362067A
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Barend Biekart Hendrik Jan
Bongard Mathieu
Cornelis Kaasenbrood Johannes
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Stamicarbon
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/02Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of urea, its salts, complexes or addition compounds
    • C07C273/14Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C273/16Separation; Purification

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Description


  
 



  Verfahren zum Konzentrieren von Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem
Wasser- und Biuretgehalt und nach diesem Verfahren hergestelltes Harnstoffkorn
Bekanntlich kann die bei der Harnstoffsynthese anfallende Lösung mit etwa 77   Ges. 0/0    Harnstoff diskontinuierlich in zwei Stufen unter Vakuum, bei 560 mm Hg und 120 mm Hg, zu einer konzentrierten, nur noch etwa   4 0/o    Wasser enthaltenden Harnstoffschmelze   eingedampft    wenden.



   Die so gewonnene Schmelze wird anschliessend in Form von Tropfen verspritzt, die durch Kühlung zu festen Körnern einer Grösse von etwa   1-2    mm erstarren. Die Körner werden nachträglich getrocknet, weil sie sonst zu weich sind und bei Lagerung zusammenbacken. Diese Nachtrocknung ist überflüssig, wenn die zu verspritzende Harnstoffschmelze praktisch wasserfrei ist und z. B. weniger als   0, 5 eo      H2O    enthält.



   Bisher war man der Ansicht, dass man beim Eindampfen von Harnstofflösungen nicht über eine Konzentration von 96   Gew.  /o    Harnstoff hinausgehen kann, und zwar in Anbetracht der Tatsache, dass bei weiterer Konzentration eine starke Zersetzung des Harnstof±s auftritt.



   Die Zersetzung betrifft die Bildung von Biuret gemäss der Gleichung    2CO (NH2) 2  < - > H2NCONHCONH2 + NH t   
Diese Zersetzung hat nicht nur einen Ammoniakverlust zur Folge, sondern die Anwesenheit von über 2   O/o    Biuret im   Harnstoffkorn    ist zugleich die Ursache dafür, dass das Produkt wegen der   pflanzenvertilgen-    den Eigenschaften des Biurets als Düngemittel weniger geeignet ist.



   Auch die Lagerungseigenschaften sind bei Anwesenheit einiger Prozente Biuret schlechter.



   Es wurde nun eine Arbeitsweise gefunden, bei der die Möglichkeit vorliegt, Lösungen mit Konzentrationen von 99,0 bis 99,9   Gew.O/o    Harnstoff zu bereiten, ohne dass ein starker Anstieg des Biuretgehalts zu verzeichnen ist; die Zunahme des   Biuret-    gehaltes beträgt während der Konzentrierung weniger als   0,5 0/o    absolut. Die so konzentrierten Lösungen eignen sich besonders zur Überführung in feste Harnstoffkörner durch Verspritzen der Lösung in Form von Tropfen von etwa 2 mm, die durch Kühlung während ihres Freifalls durch die Luft erstarren. Eine nachträgliche Trocknung der Körner ist unnötig.   



   Aus ! einer Untersuchung des Systems Harnstoff-    Wasser ergibt sich nämlich, dass die Siedekurven im T-x-Diagramm bei Wasserdampfdrucken höher als etwa 200 mm   Hg    über der Kristallisationskurve liegen, während sie diese Kurve bei Wasserdampfdrucken niedriger als etwa 200 mm   Hg    zweimal durchschneiden.

   Die Lage der Siedekurven und der Kristallisationskurve bestätigt die aus der Praxis bekannte Tatsache, dass die Eindampfung einer Harnstofflösung bei einer Temperatur, welche nicht höher ist als der Schmelzpunkt von Harnstoff   (132 C),    und bei einem Druck von 200 mm Hg nur eine Schmelze von maximal 96   Gew.0/o    Harnstoff ergeben kann, die somit noch 4   Gew.0/o    Wasser enthält; eine weitere Herabsetzung des Wassergehaltes ist bei diesem Druck nur durch einen starken Temperaturanstieg möglich, der jedoch eine Zersetzung des Harnstoffs unter Bildung von Biuret zur Folge hat.



   Bei Eindampfung unter einem   Druck    von    < 200    mm Hg wird die   Kriistallisationskurve    zweimal von den Siedekurven durchschnitten, was bedeutet, dass im Temperaturbereich zwischen diesen Schnitt  stellenmitunter    auch der erste und zweite Siedepunkt   genannt - eine    Harnstofflösung bei diesem   Druck nicht stabil sein kann und spontan in festen Harnstoff und Wasserdampf übergeht.



   In den Fig. 1 und 2 sind zur Erläuterung T-x Diagramme für Dampfdrucke von 300 mm Hg und 50 mm Hg dargestellt. Auf die Ordinate ist die Temperatur in   "C    und auf die Abszisse die Harnstoffkonzentration in   Gew.O/o    aufgetragen.



   Fig. 2a zeigt im Detail einen Abschnitt aus Fig. 2 in grösserem Massstab.



   In den Diagrammen sind die Gebiete der festen Phasen mit S, die Gebiete, in denen Lösungen vorkommen, mit L und die Dampfgebiete mit G bezeichnet. Die Indizes    u     und  w  bezeichnen Harnstoff bzw. Wasser.



   Die Siedekurven sind mit dem Buchstaben a und die Kristallisationskurve mit dem Buchstaben b bezeichnet. In dem Diagramm für einen Druck von 50 mm Hg schneidet die Siedekurve die Kristallisa  tions- oder    Schmelzkurve in den Punkten   Kt    und   K2;    in dem Temperaturbereich, der von den parallel zur Abszisse durch   Kt    und K2 gezogenen Linien c und d begrenzt wird, ist eine Harnstofflösung nicht stabil und geht in festen Harnstoff und Wasserdampf über.



   Der abgetrennte Harnstoff und der anfallende Wasserdampf können durch Zufuhr von Wärme ohne Phasenübergänge erhitzt werden, bis die Temperatur des zweiten Siedepunktes erreicht ist. In diesem Augenblick findet bei konstanter Temperatur Kondensation von Wasserdampf statt, wobei sich eine Harnstoffl!ösung bildet, deren Konzentration zu diesem zweiten Siedepunkt gehört. Die Rückbildung der Lösung, auch Rückwärtskondensation genannt, geht weiter, bis sämtlicher fester Harnstoff wieder aufgelöst ist, worauf die Temperatur wieder ansteigen kann. Umgekehrt ist es möglich, die Temperatur durch Wärmeabgabe zu senken, bis die Temperatur des ersten Siedepunkts erreicht ist. In diesem Augenblick erfolgt bei konstanter Temperatur eine Wasserdampfkondensation unter Bildung einer Harnstofflösung mit einer zum ersten Siedepunkt gehörigen Konzentration.

   Nachdem sich sämtlicher Harnstoff wieder aufgelöst hat, ist ein weiterer Temperaturrückgang möglich.



   In Tabelle I sind für mehrere Druckwerte die zum ersten und zweiten Siedepunkt gehörigen Temperaturen und Harnstoffkonzentrationen zusammengetragen.



   Tabelle
System   Harnstioff/Wasser      
Erster Siedepunkt Zweiter Siedepunkt Druck in Temperatur Konzentration der zugehörigen Temperatur Konzentration der zugehörigen mm Hg in 0 Lösung in Gew. % Harnstoff in o C Lösung in Ciew. % Harnstoff   
20 26,5 55,6 131,5 99,5
40 41,0 63,0 130,0 99,1
50 46,4 65,3 129,9 98,8
80 59,0 70,9 127,6 98,1
100 66,0 74,0 125,7 97,6
150 80,5 80,2 119,9 95,5
170 86 82,6 116,7 94,0
200 105 90,3 105 90,3
Je höher der Druck ist, um so kleiner ist der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Siedepunkt, bis die beiden Siedepunkte schliesslich bei einem Druck von 200 mm Hg zusammentreffen; die Siedekurve berührt die Schmelzkurve im T-x Diagramm bei einer Temperatur von   1050 C    und einer   Harnstoffkonzentration    von   90,30/0.   



   Das Verfahren gemäss der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die bei Druckverringerung auf   tretende Aufspaltung g einer Harnstofflösung in festen    Harnstoff und Wasserdampf vorteilhaft verwertet werden kann. Falls man nämlich den bei dieser Aufspaltung anfallenden Wasserdampf ganz oder zum grössten Teil schnell entfernt, und zwar unter gleichzeitigem Schmelzen und Abführen der festen Phase, wobei der eventuell   zurückgebliebene    Wasserdampf mit Harnstoff in Lösung geht, so erhält man bei niedrigeren Temperaturen als bei denen, die beim normalen Eindampfen einer   Harnstoffschmelze    möglich wären, eine Harnstoffschmelze mit sehr niedrigem Feuchtigkeitsgehalt. Dies kann an Hand einiger Zahlen erläutert werden.

   Nehmen wir einmal an, es fällt durch Eindampfen unter Vakuum bei einem Druck  < 200 mm Hg eine   940/ringe    Harnstofflösung an, die anschliessend bei der Sättigungstemperatur von   113"C    in einen Verdampfungsraum gebracht wird, wo ein konstanter Druck von 80 mm Hg herrscht.



   Je 100 g Ausgangslösung bilden sich dann theoretisch zuerst 94 g fester Harnstoff und 6 g Wasserdampf. Durch einen Überschuss an   Kristalii-    sationswärme steigt die Temperatur an, bis der zweite Siedepunkt   (127,60 C)    erreicht ist, wobei ein Teil der Harnstoffkristalle mit einem Teil des Wasserdampfes   die    zu diesem zweiten Siedepunkt gehörige Lösung von 98,1   Gew.O/o    Harnstoff bilden wird   (Rückwärtskondensation).     



   Sofern nach Absaugung noch Wasserdampf in dem Verdampfungsraum übrig ist, wird dieser bei Zufuhr von Wärme gleichfalls mit noch vorhandenem festem Harnstoff eine   98,10/obige    Lösung bilden.



  Jedenfalls erhält man eine Lösung von 98,1   Gew.O/o    Harnstoff, in der mithin bloss   1,9 O/o.    Feuchtigkeit vorhanden ist, und falls noch fester Harnstoff zurückgeblieben ist, einen Brei von festem Harnstoff in einer Harnstofflösung mit einer Bruttokonzentration von über 98,1 0/0.



   Bei sehr schneller Abführung des Wasserdampfes aus dem Verdampfungsraum kann die Rückwärtskondensation wesentlich herabgesetzt werden, und es liegt die Möglichkeit vor, durch Aufschmelzen des Breis eine Schmelze mit einem Feuchtigkeitsgehalt von   0,5 0/o    oder noch niedriger zu bereiten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zum Konzentrieren von wässrigen Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem Wasser- und   Biuretgehalt    wird mittels einer stufenweisen Eindampfung im Vakuum durchgeführt und ist dadurch gekennzeichnet, dass in der letzten   Eindampfungsstufe    eine 87 bis 96   Gew.O!o    Harnstoff enthaltende erhitzte   wäss    rige Lösung einem Verdampfungsraum zugeführt wird, in dem der Druck auf weniger als 100 mm Hg reduziert ist und der dabei anfallende Wasserdampf schnell aus dem Raum entfernt wird, während der gebildete Brei aus festem Harnstoff in einer Harn  stoffiösung      durch    weiteres Erhitzen in eine Schmelze übergeführt wird,

   die mit einer Temperatur von nicht mehr als   1450 C    aus dem Verdampfungsraum ausgetragen wird.



   Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auf einfache Weise folgendermassen durchführen: Eine konzentrierte Lösung mit 87 bis 96   Gew. e/o    Harnstoffgehalt, die durch Eindampfen einer verdünnteren Lösung im Vakuum erhalten wurde, wird bei einer Temperatur, welche einige Grade höher ist als die Temperatur, bei der die Lösung gesättigt wird, kontinuierlich einem senkrechten oder schräg angeordneten rohrförmigen Verdampfungsraum zugeführt und dabei zu einem Druck    < 100    mm Hg expan  diert;    der durch diese Expansion gebildete Brei aus festem Harnstoff und Harnstofflösung wird mittels einer in dem rohrförmigen Verdampfungsraum aufgestellten Rührvorrichtung an die Innenwand des Verdampfungsraums gestrichen und fliesst dabei hinunter, wobei sich eine Schmelze bildet, die anschlie ssend entfernt wird;

   der bei der Expansion anfallende Wasserdampf wird kontinuierlich oben aus dem Verdampfungsraum entfernt. Die   Verdampferwand    ist an der äusseren Seite von einem   Dampfmantel,    gegebe  nenfall s von einem elektrischen Heizelement oder    einer anderen Heizeinrichtung, umgeben, damit die an der Innenseite der Wand anwesende Breischicht auf Temperatur gehalten und die zum Aufschmelzen erforderliche Wärme in solcher Menge zugeführt werden kann, dass die   Austrittstemperatur    der eingedampften Schmelze   1450 C    nicht überschreitet und vorzugsweise zwischen 132 und   1 37o C    liegt. Höhere Temperaturen als   1450 C    sind zu vermeiden, da diese unmittelbar eine sehr starke Steigerung des Biuretgehaltes zur Folge haben.



   Es ist eine maximale Zufuhrkonzentration von 96   Gew.O/o    genannt, weil es bei dem gewöhnlichen   Eindanspfverfahren,    das der oben beschriebenen Aus  führungs art    des erfindungsgemässen Eindampfverfahrens vorangeht, nicht recht möglich ist, ohne Zersetzung mit gleichzeitiger Biuretbildung eine höhere Konzentration zu erreichen. Theoretisch wäre es möglich, auf die   erfindungsgemässe    Weise Lösungen mit einem   Harnstoffgehalt     <  87   Gew.O/o    zu konzentrieren, doch ist es dabei besonders unangenehm, dass eine grosse Menge Wasserdampf bei den im Verdampfungsraum vorherrschenden niedrigen Drukken abgeführt werden muss, so dass Lösungen mit weniger als   87 e/o    Harnstoff nicht verwendet werden.



   Zur Erreichung eines sehr niedrigen Wassergehalts im Endprodukt, und zwar eines Wassergehalts von   0,5    bis 0,2   Gew.O/o,    ist es wünschenswert, die Harnstoffkonzentration der zu expandierenden Lösung unter 95   Gew.Olo    zu halten. Bei der Expansion von Lösungen mit einem Harnstoffgehalt von über 90,3   Gew.e/o    ist nämlich damit zu rechnen, dass die bei der Kristallisation von Harnstoff freiwerdende Wärme die zur gleichzeitigen   Wasserdíamlpfbilldung      erforderliche    Wärme übertrifft.

   Je mehr nun der   Harnstoffgehalt    der Lösung über 90,3   Gew.6/o    hinaus steigt, um so grösser ist der Wärmeüberschuss gleich nach der durch Expansion der Lösung auftretenden Spaltung dieser Lösung in festen Harnstoff und Wasserdampf. Werden Lösungen von   über    95   Gew.O/o    expandiert, so erhält man einen so grossen Wärme überschuss und steigt demzufolge die Temperatur im Innern des Verdampfungsraums so stark an, dass die Temperatur des zweiten Siedepunktes bereits erreicht ist, ehe ein grosser Teil   des    anfallenden Wasserdampfs abgesaugt worden ist, was zur Folge hat, dass sich infolge Rückwärtskondensation eine grössere Menge Lösung   rückbildet,

      als zur Erreichung eines niedrigen   Endfeuchtigkeitsgehalts    in der Schmelze wünschenswert ist. Werden Harnstofflösungen in den Verdampfungsraum eingebracht, deren Konzentration über 95   Gew.0/o    hinausgeht, so ist es,   falls    in   dem    Verdampfungsraum ein niedriger Druck,   z. B.    von 20 bis 40i mm Hg, vorherrscht, durchaus möglich, eine Schmelze mit einem Feuchtig  keitsgehalt    von unter   0, 5  /o    zu bereiten.



   Die einfachste Arbeitsweise besteht jedoch darin, dass man Lösungen mit einem Gehalt von 90 bis   94,50/0    Harnstoff in den Verdampfungsraum leitet und diese Lösungen dort zu einem Hg-Druck von 50 bis 80 mm expandieren lässt.



   Die Entfernung des bei der Aufspaltung von Harnstofflösungen   gebildeten    Wasserdampfes aus dem Verdampfungsraum kann beschleunigt werden, indem man unten im Verdampfungsraum, mithin im Gegenstrom zu der abzuführenden Schmelze, einen hinsichtlich Harnstoff   indifferenten    Gasstrom in einer Menge von z. B. 5 bis 25 Liter Gas je kg Harnstoff  eintreten lässt, der den gebildeten Wasserdampf mit sich führt.



   Als Gas kann z. B. Luft, Stickstoff, Kohlendioxyd, Kohlenmonoxyd und Ammoniak verwendet werden. Ammoniak ist zu diesem Zweck besonders geeignet, weil eine NH3-Dampfspannung im Ver  dampfungsraum    die Bildung von Biuret verzögert.



   Beispiel I
In einen rohrförmigen Verdampfungsraum mit einer Länge von 2 m und einem inneren Durchmesser von 30 cm wurden stündlich 600 kg durch Eindampfen im Vakuum erhaltene   94, 5gew. % ige    Harnstofflösung von   122"C    eingeleitet. Der Biuretgehalt beträgt 0,3   0/0.    Im Verdampferraum wurde ein Druck von 55 mm Hg beibehalten.



   Die aus dem Verdampfungsraum austretende Schmelze hatte eine Temperatur von   136"C,    einen Feuchtigkeitsgehalt von 0,45   Gew.O/o    und einen   Biuret3ehalt    von 0,7   O/o.   



   Beispiel 2
Man geht in ähnlicher Weise vor wie in Beispiel 1, aber jetzt wird bei Expansion einer 95 gew.0/oigen Harnstofflösung zu einem Druck von 65 mm Hg und unter Einleiten von   NH    im Gegenstrom eine Schmelze abgeführt mit einer Austrittstemperatur von   136,50 C    und einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,3   Gew.  /o.    Die Zunahme des Biuretgehalts beträgt jetzt gleichfalls 0,4   Gew.O/o    absolut.



   Beispiel 3    Unter Aufrechterhaltung der ; in Beispiel 2 er-    wähnten Arbeitsweise wurde unter Zusatz einer grösseren NH3-Menge beim Einleiten einer 93,4   gew.0/oigen    Harnstofflösung mit anschliessender Expansion zu einem Druck von 100 mm Hg eine Harnstoffschmelze erhalten, deren Feuchtigkeits  gehalt 0,20 Gew.O/o und ; deren Austrittstemperatur      137     C beträgt. Der   Biuretgehalt    war von 0,3   Gew.  /o    bis zu 0,65   Ges. %    angestiegen.



   Die anfallenden Schmelzen wurden in Harnstoffkörner umgesetzt, indem man die Schmelzen durch Verspritzen in Tropfen   verteilte,    die während ihres Freifalls durch die Luft abkühlten und dabei erstarrten.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Konzentrieren von wässrigen Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem Wasser- und Biuretgehalt mittels einer stufenweisen Eindampfung im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass in der letzten Eindampfungsstufe eine erhitzte wässrige Lösung, die 87 bis 96 Gew.O/o Harnstoff enthält, einem Verdampfungsraum zugeführt wird, in dem der Druck auf weniger als 100 mm Hg reduziert ist und der dabei anfallende Wasserdampf schnell aus dem Raum entfernt wird, während der gebildete Brei aus festem Harnstoff in einer Harnstofflösung durch weiteres Erhitzen in eine Schmelze übergeführt wird, die mit einer Temperatur von nicht mehr als 145"C aus dem Verdampfungsraum ausgetragen wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, däss die endgültige Eindampfung in einem senkrecht oder schräg angeordneten rohrförmigen Verdampfer erfolgt, in den die Harnstofflösung an der Seite kontinuierlich eintritt und aus dem der anfallende Wasserdampf am oberen Ende schnell abgesaugt wird, während der zurückgeblie- bene Brei aus festem Harnstoff in einer konzentrierten Harnstofflösung mittels einer im rohrförmigen Verdampfer vorgesehenen Rührvorrichtung kontinuierlich an die Innenwand des Verdampfungsraumes gestrichen wird, wobei sich eine homogene Schmelze bildet, die an der Innenseite der Wand hinunterfliesst und dort aus dem Verdampfungsraum entfernt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I zur Bereitung einer Harnstoffschmelze mit 0,5 bis 0,2 /o Was ser, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Harnstofflösung, welche der letzten Verdamp furrgsstufe zugeleitet wird, 90 bis 94,5 Gew.O/o beträgt und in dieser Stufe ein Druck von 50 bis 80 mm Hg aufrechterhalten wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die endgültige Eindampfung unter Einführung eines Gases in den Verdampfungs raum im Gegenstrom zu der aus diesem Raum austretenden Harnstoffschmelze erfolgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Gas NH3 verwendet wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schmelze durch Verspritzen in feste Harnstoffkörner überführt.
    PATENTANSPRUCH II Harnstoffkorn mit sehr niedrigem Wasser- und Biuretgehalt, hergestellt nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5.
CH362067D 1956-10-26 1957-10-24 Verfahren zum Konzentrieren von Harnstofflösungen zu einem Produkt mit sehr niedrigem Wasser- und Biuretgehalt und nach diesem Verfahren hergestelltes Harnstoffkorn CH362067A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112745940A (zh) * 2019-10-30 2021-05-04 中国石油化工股份有限公司 一种低浊点润滑油基础油的生产方法
CN112745889A (zh) * 2019-10-30 2021-05-04 中国石油化工股份有限公司 一种降低润滑油基础油浊点的方法

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