CH364164A - Verfahren zur Befestigung von Werkzeugen in einer Werkzeugmaschine und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Befestigung von Werkzeugen in einer Werkzeugmaschine und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens

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CH364164A
CH364164A CH4769557A CH4769557A CH364164A CH 364164 A CH364164 A CH 364164A CH 4769557 A CH4769557 A CH 4769557A CH 4769557 A CH4769557 A CH 4769557A CH 364164 A CH364164 A CH 364164A
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Vilhelm Allander Claes
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Vilhelm Allander Claes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description


  Verfahren zur     Befestigung    von Werkzeugen     in        einer        Werkzeugmaschine     und Werkzeug zur     Durchführung    des Verfahrens    Bei vielen Arbeitsvorgängen in Werkzeugmaschi  nen, z. B. Pressen, treten Kräfte von mehreren Ton  nen auf, aus welchem Grunde bisher die Werkzeuge  bzw. die Werkzeughälften in diesen     Maschinen    im  mer mit Hilfe kräftiger und oft     komplizierter    Befesti  gungsvorrichtungen an den arbeitenden Maschinen  teilen befestigt wurden, z. B. an beweglichen     Press-          köpfen    oder     Pressplatten    und feststehenden Arbeits  tischen, z.

   B.     Presstischen.    Vom Gesichtspunkt der  Herstellung, des Zusammenbaues und der Lagerhaltung  stellen derartige Vorrichtungen wie z. B. Festspann  eisen, Bolzen und andere eine fühlbare Verteuerung der  maschinellen Fertigung mit solchen Maschinen dar.  Ferner hat man bisher bei Massenherstellung für  bestimmte Arbeitsvorgänge, insbesondere beim Stan  zen und Ziehen von Blechen, oft Werkzeuge ange  fertigt, die z. B. mehrere Werkzeugeinheiten mit ge  nauen Abständen untereinander entsprechend den  Löchern, Profilen oder anderen Formen enthalten,  welche in dem jeweiligen Blech hervorgebracht wer  den sollten.

   Die Toleranzen     pflegten    hierbei     in    der  Grössenordnung von einigen     Hundertstelmillime-          tern    zu sein. Derartige     Vielfachwerkzeuge    stellen bei  einer grösseren Fertigung sehr grosse Werte dar. Dazu  kommen besonders bei sogenannter Versuchsherstel  lung die Kosten der unproduktiven Wartezeit, bis  eine grössere oder kleinere Anzahl     Einzelteile    in den  Versuchswerkstätten mit Hilfe von mehr oder weni  ger provisorischen Werkzeugen hergestellt worden  sind.

   Beim erfindungsgemässen Verfahren können die  obengenannten traditionellen Methoden für Mehr  fachwerkzeugherstellung bei Serien bis zu einer be  stimmten oberen Grenze entfallen, vorausgesetzt,  dass das herzustellende Einzelteil     eine    derartige Aus  formung hat, bei der sich die Methode als zweck  mässig erweist.  



  Nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren    zum    Befestigen von Werkzeugen, die je aus zwei zusam  menwirkenden     Hälften    bestehen, in einer Werkzeug  maschine,     die    zwei     gegeneinander        bewegliche    Teile  mit je einer Anlagefläche umfasst, wird die eine       Werkzeughälfte    auf der einen Anlagefläche mit     Hilfe     eines zwischengelegten Bogens oder Streifens aus  doppelseitig     adhäsüvem    Material befestigt.

   Ferner  wird die andere     Werkzeughälfte    derart auf die erst  genannte     Werkzeughälfte    gesetzt, dass die zusammen  arbeitenden Teile der beiden     Werkzeughälften    im  Verhältnis zueinander lagerecht liegen und es wird  ein zweiter Bogen oder     Streifen    aus doppelseitig     ad-          häsivem    Material zwischen der zweiten Werkzeug  hälfte und der zweiten     Anlagefläche    angeordnet und  dann werden die die Anlageflächen aufweisenden  Teile der Maschine gegeneinander bewegt, so dass  die Werkzeughälften zum Anhaften an die Anlage  flächen gebracht werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht,  Werkzeugeinheiten vorübergehend und doch mit  voller Sicherheit auf den     Maschinenteilen    aufzuset  zen, mit diesen zu bewegen und auszutauschen, ohne  dass teure     Dauermehrfachwerkzeuge    angefertigt zu  werden brauchen. Man kann zweckmässig dazu über  gehen, ein Lager von bestimmten genormten Grössen  an     Werkzeugeinheiten    für Stanzen, Ziehen oder Bie  gen zu halten, die dann bei Bedarf entweder getrennt  benutzt oder zu einem gewünschten     Vielfachwerk-          zeug    zusammengesetzt werden können.  



  Die wirtschaftlichen Folgen können besonders  dadurch von Bedeutung     sein,    dass die Anfertigung  von grossen     Dauermehrfachwerkzeugen    entfällt, die  oft sehr grosse Werte darstellen, und diese durch ein  Lager von einzelnen     Normalwerkzeugeinheiten    er  setzt werden können, die ständig erneut benützt wer  den     können.     



  Ausführungsbeispiele des     erfindungsgemässen         Verfahrens und des Werkzeuges nach der Erfindung  sind auf der     beiliegenden    Zeichnung dargestellt und  im Zusammenhang mit den Abbildungen     näher    be  schrieben, von denen       Fig.    1a schematisch eine     Exzenterpresse    zeigt,  bei der an den gegeneinander beweglichen Maschi  nenteilen die     zusammenwirkenden        Werkzeughälften     befestigt sind,       Fig.        1b    ein Beispiel einer Schablone für das       Befestigungsverfahren    der Werkzeuge in der Presse  nach     Fig.    la,

   von oben gesehen,       Fig.    2a ein Beispiel einer anderen Schablone,  von oben gesehen,       Fig.    2b ein auf die Schablone gegen Anschläge  aufgesetztes Blech,       Fig.    3 einen vergrösserten Schnitt durch eine  Werkzeugeinheit zum Stanzen,       Fig.    4a eine Werkzeugeinheit, von der Seite ge  sehen, vor Beginn der Bewegung der Maschinenteile  zur Befestigung der oberen     Werkzeughälfte,          Fig.   <I>4b</I>     ein    Einzelteil der     Fig.   <I>4a</I> in grösserem  Massstab,       Fig.    4c die Werkzeugeinheit nach     Fig.    4a, von  der Seite gesehen,

   während der Bewegung zur Be  festigung der     Werkzeughälfte,          Fig.        5a-5c    Schnitte durch die Werkzeugeinheit  nach     Fig.    3 in drei verschiedenen Stellungen in einer  Presse beim Lochstanzen,       Fig.    6-9 vier verschiedene     Werkzeugeinheiten     mit verschiedener Ausbildung für das zu stanzende  Loch sowie       Fig.    10 einen Querschnitt durch eine bestimmte  Art Klebestreifen.  



       In        Fig.    1a bezeichnet 1 einen auf und ab beweg  lichen Schieber in einer üblichen     Exzenterpresse    und  2 einen am Schieber befestigten     Presskopf    bzw. eine       Pressplatte    im oberen Umkehrpunkt (Ausgangsstel  lung). An der Unterseite der     Pressplatte    2     sind    zwei  Stempel 3a, 3b und auf einem feststehenden     Press-          tisch    4 der Presse zwei mit den Stempeln 3a, 3b  zusammenarbeitende, ihnen entsprechende Stanz  werkzeuge<I>5a, 5b</I> sichtbar.

   Die     Stanzwerkzeuge    5a,  5b sind in Löchern     einer    Schablone 6 angeordnet,  die mit     Hilfe    von     Passstiften    7 auf die Auflagefläche  des     Presstisches    4 festgelegt ist.  



       Fig.        1b    zeigt die Schablone 6 mit zwei     darin     eingesetzten     Stanzwerkzeugen    5a, 5b von oben ge  sehen. Das     Stanzwerkzeug    5b hat ein kreisrundes  Profil und das     Stanzwerkzeug    5a ein Schlitzprofil.  Mit 8 sind die Löcher für die     Passstifte    7 bezeichnet.  



       Fig.    2a zeigt ein anderes Beispiel einer Schablone  9 mit dreizehn verschiedenen Löchern zum Einsetzen  von     Stanzwerkzeugen.    Mit gestrichelten Linien ist  die Form der zu     stanzenden    Löcher angedeutet (bei  diesem Beispiel     elf    kreisrunde     Stanzlöcher    verschie  denen Durchmessers, ein     V@erkantstanzloch    und ein       schlitzförmiges        Stanzloch).    Mit 10     sind        Passstift-          löcher    der Schablone 9 bezeichnet.

   Bei 11 und 12  deuten gestrichelte Rechtecke Teile eines beider  seitig haftenden     Klebestreifens    oder eines     Films    mit    gleichem Haftvermögen an. Die Aufgabe dieser  Streifen wird im Zusammenhang mit     Fig.    3 näher  beschrieben.  



       Fig.    2b zeigt ein Blech 13, z. B. Feinblech aus  Eisen oder aus beliebigem Plattenwerkstoff wie  Metall, Kunststoff, Pappe, Papier oder     Holz,    nach  beendigtem     Stanzen    von dreizehn Löchern entspre  chend den     Stanzwerkzeugen    ;in der Schablone 9,  die in der     Fig.    2b unterhalb des Bleches 13 sicht  bar ist. Das Blech 13 liegt gegen drei feststehende  oder einstellbare Anschläge 14 im     Presstisch    4 nach       Fig.    1 a an.  



  Der Schnitt in     Fig.    3     zeigt    eine Werkzeugeinheit  am     Presskopf    bzw.     Pressplatte    2 und auf dem     Press-          tisch    4 (nach     Fig.    la). Die eine     Hälfte    der Werkzeug  einheit besteht aus einem     kreisrunden    hohlen Ober  stempel 15 mit einem     kreisrunden        Ausstosser    16 in  der Mitte.

   Im Innern des Stempels 15 ist eine Scheibe  17 angeordnet, um     eine    Anzahl (hier neun) loser,       zusammendrückbarer,    für das Ausstossen des Aus  stossers3 so dass dessen Vorderende in der Ausgangs  lage aus dem Stempel 15 nach unten vorsteht, be  stimmter Tellerfedern 18 in ihrer Lage zu halten.  Zwischen der     Auflagefläche    der     Pressplatte    2 der       Exzenterpresse    und der oberen, nicht arbeitenden       Endfläche    des Oberstempels 15 ist ein doppelseitig  haftendes     Klebestreifenband    20 eingeführt.

   Die an  dere     Hälfte    der     Werkzeugeinheit    besteht aus einem  kreisrunden, hohlen Abstreifer 21, in dessen Mitte  ein kreisrunder Unterstempel 22 von einem Feder  ring 23, einer Scheibe 24 und einem weiteren, grö  sseren Federring 25 unterhalb der Scheibe 24 um  geben ist, welche Teile den Unterstempel 22 in seiner  Ruhestellung gegenüber dem Abstreifer 21 halten.

    Der Unterstempel 22 ist von losen     zusammendrück-          baren    Tellerfedern 26 (hier acht) umgeben, die den  Abstreifer bezüglich des Stempels 22 in einer Aus  gangslage halten, dass das Stempelende unterhalb der       Wirkfläche    des Abstreifers liegt, und die dazu be  stimmt sind, die erforderliche Kraft aufzubringen,  um das ausgestanzte Blech von dem Unterstempel       abzustreifen.    Zwischen der unteren, nichtarbeitenden  Fläche des Unterstempels 22 und der Auflagefläche  des     Presstisches    4 (nach     Fig.        1n)    der Presse ist ein  doppelseitig haftender Klebestreifen 27 eingeführt,

    wobei ausserdem der untere Teil dieses Unterstem  pels 22 in einer Schablone 29 mit Löchern für die  jeweiligen Werkzeuge gehalten wird. Auf dem Ab  streifer 21 ruht das zu     stanzende    Blech 28.  



  Die     Zentrierung    und das Aufsetzen und Befe  stigen einer solchen als Beispiel gewählten Stanz  werkzeugeinheit für Lochstanzen wird im Zusammen  hang mit den Abbildungen     4a-4c        beschrieben,    von  denen     Fig.    4a und 4c das     Stanzwerkzeug    nach     Fig.    3  in der Ausgangsstellung bzw. im unteren Umkehr  punkt der auf und ab beweglichen     Pressplatte    bei  Lehrlauf zeigen und     Fig.    4b eine Vergrösserung der  arbeitenden Teile des     Stanzwerkzeuges    in der glei  chen Stellung wie in     Fig.    4a veranschaulicht.

   Der  Deutlichkeit halber ist auch hier der Oberstempel      mit 15 bezeichnet, der     Ausstosser    mit 16, der Ab  streifer mit 21 und der Unterstempel mit 22. Die  beiden Klebestreifen sind auch hier mit 20 bzw. 27  bezeichnet. Wie aus     Fig.   <I>4a</I> und<I>4b</I> ersichtlich, ragt  das aus dem Stempel 15 vorstehende Ende des     Aus-          stossers    16 passend in die vom Stempel 22 freige  gebene Öffnung :in der     Wirkfläche    des Abstreifers 21.  



  In     Fig.    4a bzw. 4c ist weiter wie vorher 2  die     Pressplatte    der     Exzenterpresse,    4 der     Presstisch     sowie 6 die Schablone im Schnitt.  



  Das Verfahren für das Befestigen der Werkzeug  hälften - hier     eines        Stanzwerkzeuges    - besteht im  wesentlichen aus folgenden Vorgängen:  1. Eine Schablone, die mit Aussparungen (vor  zugsweise runden Löchern) versehen ist, wird für  aus zwei     Hälften    bestehende Werkzeugeinheiten,  z. B.     Stanzwerkzeuge,    von gewünschter Form und  mit gewünschtem Abstand voneinander angefertigt,  beispielsweise nach     Fig.   <I>1 b, 2a</I> oder auf andere Weise.  



  2. An der Unterseite der Schablone werden  Stücke von doppelseitig haftenden     Klebestreifen    über  jedem zu beschützenden Loch (wie 11 in     Fig.    2a)  über mehreren Löchern (wie 12 in     Fig.    2a) oder an  der ganzen Schablone befestigt. Der Klebestreifen  kann auch am     Presstisch    oder in angepasster Grösse  unmittelbar an der Unterseite der unteren Stanz  werkzeughälfte     (Fig.    5a) befestigt werden.  



  Die Schablone wird auf den     Presstisch    der Presse,  zweckmässig mit Hilfe von     Passstiften,    aufgesetzt.  



  4. Doppelseitig haftende Klebestreifen werden  auf die Oberseite der oberen     Werkzeughälften    oder  an den gewünschten Stellen oder auf der ganzen       Anlagefläche    der     Pressplatte    2 aufgesetzt.  



  5. Je nach Ausführung der Schablone werden ein  oder mehrere Werkzeugeinheiten mit lagerecht auf  einander gesetzten     Hälften        (Fig.   <I>4a, 4b)</I> in das bzw.  die Löcher in der an der     Unterseite    mit Klebestreifen  versehenen Schablone eingeführt, die auf dem     Press-          tisch    der Presse Liegt.  



  6. Die     Exzenterpresse    wird in Betrieb gesetzt,  so dass die     Pressplatte    2 aus ihrer Ruhestellung (obe  rer Umkehrpunkt nach     Fig.    3 oder 4a) mit dem Ab  stand ei zwischen dem Abstreifer 21 und dem     Press-          tisch    in den unteren Umkehrpunkt (nach     Fig.    4e) mit  dem Abstand     e2    zwischen dem Abstreifer 21 und  dem     Presstisch    gesenkt wird, wobei der Abstreifer 21  gegen den Oberstempel 15 gepresst wird.

   Die hierbei  für die Befestigung der     Werkzeughälften    an den  Maschinenteilen 2 und 4 erforderliche Kraft entsteht  dadurch, dass die Tellerfedern 26 im Abstreifer 21  beim Senken der     Pressplatte        zusammengedrückt    wer  den, und     pflanzt    sich nach den Flächenpaaren   Oberstempel,     Pressplatte    sowie Unterstempel,     Press-          tisch    -     fort,    womit die     Anhaftung    zustande     kommt,     so dass die beiden     Werkzeughälften    an dem     Presstisch     bzw.

       Presskopf    befestigt werden.  



  7. Aus dieser unteren Stellung nach     Fig.    4c wird  nun die     Pressplatte    2 zusammen mit dem oder den an  haftenden Stempeln 15 in den oberen Umkehrpunkt  der     Pressplatte    (Ruhestellung) zurückgeführt. Diese    Stellung wird in     Fdg.   <I>5a</I> gezeigt. Jedes Werkzeug ist  nun in genauer     Arbeitsstellung    in der Presse zentriert,  ohne dass irgendwelche anderen     Befestigungs-    oder  Einstellvorrichtungen benützt werden als die genann  ten Klebestreifen und Schablonen.  



  Die     Werkzeughälften    sind so konstruiert, dass  der Unterstempel 22 ein radiales Spiel a in der Boh  rung des Oberstempels 15 für den     Ausstosser    16  nach     Fig.        4a-4e    hat, welches Spiel gleichmässig       verteilt    ist, so     dass    die     Hälften    in der Ruhestellung       Fig.    4a und 4b richtig zentriert sind.

   Dieses     wird    da  durch erreicht, dass nach     Fig.    4b der     Ausstosser    16  an seinem arbeitenden Ende mit einem Absatz ver  sehen ist, der einen Durchmesser b hat, welcher mit  dem Durchmesser c des Unterstempels 22 und der  Bohrung im Abstreifer 21     gleich    ist, sowie dass der  hintere Teil des     Ausstossers    16 einen Aussendurch  messer d hat, der mit dem Innendurchmesser des  Oberstempels 15 gleich ist.  



  Die Werkzeuge können selbstverständlich auch  ohne Benutzung einer Schablone angeordnet werden,  z. B. mit Hilfe     zweier    Koordinaten.  



  Die weiteren Arbeitsvorgänge gehen aus den       Fig.5b    und 5c hervor. Vor Beginn des     Stau-          zens    wird nach     Fig.    5a das Blech 23 zwischen  Stempel und Abstreifer eingeführt.  



       Fig.    5b     veranschaulicht    das Stanzen eines Loches  im Blech 23,. wobei der Unterstempel 22 eine runde  Scheibe 24 ausstösst.  



  In     Fig.    5c ist die     Pressplatte    2 zusammen mit  dem Stempel 15 in die Ausgangsstellung des Arbeits  vorganges zurückgekehrt.  



  Die     Befestigung    der     Werkzeughälften    mit den  Klebestreifen 20 bzw. 27 bleibt vollkommen unver  ändert, solange die Werkzeuge bzw. Klebestreifen  nicht abgenommen werden. Die Werkzeuge können  vom Klebestreifen zweckmässig     mit    einer zangen  ähnlichen Vorrichtung abgenommen werden, die um  das betreffende Werkzeug herumgreift und es ab  reisst.     Die    Werkzeuge können jedoch auch     mit        Hilfe          eines    Hammers durch Schlagen     entfernt    werden.

   -Die  Klebestreifen selbst können durch Abreiben von  Hand, mit     Hilfe    eines     Kratzwerkzeuges    oder durch  ein chemisches Lösungsmittel beseitigt werden, mit  dem man die Klebestreifen befeuchtet. Die Klebe  streifenstücke für die obere und untere Endfläche  der beiden     Hälften    jedes     einzelnen    Werkzeuges kön  nen durch ganze Bögen aus     Klebestreifenwerkstoff     von der Grösse der gesamten     Pressplatte    bzw. des       Presstisches    ersetzt werden. Die Klebestreifen lassen     im.     übrigen zu, dass Werkzeuge mehrmals aufgesetzt bzw.

    abgenommen werden, ohne dass die Klebestreifen  selbst erneuert zu werden brauchen, besonders wenn  ganze Bögen aus     Klebestreifenwerkstoff    verwendet  werden.  



  Um die     grösstmöglichste        Stabilität    der arbeiten  den Teile zu erhalten, ist die Länge und Breite der       Werkzeughälften    in der     Befestigungs-    oder Stütz  ebene gross im Verhältnis zu der Gesamthöhe des  Werkzeugs zwischen den Befestigungsflächen.           In    den     Abbildungen    6-9 sind verschiedene Ty  pen von     Werkzeughälften    für     Stanzarbeitsvorgänge     angedeutet, von der Seite bzw. von oben gesehen.

         In        Fig.    6 wird     eine        Stanzeinheit    30 für kreisrunde  Löcher, in Füg. 7 eine     Stanzeinheit    31 für Vierkant  löcher, in     Fig.    8 eine Einheit 32 für Schlitze mit  parallelen Seiten und abgerundeten Enden und in       Fig.    9 eine Einheit 33 für     einen    beliebigen Umriss  gezeigt.

       In    den Fällen, wo     unrunde    Löcher in Blech  gestanzt werden sollen, müssen sowohl an dem  Unterstempel als auch an der Schablone     Gradierun-          gen    oder Marken angebracht werden, um für ein       Stanzloch    in der gewünschten Lage im Blech die       Werkzeugeinheit    in nichtiger Winkellage     einzustel-          len:    Derartige Gradierungen sind bei 34 in     Fig.    7,  bei 35 in     Fig.    8 und bei 36     in        Fig.    9 angedeutet.

    Entsprechende Gradierungen (Indexstrich) sind bei  37 und 38 auf der Schablone 9 in     Fig.    2a angedeutet.  



  Die im     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    2a bis 5c  angedeuteten Klebestreifen können z. B. in handels  üblicher Normalausführung sein oder auf verschie  dene, für vorliegendes     Verfahren    besonders zweck  mässige Weise ausgeführt sein. Die Werkzeugstellun  gen können mit Bleistift,     Druckstift    oder anderem       Markierwerkzeug    auf dem Klebestreifen oder -bogen  an der richtigen Stelle eingezeichnet werden.  



  Wie schematisch in einem     Querschnitt    in     Fig.    10       gezeigt    wird, kann der     Klebestreifenwerkstoff    mit       einer    inneren     Kernschicht   <I>a,</I> einer Haftschicht<I>b</I> bzw.  c auf den beiden     Aussenseiten,    mit einer Kohle  schicht<I>d</I> auf der Aussenseite der Schicht<I>b</I> sowie  einer äusseren Schutzschicht e und f ausgeführt sein.  Ein derartiges Band ist nach Abnehmen der Schutz  schicht e für das Aufzeichnen der Stellung der Werk  zeugeinheiten eines Mehrfachwerkzeuges gut geeig  net, das mehrere     individuelle        Stanzwerkzeuge    oder  andere Werkzeugformen umfasst.  



  Es wird nicht vorausgesetzt, dass Schablonen wie  z. B. nach     Fig.        1b,   <I>2a</I> und andere benutzt wer  den sondern das Verfahren ist durchaus anwendbar  bei unmittelbarer     Aufsetzung    der gewünschten Werk  zeuge auf je mit einem     Klebstreifen    versehene     Press-          platte    und     Presstisch,    z. B. mit     Hilfe    von vorher auf  gebrachten Zeichnungen.

   Derartige     Zeichnungen,     die die Stellung der Werkzeuge zueinander angeben,       können    auf dem     Presstisch    oder der     Pressplatte    be  festigt oder reproduziert werden.  



  Die Zentrierung und Befestigung der Werkzeug  teile ist selbstverständlich nicht auf das gezeigte  Ausführungsbeispiel für Lochstanzen begrenzt, son  dern das beschriebene Befestigungsverfahren kann  sehr     vorteilhaft    auch bei anderen     spanlosen    Bear  beitungen wie Ziehen, Biegen und Prägen von Blech  werkstoffen oder     bei        Kombinationen    dieser Bearbei  tungsarten angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Befestigen von Werkzeugen, die je aus zwei zusammenwirkenden Hälften bestehen, in einer Werkzeugmaschine, die zwei gegeneinander bewegliche Teile mit je einer Anlagefläche umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Werkzeughälfte <I>(5a, 5b, 22)</I> auf der einen Anlagefläche mit Hilfe eines zwischengelegten Bogens oder Streifens (27) aus doppelseitig adhäsivem Material befestigt wird, dass die andere Werkzeughälfte (3a, 3b, 15)
    derart auf die erstgenannte Werkzeughälfte (5a,<I>5b, 22)</I> gesetzt wird, dass die zusammenarbeitenden Teile (22, 15) der beiden Werkzeughälften im Verhältnis zueinander lagerecht liegen, dass ein zweiter Bogen oder Streifen (20) aus doppelseitig adhäsivem Mate rial zwischen der zweiten Werkzeughälfte <I>(3a, 3b,</I> 15) und der zweiten Anlagefläche angeordnet wird, und dass dann die die Anlageflächen aufweisenden Teile (2, 4) der Maschine gegeneinander bewegt wer den, so dass die Werkzeughälften zum Anhaften an den Anlageflächen gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, zur gleich zeitigen Befestigung mehrerer je aus zwei Hälften bestehender Werkzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst eine mit Aussparungen versehene Schablone (6, 9) auf der einen Anlagefläche mit Hilfe eines dazwischengelegten Bögens (27) aus doppelseitig adhäsüvem Material befestigt wird, der sich über die Aussparungen erstreckt, und dass anschliessend die eine Hälfte<I>(5a, 5b, 22)</I> jedes Werkzeug je in eine der Aussparungen dem Klebebogen anliegend ein gesetzt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (69) sowie die in deren Aussparungen anzubringenden Werkzeug hälften (5a,<I>5b,</I> 22) mit Gradierungen oder Marken (34, 35, 36) versehen werden, um die lagerechte Anordnung der Werkzeughälften zu ermöglichen.
    PATENTANSPRUCH 1I Werkzeug zur Durchführung des im Patentan spruch I angegebenen Verfahrens, dadurch gekenn zeichnet, dass die eine obere Werkzeughälfte aus einem hohlen Stempel (15) und einem in dessen Mitte angeordneten Ausstosser (16) besteht, der durch eine Federeinrichtung (18) in einer derartigen Aus gangslage im Verhältnis zum Stempel (15) gehalten wird, dass das Ende des Ausstossers aus einem Loch im Stempel nach unten hervorragt, und dass die an dere untere Werkzeughälfte aus einem mit dem ge nannten Loch im Stempel (15) zusammenwirkenden Stempel (22)
    sowie einem den Stempel umgebenden Abstreifer (21) besteht, der durch eine Federein richtung (26) in einer derartigen Ausgangslage im Verhältnis zum Stempel gehalten wird, dass sich das Ende des Stempels unterhalb der Wirkfläche des Abstreifers befindet, und dass das Ende des Aus- stossers (16) genau )in die Öffnung des Abstreifers (21) passt (Fig. 3 und 4).
CH4769557A 1956-06-30 1957-06-26 Verfahren zur Befestigung von Werkzeugen in einer Werkzeugmaschine und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens CH364164A (de)

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