CH362161A - Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen

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CH362161A
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Frederick Strobel Albert
Wilson Williams William
Wowk Anatole
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Gen Aniline & Film Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von     Monoazofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung neuer     Monoazofarbstoffe     der Formel  
EMI0001.0004     
    In dieser Formel bedeuten R Wasserstoff,     Alkyl     oder den Rest     einer        Carbon-    oder     Sulfonsäure,        R1     und R<U>.,</U>     Wasserstoff,        Alkyl,    z.

   B.     Methyl,    Äthyl,       n-Propyl,        Isopropyl,        n-Butyl    usw.,     Oxyalkyl,    z. B.       Oxyäthyl,        Oxypropyl,        Oxybutyl    usw.,     Cyanoalkyl,     z.

   B.     Cyanoäthyl,        Cyanopropyl    usw.; oder es können       R1    und     R,    verbunden sein unter Bildung eines     hetero-          cyclischen    Ringes, beispielsweise in einem     Sulfon-          morpholid.    R3 ist Wasserstoff oder der Rest einer       Carbonsäure,    z.

   B.     Acetyl,        Propionyl,        Butyryl     usw.,     Benzoyl,    substituiertes     Benzoyl,    oder der Rest  einer     Sulfonsäure,    beispielsweise     Phenylsulfonyl,    oder  substituiertes     Phenylsulfonyl    oder     -S02CH3    usw.;  X ist Wasserstoff oder ein Halogen, wie Chlor, Brom  usw.  



       Azofarbstoffe,    welche als     Diazokomponente          Sulfamyl-aminophenole    und als Kupplungskompo  nente     Naphthole    enthalten, sind     bekannt.    Diese Farb  stoffe werden gewöhnlich in metallisierter Form ver  wendet und     enthalten    im allgemeinen zusätzliche  freie     Sulfonsäure-    oder     Carbonsäuregruppen,    die die  Funktion haben, dem Farbstoff eine gewisse Wasser  löslichkeit zu verleihen für das Färben von Wolle,    Nylon und ähnlichem Fasermaterial. Die meisten  Farbstoffe von diesem Typus haben indessen den  Nachteil, dass sie aus einem neutralen Farbbad nicht  erschöpfend aufziehen.

   Ausserdem ergeben sich, wenn  sie aus einem schwach sauren Farbbad aufgezogen  werden, oft     unegale    Färbungen.  



  Eine weitere unerwünschte Eigenheit der genann  ten     Farbstoffe    ist deren sehr unbefriedigender     Wasch-          und        Lichtechtheitsgrad.    Die     vorliegende    Erfindung  beruht auf der Entdeckung, dass Farbstoffe von der  obigen Formel, auch wenn sie keine     Carbon-        und%oder          Sulfonsäuregruppen    aufweisen, wie sie in den vor  bekannten Farbstoffen nötig waren zur Erzielung  einer befriedigenden Löslichkeit     und/oder        Dispergier-          barkeit    im wässerigen Färbebad,

   in einem wässerigen  Medium ausgezeichnet löslich     undloder        dispergierbar     sind. Ausserdem werden mit ihnen Färbungen von  ausgezeichneter und überlegener Egalität erhalten.  Im Vergleich zu den bekannten Farbstoffen und     im     Gegensatz zu diesen erschöpfen sich die erfindungs  gemäss hergestellten Farbstoffe sehr gut aus dem  Färbebad und ergeben Färbungen mit hervorragen  den Licht- und     Waschechtheitseigenschaften.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man die     Diazoniumverbindung     eines     substituierten        2-Amino-phenols    der Formel:  
EMI0001.0066     
      mit einer Verbindung der Formel:  
EMI0002.0001     
    kuppelt.    Die erhaltenen Farbstoffe können in die entspre  chenden Metallkomplexe übergeführt werden.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten Farbstoffe er  geben beim Färben auf faserigen Materialien violette  bis blaue Töne.  



       Verbindungen,    welche der Formel 1 entsprechen,  sind z. B.:  2     Amino-phenol        4-N,N-dimethyl-sulfonamid,          2-Amino-6-brom-phenol-4        N-äthyl-sulfonamid,          2-Amino-phenol-4-N,N-bis-(oxy-äthyl)-sulfon-          amid,          2-Amino-phenol-4.-N,N-bis-(cyano-äthyl)-sulfon-          amid,     2     Amino-phenol-4-N-cyano-äthyl-sulfonamid,          2-Amino-6-chlor-pheno14-N        oxy-äthyl-sulfon-          amid,          2-Amino-6-chlor-phenol-4-sulfonamid,

       2     Amino-phenol-4        N,N-diäthyl-sulfonamid,     2     Amino-6-chlor        phenol-4-N,N-dimethyl-          sulfonamid,     2     Amino-6-chlor-phenol-4-N,N-bis-(oxy-äthyl)-          sulfonamid,          2-Amino-6-chlor-phenol#-4-N-methyl-sulfonamid,     2     Amino-6-chlor-phenol-4-N,N-bis-(cyano-äthyl)-          sulfonamid,          2-Amino-phenol-4-N        oxy-äthyl-sulfonamid,          2-Amino-phenol-4-N,N-bis=(oxy-propyl)-sulfon-          amid,

            2-Amino-phenol        4-N,N-di-(isopropyl)-sulfon-          amid,          2-Amino-6-chlor-phenol-4-N,N-di-isopropyl-          sulfonamid,          2-Amino-6-chlor-phenol-4-N,N-diäthyl-sulfon-          amid,          2-Amino-6-brom-phenol-4        N,N-dimethyl-          sulfonamid,     2     Amino-6-brom-phenol        4-N,N-diäthyl-          sulfonamid     usw.,

   ferner an Stelle der genannten     Phenole    auch  die entsprechenden     Alkyläther    und     Acyl-    oder       Sulfonylderivate.     



  Kupplungskomponenten der Formel:  
EMI0002.0047     
    sind beispielsweise:       1-Benzol'sulfonylamino-3,6-dimorpholinsulfamyl-          8-naphthol,          1-Propionylamino-3,        6-diäthylsulfamyl-          8-naphthol,          1-Methylsulfonamino-3,6-di-(diäthylsulfamyl)-          8-naphthol,          1-Acetylamino-3,6-bis-(oxyäthyl-sulfamyl)-          8-naphthol,          1-Benzoyl'amino-3,        6-bis-@(dioxyäthylsulfamyl)-          8-naphthol,          1-Acetylamino-3,6-bis-(cyanoäthylsulfamyl)

  -          8-naphthol,          1-Acetylamino-3,6-di-(dimethylsulfamyl)-          8-naphthol,          1-Benzoylamino-3,6-disulfamyl-8-naphthol,          1-Amino-3,6-bis-(dimethylsulfamyl)-8-naphthol,          1-Benzoylamino-3,6-dimorpholinsulfamyl-          8-naphthol,          1-Benzoylamino-3,6-bis-(diäthylsulfamyl)-          8-naphthol,     ferner       1-Benzolsulfonylamino-3,6-bis-(diäthylsulfamyl)-          8-naphthol,          1-Benzolsulfonylamino-3,6-diäthylsulfamyl-          8-naphthol,

            1-Acetylamino-3,        6-bis-[di-(cyanoäthyl)-sulfamyl]-          8-naphthol,          1-Benzoylamino-3,6-bis-cyanoäthyl-sulfamyl-          8-naphthol     <B>USW.</B>  Aus den oben aufgezählten     2-Amino-phenolen     und den verschiedenen Kupplungskomponenten wer  den     Azofarbstoffe    erhalten, welche zwei     Oxygruppen     in     ortho-Stellung    zur     Azobrücke    enthalten, wie sie       gebräuchlicherweise    verwendet werden zur Bildung  von Komplexen mit Metallen.  



  Bei den,     entsprechenden    Verbindungen, in wel  chen     die        Oxygruppen    ersetzt sind durch     Alkoxy-          gruppen,    wie     Methoxy,        Acyloxygruppen,        Acyl-          gruppen,    wie     Acetoxy,        Benzolsulfoxygruppen    usw.,  werden diese Gruppen im allgemeinen vor oder  während der     Metallisierungsreaktion        hydrolysiert,     so dass die entstehenden metallisierten Produkte  identisch sind mit denjenigen, welche aus den ent  sprechenden     o,

  o'-Dioxy-Azofarbstoffen    hergestellt  wurden.  



  Die aus den genannten     2-Amino-phenolen    und  den     Disulfamylnaphthol-Kupplungskomponenten    her  gestellten erfindungsgemässen     Azoverbindungen    kön  nen dann in bekannter Weise in saurem, alkalischem  oder neutralem Medium mit oder ohne Anwendung  von Druck     und/oder    erhöhter Temperatur behan  delt werden zur Erzielung einer metallisierten Form  der Farbstoffe. Als metalliefernde Substanzen können  beispielsweise     Metallisierungsmittel    verwendet wer  den, welche Metalle mit Atomgewichten von 52 bis  66 ergeben. Diese umfassen Kupfer, Nickel, Eisen  und die vorzugsweise verwendeten Metalle Chrom  und Kobalt.

   Diese     Metallisierungsmittel    können in      Form ihrer Oxyde,     Hydroxyde    oder Salze verwendet  werden, wie z. B. als Hydrochloride,     Fluoride,    Sul  fate,     Formiate,    Acetate,     Tartrate,        Salicylate    usw.  Die     Metalllsierungsmittel    können allein oder in Ge  genwart von Hilfsstoffen verwendet werden, welche  mit den genannten     Metallisierungsmitteln    Komplexe  bilden oder nicht bilden können.

   Als derartige Hilfs  stoffe kommen in Frage:     Ammoniak,        Pyridin,    Äthylen  diamin,     Äthanolamin,        Formamid,    Ameisensäure,  Essigsäure,     Oxalsäure,        aliphatische    und aromatische       hydroxylhaltige    Verbindungen, wie Alkohol und  Glycerin,     aliphatische        Oxycarbonsäuren,    wie Wein  säure, Milchsäure und Zitronensäure usw., aroma  tische     Oxycarbonsäuren,    wie     Salicylsäure    usw.,  Zucker,     Cellulosed'erivate,        Phenole,

          Tannine,        Li-          gnine    usw., lösliche Salze von     Sulfonsäuren    und       Carbonsäuren    der     aliphatischen,    aromatischen und  hydroaromatischen Reihe, anorganische Metallsalze,  z. B. von     Alkalimetal'len    und     Erdalkalimetallen,     ebenso die entsprechenden Oxyde und     Hyd'roxyde     usw. Ferner können beim Metallisieren     Dispergie-          rungsmittel,    Lösungsmittel und andere     Hilfsstoffe     verwendet werden.  



  Zur Erzielung von gemischten Metallkomplexen  der     Azoverbindungen    kann die     Metallisierung    mit  einem oder mehreren     Metallisierungsmitteln    gleich  zeitig oder aufeinanderfolgend durchgeführt werden.  Das     Metallisierungsmittel    kann in einer Weise an  gewendet werden, dass das entstehende Produkt eine  einheitliche oder gemischte Komplexverbindung des       Azofarbstoffes    mit weniger als einem Metallatom ist.

    Im besonderen wurde festgestellt, dass bei der     Me-          tallisierung    der neuen     Azoverbindungen    gemäss vor  liegender Erfindung in allen     Fällen    die maximale  Metallmenge, welche mit jedem     Azo-Anteil    verbun  den werden kann, ein halbes Metallatom ist, so dass  auf jedes Metallatom mindestens zwei     Azo-Anteile       kommen. Dies gilt unabhängig von der Anfangs  menge des verwendeten     Metallisierungsmittels.     



  Es versteht sich, dass das     Diazotieren    und/oder  das Kuppeln und/oder das Metallisieren in Substanz  oder auf einem Substrat     gegebenenfalls    in     situ          durchgeführt    werden kann. Die     Farbstoffe    können  verwendet werden zum Färben (Färben, Drucken,  Pigmentieren usw.) am Stück, auf der Faser usw.  Da die Metallkomplexe wasserunlösliche pigment  artige Produkte sind, werden sie für die     Applikation     auf     Textilfasern    aus einem wässerigen Färbebad  vorzugsweise in eine     dispergierte        Form    gebracht.

   Das       Dispergieren    dieser     unlöslichen    Produkte kann durch  geführt werden durch Vermischen des metallisierten  Farbstoffes mit mindestens einer gleichen Menge  eines geeigneten     Dispergierungsmittels,    wie z. B.  einem     Naphthalin-sulfonsäure-Formaldehyd-Konden-          sationsprod'ukt,    und Kneten des Gemisches     während     mehreren Stunden in einem     Werner-Pfleiderer-Mi-          scher.    Ausgezeichnete Ergebnisse werden erzielt bei  der     Applikation    solcher     dispergierter    Farbstoffe aus  einem neutralen oder schwach sauren Bad auf Wolle  oder Nylon.

   Die Farbstoffe können auch verwendet  werden zum Färben anderer Materialien, wie Seide,  Leder, Mischfasern, natürlichen oder synthetischen  Materialien am Stück, in Film- oder Faserform, z. B.       Celluloseester    und     -äther;         Orlon ,         Dacron ,           Dynel ,         Acrilan ,         Aralac     (eingetragene Marken)  usw. Sie können     ferner    verwendet werden zum Fär  ben oder Pigmentieren von natürlichen oder künst  lichen Harzen oder     Kunststoffen    am Stück, von  organischen Lösungsmitteln, Beizen, Firnissen,  Lacken usw.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten Teile, wo  nichts anderes angegeben ist, Gewichtsteile. Wo  nichts anderes angegeben ist, sind Gewichtsteile in  Gramm und     Vol'umteile    in     cm3    zu verstehen.    <I>Beispiel 1</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0003.0075     
    1. Herstellung der Kupplungskomponente     1-Acetyl-          amino-3,6-d'i-(dimethylsulfamyl)-8-naphthol.     Diese Verbindung kann in ähnlicher Weise her  gestellt werden, wie es im deutschen Patent Nummer  532399 beschrieben wird, unter Verwendung von       N-Acetyl-H-Säure.     



  Zu 244 g     Chlorsulfonsäure,    welche in einem mit       Rührer    und Thermometer versehenen     2-Liter-Kolben     enthalten sind, gibt man innert 75 Minuten 188 g         Acetyl-H-Säure,    wobei die Temperatur während  dieser Zeit auf etwa 15-25  C gehalten wird.  Hierauf wird die Masse während 1 Stunde bei etwa  25-30  C stehengelassen, wonach man sie unter  Rühren auf dem Dampfbad langsam auf 90  C er  wärmt und während etwa 8 Stunden auf dieser  Temperatur hält.  



  Sodann wird das Material auf Zimmertempera  tur abkühlen gelassen und in einen Tropftrichter ge-      geben, aus     welchem    man es in ein     8-Liter-Akkumu-          latorengefäss        eintropfen    lässt, welches 2500     cm3          Eis-Wasser-Brei    enthält. Das     Akkumulatorengefäss     ist ausserdem von einem äussern Eisbad umgeben.  Das Eintropfen der     Chlorsulfonsäurelösung    in den  Brei     erfolgt    bei einer Temperatur von 0-5  C. Es  kann notwendig sein, weiteres Eis zuzusetzen, um  die Temperatur unterhalb     5     C zu halten.

   Nach Be  endigung der Zugabe der     Chlorsulfonsäure    wird das  Gemisch während     einer    halben Stunde bei 0-5  C  gerührt, wonach man es filtriert und den     erhaltenen          Presskuchen    auf den Trichter gibt.  



  Die im     Presskuchen    vorliegende Substanz hat die  folgende Strukturformel:  
EMI0004.0016     
    Dieses     Disulfonyl'chlorid    wird sodann in folgender  Weise in das entsprechende Sulfonamid umgewandelt:  500     cm3        Eis-Wasser-Brei    und 400 cm-     Di-          methylamin        (25,%ige        wässerige        Lösung;        2,58        Mol)     werden in ein von aussen gekühltes     1500-cm3-Becher-          glas    gegeben.

   Innert 30 Minuten gibt man unter Auf  rechterhaltung einer Temperatur von 0-l5  C den  wie oben angegeben     hergestellten        Disulfonylchlorid-          Filterkuchen    zu. Ohne dass weiter gekühlt wird:,  wird das Reaktionsgemisch über Nacht gerührt, wo  nach der hierbei entstandene Niederschlag     abfil-          triert    und zu einem     Presskuchen    geformt wird. Dieser       Presskuchen    (I) reagiert bei der Untersuchung auf  freies Amin negativ und bei der Untersuchung auf  freie     Hydroxylgruppen    stark positiv.

   Der     Presskuchen     wird dann in 500     eins    Wasser wieder angerührt und  auf 65  C erwärmt, um Auflösung zu bewirken,  worauf man wieder auf Zimmertemperatur abkühlt.  Hierauf lässt man in den Brei 10     cm3    Eisessig ein  tropfen, bis sich kein Niederschlag mehr bildet. Das  Gemisch wird während einer halben Stunde gerührt,  filtriert und mit 200     cm3    Wasser gewaschen. Der  entstehende     Presskuchen    wird im Vakuum bei 80  C  getrocknet; Trockengewicht: 57,2 g.  



  Das Filtrat des     Presskuchens    (1) wird mit 15     cm3     Eisessig behandelt, während einer Stunde gerührt,  filtriert und der entstehende     Presskuchen    mit 200     cm3     Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen des     Press-          kuchens    erhält man 9,6g trockenes Material. Auf  diese Weise gewinnt man insgesamt 66,8 g der  Kupplungskomponenten     1-Acetylamino-3,6-di-(d'i-          methylsulfamyl)-8-naphthol.     



  2.     Diazotierung    des Amins.  



       31,0        g    2     Amino-phenol-4-sulfonamid        (88%,          Molekulargewicht    = 188) werden in 40     cm3    Wasser       und        25        cm3        40%iger        Natriumhydroxydlösung        (Ge-          wichtjVolumen)    gelöst.

   Dazu gibt man 34     em3            30%ige        Natriumnitritlösung        (Gewicht/Volumen).     Das Gemisch wird innert 5 Minuten zusammen mit  20 g Eis zu 40 cm?, konzentrierter Salzsäure gegeben,  wobei die Temperatur unterhalb 8  C gehalten wird.

    Das Produkt wird während 12 Minuten mit über  schüssigem     Natriumnitrit    gerührt, worauf das über  schüssige Nitrit mit 8,0     cm3        Sulfaminsäure    (1     cm3    =       0,23        cm3        30%ige        Natriumnitritlösung)        zurück-          titriert    wird.

   Aus dem     Nitritverbrauch    lässt sich       schliessen,        dass        97%        Diazo        gebildet        wurden.     



  3. Kuppeln.  



  66,0 g des wie oben beschrieben hergestellten       1-Acetylalnino-3,6-di-(dimethylsulfamyl)-8-naphthols     werden unter Erhitzen in<B>100</B>     cm3        Pyridin    gelöst.  Der     Diazo-Brei    wird zur Kupplungslösung zugesetzt,  gefolgt von 120     cm3        Pyridin.    Das Reaktionsgemisch  wird auf 45 C erwärmt, während 20 Minuten bei  etwa 30-45  C gerührt und über Nacht stehen  gelassen. Es bildet sich eine halbfeste, steife Masse  mit einem Volumen von 650     cm3.    Diese verdünnt  man mit Eiswasser auf 2200     cm3    und     filtriert    nach  15minütigem Rühren.

   Man erhält auf diese Weise  <B>171</B> g trockenen     Presskuchens,    bestehend aus dem       unmetallisierten    Farbstoff der Formel:  
EMI0004.0096     
    4.     Chromierung.     



  Die Gesamtmenge des nichtmetallisierten trocke  nen     Presskuchens    wird in ein     250-cm3-Becherglas    ge  geben. Hierzu gibt man 29 g     Chromformiatpaste          (13,0%        Cr),        gefolgt        von        500        cm3        Formamid.        Das     Reaktionsgemisch wird auf dem Dampfbad auf 95  C  erhitzt und dann während 5 Stunden auf 95-98  C  gehalten. Hierauf giesst man es in 2500     cm3    Wasser  und rührt während einer halben Stunde. Dann fügt  man 250 g Salz zu, rührt während einer weiteren  halben.

   Stunde und filtriert langsam. Das Gewicht des  nassen     Presskuchens    beträgt 420 g. Das Material  wird in einem Vakuumofen bei 75  C getrocknet;  Trockengewicht: 132 g.  



  Beim Färben kann man wie folgt vorgehen: Es  wird zunächst eine Dispersion des Farbstoffes her  gestellt, indem 10 g des obigen Materials in einem  W     erner-Pfleiderer-Mischer    mit 10 g des     Formaldehyd-          Kondensationsproduktes    von     Naphthalin-2-natrium-          sulfonat    gemischt werden. Das Material wird mit  Wasser     benetzt    und während 3 Stunden zu einer zäh  viskosen Masse geknetet, wobei nach und nach ge-      ringe Mengen Wasser zugegeben werden, um das  Material viskos zu halten. Nach Ablauf dieser Zeit  wird das Produkt getrocknet, indem man in den  Mantel des Mischers Dampf einführt, worauf das  trockene Produkt aus dem Mischer entnommen wird.  



  0,4 g des auf diese Weise     dispergierten    Pulvers  werden in 300     cm3    Wasser gelöst. Es wird ein 10 g  schweres Stück Nylontuch in das Bad eingebracht  und die Temperatur des Bades innert 45 Minuten  auf 100  C erhöht, wobei das Tuchstück bewegt    wird. Die     Badtemperatur    wird während einer weiteren  Stunde unter fortgesetztem Bewegen des     Nylon-          gewebes    auf 100  C gehalten, wonach das Material  entnommen,     gespült    und getrocknet wird. Man er  zielt eine sehr egale Färbung bei guter Erschöpfung  des Farbbades. Die erzielte Färbung hat einen rötlich  blauen Ton, und ihre Lichtechtheit ist ausgezeichnet.

    Im     AATCC-Waschtest    3 wurde kein Abfärben auf  andere Fasern und ein sehr geringer Rückgang der  Farbstärke infolge des Waschens festgestellt.    <I>Beispiel 2</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel  
EMI0005.0008     
    Der 420 g wiegende     Presskuchen    des wie in  Beispiel 1 hergestellten,     chromierten    Farbstoffes  wird mit 600 cm?,     411/oigem        Natriumhydroxyd        (Ge-          wicht/Volumen)    und 80     cm3        Pyridin    in einem     300-          cm-Rundkolben    behandelt.

   Das Produkt wird wäh  rend 3 Stunden auf dem Dampfbad auf 95  C     er-          hitzt.        Hierauf        gibt        man        weitere        100        cm,        4%ige        Na-          triumhydroxydlösung    (Gewicht/Volumen) zu und er  hitzt weitere 4 Stunden auf 95  C. Es zeigt sich,    dass nach dieser Behandlung die Hydrolyse der       1-Acetylamino-Gruppe    beendet ist.

   Man fügt 60 g       Salz    zu, filtriert den entstehenden Niederschlag ab  und trocknet im Vakuumofen bei 75  C; Trocken  gewicht: 28,0 g.  



  Bei der Färbung auf Nylon ergibt sich ein hell  blauer Ton, und die Färbung weist eine sehr gute  Licht- und Waschechtheit auf. Im     AATCC-Wasch-          test    3 tritt kein Abfärben auf andere Fasern ein.    <I>Beispiel 3</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0005.0034     
    Der nichtmetallisierte Farbstoff ist in diesem  Beispiel der gleiche wie in Beispiel 1.

   Die     Metallisie-          rung    des nichtmetallisierten Farbstoffes mit Kobalt  wird wie     folgt        durchgeführt:    171 g des nichtmetalli  sierten     Farbstoff-Presskuchens    der obigen Formel,  welcher hergestellt wurde wie in Beispiel 1, und  540     Mol        Isopropanol    werden in einen mit     Rührer,     Thermometer und Kondensator versehenen     500-cm3-          Dreihalskolben    gegeben. Das Gemisch wird während    5 Minuten bei     Rückflusstemperatur    gerührt und dann  auf 55  C abkühlen gelassen.

   Man fügt eine Lösung  von 17,2 g     Kobaltchlorid-Hexahydrat    in 60 cm?,  Wasser zu. Die Charge wird auf     Rückfluss    erhitzt,  wobei der Brei eindickt. Hierauf gibt man weitere  260     cm3        Isopropanol    zu. Das Reaktionsgemisch wird  während 3 Stunden auf     Rückfluss    erhitzt und dann in  1600     cm3    Wasser gegossen. Das Gemisch wird auf  dem Dampfbad weiter erhitzt und gerührt, bis das      Produkt gut kristallisiert und der grösste Teil des       Isopropanols    verdampft ist. Die Charge wird ge  rührt, auf 35  C gekühlt und filtriert.

   Der     Press-          kuchen    wird getrocknet, wobei man 64 g trockenen  Farbstoff     erhält.       Bei Applikation des     dispergierten    Farbstoff  Kobaltkomplexes auf Wolle erhält man einen violet  ten Ton, welcher ausgezeichnete Licht- und Wasch  echtheit besitzt und im     AATCC-Waschtest    3 nicht  auf andere Fasern abfärbt.    <I>Beispiel 4</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0006.0007     
    1.

   Herstellung des Ausgangsstoffes     1-Benzoylamino-          3,6-disulfamyl-8-naphthol:          942        g        H-Säure        (73,7%,        Molekulargewicht        =     319) werden bei 40-50  C in 850     cm3    Wasser       und        244        cm3        40%iger        Natriumhydroxydlösung          (Gewicht/Volumen)    gelöst.

   Dazu gibt man 253 g  in 2300     cm3    Wasser gelöstes     Natriumcarbonat     (2,38     Mol).    Hierauf fügt man innert 3 Stunden  unter     kräftigem    Rühren 335 g     Benzoylchlorid     (2,38     Mol)    zu, wobei man die Temperatur auf 20  C       hält.        Hierauf        gibt        man        weitere        200        cm3        40%ige          Natriumhydroxydlösung        (Gewicht/Volumen)    zu.

   Es  werden weitere 60 g (0,43     Mol)        Benzoylchlorid     tropfenweise bei 20  C     innert    einer Stunde unter  kräftigem Rühren zugesetzt. Die Prüfung auf freies  Amin durch     Diazotieren    und Selbstkuppeln fällt sehr  schwach positiv aus.

   Man rührt während weiteren  2 Stunden und stellt dann den     pH    auf 11,5 durch  Zufügen von     NaOH,    worauf das Material weitere  2 Stunden lang auf 80  C erhitzt wird zur Hydrolyse  von     O-aroylierter    Substanz zu freiem     Naphthal.    Man  kühlt das Reaktionsgemisch auf 20  C, versetzt mit  200 g     Salz,    filtriert, presst das Produkt im Filter  trichter zusammen und trocknet; Trockengewicht  1013 g 1-     Benzoylamino    - 3,6 -     disulfo    - 8 -     naphthol          (85%        Reinheit).     



  Die Formel dieser Substanz ist:  
EMI0006.0053     
    Diese     Substanz    wird in das     Disulfonylchlorid    der  Formel:  
EMI0006.0056     
    umgewandelt unter Anwendung des gleichen Ver  fahrens, wie es oben beschrieben wurde für die Um  wandlung von     Acetyl-H-Säure    in das     Disulfonyl-          chlorid,    wobei     äquimol'are    Mengen zur Anwendung  gelangen.

   Die Umwandlung dieses     Disulfonylchlorids     in das     Disulfonamid    erfolgt in gleicher Weise wie  bei der Bildung von 1     Acetylamino-3,6-di-(dimethyl-          sulfamyl)-8-naphthol    gemäss Beispiel 1, wobei man  jedoch anstelle des dort verwendeten     Dimethylamins     eine gleiche Anzahl     Mol    Ammoniak verwendet.  



  2.     Diazotierung.     



  Ein Gemisch von 17,0 g     N-Äthylsulfamyl-2-          amino-phenol,    250     cm3    Wasser und 10     cm3          40%igem        Natriumhydroxyd        (GewichtJVolumen)     wird gerührt, bis Lösung eintritt. Darauf gibt man  25     cm3    konzentrierte Salzsäure zu.

   Das Gemisch  wird von aussen auf     51>C    abgekühlt und aus einer       Bürette        mit        17,0        cm3        30,18%iger        Natriumnitrit-          lösung    versetzt. Das     Diazotierungsgemisch    wird  während 15     Minuten        gerührt,    worauf man 0,3     cm3          Sulfaminsäure    zugibt zur Zerstörung von     überschüssi-          dem    Nitrit.  



  3. Kupplung.  



  33,55 g des wie oben beschrieben hergestellten       1-Benzoylamino-3,6-disulfamyl-8-naphthols    werden       mit        250        cm3        20%iger        Natriumcarbonatlösung        (Ge-          wicht/Volumen)    und 250     cm3        Formamid    angerührt.  Dazu gibt man 25     cm3        400/aige        Natriumhydroxyd-          lösung    (Gewicht/Volumen).

   Das Gemisch wird in      einem Eisbad auf 10  C abgekühlt, worauf man den       Diazobrei    zum Kuppler zugibt. Das Kuppeln ist  nach 2stündigem Rühren bei 10  C beendet. Das  Rühren wird während einer weiteren Stunde fortge  setzt. Man gibt 150 g     Salz    zu, rührt den Brei       1/2    Stunde lang und filtriert. Der     Filterkuchen    wird  in 400     cm3    einer     1011/oigen        Salzlösung        (Gewicht[Vo-          lumen)    wieder aufgerührt und filtriert.

   Der Kuchen       wird        auf        dem        Filtriertrichter        mit        50        cm3        10%iger     Salzlösung     (GewichtjVolumen)    gewaschen; Ausbeute:  181,5 g nasser Filterkuchen.    4.     Chromieren.     



  Das     Chromieren    erfolgt in der gleichen Weise  und unter Verwendung     äquimolarer    Mengen wie in  Beispiel 1.  



  Ein     Dispergieren    des Farbstoffes bei der Ver  wendung     desselben    ist nicht nötig, da das Produkt  wasserlöslich genug ist, dass ohne Dispersion gefärbt  werden kann. 0,2 g des Farbstoffes, aufgezogen auf  10 g Wolle, ergeben einen     rötlichblauen    Ton von  ausgezeichneter Licht- und Waschechtheit.         Beispiel   <I>5</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0007.0026     
    1. Herstellung des Ausgangsstoffes     2-Amino-phenol-          4-sulfonylmorpholid.     



  In einen mit     Rührer,    Thermometer und einem  Kondensator, welcher seinerseits mit einer     HCl-Falle     und einem Tropftrichter versehen ist, ausgerüsteten       3-Liter-Kolben    gibt man 1100 g     Chlorsulfonsäure.     Man erhitzt auf 80  C und fügt dann innert 1 Stunde  316 g     2-Chlor-nitrobenzol    zu. Das Reaktionsgemisch  wird 6 Stunden lang bei 125  C gerührt und über  Nacht     stehengelassen.    Hierauf giesst man es bei -5  bis 0  C in etwa 6 Liter     Eis-Wasser-Gemisch.    Der  Brei wird eine halbe Stunde lang gerührt und dann  durch     Abnutschen    filtriert.

   Der feuchte Kuchen des       4-Chlor-3-nitro-benzolsulfonylchlorids    wird auf der       Nutsche    mit 1500     cm3    Eiswasser gewaschen.  



  In ein     8-Liter-Akkumulatorengefäss    gibt man  435 g     Morpholin    (5     Mol)    und! 4000 cm-'     Eis-Wasser-          Gemisch.    Das Gefäss wird durch ein Eisbad gekühlt,  und bei 5  C gibt man langsam     innert    etwa 20 Mi  nuten 586 g des oben hergestellten     Sulfonylchlorids     zu. Man rührt den Brei 6 Stunden lang bei 5-10  C  und setzt das Rühren über Nacht fort. Man erhöht  die Temperatur auf 60  C und gibt 150     cm3    18      /o        ige     Salzsäure zu. Hierauf kühlt man den Brei wieder  auf     15     C ab und filtriert.

   Der feuchte Filterkuchen  wird auf dem Filtertrichter mit 2000     cm3    Eiswasser  gewaschen. Man lässt über Nacht bei Zimmertempe  ratur an der Luft stehen     (Presskuchen).    Das Gewicht  des     Presskuchens    aus     4-Chlor-3-nitro-benzolsulfon-          morpholid    beträgt 566 g.  



  In einen     5-Liter-Kolben    gibt man 2700     cm3     Wasser und 360 g     Natriumhydroxydpillen.    Man er-    wärmt auf 90  C und fügt 508 g des oben erhal  tenen     Presskuchens    zu. Das Reaktionsgemisch wird  bei     Rückflusstemperatur    während 5 Stunden gerührt  und hierauf bei 90  C     filtriert.    Zum Filtrat gibt man  1 Liter Wasser und 1240     cm3    18,5     o/o.ige    Salzsäure,  um das Material     congosauer    zu machen. Man     kühlt     den Brei auf 15  C ab und filtriert.

   Der 827 g  schwere feuchte Filterkuchen von     4-Oxy-3-nitro-          benzolsulfonmorpholid    wird auf dem Filtertrichter  mit 2500     cm3    Eiswasser gewaschen.  



  In einen mit     Rührer,    Thermometer, Kondensator  und Heizmantel versehenen     5-Liter-Kolben    gibt man       eine    heisse Lösung von 960 g     Natriumsulfid    - 9     H20     (4,0     Mol)    in 1800     cm3    Wasser. Dann fügt man  400     cm3        40 /oige    Natronlauge (4,0     Mol)    zu. Man       erhitzt    die Lösung auf 95  C und gibt den oben er  haltenen     Presskuchen    dazu. Das Reaktionsgemisch  wird' während 3 Stunden unter     Rückfluss    auf 104  C  erhitzt.

   Hierauf wird     abgenutscht.    Das Filtrat wird  in     ein        8-Liter-Akkuniulatorengefäss    gegeben und mit  2100     cm3    18,5     o/oaiger        Salzsäure    versetzt. Die Charge  wird eine halbe Stunde lang bei 95  C gerührt und  dann heiss filtriert. Der     Schwefelkuchen    wird auf dem       Filtriertrichter    mit 800     cm3    heissem Wasser ge  waschen.

   Zu dem mit den Waschwässern     vereinigten     Filtrat gibt man 145     cm3        4011/oiges        Natriumhydroxyd     bis zum     pH    6,5. Man     kühlt    den Brei auf 10  C ab  und filtriert.

   Der Filterkuchen wird auf dem     Filtrier-          trichter    mit 400     cm3    Eiswasser gewaschen und bei       65     C an der Luft getrocknet; Trockengewicht: 325 g       4-Oxy-3-amino-benzolsulfonmorpholid        (96,9%        Ma-          terial).         2.     Diazotierung.     



  Ein Gemisch von 18,65 g 2     Amino-phenol-4-          suffonyl-morphoEdr(100h /o,        Molekulargewicht-258),     250     cm3    Wasser und 10     cm3        400/aiger    Natrium  hydroxydlösung (Gewicht/Volumen) wird gerührt, bis  Auflösung eintritt. Dann gibt man 25     cm3    konzen  trierte Salzsäure zu.

   Man kühlt das Gemisch von  aussen auf 5  C ab und fügt bei 5-10  C 17,0     cm3          30%ige        Natriumnitritlösung        (Gewicht/Volumen)        bei.     Das     Diazotierungsgemisch    wird während 15 Minu  ten     gerührt    und dann mit 0,3     cms        l00/aiger        Sulfamin-          säurelösung        (Gewicht/Volumen)    versetzt zur Zer  störung von überschüssigem Nitrit.    3. Kuppeln und     Chromieren.     



  Das Kuppeln erfolgt in gleicher Weise und unter  Verwendung des gleichen Kupplers wie in Beispiel 1.  Die     Metallisierung    des nichtmetallisierten Farb  stoffes zur Bildung von dessen Chromkomplex wird  ebenfalls in gleicher Weise wie in Beispiel 1 durch  geführt.  



  Bei der Applikation des     dispergierten    Farbstoffes  auf     Wölle    und Nylon erhält man hellblaue Töne; die  Färbungen sind ausgezeichnet licht- und waschecht.       Weiterhin    erfolgt beim     AATCC-Waschtest    3 kein  Abfärben auf andere     Fasern.       <I>Beispiel 6</I>    Herstellung des Farbstoffes der     Formel:     
EMI0008.0029     
    1.     Diazotierung    des Amins.  



  32 g     2-Amino-6-chlor-phenol-4-sulfonamid    wer  den in einem Gemisch aus 100     cm3    Wasser und       20        cm3        40%iger        Natriumhyd'roxydlösung        (Gewicht/     Volumen) gelöst. Dazu gibt man 34     cm3        300/aiges          Natriumnitrit    (Gewicht/Volumen). Das Gemisch wird  auf 5-10  C abgekühlt und langsam mit 50 cm"   konzentrierter     Salzsäure    versetzt.

   Das     Diazotierungs-          gemisch    wird 15 Minuten lang gerührt und dann       überschüssiges        Nitrit        zerstört        mit        l0%iger        Sulfamin-          säure        (Gewicht/Volumen).       2. Kuppeln und     Chromieren.     



  Das Kuppeln wird in gleicher Weise und unter  Verwendung des gleichen Kupplers durchgeführt wie  in Beispiel 1. Hierauf wird die nichtmetallisierte       Azoverbindung    metallisiert und das Produkt in  gleicher Weise isoliert wie in Beispiel 1.  



  Beim Aufziehen des     dispergierten    Farbstoffes auf  Nylon ergibt sich ein hellblauer Ton mit ausgezeich  neten Licht- und     Waschechtheitseigenschaften.       <I>Beispiel 7</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0008.0056     
    1.     Diazotierung    des Amins.  



  39 g     2-Amino-6-brom-phenol-4-N-äthylsulfon-          amid    werden gelöst     in    einem Gemisch von 200     cm3     Wasser und 25     cm3    400%iger     Natriumhydroxydlösung          (Gewicht,Volumen).    Diese Lösung wird mit 35     cm3          30%iger        Natriumnitritlösung        (GewichtJVolumen)    ver-    setzt. Nach dem Abkühlendes Gemisches auf 5-10  C  fügt man langsam 50     cm3    konzentrierte     Salzsäure    zu.

    Das     Diazotierungsgemisch    wird während etwa 15  Minuten gerührt, worauf das überschüssige Nitrit       durch        Zugabe        von        10%iger        Sulfaminsäure        (Gewicht/     Volumen)     zerstört    wird.      2. Kuppeln und     Chromieren.     



  Die Kupplungskomponente ist die gleiche, wie  sie in Beispiel 4 verwendet wird, und die Kupplungs  reaktion erfolgt in gleicher Weise, wie sie in dem  genannten Beispiel beschrieben wird. Die entstehende  nichtmetallisierte     Azoverbindung    wird dann in glei  cher Weise wie in Beispiel 4 beschrieben in den  chromhaltigen Farbstoff umgewandelt. Die Löslich  keit dieses metallisierten Farbstoffes ist nicht so gross    wie diejenige des     Chromfarbstoffes    von Beispiel 4,  weshalb es bei dessen Verwendung wünschbar ist,  eine Dispersion des Farbstoffes mit einem     Dispergie-          rungsmittel    herzustellen.     _     Auf Nylon und Wolle erhält man egale Färbun  gen unter guter Erschöpfung des Färbebades.

   Die  Färbungen sind von bläulichem Ton und zeichnen  sich durch vorzügliche Licht- und Waschechtheit aus.    <I>Beispiel 8</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0009.0007     
    Der in Beispiel 6 beschriebene Farbstoff wird in       gleicher    Weise nochmals hergestellt bis und mit dem       Trocknungsvorgang    vor dem     Dispergieren    des Farb  stoffes. Der     nichtmetallisierte        Farbstoff-Presskuchen     wird dann in gleicher Weise wie in Beispiel 3 zu    einem     kobalthaltigen    Komplex metallisiert. Beim  Aufziehen dies     dispergierten    Farbstoffes auf Wolle  ergibt sich ein violetter Ton mit ausgezeichneter  Licht- und Waschechtheit.

      <I>Beispiel 9</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0009.0015     
    Beim nichtmetallisierten Farbstoff handelt es sich  um den gleichen wie in Beispiel 7. Die     Metallisie-          rung    zum     Kobaltkomplex-Farbstoff        wird    gleich       durchgeführt    wie     in,    Beispiel 3. Beim Färben auf  Wolle mit dem     dispergierten        Farbstoff    ergibt sich ein         blauvioletter    Ton     mit    vorzüglicher Licht- und  Waschechtheit.

   Bei der Durchführung des     AATCC-          Waschtestes    3 ergibt sich kein Abfärben auf andere  Fasern.    <I>Beispiel 10</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0009.0028     
      Herstellung der Kupplungskomponenten     1-Acetyl-          amino-3,6-di-(oxyäthylsulfamyl)-8=naphthol.    Die ge  nannte Verbindung wird hergestellt, wie es oben be  schrieben wurde, für die Herstellung von     1-Acetyl-          amino    - 3,6 -     di    -     (dimethylsulfamyl)

  -8-naphthol    unter  Verwendung einer     äquimolaren    Menge     Äthanolamin     anstelle des     Dimethylamins,    wie es verwendet wird  im Verfahren zur Herstellung der letztgenannten  Verbindung gemäss Beispiel 1.  



  Das     Diazotieren    des     2-Amino-phenol-4-sulfon-          amids    erfolgt in gleicher Weise, wie es in Beispiel 1  für die gleiche     Diazoniumkomponente    beschrieben  wurde.  



  Das Kuppeln erfolgt ebenfalls in gleicher Weise  wie in Beispiel 1 unter Verwendung einer äquimola-         ren    Menge der obigen Kupplungskomponenten an  stelle der in Beispiel 1 verwendeten Substanz.  



  Das     Chromieren    und     Dispergieren    des Farbstoffes  wird ebenfalls in gleicher Weise ausgeführt wie in  Beispiel 1.  



  Färbungen auf Wolle und Nylon, welche in glei  cher Weise wie in den Beispielen 1 und 2 durchge  führt werden, ergeben     rötlichblaue    Töne von aus  gezeichneter Licht- und Waschechtheit.  



  Dank der merklichen Löslichkeit des metallisier  ten Farbstoffes in Wasser ist es bei der Verwendung  desselben nicht notwendig, diesen zu     dispergieren,     und man erzielt beim Färben aus einem Bad, welches  0,2 g des Farbstoffes in 250     cm3    Wasser enthält, Er  gebnisse, die mit denjenigen zu vergleichen sind, die  man beim     Dispergieren    des Farbstoffes erzielt.    <I>Beispiel 11</I>    Herstellung des Farbstoffes der Formel:  
EMI0010.0021     
    Es wird gleich vorgegangen wie bei der Her  stellung des     in.        Beispiel    10 beschriebenen Farbstoffes,  bis     zur        Trocknungsoperation    vor dem     Dispergieren     desselben.

   Von hier an wird der     Presskuchen    in  gleicher Weise behandelt wie in Beispiel 2 zur     Hy-          drolysierung    der     1-Acetylamino-Gruppe,    wobei der       Farbstoff    gemäss vorliegendem Beispiel entsteht. Der       Farbstoff    kann     entweder    mit Säure oder mit einem       Dispergierungsmittel    in gleicher Weise     dispergiert     werden, wie es oben beschrieben wurde, oder er kann  auch direkt in wässerigen Medien zur Anwendung  gelangen, wobei man auf Nylon und Wolle Färbun  gen von blauem Ton erhält.

   Dieselben zeigen aus  gezeichnete Licht- und Waschechtheit und färben  beim     AATCC-Waschtest    3 nicht auf andere Fasern ab.  



  Der Schutzumfang des Patentes ist durch Artikel  111 P6 beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Formel EMI0010.0038 in welcher X Wasserstoff oder Halogen und R Wasserstoff, Alkyl oder der Rest einer Carbon- oder Sulfonsäure ist, R1 und RWasserstoff, Alkyl, Oxyalkyl oder Cyanoalkyl bedeuten oder gemeinsam einen heterocyclischen Ring bilden,
    und R3 Wasser- 9o stoff oder der Rest einer Carbon- oder Sulfonsäure ist, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazonium- Verbindung eines substituierten 2-Amino-phenols der Formel EMI0010.0056 mit einer Kupplungskomponente der Formel EMI0010.0057 kuppelt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Produkt anschliessend mit einem Metallisierungsmittel behandelt zur Bil dung des entsprechenden Metallkomplexes. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallisierungsmittel Me talle mit einem Atomgewicht von 52-66 enthält. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Metalles zum Farbstoff 1 : 2 ist. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d@ass ein Chromkomplex des Farb stoffes gebildet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kobaltkomplex des Farb stoffes gebildet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der folgen den Formel herstellt: EMI0011.0009 7.
    Verfahren nach den Unteransprüchen 3 und 6. B. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der folgen den Formel herstellt: EMI0011.0011 9. Verfahren nach den Unteransprüchen 3 und B. 10. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der folgen den Formel herstellt: EMI0011.0012 11. Verfahren nach den Unteransprüchen 3 und 10. 12. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der folgen den Formel herstellt: EMI0012.0001 13. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der folgen den Formel herstellt: EMI0012.0003
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