CH371539A - Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen

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CH371539A
CH371539A CH4107756A CH4107756A CH371539A CH 371539 A CH371539 A CH 371539A CH 4107756 A CH4107756 A CH 4107756A CH 4107756 A CH4107756 A CH 4107756A CH 371539 A CH371539 A CH 371539A
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dye
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free
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CH4107756A
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Frederick Strobel Albert
Wilson Williams William
Wowk Anatole
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Gen Aniline & Film Corp
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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von neuen     Azofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur     Herstellung    neuer,     metallhaltiger        Azofarbstoffe,     die frei von     löslichmachenden    Gruppen, wie     Sulfon-          und        Carbonsäuregruppen,    sind und im     metallfreien     Zustand der Formel  
EMI0001.0011     
    entsprechen.

   In dieser Formel     steht    R für eine     Acyl-          amino-,        Alky1sulfonylamino-    oder     ArylsuIfonylamino-          gruppe;        R3    und R4 für Wasserstoff, eine     niedrige          Alkyl-    oder     Oxyalkyllgruppe    oder zusammen mit dem       N-Atom    für einen     heterocyclischen    Ring; und X für  Wasserstoff, Chlor oder Brom.  



       Azofarbstoffe,    die sich von den bekannten Kupp  lungskomponenten und     Diazokomponenten    ableiten  und     Sulfamylsubstituenten        enthalten,    sind bereits be  kannt. Solche Farbstoffe werden gewöhnlich in metal  lisierter Form     verwendet    und     enthalten    im     allgemei-          nen    freie     Sulfonsäuregruppen,    die in der     Hauptsache     eine gewisse Wasserlöslichkeit bewirken sollen, wenn  Wolle, Nylon und     ähnliche        Fasermaterialien    gefärbt  werden.

   Die meisten     Farbstoffe,    die freie     Sulfonsäure-          gruppen        enthalten,    besitzen jedoch den     Nachteil,    dass  sie neutrale Farbbäder     nicht    erschöpfen. Wenn sie  aus einem schwach sauren Farbbad     angewendet    wer  den, ergeben die     sulfonierten        metallisierten        Mono-          azofarbstoffe    oft     unegale    Färbungen. Weiterhin ist  die Wasch- und Lichtechtheit der mittels dieser Farb  stoffe erhaltenen Färbungen     nicht    völlig zufrieden  stellend.

   Die vorliegende Erfindung beruht nun auf    der Feststellung, dass Farbstoffe, die frei von     Carbon-          und        Sulfonsäuregruppen        sind    und der obigen     Formel     entsprechen, überraschenderweise verbesserte Eigen  schaften besitzen, die sie für eine     technische    Anwen  dung sehr brauchbar machen.

   Die     Farbstoffe    sind  durch eine ausgezeichnete Licht- und Waschechtheit  auf Wolle und Nylon     gekennzeichnet    und besitzen  darüber hinaus     eine    überlegene     Egalisierfähigkeit.    Sie       können    auf Wolle und Nylon leicht aus     neutralen    oder  schwach sauren     Säurebädern    aufgebracht werden.

         Farbstoffe    der obigen Formel ergeben von den bis     jetzt     bekannten     Monoazofarbstoffen    die grünsten blauen  Töne auf     Wolle    und Nylon, wobei diese Töne ausser  dem eine überlegene Licht- und/oder     Waschechtheit     besitzen.     Derartige        grünblaue    Töne     können    nicht  durch Mischen erhalten werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     5-Nitro-2-amino-phenol     der Formel  
EMI0001.0071     
         diazotiert,    mit einer Kupplungskomponente der  Formel  
EMI0001.0073     
      kuppelt, das Reaktionsprodukt mit einem     Metallisie-          rungsmittel    behandelt und die     N02    Gruppe reduziert.  Es wurde     gefunden,    dass     Kupplungskomponenten,    in  denen     anstelle    von R eine freie     NH2        Gruppe        steht,     nicht die     gewünschten    Ergebnisse liefern.

   Wahrschein  lich treten dabei Kupplungen in     o-Stellung    zur     Amino-          gruppe    auf,     wodurch        Farbstoffmischungen        entstehen.          Farbstoffe    der obigen Formel,     in    denen     anstelle    von R  eine freie     NH2    Gruppe steht, können durch Hydrolyse  des     R-Restes    nach der Reduktion der     N02    Gruppe  erhalten werden.

   Die durch Reduktion der     Nitro-          gruppe        erhaltene        NH.-        Gruppe        kann        anschliessend          acyliert    oder mit     einem        Alkyl-    oder     Arylsulfonyl-          chlorid        umgesetzt    werden.  



  Für die     vorliegende    Erfindung brauchbare Kupp  lungskomponenten .sind auch in der schweizerischen       Patentschrift    Nr. 362161 beschrieben. So kann z. B.       1-Acetylamino-3,6-disulfonylchlorid'-8-naphthol    mit  Ammoniak oder einer geeigneten primären oder se  kundären Base     umgesetzt    werden, wie z.

   B.     Dimethyl-          amin,        Äbhylamin,        Isopropylamin,        Äthanolamin,        Di-          äthanolamin,        Butylamin,        Morpholin,        Piperidin    usw.

    Andere     erfindungsgemäss    brauchbare     1-Acylamino-,          1-Alkylsulfonylamino-    und     1-Arylsulfonylamino-3,5-          sulfamyl-8-maphthole    werden in     ähnlicher    Weise     her-          gestellt.    So kann R für eine     Acetylamino-,        Propionyl-          amino-,        Butyrylamino-,        Benzoylamino,    substituierte       Benzoylamino-,        Methylsulfonylamino-,

          Äthylsulfonyl-          amino-,        Benzolsulfonylamino-,    substituierte     Benzol-          sulfonylaminogruppe    usw. stehen. In der obigen For  mel können     R3,    und R4 gleich, oder     verschieden    sein  und z.

   B. für Wasserstoff, niedrige     Alkylgruppen,    wie  die     Methyl-,        Äthyl-,        Propyl    ,     I:sopropyl-,        Butylgruppe     usw.,     Oxyalkylgruppen,    wie die     Oxyäthyl-,Oxypropyl    ,       Oxybutylgruppe        usw.,    oder zusammen für den     Mor-          pholin-,        Piperidnrest    usw. stehen.  



  Die     Metällisierung    kann in     bekannter    Weise durch  Behandlung mit     einem    in     saurem,        neutralem    oder al  kalischem Medium ein Metall     liefernden        Mittel    erfol  gen, wobei     gegebenenfalls    ein erhöhter Druck und/  oder erhöhte     Temperaturen    angewendet werden kön  nen. Als Metall liefernde Verbindungen können ins  besondere die     Metallisierungsmittel        verwendet    wer  den, die Metalle mit einem Atomgewicht von 52-66       liefern,    z. B.

   Kupfer, Nickel,     Eisen,    Kobalt und ins  besondere Chrom. Diese     Mittel    können in Form     ihrer     Oxyde,     Hydroxyde    oder     Salze,    z. B. von anorga  nischen oder organischen Säuren, wie     Salzsäure,    Schwe  felsäure,     Fluorwasserstoffsäure,        Ameisensäure,    Essig  säure, Weinsäure,     Salicylsäure    usw., verwendet wer  den.

   Die     Metallisierungsmittel    können     allein    oder     in     Gegenwart weiterer     Verbindungen,    welche gegebenen  falls mit diesen     Metallisierungsmitteln    eine komplexe         Verbindung    eingehen,     verwendet    werden, z. B.

   Am  moniak,     Pyridin,        Äthylendiamin,        Äthanolamin,        Form-          amid,    Ameisensäure, Essigsäure,     Oxalsäure,        alipha-          tische    und aromatische     Oxygruppen-haltige    Verbin  dungen, wie Alkohol, Glycerin,     aliphatische        Oxycar-          bonsäuren,    wie Wein-, Milch- und Zitronensäure  usw., aromatische     Oxycarbonsäuren,    wie     Salicylsäure     usw., Zucker,     Cel'lulosederivate,

          Phenole,        Tannine     und     Lignine    usw., lösliche Salze von     Sulfon-    und       Carbons!äuren    der     aliphatischen,    aromatischen und  hydroaromatischen Reihe, anorganische Metall-,       Al'kal'imetalll-        und        Erdalkalimetallsalze,        -oxyde    und       -hydroxyde    usw. Ebenso können bei der     Metallisie-          rung        Dispergiermittel,    Lösungsmittel und andere  Hilfsmittel verwendet werden.  



  Die     Metall'isierung    kann mit einem     Metal!lisie-          rungsmittel    oder mit mehreren     Metallisierungsmitteln     gleichzeitig oder hintereinander durchgeführt werden,  wobei gemischte Metallkomplexe der     Azoverbindun-          gen    erhalten werden. Das     Metallisierungsmittel    kann  so angewendet werden, dass das erhaltene Produkt  eine Komplexverbindung oder eine Mischung von  Komplexverbindungen des     Azofarbstoffes    darstellt,  die weniger als ein Atom, ein Atom oder mehr als ein  Atom des     Metalles    enthalten.

   So kann der erhaltene  Metallkomplex eine komplexe Verbindung eines Me  tallatoms mit 1/2 bis 1 oder 2 oder mehr Molekülen  des     Azofarbstoffes    darstellen, je nach der Wertigkeit       und    den komplexbildenden Eigenschaften des Metalls,  den Reaktionsbedingungen usw.  



  Die     erfindungsgemässen        Farbstoffe    können her  gestellt werden, indem die     Diazotierung    und/oder  Kupplung und/oder     Metallisierung    in Substanz, auf  einem nicht textilen Substrat oder in     situ    durchgeführt  werden. Die     Farbstoffe    können zum Färben (Färben,  Pigmentieren usw.) am Stück oder auf der Faser usw.  verwendet werden. Es werden ausgezeichnete Ergeb  nisse erhalten, wenn diese Farbstoffe aus neutralem  oder leicht saurem     wässrigem    Bad auf Wolle oder  Nylon gefärbt werden. Die Farbstoffe können auch  zum Färben anderer Materialien verwendet werden,  z.

   B. für Seide, Leder, Mischfasern, natürlichen und  synthetischen Materialien in Substanz, Film- oder  Faserform, wie     Celluloseester    oder     -äther,         Orlon ,           Dacron ,         Dynel ,         Acrilan ,         Aralac     (Maschen  produkte)     u.sw.    Sie können auch zum Färben. oder  Pigmentieren natürlicher oder künstlicher Harze und       Kunststoffe    in Substanz, organischen     Lösungsmitteln,     Beizen,     Firnissen    und Lacken verwendet werden.  



  In den folgenden Beispielen stehen, soweit nichts  anderes angegeben, Teile für Gewichtsteile; das Ver  hältnis von Gewichtsteilen zu     Volumenteilen    entspricht  dem     Verhältnis    von g zu     cms.       
EMI0003.0001     
    1. Herstellung der Kupplungskomponente     1-Ace-          tylamino-3-,6-di(N,N-dimethyl-sulfamyl)    - 8 -     naphthol     wurde in ähnlicher Weise durchgeführt, wie es     in     Teil 1 des Beispiels 1 der schweizerischen Patent  schrift Nr. 362161 beschrieben ist.

      2.     Diazotierung    des Amins:  Es wurden 10,95 g     4-Chlor-5-nitro-2-amino-pher          nol    (= 4,0/69     Mol,        90,5,1/o,    MG = 188,6)     in     40,0 cm- Wasser und 6,5     cm3        Natriumhydroxyd-          lösung    (40     a/aig        Gew./Vol.)    gelöst und 13,5     cm3          Natriumnitritlösung    (30     A/oig        Gew./Vol.)        zugegeben,

  .     Die Mischung wurde auf 130 abgekühlt und     während     45 Minuten -in 60     cm3    Eiswasser, 11,3     cms        konz.     Salzsäure (38      /aig)    zusammen mit 4,0     cms    Eisessig  eingetropft. Die Mischung wurde mit 3,4     cm3        Sulf-          aminsäure        zurücktitriert,    um überschüssiges Nitrit zu  zerstören. Es wurden so 3,85/69     Mol        Diazoverbin-          dung    erhalten.  



  3. Kupplung:  Es wurden 26,5 g     1-Acetylamino-3,6-di-(N,N-          dimethylsulfamyl)-8-naphthol    (4,81/69     Mol,    MG =  415,5) durch Erhitzen auf 600 in 100     cm3        Pyridin     gelöst, worauf auf 150 abgekühlt und die Aufschläm  mung der     Diazoverbindung    bei 15-200 der Kupp  lungskomponente zugegeben wurde. Die Reaktions  mischung wurde dickflüssig,     (pH-Wert    5,9), nach  10 Minuten Rühren jedoch wieder etwas dünnen. Zu  diesem Zeitpunkt war ein Test auf freie     Diazover-          bindung        (Resorzin)    positiv.

   Es wurden 25     cm3    Eis  essig zugegeben, auf 400 auf einem Dampfbad     erhitzt,     worauf der Test für eine Kupplung mit     Resorzin    nega  tiv war. Der     pH-Wert    betrug 5,5, das Volumen  280     cm3.    Das Produkt wurde eine     weitere    halbe  Stunde gerührt und die Temperatur auf 250 gesenkt,  worauf 280     cm3    Wasser zugegeben wurden. Die     Auf-          schlämmung    wurde 15 Minuten gerührt,     filtriert    und  der Filterkuchen mit 250     cm3    Wasser gewaschen.

   Der  den     unmetallisierten        Farbstoff    enthaltende     Press-          kuchen    wog 98,6 g.  



  4.     Chromierung:     Der obige nasse     Farbkuchen    wurde in einen       400-cm3-Becher,    der mit Thermometer und     Rührer     versehen war und sich in einem Dampfbad befand,  gegeben. Es wurden 150     cm3        Formamid    zugegeben  und auf 950 erhitzt, um das Lösen zu vervollständi  gen. Dann wurden 11,6 g     Chromformiatpaste     (13,02/o     Cr    = 2,0/69 g -Atome     Cr)    zugegeben, die    Mischung drei Stunden bei 95-98      gerührt        und    dann  über Nacht     abkühlen    gelassen.

   Die Mischung wurde       nun    erneut auf 980 erhitzt, in 750     cm3    Wasser einge  gossen, 96 g Salz zugegeben, die     Aufschlämmung    4  Stunden gerührt und dann     filtriert.    Der Kuchen wurde  mit 100     cm3        wässriger    Salzlösung (5     o/aig        Gew./Vol.)     gewaschen, wobei das     Ammoniumsalz    des Chrom  komplexes des     Farbstoffes    der folgenden     Formel     erhalten wurde:  
EMI0003.0083     
    5.

   Reduktion der Nitrogruppe:  Der obige     Presskuchen        wurde    erneut     in    Wasser  auf ein Volumen von 800     cm3    aufgeschlämmt, die       Mischung    auf 95  erhitzt und dann 11,6     cm3        Kalium-          hydroxydlösung    (56     a/oig        Gew./Vol.)    und 160     cm3          Pyridin    zugegeben.

   Die Mischung     löste    sich bei Zu  gabe des     Pyridins    völlig auf.     Dann    wurden bei 95   32;0 g     Natriumsulfid-Monohydrat    (9,24/69     Mol),    ge  löst in 60     cm3    Wasser, zugegeben     und        anschliessend     abkühlen gelassen. Zur     Aufschlämmung        wurden    nun  47g     Natriumbicarbonat    zugegeben, wodurch der     pH-          Wert    von 12,3 auf 9,0 sank und der     Farbstoff    aus  fielt.

   Es wurde nun 4 Stunden     gerührt,        filtriert,    mit  Wasser gewaschen und     getrocknet.    Das Trocken  gewicht des erhaltenen     Natriumsalzes    des gewünsch  ten     Chromkomplexfarbstoffes        betrug    24,1 g.  



  6.     Dispergierung:     Eine Probe von 10,0 g des obigen     trockenen     Farbstoffes wurde 3 Stunden     m    einem     Sc'haufelkneter     mit 10,0 g des Kondensationsproduktes aua     Formalde-          hyd        und        naphthalin-2-sulfonsaurem    Natrium     ( Ta-          mal        NNO ,    Markenprodukt) in Form einer dicken  Paste geknetet, wobei in Abständen geringe Mengen       Wasser    zugefügt wurden.

   Nach dem Kneten wurde  das Produkt getrocknet, indem der     Mischvorrichtung     Dampf     zugeführt    wurde, worauf das trockene Pulver  entnommen und in einer Hammermühle     bearbeitet          wurde.         <I>Färbevorschrift</I>  Es werden 0,4 g des     dispergierten        Pulvers    in  300     cm3    Wasser gelöst und ein 10 g schweres Woll  gewebe zugegeben. Das Farbbad wird     während    45  Minuten auf 100  erhitzt, wobei das Gewebe in der  Flüssigkeit bewegt und die Temperatur des Bades  unter     dauerdem    Bewegen des Gewebes     ,eine    weitere    Stunde auf 100  gehalten wird.

   Dann wird dieses  entfernt, gespült und getrocknet. Es wird eine sehr  egale     Färbung    bei sehr guter Erschöpfung des     Farb-          bades    erhalten. Das Gewebe wird     grünlichblau     gefärbt, und die Färbung besitzt eine ausgezeichnete  Licht- und Wasserechtheit.

    
EMI0004.0011     
    Dieser Farbstoff wurde aus dem     acetylierten     Farbstoff gemäss Beispiel 1 durch     Abspaltung    der       Acetylgruppe    mittels     Natriumhydroxyd    wie     folgt    her  gestellt:

    10 g (1,29/2 X 69     Mol)    des     acetylierten        Farbstoffes     gemäss Beispiel 1 wurden zusammen mit 13     cm3          Pyridin    und 11,5g     Natriumhydroxyd    zu 200     cm3     Wasser     zugegeben.    Die Mischung wurde insgesamt  9 Stunden bei 95      gerührt,        worauf    auf 600     cm3    ver-    dünnt, filtriert und getrocknet wurde. Trockengewicht  6,3 g. Das     Dispergieren    dieses Farbstoffes wurde wie  in Beispiel 1     ausgeführt.     



  Das Färben des Produktes auf Wolle kann in der  gleichen Art wie in Beispiel 1 durchgeführt werden.  Es wird eine     grünlichblaue    Färbung erhalten, die sehr  lichtecht ist und eine ausgezeichnete Waschechtheit  aufweist.  
EMI0004.0031     
    Die Kupplungskomponente     1-Benzoylamino-3,6-          disulfamyl-8-naphthol    wurde wie folgt hergestellt:  942g     H-Säure    (150/69     Mol,    73,7     "/o,    MG = 319)  wurden in 850     cm3    Wasser und 244     cms    Natrium  hydroxydlösung (40     o/oig        Gew./Vol.)    bei     40-50     ge  löst.

   Dann wurden 253g     Natriumcarbonat    (2,38     Mol)     gelöst in 2300 cm-' Wasser zugegeben und anschlie  ssend     während    3 Stunden unter     schnellem        Rühren    bei       Aufrechterhaltung    einer Temperatur von 20  335 g       Benzoylchlorid    (2,38     Mol)    zugegeben.

   Anschliessend  wurden 200     cm3        Natriumhydroxydläsung    (40     o/aig          Gew./Vdl.)    zugegeben und dann weitere 60 g     Ben-          zoylchlorid    (0,43     Mol)    bei 20  unter heftigem Rühren  während einer Stunde     tropfenweise        zugefügt.    Der  Test für     freies    Amin durch     Diazotieren    und Selbst  kupplung war sehr schwach.

   Das Produkt wurde wei  tere 2 Stunden gerührt,     dann.    durch Zugabe von       Natriumhydroxyd    der     pH-Wert    auf 11,5 eingestellt,  2 Stunden auf 80  erhitzt, um alles     O-acyliertes    Pro  dukt     zum    freien     Naphthol    zu     hydrolysieren.    Dann    wurde auf 20  abgekühlt, 200 g Salz zugegeben, fil  triert,     abgepresst    und getrocknet.

   Das Trockengewicht  der erhaltenen     1-Benzoylamino-8-naphthol-3,6-disul-          fonsäure        betrug        13        g        (85        %        renn).        Die        Formel        der     Verbindung ist  
EMI0004.0080     
    Diese Verbindung wurde in das     Disulfonylchlorid     
EMI0004.0082     
      in der     gleichen    Weise umgewandelt,

   wie die     Acetyl-          H-Säure    in der genannten Patentschrift in das     Disul-          fonylchlorid    umgewandelt wird, wobei     äquimoleku-          lare    Mengen verwendet wurden. Die Umwandlung des  genannten     Disulfonylchlorid's    in das     Disulfonamid     wurde     in    ähnlicher Weise ausgeführt, wobei eine  äquivalente Anzahl     Mol    Ammoniak     anstelle    des     Di-          methylamins    verwendet wurde.  



  Die     Diazotierung    des     4-Ch!lor-5-nitro-2-amino-          phenols    wurde in der     gleichen    Weise wie     .in:    Beispiel 1       beschrieben        durchgeführt.    Als     Kupplungskomponente     wurde eine     äquimolekulare    Menge     1-Benzoylamino-          3,6-disulfamyl-8naphthol        anstelle    des in Beispiel 1  verwendeten     1-Acetylamino-3,6-di-(dimethylsulf-          amyl)

  -8-naphthol        verwendet.    Die Kupplung wurde wie  in Beispiel 1 beschrieben     durchgeführt;    ebenso die       Chromierung    und Reduktion des     Nitrofarbstoffes        zum       freien     Ammofarbstoff.    Der     schliesslich        erhaltene    Farb  stoff der obigen Formel ist wasserlöslich und bedarf  daher     keiner        Dispergierung.     



  <I>Färbevorschrift</I>  0,2 g des obigen     nichtdispergierten        Farbstoffes          wird        zusammen    mit 0,3 g     Ammonium:sulfat    in  300     em3    Wasser gelöst.

   Es wird ein Stück     Wollgewebe     von 10,0 g zugegeben und die     Temperatur    des Farb  bades innerhalb 45 Minuten auf 100  erhöht, wobei  das Gewebe     in    der     Flüssigkeit        bewegt        wird.    Die Tem  peratur des     Farbbades    wird     unter    dauerndem Bewe  gen des     Wollstückes        eine    weitere     Stunde    auf 100    gehalten, worauf dieses     entfernt,

      gespült und getrock  net     wird.    Es     wird    eine .sehr egale Färbung eines     :grün-          lichtblauen    Tones     erhalten,    die     eine    ausgezeichnete       Lichtechtheit    und     eine        gute    Waschechtheit besass.

    
EMI0005.0066     
    Die Kupplungskomponente     1-Acetylamino-3,6-          d,i-(oxyäthylsulfamyl:)-8-naphthol    wurde in der glei  chen Weise wie     1-Acetylamino-3,6-di-(diinethylsul'f-          amyl)-8-naphthol        hergestellt,    wobei     anstelle    des     Di-          methylamins        eine        äquimolekulare    Menge -an     Äthanol-          amin    verwendet wurde.  



  Die     Diazotierung    des     5-Nitro-2-amino-phenols     wurde unter Verwendung     äquimolekularer    Mengen  in der gleichen Weise durchgeführt wie die     Diazotie-          rung    des     5-Nitro-4-chlor-2-amino-phenol!s.    Die Kupp  lung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1  durchgeführt, wobei eine     äquimolekulare    Menge         1-Acebylamino-        3,6-.di-(oxyäthylsulfamyl)-8-naphthol     anstelle :

  des in Beispiel 1 verwendeten 1     Acetylamino-          3,    6 -     di-        (dimethylsulfamyl)    - 8     -:naphthols    angewendet  wurde. Die     Chromierung    des     Farbstoffes        und    die       Reduktion        der        Nitrogruppe    zur     Aminogruppe    wur  den genau wie in Beispiel 1     durchgeführt.    Der     schliess-          lich    erhaltene     Farbstoff    der     obigen    

      Formel        war        was-          serlöslich    und konnte in     derselben    Weise auf Nylon  und Wolle gefärbt werden wie der Farbstoff von  Beispiel 3, Es wurden blaue     Färbungen    einer ausge  zeichneten     Lichtechtheit    und einer guten Waschecht  heit auf Wolle     erhalten.     
EMI0005.0113     
    10,0 g des     Farbstoffes    gemäss Beispiel 4 wurden  in 150     cm3    Eisessig aufgeschlämmt, die Mischung auf  94  erhitzt, wobei sich der grösste     Teil    des     Materials     löste.

   Dann wurden 9,2     cm3        Essigsäureanhydrid    zuge  geben, 8 Stunden auf     950,    erhitzt und dann auf     Zim-          mertemperatur        abgekühlt.    Es     wurde    nun mit Wasser  auf 400     cm3        verdünnt,        dann    50     cm3    Natrium-         hydroxydlösung        (40        %,        ig        Gew./Vol.)

          in        einem        dü        nnen     Strahl     zusammen    mit etwas Eis, damit die     Temperatur     nicht über 30  steigt, zugegeben. Die Mischung wurde  2     Stunden        erhitzt,        dann        filtriert        und    der     Presskuchen     in     einem    Vakuumofen bei 75      getrocknet.    Trocken  gewicht = 9,55 g.      Die Anwendung des Farbstoffes auf Wolle kann  in genau der gleichen Weise durchgeführt werden    wie in Beispiel 4.

   Es wird eine     rötlichblaue    Färbung  von guter Licht- und Waschechtheit     erhalten.     
EMI0006.0003     
    Der obige Farbstoff wurde in Form des. Natrium  salzes     erhalten,    indem der Farbstoff gemäss     Beispiel.    4  wie     in    Beispiel 2     deacetyliert    wurde. Die     Anwendung     des erhaltenen wasserlöslichen     Farbstoffes        auf    Wolle  oder Nylon kann in der gleichen Weise durchgeführt  werden wie in Beispiel 4. Es werden     grinlichblaue     Färbungen von     ausgezeichneter    Lichtechtheit und sehr  guter Waschechtheit erhalten.

    



  <I>Beispiel 7</I>  Herstellung der freien Säure des     Farbstoffes    ge  mäss Beispiel 6.  



  Das     Natriumsalz    des     Farbstoffes    gemäss Beispiel  6 wurde mit 5     ''/o,        iger    Essigsäure     aufgeschlämmt,    wo  bei die     NH2    Gruppe im obigen Farbstoff in d     :as    Am  moniumion übergeführt wurde. Der     Farbstoff    fiel in  Form des     Ammoniumsalzes    oder     Zwitterions    aus.

   Der  erhaltene Niederschlag wurde     abfiltriert,    getrocknet  und mit dem oben     beschriebenen        Dispergiermittel          ( Tamol        NNO )        dispergiert.    Das     Färben        kann    wie  in den vorhergehenden Beispielen     durchgeführt    wer  den. Die Ergebnisse sind ähnlich denen des Bei  spiels 6.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer, metallhaltiger, von löslichmachenden Gruppen freier Azofarbstoffe, welche im metallfreien Zustand ,der Formel EMI0006.0039 entsprechen, worin R eine Acylamino-, Alkylsulfonyl- amino- oder Arylsulfonylaminogruppe, R3 und R4 für Wasserstoff,
    niedrige Alkyl- oder Oxyalkylgruppen oder zusammen mit dem N-Atom für einen hetero- cyclischen Ring stehen und X Wasserstoff, Chlor oder Brom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Aminophenol der Formel EMI0006.0054 diazotiert und auf eine Kupplungskomponente der Formel EMI0006.0058 kuppelt, das Reaktionsprodukt mit einem Metalli- sie.rungsmittel behandelt und die NO, -,
    -Gruppe re duziert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man 4-Chlor-5-nitro-2-amino- phenol diazotiert, die Diazoverbindung mit 1-Acetyl- amino - 3,6 - di - (N,N-,dimethyl-sulfamyl)-8-naphthol kuppelt und den entsprechenden Azofarbstoff mit einem Chromierungsmittel behandelt. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, d'ass man die Acetylgruppe des Pro dukts zur freien Aminogruppe hydrolysiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-Chlor-5nitro-2-anllno- phenol diazotiert, die Diazoverbindung mit 1-Benzoyl- amino-3,
    6-disulfamy1-8-naphthol kuppelt und den entsprechenden Azofarbstoff mit einem Chromie- rungsmittel behandelt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 5-NitTo-2-amino-phenol diazo- tiert, die Diazoverbindung mit 1-Ace:
    tylamino-3,6- di(oxyäthyl-su,Ifamyl)-8naphthol kuppelt und den entstehenden Azofarbstoff mit einem Chromierungs- mittel behandelt. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man die freie Aminogruppe des Produktes acetyliert. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Acetylgruppe des entste- henden Produktes zur freien Aminogruppe hydroly- siert.
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