CH362755A - Verfahren zur Herstellung einer Tritium enthaltenden elektrischen Entladungsröhre und Tritium enthaltende elektrische Entladungsröhre - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Tritium enthaltenden elektrischen Entladungsröhre und Tritium enthaltende elektrische Entladungsröhre

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CH362755A
CH362755A CH5685858A CH5685858A CH362755A CH 362755 A CH362755 A CH 362755A CH 5685858 A CH5685858 A CH 5685858A CH 5685858 A CH5685858 A CH 5685858A CH 362755 A CH362755 A CH 362755A
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Otto Dipl Ing Reifenschweiler
Maria Schenkelaars M Hendrikus
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Philips Nv
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    • H01J17/02Details
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    • HELECTRICITY
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     Tritium    enthaltenden elektrischen Entladungsröhre  und     Tritium    enthaltende elektrische Entladungsröhre    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre, die  in einer dünnen Schicht zweckmässig von annähernd  1     ,cc    aus Titan,     Zirkonium    oder eines anderen Wasser  stoff     adsorbierenden    Metalls     Tritium        adsorbiert    ent  hält.  



  Es ist bereits bekannt, bei     Glimmentladungsröh-          ren        Tritium    anzuwenden, um die     Zündverzögerungen     zu beseitigen, die durch das Fehlen von Ladungs  trägern herbeigeführt werden. Das     Tritium    wird bei  spielsweise der Gasfüllung     zugesetzt,    aber dies hat  den Nachteil, dass das     Tritium    an der Glaswand der  Röhre     adsorbiert    wird, so dass es verhältnismässig  weit von der Entladungsbahn entfernt ist und somit  nur wenig zur Erzeugung von Ladungsträgern in  dieser Bahn beiträgt.  



  Manchmal wird das     Tritium    mit     Hilfe    einer     elek-          trodenlosen    Entladung in den Elektroden oder an  der Wand der Röhre festgelegt. Dieses Verfahren  erfordert einen hohen Druck, während verhältnis  mässig viel     Tritium    durch Pumpen beseitigt werden  muss.  



  Die beiden vorerwähnten Verfahren zum Ein  bringen des     Tritiums    haben den Nachteil, dass sie  bei einer Anlage mit einer rotierenden     Pumpein-          richtung    schwer anwendbar sind, weil in diesem  Falle die ganze Anlage mit     Tritium    verseucht wird.  Dies ist in strahlungshygienischer Hinsicht uner  wünscht und unzulässig. Weil     Tritium    ein weicher       Betastrahler    ist, ist es zwar ungefährlich, wenn es  in einer Glas- oder Metallhülle eingeschlossen ist,  wenn es jedoch auf irgendwelche Weise in den Kör  per aufgenommen wird, ist     Tritium    nicht     ungefährlich.     



  Es ist auch bekannt, dadurch     Tritium    in eine  Entladungsröhre einzubringen, dass ein mit     Tritium       gesättigtes     Zirkon-    oder     Tantaldrähtchen    oder eine  auf einer Platte aufgedampfte Schicht, in der Röhre  verdampft oder ein mit     Tritium    gefülltes Nickel  röhrchen erhitzt wird. Diese beiden     Verfahren    haben  den Nachteil, dass sie verhältnismässig kostspielig sind,  während auch hierbei das     Tritium    nicht möglichst  nahe bei der Entladungsbahn vorhanden ist. Es hat  sich herausgestellt, dass diese Nachteile der Anwen  dung von     Tritium    hinderlich sind.

   Die Erfindung  bezweckt, ein nicht sonderlich kostspieliges und weni  ger gefährliches Verfahren zur Anwendung von     Tri-          tium    anzugeben.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass innerhalb eines Gefässes in einer       Edelgasatmosphäre        Tritium        adsorbierendes    Metall  durch     Zerstäubung    in einer elektrischen Entladung  oder durch Verdampfung     niedergeschlagen    und mit       Tritium    behandelt wird, wonach die Oberfläche des  niedergeschlagenen Metalls durch Oxydation mittels  Luftsauerstoff oxydiert und somit inaktiviert wird,  ferner dass die so hergestellte Metallschicht in eine  Suspension übergeführt wird, wobei eine     bestimmte     Menge dieser Suspension an eine Stelle der Ent  ladungsröhre überführt und dort durch Wärme  einwirkung festgesintert wird.

    



  Dies     kann    während der Wärmebehandlung auf  der Pumpe erfolgen, ohne dabei     Tritium    wieder ab  zugeben, da die äussersten Schichten bzw. die Ober  fläche inaktiviert sind.    Vorzugsweise sind die Metallkörner nicht grösser  als etwa 1     Mikron,    während auch die Gesamtstärke  der Schicht diesen Wert nicht viel übersteigen soll,  weil das     Durchdringungsvermögen    der weichen Beta  strahlen von     Tritium    nur     gering    ist und stärkere      Schichten somit nur eine Verschwendung des ver  hältnismässig kostspieligen     Tritiums    bedeuten.  



  Das Metall muss in einem solchen Masse gesättigt  werden, dass bei der Behandlung der Röhre an der  Pumpe und den dabei auftretenden Temperaturen  kein     Tritium    aus dem Metall frei wird, was dadurch  verhindert wird, dass das Metall der Luft ausgesetzt  worden ist, wodurch die äusseren Schichten der Kör  ner in bezug auf     Tritium    inaktiv geworden sind.  Für Titan bedeutet dies einen Sättigungsgrad von  etwa 0,3 Curie je mg     Ti    für eine Behandlungstempe  ratur von etwa 400  C, die gegebenenfalls drei Stun  den lang aufrechterhalten werden darf, was erheblich  länger ist als an der     Pumpanlage    im allgemeinen  der Fall ist.

   Für     Zirkon    bedeutet es einen Sättigungs  grad von 0,15 Curie je mg     Zr    für eine Behandlungs  temperatur von 350  C.  



  Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach  stehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in  der die       Fig.    1 und 2 je eine     Tritium    enthaltende Ent  ladungsröhre darstellen und       Fig.    3 eine Anlage zum Herstellen eines mit       Tritium    gesättigten Metallpulvers darstellt.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 den Glaskolben der Röhre  mit Stiften 2 im Boden. Die Kathode 3 besteht aus  einer flachen     Molybdänplatte    mit umgebogenen Rän  dern. Die Anode 4 besteht aus einem auf den       Anodenzuführungsdraht    aufgeschraubten     Graphit-          blöckchen.    Dieser Zuführungsdraht ist bis in geringer  Entfernung von der Anode völlig mit einer Glas  schicht 5 überzogen. An diese Glasschicht schliesst  sich ohne Spalte die     Anodenschirmbüchse    6 an.  Die Zündelektrode 7 reicht bis in die Nähe des  unteren Randes der Kathode.

   Auf der der Kathode  zugewandten Seite der Schirmbüchse 6 ist eine  Schicht 8     aufgesintert,    die aus mit     Tritium    behan  deltem     Titanpulver    besteht. Die von     Tritium    aus  gesandten Elektronen, die eine Höchstenergie von  20     kV    aufweisen, während das Intensitätsmaximum  bei 5     kV    liegt, führen eine     derartige        Ionisierung    der       Gasfüllung    herbei, dass beim Anlegen einer Impuls  spannung an die Zündelektrode 7 eine     Hilfsentladung     zwischen dieser Elektrode und der Kathode mit  einer Verzögerung von weniger als 100,u sec erzeugt  wird.

   Diese     Hilfsentladung    leitet die Hauptentladung  ein.  



  In     Fig.    2 bezeichnet 9 die     Röhrenwand,    10 die  tellerförmige Kathode mit einem scharfen Ansatz  11 und 12 die bandförmige     Hilfsanode,    die nahe  beim Ansatz 11 angeordnet ist. Hinter der Anode  13 ist eine     Hilfskathode    14 angeordnet. Zwischen  diesen beiden Elektroden     fliesst    im Betrieb der Röhre  ein Strom von etwa     10,uA,    um Zündverzögerungen  in der     Hauptentladungsbahn    zu vermeiden. In der  Mitte des Bodens ist eine Schicht 15     aufgesintert,     die aus mit     Tritium    behandeltem     Zirkonpulver    be  steht.

   Die von dieser Schicht gelieferte Strahlung soll  die Zündverzögerung der     Hilfsentladungsbahn    auf  etwa 0,1 sec herabsetzen.    In     Fig.    3 ist 16 ein Entladungsraum aus Glas,  in dem eine     Titanwendel    17 auf Zuführungsdrähten  aus Nickel angeordnet ist. Der Entladungsraum ist  über einen Kühler 18 und einen Hahn 19 mit einer  Vakuumpumpe verbunden. Auf der einen Seite des  Entladungsgefässes 16 sind eine Anzahl von Gefässen  20 angeordnet, die durch Kugelkapillaren 21 mit  zugeordneter Durchschlagkugel 22 angeschlossen  sind. In jedem Gefäss 20 befindet sich eine     Zirkon-          platte    23, die mit     Tritium    gesättigt ist.

   Die Gefässe  20 können auch mit     Tritiumgas    gefüllt sein. Auf der  anderen Seite befinden sich eine Anzahl durch Kugel  kapillaren 24 abgeschlossene Gefässe mit einer ab  gemessenen     Argonmenge.    Nach der Entgasung und  gegebenenfalls     Ausglühung    des Raumes 16 wird die  ser aus einem der Gefässe über eine Kugelkapillare  24 mit Argon unter einem Druck von 10 cm gefüllt.  Die Wendel 17 wird durch Stromdurchgang ver  dampft, wodurch sich eine schwarze schwammartige       Titanschicht    auf der Innenwand des Raumes 16 er  gibt.

   Nachdem eine genügende     Titanmenge    verdampft  ist, wird eine der Kugelkapillaren 21 geöffnet und  das     Tritium    aus der betreffenden     Zirkonplatte    durch  Erhitzung ausgetrieben, oder aber das im Gefäss  enthaltene     Tritium    in den Raum 16 eingeleitet.  Infolge der grossen Aktivität der zerstäubten Metall  schicht wird das     Tritium    gegebenenfalls nach einer  leichten Erhitzung völlig in diese Schicht aufgenom  men. Gegebenenfalls können auch     Tritium    und Argon  zu gleicher Zeit in der Entladungsbahn vorhanden  sein.

   Nachdem die     Titanschicht    mit     Tritium    be  handelt worden ist, wird der Entladungsraum 16  bei 25 von der Anlage abgeschnitten, wodurch die  zerstäubte Schicht an die Luft kommt und das nicht  völlig mit     Tritium    gesättigte Metallpulver inaktiv  wird. Danach wird der Raum 16 mit einer Flüssig  keit,     Butylazetat,    ausgewaschen, in der nachher Nitro  zellulose gelöst wird. Die so erzielte Suspension  eignet sich unmittelbar zur     Anbringung    an der er  wünschten Stelle in einer Entladungsröhre. Weil  es sich hier um eine Flüssigkeit handelt, kann die       Verarbeitung    ohne Gefahr, gegebenenfalls sogar  maschinell, erfolgen.  



  Dadurch, dass das teilweise mit     Tritium    ge  sättigte Metallpulver an die Luft gebracht worden  und infolgedessen inaktiv geworden ist, gibt es bei  der Temperaturbehandlung der Pumpe kein     Tritium     ab, so dass die     Pumpanlage    nicht mit radioaktivem  Material verseucht wird. Auch ergeben sich auf diese  Weise keine unnötige     Tritiumverluste.     



  Ein weiterer Vorteil ist der, dass die Aktivität  der aufgebrachten Suspension unmittelbar mit einem       Geiger-Müller-Zähler    oder einem     Szintillationszähler     gemessen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre, die in einer dünnen Schicht aus Titan, Zirkonium oder eines anderen wasserstoff- adsorbierenden Metalls Tritium adsorbiert enthält, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines Ge fässes (16) in einer Edelgasatmosphäre Tritium adsor- bierendes Metall durch Zerstäubung in einer elek trischen Entladung oder durch Verdampfung nieder geschlagen und mit Tritium behandelt wird, wonach die Oberfläche des niedergeschlagenen,
    Tritium ad sorbierten Metalls durch Oxydation mittels Luft sauerstoff oxydiert und somit inaktiviert wird, fer ner dass die so hergestellte Metallschicht in eine Suspension übergeführt wird, wobei eine bestimmte Menge dieser Suspension an eine Stelle (8 bzw. 15) der Entladungsröhre überführt und durch Wärme einwirkung dort festgesintert wird. 11. Elektrische Entladungsröhre, hergestellt ge mäss dem Verfahren nach Patentanspruch I. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Tritiumdampf mit Edelgasen vermischt in das Gefäss bis zur vollständigen Sätti gung des Metalls mit Tritium einleitet.
CH5685858A 1957-03-13 1958-03-10 Verfahren zur Herstellung einer Tritium enthaltenden elektrischen Entladungsröhre und Tritium enthaltende elektrische Entladungsröhre CH362755A (de)

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