Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr.<I>345924</I> Kreuzfeld mit an den Kreuzungsstellen angeordneten, elektromagnetisch betätigten Kontakteinrichtungen Im Hauptpatent Nr. 364813 ist ein als Koordi- natenwähler verwendbares Kreuzfeld beschrieben, welches sich kreuzende Zeilen- und Reihenspulen so wie zusätzliche Haltespulen aufweist, die je die be treffende gesamte Zeile bzw. Reihe des Wählers um fassen und an ihren Kreuzungsstellen eine Kontakt einrichtung enthalten, deren Kontaktfedern den sie betätigenden Magnetfluss führen.
Nach diesem Prinzip arbeiten insbesondere Schutzrohrkontakte. Ein solcher Wähler ist in der Fig. 1 dargestellt. Er weist vier Kreuzungsstellen auf und besitzt infolge dessen vier Kontakteinrichtungen 1, 2, 3 und. 4, die hier beispielsweise je aus einem Schutzrohrkontakt bestehen. Die Kontaktsätze werden von den Zeilen spulen<I>A</I> und<I>B</I> sowie den Reihenspulen C und<I>D</I> umfasst. Ausserdem sind noch die beiden Haltespulen H1 und H2 vorgesehen, die bei ihrer Erregung einen geschlossenen Schutzrohrkontakt in diesem Zustand halten.
Selbstverständlich kann die Zahl der Kreu zungsstellen eines solchen Wählers beliebig grösser gewählt werden.
Statt einer einzigen Kontakteinrichtung können an den Kreuzungsstellen Kontaktsätze, welche wenigstens zwei Kontakteinrichtungen umfassen, vorhanden sein.
Die Wirkungsweise eines solchen Koordinaten- wählers besteht darin, dass bei Erregung einer Zeilen- und einer Reihenspule dem an der Kreuzungsstelle dieser beiden Spulen vorgesehenen Kontaktsatz ein zum Schliessen, seiner Kontakte ausreichendes magne tisches Feld aufgedrückt wird.
Sollen nun die Kon takte nach Abschalten der zugehörigen Zeilen- und Reihenspulen in geschlossenem Zustand gehalten wer den, so wird die zugehörige Haltespule unter Strom gesetzt, die dann das für die dauernde Schliessung der Kontakte erforderliche magnetische Feld liefert. Um nun mit Sicherheit zu verhindern, dass durch die Er regung einer weiteren Zeilen- bzw. Reihenspule, die sich mit der unter Strom gesetzten Haltespule kreuzt, eine weitere Kontakteinrichtung bzw.
ein weiterer Kontaktsatz zum Ansprechen gebracht wird, was eine Doppelverbindung bedeuten würde, sind gemäss dem Hauptpatent die Kontaktsätze mit magnetischen Ne benschlüssen versehen,, die einen Eisenweg enthalten, welcher dafiir sorgt, dass bei Erregung einer Zeilen-, Reihen oder Haltespule allein ein. zum Nebenschluss führendes Streufeld erzeugt wird, welches das Haupt feld schwächt. Gleichzeitig übt das Streufeld eine Kraft auf die Kontakte aus, welche der zu ihrer Be tätigung dienenden Kraft entgegengesetzt gerichtet ist.
Unter der Wirkung dieses, Streufeldes Unterbleibt dann die unerwünschte Kontaktbetätigung. Darüber hinaus läuft die Wirkung des magnetischen Neben schlusses darauf hinaus, die Ansprechwirksamkeit der Spulen in ihrer Einzelwirkung zu vermindern.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf be sonders vorteilhafte konstruktive Ausführung des in dem Nebenschluss vorgesehenen Eisenweges. Erfin dungsgemäss ist der Eisenweg aus Formtafeln aus ma- gnetisierbarem Blech aufgebaut, die sich einerseits von den Kontaktfederenden auf der einen Seite der Kontakte zu den Kontaktfederenden auf deren an derer Seite erstrecken und anderseits längs einer Ko- ordinatenrichtung des Kreuzfeldes verlaufen,
wobei sie neben den Spulen in einem solchen, Abstand. von dien Kontakten verlaufen, dass sich die magnetische Nebenschlusswirkung ergibt.
Ein: nach diesem Prinzip aufgebauter Eisenweg kann den Vorteil des besonders einfachen Aufbaus besitzen. Er kann derart sein, dass er in einem Ar beitsgang herstellbar ist, nämlich durch Ausstanzen aus Blechstreifen, wobei gleichzeitig die notwendigen Biegungen vorgenommen werden können.
Dies ist mit Hilfe eines einzigen Stanzwerkzeuges möglich. Durch die Formtafeln wird auch die Montage des Wählers erleichtert, da dieser im wesentlichen nur noch aus aufeinanderliegenden Schichten besteht.
Eine zweckmässige Ausführungsform für dieses Prinzip erhält man dadurch, dass man die Halterungen für die in der gleichen Koord:inatenrichtung wie die Formtafeln verlaufenden Spulen als Wannen ausbil det, welche in die Formtafeln eingedrückt sind, und als Halterungen für die in der anderen Koordinaten richtung verlaufenden Spulen Einschnitte in den Formtafeln vorsieht, durch welche die letzteren Spu len gesteckt sind.
Der magnetische Nebenschluss für die durch die Einschnitte gesteckten Spulen wird da bei durch rechtwinklig aus den Formtafeln heraus gebogene Lappen gebildet, welche die der jeweiligen Spule zugeordneten Kontaktsätze umfassen. Bei die ser Konstruktion werden die einzelnen Schichten des Wählers lediglich durch die senkrecht zu den Form tafeln verlaufenden Spulen durchbrochen.
Eine noch weitergehende Vereinfachung der Kon struktion -erhält man dann, wenn man diejenigen Spu len, deren Koordinatenrichtung senkrecht zu den Formtafeln verläuft, in einzelne Spulenteile pro Kon taktsatz auflöst. Diese Spulenteile (Wicklungen) sind dann in ihrer jeweiligen Zeile bzw.
Reihe elektrisch zusammenzuschalten, so dass die Wirkung der ein zelnen Reihenspule sich wie zuvor über die ganze zugehörige Reihe erstreckt. Ihre Halterungen werden durch in die Formtafeln eingedrückte Wannen gebil det.
Damit erhält man einen Wähleraufbau, welcher in der Richtung der Aufeinanderschichtung beliebig er weitert werden kann, da die Reihenspulen nun in Einzelwicklungen aufgeteilt sind. Dies ist besonders darum von Vorteil, da man hierdurch auf einfache Weise Wähler unterschiedlicher Grösse herstellen kann, ohne dafür besondere Fabrikationseinrichtun- gen vorsehen zu müssen. Die Bauelemente des Wäh lers bleiben nämlich dabei immer die gleichen.
In der Fig. 2 ist ein Ausschnitt eines Beispiels der erfindungsgemässen Konstruktion dargestellt, bei der für die senkrecht zu den Formtafeln verlaufenden Spulen Einschnitte in den Formtafeln vorgesehen sind. Der Ausschnitt aus der Konstruktion ist so ge wählt, dass er den vorderen Teil einer ganzen Zeile umfasst.
Auf den, prinzipiellen Aufbau gemäss Fig. 1 übertragen, würde dies bedeuten, dass es sich bei spielsweise um die um die Zeilenspule A, die Reihen spulen C und D und die Haltespule 1 mit den zu gehörigen Kontaktsätzen handelt. Infolgedessen sind für die in Fig. 2 dargestellten Spulen die gleichen Be zeichnungen gewählt.
Der in dieser Konstruktion vorgesehene Eisen weg besteht aus Formtafeln 5 aus magnetisierbarem Blech. Diese Formtafeln erstrecken sich je über die eine Koordinatenrichtung des Wählers, hier die Rich- tung der Haltespulen. Dies bringt einen besonderen Vorteil mit sich, auf den weiter unten näher eingegan gen wird.
Die Formtafeln nehmen einerseits die in der gleichen Koordinatenrichtung verlaufenden Spu len, hier die Haltespulen und Zeilenspulen, und anderseits die in der anderen Koord'inatenrichtung verlaufenden Spulen, hier die Reihenspulen, in Hal terungen; auf. Die Halterungen: für die Halte- und Zeilenspulen bestehen aus in die Formtafeln ein gedrückten Wannen 6.
Da jeweils zwei zueinander symmetrisch aufgebaute Formtafeln alle Kontakt sätze der betreffenden Koord:inatenrichtung enthal ten, werden durch zwei gegenüberliegende Wannen Einschübe gebildet, in denen die betreffenden Spulen gehalten werden. Beiderseits dieser Spulen ist das Blech an die Schutzrohrkontakte herangeführt, um die magnetische Nebenschlusswirkung herbeizuführen.
Auf der Seite der Haltespule Hl ist dies so durch geführt, dass das Blech einerseits unter Wahrung einer elektrischen Isolation, gebildet durch die Iso- lierstoffplatte 7 bis an die Anschlussenden der Schutz rohrkontakte 1 und anderseits bis an die Schutz rohre herangeführt ist.
Bei einer alleinigen: Erregung der Haltespule H1 verläuft demnach ein von ihr ge lieferter Streufluss gemäss dem im Hauptpatent er wähnten Prinzip zu dem zwischen der zugehörigen Wanne 6 und den Reihenspulen C und D liegenden Teil der Formtafeln, um dann auf der anderen Seite der Haltespule H1 den Anschlussenden der Schutz rohTkontakte wieder zugeleitet zu werden.
Die Nebenschlussbildung für die Zeilenspule A erfolgt nach dem gleichen Prinzip; auch hier ist das Blech beiderseits der die Zeilenspule A enthaltenden Wannen 6 an die Schutzrohrkontakte herangeführt. Allerdings ist hier auf der Seite der Anschlussenden ein grösserer Zwischenraum zwischen Formtafel und Anschlussenden gewahrt. Die den Anschlussenden auf dieser Seite gegenüberstehenden Enden der Form tafeln sind nämlich in Höhe der Schutzrohre gerade nach aussen geführt. Damit besitzen die Enden, der Formtafeln einen dem Aussenmass der Kontaktsätze gleichen Abstand.
Hierdurch wird eine nachträgliche Auswechslung von Kontaktsätzen bzw. von einzel nen Kontakten ermöglicht, da diese jederzeit in Rich- tung von der Zeilenspule A nach aussen weg aus dem Aufbau herausgezogen bzw. in diesen wieder ein geschoben werden können.
Um nun auf dieser Seite einen guten magnetischen Schluss zwischen den Enden der Formtafeln und den Anschlussenden der Kontaktfedern zu gewährleisten, sind auf die Anschlussenden Steckbuchsen 8 gesteckt, die einerseits eine elektrische Verbindung zwischen den Anschlussenden und aus den Steckbuchsen her ausragenden Lötfahnen 9 ergeben und anderseits :einen guten magnetischen Schluss zwischen den Anschluss enden und den Formtafeln herbeiführen.
Die Steckbuchsen sind in auseinandergezogener Form in der Fig. 3 dargestellt. Sie bestehen aus einem Halter 10, der aus irgendeinem Isolierstoff aufgebaut ist, einer Isolierstoffplatte 11 und einem magneti- schen Anschlussblech 12. Der Halter 10 hält die ge samte Steckbuchse zusammen.
Er besitzt dazu eine Nase 13, die durch entsprechende Löcher in der I.so- lierstoffplatte 11 und dem Anschlussblech 12 gesteckt wird, wonach diese Nase umgenietet oder umgeplättet werden kann, je nachdem, um was für einen Isolier stoff es sich handelt. Der Halter 10 enthält Nuten zur Aufnahme der Anschlussenden der Schutzrohrkon- takte und der Lötfahnen 9.
Diese werden entweder durch den Aufbau zusammengepresst, wodurch eine gegebenenfalls ausreichende Befestigung .erzielt wird, oder können miteinander in besonderer Weise verbun den werden, beispielsweise durch Verlöten oder Punktschweissen:. In der Fig. 3 ist ein solches Punkt schweissen angedeutet. Im zusammengesetzten Zu stand wird das Anschlussblech 12 von den Anschluss enden der Kontaktfedern lediglich durch die Isolier stoffplatte 11 getrennt. Diese kann so dünn ausgebil det sein, dass nur .ein geringer Luftspalt entsteht, der praktisch nicht ins Gewicht fällt.
Damit ist der magne tische Schluss zwischen Anschlussblech 12 und den Anschlussenden der Kontaktfedern hergestellt. Der magnetische Schluss zu den Enden der Formtafeln wird durch die Zungen 14 des Anschlussblechs 12 ge bildet. In den Enden der Formtafeln sind Schlitze vorgesehen (siehe Fig.2), in welche die mittlere Zunge, welche federnd ausgebildet ist, eingeschoben wird.
Diese mittlere Zunge greift von oben auf die Formtafel, während die beiden äusseren Zungen sich von unten gegen die Formtafel abstützen. Durch die mittlere federnde Zunge wird dabei eine gewisse Ver- klemmun.g erzielt. Der magnetische Schluss an dieser Stelle ergibt sich ohne weiteres daraus, dass die Zun gen 14 des Anschlussblechs 12 an der Formtafel an liegen.
In der Fig. 2 sind für einen aus vier Schutzrohr kontakten bestehenden Kontaktsatz zwei solcher Steckbuchsen 8 dargestellt. Diese beiden Steckbuch sen könnten selbstverständlich auch zu einem Bau element vereinigt sein, indem beispielsweise die bei den Halter 10 (Fig. 3) als ein Klotz ausgebildet sind.
Die Halterungen für die sich senkrecht zu den Formtafeln 5 erstreckenden Spulen, in Fig. 2 die Rei henspulen C und D, sind durch Einschnitte in den Formtafeln gebildet, durch welche diese Spulen ge steckt sind. Dabei wird der magnetische Nebenschluss für diese Spulen durch rechtwinklig aus den Form tafeln herausgebogene Lappen 15 gebildet, welche die der jeweiligen Spule zugeordneten Kontaktsätze umfassen. Die in der Fig. 2 mit dem Bezugszeichen 15 versehenen beiden Lappen sind also auch auf der nicht sichtbaren Seite des dargestellten Kontaktsatzes angebracht.
Beiderseits der Reihenspulen C und D erstrecken sich die Lappen 15 über eine gewisse Länge der Schutzrohrkontakte und bilden hier die magnetische Verbindung zu den Kontaktfedern. Bei Erregung, beispielsweise der Reihenspule C, streut also ein von ihr geliefertes Feld von den Kontakten zu einem Lappen 15 im Bereich neben der Spule und verläuft dann längs des Lappens zu der anderen Seite der Spule und von dort wieder zu den Kontaktfedern zurück. Da die Lappen 15 die Kontaktsätze von bei den Seiten umfassen, ergibt sich für alle vier Kon takte eines Kontaktsatzes eine gleichmässige magne tische Beeinflussung.
Die Nebenschlusswirkung der Lappen 15 lässt sich nun noch dadurch erhöhen, dass man in. die Kon taktsätze im Bereich der Arbeitsluftspalte magneti- sierbare Zwischenlagen einschiebt, welche alle Kon taktsätze in derjenigen Koordinatenrichtung durch dringen, über welche sich die Formtafeln erstrecken.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei spiel verlaufen also die Zwischenlagen in, Richtung der Haltespulen und der Zeilenspulen. In dieser Figur ist eine solche Zwischenlage 16 dargestellt, die als flacher Blechstreifen sämtliche Kontaktsätze in,
Rich tung der Zeilenspule A durchsetzt. An ihrem dem Beschauer zugewandten Ende ist die Zwischenlage nach oben abgewinkelt und besitzt eine Zunge, welche durch einen Schlitz in dem oberen Lappen 15 gesteckt ist.
Hierdurch wird die magnetische Verbindung von Formtafel: und Zwischenlage hergestellt und gleich zeitig letztere gehalten. Auf der anderen nicht ge zeichneten Seite der Formtafel ist die gleiche Befesti- gung vorgesehen.
Die aus magnetisierbarem Blech bestehenden Zwischenlagen bewirken einen engeren magnetischen Schluss zwischen den Lappen 15 und den Schutzrohr kontakten. Auf diese Wirkungsweise ist in den Schweizer Patenten Nrn. 364813 und 345924 näher hingewiesen..
In der Fig. 2 ist noch ein Blechstreifen 23 dar- gestellt, der als Kurzschlusswindung für die Zeilen spule A wirkt. Dieser Blechstreifen ist neben die Zei lenspule A in die durch die Wannen 6 gebildete Hal terung mit eingeschoben. Er besitzt selbstverständlich einen Durchbruch, damit die Schutzrohrkontakte hin durchgeschoben werden können. Insgesamt ist seine Form also der der Zeilenspule A angepasst.
Selbst verständlich ist es möglich, auch neben den anderen Spulen solche Blechstreifen anzubringen. Die Wirkung dieser durch die Blechstreifen gebildeten Kurzschluss- windungen besteht darin, ein verzögertes Ansprechen und Abfallen der Kontakte zu bewirken.
Die in die Formtafeln 5 eingestanzten Einschnitte zur Aufnahme der Reihenspulen C und D besitzen naturgemäss eine gewisse Schärfe an ihren Kanten, wenn man nicht durch einen besonderen Arbeitspro zess diese Kanten abrundet.
Um zu verhindern, d!ass durch solche scharfe Kanten. die Reihenspulen C und D beschädigt werden könnten, sind Umhüllungen 18 vorgesehen, welche die Reihenspulen teilweise um geben. Diese Umhüllungen verhindern eine direkte Berührung der Spulen, durch die Kanten der Ein- schnitte, wodurch Beschädigungen vermieden wer den.
Die Umhüllungen 18 können beispielsweise aus Pressstoff bestehen. Sie können aber auch aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt sein, das dann gleichzeitig eine Kurzsch Busswindung darstellt. In der Fig. 4 ist ein Schnitt durch die Anordnung gemäss Fig. 2 dargestellt. Gezeichnet sind die beiden vorderen Kontakte eines Kontaktsatzes, der von zwei Farmtafeln 5 eingeschlossen wird.
Für die sonst in dieser Figur dargestellten Bauelemente sind die glei chen Bezugszeichen verwendet wie in Fig. 2, so dass sich eine weitere Erörterung zu dieser Figur erübrigt.
Die Fig. 5 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Wählers, dessen senkrecht zu den Formtafeln verlau fende Spulen in einzelne Wicklungen pro Kontaktsatz aufgelöst sind. Bei dieser Darstellung sind die Form tafeln aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelas sen.
Der gezeigte Aufbau entspricht dem der Fig. 1, weshalb für einander entsprechende Bauelemente gleiche Bezugszeichen verwendet sind. Wie ersicht lich, sind die Reihenspulen C und D gemäss Fig. 1 in die Einzelwicklungen W1 und W3 sowie W2 und W4 aufgelöst, wobei die Wirkung der Reihenspule C bzw. D wie zuvor über die ganze Reihe verläuft.
In den Fig. 6 und 7 ist nun ein Ausführungsbei spiel mit einer diesem prinzipiellen Aufbau angepass- ten Formtafel wiedergegeben.
Fig. 6 zeigt die Draufsicht auf die Schicht des Wählers, die nach links hin abgebrochen ist. Sie ent hält eine in der Mitte aufgeschnittene Formtafel 19, in die drei als Halterungen dienende Wannen 20, 21 und 22 eingedrückt sind'. Die Wannen 20 und 22 führen eine Haltespule H und eine Zeilenspule Z. Diese beiden Spulen verlaufen parallel zu der Form tafel 19. Jeder Kontaktsatz wird von einer eigenen Wicklung<I>W</I> umgeben. Die Wicklungen<I>W</I> werden von der Wanne 21 geführt.
Zwecks Koordnatenbil- dung sind dann die übereinanderliegenden Wicklun gen W, die also in aufeinanderfolgend'en Schichten liegen, elektrisch miteinander zu der Reihenspule zu verbinden, beispielsweise durch Parallel- oder Rei- henschaltung. Durch diese pro Kontaktsatz vorgese henen Wicklungen W wird vermieden, dass für eine sonst gemeinsam vorgesehene Spule Einschnitte in den Formtafeln vorgesehen werden müssen.
In der Fig. 7 ist ein: Schnitt durch die Anordnung gemäss Fig. 6 dargestellt. Aus dieser Figur ist deutlich zu ersehen, dass dadurch, dass die durchgehenden Spulen bzw. die pro Kontaktsatz vorgesehenen Wick lungen jeweils in Wannen untergebracht sind, sich ein guter magnetischer Nebenschluss ergibt, da bei derseits neben(deniWanneudus:
Blechumnitbelbarbis, an die Schutzrohre herangeführt werden kann. In der Fi gur sind die gleichen Bezugszeichen verwendet wie für gleiche Bauelemente in der Fig. 5, so dass sich hierzu eine weitergehende Erörterung erübrigt.
Die Darstel lung beschränkt sich auf die prinzipiell erforderlichen Bauteile. Irgendwelche Halterungen sind) also aus Gründen der Vereinfachung der Darstellung weg gelassen.
Der auf der rechten Seite der Anordnung gelassene Zwischenraum zwischen den Enden der Formtafeln 19 und dien gegenüberstehenden An schlussenden der Schutzrohrkontakte kann durch Steckbuchsen, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind, ausgefüllt werden, wodurch gleichzeitig ein enger magnetischer Schluss herbeigeführt wird.
In der Fig. 8 ist ein Ausschnitt aus dem erfin dungsgemässen Aufbau gemäss Fig. 2 dargestellt, bei dem die Anschlussenden der Schutzrohrkontakte in besonders vorteilhafter Weise gelagert sind.
Bei die ser Ausführungsform sind die Anschlussenden der Schutzrohrkontakte in eine aushärtende Verguss- masse, die einen Block 20 bildet, so eingebettet, dass die Anschlussenden bzw. die Lötfahnen aus dem Block herausragen. Der Vorteil dieser Lagerung be steht darin, dass hierdurch Ungenauigkeiten im me chanischen Aufbau der Schutzrohrkontakte infolge des Giessvorganges automatisch ausgeglichen werden.
Ausserdem können irgendwelche, beim Verlöten der Anschlussenden entstehende Verbiegungen nicht auf die Schutzrohrkontakte selbst rückwirken, da hierbei entstehende Spannungen von dem Block 20 auf genommen werden.
Der Block kann sich auch über die ganze Koordinate in Richtung der Formtafeln 5 erstrecken, so dass er alle Kontakte der betreffenden Koordinate aufnimmt. Ein solcher Block, der selbst verständlich an beiden Seiten der Formtafeln 5 an gebracht werden kann, gibt der betreffenden ganzen Schicht des Wählers in seich einen sicheren Halt, dies insbesondere dann, wenn man die Enden der Form tafeln mit in den Block eingiesst. Als Vergussmasse eignet sich insbe'sond'ere Giessharz.
Die in den Fig. 2 bis 7 dargestellten Koord'inaten- wähler besitzen jeweils aus vier Schutzrohrkontakten aufgebaute Kontaktsätze, wobei die einzelnen Schutz- rohrkontakte ein Quadrat bilden. Es sei darauf hin gewiesen, dass .es selbstverständlich auch möglich ist, die Kontaktsätze aus einer grösseren oder kleineren Zahl von Schutzrohrkontakten aufzubauen. Insbeson dere ist es auch möglich, in den Kontaktsätzen jeweils nur eine Lage von Schutzrohrkontakten vorzusehen.
In diesem Fallee würde es genügen, den magnetischen Nebenschluss pro Kontaktsatz mit nur einer Form tafel aufzubauen. In die in den Figuren dargestellten Formtafeln sind als Halterung für die Spulen Wannen ein gedrückt, neben denen beiderseits das Blech bis an die Schutzrohre herangeführt ist. Hierdurch erhält man die stärkste Nebenschlusswirkung. Dies russ jedoch nicht immer erforderlich sein, da mit dem Nebenschluss lediglich .erreicht werden soll, eine Fehlbetätigung von Kontaktsätzen dadurch zu ver hindern, dass die Ansprechwirksamkeit der einzelnen Spulen vermindert wird.
Auf den Grad der Notwen digkeit dieser Verminderung kommt es nun an, wie dicht die Bleche neben den Wannen an die Schutz- rohre herangeführt werden müssen. Gegebenenfalls ist eine solche Heranführung überhaupt nicht erforder lich, so dass also die Formtafeln im wesentlichen aus geraden Blechen bestehen würden (ohne Wannen). Die Halterung der Spulen müsste dann anders ge schehen, beispielsweise durch Kleben. Eine gerade Ausführung der Formtafeln wird insbesondere durch Verwendung eines Blechs mit hoher magnetischer Leitfähigkeit erleichtert.
Eingangs war darauf hingewiesen worden, dass die Formtafeln in der Koordinatenrichtung der Halte spulen verlaufen sollen. Der Grund hierfür ist fol gender: Die Enden dies Formtafeln, die den An schlussenden der Schutzrohrkontakte gegenüberste hen, bilden eine magnetische Verbindung benachbar ter Kontaktsätze.
Diese magnetische Verbindung tritt bei Erregung der Haltespulen dann nicht in Erschei nung, wenn die Formtafeln parallel zu den Halte spulen verlaufen, da in diesem Falle sämtliche Kon taktsätze, die über die Enden der Formtafeln ma gnetisch verbunden sind, gleichzeitig erregt werden. Anders wäre dies, wen die Formtafeln senkrecht zu den Haltespulen verlaufen würden. In diesem Falle erhielten bei Erregung einer Haltespule benachbarte Kontaktsätze, und zwar solche,
die nicht von der betreffenden Haltespule umfasst werden, über die Enden der Formtafeln eine Gegenerregung, die unter Umständen zu einer Fehlbetätigung führen kann. Auf diese Verhältnisse ist in den schweizerischen Patentschriften Nrn. 363 683 und 345924 näher hin gewiesen.