CH362328A - Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere Autobusse - Google Patents

Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere Autobusse

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CH362328A
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Description


  Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere Autobusse    Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine  Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere  Autobusse. Die heutigen Verkehrsverhältnisse, be  sonders in den Städten, bringen es mit sich, dass an  das Fassungsvermögen der Fahrzeuge des öffentli  chen Verkehrs immer grössere Anforderungen ge  stellt werden. Dabei darf aber aus verkehrstechni  schen Gründen die Länge des starren Fahrzeug  kastens ein bestimmtes Mass nicht überschreiten.  Zur Vergrösserung des Fassungsvermögens von Au  tobussen sind bisher zwei Vorschläge bekannt gewor  den.

   Der eine, in andern Ländern schon verschie  dentlich verwirklichte Vorschlag betrifft die soge  nannten     Stockwerkautobusse,    bei welchen die Fahr  gastsitze in zwei     übereinanderliegenden    Etagen an  geordnet sind. Die Länge dieser Fahrzeuge entspricht  zwar der der üblichen Autobusse, dagegen ist ihre  Höhe erheblich grösser, was sie in vielen Städten zu  folge niedriger Unterführungen bzw.     Brücken    und  Oberleitungen sowie auf Bergstrecken     unverwendbar     macht ; vielerorts wird diese Lösung auch aus ästhe  tischen Gründen abgelehnt. Die Kosten dieser Fahr  zeuge sind im übrigen erheblich grösser als bei üb  lichen Autobussen.

   Der andere, in den letzten Jah  ren bekannt gewordene Vorschlag betrifft die Ge  lenkautobusse bzw.     Gelenk-Trolleybusse,    bei     welchen     an einen Triebwagen von an sich normaler Länge ein  Anhänger aasgelenkt ist, dessen Fahrgastraum durch  einen Balg mit dem Fahrgastraum des Triebfahrzeu  ges verbunden ist. Die fahrtechnische Handhabung  dieser Fahrzeuge ist aber gegenüber jener von übli  chen Autobussen erschwert und die Anlage vieler  heutiger Strassen in den Städten begrenzt die Ver  wendbarkeit dieser     Fahrzeuge.     



  Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung  die     überlegung    zu Grunde, dass unter Beibehaltung    der für     Normalfahrzeuge    üblichen Länge und ein  etagigen Bauweise durch geeignete Anordnung des  Führersitzes soviel Platz gewonnen werden kann,  dass das Fassungsvermögen eines     solchen    Fahrzeu  ges nahe an dasjenige eines Gelenkfahrzeuges ge  steigert werden kann, ohne dass Fahrgestell und Ka  rosserie vollständig neu     geschaffen    werden müssen.

         Erfindungsgemäss    soll diese Aufgabe dadurch gelöst  sein, dass der Frontteil der Karosserie einen Kabi  nenaufbau besitzt, in welchem der Fahrersitz     seitlich     und erhöht angeordnet ist, während der Fahrgast  raum über die ganze Innenseite der Karosserie bis  unter den Fahrersitz reicht.  



  Der Frontteil der Karosserie, der bei Fahrzeugen  üblicher     Bauart    zum einen Teil dem Fahrersitz re  serviert ist und zum andern Teil von Fahrgästen frei  gehalten werden muss, um dem Fahrer     die    freie Sicht  nach der betreffenden Fahrbahnseite nicht zu neh  men, kann zufolge der     besonderen    Anordnung des       Fahrersitzes    praktisch vollständig als Fahrgastraum  ausgenützt werden, wodurch die Platzzahl des Fahr  zeuges um 10-15 % erhöht werden     kann.    Werden       Falttüren    mit nach aussen klappbarem Trittbrett ver  wendet,

   wie dies bei     verschiedenen    Verkehrsbetrieben  und insbesondere bei der Strassenbahn bereits     üblich     ist, so lässt sich eine Karosserie nach vorliegender  Erfindung ohne weiteres für ein     Fassungsvermögen     von 110 Personen ausbilden, während vergleichs  weise ein Normalbus, maximal 85 Personen fasst.  Demgegenüber fasst ein Gelenkbus bei     erheblich          grösseren        Anschaffungs-    und Unterhaltskosten ma  ximal 124 Personen.

   Voraussetzung dabei ist, dass  bei beiden     verglichenen        Fahrzeugen    von der hierzu  lande maximal zulässigen Fahrzeuglänge ausgegan  gen wird, die bei Gelenkautobussen 16m und bei       Starrfahrzeugen    12,5 m beträgt.      In der beiliegenden Zeichnung ist     ein    Ausfüh  rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt  es zeigen       Fig.    1 in Seitenansicht den Frontteil eines Auto  busses,       Fig.    2 in kleinerem Masstab eine Draufsicht zu       Fig.    1, und       Fig.    3 eine Frontansicht zu     Fig.    2.  



  Die in der Zeichnung     dargestellte    Karosserie 1  des als Frontlenker ausgebildeten Autobusses besitzt  in ihrem Frontteil eine Ein- und     Ausstiegöffnung    2  mit     einwärtsklappender    Flügeltüre. An den Seiten  wänden der Karosserie ist im Fahrgastraum je eine  Reihe Sitze 3 vorgesehen. Das Fahrzeug ist als  Linkslenker ausgebildet. Am Frontteil der Karosse  rie 1 ist ein Kabinenaufbau 4 vorgesehen, dessen  Dach etwas über dem     Dachteil    5 des Karosserie  hauptteils liegt und nach     hinten    stromlinienförmig in  diesen übergeht.

   Der als Fahrerkabine ausgebildete  Aufbau 4 liegt mit seiner vorderen Oberkante an  nähernd senkrecht über der bis auf die Höhe der Sei  tenfenster 6 hochgeführten Frontwand 7 der Karos  serie 1. Zwischen Frontwand 7 und vorderer Dach  kante des Aufbaus 4 ist die Frontseite der Karos  serie durch zwei obere und zwei untere, je gegen  ihre Stosstelle hin winklig nach vorn springende  Scheiben 8 und 9 verglast. Die Stosstelle der beiden  Scheibenpaare liegt somit vor der Ebene der Front  wand 7. Die beiden winklig zueinander stehenden  Scheiben 8 bzw. 9 jedes Scheibenpaares könnten  auch durch eine Rundscheibe ersetzt sein. Ebenso  könnte an Stelle der beiden Scheibenpaare eine nach  vorn gewölbte, verglaste Kuppel vorgesehen sein. Die  Seitenteile des Aufbaus 4 sind sowohl im Bereich  der Scheiben 8 als auch im Bereich der Scheiben 9  mit Seitenfenstern 10 bzw. 11 versehen.

    



  Die Anordnung ist so getroffen, dass die     Stoss-          stelle    der Scheibenpaare auf der Höhe des oberen  Rahmenteils der     Seitenfenster    6 des Hauptteils der  Karosserie 1 liegt. Annähernd auf gleicher Höhe liegt  die Sitzfläche des im Aufbau 4 auf einem Einbau  rahmen 12 angeordneten Fahrersitzes 13. Eine zum  Fahrersitz 13 führende Sprossenleiter 14 bildet eine  Verlängerung der längs der Frontwand 7 im Bereich  der Vorderkante der     Einstiegsöffnung    2 verlaufen  den     Abschrankung    15. Zwischen der linken Front  scheibe 8 und dem im geeigneten Abstand davon an  geordneten Fahrersitz 13 liegt in     üblicher    Anordnung  das     Lenkhandrad    16.

   Durch die nach vorn springen  den Frontscheiben 8, 9 kommt der     Fahrersitz    15 re  lativ weit nach vorn zu liegen. Die Augenhöhe des  Fahrers ist in allen drei Figuren mit einem Kreuz  angedeutet,     während    die Sichtwinkel durch die  Frontverglasung durch Pfeile a angedeutet sind. Aus  der Zeichnung ist leicht ersichtlich, dass durch die  gewählte Hochlage des     Fahrersitzes    und die be  schriebene Verglasung des Frontteils der Karosserie    äusserst günstige Sichtwinkel erzielt werden. Der  Fahrer sitzt gegenüber den auf der Plattform neben  dem Fahrersitz stehenden Fahrgästen derart erhöht,  dass er seitlich über diese hinweg     schräg    nach unten  blicken kann     (Fig.    3).

   Der unter dem Fahrersitz 13  liegende Raum ist durch entsprechendes Vorziehen  der linken Reihe Sitze 3 ebenfalls zur Aufnahme von  Fahrgästen ausgenützt, so dass praktisch der ganze  Frontteil des Fahrzeuges von Fahrgästen besitzt wer  den kann. Das bisher übliche Freihalten der neben  dem Fahrersitz liegenden Plattform zur Vermeidung  einer Störung des Fahrers fällt schon zufolge der  Hochlage des Fahrersitzes weg.  



  Die     Ausnützung    der Bodenfläche der beschrie  benen Karosserie für zahlende Fahrgäste ist prak  tisch eine vollständige ; die Länge des Fahrzeuges  bleibt gleich wie beim Normalautobus nach den gel  tenden gesetzlichen Bestimmungen, und die Sicht  verhältnisse für den Fahrer sind weit     besser    als     bei     normal annähernd auf Höhe der Fahrgastsitze an  geordnetem Fahrersitz ; zufolge seines Hochsitzes ist  der Fahrer ausserdem gegen     Blendwirkung    durch die  Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge ge  schützt.

   Der bauliche Aufwand für die beschriebene  Karosserie ist bei nur wenig kleinerem Fassungsver  mögen bedeutend kleiner als für Stockwerk- und Ge  lenkautobusse bekannter     Bauart.    Dabei ist auch zu  beachten, dass die Dachhöhe des Aufbaus 4, gemes  sen von der Dachhöhe des Hauptteils der Karosserie  1, bedeutend kleiner ist als die notwendige Dach  höhe des     Stockwerk-Autobusses.     



  Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Karos  serie liegt auch darin, dass sie sich auch an vorhan  denen Karosserien von Normalautobussen entspre  chend umbauen lässt. Es versteht sieh, dass sich auch       Trolleybuskarosserien,    Gelenkautobusse und     Gelenk-          trolleybusse    sowie Gelenktrams in der beschriebenen  Weise ausbilden lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere Autobusse, dadurch gekennzeichnet, dass der Front teil der Karosserie einen Kabinenaufbau besitzt, in welchem der Fahrersitz seitlich und erhöht angeord net ist, während der Fahrgastraum über die ganze Innenbreite der Karosserie bis unter den Fahrersitz reicht. UNTERANSPRI:TCHE 1. Karosserie nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die vor dem Fahrersitz (13) lie gende Frontverglasung (8, 9) nach vorn über die Frontwand (7) der Karosserie (1) hinausragt. 2.
    Karosserie nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sitzfläche des Fahrersitzes (13) wenigstens annähernd auf der Höhe des oberen Rahmenteils der Seitenverglasung (6) der Karosserie (1) und des am weitesten vorspringenden Teils der Frontverglasung (8, 9) liegt. 3. Karosserie nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass unter dem Fahrersitz (13) Sitz plätze (3) vorgesehen sind, während die seitlich des Fahrersitzes (13) freibleibende Bodenfläche des Frontteils der Karosserie zu Stehplätzen ausgebildet ist. 4.
    Karosserie nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Frontverglasung zwischen der Frontwand (7) und der wenigstens annähernd verti kal darüber liegenden Vorderkante des Aufbauda ches durch zwei auf der Höhe des Fahrersitzes (13) winklig zusammenstossende, entgegengesetzt geneigte Scheibenpartien gebildet ist.
CH362328D 1958-09-23 1958-09-23 Karosserie für Personenfahrzeuge, insbesondere Autobusse CH362328A (de)

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