CH362220A - Verfahren zur Herstellung von Filmen und nach dem Verfahren hergestellte Filme - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Filmen und nach dem Verfahren hergestellte Filme

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CH362220A
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CH
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solution
film
solvent
polymer
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English (en)
Inventor
Giulio Enzo Di
Parrini Paolo
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Montedison Spa
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D7/00Producing flat articles, e.g. films or sheets
    • B29D7/01Films or sheets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Filmen und nach dem Verfahren hergestellte Filme
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Filmen aus kristalli   sierbarem, linearem, hochpolymerem Propylen sowie    nach dem Verfahren hergestellte Filme. Polymere aus Propylen können beispielsweise durch Niederdruckpolymerisation von Propylen in Gegenwart von   Katalysatoren. aus Organometallverbindungen    und Verbindungen von Metallen der IV., V. und'   VI.    Nebengruppe des periodischen Systems der Elemente hergestellt werden.



   Es hat sich gezeigt, dass kristallisierbare Polymere aus Propylen mit einer Grenzviskosität, gemessen in Tetrahydronaphthalin bei   135"C,    von über zwei zur Herstellung von Filmen nur mit Schwierigkeit unter Temperatur-und Druckverhältnissen, wie sie beim   Schmelz-Spinnverfahren    und bei anderen Verformungsprozessen üblich sind, verwendet werden können. Es wurde tatsächlich für notwendig befunden, diese Polymere einem kontrollierten Abbauverfahren zu unterwerfen, um sie so leichter unter den   Druck-und Temperaturverhältnissen    verarbeiten zu können, welche gewöhnlich bei der Verformung von thermoplastischen Materialien verwendet werden.



   Aus den so erhaltenen, teilweise abgebauten Polymeren kann man durch übliche Verfahren, wie Auspressen oder Spritzgiessen, Filme, Fäden oder geformte Artikel mit guten mechanischen Eigenschaften erhalten, insbesondere nach Orientierung durch hei sses Strecken.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung von linearem, kristallisierbarem,   hochpolymerem    Propylen in einer Schicht auf eine geheizte Oberfläche aufgebracht wird, worauf das Lösungsmittel aus der Schicht verdampft, der so entstandene Film von der Oberfläche abgezogen und schliesslich der Film durch Strecken in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen bei erhöhter Temperatur orientiert wird. Dieses Verfahren kann vorteilhafterweise auf die Herstellung von Filmen nicht nur an Form von   breitten    flachen Bogen, sondern auch in Form von Schläuchen, Bändern oder dergleichen angewendet werden. Vorzugsweise wird das Lösungsmittel mit Hilfe eines heissen Gasstromes verdampft.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können nun Filme direkt aus kristallisierbaren, linearen Polymeren mit hoher Grenzviskosität hergestellt werden, wobei die so hergestellten Filme noch bessere mechanische und elektri che Eigenschaften aufweisen, als dies bei Filmen der Fall ist, welche aus abgebauten Polymerisationsprodukten erhalten werden.



   Die Oberfläche, auf welche die Lösung gesprüht wird, befindet sich vorteilhafterweise in Bewegung, und die Lösung wird darauf aufgebracht, wenn sie sich an einer bestimmten Stelle befindet, während der Film davon abgezogen wird, wenn sie sich an einer anderen Stelle befindet, wobei die Verdampfung des Lösungsmittels vorzugsweise mit Hilfe einer Heizflüssigkeit durchgeführt wird, welcher sich im Gegenstrom mit der Schicht bewegt. Das Verfahren kann somit kontinuierlich durchgeführt werden.



   Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird die Lösung auf die Oberfläche einer erhitzten Trommel, welche über einen Teil ihres Umfanges mit einer Ummantelung versehen ist, durch welche ein heisses Gas strömt, aufgebracht.



   Bei einer anderen günstigen Ausführungsform des Verfahrens wird die Lösung auf die Oberfläche eines endlosen Bandes, welches über einen Teil seiner Länge einem heissen Gasstrom ausgesetzt ist, aufgebracht.



   Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird die Lösung auf die Oberfläche eines endlosen Bandes aufgebracht, wobei sich ein  Teil von dessen Länge in einer Heizvorrichtung befindet.



   Im Vergleich mit Filmen, welche aus   geschmol-    zenem Polypropylen durch   Kalandern    und   Auspress-    verfahren hergestellt wurden, zeigen die Filme, welche gemäss der vorliegenden Erfindung erhalten werden, verschiedene Vorteile. Sie können leichter gestreckt werden, haben eine bessere Transparenz und eine wesentlich gleichmässigere Stärke, während bestimmte Oberflächeneffekte, wie z. B. Prägungen, auf ihnen mit grösster Exaktheit auch an sehr dünnen Filmen durchgeführt werden können. Dank der Abwesenheit von inneren Spanungen während ihrer Herstellung verziehen sich die Filme auch nicht, wenn sie der Hitze ausgesetzt werden.



   Ausser dass auf Grund der vorliegenden Erfindung Polymere mit hoher Grenzviskosität ohne vorhergehender Abbaubehandlung zu Filmmaterial hoher mechanischer Stärke verarbeitet werden können, weist das erfindungsgemässe Verfahren ausserdem noch den Vorteil auf, dass infolge der relativ niedrigen Temperatur, bei welcher gearbeitet werden kann, nur relativ geringe Mengen von Stabilisatoren, welche gemäss einer Ausführungsform der Erfindung in der Lösung enthalten sein können, benötigt werden. Die Stabilisatoren können ihre Wirksamkeit entfalten, wenn sie homogen in der Lösung dispergiert sind, und unterliegen nicht dem zerstörenden Einfluss höherer Temperaturen, welchen sie bei Verfahren ausgesetzt sind, bei welchen eine geschmolzene Masse des Poly  merisationsproduktes    verwendet wird.



   Die bei dem vorliegenden Verfahren anwendbaren relativ niedrigen Temperaturen gestatten überdies die Verwendung von Stabilisatoren, welche sonst nicht verwendet werden könnten.



   Zahlreiche organische Verbindungen zeigen genügend Lösungskraft für die in Frage stehenden Propylen-Polymerisationsprodukte, beispielsweise bestimmte Kohlenwasserstoffe, sowie die verschiedenen Fraktionen von Petroleum, hochsiedendes Petroleum, Paraffin, Toluol, Xylol, Tetrahydronaphthalin, Deka  hydronaphthalin, Mischungen    von Diphenyl und   Diphenyläther    ; halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie z. B. TetrachlorÏthan, Chlorbenzol, Orthodichlorbenzol,   a-Chlor-naphthalin    und   Athylendibromid    ; Ketone, wie z. B. Methyläthylketon, Cyclopentanon und Cyclohexanon ; Cetylalkohol,   Cyclohexanol, Butyl-      azebat,    Isoamylazetat, ¯thylenglykol, DiÏthylenglykol, TriÏthylenglykol, Butylenglykol, Nitrobenzol, Benzonitril und Thiophen.

   Immerhin wirkt sich die Lösungskraft gewöhnlich erst oberhalb einer bestimmten   Minimaltemperatur    aus, welche von der Natur des Lösungsmittels abhängt und welche gewöhnlich zwischen 60 und 120  C liegt. Polypropylen ist tatschlich in der Kälte praktisch unlöslich.



   Unter all den en angeführten Lösungsmitteln ist Petroleum zur Herstellung der Lösung am geeig  netsten,    insbesondere eine   Petroleumfraktion,    welche zwischen 170 und 250  C siedet.



   Wie dies bei der Herstellung von Lösungen von Hochpolymeren üblich ist, wird die Lösung vorzugsweise derart hergestellt, dass zunächst das Polymere im kalten Lösungsmittel dispergiert wird und dann die Dispersion unter Rühren erhitzt wird, bis sie vollkommen homogen ist.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf alle   kristallisierbaren    Propylenpolymeren angewandt werden. Vorzugsweise werden aber solche Propylenpolymere verwendet, welche eine Grenzviskosität, gemessen in Tetrahydronaphthalin bei   135"C, zwischen    0,   5    un, 7 aufweisen.



   Die Polypropylenlösungen können unter Verwen  dung von Apparaturen, wie sie m den    Fig.   1    bis 3 gezeigt werden, in Filme verarbeitet werden. In den   Zeichnungen    werden drei besonders   vorteilhafte Aus-      führungsformen des Verfahrens    zur Formung von Filmmaterial und Abnehmen dieses Materials von der Oberfläche schematisch   skiziert.   



   In dem in Fig.   1    gezeigten Verfahren wird die Lösung des Polymeren 1 durch die   Aufbringeinrich-      tung      2    auf der polierten Oberfläche 3 des   rotieren-    den Zylinders 4 verteilt. Die Lösung, welche gleichförmig auf die Oberfläche des Zylinders aufgebracht ist, wird mit Hilfe einer   Heizflüssigkeit (beispiels-    weise einer Mischung von Diphenyl und Diphenyl äther) erhitzt, welche durch einen Mantel 5 stromt und ausserdem direkt mit heisser Luft im Gegenstrom, welche bei 6   in die ringförmige Verdampfungskam-    mer 7 eintritt und diese bei 8 zusammen mit den Dämpfen des Lösungsmittels verlässt und schliesslich zur Wiedergewinnung des Lösungsmittels weiterbehandelt wird.

   Nach der Verdampfung des Lösungsmittels hinterbleibt ein Film, welcher vom Zylinder über Rollen 9 abgezogen wird.



   In der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung wird die Polypropylenlösung   1    mit Hilfe der   Aufbringeinrich-    tung   2    auf das endlose Transportband   3    aufgebracht, welches über zwei Rollen 4 und 5 läuft. Die homogen auf das Band gebrachte Lösung wird durch Erhitzen mit   herser    Luft eingedampft, welche entlang des oberen und des unteren Laufes des endlosen Bandes in nicht gezeichneten Führungseinrichbungen str¯mt und dadurch in einen Film   verwandelt,    welcher von dem Band entfernt wird.



   In der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung wird die Polypropylenlösung 1 mit Hilfe der Aufbringeinrichtung 2 auf das endlose Transportband 3 aufgebracht, welches über Rollen 4 und 5 läuft. Die Lösung, welche gleichmϯ über das Band mit Hilfe eines Streichmessers 6 verteilt wird, läuft nun zu der Heizeinrichtung 7, wo das Lösungsmittel verdampft und dadurch ein Film gebildet wird, welcher von dem Band bei der Rolle 8 entfernt und auf die Rolle 9 aufgewickelt wird. Wenn der Film den rotierenden Zylinder oder das Band d verlϯt, kann er auch eine bestimmte Menge des Lösungsmittels enthalten.

   In diesem Fall wird das Lösungsmittel durch Trocknen entfernt, beispielsweise in einer geheizten   Trocken-    vorrichtung, durch welche der Film girlandenartig   ber Rollen geführt wird oder mit'Hilfe eines Systems geheizter Zylinder, welche eine ganz glatte Oberfläche besitzen.



   Nachdem das Filmmaterial von der Oberfläche abgezogen wurde, ist es üblich, den Streckprozess bei einer Temperatur von 80 bis 150  C mit einem   Streckverhältnis    von 1 : 3, bis 1 : 12 durchzuführen und hierauf den Film bei einer Temperatur von 130 bis 150 C zu stabilisieren, um so seine Masshaltigkeit zu verbessern, wobei gewöhnlich 2 bis 15   Sekun-    den bei dieser Temperatur ausreichen.



   Beispiel   1   
Ein Polypropylenfilm wird unter Verwendung der in Fig.   1    gezeigten Apparatur hergestellt, bei welcher der zentral rotierende Zylinder einen Durchmesser von 4   m    und eine Länge von 1,   5    m aufweist und mit einer peripheren Geschwindigkeit von 0, 5   m/Min@    rotiert. Eine 30gewichtsprozentige Lösung des Polypropylens mit einer Grenzviskosität von 4, 3 in einer Petroleumfraktion, welche bei   200    bis   210     C siedet, wird in die Aufbringvorrichtung gebracht.

   Die L¯sung, welche 0,   5"/o Diphenyläthylphosphit,    bezogen auf das Gewicht des Polypropylens, als   Stabili-    sator des Polymeren enthält, wird gleichmässig bei einer Temperatur von 175¯ C auf die Oberfläche des Zylinders aufgebracht. Das Lösungsmittel verdampft nach und nach   von der Oberfläche des Zylinders un-    ter der Wirkung der Hitze, welche aus der Umman  telung    stammt, in welche die Heizfl ssigkeit bei 175¯ C zirkuliert und der heissen Luft, ebenfalls mit einer Temperatur von   175     C, welche in der   ringför-    migen   Verdampfungskammer    strömt.



   Nach einer Verweilzeit von 25 Minuten auf dem rotierenden Zylinder wird der Film davon entfernt, in Wasser gespült und aufgewunden.



   Der Film wird dann in einem Bad von   Athylen-    glykol bei   135"C    in zwei aufeinanderfolgenden Schritten gestreckt, das heisst zunächst einer LÏngsstreckung   mit einem Streckverhältnis von 1    : 4 und dann einer Quenstreckung mit einem   Streckverhältnis    von 1 : 3 unterworfen.



   Der Film wird dann drei Sekunden lang auf 130 bis   140     C erhitzt, während er gestreckt gehalten wird, um so die Stabilität seiner Abmessungen zu verbessern. Der schliesslich erhaltene Film weist folgende Eigenschaften auf :
Dicke 50 Mikron
GrenzviskositÏt 4
Spezifische Zugfestigkeit 25   kglmm2   
Bruchdehnung   371/o   
Schrumpfung bei 100  C 0,   1 O/o   
Die spezifische Zugfestigkeit wurde gemäss dem Standard der American Society for Testing Materials D 412/51 festgestellt.



   Beispiel 2
Ein Film wird unter Verwendung der in Fig.   1    gezeigten Apparatur hergestellt, wobei von einer   20  /Oigen Lösung eines Polypropylens    mit einer Grenzviskosität von 5,   5    in einer Petroleumfraktion, welche bei 190 bis   210     C siedet und sich auf einer Temperatur von   170 C befindet.    In der L¯sung ist   Dibutylzinn-dibutylmerkaptidin    einer Menge von 0, 4 Gew.%, bezogen auf das Polypropylen als   Stabi-    lisator anwesend.   de      HeizSüssigkeit und die Heiss-    luft f r die Verdampfung des Lösungsmittels haben beide eine Temperatur von   170     C. In allen anderen Einzelheiten wurde wie im vorhergehenden Beispiel vorgegangen.

   Der so erhaltene Film hat folgende Eigenschaften :
Dicke 30 Mikron
Grenzviskosität 5, 2
Spezifische Zugfestigkeit 25 kg/mm2
Bruchdehnung 25  /o
Beispiel 3
Ein Film aus Polypropylen wird unter Verwendung der in Fig. 2 gazeigten Apparatur hergestellt, der Abstand zwischen den beiden Rollen betrug 5 m, das Band hatte eine Breite von 1 m und lief mit einer Geschwindigkeit von 0, 5   mimi.   



   Eine   38''/cige Lösung eines Polypropylens    mit einer Grenzviskosität von 4, 2 in einer Petroleumfnaktion als Lösungsmittel, welche bei einer Temperatur von 190 bis   210  C isiedet,    wird in die Aufbringeinrichtung gegeben. In der Lösung sind 0,   3       /e,      abgezogen    auf das   Polypropylen, an Dibutylzinn-      dilaurat    als Stabilisator anwesend. Die Lösung wird gleichmässig auf das endlose Band   verbeilt    und oiner Erhitzung durch Heissluft auf 175   C unterworfen, um das Lösungsmittel zu verdampfen. Die Heizung erfolgt sowohl während des Vorwärtslaufes als auch   während des Rückwärtslaufes des    Bandes.

   Der so gebildete Film wird vom Band entfernt, in kaltem Wasser gesp lt und hierauf gestreckt. Das Strecken wird in Wasser bei i 100¯ C in zwei Schritten durchgeführt ; zunächst eine   Längsstreckung    mit einem   Streckverhältnis von 1    : 3 und hierauf eine Querstreckung mit dem gleichen Streckverhältnis. Der Film wird in gestrecktem Zustand drei Sekunden lang auf 145 C erhitzt.

   Die physikalischen Eigenschaften des so erhaltenen Filmes sind folgende :
Dicke 100 Mikron
Grenzviskosität 4, 1
Spezifische Zugfestigkeit   21    1 kg/mm2
Bruchdehnung 15%
Beispiel 4
Unter Verwendung der in Fig. 2 gezeigten Apparatur wird ein Film aus einer   80gewichtsprozentigen    Lösung eines Polypropylens mit einer Grenzviskosität von 0, 9 in einer   Petroleumfr. aktion    mit einem Siedepunkt von 200 bis   210     C bei einer Temperatur von 90  C hergestellt. 0, 57 Gew.%, bezogen auf das Polymere, von 1, 3-Bis-4-hydroxy-m-tolylpropan werden der Lösung als Stabilisator   zugesetzt. Die Heiss-    luft für die Verdampfung des Lösungsmittels hat eine Temperatur von   175     C.

   Die verschiedenen fol genden Verfahrensschritte, um   einen fertigen Fihn    zu erhalten, sind ähnlich denen des vorhergehenden Beispieles, nur da¯ das Strecken in Luft bei   110 C    in beiden Richtungen mit einem   Streckverhältnis    von 1 : 10 durchgeführt wird.



   Der so erhaltene Film weist folgende   Eigen-    schaften auf :
Dicke 15 Mikron
Grenzviskosität 0, 8
Spezifische Zugfestigkeit 37   kglmm2      
Bruchdehnung 22  /o
Beispiel S   
Ein Film aus Polypropylen wird unter Verwendung der in Fig. 3 schematisch gazeigten Apparatur hergestellt, in welcher der Abstand zwischen den beiden Rollen ungefähr 10 m beträgt und das endlose Band eine Breite von   1      mund eine Geschwin-      digkeit von    0, 5   mlMin.    aufweist. Eine 35 %ige Lösung von Polypropylen mit einer Grenzviskosität von 3, 7 in einer   Petroleumfraktion    mit einem   Siede-    intervall von 200 bis 210 C wird in die   Aufbring-    einrichtung eingefüllt.

   Die Lösung, welche 0, 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polypropylen, an   Dibutylzinn-maleat    als Stabilisator enthält, wird homogen bei   einer Temperatur von 170  C auf dem    Band verteilt und durch die Heizeinrichtung bei einer Temperatur von 175 C durchgeführt. Der gebildete Film wird beim Ende des Vorwärtslaufes vom endlosen Band entfernt, in kaltem Wasser gespült und gestreckt. Das Strecken wird in Dampf mit einer Temperatur von 140  C in zwei Schritten durchgeführt, einem ersten Schritt des   Längsstreckens    mit einem   Streckverhältnis    von 1 : 7 und einem zweiten Schritt des Querstreckens mit dem gleichen Streckverhältnis. Der so gestreckte Film wird, während er gestreckt gehalten wird, vier Sekunden lang auf 143¯ C erhitzt.

Claims (1)

  1. Die physikalischen Eigenschaften des so erhal- tenen Filmes sind wie folgt : Dicke 20 Mikron Grenzviskosität 3, 5 Spezifische Zugfestigkeit 30 kgfimm2 Bruchdehnung 45"/o PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Filmen, dadurch gekennzeichnet, dass eine L¯sung eines kristallisier- baren, linearen, hochpolymeren Propylens in einer Schicht auf eine geheizte Oberfläche aufgebracht, das Lösungsmittel aus der Schicht verdampft, der so entstandene Film von der Oberfläche entfernt und der Film schliesslich durch Strecken in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen bei erhöhter Temperatur orientiert wird.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel mit Hilfe eines hei¯en Gasstromes verdampft wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sich die genannte Oberfläche fortbewegt, und dass man die Lösung kontinuierlich auf eine Stelle der Oberfläche aufbringt und den Film an einer anderen Stelle entfernt.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel mit Hilfe eines heissen Gasstromes verdampft wird, welcher in Ge genstrom zu der Schicht strömt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lös, ung auf die Oberfläche einer geheizten Trommel gebracht wird, welche über einen Teil ihres Umfanges mit einem Mantel versehen ist, durch welchen eine Heizflüssigkeit zirkuliert.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung auf die Oberfläche eines endlosen Bandes gebracht wird, welches ber einen Teil seiner Länge einem heissen Gasstrom ausgesetzt ist.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung auf die Oberfläche eines endlosen Bandes gebracht wird, wobei sich ein Teil von dessen Länge in einer Heizvorrichtung befindet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das kristallisierbare Polymere eine Grenzviskosität, gemessen in Tetrahydronaphthalin bei 135 C, von 0, 5 bis 7 aufweist.
    8. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung des Polymeren in einer Petroleumfraktion, welche zwischen 170 und 2500 C siedet, verwendet wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zusätzlich einen Stabi- lisator f r das Polymere enthält.
    10. Verfahren nach Patenbanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Streckprozess bei einer Temperatur von 80 bis 150 C mit einem Streckverhältnis von 1 : 3 bis 1 : 12 durchgeführt und der Film anschliessend bei einer Temperatur von 130 bis 150 C stabilisiert wird.
    PATENTANSPRUCH II fFilm, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I.
CH362220D 1956-03-30 1957-03-26 Verfahren zur Herstellung von Filmen und nach dem Verfahren hergestellte Filme CH362220A (de)

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