CH364178A - Verfahren zur photographischen Herstellung von Ausgleichskopien nach Negativen mit grossem Schwärzungsumfang - Google Patents

Verfahren zur photographischen Herstellung von Ausgleichskopien nach Negativen mit grossem Schwärzungsumfang

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CH364178A
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CH5698658A
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Wartburg Rene Dr Von
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Eggert John Prof Dr
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/02Sensitometric processes, e.g. determining sensitivity, colour sensitivity, gradation, graininess, density; Making sensitometric wedges

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


  Verfahren zur photographischen Herstellung von Ausgleichskopien  nach Negativen     mit    grossem     Schwärzungsumfang       Es ist bekanntlich ein Problem, Kopien von Nega  tiven extrem grosser     Schwärzungsumfänge    auf photo  graphischem Weg herzustellen.

   Die     normale    Kopier  technik führt nicht zum Ziel, denn selbst auf weich  arbeitenden Kopierschichten     liefert    ein derartiges  Negativ eine zwar die Lichter detailliert darstellende  Kopie, die aber  russige , detailarme Schatten enthält,  oder es entsteht anderseits eine die Schattenpartien  befriedigend durchzeichnende Kopie mit      kalkigen ,     detaillosen Lichtern.     Zur        überwindung    dieser Schwie  rigkeit hat man Maskierungsverfahren ersonnen, die  es gestatten, den     Schwärzungsumfang    des     Negativs    zu  vermindern.

   Hierher gehören auch die     Tontrennungs-          verfahren,    bei denen die Gradation des Kopier  materials so eingerichtet ist, dass der     Detailreichtum     von Lichtern und Schatten auf Kosten der Details     in     den Mitteltönen     hervorgehoben    werden     kann.    Man  hat auch elektronische Methoden herangezogen, um  die Intensität des Kopierlichtes von Bildelement zu  Bildelement derart zu steuern, dass in der Kopie ein  fliessender Ausgleich aller Details von den Lichtern  bis zu den Schatten erzielt wird.  



  Bei allen diesen Verfahren muss ein besonderer  Aufwand zur Lösung des gestellten Problems ge  trieben werden, entweder durch Herstellung indivi  dueller Masken oder durch Heranziehung spezieller  Kopiermaterialien oder ihnen entsprechender photo  graphischer Operationen oder aber durch Anwendung  umständlicher und kostspieliger elektronischer Mittel.  



  Es wurde nun gefunden, dass man einfacher zur  Herstellung von Ausgleichskopien nach Negativen     mit     grossem     Schwärzungsumfang    gelangen kann, wenn  man beim Kopieren in zwei nacheinander durchge  führten Belichtungen zwei gegenläufige photogra  phische Prozesse     kombiniert,    und zwar einen bild  gebenden Prozess, bei dem das Negativ scharf abge-    bildet wird, und einen ausgleichenden Prozess, bei dem  das Negativ unscharf abgebildet wird, wonach man  das Bild entwickelt.  



  Der Ausdruck  kopieren  bezieht sich hier und  im folgenden sowohl auf das Kopieren in Kontakt als  auch auf das Vergrössern oder     Verkleinern    durch  optische Projektion.  



  Es kann zuerst als bildgebender Vorgang     ein.        Bild-          Aufbauprozess    und nachher als ausgleichender Vor  gang ein     Bild-Abbäuprozess        -durchgeführt    werden.  



  Man kann aber auch in umgekehrter Reihenfolge  verfahren, indem zuerst als ausgleichender Vorgang  ein desensibilisierender Prozess und     nachher    als bild  gebender Vorgang ein     Bild-Aufbauprozess    durchge  führt wird.  



  Durch das     scharfe    Kopieren des Negativs von  grossem     Schwärzungsumfang    auf das vorzugsweise       möglichst    harte Kopiermaterial entsteht eine Kopie  mit steiler     Gesamtgradation    und mit     steiler    Gradation  der Bilddetails.

   Durch die nachfolgende Abbaube  lichtung oder durch die vorangehende     Desensibili-          sierungsbelichtung    wird die     Gesamtgradation    ver  ringert, die durch geeignete Wahl der Exposition auf  das     gewünschte    Mass herabgesetzt werden kann, wäh  rend infolge der Unschärfe dieser Ausgleichsbelich  tung die bei der bildgebenden     Belichtung    entstandene  steile     Detailgradation    erhalten bleibt. Die Kombi  nation beider     Belichtungen    liefert somit die ange  strebte Ausgleichskopie.

      <I>Beispiel 1</I>  Eine Röntgenaufnahme von grossem     Schwärzungs-          umfang,    von welcher nach den     herkömmlichen    Ko  piermethoden keine befriedigende Kopie erhalten  werden kann, wird in Kontakt und daher in scharfer  Abbildung mit weissem Licht auf eine photographische      Schicht kopiert, welche eine steil verlaufende Schwär  zungskurve<B>-</B>und einen stark ausgeprägten     Herschel-          Effekt    aufweist. Als Kopierlicht für die erste, mit  weissem Licht erfolgende und daher     bildaufbauende     Belichtung kann vorzugsweise eine Elektronenblitz  lampe von<B>150</B> Wattsec Energie dienen.

   Anstelle  dieser kurzzeitigen Weissbelichtung ist auch eine äqui  valente länger dauernde Weissbelichtung     möglich.    Dar  auf wird zur Erzeugung einer leichten Unschärfe  zwischen Röntgennegativ und     Kopierfilm    eine dünne  Glasplatte     eingeführt.    Die zweite, mit langwelligem  Licht erfolgende und daher bildabbauende Belichtung  kann z. B. mit einer     Natriumdampflampe    hinter einem  Gelbfilter     durchgeführt    werden.

   Bei einer Gesamt  leistung von 1000 Watt ergibt sich in diesem Falle  eine Belichtungszeit von 30     min.    Die Schicht wird       anschliessend    in üblicher Weise entwickelt und     fixiert.     Von diesem so erhaltenen Röntgenpositiv können  auf Papier Duplikate des Röntgennegativs hergestellt  werden, welche alle Bilddetails der Originalaufnahme  enthalten.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein Negativ von grossem     Schwärzungsumfang    wird  in einen Vergrösserungsapparat gebracht, welcher  wahlweise mit elektronischem     Blitzlicht    oder Dauer  licht     betrieben    werden kann. Nach der Scharfein  stellung des Negativs wird ein photographisches Ma  terial, z. B. Papier, ein     Film    oder eine Platte, eingelegt,  welches eine steil arbeitende Schicht aufweist, die  einen starken     Intensitätsumkehr-Effekt    zeigt. Unter  dem     Intensitätsumkehr-Effekt    ist eine Erscheinung  verstanden, die offenbar schon von R. W.

   Wood 1901  beobachtet, später von H.     Arens    in der  Zeitschrift  für     wissenschaftliche    Photographie ,     Bd.    32, Seite 137  (1934), und auch von R. E. Maurer und J. A. C.     Yule     im      Journal    of     the        Optical        Society    of     America ,          Vol    42, Seite 402 (1952),     beschrieben    wurde,     dort    als        Low        Intensity        Desensitization     bezeichnet.

   Der In  tensitätsumkehr-Effekt besteht     darin,    dass bei einer       mit    hoher Intensität kurzzeitig vorbelichteten Schicht  das latente Bild ganz oder teilweise     seine    chemische       Entwickelbarkeit    einbüsst, wenn die Schicht langzeitig  mit niedriger Lichtintensität nachbelichtet wird.  



  Mit     Hilfe    des Blitzlichtes wird das Negativ auf das  Papier     projiziert    und die aufbauende, kurzzeitige       Belichtung        durchgeführt.    Dazu ist bei einem Ver  grösserungsmassstab von 2 und     einer    Blende von 5,6  z. B. eine Blitzenergie von 1000 Wattsec notwendig.  Nach dieser Belichtung wird das Papier mit     einer          Opalglasscheibe    bedeckt. Mit Hilfe des Dauerlichtes  wird jetzt eine zweite langzeitige, abbauende Belich  tung durchgeführt. Die notwendige     Unschärfe    wird  dabei durch das     Opalglas    erzeugt.

   Bei Verwendung       einer        Kaltlichtlampe    von 150 Watt ist unter den oben  beschriebenen Verhältnissen eine Belichtungszeit von    z. B. 100 sec erforderlich. Das photographische Ma  terial wird anschliessend in üblicher Weise entwickelt  und     fixiert.    Das Resultat liefert die gewünschte Aus  gleichskopie.  



  <I>Beispiel 3</I>  Eine Ausgleichskopie kann mit derselben Anord  nung und bei Verwendung der gleichen     Schichtart     wie in Beispiel 2 auch erhalten werden, indem die  Reihenfolge der beiden Belichtungen     vertauscht    wird.  Durch die erste langzeitige und unscharfe Belichtung  wird die Schicht bildmässig     desensibilisiert.    Darauf  erfolgt die aufbauende, kurzzeitige und scharfe Be  lichtung mit Hilfe eines Elektronenblitzes.

   Bei Ver  wendung derselben Schicht und derselben     Anordnung     wie in Beispiel 2 ist das Vorgehen beim     Vergrösse-          rungsprozess    dasselbe, mit Ausnahme der Vertau  schung der Reihenfolge der Belichtungen und einer       Verlängerung    der jetzt     vorgängigen    Langzeitbelich  tung auf z. B. 30 min.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur photographischen Herstellung von Ausgleichskopien nach Negativen mit grossem Schwär zungsumfang, dadurch gekennzeichnet, dass man beim Kopieren in zwei nacheinander durchgeführten Be lichtungen zwei gegenläufige photographische Pro zesse kombiniert, und zwar einen bildgebenden Prozess, bei dem das Negativ scharf abgebildet wird, und einen ausgleichenden Prozess, bei dem das Negativ un scharf abgebildet wird, wonach man das Bild ent wickelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zuerst als bildgebender Vorgang ein Bild-Aufbauprozess und nachher als ausgleichender Vorgang ein Bild-Abbauprozess durchgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zuerst als ausgleichender Vorgang ein desensibilisierender Prozess und nachher als bild gebender Vorgang ein Bild-Aufbauprozess durchge führt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man für die Kombination des bild gebenden und des ausgleichenden Prozesses eine photographische Schicht mit einer steil verlaufenden Schwärzungskurve und einem stark ausgeprägten Herschel-Effekt verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man für die Kombination des bild gebenden und des ausgleichenden Prozesses eine photographische Schicht mit einem stark ausgeprägten Intensitätsumkehr-Effekt verwendet.
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