CH366744A - Verfahren zur photographischen Herstellung gerasteter Direkt-Duplikate nach Halbton-Vorlagen - Google Patents
Verfahren zur photographischen Herstellung gerasteter Direkt-Duplikate nach Halbton-VorlagenInfo
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- G—PHYSICS
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Description
Verfahren zur photographischen Herstellung gerasteter Direkt-Duplikate nach Halbton-Vorlagen Bei der Reproduktion von Halbtonbildern ver fährt man üblicherweise so, dass man die Vorlage unter Verwendung eines Rasters in einer Kamera oder im Kontakt zu einer gerasterten Aufnahme oder Kopie verarbeitet. Dieses Verfahren setzt den Ge brauch eines Rasters voraus. Deshalb ist die Praxis vielfach dazu übergegangen, sich für die Aufnahme oder Kopie spezieller photographischer Materialien zu bedienen. Solche besitzen an verschiedenen Stellen eine unterschiedliche Menge lichtempfindlicher Sub stanz, die nach Massgabe des Rasterabstandes eine kontinuierliche Zu- und Abnahme aufweist. Wird eine beliebige Vorlage in der Kamera oder im Kon- taktprozess auf ein derartiges Material aufgenommen, so entsteht nach dessen normaler Verarbeitung ein gerastertes Bild, dessen Tonwerte denjenigen der Vorlage entgegengesetzt verlaufen. Es wurde nun gefunden, dass man Schichten ähn licher Art herstellen kann mit dem Unterschied, dass das nach normaler Verarbeitung entstehende ge rasterte Bild Tonwerte besitzt, die mit denjenigen der Vorlage gleichlaufend sind. In diesem Falle ent steht also bei der Aufnahme in der Kamera oder bei der Kontaktkopie ein gerastertes Direkt-Duplikat der Vorlage. Zur Herstellung gerasterter Direkt- Duplikate nach Halbtonvorlagen verfährt man gemäss der Erfindung in der Weise, dass man auf ein steil arbeitendes photographisches Material, das einen aus geprägten Intensitätsumkehr-Effekt aufweist, zunächst einen Raster mit kurzzeitiger Belichtung mit hoher Lichtintensität und anschliessend die zu rasternde Vorlage langzeitig mit schwacher Lichtintensität kopiert, wonach man das Material entwickelt und dabei ein gerastertes Direkt-Duplikat der Vorlage erhält. Der Ausdruck kopieren bezieht sich hier und im folgenden sowohl auf das Kopieren im Kontakt als auch auf das Vergrössern oder Verkleinern durch optische Abbildung. Unter dem Intensitätsumkehr-Effekt ist eine Er scheinung verstanden, die, offenbar schon von R. W. Wood 1901 beobachtet, später von H. Arens in der Zeitschrift für wissenschaftliche Photogra phie , Bd. 32, Seite 237 (l934) und auch von R. E. Maurer und J. A. C. Yule im Journal of the Optical Society of America , Vol. 42, Seite 402 (1952) beschrieben wurde, dort als Low Intensity Desensitization bezeichnet. Der Intensitätsumkehr- Effekt besteht darin, dass bei einer mit hoher Inten sität kurzzeitig vorbelichteten Schicht das latente Bild ganz- oder teilweise seine chemische Entwickel- barkeit einbüsst, wenn die Schicht langzeitig mit niedriger Lichtintensität nachbelichtet wird. Der Intensitätsumkehr-Effekt kann zur Herstel lung von Direkt-Duphkaten herangezogen werden, indem die erste, kurzzeitige Belichtung diffus auf der ganzen Schicht so erfolgt, dass ohne Nachbelich- tung die maximale Schwärzung der Schicht entwickelt werden könnte. Die langzeitige Nachbelichtung wird darauf bildmässig ausgeführt. Bei der Entwicklung entsteht ein Duplikat der aufbelichteten Vorlage. Im vorliegenden Falle erhält das Verfahren eine Ab änderung, indem die kurzzeitige Vorbelichtung nicht diffus, sondern durch einen Raster hindurch erfolgt. Als Raster kann entweder ein Halbtonraster im Kontakt mit der Schicht oder ein Strichraster in einem geeigneten Abstand von der Schicht verwendet werden. Dabei wird die Belichtung so gewählt, dass auch an den Stellen, an denen die Schicht die klein sten Lichtmengen erhält, die Schicht bei einer sofor- Ligen Entwicklung die volle Schwürzung ergeben würde. Dadurch, dass die Schicht nach Massgabe des Rasters eine verschiedene Vorbelichtung erhalten hat, besitzt sie auch eine rasterartig verteilte Positiv empfindlichkeit. Falls die Positiv-Schwärzungskurve der verwendeten Schichtart genügend steil ist, ent steht deshalb beim Aufbelichten einer Vorlage und bei anschliessender Entwicklung ein gerastertes Dupli kat der Vorlage. <I>Beispiel</I> Eine Schicht mit starkem Intensitätsumkehr- Effekt und steiler Gradation der Langzeitbelichtung von beispielsweise y - 10 wird hinter einem Kon taktraster mit einer Elektronenblitzlampe kurzzeitig, das heisst während höchstens 10-2 sec mit hoher Lichtintensität belichtet. Die Belichtung erfolgt z. B. in einem Abstand von 60 cm mit einer Entladungs energie von 50 Wattsec. Anstelle dieser einen Be lichtung können auch mehrere kurzzeitige Belichtun gen mit geringerer Lichtintensität durchgeführt wer den. Die so vorbereitete Schicht wird in einer Repro duktionskamera verwendet. Bei der Aufnahme einer Halbton-Vorlage im Massstab 1:2 wird für die mindestens 100mal längere langzeitige Belichtung mit schwacher Lichtintensität bei einer Beleuchtung mit 4 Bogenlampen von je 30 Amp. in einem Abstand von 1 m und einer Blende von 22 z. B. eine Be lichtungszeit von 20 sec notwendig, um nach der in üblicher Weise erfolgenden Entwicklung ein kor rekt gerastertes Duplikat der Vorlage zu erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur photographischen Herstellung ge rasterter Direkt-Duplikate nach Halbton-Vorlagen auf photographischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein steil arbeitendes photographisches Material, das einen ausgeprägten Intensitätsumkehr- Effekt aufweist, zunächst einen Raster mit mindestens einer kurzzeitigen Belichtung mit hoher Lichtinten sität und anschliessend die zu rasternde Vorlage langzeitig mit schwacher Lichtintensität kopiert, wo nach man das Material entwickelt und dabei ein gerastertes Direkt-Duplikat der Vorlage erhält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine einzige kurzzeitige Be lichtung mit hoher Lichtintensität während höchstens 10-2 sec durchführt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man mehrere kurzzeitige Belich tungen mit hoher Lichtintensität während höchstens 10-2 sec durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass man die langzeitige Belichtung mit schwacher Lichtintensität während einer mindestens 100mal längeren Dauer durchführt als die kurz zeitige Belichtung mit hoher Lichtintensität.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH5698558A CH366744A (de) | 1958-03-11 | 1958-03-11 | Verfahren zur photographischen Herstellung gerasteter Direkt-Duplikate nach Halbton-Vorlagen |
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| CH366744A true CH366744A (de) | 1963-01-15 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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1958
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