CH363467A - Mörtelspritzgerät, insbesondere zum Auftragen von Mörtel auf Decken und Wände - Google Patents
Mörtelspritzgerät, insbesondere zum Auftragen von Mörtel auf Decken und WändeInfo
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Description
Mörtelspritzgerät, insbesondere zum Auftragen von Mörtel auf Decken und Wände Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mörtel spritzgerät, das insbesondere zum Auftragen von Mörtel auf Decken und Wände dient, und das aus einem oben offenen Mörtelbehälter besteht, der meh rere über dem Behälterboden in der Behälterrück wand angeordnete Druckluftdüsen und gleichachsig zu diesen in der Behältervorderwand liegende Mör teldüsen aufweist. Bei vorbekannten Mörtelspritz geräten dieser Art war ein ebener Behälterboden vorgesehen.
Diese Bauart hat den Nachteil, dass sich in dem zwischen Pressluft- und Mörteldüsen liegen den gemeinsamen Raum Luftwirbel bilden, die einen erheblichen Widerstand darstellen und einen grö sseren Pressluftverbrauch bedingen. Ausserdem ent steht bei dem vorbekannten Mörtelspritzgerät ein Materialverlust, weil durch die Luftwirbel kein sau beres Ausblasen des Materials erzielt wird, sondern ein gewisses Auslaufen bzw. Abtropfen von Mörtel masse an den Mörteldüsen eintritt. Dieses Auslau fen ist auch für die Bedienungsperson unerwünscht, weil sie deren Kleidung beschmutzt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseiti gung dieser Nachteile und zeichnet sich dadurch aus, dass am Behälterboden eine der Anzahl der Druck luft- bzw. Mörteldüsen entsprechende Anzahl rinnen- förmiger Kanäle vorgesehen sind, die je von einer Druckluftdüse zu der gegenüberliegenden Mörteldüse führen.
Diese Kanäle können durch eingegossene Rinnen in dem zweckmässig als Gussstück ausgebildeten Bodenstück des Behälters gebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, bei einem Bodenstück, das einen ebe nen Boden aufweist, die Kanäle durch Einsetzen eines entsprechend wellenförmig gebogenen Bleches zu bilden. Die letztgenannte Ausführung macht es mög lich, die bereits in grosser Zahl vorhandenen Mörtel spritzgeräte mit ebenem Behälterboden nachträglich im Sinne der Erfindung mit einfachsten und billigsten Mitteln umzubauen.
Das Mörtelspritzgerät nach der Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung darge stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es Zeigen: Fig. 1 die Vorderansicht des neuen Mörtelspritz gerätes, Fig. 2 eine Seitenansicht desselben, Fig. 3 die Aufsicht, Fig. 4 einen Schnitt durch das Spritzgerät nach Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt durch eine weitere Ausfüh rungsform einer Mörteldüse, Fig. 6 eine Seitenansicht einer Luftdüse in grö sserem Massstab, Fig. 7 eine Draufsicht auf den Boden des Gerätes,
Fig. 8 einen Schnitt durch eine weitere Ausfüh rungsform einer Mörteldüse nach Linie VIII-VIII in Fig. 7. In der Zeichnung ist mit 1 ein Trichter bezeich net, an welchem mittels Nieten 2 ein Bodenstück 3 be festigt ist, das vorteilhaft aus Aluminiumguss besteht. Trichter 1 und Bodenstück 3 bilden zusammen einen oben offenen Mörtelbehälter.
Das Bodenstück 3 trägt an seiner Rückseite einen Ansatz 4 mit einem Innengewinde 5, in welches ein Pressluftzuführungs- schlauch eingeschraubt werden kann. Das Ansatz stück 4 steht mit einem Pressluftkanal 6 in Verbin dung, welcher an seiner Vorderseite mehrere Press- luftdüsen 7 aufweist und an seinen beiden Enden je mit einer Schraube 8 verschlossen ist.
In der Vor derwand des Mörtelbehälters bzw. des Gussboden- stückes sind Bohrungen 9 vorgesehen, in welche Messingbuchsen 10 eingesetzt sind. Um eine Abnüt- zung dieser Messingbuchsen durch den scharfkanti gen Mörtel zu vermeiden, sind in diese Messingbuch sen Mörteldüsen 11 aus Stahl oder dergleichen ein gesetzt. Die Mörteldüsen 11 weisen an ihrem vor deren Rand zwei Spalte 12 auf, die zum Einschrau ben der Mörteldüsen mittels eines Schraubenziehers dienen, und sind gleichachsig zu den Düsen 7.
Am Bodenstück 3 sind rinnenförmige Kanäle 14, 14a vorgesehen, die durch Wände bzw. Rippen 13 voneinander getrennt sind und die von den Druck luftdüsen 7 zu den gegenüberliegenden Mörteldüsen 11 führen. Diese Kanäle erstrecken sich von der Behälterrückwand bis zur Vorderwand. Bei dem ge zeigten Ausführungsbeispiel sind diese Rinnen 14 nebst Rippen 13 in das Bodenstück 3 eingegossen, das heisst werden beim Giessen des Bodenstücks 3 erzeugt.
Gegebenenfalls kann jedoch bei einem Bodenstück, das einen ebenen Boden aufweist, zur Bildung der Kanäle 14 bzw. Rippen 13 ein entspre chend wellenförmig gebogenes Blech eingesetzt wer den.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die aussen liegenden Kanäle 14a breiter als die inneren Kanäle 14. Diese Ausbildung ist aus folgendem Grund ge wählt: Die aussenliegenden Kanäle 14a werden lang samer bzw. mit weniger Mörtel gefüllt, weil der Mörtel an den seitlichen Trichterwänden anhaftet und wegen der Reibung langsamer in die äusseren Kanäle 14a hineinrutscht. Es hat sich daher gezeigt, dass bei gleich breiten Kanälen 14, 14a aus den aussen liegenden Kanälen bzw. Mörteldüsen weniger Mörtel als aus den innen liegenden Düsen austritt. Um einen gleichmässigen Austritt aus allen Mörteldüsen zu er zielen, sind daher die aussen liegenden Kanäle 14a breiter als die inneren.
Ausserdem sind vorteilhaft sämtliche Kanäle 14, 14c nach den Mörteldüsen zu keilförmig erweitert, wie aus Fig. 3 und 7 ersichtlich. Damit die äussern Kanäle 14a eine genügend grosse Erweiterung gegen die Mörteldüse 11 aufweisen können, ist das Boden stück 3 in der Draufsicht betrachtet trapezförmig ausgebildet.
Der Trichter ist an seinem oberen er weiterten Teil auf den Breitseiten mit Versteifungs rippen 18 versehen, die ein Einknicken oder Ver beulen des Trichters beim Ausklopfen des erhärte ten Mörtels verhindern.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform der Mörteldüsen dargestellt, welche an Stelle der erwähn ten Düsen 11 Verwendung finden können und welche bei bestimmtem Spritzgut eine bessere Führung des austretenden Materialstrahls ergeben. Die Auswechs lung der Düsen 19 erfolgt in einfacher Weise.
Diese Spritzdüse 19 weist nach Art eines Ven- turirohres eine Verengung 20 auf, durch welche die Geschwindigkeit des austretenden Materialstrahls er höht wird; das Spritzgut verlässt daher den Behälter mit erhöhter Geschwindigkeit. Die Austrittsöffnung ist gegenüber dieser Verengung 20 konisch erweitert. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass der Material- strahl nach dem Austritt aus der Düse kompakt bleibt und deshalb in der gezielten Richtung auf den zu überziehenden Grund auftritt, und dass keine Aufteilung des Strahles in Einzelsträhle und keine Wirbelbildungen auftreten und dass ferner das Herab tropfen von Spritzgut unterbleibt, weil keine Wirbel entstehen.
Die Verwendung dieser Düse 19 bringt ausserdem eine Ersparnis an Druckluft mit sich.
Ferner sind zum Spritzen von Feinputz längere Pressluftdüsen 15 vorgesehen (Fig. 6), welche an Stelle der gewöhnlichen Pressluftdüsen 7 einge schraubt werden. Ausserdem kann beim Feinputz auftragen eine Mörtelspritzdüse 16 (Fig. 5) mit einer kleineren Mörtelaustrittsöffnung 17 verwendet wer den.
Die Arbeitsweise des neuen Mörtelspritzgerätes ist folgende: Pressluft wird durch einen Pressluftschlauch dem Ansatzstück 4 des Gussbodenstückes 3 zugeführt und im Kanal 6 verteilt. Die Pressluft tritt mit scharfem Strahl aus den Pressluftdüsen 7 aus und reisst den im Trichter und in den Kanälen enthaltenen Mörtel mit sich, der dann an den Mörteldüsen austritt und gegen die zu verputzende Wand geschleudert wird. Die aus Stahl hergestellten Mörtelspritzdüsen können durch den körnigen Mörtel praktisch nicht abge nützt werden und weisen deshalb eine hohe Lebens dauer auf.
Durch Einsetzen von längeren Pressluft düsen 15 und Mörtelspritzdüsen 16 mit kleinerer Öffnung 17 ist mit ein und demselben Gerät auch ein Feinputzen möglich.
Durch die beschriebene Anordnung der vorer wähnten Kanäle am Behälterboden wird eine gute Führung des auszublasenden Mörtels erzielt, so dass die vorerwähnten Luftwirbel beseitigt werden und eine Ersparnis an Pressluft von 25 bis 3001a eintritt. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Gerätes wird es daher möglich, wirtschaftlicher zu arbeiten bzw. auch kleinere Kompressoren als bisher zu ver wenden. Durch Anordnung der Kanäle am Behälter boden wird auch ein sauberes Ausblasen des Mörtels ohne jeden Materialverlust, das heisst ohne Abtrop fen von Mörtel an den Düsen, erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mörtelspritzgerät, bestehend aus einem oben offe nen Mörtelbehälter mit mehreren über dem Behälter boden in der Behälterrückwand angeordneten Druck luftdüsen und gleichachsig zu diesen in der Behälter vorderwand liegenden Mörteldüsen, dadurch gekenn zeichnet, dass am Behälterboden (3) eine der Anzahl der Druckluft- (7) bzw. Mörteldüsen (11) entspre chende Anzahl rinnenförmiger Kanäle (14, 14a) vor gesehen sind, die je von einer Druckluftdüse (7) zu der gegenüberliegenden Mörteldüse (11) führen. UNTERANSPRÜCHE 1.Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kanäle (14, 14a) sich von der Behälterrückwand bis zur Vorderwand er strecken. 2. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Behälterboden (3) im Grundriss Trapezform aufweist. 3. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle durch eingegossene Rinnen im Behälterboden gebildet sind. 4.Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle durch die Täler eines in den Behälter ein gesetzten, wellenförmig gebogenen Bleches gebildet sind. 5. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden aus Leichtmetallguss besteht. 6. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden aussen liegen den Kanäle (14a) breiter sind als die inneren Kanäle (14). 7.Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sämt liche Kanäle (14, 14a) nach den Mörteldüsen zu keilförmig erweitert sind. B. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Mörteldüsen aus Stahl bestehen und auswechselbar in Messingbuchsen ein- geschraubt sind, die ihrerseits in den unteren Behäl terteil eingesetzt sind. 9. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Pressluftdüsen und die Mörteldüsen im Behälter auswechselbar angeordnet sind, um sie gegen Düsen anderer Bauart auswech seln zu können. 10.Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Feinputzen zusätzlich ein Satz längerer Pressluftdüsen und Mörteldüsen mit kleinerem Düsendurchmesser vorgesehen ist. 11. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter an seinem oberen Teil auf den Breitseiten mit Versteifungsrip pen versehen ist. 12.Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Mörtelspritzdüsen in ihrer Düsenöffnung eine Verengung aufweisen, um die Austrittsgeschwindigkeit des Spritzgutes zu er höhen. 13. Mörtelspritzgerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung der Mörtelspritzdüsen gegenüber der Verengung konisch erweitert ist (Fig. 8).
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5288024A (en) * | 1991-07-26 | 1994-02-22 | Nicolas Vitale | Universal pneumatic device for dough-casting, pointing and filleting |
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1958
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