CH365140A - Zünd- und Betriebseinrichtung für eine elektrische Entladungslampe - Google Patents

Zünd- und Betriebseinrichtung für eine elektrische Entladungslampe

Info

Publication number
CH365140A
CH365140A CH5688158A CH5688158A CH365140A CH 365140 A CH365140 A CH 365140A CH 5688158 A CH5688158 A CH 5688158A CH 5688158 A CH5688158 A CH 5688158A CH 365140 A CH365140 A CH 365140A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
rectifier
ignition
series
current
operating device
Prior art date
Application number
CH5688158A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Prof Dr Meyer
Walter Dr Gurski
Original Assignee
Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEP18792A external-priority patent/DE1119410B/de
Priority claimed from DEP18807A external-priority patent/DE1143271B/de
Application filed by Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh filed Critical Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
Publication of CH365140A publication Critical patent/CH365140A/de

Links

Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B41/00—Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
    • H05B41/02—Details
    • H05B41/04—Starting switches

Landscapes

  • Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)

Description


  Zünd- und     Betriebseinrichtung    für eine elektrische Entladungslampe    Die Erfindung bezieht sich auf eine Zünd- und  Betriebseinrichtung für eine elektrische Entladungs  lampe, insbesondere für eine mit Glühelektroden ver  sehene     Leuchtstofflampe    mit aktivierten     Glühelek-          troden,    an einer     Wechselstromquelle.    Es ist bekannt,  für diesen Zweck parallel zu der mit einer     Vorschalt-          induktivität    versehenen Lampe und in Serie mit den  Glühelektroden einen     sogenannten        Glimmzünder    zu  legen.

   Dieser ist vielfach so ausgebildet,     dass    seine  Kontakte für eine bestimmte Zeit, die zum Vor  heizen der Elektroden erforderlich ist, durch Ver  schweissen miteinander verkleben. Dieser Vorgang  ist nicht kontrollierbar, so     dass    die     Vorheizzeit    ver  schieden lang ist, wodurch schädliche Einwirkungen  auf die Lampe sich ergeben. Ausserdem ist es vor  geschlagen, zur Erzielung eines schnelleren     Zündens     derartiger Lampen den     Vorheizstrom    zu vergrössern.  So hat man z. B. die     Induktivität    der     Vorschaltdros-          sel    mittels einer Zusatzwicklung für die Zeit des  Zündvorganges herabgesetzt.  



  Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht,  zur Erzielung eines schnelleren     Anheizens    und     Zün-          dens    elektrischer Entladungslampen mittels eines über  höhten Anfangsstromes ein Schaltelement zu erstel  len, das in den normalen, zahlreich vorhandenen  Zünd- und Betriebseinrichtungen ohne kostspieligen  Umbau eingesetzt werden kann. Die Verwendung  dieses Schaltelementes kann auch für Anlagen zweck  mässig sein, die sich im Freien befinden und bei grosser  Kälte schwer zünden.  



  Erfindungsgemäss zeichnet sich die Zünd- und  Betriebseinrichtung für die elektrische Entladungs  lampe dadurch aus,     dass    mindestens ein mit der       Vorschaltdrossel    im Zünd- oder im Betriebsstrom  kreis in Reihe geschalteter Gleichrichter mit wenig  stens einem weiteren     Stromkreiselement    derart zu-         sammengeschaltet    ist,     dass        beiin    Einschalten ein  Überstrom begrenzter Dauer eintritt.  



  Dabei hat es sich als besonders zweckmässig erwie  sen, parallel zum     Gleichrichter    ein elektrisches Schalt  element zu legen, das anfangs nahezu stromundurch  lässig ist und nach Ablauf einiger Zeit stromdurch  lässig wird. Als Schaltelement dient vorwiegend ein       Heissleiterwiderstand.    Aufgabe dieses Schaltelementes  ist es, den     überstrom    nur für die Zeit des     Zündens     der Entladungslampe wirken zu lassen. Für das Bei  spiel,     dass    Hochdrucklampen gezündet werden sol  len, sind     Vorschaltdrossel    und Gleichrichter mit par  allel geschaltetem     Heissleiterwiderstand    in einer Rei  henschaltung mit der Lampe angeordnet.

   Wenn bei  einem zweiten Beispiel     Niederdruckleuchtstofflampen     mit     vorheizbaren,    aktivierten Glühelektroden gestar  tet werden, ist die     Vorschaltdrossel    in Reihe mit der  Lampe geschaltet, während der Gleichrichter mit  dem parallel geschalteten     Heissleiterwiderstand    in  Serie mit dem zweipoligen, einen     Glimmzünder    ent  haltenden Starter im     Elektroden-Heizbrückenkreis     angeordnet ist.

   Von besonderem Vorteil kann es sein,  wenn die Konstruktionselemente des     Glimmzünders     so ausgelegt sind,     dass    ein Verkleben seiner Kontakte  bei Stromstärken von merklich mehr als<B>0,7</B> Ampere,  das heisst bei solchen der 2- bis 5fachen Betriebs  stromstärke der Entladungslampe, nicht eintritt. Die  Schliesszeit dieses Schalters ist     zweckmässigerweise     auf weniger als<B>0,5,</B> z. B. auf<B>0,1</B> bis 0,2 sec, fest  gelegt.

   Zur Erzielung derartiger Betriebsbedingungen  kann man beispielsweise die Kontakte des     Glimm-          zünders    aus Wolfram oder anderen     schwerschweiss-          baren    Metallen herstellen oder besondere Dimen  sionen der Bimetalle wählen. Um die gestellte Auf  gabe zu lösen, ist es zweckmässig, alle benötigten       Konstruktionseleinente    wie Glimmzünder, Gleich  richter, etwaige Sicherung,     Entstörkondensator        usw.         in einem zylindrischen Gehäuse unterzubringen, wel  ches an einer seiner Stirnwände eine Montageplatte  trägt, die ihrerseits mit zwei Kontaktstiften ausge  stattet ist.

   Um diese Ausführungsform, die allgemein  als Starter bezeichnet wird, in ihren bisherigen Be  messungen erhalten zu können, ist der Einbau von       Einweg-Kleingleichrichtern    aus Silizium, Germanium  oder     III-V-Verbindungen    von Vorteil (das sind Ver  bindungen der Elemente der<B>3.</B> mit denen der<B>5.</B>  Gruppe des periodischen Systems).  



  In der beigefügten Zeichnung sind hierzu in den       Fig.   <B>1</B> bis<B>5</B> Ausführungsbeispiele gemäss der Erfin  dung beschrieben.  



  In der     Fig.   <B>1</B> stellt das Entladungsgefäss<B>1</B> eine     Nie-          derdruckentladungslampe    dar, die auf ihrer Innenseite  eine     Leuchtstoffschicht    2 trägt. An den Enden des  Gefässes<B>1</B> befinden sich die     vorheizbaren        Glühelek-          troden   <B>3,</B> 4, die vorzugsweise mittels eines     Erdalkali-          oxydgemisches    aktiviert sind.

   Die     Vorschaltdrossel     <B>5</B> ist auf einen Scheinwiderstand von<B>290</B> Ohm bei  einer Leistungsaufnahme des Entladungsgefässes<B>1</B>  von 40 Watt (entsprechend einem Betriebsstrom von  0,45<B>A)</B> und einer     Wechselstromquelle    von 220       'Volt,30    Hz ausgelegt.

   In einem Parallelzweig zur Entla  dungsstrecke der Lampe<B>1</B> und in Serie mit den     Glüh-          elektroden   <B>3,</B> 4 liegen mehrere     Gleichrichterelernente   <B>6,</B>  <B>6', 6",</B> vorzugsweise jedoch ein einzelnes     Gleichrichter-          element    mit genügend hoher Sperrspannung, sowie  der     Glimmzünder   <B>7</B> mit Kontakten<B>8, 8',</B> welche       zweckmässigerweise    aus Wolfram hergestellt sind.  Dem Glimmzünder<B>7</B> ist der übrige     Entstörkonden-          sator   <B>9</B> nebengeschaltet.  



  Wird nunmehr zum Zünden der Lampe<B>1</B> der  Hauptschalter<B>10</B> geschlossen, so kommen die Kon  takte<B>8, 8'</B> des Glimmzünders<B>7</B> nach kurzer Zeit  in Berührung und es fliesst in der beschriebenen An  ordnung infolge Gleichrichtung, bezogen auf die       40-W-Lampe,    ein Überstrom von<B>1,3</B> bis<B>1,7</B>     Amp.,     <B>je</B> nach Bemessung des     Ohmschen    Widerstandes der  Drossel und der     Elektrodenwendel.    Ein solcher Strom  bedingt in kürzester Zeit von weniger als<B>0,5</B> sec,  und zwar innerhalb von<B>0,1</B> bis 0,2 sec, ein Auf  heizen der Elektroden<B>3,</B> 4 auf die erforderliche Be  triebstemperatur.

   Da der Glimmzünder<B>7</B> zufolge  seiner     Wolfram-Kontakte   <B>8, 8'</B> nicht verklebt, öffnet  er sich praktisch sofort wieder und die Lampe<B>1</B>  zündet schon nach etwa<B>0,3</B> bis<B>0,5</B> sec. In einzelnen  Fällen kann es vorteilhaft sein, zusätzlich eine Siche  rung<B>11</B> mit aufzunehmen, um ein zu starkes Einwir  ken des überhöhten Zündstromes auf andere Schal  tungselemente, z. B. auf die Drossel<B>5 '</B> zu vermeiden.  Ein anderes Mittel zum Erreichen der Wirkung einer  Sicherung ist, die als Glühelektrode verwendete Wen  del, welche z. B. aus Wolfram oder     Molybdän    be  stehen kann, so zu dimensionieren,     dass    ein längerer  Stromdurchgang zum Durchbrennen derselben führt.  z.

   B. nach etwa<B>5</B> bis<B>10</B> Minuten eines     flackerhaften     Betriebes bei defekten Lampen oder am Ende von  deren Lebensdauer, wenn bei     entaktivierten    Elek  troden eine Zündung nicht mehr möglich ist.    Der im Augenblick des Schliessens der     Glimm-          zünderkontakte   <B>8, 8'</B> fliessende, gleichgerichtete  Strom kann deshalb so hohe Werte annehmen, weil  die bei reinem     Wechselstrombetrieb    ausschlaggebende  Selbstinduktion der Drossel nur noch den     Wechsel-          stromanteil    des gleichgerichteten Stromes begrenzt,

    der Gleichstromanteil jedoch nur durch die vor  handenen     Ohmschen    Widerstände der Drosselspule<B>5</B>  und der Glühelektroden<B>3,</B> 4 begrenzt ist. Sollte sich  dieser Strom bei bestimmten Lampentypen als zu  hoch erweisen, so ist eine Dämpfung auf verschie  dene Arten möglich. So könnte in dem aus den  Gleichrichtern<B>6, 6', 6",</B> dem Glimmzünder<B>7</B> und  etwaiger Sicherung<B>11</B> gebildeten Zweig zusätzlich  ein Widerstand eingeschaltet werden. Auch könnte  ein Gleichrichter verwendet werden, der in der     Sperr-          richtung    noch etwas stromdurchlässig ist, so     dass     kein reiner Gleichstrom fliesst.

   Diese letzte Wirkung  wird am zweckmässigsten erzielt, wenn parallel zu  den Gleichrichtern<B>6, 6, 6"</B> ein leitendes Glied,  z. B. ein     Ohmscher    oder ein     Wechselstrom-Wider-          stand    12 geschaltet wird. Dieser könnte in der Grö  ssenordnung von<B>100</B> bis 2000 Ohm liegen. Da er  äusserst kurzzeitig eingeschaltet wird, braucht er nicht  für Dauerlast dimensioniert zu sein und ist daher  räumlich klein genug, um ebenfalls zusammen mit  den anderen Schaltelementen des Brückenkreises im       Starterbecher    Platz zu finden.  



  Dieser Parallelwiderstand zu dem Gleichrichter  hat eine besondere Wirkung in Zusammenarbeit mit  dem     Glimmzünder.    Ist er nicht vorhanden     bzw.    un  endlich gross, dann erhält der Zünder Strom nur  in der     Durchlasshalbwelle    des Gleichrichters. Ist der  Zünder symmetrisch, also mit zwei etwa gleich dimen  sionierten Bimetallen gebaut, dann wird nur ein  Bimetall erwärmt und möglicherweise der Zünder  überhaupt nicht schliessen. Liegt ein Widerstand par  allel zum Gleichrichter mit Werten von z. B. kleiner  als 2000 Ohm, bevorzugt<B>300</B> Ohm, dann wird auch  das andere Bimetall also entsprechend der     Sperrhalb-          welle    des Gleichrichters erwärmt.

   Bereits Widerstände  von kleiner als etwa 2000 Ohm lassen in Verbindung  mit dem Spannungsabfall am     Glimmzünder    genügend  Strom durch, um genügend kurze Schliesszeiten, das  heisst zwischen Anlegen der Spannung und Kontakt  gabe zwischen den Bimetallen, zu erreichen.  



  Unsymmetrisch gebaute Zünder haben sich für  den vorliegenden Fall als besonders günstig erwiesen.  Zum Beispiel habe ein Zünder einen feststehenden  Kontaktstift aus Wolfram und als zweite Elektrode  ein mit     Wolframkontakt    versehenes Bimetall. Es ist  bekannt,     dass    solche Zünder in Verbindung mit der  Drosselspule dann einen besonders hohen Span  nungsstoss zur Zündung der Lampe liefern, wenn  der Stromkreis durch den Zünder geöffnet wird in  derjenigen Halbwelle, in der die grössere Elektrode,  nämlich das Bimetall, Anode ist.

   Angewendet auf  die vorliegende Schaltung bedeutet das,     dass    der  Zünder so gepolt werden     muss,        dass    das Bimetall  als grössere Elektrode in Verbindung mit dem Gleich-           richter    Anode für die     Durchlasshalbwelle    des Gleich  richters sein     muss.     



  Wie in     Fig.    2 gezeigt, sind die für den     Zündvor-          gang    erforderlichen Elemente, wie Glimmzünder<B>7,</B>  Gleichrichter<B>6,</B> Parallelwiderstand 12,     Entstörkon-          densator   <B>9,</B> zu einer baulichen Einheit zusammenge  stellt, welche in ihrem Aufbau dem handelsüblichen  Starter entspricht.

   In einigen Fällen hat es sich vor  teilhaft erwiesen, nicht mehr alle Teile im Gehäuse  dieser Starter unterzubringen, sondern     viehnehr    die  Anordnung so zu treffen,     dass    der Gleichrichter zu  mindest ohne den Glimmzünder in einem als Zwi  schensockel ausgebildeten Gehäuse untergebracht ist,  welches gegebenenfalls noch weitere zusätzliche  Schaltelemente enthält. Hierdurch ergibt sich die  Möglichkeit, die bisher mit zweipoligen     Glimmzün-          dern    ausgestatteten Beleuchtungsanlagen einfach und  bequem zu verbessern, indem ein vorhandener Star  ter durch einfaches Verdrehen entfernt und mit dem  Zwischensockel zusammengesetzt wird, worauf an  schliessend in der üblichen Art beide in die Starter  fassung eingesetzt werden.

   Scheibenförmige Gleich  richter haben sich für diese Einrichtung als besonders  günstig gezeigt.  



  Es hat sich ferner gezeigt,     dass    der Gleichrichter  während des Zündvorganges sich sehr stark erwärmt,  wenn eine     Leuchtstofflampe    gegen Ende ihrer Le  bensdauer nicht mehr zündet, und der Zünder in  einen     Dauerschaltbetrieb    bis zum Auswechseln der  Lampe übergeht. In diesem Fall ist nicht nur der  Gleichrichter, sondern auch der gesamte Starter  schädlichen Einflüssen zufolge der auftretenden  Wärme am überlasteten Gleichrichter unterwor  fen. Es ist daher zweckmässig, den Gleichrichter im  Starter so anzuordnen,     dass    er gekühlt wird.

   Dies er  folgt     zweckmässigerweise    dadurch,     dass    der Gleich  richter in einer     gutwärmeleitenden    Verbindung mit  dem metallischen     Startergehäuse    steht. Für diesen  Zweck kann beispielsweise der Gleichrichter mit dem  metallischen     Startergehäuse    hartverlötet sein. In die  sem Fall ist es erforderlich, die Aussenoberfläche des       Startergehäuses    berührungssicher zu gestalten. Dies  kann durch überziehen mit einem isolierenden Belag  geschehen oder bei Verwendung eines Aluminium  gehäuses durch äussere     Eloxierung,    die gegebenen  falls zu einer farbigen Oberfläche führen kann.

   Wei  terhin kann auch allein die Deckplatte des     Starter-          gehäuses    als Kühlplatte für den Gleichrichter dienen,  insbesondere dann, wenn dieser auf ihr stumpf auf  geschweisst ist. Ausserdem ist es möglich, den Gleich  richter mit dem inneren Ende des einen Kontakt  stiftes des     Startergehäuses    in guten Wärmekontakt  zu bringen. Letzteres hat den Vorteil,     dass    dieser  isoliert auf dem     Startergehäuse    angeordnet ist und  zufolge seiner kurzen und dicken Form für die Wär  meabfuhr gut geeignet ist. Weiterhin sorgen die mit  ihm in Kontakt stehenden elektrischen, metallischen       Kontaktfedem    der Fassung für eine weitere Wärme  ableitung.

      Gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der  Erfindung können über einen längeren Zeitraum auf  tretende schädliche überströme auch dadurch besei  tigt werden,     dass    die     Gleichrichterwirkung    ausgeschal  tet wird, so     dass    nunmehr nur noch der normale  Wechselstrom fliesst. Dies     lässt    sich auf verschiedene  Weise praktisch verwirklichen.

   So könnte ein     soge-          nannter        Heissleiter-Widerstand    verwendet werden, der  anfangs so     hochohmig    ist,     dass    er nur einen     vernach-          lässigbaren    kleinen Strom in der Sperrichtung des  Gleichrichters     durchlässt,    z. B. von einigen Hundert,  etwa<B>300</B> Ohm bei Raumtemperatur.

   Der geringe  ihn durchfliessende Strom erwärmt aber den     Heiss-          leiter-Widerstand,    so     dass    er nach Ablauf einiger Zeit  einen erheblich grösseren Strom     durchlässt,    der selbst  verständlich die Wirkung des Gleichrichters allmäh  lich aufhebt. Der nunmehr in Drossel,     Elektroden-          wendeln    und Zünder fliessende Strom ist dann prak  tisch reiner Wechselstrom, der wegen der Wirkung  der der Entladungslampe vorgeschalteten Drossel  spule erheblich kleiner als der vorherige pulsierende  Gleichstrom ist.  



  In gleicher Weise könnten entsprechend arbei  tende     Wechselstrom-Widerstände,    etwa     ferroelektri-          sche    Kondensatoren, parallel zum Gleichrichter ge  schaltet werden. Eine andere Möglichkeit wäre ein  besonderer Schalter, z. B. ein als     Blimetallschalter     ausgebildeter, der unter der Wirkung der durch den       Vorheizstrom    entstehenden Erwärmung sich nach  einiger Zeit schliesst und damit den Gleichrichter  überbrückt. Alle solche Elemente werden bei<B>Ab-</B>  schalten der gesamten Einrichtung in den ursprüng  lichen Zustand zurückversetzt, sind also ohne wei  teres Zutun erneut einsatzbereit.  



  Da es nur darauf ankommt, die vom Gleichrich  ter gesperrte Halbwelle nach einiger Zeit durchzu  lassen, könnte man auch daran denken, einen zweiten  Gleichrichter in umgekehrter     Polung    parallel zum  ersten zu schalten, wobei entweder der Gleichrichter  selbst oder ein ihm vorgeschaltetes Element dafür  sorgen,     dass    die Wirkung des zweiten Gleichrichters  erst nach Ablauf der gewünschten Zeit eintritt.  



  Die vorliegende vorteilhafte Ausbildung hat na  turgemäss nicht nur Bedeutung bei Verwendung eines       Glimmzünders    als Zündschalter für die Entladungs  lampe, sondern gleichermassen bei Verwendung  irgendeines anderen Zündschalters, z. B. eines ther  mischen oder magnetischen.  



  Die Verwendung eines Gleichrichters in indukti  ven Wechselstromkreisen zwecks Erhöhung des Stro  mes und die mit Zeitverzögerung erfolgende Ver  minderung dieses Überstromes mit Hilfe des vorge  schlagenen, parallel zum Gleichrichter liegenden  Schaltelementes kann auch dazu dienen, den Anlauf  strom von     Hochdruck-Dampfentladungslampen    (wäh  rend der Zeit des     Verdampfens    des     Metallboden-          körpers    bis zur Erreichung des Enddruckes) vorüber  gehend zu erhöhen.  



  Bei der Einrichtung nach     Fig.   <B>3</B> sind die beiden       vorheizbaren,    vorzugsweise aktivierten Glühelektro-      den<B>3</B> und 4 der     Leuchstofflampe   <B>1</B> in Reihe zu einer  Leitung<B>13,</B> in der ein Zündschalter 14 und ausser  dem ein Gleichrichter<B>15</B> liegen. Die Heizwicklung  <B>16</B> des     Bimetallschalters    14 ist ebenso wie die strom  begrenzende Drosselspule<B>5</B> der Entladungsröhre vor  geschaltet. Parallel zum Gleichrichter<B>15</B> befindet  sich ein Halbleiterwiderstand<B>17,</B> z. B. ein solcher  aus Urandioxyd, der     da    Schaltungsanordnungen mit  Lampen 40     W,(1,2    m lang, Kaltwiderstände von  <B>100 ... 500</B> Ohm habe, vorzugsweise etwa 400  Ohm.

   Sein Durchmesser beträgt maximal etwa  <B>10</B> mm, seine Dicke 2 mm. In der Ausgangs  stellung ist der     Bimetallschalter    14 geschlossen.  Es fliesst dann beim Einschalten des Netzes  über die Leitung<B>13</B> ein Heizstrom, welcher  durch die auftretende     Gleichstrorakomponente    zu  folge des Gleichrichters<B>15</B> um ein Beträchtliches  erhöht ist. Dieser Strom heizt die Glühelektroden<B>3</B>  und 4 auf und erzeugt in der Drosselspule<B>5</B> ein  starkes Magnetfeld.

   Gleichzeitig wird die     Heizwick-          lung   <B>16</B> des     Bimetallschalters    14 aufgeheizt, so     dass     nach einiger Zeit, die sich aus der Zeitkonstante des       Bimetallschalters    ergibt, der     Bimetallschalter    14 die  Leitung<B>13</B> unterbricht. Der dabei entstehende     Zünd-          spannungsstoss    der Drosselspule<B>5</B> bringt die     Leucht-          stofflampe    zum Zünden, wobei ausserdem der Hilfs  stromkreis ausser Funktion gesetzt wird.

   In dem     ein-          a        -          "angs    geschilderten Fall kommt es nun vor,     dass    zu  folge eines     Verklebens    der Kontakte des Zündschal  ters 4 der genannte Stromkreis nicht unterbrochen  wird, so     dass    die vorgeschaltete Drossel oder eine  der in Serie liegenden Glühelektroden durchbrennt.  Um solche Schäden zu vermeiden, übernimmt nach  <B>1</B> bis 2 Minuten der sich erwärmende Halbleiter  widerstand<B>17</B> den Stromdurchgang, wodurch die  Gleichstromkomponente nach kurzer Zeit praktisch  auf Null zurückgeführt wird.  



  Bei der Einrichtung nach     Fig.    4 ist statt eines  Schalters 14 mit in der Ausgangsstellung geschlosse  nen Kontakten der bekannte     Glimmzünder   <B>7</B> mit par  allel geschaltetem     Entstörkondensator   <B>9</B> eingesetzt.  Auch hier tritt bei geschlossenem Schalter<B>7</B> ein kräf  tiger     Anheizstrom    auf, solange dieser geschlossen ist.

    Wie in     Fig.   <B>3</B> übernimmt ebenfalls der     Halbleiter-          Widerstand   <B>17</B> die Aufgabe, bei zu langem Strom  durchgang die     Gleichstromkomponente    bis auf ein  Minimum zu verringern, so     dass        Vorschaltdrossel    und  Glühelektroden vor schädlichen Einflüssen bewahrt  bleiben. Um von vornherein die Gleichstromkom  ponente nicht zu stark anwachsen zu lassen, ist es  zweckmässig, Gleichrichter zu verwenden, die in der  Sperrichtung noch etwas stromdurchlässig sind.  



  Anstelle von Widerständen aus Urandioxyd kön  nen auch solche treten, die beispielsweise aus einer       Magnesium-Titan-    oder ähnlichen Verbindung be  stehen.  



  Die Verwendung des Gleichrichters mit parallel  liegendem Schaltelement, welches die oben skizzier  ten Eigenschaften hat, zur vorübergehenden     Anlauf-          stromerhöhung    von Hochdruck-Dampfentladungs-         lampen,    sei anhand der     Fig.   <B>5</B> erläutert. Die Lampe  <B>18,</B> beispielsweise eine     Quecksilberdampf-Hochdruck-          entladungslampe,    enthält bekanntlich in kaltem Zu  stand das Quecksilber praktisch nur in flüssigem  Zustand, während die Atmosphäre sich fast nur aus  dem Grundgas, beispielsweise Argon, zusammensetzt.

    Nach dem Anschalten an die     Wechselspannungsquelle     entsteht daher zunächst eine     Niederdruckentladung,     die erst nach Verdampfung einer genügenden Menge  Quecksilber in den Hochdruckzustand übergeht. Um  diesen Zustand recht schnell zu erreichen, kann man  einen höheren als den normalen Betriebsstrom durch  die Lampe<B>18</B> fliessen lassen. Dies bewirkt der Gleich  richter<B>19,</B> der in Reihe mit der Drosselspule 20 der  Lampe<B>18</B> vorgeschaltet ist. Der solchermassen er  höhte Strom soll aber nach Beendigung der Anlauf  zeit der Lampe<B>18</B> wieder auf den normalen Betriebs  strom reduziert werden.

   Dies kann gemäss vorliegen  der Verwendung des allgemeinen Erfindungsgedan  kens dadurch geschehen,     dass    zum Gleichrichter<B>19</B>  wiederum ein Schaltelement 21 parallel geschaltet  wird, welches anfangs nahezu stromundurchlässig ist  und nach einiger Zeit stromdurchlässig wird, also  beispielsweise ein     Heissleiterwiderstand,    ein     Bimetall-          schalter    oder ein umgekehrt gepolter, erst nach eini  ger Zeit stromdurchlässig werdender Gleichrichter.  In gleicher Weise kann die Erfindung überall da  verwendet werden, wo in induktiven Wechselstrom  kreisen eine vorübergehende, selbsttätig wieder redu  zierte Stromerhöhung gewünscht wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Zünd- und Betriebseinrichtung für eine elektri sche Entladungslampe, insbesondere eine mit Glüh- elektroden versehene Leuchtstofflampe mit aktivier ten Glühelektroden, an einer Wechselstromquelle, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein mit der Vorschaltdrossel im Zünd- oder im Betriebsstrom kreis in Reihe geschalteter Gleichrichter mit wenig stens einem weiteren Stromkreiselement derart<B>zu-</B> sammengeschaltet ist,
    dass beim Einschalten ein über- strom begrenzter Dauer eintritt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent- ansprach, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Gleichrichter ein elektrisches Schaltelement liegt, das anfangs nahezu stromundurchlässig ist und nach Ablauf einiger Zeit stromdurchlässig wird. 2.
    Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent- ansprach und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass dem Gleichrichter ein Heissleiterwider- stand parallel geschaltet ist. <B>3.</B> Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Vorschaltdrossel, ein Gleich richter mit parallel geschaltetem Heissleiterwiderstand und eine Hochdruckentladungslanipe in einer Reihen schaltung angeordnet sind. 4.
    Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent- ansprach und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorschaltdrossel in Reihe mit einer Niederdruckleuchtstofflampe geschaltet ist, die vorheizbare, aktivierte Glühelektroden aufweist, wäh rend der Gleichrichter mit dem parallel geschalteten Heissleiterwiderstand in Reihe mit dem Starter im Elektroden-Heizbrückenkreis angeordnet ist.
    <B>5.</B> Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patentan sprüchen<B>1,</B> 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschaltdrossel in Reihe mit einer Niederdruck- leuchtstofflampe geschaltet ist, die vorheizbare, akti vierte Glühelektroden aufweist, während der Gleich richter mit dem parallel geschalteten Heissleiterwider- stand in Reihe mit einem zweipoligen, einen Glimm- zünder enthaltenden Starter im Elektroden-Heiz- brückenkreis angeordnet ist.
CH5688158A 1957-03-22 1958-03-11 Zünd- und Betriebseinrichtung für eine elektrische Entladungslampe CH365140A (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP0018197 1957-03-22
DEP0018508 1957-05-10
DEP18792A DE1119410B (de) 1957-06-25 1957-06-25 Zuend- und Betriebseinrichtung fuer wechselstromgespeiste Entladungslampen
DEP18807A DE1143271B (de) 1957-06-25 1957-06-26 Zuend- und Betriebseinrichtung fuer elektrische Entladungslampen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH365140A true CH365140A (de) 1962-10-31

Family

ID=27437312

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5688158A CH365140A (de) 1957-03-22 1958-03-11 Zünd- und Betriebseinrichtung für eine elektrische Entladungslampe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH365140A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2321212A1 (de) * 1973-04-26 1974-11-21 Patra Patent Treuhand Zuend- und betriebseinrichtung fuer niederdruck-entladungslampen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2321212A1 (de) * 1973-04-26 1974-11-21 Patra Patent Treuhand Zuend- und betriebseinrichtung fuer niederdruck-entladungslampen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2116950C3 (de) Schaltungsanordnung zum Zünden und zum Betrieb von Gasentladungslampen
DE2925691C2 (de) Schaltungsanordnung zum Zünden und Speisen mindestens einer Gas- und/oder Dampfentladungslampe
DE69007314T2 (de) Schaltanordnung.
DE2517818A1 (de) Zuend- und betriebseinrichtung fuer eine hochdruckentladungslampe
AT206990B (de) Zünd- und Betriebseinrichtung für elektrische Entladungsröhren
DE3536385C2 (de)
DE2452417C3 (de) Sicherungsstarter für Niederspannungs-Entladungslampen
DE2514321C3 (de) Schaltungsanordnung zum Zünden und Betrieb von Niederdruck-Leuchtstofflampen
DE746201C (de) Elektrische Bestrahlungseinrichtung mit einer als Ultraviolettstrahler dienenden Metalldampfhochdrucklampe und einem als Vorschaltwiderstand dienenden Gluehkoerper
DE60003145T2 (de) Elektronischer Ballast für Neonröhre
DE2816753A1 (de) Schaltungsanordnung zum erzeugen von zuendspannungsimpulsen fuer nieder- und hochdruck-gasentladungslampen
DE1119410B (de) Zuend- und Betriebseinrichtung fuer wechselstromgespeiste Entladungslampen
EP0041499B1 (de) System zur Sofortzündung und zum langlebigen Betrieb von Entladungslampen
DE559053C (de) Verfahren und Einrichtung zum Zuenden von elektrischen Leuchtroehren mit Gluehelektroden
DE3149311A1 (de) &#34;gasentladungslampeneinheit mit mehreren helligkeiten&#34;
DE1589205B2 (de) Schaltungsanordnung für den kapazitiven Betrieb von Niederspannungs-Leuchtstofflampen
DE623835C (de)
DE568450C (de) Verfahren zum Zuenden von elektrischen Leuchtroehren mit Gluehelektroden durch Spannungsstoss
DE890097C (de) Thermoschalter zum Zuenden elektrischer Entladungsroehren
DE948630C (de) Elektrische Schaltungsanordnung zum Wechselstrombetrieb einer elektrischen Niederdruckentladelampe mit Gluehkathode
DE528020C (de) Elektrische Leuchtroehre
CH398791A (de) Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungslampen
AT120590B (de) Schaltung zum verzögerten Einschalten einer Entladungsröhre.
DE1014229B (de) Zuend- und Betriebseinrichtung fuer elektrische Entladungslampen
DE703013C (de) Elektrische Mischlichtlampe, bei der einer Hochdruckdampfentladungsroehre ein Gluehdraht vorgeschaltet ist