CH363650A - Verfahren zur Herstellung von Laevulinsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Laevulinsäure

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CH363650A
CH363650A CH5475658A CH5475658A CH363650A CH 363650 A CH363650 A CH 363650A CH 5475658 A CH5475658 A CH 5475658A CH 5475658 A CH5475658 A CH 5475658A CH 363650 A CH363650 A CH 363650A
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levulinic acid
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hexoses
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CH5475658A
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C Dr Silberman Henri
Itin Marco
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Inventa Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J31/00Catalysts comprising hydrides, coordination complexes or organic compounds
    • B01J31/02Catalysts comprising hydrides, coordination complexes or organic compounds containing organic compounds or metal hydrides
    • B01J31/06Catalysts comprising hydrides, coordination complexes or organic compounds containing organic compounds or metal hydrides containing polymers
    • B01J31/08Ion-exchange resins
    • B01J31/10Ion-exchange resins sulfonated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Laevulinsäure   
Es ist bekannt,   Laevulinsäure    herzustellen, indem man wässerige Lösungen von monomeren oder polymeren Hexosen in Gegenwart von Mineralsauren erhitzt. Neben Laevulinsäure entstehen, noch Huminstoffe, und zwar um so mehr, je h¯her die Reaktionstemperatur gewählt wird. Bei der Herstellung von Laevulinsäure aus Hexosen nach bekannten Verfahren mu¯ eine starke Mineralsäure in mehr als katalytischen Mengen verwendet werden.



   Die Verwendung von Mineralsäuren bei der Herstellung von Laevulinsäure aus   Hexosen hat    den Nachteil, dass im Reaktionsgemisch die Mineralsäuren neutralisiert werden m ssen, bevor man die LaevulinsÏure gewinnen kann. Es gehen deshalb pro Gewichtseinheit   gewonnene Laevulinsäure relativ grosse    Mengen Mineralsäure verloren. Die   Laevulinsäure    kann auch aus dem Reaktionsgemisch extrahiert werden, wozu teure   Extraküonsmittd nötig sind.   



   In der amerikanischen   Patentschrift Nr. 2738 367    wird vorgeschlagen, die Mineralsäure durch Kationenaustauscher zu   ersetzen. Wässrige Hexoselösungen    werden zusammen mit den Austauschern während 24 Stunden auf   höchs, tens 100  C erhitzt. Die Aus-      beuten    an Laevulinsäure   betragen, etwa 837  /o    der Theorie.



   Es wurde nun gefunden, dass man   Laevulinsäure    in besserer Ausbeute als bisher erhalten kann, wenn man wässrige Lösungen von monomeren oder   poly-    meren Hexosen in Gegenwart von   Kationenaustau-      schern    auf mehr als   100     C erhitzt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lösungen auf 130 bis   200     C erhitzt   werden.Überraschenderweisesind    bei diesen hohen Temperaturen die Ausbeuten ebenso gut, wie wenn Schwefelsäure verwendet wird.



   Weiter wurde gefunden, da¯ stark   verdimnte    Lösungen von monomeren oder polymeren Hexosen ebenfalls sehr gute Ausbeuten an Laevulinsäure ergeben, wenn sie erfindungsgemäss erhitzt wenden. Die entstandene Laevulinsäure kann aus verdünnten Lö  sungen    in wirtschaftlicher Weise mit Hilfe von Ionen  austauschern gewonnen werden.    Man kann als Aus  gangsmaterial Lasungen,    welche etwa 0, 5 bis   500/o    monomere oder polymere Hexosen enthalten, verwenden. Die Anwendung von Mineralsäuren bei stark verdünnten Lösungen wäre unwirtschaftlich, da zu   grosse Mineralsäureverluste entstehen würden.   



   Die zur Katalyse verwendeten Kationenaustauscher können beliebig oft wieder verwendet werden, vorausgesetzt, dass sie bei Temperaturen von 130 bis 200  C beständig sind. Besonders geeignet als Kationenaustauscher sind sulfonierte Polystyrole. Solche sind unter den Namen ¸Permutit¯, ¸Amberlite¯,     Dowex      usw.   (eingetragene Warenzeichen) im Han-      del.   



   Auch beim vorliegenden Verfahren entstehen   Huminstoffe, jedoch    nur in geringer Menge. Sie fallen in sehr fein verteilter Form an, und sie können im Reaktionsgemisch von den spezifisch schwereren Kationenaustauschern durch Aufschlämmen getrennt werden. Besonders wirtschaftlich wind die Herstellung von   Laevulinsäure    nach dem vorliegenden Verfahren, wenn man von verdünnten   Hexoselösungen    ausgeht oder wenn man eine wässrige Hexoselösung im   Kreis-    lauf mit hitzebeständigen Kationenaustauschern in Kontakt bringt, darauf mit einem Anionenaustauscher   die Laevulinsäure    (und eventuell gebildete   Ameisen-    sÏure) absorbiert und der   KreislauiElösung    frische Hexose zusetzt.



   Die Erfindung soll an Hand der folgenden Beispiele und der Tabelle, welche die Mengen Hexosen,   Austauschler und Laevulins, äure,    die   Reaktionstempe-      raturen und-zelten sowie    die Ausbeuten angibt, näher erläutert werden. 



  Beispiele
Eine bestimmte Menge monomerer oder   poly-    merer Hexosen wird in 20   cm3    Wasser gelöst und zur Lösung wird eine bestimmte Menge   Kationen-    austauscher (¸Permutit RS¯, eingetragenes Warenzeichen, sulfoniertes Polystyrol) gegeben. Die Mischung wird in einem geschlossenen Gefäss während einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Temperatur erhitzt und dann gekühlt. Die   Reaktionsouschung    wird, zusammen mit den Huminstoffen, durch Dekantieren vom Austauscher getrennt. Die   Huminstoffe    werden abfiltriert und aus der klaren Lösung wird die   Laevulinsäure    in bekannter Weise durch Kristallisation, Adsorption an Anionenaustauschern oder Extraktion gewonnen.



   Tabelle
Permutit Temperatur Zeit LÏvsre Ausbeute g ¯C h %der Theorie 2 g Glucose 4 140 3 0,170 13, 2   4 g   4 140 3 0, 324 12,    6 2 g   Fructose 2 140 3 0, 648 50,    3 2 g     4 140 3 0,    696 54, 0 2 g Saccharose 2 140 3 0,428 33, 2   2 g   4 140 3 0, 456 35,    4 2 g Glucose 2 140 8 0,292 22, 6   4 g   2 140 8 0, 375 14,    5   2 g   4 140 8 0, 343 26,    6   4 g   4 140 8 0, 586 22,    8   2 g   8 140 8 0, 428 33,    2 4 g ¯ 8 140 8 0,732 28, 4 2 g   Fructose 2 140 8 0, 718 55,    6 2 g ¯ 4 140 8 0,718 55, 6   2    g Saccharose 2 140 8 0, 528 41, 0 2 g ¯ 4 140 8 0,588 45, 6   2 g Glucose 2 170 6 0, 520 40,    4   2 g   1 170 6 0,

   430 33,    3 2 g ¯ 0,   5 170 6 0, 307 23,    8 2 g ¯ - 170 6 0,104 8, 1   2 g 2 190 1 0, 502 38,    9 2 g ¯ 4 190 1 0,540 41, 8

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Laevulinsäure durch Erhitzen wässriger Lösungen von monomeren oder polymeren Hexosen auf mehr als 100 C in Gegenwart von Kationenaustauschern, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösungen auf 130-200 C erhitzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen erhitzt, welche 0, 5 bis 504/o monomere oder polymere Hexosen enthalben.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kationenaustauscher sulfonierte Polystyrole verwendet.
CH5475658A 1958-01-17 1958-01-17 Verfahren zur Herstellung von Laevulinsäure CH363650A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2233477A1 (de) * 2004-12-10 2010-09-29 Archer-Daniels-Midland Company Herstellung von Levulinsäure aus Fructose unter Verwendung eines sauren Katalysators, eines Polyethylenglykols und eines endverkappten Polyethylenglykols
US8058458B2 (en) 2004-12-10 2011-11-15 Archer Daniels Midland Company Processes for the preparation and purification of hydroxymethylfuraldehyde derivatives

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US8058458B2 (en) 2004-12-10 2011-11-15 Archer Daniels Midland Company Processes for the preparation and purification of hydroxymethylfuraldehyde derivatives
AU2011205116B2 (en) * 2004-12-10 2013-05-02 Archer-Daniels-Midland Company Processes for the preparation and purification of hydroxymethylfuraldehyde derivatives

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