CH362857A - Dosiergerät - Google Patents
DosiergerätInfo
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Description
Dosiergerät Die Erfindung betrifft ein Dosiergerät für die Zu gabe von flüssigen oder festen Wirkstoffen zu einer in einer Leitung geführten Flüssigkeit.
Es sind Geräte bekannt, welche nur von einem Teil der mit Wirkstoffen zu versetzenden Flüssig keiten durchflossen werden. Dieser Teil der Flüssig keit reichert sich durch Lösung des in das Dosiergerät eingebrachten Wirkstoffes mit diesem an und fliesst dann wieder in die Hauptleitung zurück, wo er sich mit der Hauptmenge der Flüssigkeit vermischt.
In ihrer einfachsten Form bestehen diese Geräte aus einem den Wirkstoff aufnehmenden, meist zylindri- schen Behälter, der in der Nähe seines oberen Randes eine Zufluss- und eine Abflussöffnung aufweist. Bei diesen Geräten wird der Wirkstoff nur an der Ober fläche aufgelöst, so dass die Konzentration der aus dem Gerät ausfliessenden Flüssigkeit bei Verringerung des Wirkstoffinhal'tes immer schwächer wird.
Es sind auch schon Geräte bekannt, die aus einem einen Wasserzulauf- und einen Wasserablauf- stutzen aufnehmenden Topf und einem darin angeord neten Einsatz zur Aufnahme des aufzulösenden Wirk stoffes bestehen, bei denen der Wirkstoff in seiner ganzen Höhe von der Flüssigkeit durchflossen wird.
Auch bei Geräten dieser Art nimmt die Wirkstoff konzentration in der durchströmenden Flüssigkeit ab, da bei zunehmender Auflösung des körnigen oder stückigen Wirkstoffes die der Flüssigkeit dargebotene Gesamtoberfläche des Wirkstoffes sich laufend ver ringert. Ein weiterer Nachteil dieser Geräte besteht darin, dass sich der Strömungswiderstand des Wirk stoffes dauernd verändert und beispielsweise beim Zu sammenbacken der einzelnen Wirkstoffkristalle so hohe Werte annimmt, dass durch das Dosiergerät nur noch eine ungenügende Menge Flüssigkeit hindurch strömt.
Ein zusätzlicher Nachteil besteht bei beiden Ge räten der vorbeschriebenen Art noch darin, dass sich in dem Gerät, wenn die Strömung unterbrochen wird, eine grosse Menge Flüssigkeit befindet, die sich in un erwünschter Weise übermässig mit gelöstem Wirkstoff anreichert.
Die Erfindung betrifft nun ein Dosiergerät, bei welchem unabhängig vom Füllzustand bei gleichem Flüssigkeitsdurchsatz eine gleichbleibende Konzen tration der mit gelöstem Wirkstoff angereicherten Flüssigkeit gewährleistet werden soll. Das Dosiergerät besteht aus einem mit je einem Zufluss- und Abfluss stutzen versehenen Behälter und einem in diesem an geordneten Einsatzbeutel. Das Dosiergerät ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbeutel aus dehnbarem Material besteht, damit er sich dem jeweiligen Volu men der Wirkstoffüllung anpassen kann.
Bei Verwendung eines festen, vorzugsweise kör- eigen oder pulverförmigen Wirkstoffes, der direkt in den Behälter eingebracht wird, kann der zur von der Flüssigkeit durchströmte dehnbare Einsatz einen star ren Siebboden aufweisen, der vorzugsweise nach aussen gewölbt ausgebildet ist.
Dieser Boden liegt unter der Wirkung des in ihm herrschenden Stau druckes gegen die Oberfläche des Wirkstoffes an, so dass, unabhängig von dem Füllzustand des Behälters, immer dieselbe Fläche des Wirkstoffes von der aus dem Siebboden austretenden Flüssigkeit bespült wird und somit auch bei abnehmender Füllhöhe die Menge des gelösten Wirkstoffes dieselbe bleibt.
Ein derartiger dehnbarer, mit einem konvexen Bo den versehener Einsatz gewähx'leistet auch bei diskon tinuierlichem Betrieb eine gleichbleibende Wirkstoff zugabe, da sich in dem den Einsatz aufnehmenden Behälter nur eine geringe, den schmälen Ringraum zwischen dehnbarem Einsatz und Behälterwandung ausfüllende Flüssigkeitsmenge mit gelöstem Wirkstoff anreichert.
Bei Verwendung eines dehnbaren Einsatzes mit geschlossenem Boden, der in einfacher Weise gegen einen solchen mit einem Austrittsöffnungen aufwei senden Boden ausgetauscht werden kann, besteht die Möglichkeit, dasselbe Dosiergerät auch mit flüssigem Wirkstoff zu beschicken. In diesem Fall wirkt die in das Gerät eintretende Flüssigkeit als Druckmittel, das den flüssigen Wirkstoff durch die Abflussöffnung des Gerätes in den Hauptstrom drückt.
Hierbei ist es möglich, den flüssigen Wirkstoff in den Behälter zu füllen und den Einsatz mit der Flüssigkeit zu beauf- schlagen oder aber den flüssigen Wirkstoff in den Einsatz zu füllen und die Flüssigkeit in den Behälter einzuleiten.
Beim Betrieb mit flüssigem Wirkstoff ist es mög lich, das Dosiergerät statt mit Flüssigkeit mit einem beliebigen Druckmittel zu beaufschlagen, dessen Wirk druck in Abhängigkeit von der Stärke des zu behan delnden Flüssigkeitsstromes regelbar ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch das an eine Flüs sigkeitsleitung angeschlossene Dosiergerät mit einem dehnbaren Einsatzbeutel, der einen massiven, konvex ausgebildeten, mit Austrittsöffnungen versehenen Bo den aufweist, Fig. 2 eine analoge Darstellung bei Verwendung eines Einsatzbeutels mit geschlossenem Boden.
Der aus der gegebenenfalls in Glas ausgeführten Wandung 11, dem Boden 12 und einem Stirnring 13 bestehende Behälter bildet gemeinsam mit dem Deckel 14, an dem der Einsatzbeutel 31 angebracht ist, im wesentlichen das Dosiergerät.
Die Gehäuseteile werden durch Spannbolzen 21, Steg 22 und Spannschraube 23 zusammengehalten. Der Einsatzbeutel 31 besteht aus dehnbarem Material und ist (Fig. 1) mit einem massiven, Austrittsöffnun gen<B>321</B> aufweisenden Boden 32 sowie mit einer Zu fluss- (Fig. 1) bzw. einer Abflussöffnung (Fig.2) 33 versehen. Der Stirnring 13 weist Stutzen 131 und 132 auf. Im Deckel 14 ist eine durch eine Stopfen schraube 141 verschliessbare Füllöffnung vorgesehen.
A n dem Boden 12 sind ein Ablasshahn 121 und ge gebenenfalls (Fig. 1) eine den Boden 32 des Einsatzes 31 durchdringende Führungsstange 122 angeordnet.
Das Dosiergerät ist mittels Schlauchverbindungen 43, 44 an ein. Leitungsrohr 41 angeschlossen. Eine in das Leitungsrohr 41 eingebaute Blende bzw. Stau scheibe 42 bewirkt nach Fig. 1 die Ausbildung eines Nebenstromes, der, in Strömungsrichtung vor der Stauscheibe 42, von dem Hauptstrom 51 abgeleitet, durch die Schlauchverbindung 43 und den Zufluss- stutzen 131 in das Dosiergerät eintritt.
Entsprechend Fig. 1, der gemäss der Behälter des Dosiergerätes mit festem, pulverisiertem Wirkstoff 53 angefüllt ist, fliesst die Nebenstromflüssigkeit 52 durch den Stirnringstutzen 131 und die mit dieser korre- spondierende Öffnung 33 des Einsatzbeutels 31 in diesen Einsatzbeutel 31 und verlässt ihn durch die Austrittsöffnungen 321 des hier massiven Bodens 32.
Aus den Austrittsöffnungen 321 heraustretend strömt die Nebenstromflüssigkeit 52 durch die Wirkstoff füllung hindurch und reichert sich mit gelöstem Wirk stoff 53 an. Die Wirkstofflösung 54 steigt in dem schmalen Ringraum zwischen Einsatzbeutel 31 und Gehäusewandung 11 hoch, um das Dosiergerät durch den Abflussstutzen 132 zu verlassen und durch die Schlauchverbindung 44 hinter der Stauscheibe 142 in den in dem Leitungsrohr 41 fliessenden Hauptstrom 51 zurückzutreten.
Der Einsatzbeutel 31 dehnt sich mit sinkender Schütthöhe des Wirkstoffes 53 auf Grund des Ge wichtes seines Bodens 32 in dem Masse aus, dass der konvexe Boden 32 satt an der Wirkstoffüllung an liegt.
Zum Nachfüllen des Wirkstoffes 53 wird nach Abklemmen der Schlauchverbindungen 43, 44 die im Dosiergerät verbliebene Flüssigkeit durch den Hahn 121 abgelassen, der Spannverschluss 22, 23 gelöst und der Deckel 14 mit dem an ihm angebrachten Einsatzbeutel 31 abgehoben.
Wird das Dosiergerät für eine Anreicherung mit flüssigem Wirkstoff 56 verwandt, so wird, wie in Fig. 2 dargestellt, am Gehäusedeckel 14 ein Einsatz beutel 3la mit geschlossenem Boden angebracht.
Die Flüssigkeit 52 wirkt in diesem Fall als Druckmittel. Zu dem Zweck werden die in Fig. 1 mit 131 und 132 bezeichneten Anschlussstutzen vertauscht, so dass die auf den flexiblen Einsatzbeutel 31 einwirkende Flüs sigkeit 52 durch die Schlauchverbindung 43 und den Zuflussstutzen 132 in den Dosiertopf tritt.
Nach Mass gabe des auf den Einsatzbeutel 31 ausgeübten Druk- kes tritt der flüssige Wirkstoff 56 durch die Abfluss- öffnung 33 des Einsatzbeutels 31, den Abflussstutzen 131 und die Schlauchverbindung 44 in den in dem Leitungsrohr 41 strömenden Hauptstrom 51.
Der dehn bare Einsatzbeutel 31 zieht oder knüllt sich unter Einwirkung des auf ihn durch die Flüssigkeit 52 aus geübten Druckes fortlaufend zusammen und gewähr leistet eine restlose Abgabe des flüssigen Wirkstoffes 56 an den anzureichernden Hauptstrom 51.
Zum Nachfüllen des flüssigen Wirkstoffes 56 wird nach Abklemmen der Schlauchverbindungen 43, 44 die im Dosiertopf befindliche Flüssigkeit 52 durch den Hahn 121 abgelassen und nach Lösen der Stop fenschraube 141 durch die im Deckel 14 vorgesehene Füllöffnung frische Wirkstofflösung 56 nachgefüllt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dosiergerät für die Zugabe von flüssigen oder festen Wirkstoffen zu einer in einer Leitung geführten Flüssigkeit, bestehend aus einem mit je einem Zufluss- und Abflussstutzen versehenen Behälter und einem in diesem angeordneten Einsatzbeutel, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Einsatzbeutel aus dehnbarem Ma terial besteht,damit er sich dem jeweiligen Volumen der Wirkstoffühung anpassen kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Dosiergerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der dehnbare Einsatzbeutel eine Zuflussöffnung und einen mit Austrittsöffnungen ver- sehenen Boden aufweist. 2. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bo den des dehnbaren Einsatzes massiv und konvex aus gebildet ist.3. Dosiergerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der dehnbare Einsatzbeutel nur eine Öffnung aufweist. 4. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuflussöffnung des Einsatzbeutels an den Zu flussstutzen des Behälters angeschlossen ist.5. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 3, zur Zugabe eines flüssigen Wirk stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbeu tel an die Hauptstromleitung bzw. an eine fremde Druckmittelleitung angeschlossen ist. 6. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 3 zur Zugabe eines flüssigen Wirk stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter an eine fremde Druckmittelleitung angeschlossen ist.7. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbeutal am Deckel des Behälters be festigt ist. B. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbeutel am oberen Rand des Behälters befestigt ist.9. Dosiergerät nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälterboden eine senkrechte, den Beutel boden durchdringende Führungsstange eingelassen ist, welche als Führungselement für den Einsatzbeutel dient.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
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Families Citing this family (1)
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1958
- 1958-07-04 CH CH6144158A patent/CH362857A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2002068109A1 (en) * | 2001-02-27 | 2002-09-06 | Fjerdingstad Soelve | A method for injecting an additive into a pressurized fluid system |
Also Published As
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