Schleudersitz in einem Flugzeug mit Mitteln zum lösbaren Verbinden von Leitungen Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schleudersitz in einem Flugzeug mit Mitteln zum lös baren Verbinden der im Flugzeug untergebrachten Lieferquellen von fluiden Medien mit den von dem Insassen getragenen Leitungen.
Heutzutage sind die Höhen, auf welchen Mili tärflugzeuge operieren, so gross, dass es als notwen dig erachtet wird, nicht nur die Flugzeugkabinen unter Druck zu setzen, sondern auch Mittel vorzu sehen, durch welche die Kleidung der Insassen unter Druck gesetzt werden kann. Um den Graviations- wirkungen entgegen zu wirken und um das Tragen dieser Druckanzüge erträglich zu machen, sind auch ventilierte Unterkleider erforderlich. Ferner ist Sauerstoffzufuhr zu den Insassen erforderlich. Diese Ausrüstung macht die Verwendung verschiedener getrennter Schläuche notwendig, welche mit den ent sprechenden Lieferquellen des Flugzeuges zu verbin den sind. Auch elektrische Anschlüsse für verschie dene Zwecke, z. B. Radioverständigung, sind erfor derlich.
Ein Zweck der Erfindung ist, Mittel zu schaffen, welche gestatten, die verschiedenen Anschlüsse auf einfache Weise mit dem Druckanzug des Insassen zu verbinden.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Mehrfach-Verbindungss,tück, mit einem mit den Lei tungen zum Insassen verbundenen Insassen-Teil, der mindestens zwei Durchlässe für die Medien aufweist, einem am Schleudersitz lösbar befestigbaren Block teil mit mindestens zwei Durchlässen- für die Medien und einem mit den Lieferquellen am Flugzeug ver bundenen Flugzeug-Teil der ebenfalls mindestens zwei Durchlässe für die Medien aufweist, wobei der Insassen-Teil und der Flugzeug-Teil lösbar und dicht mit dem Blockteil verbindbar sind, derart,
dass die zum Insassen führenden Leitungen in dichter Ver- bindung mit den Lieferquellen sind, ferner gekenn zeichnet durch in jedem der Durchlässe, des, Block teils koaxial zu diesen angeordnete, einander gegen- übe,rhegende und durch Federn vorgespannte<B>Ab-</B> sperrmittel, die ausgebildet sind, um beim Lösen des Insassen-Teils und/oder des Flugzeug-Teils die ent sprechenden Durchlässe im Blockteil zu schliessen und durch weitere Absperrmittel in mindestens einem der Durchlässe von mindestens einem der lösbaren Teile,
um den Einlass zu oder den Auslass aus die sem Teil zu schliessen, wenn dieser Teil vom Block teil gelöst wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, angewendet auf einen Schleudersitz für Flugzeuge, dargestellt, und zwar zeigen<B>:</B> Fig. <B>1</B> ein Schaubild eines Schleudersitzes für Flugzeuge mit dem Mehrfach-Verhindungsstück nach der Erfindung<B>;</B> Fig. 2 ein Schaubild der Schleudersitzfläche mit an derselben angebrachtem Mehrfach-Verbindungs- Stück <B>;</B> Fig. <B>3</B> einen Längsmittelschnitt des Mehrfach- Verbindungsstückes nach Fig. 2<B>;
</B> Fig. 4 eine Unteransicht des Verbindungsstückes; Fig. <B>5</B> eine Einzelheit der Fig. 2 bei anderer Lage der Teile<B>;</B> Fig. <B>6</B> einen Längsschnitt einer Deckplatte für einen Teil des Verbind:ungsstückes, und Fig. <B>7</B> einen Längsschnitt einer weiteren Einzel heit.
In Fig. <B>1</B> der Zeichnung ist mit<B>1</B> ein Schleuder sitz vom Martin-Baker-Typus bezeichnet und<B>l'</B> ist die Sitzmulde, welche mit Bezug auf den Rahmen des Schleudersitzes nach oben und unten einstellbar ist. Da der Schleudersitz von im wesentlichen be kannter Art ist, wird er hier nicht im einzelnen be- schrieben.
Damit die vorliegende Erfindung aber voll ständig verstanden werden kann, sollen kurz einige Teile des Schleudersitzes erwähnt werden, nämlich der Verzögerungsmechanismus 2, welcher das Lösen des Kabels<B>3</B> des Hauptfallschirmes von dem am oberen Ende des Schleudersitzes angebrachten Bügel 4 steuert, wobei dieses Lösen durch einen feder belasteten Bolzen<B>5</B> bewirkt wird, der auch zum Lö sen der Riegel<B>6</B> und<B>7, 7'</B> dient. Diese Riegel wirken mit Ringen oder Ösen der Sitzgurte zusammen,<B>wo-</B> bei der Riegel<B>6</B> zentral, mehr oder weniger auf Schulterhöhe angebracht ist, während die Riegel<B>7,</B> <B>7'</B> auf beiden Seiten der Sitzinulde etwa in Sitzhöhe angeordnet sind.
Der Riegel<B>6</B> wird durch Einwirkung einer Stange <B>8</B> auf einen Bolzen<B>9</B> gelöst, welch letzterer durch eine Feder<B>10</B> in seine Schliesslage gedrückt wird. Die Stange<B>8</B> ist mit einem Zwischenpunkt eines Aus- lösehebels <B>11</B> verbunden, der an einem Ende, bei 12, an einem seitlichen Hohn der Sitzmulde angelenkt ist, und der an seinem anderen Ende<B>13</B> mit dem unteren Ende des federbeilasteten Auslöse-Bolzens <B>5</B> in Eingriff kommen kann,
wenn dieser letztere in einem geeigneten Moment der Reihe von Auslöse- opp-rationen des Schleudersitzes von seiner<B> </B> ge spannten<B> </B> Lage gelöst wird.
Bei der dargestellten Anordnung<B>-</B> die übrigens durch beliebige andere geeignete Anordnungen er setzt werden könnte<B>-</B> ist der Hebel<B>11</B> mit einem Verbindungsglied 14 verbunden, das sich parallel zu sich selbst bewegen kann und sich abwärts längs einer der genannten seitlichen Holme, der Sitzmulde erstreckt. Das Glied 14 ist bei<B>15</B> an ein Ende eines Hebelarrnes <B>16</B> angelenkt, der auf einer Querwelle<B>17</B> befestigt ist, die sich quer zum Sitz zwischen den beiden seitlichen Holmen erstreckt. Die Querwelle <B>17</B> trägt ihrerseits ein Paar von Hebelarmen<B>18, 19,</B> die mit den oberen Enden von nach unten ragenden Lenkern 20, 21 gelenkig verbunden sind.
Diese Lenker 20, 21 sind an ihren unteren Enden mit dem einen Arm von Winkelhebehi 22,<B>23</B> verbunden. Diese letzteren sind in der Nähe der beiden Seiten der Sitzmulde l' angeordnet und an derselben schwenkbar gelagert. Jeder der beiden Winkelhebel weist einen weiteren Arm 24 bzw. <B>25</B> auf, der mit dem Riegel<B>7</B> bzw. <B>7'</B> zusammenwirkt, und zwar der art, dass beim Abwärtsdrücken des Gliedes 14 und dadurch bewirkter Verdrehung des H#ebelarmes, <B>16</B> und der Querwelle<B>17</B> die Riegel<B>7, 7'</B> gleichzeitig freigegeben werden.
Gleichzeitig wird die Abzug stange<B>8</B> und der Riegel<B>6</B> zurückgezogen.
Bei der Anwendung des Erfindungsgedankens auf einen derartigen Sitz ist der letztere zweckmässig mit Halternitteln für die Beine versehen, welche während des normalen Fluges dem Flieger Bewegungsfreiheit gewährleisten, welche aber, beim Wegschleudern des Sitzes seine Beine fest gegen die Vorderseite der Sitzmulde ziehen. Die erwähnten Haltemittel für die Beine, umfassen eine Leine<B>26,</B> die zweckmässiger- weise durch ein Stück eines Nylonseiles gebildet wird. Diese Leine ist an ihrem hinteren Ende an einer Rolle<B>27</B> gehalten, die koaxiale Vorsprünge<B>27'</B> auf weist, welche in Löcher eines U-förmigen Bügels<B>28</B> eintreten.
Dieser letztere ist durch einen Halter<B>29</B> und einen, eine schnelle Freigabe ermöglichenden Stiften<B>30</B> am Boden des FührersItzes, verankert. Die Leine verläuft nach oben und nach vorne durch ein Klemmgesperm <B>31</B> von an sich bekannter Form, welches auf der Unterseite der Sitzmulde angebracht ist und welches eine Rückwärtsbewegung der Leine in der Richtung des Pfeiles<B>A</B> zulässt, eine Bewegung in der entgegengesetzten Vorwärtsrichtung dagegen verhindert, ausgenommen wenn die Leine durch den Flieger durch Handbetätigung des Auslösestiftes <B>32</B> freigegeben wird.
Das, vordere Ende der Leine<B>26</B> ist an einer Öse <B>33</B> eines kegelstumpfförmigen Steckbolzens 34 be festigt, welcher in eine entsprechend geformte, eben falls kegeIstumpfförmige Ausnehmung <B>35</B> eines Ge häuses<B>36</B> passt, das auf der Vorderseite der Sitz mulde<B>l'</B> angebracht ist. Der Steckbolzen 34 kann<B>in</B> diesem Gehäuse durch eine federbelastete, gabelför mige Klinke<B>37</B> verriegelt werden, welche die Schul- torfläche des Steckbolzens hintergreift und in eine ringförmige Nut desselben eintritt. Der Steckbolzen kann erst freigegeben werden, wenn die Klinke<B>37</B> von ihm weg zurückgezogen worden ist.
Die Leine<B>26</B> verläuft durch D-förmige Ringe<B>38,</B> die auf Beinbändern<B>39</B> sitzen. Diese Bänder<B>39</B> können unterhalb der Knie um die Unterschenkel des Fliegers gelegt werden. Die Anordnung ist dabei der art, dass beim Wegschleudern des Schleudersitzes aus dem Flugzeug die Leine<B>26</B> durch das Gehäuse <B>31</B> nach rückwärts gezogen wird, so dass die Beine des Fliegers gegen die Vorderseite der Sitzmulde ge drückt werden.
Dort werden sie festgehalten, bis der Steckbolzen, 34 in der Ausnehmung <B>35</B> freigegeben wird, was der Fall ist, wenn der Flugzeuginsasse sich vom ausgeworfenen Schleudersitz trennt. Die Verbin dung der Rolle<B>27,</B> an welcher das hintere Ende der Leine befestigt ist, mit dem Bügel<B>28</B> ist derart, dass sie gelöst wird, wenn in der Leine<B>26</B> während des Wegschleuderns des Sitzes eine bestimmte Spannung auftritt. Dadurch wird die Leine vom Flugzeug ge trennt, ohne dass der Zug auf die Schenkel des Flie gers aufhören würde. Die Freigabe des Steckbolzens 34 vom Klinkengehäuse<B>36,</B> zwecks Freigabe der Beine des Fliegers erfolgt in der nachstehend be- schriabenen Weise.
Das Gehäuse eines Mehrfach- VerbIndungsstückes 41 ist auf einer Seite der Sitz mulde<B>l'</B> des Schleudersitzes<B>1</B> befestigt. Dieses Ge häuse umfasst, wie aus Fig. <B>3</B> ersichtlich, einen mitt leren Block 43 von länglicher prismatischer Form, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel vier Durchgänge oder Kanäle aufweist, die vertikal durch denselben hindurch verlaufen. Diese Kanäle sind mit 44, 45, 46 und 47 bezeichnet, und sie sind längs der Längsmittelebene des Körpers 43 in einer Reihe an geordnet.
Die Kanäle 44, 45 und 46 dienen zur Durchleitung eines Fluidurns durch den Block, wäh- rend der Kanal 47 eine elektrisch isolierte Steckdose 48 aufnimmt. An dieselbe sind die nachstehend be schriebenen elektrischen Leitungen angeschlossen.
Der Kanal 44 dient zweckmässig zur Zuführung von Sauerstoff von der Haupt-Sauerstoffquelle des Flugzeuges zum Flieger, während der Kanal 45 vor teilhaft zur Zuführung von Druckluft zur luftven- tilierte,n Bekleidung des Fliegers dient. Diese Druck luft kommt von einer geeigneten Druckluftquelle des Flugzeuges. Der dritte Kanal 46 dient dazu, um von der Druckluftquelle des Flugzeuges Druckluft zum mit Druckluft gefüllten Fliegeranzug, dem soge- nannten Anti-g-Anzug zu führen.
Es ist klar, dass die Kanäle, durch welche Luft und Sauerstoff flies- sen, auch in einer anderen Reihenfolge angeordnet sein könnten.
In jedem der Kanäle 44, 45 und 46 ist eine Ven tilanordnung untergebracht, die in der Zeichnung mit 49,<B>50</B> bzw. <B>51</B> bezeichnet ist. Alle diese Ven tilanordnungen sind gjeichartig ausgebildet, obwohl ihre Durchmesser entsprechend den Durchmessern der Kanäle 44, 45 bzw. 46 verschieden gross sind. Diese Durchmesser werden entsprechend der Gas menge, die durch die Kanäle hindurchfliessen soll, bestimmt<B>;</B> da aber, wie erwähnt, alle Ventilanord nungen gleichartig sind, werden bei allen die glei chen Hinweiszeichen für gleichartige Teile eingesetzt.
Jede der erwähnten Ventilanordnungen umfasst zwei Ventilkörper<B>52</B> und<B>53,</B> die auf entgegengesetz ten Seiten der Anordnungen angebracht sind und die mit passenden, nach innen sich verengenden Ventil sitzen zusammenwirken, die um die Kanalwandun gen 44, 45 bzw. 46 angeordnet sind. An jedem Ende, <B>d.</B> h. am unteren Eintritts- und am oberen Auslass ende ist<B>je</B> ein Ventilsitz vorgesehen. Diese Ventil sitze sind in der Zeichnung mit 54 bzw. <B>55</B> be zeichnet.
Die VentiJkörper <B>52, 53</B> bestehen aus einem Stück mit den hohlzylindrischen Körpern<B>56</B> und<B>57,</B> welche in einem gewissen Ausmass teleskopartig in einander geführt sind und welche eine Schrauben- Druckfeder <B>58</B> aufnehmen. Diese Feder ist bestrebt, die Ventilkörper<B>52</B> und<B>53</B> in axialer Richtung aus- einanderzudrücken und damit dieselben auf ihre Sitze 54 bzw. <B>55</B> zu drücken.
Der äussere Hohlzylinder<B>57</B> besitzt einen klei neren Durchmesser als der Kanal, in welchem er un tergebracht ist, so dass Fluidum durch den Kanal fliessen kann. Um diesen Zylinder im Kanal zentral zu führen und stabil za halten, ist er längs seines Umfanges mit in Längsrichtung verlaufenden Rip pen<B>59</B> versehen, die so geformt sind, dass sie dem durchströmcnden Gas einen mimirnalen Widerstand entgegensetzen. Es ist nämlich wesentlich, dass jeder unnötige Widerstand beim Durchströmen der Kanäle 44, 45 und 46 vermieden wird.
Die Stirnflächen der Ventilkörper<B>52</B> und<B>53,</B> die mit den entsprechend geformten Ventilsitzen 54,<B>55</B> zusammenwirken, sind im wesentlichen kuppelförrmig oder halbkugelig ausgebildet. Sie besitzen axial nach aussen ragende Vorsprünge<B>60, 61,</B> welche mit an deren Teilen des Anschlusstückes zusammenwirken, wenn sie in den Block 43 eingesetzt sind, uni da durch die Ventile in noch zu beschreibender Weise zu öffnen. Anstatt eine metallische Berührung der Ventilkörper<B>52, 53</B> mit den zugehörigen Ventilsitzen 54,<B><I>55</I></B> zu haben, könnten entweder die Ventilkörper oder die Ventilsitze mit Dichlungsringen aus Gummi oder anderem Material und von geringem Quer schnitt versehen sein, wie z.
B. durch die Punkte<B>52'</B> in Fig. <B>3</B> angedeutet.
Am einen Ende des Blockes 43 ist eine Bohrung <B>62</B> vorgesehen, welche rechtwinklig zum Kanal 44 des Blockes 43 verläuft und mit dem mittleren Teil des Kanals 44 in Verbindung steht. Diese Bohrung ist in ihrem äusseren Teil erweitert um einen rohr förmigen<B>Nippel. 63</B> gasdicht aufzunehmen. Dieser Nippel dient zum Anschlusseines blegsamen Schlau ches, 64 einer Not-Sauerstoffanlage, welche am Sitz<B>1</B> befestigt ist und eine Sauerstofflasche<B>65</B> sowie ein Ventil<B>66</B> von bekannter Konstruktion enthält.
Zum AnschInss an die obere Seite des Blockes 43 ist eine im wesentlichen rechteckige Platte<B>67</B> vor-- gesehen, die im folgenden als der<B> </B> Insassen-Teil <B> </B> des Anschlusstückes bezeichnet wird. Diese Platte weist vier Löcher<B>68, 69, 70</B> und<B>71</B> auf, welche senkrecht durch sie, hindurch verlaufen und hinsicht lich Grösse den oberen Enden der Kanäle 44, 45, 46 und 47 durch den Block 43 entsprechen. Die er wähnten Löcher sind auf die Kanäle ausgerichtet, wenn der Insassen-Teil <B> 67</B> am Körper 43 ange bracht ist.
In den Löchern<B>68, 69</B> und<B>70</B> sind rohrförmige Büchsen<B>72, 73</B> und 74 angebracht, welche mit rohr- förmigen Nippeln<B>75, 76</B> und<B>77</B> versehen sind, an welche die zum Fliegeranzug führenden Schläuche <B>78, 79</B> und<B>80</B> angeschlossen sind.
Der<B> </B> Imsassen-Teil <B> </B> des Anschlusstückes steht in lösbarer, gasdichter Verbindung mit dem Block 43. Zu diesem Zwecke ist er an jeder Vorderecke, wie bei<B>81</B> angedeutet, abgekantet, so dass diese Ecken keilaltig unter die überhängenden Lappen<B>82</B> treten, die an den entsprechenden vorderen Ecken des Blockes 43 angebracht sind. Das hintere Ende des abnehmbaren Teiles<B>67</B> kann durch am Block 43 angeordnete Mittel gegen den letzteren geklemmt werden.
Diese Klemmittel umfassen einen in Längsrich tung verschiebbaren Bolzen<B>83,</B> der in einem Ge häuse 84 untergebracht ist. Das letztere ist hinten und oben auf den Block 43 aufgesetzt. Der Bolzen <B>83</B> wird durch eine, Druckfeder<B>85</B> nach vorne ge drückt, die im G & äuse 84 untergebracht ist. Sie liegt zwischen einem Haltering<B>86</B> im Gehäuse. 84 und dem Riegel<B>87,</B> der am vorderen Ende des Bol zens<B>83</B> angeordnet ist und mit einem nach hinten gerichteten keilförmigen Teil<B>88</B> im mittleren hin teren Toll des. abnehmbaren Teiles<B>67</B> zusammen wirkt.
Der Eingriff des Riegels<B>87</B> mit dem keilför migen Teil<B>88</B> dient dazu, den abuchmbaren Teil<B>67</B> in einer rasch lösbaren Weise, am Block 43 zu ver riegeln.
Das hintere Ende des Bolzens<B>83</B> ist mit dem oberen Ende eines Hebels<B>89</B> schwenkbar verbunden, der auf einer in Lappen<B>91</B> gelagerten Querwelle <B>90</B> befestigt ist. Die erwähnten Lappen<B>91</B> sind am hin teren Teil des Blocks 43 angeordnet. Ebenfalls auf der Welle<B>90</B> und zwar auf dem Sitzende derselben ist ein nach unten hängender Hebel<B>92</B> befestigt, der mit dem vorderen Ende, einer nach rückwärts ragen den Stange<B>93</B> verbunden ist, welche im folgenden noch beschrieben werden soll.
Durch Vorwärtsstossen der Stange<B>93</B> kann der Bolzen<B>83</B> entgegen der Wirkung der Feder<B>85</B> zu rückgezogen werden, so dass der Riegel<B>87</B> vom mittleren Teil<B>88</B> des abnehmbaren Teiles<B>67</B> ent fernt wird und dadurch dieser Teil<B>67</B> vom Block 43 abgehoben werden kann. Die Betätigung des Bolzens <B>83</B> durch die Stange<B>93</B> erfolgt, wie noch erläutert werden wird, nur dann, wann gewünscht wird, dass der Teil<B>67</B> durch Sicherungsorgane automatisch oder von Hand gelöst wird, wenn z. B. in einem Not fall die automatischen Betätigungsorgane versagen sollten.
Um den Teil<B>67</B> unter normalen Betriebsverhält nissen zu lösen, ist ein Handgriff 94 vorgesehen, des sen gegabeltes unteres Ende rittlings auf einem zen- trale,n, nach oben ragenden Lappen<B>95</B> sitzt, welcher auf dem hinteren oberen Teil der Platte<B>67</B> angeord net ist und der mit einem die gegabelten Enden des Handgriffes durchsetzenden Lagerstiften<B>96</B> versehen ist. Dieser Handgriff ist in der Regel nach hinten gerichtet. An seinem gegab--Iten unteren Ende trägt er ein Paar Klauen<B>97,</B> welche, wenn der Handgriff 94 durch den Flieger nach vorne gezogen wird, den Riegel<B>87</B> nach rückwärts drücken.
Dadurch wird dieser Riegel vom abgekanteten mittleren Teil<B>88</B> der Platte<B>67</B> gelöst und dadurch die letztere vom Block 43 getrennt.
Um eine versehentliche Bewegung des Hand griffes 94 nach vorne zu vedländern, ist er mit einer Arretiervorrichtung versehen, die bei Ergreifen des Hebels 94 durch den Daumen des Fliegers betätigt werden kann. Diese Arretiervorrichtung weist einen Bolzen<B>98</B> auf, der bei<B>99</B> mit dem unteren Teil eines durch den Daumen niederdrückbaren Arretierhebels <B>100</B> gelenkig verbunden ist.
Der Arretierhebel <B>100</B> ist durch einen Stift<B>101</B> am Handgriff 94 ange- lenkt und kommt in eine Ausinehmung 102 desselben zu liegen. Ein federbelasteter Stift<B>103</B> drückt den Arretierhebel <B>100</B> nach vorne, indem er mit seinem unteren Ende gegen die Bodenfläche 104 der Aus- nehmung 102 im Handgriff 94 anliegt. Die Anord nung ist dabei derart getroffen, dass der Bolzen<B>98</B> normalerweise in Eingriff mit einer Kerbe<B>105</B> steht, die an einem nach oben ragenden Lappen<B>95</B> der Platte<B>67</B> angebracht ist.
Dadurch ist der Handgriff 94 gegen eine Verdrehung um seine Drehachse<B>96</B> gesichert. Um den Handgriff 94 zum Zwecke einer Vorwärtsbewegung freizugeb#en und dadurch den Riegel<B>87</B> von der Platte<B>67</B> zu lösen, muss vorerst der Arretierhebel <B>100</B> nach rückwärts gedrückt wer den. Dadurch wird der Bolzen<B>98</B> aus der Kerbe<B>105</B> des Lappens<B>95</B> zurückgezogen.
Das Mehrfach-Verbindungsstück umfasst auch einen Teil<B>106,</B> der im folgenden als das<B> </B> Flugzeug- Teil <B> </B> bezeichnet wird. Dasselbe ist an die Unter seite des Blockes 43 in ähnlicher Weise angeschlos sen, wie der wegnehmbare Insassen-Teil <B>67.</B> Der Flugzeug-Teil weist drei Kanäle auf, in welchen sich die Büchsen<B>107, 108</B> und<B>109</B> befinden, die in Grösse und Anordnung den Kanälen 44, 45 und 46 durch den Block 43 entsprechen.
In die unteren Enden der Büchsen<B>107, 108</B> und<B>109</B> sind die oberen Enden von rohrförmigen Nippeln<B>110, 111</B> und<B>11</B>2 eingeschraubt, an welche die Schläuche<B>113,</B> 114 und<B>115</B> angeschlossen sind, welche zu den Quellen für Sauerstoff und für Druckluft zum Ven tilieren der Fliegerbekleidung und zum Aufblasen des Anti-g-Fliegeranzuges dienen.
Der Flugzeug-Tell <B>106</B> ist an seinen vorderen unteren Ecken mit abgekanteten Teilen<B>116</B> ver sehen,- welche unter überhängende Lappen<B>117</B> ragen, die am Block 43 in ähnlicher Weise angeord net sind wie die früher beschriebenen Lappen<B>82.</B> In ähnlicher Weise wie der abnehmbare Teil<B>67</B> des Anschlusstückes ist der Flugzeug-Teil <B>106</B> mit einem mittleren abgekanteten Teil<B>118</B> versehen, welcher mit dem Kopf<B>119</B> eines Riegels 120 zusammen wirkt, welch letzterer in einem auf dem hinteren unteren Teil des Blockes 43 angebrachten Gehäuse 121 untergebracht ist. Der erwähnte Riegel wird durch eine Druckfeder 122 nach vorne gedrückt.
Der Flugzeug-Teil <B>106</B> besitzt auch einen Aus- klinkhebel <B>123,</B> der an einem Lappen 124 am hin teren unteren Mittelteil des Anschlusstückes <B>106</B> an gebracht ist. Dieser Hebel ist, in ähnlicher Weise wie der Handgriff 94, mit Klauen<B>125</B> versehen, welche, wenn der Hebel<B>123</B> niedergedrückt wird, den Riegel <B>119,</B> 120 zurückzieht und dadurch den Flugzeug- anschlussteil <B>106</B> vom Block 43 trennt.
Der Ausklinkhebel <B>123</B> ist durch ein biegsames Kabel<B>126</B> oder durch ein Teleskoprohr mit dem Boden der Flugzeugkabine verbunden. Wenn der Schleudersitz weggeschleudert wird und dabei den Block 43 niitnimmt, wird der Ausklinkhebel <B>123</B> nach unten gezogen. Der Riegel<B>119,</B> 120 wird vom Flugzeug-Teil <B>106</B> getrennt und das letztere vom Block 43 gelöst. Es sind für die Betätigung des Rie gels<B>119,</B> 120 und die Freigabe, des Anschlusstückes <B>106</B> keine dem Hebel<B>92</B> und der Stange<B>93</B> entspre chende automatisch wirkende Organe vorgesehen.
Das Anschlusstück <B>106</B> kann jedoch von Hand ge löst werden, indem der Ausklinkhebel <B>123</B> nach unten und vorne gedrückt wird.
Um eine dichte Verbindung zwischen den drei Teilen 43,<B>67</B> und<B>106</B> des Anschlusstückes zu ge währleisten, sind elastische Dichtungsringe<B>127</B> vor gesehen. Dieselben sind im<B> </B> Insassen-Teil <B> 67</B> an gebracht, und zwar in ringförmige Ausnehmungen auf der Unterseite dieses Anschlusstückes und um die unteren Enden der Löcher<B>68, 69</B> und<B>70</B> des selben herum. Diese Dichtungsringe liegen gegen die Oberseite des Blockes 43 an, wenn der Teil<B>67</B> dar auf angebracht wird. Analoge Dichtungsringe<B>128</B> sind in den ringförnügen Ausnehmungen vorgesehen, welche um die unteren Enden der Kanäle 44, 45 und 46 herum angebracht sind.
Diese Dichtungsringe, lie gen zwischen dem Block 43 und dem an denselben angeschlossenen Flugzeug-Anschlussteil.
Es ist ersichtlich, dass wenn der Insassen-Teil <B>67</B> des Mehrfach-Verbindungsstückes vom<B>Block</B> 43 entfernt wird,<B>die</B> Ventilkörper<B>52</B> der drei Ventil anordnungen 49,<B>50</B> und<B>51</B> nach oben springen und gegen die zugehörigen Ventilsitze 54 anliegen, die an den oberen Enden der Kanäle 44, 45 und 46 im Block 43 angebracht sind. Dadurch wird auto matisch der Gaszufluss von den Speiseleitungen des Flugzeuges und von der Not-Sauerstofflasche <B>65</B> un terbrochen, falls die letztere im Betrieb ist.
Es ist weiterhin ersichtlich, dass, wenn der Block 43 vom Flugzeug-Anschlussteil <B>106</B> getrennt wird, die Ventilkörper<B>53</B> der Ventile 49,<B>50</B> und<B>51</B> eben falls schliessen und auf ihren Sitzen<B>55</B> anliegen. Angenommen der Insassen-Teil <B>67</B> sei noch am Block 43 befestigt, dann verhindert ein Schliessen der Ventilkörper <B>53</B> das Entweichen von Druckgas aus dem Fliegeranzug und von Sauerstoff aus der Not-Sauerstoffanlage, falls diese letztere im Betrieb ist.
Da wo die Druckluft- und Sauerstoffspeiseleitun gen eines Flugzeuges mehr als einen Flugzeuginsas sen im gleichen Flugzeug bedienen sollen, ist es be sonders erwünscht, eine Sicherung dafür zu haben, dass, wenn irgend einer dieser Flugzeuginsassen aus dem Flugzeug geschleudert wird, die Zufuhr von Druckluft und Sauerstoff zum anderen Flugzeug insassen bzw. zu den anderen Flugzeuginsassen, die im Flugzeug verbleiben, nicht durch Entweichen von Druckluft bzw. Sauerstoff aus den Zufuhr1,eitungen zum Flugzeug-Anschlusstück des das Flugzeug ver lassenden Insassen beeinträchtigt wird.
Zu diesem Zweck ist jede der Büchsen<B>107, 108</B> und<B>109</B> des Flugzeug-Anschlussteiles <B>106</B> mit einem Ventilkörper <B>129</B> versehen, der mit einem ringförmigen inneren Ventilsitz<B>130</B> zusammenwirkt, welcher uni das obere Ende der rohrförmigen Büchse, angebracht ist. Jeder Ventilkörper<B>129</B> ist auf einem zentralen Führungs bolzen<B>131</B> verschiebbar. Dieser Bolzen ist auf einem mit Öffnungen verschenen Tragstern<B>132</B> innerhalb der Büchse gehalten. Der Ventilkörper wird durch eine Druckfeder<B>133</B> nach oben gegen den<B>zugehö-</B> rigen ringförmigen Ventilsitz<B>130</B> gedrückt.
Sobald also das Flugzeug-Anschlusstück <B>106</B> vom Block<B>ge-</B> trennt worden ist, springen die Ventilkörper<B>129</B> in die geschlossene Lage und. verhindern den Gasaus tritt aus den Büchsen<B>107, 108</B> und<B>109.</B>
Jeder der Vonlilkörper <B>129</B> weist an seinem oberen Ende einen zentralen Vorsprung 134 auf, welcher, wenn das Flugzeug-Anschlusstück an den Block 43 angeschlossen ist, gegen einen analogen Vorsprung<B>61</B> des entsprechenden Ventilkörpers<B>53</B> anliegt, so dass beide Ventilkörper axial in ent,- gegengesetzten Richtungen von ihren Ventilsitzen <B>130</B> und<B>55</B> weg bewegt werden und damit ein freier Gasdu,rchfluss in den Block 43 möglich ist.
In ähnlicher Weise kann es erwünscht sein, seilbstschliessende. Ventile in einer oder mehreren der Büchsen<B>72, 73</B> und 74 des Insassen-Teils <B>67</B> anzu ordnen. In der Zeichnung ist jedoch nur eines dieser Ventile gezeigt und zwar ist dasselbe in der mittleren Büchse<B>73</B> vorgesehen und mit <B>135</B> bezeichnet. Die ses Ventil ist ähnlich dem oben beschriebenen Ven til<B>129</B> ausgebildet, und der Ventilkörper<B>135</B> wirkt mit einem inneren Ventilsitz<B>136</B> zusammen, der rund um das untere Ende der Büchse<B>83</B> angeordnet ist.
Ein Vorsprung<B>137</B> auf dem Ventillkörper <B>135</B> wirkt mit dem ähnlichen Vorsprung<B>60</B> auf dem zu sammenwirkenden, entsprechenden Ventilkörper<B>52</B> des Blockes 43 zusammen. Wenn also der Insassen- Teil <B>67</B> am Block 43 angebracht wird, wirken dir, Ventilkörper<B>135</B> und<B>52</B> zusammen, um sich gegen seitig von ihren Ventilsitzen<B>136</B> und<B>53</B> abzuheben. Wenn der Teil<B>67</B> vom Block 43 entfernt wird, schliessen sich beide Ventile automatisch.
In den beiden Büchsen<B>72</B> und 74 können dem Ventilkörper<B>135</B> ähnliche Ventilkörper angeordnet sein, um die zur Fliegerbekleidung führenden Schläu che abzuschliessen, wenn der Teil<B>67</B> vorn Block 43 entfernt wird. Dadurch wird verhindert, dass Was ser in das Innere des Anzuges gelangen kann, wenn der Flieger,<B>Z.</B> B. bei einem Fallschirmabsprung über dem Meer mit seinem Anzug in Wasser taucht.
Wenn an einer oder mehreren Büchsen<B>72, 73</B> und 74 keine Ventilkörper<B>135</B> angeordnet sind, wird eine Querschiene. 144 vorgesehen, welche sich quer über das untere Ende der ventillosen Büchsen erstreckt, um auf den Vorsprung<B>60</B> des entspre chenden Ventilkörpers<B>52</B> im<B>Block</B> 43 zu wirken und dadurch dieses Ventil zu öffnen, wenn der Teil <B>67</B> auf dem Block 43 montiert wird.
Nötigenfalls können FÜhrungsplatten <B>138, 139</B> auf der Innen- und der Auss#enseite des, Blockes 43 angeordnet sein (Fig. 2). Diese Platten erstrecken sich Über und unter die unteren Kanten des Blockes und bilden zentrierende Führungen, welche das Auf setzen des Insassen- und des Flugzeug-Teils <B>67</B> bzw. <B>106</B> auf den Block 43 erleichtern.
Wenn erwünscht, können die oberen Teile der Platten<B>138</B> und<B>139</B> leicht voneinander divergieren. überdies sind wenig stens die Führungsplatten<B>138</B> und<B>139</B> an ihren oberen und unteren Kanten und zwar gegen die Vor derseite derselben mit Kerben 140 und 141 ver sehen, welche. iräft den Stiften 142 und 143 auf den Teilen<B>67</B> und<B>106</B> übereinstimmen und dieselben aufnehmen. Diese Kerben und Stifte dienen dazu, die Teile<B>67</B> und<B>106</B> in bezug auf Bewegungen in Längsrichtung des Blockes 43 zu sichern<B>'</B> wenn sie aneinander befestigt werden.
Die Gefahr der Be schädigung von Ventilen des Mehrfach-Verbindungs- stückes wird dadurch vermieden, auch wenn der In sassen- und der Fahrzeug-Teill ohne jegliche Sorgfalt am Block 43 angebracht werden sollten.
Die Führungsplatte<B>139</B> kann, wie gezeigt, nach oben über den Block hinaus verlängert werden, um zu verhindern, dass das Aufsetzen des Insassen-Teils <B>67</B> auf den Block 43 durch die Flirgerbekleidung oder durch Ausrästungsgegenstände beeinträchtigt wird.
Um den Riegel<B>87,</B> welcher mit dem Insassen- Teil <B>67</B> zusammenwirkt, automatisch in seiner<B>zu-</B> rückgezogenen Lage zu halten, nachdem er zwecks Freigabe des erwähnten Teils in diese Lage gebracht worden ist, ist eine Rückhalt--klinke 145 (siehe Fig. <B>5)</B> vorgesehen. Diese Klinke ist in einer Aus- nehmung 146 des oberen hinteren Teiles des Blockes 43 untergebracht und sitzt auf einem Stift 147, so dass sie durch eine Druckfeder 148, die zwischen der Klinke und dem Block 43 angebracht ist, nach oben gedrückt wird.
Die Rück-halt--klinke 145 ist mit einer Nase 149 versehen, welche gegen die Vorder seite des zurückgezogenen Riegels<B>87</B> zur Anlage kommt, und sie weist überdies eine Verlängerung <B>150</B> auf, welche als Ausstosshebel wirkt und gegen die Unterseite des Insassen-Teils <B>67</B> zur Anlage kommt, um diesen Teil vom Block 43 abzuwerfen, wenn er durch den Riegel<B>87</B> freigegeben wird. Da durch wird die Trennung des Fliegers vom Schleu dersitz erleichtert. Der Eingriff der Klinke 145 mit dem Kopf des zurückgezogenen Riegels<B>87</B> dient durch die Verbindung desselben mit den noch zu beschreibenden, die Beine des Fliegers zurückhal tenden Klinken dazu, diese letzteren so lange frei zugeben, als der Insassen-Teil vom Block 43 getrennt ist.
Der Flieger kann die die Beine zurückhaltenden Organe nicht einkuppeln, bevor er nicht den Insassen- Teil am Block 43 angeschlossen hat. Wenn der In- sassen-Teil <B>67</B> vom Block 43 entfernt worden ist, ragt die erwähnte Verlängerung<B>150</B> über die obere Oberfläche des Blockes 43. In dieser Lage der Ver längerung hält die Rückhalteklinke 145 den Kopf des Riegels<B>87</B> in seiner zurückgezogenen Lage. Wenn jedoch der Teil<B>67</B> wieder auf den<B>Block</B> 43 aufgesetzt und auf denselben herabgedrückt wird, drückt es die Verlängerung<B>150</B> nach unten und zieht die Klinkennase 149 vom Riegel<B>87</B> weg.
Um elektrische Verbindungen zwischen den drei Teilen des Mehrzweckverbindungsstückes und damit zwischen einem Speisekabel<B>151,</B> das von einer Stromquelle des Flugzeuges kommt, und dem Kabel <B>152</B> auf der Anschlusseite des Fliegers herzustellen, ist eine entsprechende Anzahl von elektrischen Lei tern in der Steckdose 48 (Fig. <B>3</B> sowie im Kanal 47 des Blockes 43 untergebracht. In der Steckdose be finden sich so viele Leiter, als sich Leiter in den Kabeln<B>151</B> und<B>152</B> befinden, und zwar sind es in der Regel etwa sechs. Jeder elektrische Leiter in der Steckdose weist ein Metalkohr <B>153</B> auf, das in der Steckdose befestigt ist.
In den beiden entgegengesetz ten Enden dieses Rohres ist ein axial verschiebbarer Kontaktstift 154 bzw. <B>155</B> vorgesehen, der z. B. aus Berilliumkupfer oder einem anderen geeigneten Me tall besteht. Durch eine Druckfeder <B>156</B> werden diese Stiften auseinandergedrückt. Ihre Auswärtsbewegung ist durch Schultern in der Steckdose 48 begrenzt, so dass der Kontaktstift 154 nie über das obere Ende der Steckdose 48 hinausragt. Dadurch wird erreicht, dass die Kontaktstifte nicht durch irgendwelche Metallteile, die das Ende der Steckdose berühren, kurzgeschlossen werden.
Die Teile<B>67</B> und<B>106</B> sind mit festen Kontakt stiften<B>157</B> und<B>158</B> versehen, die mit den Kontakt stiften 154 und<B>155</B> zusammenwirken und in insofier- ten Steckdosen<B>159</B> und<B>160</B> angeordnet sind. Diese letzteren sind in den Teilen<B>67</B> und<B>106</B> befestigt und zwar so, dass sie auf die Steckdose 48 ausgerich tet sind. Die Kontaktstifte <B>158</B> sind an den Enden, welche auf die Stifte<B>155</B> treffen, in der isolierten Steckdos & <B>160</B> versenkt angeordnet, so dass ein Kurzschluss der Kontakte<B>158</B> durch irgendwelche auf die Steckdose gelangende Metallteile vermieden wird.
Die isolierten Steckdosen<B>159</B> und<B>160</B> stehen von den Teilen<B>67</B> und<B>106</B> vor, so dass sie in den Kanal 47 des Blockes 43 ragen, wenn diese drei Teile miteinander verbunden sind. Es sind Dich tungsringe<B>161</B> und<B>162</B> oder irgendwelche andere geeignete Dichtungsmittel am oberen und unteren Ende des Kanals 47 vorgesehen, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit zu den elektrischen Anschlusstellen gelangen kann, wenn das Flieger- und das Flugzeug- Anschlusstück am Block 43 befestigt sind.
Zweckmässigerweise sind entsprechende Paare von Kontaktgruppen<B>157</B> und<B>158</B> und von Kontakt gruppen 154 und<B>155</B> in ihren Steckdosen in dia metrale Ebenen angeordnet, welche senkrecht zu den Längsseiten oder -kanten der Teile<B>67</B> und<B>106</B> sind, um auf diese Weise die Möglichkeit eines Kurz schlusses beim Befestigen der Teile<B>67</B> und<B>106</B> am Block 43 auf ein Minimurn zu reduzieren.
Dadurch, das#s in das Mehrfach-Verbindungsstück Mittel eingebaut sind, welche die elektrische Aus rüstung des Fliegers mit den zugehörigen Apparaten oder Stromquellen des Flugzeuges verbinden, wird der zusätzliche Vorteil erreicht, dass eine zuverlässige Grundlage dafür geschaffen wird, dass der Flieger die Verbindungen über das Verbindungsstück, wie z. B.<B>die</B> Sauerstoff- oder Druckluftanschlüsse, prüfen kann. Wenn nämlich die elektrische Ausrüstung, wie z.
B. die Radioanlage oder die internen Telefonver bindungen, nicht arbeiten, ist dies für den Flieger ein klarer Hinweis darauf, dass entweder der Insas sen- oder der Flugzeug-Teil <B>67</B> bzw. <B>106</B> nicht oder nicht richtig am Block 43 angebracht worden sind. Wenn aber im Gegenteil die elektrischen Verbindun gen richtig arbeiten, hat der Flieger die<I>Gewähr</I> da für, dass auch die anderen Anschlüsse richtig erfolgt sind.
Zweckmässigerweiseist über dem Block 43 eine glatte Deckplatte<B>163</B> angebracht (Fig. <B>6),</B> welche denselben nach oben abschliesst und schützt, wann der Insassenteil<B>67</B> entfernt worden ist. Diese Deck platte entspricht im wesentlichen dem Teil<B>67,</B> jedoch ohne die daran angebrachten Löcher und Büchsen für den Anschluss der Schläuche und ohne die Mit tel zum Anschluss des Kabels<B>152.</B> Auf ihrer Unter seite, weist die, Deckplatte jedoch eine Ausnehmung 164 für jeden der Kanäle 44, 45 und 46 des Blockes 43 auf.
Diese Ausnehmungen enthalten Dichtungs ringe<B>165</B> und dienen zur Aufnahme der Vorsprünge <B>60</B> auf den oberen Teilen der geschlossenen Ventil körper<B>52</B> der Ventile 49,<B>50</B> und<B>51.</B>
Um die Deckplatte<B>163</B> zu versorgen, wenn sie nicht benötigt wird und vom Block 43 abgehoben ist, ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schublade oder dergleichen vorgesehen, welche in der Kabine oder am Schleudersitz vorgesehen sein kann. Diese Schublade kann mit einem Riegel ähnlich dem Riegel<B>87</B> des Blockes 43 und mit überhängenden Lappen versehen sein, welche den Lappen<B>82</B> des erwähnten Blockes entsprechen, um auf diese Weise die Deckplatte<B>163</B> lösbar aufzunehmen. Diese letz tere kann durch Betätigung des Handhebels,<B>166,</B> der auf der Deckplatte angebracht ist, von der Schub lade getrennt werden.
Dieser Handhebel ist analog dem Handgriff 94 des Insassen-Teils <B>67</B> ausgebildet, aber er weist keinen Arretierhebel <B>100</B> und die mit demselben zusammenwirkenden, Teile auf, und er weist eine andere Form auf als der Handgriff 94.
Die Klinke<B>37</B> zur Verriegelung des Steckbolzens 34 der Bein-Halteleine <B>26</B> im Klinkengehäuse<B>36</B> auf der Vorderseite der Sitzmulde<B>l'</B> ist bereits be schrieben worden. Es muss nun noch erläutert wer den, wie die Klinke<B>37</B> betätigt wird, um den Steck bolzen 34 zuerst vom Handgriff 94 des Insassen- Teils <B>67,</B> sodann automatisch vom Freigabemechanis mus der Verriegelung der Sitz-Gurte und drittens von einer von Hand betätigbaren Sicherung gegen übersteuerung zu lösen.
Die Klinke<B>37</B> ist am inneren Ende einer hori zontal verlaufenden Stange<B>167</B> (Fig. <B>1</B> und<B>7)</B> ange bracht, welche in einem Rohr<B>168</B> untergebracht ist, das seinerseits an der Vorderseite der Sitzmulde l' des Schleudersitzes befestigt ist. Dieses Rohr trägt das Klinkengehäuse,<B>36.</B> Die Stange<B>167</B> ist im Rohr <B>168</B> axial verschiebbar und sie wird durch eine Druckfeder<B>169,</B> die im erwähnten Gehäuse und um die Stange<B>167</B> angeordnet ist, in die verriegelte Stel lung gedrückt. Die Feder<B>169</B> liegt dabei zwischen einem Bund<B>170</B> der Stange und dem inneren Ende einer auf das Rohr<B>168</B> aufgeschraubten Gewinde büchse<B>17 1.</B>
Die Klinkenstange<B>167</B> erstreckt sich über die Büchse<B>171</B> nach aussen. An ihrem äusseren Ende ist vermittels einer Schraube<B>173</B> die Nockenscheibe <B>172</B> drehfest gehalten. Auf der Stange<B>167</B> und zwi schen der Scheibe<B>172</B> und dem äusseren Ende der Büchse<B>171</B> ist das eine Ende eines Armes 174 dreh- bar gelagert. Der Arm ist mit einer Nabe versehen, welche auf ihrer an die Nockenscheibe <B>172</B> angren zenden Seite mit einander diametral gegenüberliegen den Vertiefungen<B>175</B> versehen ist.
Diese letzteren wirken mit den Nocken<B>176</B> der Nockenscheibe <B>172</B> derart zusammen, dass wenn der Kurbelarm. 174 auf der Stange<B>167</B> verdreht wird, diese letztere axial verschoben wird, um<B>die</B> Klinke<B>37</B> von der Schul terfläche des Steckbolzens 34 zu trennen. Dadurch wird der Steckbolzen vom Gehäuse<B>36</B> freigegeben.
Der Kurbelarm 174 ist am vorderen Ende einer Stange,<B>177</B> (Fig. <B>1)</B> angelenkt, welche längs der dem Mehrfach-Verbindungsstück zugekehrten Seite der Sitzmulde nach hinten verläuft und zwar zwischen dem erwähnten Verbindungsstück und der Sitzmulde. Das hintere Ende der Stange<B>177</B> ist schwenkbar mit dem Hebel<B>92</B> verbunden, an dessen vorderes Ende die oben erwähnte Stange<B>93</B> angelenkt ist. Der He bel<B>92</B> ragt von der Querwelle, <B>90</B> nach unten und trägt den Hebel<B>89,</B> welcher den Bolzen<B>83</B> betätigt, bzw. von demselben betätigt wird.
Immer wenn also der Handgriff 94 des Insassen-Teils <B>67</B> nach vorn-, gezogen wird, um den erwähnten Teil vom Block 43 zu lösen, wird die Stange,<B>177</B> gleichzeitig in ihrer Längsrichtung verstellt und eine Verschwenkung des Kurbelarmes 174 auf der Klinkenstange<B>167</B> be wirken. Dadurch wird die letztere in axialer Richtung zurückgezogen und der Steckbolzen 34 am vorderen Ende der Halteleine<B>26</B> zurückgezogen. Die Rück kehr des Bolzens<B>83</B> in seine Sperrstellung bewirkt die Rückkehr der Klinkenstange<B>167</B> und der Klinke <B>37</B> in ihre<U>die</U> Leine<B>26</B> sperrende Stellung.
Die Freigabe des Insassen-Teils <B>67</B> vom Block 43 bei dem automatischen Zurückziehen des Riegels <B>87</B> erfolgt über die Stange<B>93,</B> deren hinteres Ende, einen Längsschlitz <B>178</B> aufweist, in welchen ein Stift <B>179</B> eintritt, der am unteren Ende eines Armes<B>180</B> angebracht ist.
Der Arm<B>180</B> seinerseits ist am äus- seren Ende einer horizontalen Welle<B>181</B> befestigt, welche in geeigneter Weise in der Sitzmulde<B>l'</B> ge lagert ist und die an ihrem inneren Ende einen Arm <B>182</B> trägL Das freie Ende les letzteren ist durch einen Lenker<B>183</B> mit einem Arm 184 des Winkelhebels 22 verbunden, der bereits beschrieben wurde und der den Riegel<B>7</B> zurückzieht.
Wenn son-äft dieser Riegel durch den Lenker 20 und den Winkelhebel 22 auto matisch gelöst wird, wird die Stange<B>93</B> vorwärts ge- stossen. Das hat zur Folge, dass der Riegel<B>87</B> vom Insassen-Teil <B>67</B> zurückgezogen und gleichzeitig die Stange<B>177</B> nach vorne bewegt wird, um dadurch den Steckbolzen 34 der Halteleine<B>26</B> freizugeben. Allo diese Vorgänge erfolgen automatisch durch die Wirkung des AusIbsebolzens <B>5</B> auf den Auslosehebel <B>11</B> im richtigen Zeitpunkt des Auswurfes des Schleu dersitzes aus dem Flugzeug.
Der tote Weg, der durch den Schütz<B>178</B> am hin teren Ende der Stange<B>93</B> bedingt ist, ermöglicht bei Betätigung des Handgriffes 94 die Freigabe des In- sassen-Teils <B>67</B> vom Block 43 und des Bolzens 34 der Halteleine<B>26</B> von seinem Sockel, ohne dass gleichzeitig die Riegel<B>6, 7</B> und<B>7'</B> gelöst würden.
Die von Hand bewirkte Freigabe der Riegel<B>6,</B> <B>7</B> und<B>7',</B> des Insassen-Teils <B>67</B> und des Bolzens 34 der Bein-Halteleine <B>26</B> erfolgt gleichzeitig vermittels eines Handhebels<B>185,</B> der bei<B>186</B> an der Unterseite der Sitzmulde<B>l',</B> auf der vom Mehrfach-Verbin- dungsstück abgekehrten Seite desselben schwenkbar gelagert ist. Dieser Handhebel ist mit einem Arm<B>187</B> verbunden, der mit einem Nocken<B>188</B> verbunden ist, welcher gegen eine Scheibe<B>189</B> anliegt, welche im gegabelten Ende einer horizontalen Stange<B>190</B> ge halten ist. Diese Stange<B>190</B> ist in an der Sitzmulde <B>l'</B> angebrachten Lagern<B>191</B> verschiebbar gelagert.
An ihrem inneren Ende ist die" Stange<B>190</B> mit einem Arm<B>192</B> verbunden, der auf dem Winkelhebel<B>23</B> angebracht ist, welcher den Riegel<B>7'</B> betätigt und mit dem Lenker 21 verbunden ist. Wenn der Steuer hebel<B>185</B> m, der Richtung des Pfeiles in Fig. <B>1</B> ge zogen wird, wird die Nocke <B>188</B> nach rückwärts be wegt und die Stange<B>190</B> zurückgezogen. Dadurch werden gleichzeitig die Riegel<B>7', 7</B> und<B>6</B> vermittels der miteinander verbundenen Lenker 21, 20 und der Querwelle,<B>17</B> freigegeben.
Die gleiche Betätigung des Steuerhebels<B>185</B> bewirkt über den Winkelhebel 22 die Betätigung der Stange<B>93</B> und<B>177,</B> um damit die Freigabe des Insassen-Teils <B>67</B> vom Block 43 und des Steckbolzens 34 der Beinhalteleine herbei zuführen.