CH362725A - Elektrischer Durchführungskondensator mit rohrförmigem Dielektrikum - Google Patents
Elektrischer Durchführungskondensator mit rohrförmigem DielektrikumInfo
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Description
Elektrischer Durchführungskondensator mit rohrförmigem Dielektrikum Die Erfindung betrifft einen elektrischen Durch führungskondensator, der einen rohrförmigen dielek- trischen Körper, z. B. aus keramischem Material, besitzt, der mit einem aus Metall bestehenden Aussen belag und einem wenigstens bis zu den Stirnflächen des Körpers durchlaufenden Innenbelag versehen ist, wobei durch das Innere des Körpers hindurch eine an dessen einem Ende mit dem Innenbelag verlötete Durchführungsleitung geführt ist.
Für Hochfrequenzverwendung solcher Konden satoren ist es wichtig, dass die Durchführungsleitung an wenigstens beiden Enden des Innenbelages mit diesem elektrisch verbunden ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Induktivität niedrig gehalten wird und ausserdem keine Unsymmetrie gegenüber der Mitte des Kondensators auftritt. Man kann die Durchführungsleitung an den beiden Enden des Kör pers mit dem Innenbelag verlöten, z. B. indem diese Enden nacheinander in ein Lötbad eingetaucht wer den. Das Verlöten des zweiten Endes ist aber nicht leicht infolge der Ausdehnung der bei diesem Löten im Innern des Körpers eingeschlossenen Luft.
Man kann durch Eintauchung des Kondensators in ein Löt- bad den Raum zwischen dem Innenbelag und Durch führungsleiter auch über die ganze Länge des Kör pers mit Lot ausfüllen. Infolge des Unterschieds der Wärme-Ausdehnungskoeffizienten des dielektrischen Materials und des Lotes besteht dann aber die Gefahr, dass durch Temperaturänderungen an einer oder meh reren Stellen der Innenbelag sich vom dielektrischen Körper löst.
Die Erfindung bezweckt, eine einfache Bauart zu schaffen, bei der diese Mängel beseitigt sind.
Nach der Erfindung ist an der Stelle des anderen Endes des dielektrischen Körpers die Durchführungs leitung mit einer Verdickung versehen, die an diesem Ende, durch Zugspannung in der Durchführungs- leitung, ausschliesslich durch Druck mit dem Innen belag elektrisch verbunden ist.
Die Verdickung oder Verbreiterung ist in Rich tung zum anderen Ende des Körpers vorzugsweise abgeschrägt.
Es ist häufig erwünscht, den Aussenbelag eines Durchführungskondensators mit einer Lötschicht zu versehen. Eine solche Schicht lässt sich in einfacher Weise durch Eintauchen des Kondensators in ein Lötbad aufbringen. Würde hierbei das das eine Ende des Innenbelages mit der Durchführungsleitung ver bindende Lot schmelzen, so könnte sich der Innen raum des Körpers trotzdem mit Lot füllen, was aus den bereits erwähnten Gründen vermieden werden soll. Um dieses Schmelzen zu vermeiden, kann die Lötverbindung zwischen der Durchführungsleitung und dem einen Ende des Innenbelages aus einem Lot mit einem verhältnismässig hohen Schmelzpunkt be stehen.
Eine dünne Lötschicht auf dem Aussenbelag kann dann ohne Schwierigkeiten dadurch erzielt werden, dass der Kondensator mit der erwähnten Löt stelle nach unten in ein Bad mit flüssigem Lot ein getaucht wird, dessen Schmelzpunkt niedriger ist als der Schmelzpunkt des zuerstgenannten Lotes.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeich nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher er läutert.
Das Dielektrikum des im Längsschnitt darge stellten Kondensators besteht aus einem Keramik röhrchen 1. Dieses Röhrchen ist mit einem Innenbelag 2 aus Metall, z. B. aus aufgedampftem Silber, ver sehen, der bis an die beiden Stirnflächen 3 und 4 des Röhrchens 1 reicht. Das Röhrchen 1 ist weiterhin mit einem Aussenbelag 5 versehen, der gleichfalls aus aufgedampftem Silber bestehen kann.
Durch das Röhrchen 1 hindurch ist eine Durch führungsleitung 6 geführt, die an der Stirnfläche 3 des Röhrchens mittels der Lötmasse 7 mit dem Innen belag 2 verbunden ist. An der anderen Stirnfläche 4 ist die Durchführungsleitung 6 mit einer Verbreite rung 8 versehen, die mit der zur Mitte des Röhrchens abgeschrägten Seite 9 gegen das Ende des Innen belags 2 gedrückt ist. Die Lötmasse 7 ist dadurch angebracht, dass das untere Ende des Röhrchens 1 samt der mit der Verbreiterung 8 am Ende 4 anlie genden, einem Zug unterzogenen Durchführungs leitung 6 in ein Lötbad eingetaucht wird. Das Lot dieses Bades besitzt eine verhältnismässig hohe Schmelztemperatur, z. B. zwischen 200 und 300 C.
Ein Beispiel eines solchen Lotes ist ein Blei-Zinn- Silber-Lot mit hohem Bleigehalt. Nach dem Erstarren der Lötmasse 7 und Abkühlung der Leitung 6 wird die Verbreiterung 8 infolge Zugspannungen in der Leitung 6, auf das Ende des Innenbelages 2 gepresst.
Die Lötverbindung 7 an der Stirnfläche 3 und der Aussenbelag 5 sind mit einer dünnen Schicht 10 eines Lotes bedeckt, dessen Schmelzpunkt niedriger liegt als der Schmelzpunkt der Lötmasse 7. Die Schicht 10, die durch Eintauchen des Kondensators in ein Löt- bad mit der Stirnfläche 3 nach unten aufgebracht wird, besteht z. B. aus einem Cadmium-Blei-Zinn-Lot mit einem Schmelzpunkt von etwa 180 C.
Die Verbreiterung 8 ist beim Ausführungsbeispiel durch stellenweises Flachdrücken der verhältnismässig starken Durchführungsleitung 6 erzielt. Eine Öffnung 11 im abgeflachten Teil dient dann als Lötöse, an die eine Zuführungsleitung angelötet werden kann.
Statt einer Verbreiterung 8 mit einer zur Mitte des Röhrchens abgeschrägten Seite 9 kann man eine Verbreiterung, z. B. in Form eines Flansches, an wenden, der gegen die Stirnfläche 4 des Röhrchens 1 gezogen ist. Um in einem solchen Falle einen guten elektrischen Kontakt zwischen dem Innenbelag 2 und der Verbreiterung der Zuführungsleitung zu gewährleisten, lässt man den Innenbelag 2 sich auch über die Stirnfläche 4 erstrecken.
Da dies die Her- stellung des Kondensators kompliziert, - Röhrchen mit einem von Stirnfläche zu Stirnfläche durchlau fenden Innenbelag lassen sich in einfacher Weise dadurch herstellen, dass ein langes, innenmetallisiertes Rohr in kleine Stücke bestimmter Länge geschnitten wird - ist die Ausbildung mit einer abgeschrägten Verbreiterung vorzuziehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrischer Durchführungskondensator, der einen rohrförmigen dielektrischen Körper besitzt, der mit einem aus Metall bestehenden Aussenbelag und einem wenigstens bis zu den Stirnflächen des Körpers durch laufenden Innenbelag versehen ist, wobei durch das Innere des Körpers hindurch eine an dessen einem Ende mit dem Innenbelag verlötete Durchführungs leitung geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stelle des anderen Endes des Körpers die Durch führungsleitung mit einer Verdickung versehen ist, die an diesem Ende, durch Zugspannung in der Durchführungsleitung, ausschliesslich durch Druck mit dem Innenbelag elektrisch verbunden ist. UNTERANSPRüCHE 1.Durchführungskondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung in Richtung zur Mitte des Körpers abgeschrägt ist. 2. Durchführungskondensator nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung aus einer durch Abflachen der Leitung entstandenen Löt- öse besteht. 3.Durchführungskondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lötver- bindung zwischen der Durchführungsleitung und dem einen Ende des Innenbelages aus einem Lot mit höherem und diese Lötstelle und wenigstens ein Teil des Aussenbelages mit einer Schicht eines Lotes mit niedrigerem Schmelzpunkt als der des zuerstgenannten Lotes versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL219999 | 1957-08-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH362725A true CH362725A (de) | 1962-06-30 |
Family
ID=19750954
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH6291758A CH362725A (de) | 1957-08-17 | 1958-08-14 | Elektrischer Durchführungskondensator mit rohrförmigem Dielektrikum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH362725A (de) |
-
1958
- 1958-08-14 CH CH6291758A patent/CH362725A/de unknown
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