CH363634A - Verfahren zum Färben - Google Patents
Verfahren zum FärbenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
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- D06P1/928—Solvents other than hydrocarbons
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Description
Verfahren zum Färben Das Färben von Polyamdifasern in kontinuier licher oder halbkontinuierlicher Weise ist immer wieder versucht worden, aber das Problem ist bis heute noch nicht befriedigend gelöst. Als eine ideale kontinuierliche oder halbkontinuierliche Färbung würde man eine solche Färbung bezeichnen, bei wel cher der Anfang sowie das Ende des gefärbten Textil materials von gleicher Farbstärke wären. Bei den herkömmlichen Verfahren zieht der Farb stoff am Anfang des Prozesses auf das Textilmaterial, so dass das Ende des Textilmaterials nur noch schwach angefärbt wird. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zum Färben von Textilmaterialien, vorzugsweise von natürlichen und synthetischen Po lyamidfasern, wie Wolle und Nylon, in kontinuier licher oder halbkontinuierlicher Weise, welches da durch gekennzeichnet ist, dass man die Textilmate rialien mit Lösungen oder Suspensionen von Farb stoffen in organischen, mit Wasser mischbaren Lö sungsmitteln in Abwesenheit von Wasser imprägniert und hierauf einer Behandlung in feuchter Hitze unter wirft. Die organischen Lösungsmittel haben zweckmä ssig einen so hohen Siedepunkt, dass die Verluste durch Verdampfen gering sind, also z. B. über 200 C, und neben einem hydrophilen Rest einen lipophilen Rest im Molekül. Geeignete organische Lösungsmittel, die diesen Eigenschaften entsprechen, sind z. B. die Polyäthylenglykole. Das Verfahren wird mit Vorteil so ausgeführt, dass man den Farbstoff bzw. die Farbstoffgemische, welche wasserfrei sein müssen, in wasserfreien orga nischen Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittelgemischen löst oder suspendiert, hierauf die Klotzflotte auf eine Temperatur unterhalb 200 C bringt und schliesslich mit getrocknetem, gegebenenfalls vorbehandeltem Textilmaterial beschickt. Das durchtränkte Textilmaterial wird hierauf ab gequetscht und anschliessend einer feuchten Hitzebe handlung unterworfen, wobei der Farbstoff auch un ter Druck fixiert werden kann. Nach diesem Fixierungsprozess wird das ge färbte Textilmaterial mit Vorteil in einem kochenden sauren Bade nachbehandelt. Der Anfang des so ge färbten Textilmaterials besitzt die gleiche Farbstärke wie das Ende. Als Farbstoffe eignen sich im allgemeinen alle Farbstoffe, welche in den wasserfreien organischen Lösungsmitteln löslich sind und Affinität zum Textil- material besitzen, so z. B. Wollfarbstoffe, Direktfarb stoffe usw. Die Möglichkeit einer Zugabe von Hilfsmitteln zur Klotzflotte ist nicht auszuschliessen. Gegenüber dem aus der französischen Patent schrift Nr. 1210 546 bekannten Färbeverfahren zeich net sich das erfindungsgemässe Färbeverfahren da durch aus, dass die Teilchengrössen von Farbstoffen, die in organischen, mit Wasser mischbaren Lösungs- mitteln löslich oder suspendierbar sind, beliebig gross sein können. Zudem können beim erfindungsgemässen Verfahren neben wasserunlöslichen auch wasserlös liche Farbstoffe eingesetzt werden, wobei eine Vorbe- handlung aller eingesetzten Farbstoffe nicht notwen dig ist. In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. <I>Beispiel 1</I> In einer Klotzflotte, bestehend aus 975 Teilen Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 400 und 25 Teilen Brillantalizarinwalkblau G, lässt man in kontinuierlicher Weise bei 90 800 Teile trockene Wolle passieren und quetscht hierauf das Wollmate- rial ab. Die Fixierung des Farbstoffes erfolgt in Satt dampf bei einer Temperatur von 130 während 5 Minuten. Die so gefärbte Wolle wird gespült und getrock net. Der Anfang der Wolle besitzt, nach diesem Ver fahren gefärbt, dieselbe Farbstärke wie das Ende. Lässt man die erhaltene Wollfärbung während 5 Minuten in einem kochenden sauren Bade, spült und trocknet sie, so erhält man eine brillante blaue Fär bung von sehr guten Echtheiten. <I>Beispiel 2</I> In einer Klotzflotte, bestehend aus 975 Teilen Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 400 und 25 Teilen Brillantalizarinwalkblau G, lässt man in kontinuierlicher Weise bei 90 1200 Teile trockenes Nylon passieren und quetscht hierauf ab. Die Fixie rung des Farbstoffes erfolgt in Sattdampf bei einer Temperatur von 130 während 5 Minuten. Das so gefärbte Nylonmaterial wird gespült und getrocknet und besitzt am Anfang wie am Ende eine brillante blaue Färbung von gleicher Farbstärke und sehr guten Echtheiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von Textilmaterialien, vorzugsweise von natürlichen und synthetischen Polyamidfasern, in kontinuierlicher oder halbkonti nuierlicher Weise, dadurch gekennzeichnet, dass man die Textilmaterialien, mit Lösungen oder Suspensio nen von Farbstoffen in organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln in Abwesenheit von Was ser imprägniert und hierauf einer Behandlung in feuchter Hitze unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man organische Lösungsmittel ver wendet, die neben einem hydrophilen Rest einen lipophilen Rest im Molekül enthalten. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Textilmaterial bei Tem peraturen unterhalb von 200 C imprägniert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1324760A CH363634A (de) | 1960-11-25 | 1960-11-25 | Verfahren zum Färben |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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|---|---|
| CH363634A true CH363634A (de) | 1962-04-30 |
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ID=4390713
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| CH1324760A CH363634A (de) | 1960-11-25 | 1960-11-25 | Verfahren zum Färben |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH363634A (de) |
-
1960
- 1960-11-25 CH CH1324760A patent/CH363634A/de unknown
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