CH398791A - Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungslampen - Google Patents
Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-EntladungslampenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B41/00—Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
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Description
Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungslampen Bei bekannten Zündvorrichtungen wird ein ther misch wirkender Zündschalter benützt, um den Haupt stromkreis, durch den vorerst ein Strom vom Netz durch eine Drosselspule, bzw. eine Kombination von Drosselspule und Kondensator, und durch die Lam penkathoden fliesst, nach einer genügenden Vorheiz- zeit zu öffnen, und durch die dabei entstehende In duktionsspannung die Lampe zu zünden. Nach erfolg ter Zündung fliesst der Strom nicht mehr durch die beiden Kathoden, sondern durch die Lampenentla dung zwischen zwei nicht vorausbestimmten Licht bogenansatzpunkten.
Diese Schaltung hat sich für Entladungslampen, welche keine dauernde Kathoden heizung benötigen, gut bewährt.
Es wird nun aber für gewisse Hochleistungs-Ent- ladungslampen, welche für starterlosen Betrieb, d. h. ohne Zündschalter vorgesehen sind, vom Lampenher steller Dauerheizung der Kathoden empfohlen. Eine bekannte solche Zündvorrichtung ohne Zündschalter ist in Fig. 1 der Zeichnung gezeigt.
In dieser Figur ist eine Drosselspule 2, eine Entladungslampe 3 mit Ka thoden 4 und 5, ein Heiztransformator 6 mit Heiz- wicklungen 7 und 8, eine geerdete Zündelektrode 9, ein Seriekondensator 11 für kapazitive Schaltung und Netzklemmen 1 und 10 gezeigt. Wie ersichtlich wer den mit den Heizwicklungen 7 und 8 die Kathoden 4 und 5 dauernd geheizt. Für die Zündungserleichte rung dient die geerdete Zündelektrode, die auch iso liert an einem Spannungspotential liegen könnte.
Trotz diesen Massnahmen ist bei dieser Vorrichtung die Zündsicherheit und die richtig dosierte Vorhei- zung nicht gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungslampen mit mindestens einer geheizten Kathode und sie entspricht im Prinzip einer starterlosen Schaltung mit Heiztransformator. Sie ist zusätzlich mit mindestens einem parallel zur Entladungslampe geschalteten Ruhekontakt-Zünd- schalter versehen, dessen Kontakte zur Erreichung der günstigsten Voraussetzungen für das Zünden der Entladungslampe abhängig von dem durch die Dros selspule fliessenden Strom verzögert betätigt werden.
Solche an sich bekannte stromabhängige Schaltungen haben den Vorteil, dass die Zündung sich automa tisch wiederholt, wenn die erste Unterbrechung der Zündschalterkontakte in einem ungünstigen Moment, d. h. z. B. bei Stromdurchgang Null erfolgt und daher nicht zur Zündung der Lampe führt. Ein grosser Nachteil dieser Schaltungen besteht aber darin, dass z. B. bei undichter Lampe oder grosser Unterspan nung und auch bei nicht eingesetzter Lampe über die Heizwicklungen des Transformators der Zündschalter dauernd Zündversuche ausführt und dadurch unzu lässig beansprucht wird.
Es sind auch Schaltungen bekannt, bei welchen der Zündschalter statt stromabhängig spannungsab hängig gesteuert wird. Hierbei öffnet der Zündschal ter nach einer bestimmten Verzögerungszeit unabhän gig davon, ob die Lampe gezündet hat oder nicht. Dies ist nur dann zulässig, wenn die Lampe durch ge nügend hohe Leerlaufspannung ohnehin starterlos zünden würde, und der Zündschalter lediglich dazu dient, um den Lichtbogen während der notwendigen Vorheizzeit zu sperren, d. h. um die schädlichen Kalt starts zu vermeiden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung soll der Vor teil der sicheren Zündung durch den stromabhängig wirkenden und den Zündvorgang wenn nötig wieder holenden Zündschalter mit dem Vorteil des span nungsabhängigen, das dauernde Wiederholen des Zündvorganges vermeidenden Zündschalters vereinigt werden.
Dies wird nach der Erfindung dadurch er reicht, dass bei einer Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungs- lampen mit mindestens einer geheizten Kathode und mit mindestens einem parallel zur Entladungslampe geschalteten Ruhekontakt-Zündschalter, dessen Kon takte zur Erreichung der günstigsten Voraussetzung für das Zünden der Entladungslampe abhängig von dem durch die Drosselspule fliessenden Strom verzö gert betätigt werden, Mittel vorgesehen sind,
welche nach einer weiteren Verzögerungszeit durch den Ein- fluss der an der Schaltung liegenden Spannung den Zündschalter-Parallelstromkreis öffnen und bei Weg fall dieser Spannung automatisch wieder schliessen.
In den Fig. 2-4 der Zeichnung sind beispiels weise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan des dargestellt.
Beim Beispiel nach Fig. 2 ist ein Zündschalter 12 vorhanden, dessen Kontakte 13 parallel zur Entla dungslampe 3 geschaltet sind und der einen Deh nungsdraht 14 aufweist, welcher parallel zu einem Shunt 15 geschaltet ist, der im Hauptstromkreis liegt. Der Dehnungsdraht 14 ist ferner über einen Heiss- leiter 16 an die Heizwicklung 8 des Transformators 6 angeschlossen. Der Widerstandswert des Heissleiters 16 nimmt sukzessive von mehr als 30 Ohm im kalten Zustand auf ca. 0,5 Ohm im warmen Zustand ab.
Es ist ferner ein Kondensator 17 vorhanden, der eine Kapazität von 30 000 bis 100 000 pF hat, die Zün dung erleichtert, den Schaltfunken an den Kontakten 13 verkleinert und als Radiostörschutz dient. Der Kern des Heiztransformators 6 kann mit einem Luft spalt 18 versehen sein, damit in einer kapazitiven Schaltung Seriekondensator 11 der Heiztransforma- tor 6 zur Vergrösserung des kapazitiven Leistungsfak tors als induktiver Leistungsverbraucher benützt wer den kann.
In der Schaltung nach Fig. 2 fliesst beim Ein schalten sogleich ein Strom von der Klemme 1 durch den Kondensator 11, die Drossel 2, den Shunt 15, die Zündschalterkontakte 13, den Dämpfungswiderstand 23 zur Netzklemme 10. Gleichzeitig fliesst ein Heiz strom von der Wicklung 8 des Heiztransformators 6 durch die Kathode 4 und vom Wicklungsteil 7 des Transformators 6 durch die Kathode 5. Im weiteren fliesst ein begrenzter Strom durch den Dehnungsdraht 14 parallel zum Shunt 15.
Der Dehnungsdraht 14 öff net nach einer gewissen, für die Aufheizung der Ka thoden 4, 5 erforderlichen Zeit die Kontakte 13 des Zündschalters 12 und bewirkt dadurch die Zündung der Entladungslampe 3. Durch den Heissleiter 16 fliesst vorerst infolge seines verhältnismässig hohen Kaltwiderstandes nur ein kleiner Strom von der Heiz- wicklung 8 über den Dehnungsdraht 14. Der Einfluss dieses Stromes ist daher in den ersten paar Sekunden, welche für die normale Zündung der Lampe 3 nötig sind, unbedeutend.
Erst nach einer längeren Verzöge rungszeit, als sie für die Zündung erforderlich ist, wird der Widerstand des Heissleiters 16 so klein, dass ein genügend grosser Strom von der Heizwicklung 8 durch den Heissleiter 16 und den Dehnungsdraht 14 fliesst, um den Zündschalterkontakt 13 geöffnet zu halten. Der im Hauptstromkreis fliessende Strom kann jetzt keinen Einfluss auf den Dehnungsdraht 14 mehr ausüben.
Bei der kapazitiven Schaltung mit Seriekondensa- tor 11 und Zündschalter mit Dehnungsdraht 14 hat sich der Shunt 15 als vorteilhaft erwiesen, während bei der induktiven Schaltung eine Anzapfung an der Drosselspule 2, oder eine entsprechende Wicklung zur Abnahme der stromabhängigen Steuerung bes ser ist.
Beim Beispiel nach Fig. 3 ist ausser einem strom abhängig gesteuerten Zündschalter 12 noch ein span nungsabhängig gesteuerter Zündschalter 19 vorhan den. Die Kontakte 13 des Zündschalters 12 sind in Serie mit den Kontakten 20 des Zündschalters 19 in den Parallelkreis zur Lampe 3 geschaltet. Der Deh nungsdraht 14 des Schalters 12 ist wieder parallel zum Shunt 15 geschaltet, während der Heissleiter 16 in Fortfall gekommen ist. Ferner liegt der Deh nungsdraht 21 des Zündschalters 19 über einen An passungswiderstand 22 direkt an der Heizwicklung 7.
Beim Einschalten fliesst ein Strom von der Netzklemme 1 durch den Kondensator 11, die Dros sel 2, den Shunt 15, die Zündschalterkontakte 13 des stromabhängig gesteuerten Zündschalters 12, die Kon takte 20 des spannungsabhängig gesteuerten Zünd- schalters 19 und den Dämpfungswiderstand 23 zur Netzklemme 10. Gleichzeitig werden wie im Beispiel nach Fig. 2 die Kathoden 4 und 5 durch die Wick lungen 8 und 7 des Heiztransformators gespeist.
Der Dehnungsdraht 14 des Zündschalters 12 wird mittels des Shunts 15 stromabhängig gesteuert, während der Dehnungsdraht 21 des Zündschalters 19 über einen Anpassungswiderstand 22 von der Heizwicklung 7 gespeist wird.
Der Shunt 15 und der Widerstand 22 sind so dimensioniert, dass die Kontakte 20 des Zünd- schalters 19 mit wesentlich grösserer Verzögerung als die Kontakte 13 des Zündschalters 12 öffnen, derart, dass der Zündschalter 12 die Zündversuche mehrmals wiederholen kann, bevor dies durch das Öffnen der Kontakte 20 des Zündschalters 19 verunmöglicht ist. Der Dämpfungswiderstand 23 ist zur Schonung des stromabhängig arbeitenden Zündschalters 12 bei Ver wendung eines Seriekondensators 11 im Falle von Zündwiederholungen nötig.
Die Schaltung nach Fig. 2 hat gegenüber der Schaltung nach Fig. 2 den Vorteil, dass nur ein statt zwei Zündschalter nötig ist. Jedoch benötigt der in Fig. 2 vorhandene Heissleiter zur Abkühlung einige Minuten Zeit, was den Nachteil hat, dass beim ra schen Wiedereinschalten der Lampe die Zündsicher- heit nicht mehr gewährleistet ist.
Das Beispiel nach Fig. 4 unterscheidet sich von dem nach Fig. 3, dass zwei Entladungslampen 3 und 3' in Serie geschaltet sind. Um hierbei die Kathoden 4' und 5' zu heizen, ist auf dem Heiztransformator eine dritte Heizwicklung 24 vorhanden. Die Wir kungsweise dieser Schaltung ist gleich der nach Fig. 3. Sinngemäss könnte diese Schaltung auf mehr als zwei Lampen erweitert werden, ohne dass des wegen zusätzliche Zündschalter notwendig wären.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung für die Zündung und den Betrieb von Niederspannungs-Entladungslampen mit minde stens einer geheizten Kathode und mit mindestens einem parallel zur Entladungslampe geschalteten Ruhekontakt-Zündschalter, dessen Kontakte zur Er reichung der günstigsten Voraussetzung für das Zün den der Entladungslampe abhängig von dem durch die Drosselspule fliessenden Strom verzögert betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, welche nach einer weiteren Verzögerungs zeit durch den Einfluss der an der Schaltung liegen den Spannung den Zündschalter-Parallelstromkreis öffnen und bei Wegfall dieser Spannung automatisch wieder schliessen. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ruhekontakt-Zündschalter ein Thermozündschalter mit Dehnungsdraht als Steuer element ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerelement des Zündschal- ters zur stromabhängigen Steuerung an einen in den Hauptstromkreis eingeschalteten Shunt (13) ange schlossen ist und über einen Heissleiter (14) mit ne gativer Stromspannungs-Charakteristik an die Span nungsquelle angeschlossen ist, derart,dass nach einer weiteren Verzögerungszeit die Zündschalterkontakte geöffnet gehalten bleiben und die stromabhängige Steuerung unwirksam wird. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Heissleiter (14) einen Kalt widerstandswert bei 20 C von mehr als 30 Ohm und bei Belastung von ca. 1,2 Amp. einen Warm widerstandswert von ca. 0,5 Ohm aufweist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem Parallelstromkreis zur Entladungslampe zwei getrennte Zündschalter in Se rie geschaltet sind, von welchen der eine stromabhän- gig und der andere nach einer bestimmten Verzöge rungszeit spannungsabhängig gesteuert wird. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement des strom abhängig arbeitenden Zündschalters (12) an einen im Hauptstromkreis liegenden Shunt (15) angeschlossen ist und dass das Steuerelement des spannungsabhän gig arbeitenden Zündschalters (19) direkt oder über einen Anpassungswiderstand (22) an die von einem Heiztransformator (6) erzeugten Kathodenheizspan- nung angeschlossen ist.6. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement des strom abhängig arbeitenden Zündschalters an einige Win dungen der Drosselspule angeschlossen ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement des strom abhängig arbeitenden Zündschalters an einen im Hauptstromkreis liegenden Stromwandler angeschlos sen ist. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement des span nungsabhängig gesteuerten Zündschalters direkt oder über einen Vorwiderstand oder über einen besonde ren Transformator an die Netzspannung angeschlos sen ist. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Hauptstromkreis ein Serie kondensator (11) eingeschaltet ist, dessen kapazitiver Widerstand ungefähr doppelt so gross ist wie der in duktive Widerstand der Drosselspule (2). 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Parallelstromkreis in Serie mit den Zündschalterkontakten ein Dämpfungswider- stand (23) eingeschaltet ist. 11.Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkern des Heiztrans- formators (6) zur Vergrösserung des Leistungsfaktors der kapazitiven Schaltung einen Luftspalt (18) auf weist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Entladungslam pen in Serie geschaltet sind und in Serie betrieben werden.
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