CH363714A - Verfahren zum Aufbringen einer elektrischen Isolation auf einen zu bewickelnden Eisenkern - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen einer elektrischen Isolation auf einen zu bewickelnden EisenkernInfo
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Description
Verfahren zum Aufbringen einer elektrischen Isolation auf einen zu bewickelnden Eisenkern Es ist bekannt, die Feldspulen elektrischer Maschinen auf Spulenkörpern aus Isolierstoffen oder Metall aufzuwickeln. Um ohne Spulenkörper aus zukommen, hat man auch schon vorgeschlagen, die Spule unmittelbar auf den Polkern aufzuwickeln und den durch vorher angeordnete Abstandhalter beding ten Zwischenraum zwischen Spule und Pol mit Giess harz auszugiessen. Das Ausgiessen bereitet aber grosse fertigungstechnische Schwierigkeiten und erfordert einen verhältnismässig grossen Aufwand. Die Erfindung vermeidet diese Schwierigkeiten. Sie bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen einer elektrischen Isolation auf einen zu bewickeln den Eisenkern, wobei angestrebt wird, eine mög lichst gute Wärmeableitung zu ermöglichen. Erfin dungsgemäss wird zunächst auf den Eisenkern Kunst harz gestrichen, hierauf werden mehrere Lagen Glas seidegewebe, wobei jede Lage mit demselben Kunst harz versehen wird, aufgebracht, bis eine erforder liche Schichtdicke erreicht ist, und schliesslich wird die gesamte Isolationsschicht unter Anwendung von Druck und Wärme gehärtet. Der Eisenkern kann mit Polyesterharz oder Giessharz oder lösungsmittel- freien Lacken auf siliciumhaltiger Basis eingestri chen werden. In den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung sind Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 und 3 isolierte Polkerne einer elektrischen Maschine in perspektivischer Ansicht und die Fig. 3 einen Querschnitt der aufgebrachten Isolationsschicht in vergrössertem Massstab. Sowohl der Polschaft 1 als auch der Polschuh 2 eines Poles einer elektrischen Maschine wird zu nächst mit einer dünnen Schicht 3 aus gefülltem Polyesterharz oder Giessharz oder lösungsmittelfreien Lacken bzw. Massen auf siliciumhaltiger Basis ein gestrichen. Dann wird eine Lage Glasseidegewebe 4 aufgelegt. Auf die Glasseidegewebeschicht wird wiederum eine dünne Schicht 5 aus Kunstharz ge strichen und hierauf wieder eine Lage 6 Glasseide gewebe gewickelt. Dieses Verfahren wird fortgesetzt, bis die erforderliche Schichtdicke entsprechend Fig. 2 erreicht ist. Dann wird die Isolationsschicht unter Anwendung von Druck und Wärme gehärtet, wobei der erforderliche Druck durch eine Schablone oder Form erzeugt werden kann. Durch dieses Verfah ren wird eine glatte Oberfläche und eine gleichmä ssige Schichtdicke erzielt. Vor dem Auflegen der Wicklung wird die ge härtete Isolationsschicht mit dem gleichen oder art verwandten Polyesterharz oder Giessharz oder lö- sungsmittelfreien Lacken bzw. Massen auf silicium- haltiger Basis, wie es für die Isolierschicht verwendet wurde, eingestrichen und ausgehärtet. Es entsteht dadurch eine feste Bindung und somit eine gute Wärmeableitung zwischen der ersten Schicht und der Wicklung. Als Einstreichmassen können kalt oder heisshärtende Polyesterharze, Epoxyharzeoder lösungs- mittelfreie Lacke bzw. Massen auf siliciumhaltiger Ba sis oder ähnliche Stoffe mit oder ohne Füllstoffe ver wendet werden. Mit dem Verfahren kann man nicht nur den Polschaft isolieren, sondern gleichzeitig einen voll ständigen Spulenkörper entsprechend Fig. 3 her stellen. Auf den Polschaft 7 ist nach dem oben be schriebenen Verfahren eine Isolationsschicht 8 auf gebracht, die aus abwechselnden Schichten aus einem Kunstharz und mit dem gleichen Kunstharz einge strichenem Glasseidegewebe besteht. Mit der Iso lierung des Polschaftes werden gleichzeitig die iso lierenden Flansche 9 und 10 für die Polspulen wicklung hergestellt, wobei entsprechende Seiten schablonen und gegebenenfalls eine Innenform für die Masshaltung anzuwenden sind. Anschliessend wird der so gebildete Spulenkörper durch Anwendung von Druck und Wärme gehärtet. Die Erfindung bietet den Vorteil, dass die Iso lationsschicht zwischen der Wicklung und dem Eisen kern leicht und ohne grossen Aufwand herzustellen ist. Durch das artverwandte Polyesterharz bzw. Giess harz bzw. andere Massen verbindet sich nach dem Aushärten die eingestrichene Wicklung mit der Iso lierschicht bzw. dem Polkern. Es wird ein festhaf tender Sitz der Spule auf dem Polkern erzielt und eine gute Wärmeableitung über den Eisenkern er möglicht, da die Isolierschicht dünn gehalten werden kann und Lufteinschlüsse zwischen Wicklung und Kern weitestgehend vermieden werden können. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Eingiessen einer Spule ist der, dass man die Aussenisolation der ein gestrichenen Spule dünner halten kann und dadurch eine gute Wärmeableitung erreicht. Wird ein Spu- lenkörper mit Flanschen nach dem neuen Verfahren hergestellt, so weist dieser nicht nur eine hohe me chanische Festigkeit auf, sondern zeichnet sich durch einen besonders festen Sitz auf dem Polschaft aus.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Aufbringen einer elektrischen Isolation auf einen zu bewickelnden Eisenkern, da durch gekennzeichnet, dass zunächst auf den Eisen kern Kunstharz gestrichen wird, hierauf mehrere Lagen Glasseidegewebe, wobei jede Lage mit dem selben Kunstharz versehen wird, aufgebracht wer den, bis eine erforderliche Schichtdicke erzielt ist, und schliesslich die gesamte Isolationsschicht unter Anwendung von Druck und Wärme gehärtet wird.II. Eisenkern mit aufgebrachter elektrischer Iso lation, hergestellt nach dem Verfahren nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine unmittelbar auf dem Eisenkern aufgebrachte Kunst harzschicht und mehrere Lagen Glasseidegewebe, das ebenfalls mit dem gleichen Kunstharz versehen ist, besitzt. III. Anwendung des Verfahrens nach Patentan spruch I bei Polkernen elektrischer Maschinen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Einstreichmittel Giessharz verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Einstreichmittel gefülltes Polyesterharz verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Einstreichmittel ein lösungs- mittelfreier Lack auf siliciumhaltiger Basis verwen det wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Isolationsschicht des Polschaftes zwei die Wicklungsspule in radialer Richtung abdeckende, in gleicher Weise wie die Pol schaftisolation aufgebaute Flansche mittels einer Schablone hergestellt werden und die ganze Isolie rung gehärtet wird.
Applications Claiming Priority (2)
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-
1958
- 1958-08-23 CH CH6322958A patent/CH363714A/de unknown
Cited By (4)
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