CH363021A - Verfahren zur Herstellung von Diamino-dienen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diamino-dienen

Info

Publication number
CH363021A
CH363021A CH5045657A CH5045657A CH363021A CH 363021 A CH363021 A CH 363021A CH 5045657 A CH5045657 A CH 5045657A CH 5045657 A CH5045657 A CH 5045657A CH 363021 A CH363021 A CH 363021A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydroxylamine
salt
titanium
conjugated diene
diamine
Prior art date
Application number
CH5045657A
Other languages
English (en)
Inventor
Lester Mador Irving
Joseph Rekers Louis
Original Assignee
Nat Distillers Chem Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nat Distillers Chem Corp filed Critical Nat Distillers Chem Corp
Publication of CH363021A publication Critical patent/CH363021A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/02Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of hydrogen atoms by amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur   lierstellung    von Diamino-dienen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit zwei Aminogruppen substituierten Dimeren konjugierter Diene, insbesondere von entsprechenden ungesättigten aliphatischen und cyclischaliphatischen Diaminen, aus den entsprechenden konjugierten Dienen, z. B. Butadien und Isopren.



   Nach dem Verfahren gemäss Patentschrift Nummer 358076 wird ein konjugiertes Dien in Gegenwart von freien Aminoradikalen in einem wässrigen Medium unter solchen Bedingungen umgesetzt, dass das entstehende Reaktionsgemisch ein Diamin in Form eines Salzes enthält, das der Addition zweier Aminoradikale an zwei Dieneinheiten entspricht.



  Zum Beispiel wird bei Verwendung von Butadien als konjugiertem Dien dasselbe in einem wässrigen sauren Medium in Gegenwart freier Aminoradikale und eines geeigneten Lösungsmittels für das konjugierte Dien unter solchen Bedingungen umgesetzt, dass das Reaktionsprodukt ein Diaminooctadien enthält, das, wenn gewünscht, durch Hydrierung zu dem entsprechenden gesättigten C8-Diamin umgesetzt werden kann. Gemäss Patentschrift Nr. 361795 werden bei dem oben genannten Verfahren durch Verwendung einer in bezug auf das im Reaktionsgemisch erhaltene Wasser gelenkten Lösungsmittelmenge erhebliche und unerwartete Verbesserungen in der Ausbeute des gewünschten Diamins erhalten.



   Obwohl bei in wässrigem System erfolgenden Umsetzungen, wie bei den oben beschriebenen Verfahren, die gewünschten Diamine in wesentlicher Menge erhalten werden, bedingt die Anwesenheit einer wesentlichen Menge Wasser im Reaktionsgemisch recht umfangreiche und kostspielige Arbeitsgänge bei der Gewinnung des gewünschten Diamins. Zum Beispiel kann das Diamin aus der wässrigen Lösung isoliert werden, indem man das Reaktionsgemisch neutralisiert und das freie Diamin aus dem neutralisierten oder leicht alkalischen Gemisch mit einem nichtwässrigen Lösungsmittel extrahiert. Dabei muss einmal das Diamin aus dem im Reaktionsgemisch anwesenden Salz freigesetzt als auch die freie Säure (z. B.   HC1)    neutralisiert werden., einschliesslich derjenigen, die durch Hydrolyse eines Metallsalzes, z. B.



     Teil4,    gebildet wird, wenn zwecks Bildung freier Aminoradikale z. B. ein reduzierend wirkendes Metallsalz, z. B.   Titan(III)-chlorid,    und Hydroxylamin, verwendet wird. Es ist infolgedessen eine sehr wesentliche Menge an Alkali oder einem andern geeigneten Neutralisationsmittel erforderlich, was zu hohen Kosten bei der Diamingewinnung führt. Bei einer Abänderung dieser Methode kann ein wesentlicher Teil der im Reaktionsgemisch enthaltenen freien Säure (z. B.   HC1)    zu Anfang durch Destillation entfernt werden.

   Bei Verwendung von   Titan(III)chlorid    als Reduktionsmittel scheint dies aber infolge Hydrolyse von TiCl4 zu einer   TiO2-Art    zu führen, die in dem sauren Reaktionsgemisch unlöslich ist, und ausserdem scheint eine gewisse Verschlechterung des Diamins aufzutreten, wenn z. B. aus dem Reaktionsgemisch durch Destillation bei Atmosphärendruck etwa die Hälfte der gesamten Säure (z. B.   HC1)    entfernt wird. Es ist somit ein Verfahren zur Herstellung von mit zwei Aminogruppen substituierten Dimeren konjugierter Diene dringend erwünscht, bei welchem aus dem das Diamin enthaltenden Reaktionsgemisch das Diamin in einfacherer und billigerer Weise gewonnen werden kann, als es bei der Isolierung des Diamins aus im wesentlichen wässrigen Reaktionsgemischen der Fall ist.

   Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines solchen Verfahrens.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein konjugiertes Dien in einem praktisch wasserfreien Lösungsmittel für das  selbe mit entsprechenden freien Aminoradikalen umsetzt.



   Diese Methode ermöglicht eine stark vereinfachte und wirtschaftliche Gewinnung des Diamins, wobei die Neutralisation, wie sie beim Arbeiten mit wässrigen Reaktionsmedien erforderlich ist, wegfällt. Das bei dem erfindungsgemässen Verfahren im Reaktionsgemisch enthaltene Diamin kann aus dem Reaktionsgemisch mit einem geeigneten Nichtlöser in Form seines Salzes ausgefällt werden, aus dem sich das freie Diamin dann freisetzen und in praktisch reiner Form gewinnen lässt. So wird nach einer Ausführungsform der Erfindung das monomere konjugierte Dien, z. B. Butadien, in einem geeigneten nichtwässrigen Lösungsmittel (z. B. einem Alkohol) in Gegenwart freier Aminoradikale umgesetzt, die durch Oxydationsreduktionsreaktion zwischen einem reduzierend wirkenden Metallsalz [z. B   Titan(III)-chlorid]    und einem Hydroxylaminsalz (z. B. Hydroxylaminhydrochlorid) erhalten werden.

   Das bei dieser Umsetzung erhaltene Reaktionsgemisch enthält das Dihydrochloridsalz z. B. des Diaminooctadiens. Dieses Salz kann dann durch Zusatz von Diäthyläther aus der Lösung ausgefällt werden. Nach einer andern Ausführungsform wird das Verfahren stetig geführt und das   Titantetrachlorid    [bei Verwendung von Ti  tan(III)-chlorid als    Reduktionsmittel] im Reaktionsgemisch durch katalytische Reduktion mit Wasserstoff in den dreiwertigen Zustand zurückreduziert und dann im Kreislauf der Umsetzung wieder zugeführt, bei der die Bildung des gewünschten Diamins erfolgt.



   Eine geeignete Methode zur Bildung der freien primären Aminoradikale besteht in der Verwendung eines Hydroxylaminsalzes zur Oxydationsreduktions -reaktion mit einem geeigneten reduzierend wirkenden Metallsalz. Es kann z. B. Hydroxylamin-hydrochlorid und als reduzierend wirkendes Metallsalz   Titan(III)-    chlorid, Titan(III)-nitrat,   Titan(IliYacetat,    Zinn(II)chlorid,   Mangan(II)chlorid    und   Vanadin(ll)chlorid    verwendet werden. Die Bildung des Aminoradikals erfolgt dabei z. B. nach folgender Gleichung:
EMI2.1     

Es können zur Bildung der freien primären Aminoradikale auch andere Methoden Anwendung finden. Beispiele für solche Methoden sind die photolytische bzw. durch Kernstrahlung erregte Zersetzung von z. B.

   Ammoniak, Hydrazin oder Hydroxylamin oder die Entladung des Formamidions usw.



   Wenn Hydroxylamin als Quelle für die freien Aminoradikale dient, kann man es in freier Form oder in Form eines seiner Salze in festem Zustand oder in Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel verwenden. Ein besonders bevorzugtes Salz stellt   Hydroxylariin-hydrochlorid    dar, es können aber auch entsprechende andere Salze, wie diejenigen der SaIpetersäure, Schwefelsäure, geeigneter organischer Säuren und dergleichen, verwendet werden. Als Quelle für sekundäre und tertiäre Aminoradikale kann man   mono oder    disubstituierte Hydroxylamine der Formel
EMI2.2     
 verwenden, worin R und R' Wasserstoff und-organische Reste bzw. organische Reste oder zusammen eine substituierte Methylengruppe bedeuten, z. B.



     N-B enzyl-,    N-Phenyl-hydroxylamin und Acetoxim.



   Die Umsetzung zwischen dem konjugierten Dien und den freien Aminoradikalen wird natürlich in einem wasserfreien Lösungsmittel ausgeführt,   das    gegenüber den Reaktionsteilnehmern und dem Diamin inert ist. Hierfür eignen sich bestimmte sauerstoffhaltige organische Lösungsmittel, z. B. Hydroxylgruppen enthaltende organische Lösungsmittel, einschliesslich der Alkohole der Methanolreihe und insbesondere der verhältnismässig niedrigmolekularen Glieder dieser Reihe, wie Methanol, Äthanol, Isopropanol und dergleichen, das heisst Alkohole mit   1 bis 4 s : C-Atomen. Man kann auch Gemische solcher    Alkohole wie auch ihre Gemische mit andern Stoffen, z. B. Diäthyläther, Dioxan, Dimethylcellosolve, Benzol usw., verwenden. Spezifische Beispiele sind Gemische von Methanol und Dioxan, Methanol und Äthanol usw.

   Bei Verwendung eines Hydroxylaminund eines reduzierenden Metallsalzes soll vorzugsweise das Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch eine ausreichend grosse Löslichkeit für das Hydroxylaminsalz besitzen, damit die Reaktion mit angemes sener Geschwindigkeit ablaufen kann, sowie eine verhältnismässig geringe Löslichkeit für das erhaltene ungesättigte Diamin, damit dasselbe durch Zusatz einer minimalen Menge eines geeigneten Nichtlösungsmittels für dasselbe ausgefällt werden kann.



  Wenn gewünscht, kann das Hydroxylaminsalz als Lösung in einem Lösungsmittel und z. B. das Titan  (Ill)chlorid    in einem andern Lösungsmittel gelöst zugesetzt werden, wobei man die Lösungsmittel zweckmässig so wählt, dass die Löslichkeit in jedem Falle hoch ist. Bei Kreislaufführung der beispielsweise schliesslich erhaltenen und vom Diamin abgetrennten Titantetrachloridlösung kann es vorteilhaft sein, wenn das Lösungsmittel für das Hydroxylaminsalz niedriger siedet, um es durch Destillation abtrennen zu können.



   Von den konjugierten Dienen eignet sich   besoni    ders gut Butadien. Es können jedoch auch andere konjugierte Diene verwendet werden, z. B. konjugierte Diene mit 4 bis 8 C-Atomen, beispielsweise Isopren,   Dimethylbutadien,    Pentadiene, wie Methyl  1 3-pentadien,    cyclische Diene, z. B. Cyclohexadien1,3 und Cyclopentadien.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann in einem ziemlich breiten Temperaturbereich durchgeführt werden, z. B. bei -30 bis etwa   75O    C, vorzugsweise etwa zwischen 0 bis   40     C. Temperaturen unter etwa   0O C werden aber im allgemeinen infolge Verringe-     rung der Reaktionsgeschwindigkeit nicht bevorzugt, während Temperaturen über etwa   400 C    zwar im Hinblick auf ein Steigen der Reaktionsgeschwindigkeit geeignet sind, aber die Verwendung kostspieliger Druckgefässe erfordern.



   Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens unter Bildung der freien Aminoradikale mittels Hydroxylamin und   Titan (III)-chlorid    gilt folgendes:
Das Hydroxylamin (z. B. Hydroxylamin-hydrochlorid) und das Titan(III)-chlorid werden im allgemeinen in äquivalenten Mengen verwendet, um sie im wesentlichen vollständig auszunutzen. In bestimmten Fällen kann jedoch ein   Überschuss    an Titan(III)chlorid (von z. B. etwa   5 0/o)    eingeführt werden, um die reagierte Lösung gegen Oxydation zu schützen.



  Das konjugierte Dien kann in stöchiometrischer Menge, aber auch im Überschuss, z. B. bis zu etwa 8fachem Überschuss, über dieselbe verwendet werden, vorzugsweise arbeitet man jedoch mit etwa 1,3 bis 2,0 Äquivalenten und gewinnt das überschüssige Dien, wenn gewünscht, nach Beendigung der Reaktion zurück.



   Das Hydroxylamin und Titan(III)-chlorid können zusammen dem konjugierten Dien zugesetzt werden.



  Das Hydroxylamin wird vorzugsweise im Überschuss gehalten, um den Ablauf der Reaktion
EMI3.1     
 auf ein Minimum zu verringern.



   Das Hydroxylamin   und/oder      Titan(III)chlond    können in Lösung oder in fester Form zugesetzt werden. Hinsichtlich des Diens kann die Gesamtmenge zu Anfang in das Reaktionsgefäss eingegeben werden, man kann aber, wenn gewünscht, das Dien auch während   dler    Reaktion zusetzen, vorzugsweise mit solcher Geschwindigkeit, dass in dem reagierenden Gemisch ein Dienüberschuss aufrechterhalten wird. Als Lösungsmittel für das   Titan(III)-chlorid    verwendet man am besten das für die Diamin-Bildungsreaktion dienende Reaktionsmedium. Anstelle des Titan(III)-chlorids können aber auch die entsprechenden festen Alkoholate verwendet werden.



  Zur Herstellung solcher Verbindungen kann man eine konzentrierte Lösung von   Teil4    in einem geeigneten Alkohol (z. B. Methanol) katalytisch hydrieren, bis das feste   Titan(III)-alkoholat    ausfällt. Man kann auch eine alkoholische Lösung des Titan(III)chlorides der Destillation unterwerfen, um das Lösungsmittel zu entfernen und das entsprechende feste Titan(III)-alkoholat auszufällen.



   Die Herstellung einer Lösung von Titan(III)chlorid erfolgt am besten, indem man eine TiCl4 Lösung in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, wie Adams-,   Platin-auf-Kohlenstoff-oder    Palladiumauf-Kohlenstoff-Katalysators der Einwirkung von Wasserstoff unter Druck (z. B. von etwa 1 at bis zu mehreren 100   at)    unterwirft.



   Das Diaminsalz kann aus dem z. B. alkoholischen Reaktionsgemisch gewonnen werden, indem man es durch Zusatz eines geeigneten   Nichtlösungsmitteis    für das Diaminsalz ausfällt. Hierzu eignen sich Stoffe wie Dimethylcellosolve, Methylenchlorid, Diäthyl äther usw. Das Nichtlösungsmittel kann dann durch Destillation entfernt und in der zurückbleibenden, z. B. alkoholischen Lösung das TiCl4 durch katalytische Hydrierung zu   Titan(III)chlorid    reduziert und die erhaltene Lösung in einem neuen Ansatz als Reduktionsmittel für die Bildung der freien Aminoradikale verwendet werden.



   Alkoholische TiCl4-Lösungen enthalten von der   Veresterung entsprechend ; der Gleichung   
EMI3.2     
 freies   HC1.   



   Die Salzsäuremenge kann verringert werden, indem man destilliert oder wasserfreies Ammoniak zusetzt, wodurch Ammoniumchlorid ausfällt, oder durch Zusatz von wasserfreiem HCl-Glas erhöht werden. Jede Stufe, die Reduktion von TiCl4 zu   Titan(III)-chlorid,    die Dimerisierung und die Ausfällung des Diaminsalzes, z. B. mit Äther, kann bei mehr oder weniger der normalen Salzsäurekonzentration durchgeführt werden, die bei der Veresterung erhalten wird. Im allgemeinen ist es zweckmässig, diese Verfahrensstufen ohne jegliche Veränderung in der normalen Konzentration durchzuführen.



   Bei der Ausfällung des Diaminsalzes mit   Äther    ist im allgemeinen, bezogen auf das Volumen des Reaktionsgemisches und in Abhängigkeit von der Diaminkonzentration, die 3- bis 6fache Raummenge Äther erforderlich. Dieses Mengenverhältnis kann jedoch vergrössert oder verkleinert werden, um besonderen Erfordernissen gerecht zu werden. Die erforderliche   Äthermenge    kann durch Einengen der Lösung verringert werden, indem man z. B. Methanol abdestilliert. Zweckmässigerweise erfolgt die Verringerung der-erforderlichen   Äthermenge,    indem man Diamin einträgt, das bei einem früheren Ansatz erhalten wurde.

   In Kreislaufverfahren kann eine gleichbleibende Diaminkonzentration in einer Menge von einem Teil der Ausbeute bis zu ein oder mehreren Ausbeuten je Durchgang ungewonnen bleiben, was von der zweckmässig zu verwendenden Menge an Äther abhängt, wobei sich die zur Ausfällung erforderliche   Äthermenge    verringert, wenn die Menge von aus früheren Ansätzen übernommenem Diamin ansteigt.



   Eine geringe Wasserkonzentration ist bei der auf Zusatz eines Nichtlösungsmittels beruhenden   Gewin-    nung des Diamin-Salzes zulässig. Wasser entsteht bei der Reduktion des Hydroxylamins und ist in einer Menge von 1 Mol je Mol reduziertes Hydroxylamin anwesend. In einem Kreislaufverfahren kann die stetige Aufspeicherung von Wasser vermieden werden, indem man es auf chemischem Wege abtrennt, z. B. mit wasserfreiem Calciumsulfat, oder destillativ, z. B. durch Destillation eines   95/5-Äthanol/Wasser-    Azeotrops, entfernt. Im allgemeinen soll die Wasserkonzentration auf einem absoluten Minimum gehal  ten werden, und es ist sehr erwünscht, dass der Reaktion zu Anfang kein Wasser zugeführt wird.



   Beispiel 1
Eine Lösung von 27,5   cm3    (0,25 Mol) Titantetrachlorid in 160   cm3    Methanol wird bei 3,5 at an einem Adams-Katalysator hydriert. Eine Titration eines aliquoten Anteils nach der Reduktion mit einer Standardlösung von   Eisen(III)-ammoniumsulfat       ergibt eine 78 0/obige Umwandlung in dreiwertiges    Titan. Der restliche Teil der Lösung, der 0,184 Mol   dreiwertiges    Titan enthält, wird tropfenweise in einen Kolben eingegeben, der mit Rührer und   Trockeneis-Rückflusskondensator    ausgestattet ist und 25   cm3    Methanol und 1,0 Mol Butadien enthält.



  Zusammen mit der Titan (III) enthaltenden Lösung wird eine Lösung von 12,8 g Hydroxylamin-hydrochlorid in 150   cm3    Methanol zugesetzt. Die Zusätze erfolgen mit auf stöchiometrischer Basis etwa äquivalenter Geschwindigkeit, wobei man das Hydroxylamin im Kolben in leichtem   Uberschuss    hält, so dass die blaue Ti(III)-Färbung rasch verschwindet. Der Zusatz erfolgt in 1 Stunde. Die Rückflussbehandlung des Butadiens dient dazu, um die Reaktionstemperaratur auf etwa   0     C zu halten. Am Ende der Reaktion wird eine feste Substanz abfiltriert, die Octadien  diamin-hydrochlorid    und etwas   Titan(IV)Salz    enthält.

   Das Filtrat wird auf etwa das halbe Volumen eingeengt, indem man Methanol im Vakuum abdestilliert; der Rückstand wird einer wässrigen Lösung zugesetzt, die   20 /o      Natriumhydroxyd    enthält.



  Man extrahiert die erhaltene Lösung mit Diäthyläther und trocknet den   Ätherextrakt.    Durch Zusatz von wasserfreier Salzsäure zu der ätherischen Lösung erhält man eine Ausfällung von 9,6 g Diaminooctadien-hydrochlorid, was einer Ausbeute von   49 ovo    entspricht, bezogen auf das bei der Reaktion   verwen-    dete dreiwertige Titan und Hydroxylamin. Das Diamin wird durch sein Ultrarotspektrum und den Schmelzpunkt seines   Hydrochlorides    mit einer bekannten Probe von   Octadien-3 , 6-diamin-1      8    identifiziert.



   Beispiel 2
Man arbeitet unter Verwendung von 0,334 Mol Titantrichlorid in 214 cm3 Methanol im wesentlichen wie im Beispiel 1, setzt jedoch während der Reaktionsdauer anstelle des Butadiens tropfenweise eine Lösung von 52,6   cm3    Isopren in 50 cm3 Methanol zu. Man erhält 16,45 g Dimethyloctadiendiaminhydrochlorid, was einer Ausbeute von   42 0/o    der Theorie entspricht. Das   Ultrarotspektrum    zeigt, dass das Produkt ein ungesättigtes Amin darstellt. Die Stickstoffanalyse des Hydrochlorids ergibt einen Wert von   11,10/o    (berechnet   11,60/0).   



   Beispiel 3
Man arbeitet im wesentlichen wie im Beispiel 1, gibt das   Hydroxylamin-hydrochlorid    jedoch zu Reaktionsbeginn in fester Form in den Kolben ein.



  Die Diaminausbeute beträgt   53,5 0/o    der Theorie.



   Beispiel 4
Man arbeitet im wesentlichen wie im Beispiel 1, ersetzt jedoch das Methanol in allen Fällen durch etwas grössere Raummengen an Äthanol. Man erhält mit je 0,109 Mol Hydroxylamin und Titan-(III) Octadiendiamin-hydrochlorid in einer Ausbeute von   80 O/o.   



   Beispiel 5
Man arbeitet im wesentlichen wie im Beispiel 1, verwendet jedoch das Butadien in einem Überschuss    von nur 50 50 /o über die theoretische Menge und gibt    dasselbe stetig während der Reaktion zu. Im Kolben befindet sich nach beendeter Reaktion keine feste Substanz. Die Reaktionstemperatur liegt zwischen 21 und   25O C.    Die Hälfte des Reaktionsgemisches wird in wässrigem Alkali gelöst, mit Äther extrahiert und der Auszug getrocknet. Bei Abdampfen des Lösungsmittels bleiben 6,96 g Oxtadiendiamin zurück, was einer Ausbeute von   59 /o    der Theorie entspricht.



  Zu der andern Hälfte des Reaktionsgemisches (235 cm3) setzt man 700   cm3    Äther zu. Es bildet sich eine Ausfällung von 12,3 g rohem Octadien diamin-hydrochlorid, was 700/0 der Theorie entspricht. Diese Ausfällung enthält als Verunreinigung ein   Titan(III)Salz;    analytisch ergibt sich ein Titangehalt von   2,25 0/o.    Der Diaminhydrochloridgehalt bestimmt sich zu 90   O/o,    was eine berichtigte Ausbeute von 63   O/o    für diese Art der Produktgewinnung ergibt.



   Beispiel 6
Eine Lösung von 41,8   cm3    (0,380 Mol) Titantetrachlorid in 200   cm3    Methanol wird unter einem Wasserstoffdruck von 48,2 at an einem   Adanas-    Katalysator reduziert. Die Titration eines aliquoten Anteils zeigt eine   87,1 0/o ige    Umwandlung zu Titan  (III).    Die verbleibende   Titan-(III)-Lösung,    die 0,323 Mol Titan-(III) enthält, wird tropfenweise im Verlaufe von 70 Minuten in einen Kolben eingegeben, der 22,6 g (0,323 Mol) Hydroxylamin-hydrochlorid und 234   cm3    Methanol enthält. In diesem Zeitraum wird dem Kolben 1/2 Mol Butadien zugesetzt. Die Reaktionstemperatur wird durch Kühlung in einem Bad auf etwa   24  C    gehalten.

   Nach Beendigung der Reaktion wird das Volumen durch Destillation von Methanol und überschüssigem Butadien bei Unterdruck auf 265   cm3    eingeengt. Durch Zusatz von 3   Raumteilen      Äther    erhält man 35,9 g einer Ausfällung, was einer Ausbeute von   1050/0,    berechnet als Octadiendiamin-hydrochlorid, ergibt, wobei die   Überhöhung    des Ausbeutewertes die Ver  unremigung    mit Titan(IV)Salz wiedergibt. Die Analyse der Ausfällung zeigt, dass sie zu 800/0 aus   Octadiendiamin, hydrochlorid    besteht, was einer   850/obigen    Ausbeute entspricht. Der Äther wird aus dem Filtrat abdestilliert und die zurückbleibende Lösung von Titantetrachlorid in Methanol im nächsten Ansatz verwendet.



   Im   folgenden    Ansatz wird die Reaktion mit 0,266 Mol   Titantrichlorid    in 140   cm3    Methanol wiederholt, wobei man 35,0 g Octadiendiaminhydrochlorid erhält.  



   Beispiel 7
Man arbeitet im wesentlichen wie im Beispiel 6, lässt jedoch die Ausfällung des Produktes mit Äther am Ende der ersten Umsetzung weg. Am Ende der zweiten Umsetzung setzt man statt 3 Raumteilen nur 1   Raumteil      Ather    zu. Man erhält eine Ausfällung von 57,4 g rohem Diaminhydrochlorid.



   Beispiel 8
Man stellt eine Lösung von 0,036 Mol Titantetrachlorid, 0,250 Mol Hydroxylamin und 0,325 Mol Butadien in 100   cm3    Methanol her und hydriert sie bei einem Wasserstoffdruck von 70 at an einem Adams-Katalysator. Durch Lösen in wässrigem. Ätzalkali und Extraktion wird das Octadiendiamin isoliert. Das Reaktionsgemisch enthält 0,087 Mol nicht umgesetztes Hydroxylamin; bezogen auf das verbrauchte Hydroxylamin beträgt die Diaminausbeute   24, 0eo    der   Theone.   



   Die gemäss der Erfindung erhaltenen ungesättigten Diamine eignen sich für zahlreiche Zwecke, insbesondere zur Herstellung entsprechender verhältnismässig hochmolekularer gesättigter Amine durch Hydrierung, die sich zur Umsetzung mit zweibasischen Säuren, z. B. Sebacinsäure, Adipinsäure, zu synthetischen   Linearpolyamiden    eignen, die Fasern von ausgezeichneter Kaltreckbarkeit zu bilden vermögen.



   Bei der Herstellung der ungesättigten Diamine aus den konjugierten Dienen wird angenommen, dass die nachfolgenden Umsetzungen erfolgen, wenn z. B.



  Butadien und als freies Aminoradikal   NIls    verwen  det- wira,    wie man es durch Oxydationsreduktionsreaktion von   Hydroxylamin-hydrochlörid    und Titan  (lII)-chlorid    erhält.
EMI5.1     
   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von mit zwei Aminogruppen substituierten Dimeren konjugierter Diene, dadurch gekennzeichnet, dass man ein konjugiertes Dien in einem praktisch wasserfreien Lösungsmittel für dasselbe mit entsprechenden freienAminoradikalen umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel eine sauerstoffhaltige Verbindung verwendet, die gegen das konjugierte Dien und das erhaltene ungesättigte Diamin praktisch inert ist.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel einen einwertigen gesättigten aliphatischen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene ungesättigte Diamin aus dem Reaktionsgemisch durch Zusatz eines Nichtlösungsmittels für dasselbe ausfällt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung des konjugierten Diens Hydroxylamin oder ein Salz davon und ein reduzierendes Metallsalz zugesetzt werden, welch letztgenanntes das Hydroxylamin unter Bildung von freien primären Aminoradikalen reduziert.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als konjugiertes Dien ein aliphatisches konjugiertes Dien mit 4 bis 8 C-Atomen, als Lösungsmittel einen einwertigen gesättigten aliphatischen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen, als Hydroxylaminsalz Hydroxylamin-hydrochlorid und als reduzierendes Metallsalz Titan-(III)-chlorid verwendet.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene ungesättigte Diaminsalz aus dem Reaktionsgemisch durch Zusatz eines Nichtlösungsmittels für das Diaminsalz ausfällt.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man das in dem Reaktionsgemisch nach Ausfällung des Diaminsalzes anwesende Titantetrachlorid zu Titan-(III)-chlorid reduziert, indem man das Reaktionsgemisch in Gegenwart eines für die Reduktion geeigneten Katalysators einem erhöhten Wasserstoffdruck unterwirft, und die erhaltene Titan-(III)-chloridlösung in einem neuen Ansatz zur Reduktion des Hydroxylamins verwendet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung des konjugierten Diens ein Hydroxylaminsalz und ; ein reduzierendes Metall- salz zugesetzt werden, weich letztgenanntes das Hy droxylamin unter Bildung der freien primären Aminoradikale reduziert, und dass das erhaltene ungesättigte Diaminsalz aus dem Reaktionsgemisch ausgefällt wird, indem das Lösungsmittel für das konjugierte Dien so gewählt wird dass es ein Lösungsmittel für das Hydroxylaminsalz und praktisch ein Nichtlösungsmittel für das ungesättigte Diaminsalz darstellt.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das reduzierende Metallsalz der Lösung des konjugierten Diens in einer zur Reduktion des Hydroxylamins zu freien primären Aminoradikalen zumindest stöchiometrischen Menge zusetzt.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man das Hydroxylamin- und das reduzierende Metallsalz in praktisch stöchiometrischen Mengen zusammen zusetzt.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine alkoholische Lösung von Titantetrachlorid, Hydroxylamin und des konjugierten Diens in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators bei erhöhtem Wasserstoffdruck umsetzt.
    12. Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Neutralisation des Reaktionsgemisches die in ihm enthaltene Titanverbindung in TiO umwandelt, welches ausfällt, das TiO9 in TiCl, überführt und dasselbe in einem neuen Ansatz für die alkoholische Lösung verwendet.
CH5045657A 1956-09-14 1957-09-12 Verfahren zur Herstellung von Diamino-dienen CH363021A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US609807A US2991312A (en) 1956-09-14 1956-09-14 Synthesis of diamines

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH363021A true CH363021A (de) 1962-07-15

Family

ID=24442414

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5045657A CH363021A (de) 1956-09-14 1957-09-12 Verfahren zur Herstellung von Diamino-dienen

Country Status (2)

Country Link
US (1) US2991312A (de)
CH (1) CH363021A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3156729A (en) * 1958-09-04 1964-11-10 Nat Distillers Chem Corp Synthesis of diamines

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2486572A (en) * 1943-01-19 1949-11-01 Du Pont Preparation of titanium chloride solutions
US2565529A (en) * 1946-10-18 1951-08-28 Shell Dev Conjugated aldehyde-secondary amine reaction products
US2617827A (en) * 1950-05-11 1952-11-11 Rohm & Haas Bis-1,4-dialkylamino-1,3-butadienes
US2567109A (en) * 1950-07-15 1951-09-04 Du Pont Initiator systems comprising a titanous compound and nitrogen compounds such as oximes
US2670270A (en) * 1951-11-14 1954-02-23 Jordan James Fernando Production of pure dihalides

Also Published As

Publication number Publication date
US2991312A (en) 1961-07-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0053818B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexylaminen durch Hydrierung von aromatischen Aminen
DE2600541A1 (de) Verfahren zur carbonylierung von arylalkylhalogeniden
DE1795841B2 (de) l-a'-Chlort-benzyl^-di-sec-butylamino-acetyl-pyiTol, seine Salze und Verfahren zu deren Herstellung
DE1166766B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylalkylcarbonsaeureamiden
DE2022656C3 (de) 2-(Nicotinoylaminoäthansulfonylamino) pyridin
DE2436651A1 (de) Verfahren zur herstellung von betaaminopropionitril
EP0070425B1 (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Acryl- und Methacrylamiden
DE2945614C2 (de)
CH363021A (de) Verfahren zur Herstellung von Diamino-dienen
DE2738388C2 (de)
DE2531060C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Methylpiperazin und 1,4-Dimethylpiperazin als Coprodukte
DE1093353B (de) Verfahren zur Herstellung von Diaminoderivaten von Dimeren konjugierter Diene
DE4138142C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-2,6-dimethylpiperidin
DE2116947C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
DE1037464B (de) Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Dialkylhydrazine durch katalytische Reduktion von Dialkylnitrosaminen
EP0028375B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phenylessigsäure und von deren einfachen Derivaten
DE2953189C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ketonen
DE1082593B (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen bzw. Hydrierungsprodukten von Di-(aminocyclohexadienyl) und seinen Alkylsubstitutionsprodukten
DE2715518C2 (de)
DE2459233C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon
CH361795A (de) Verfahren zur Herstellung ungesättigter Diamine
CH644576A5 (de) Verfahren zur herstellung von anisaldehyd.
AT219610B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten und deren Salzen
DE949569C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoalkoholen
AT233567B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-(Trialkoxybenzyl)-piperazinen bzw. von deren Säureadditionssalzen