Plattenbandförderer, insbesondere zur Personenbeförderung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Plattenbandförderer, insbesondere zur Beförderung von Personen.
Bei bisher bekannten Plattenförderbändern sind die einzelnen Platten mit ihren Enden an vorzugsweise zwei parallelen, kontinuierlich umlaufenden Ketten befestigt. An den Umkehrstationen werden die Platten derart um 1800 gewendet, dass die Oberseite des Obertrums nach Durchlaufen der Umkehrstation zur Unterseite des Untertrums bzw. umgekehrt wird. Für die Personenbeförderung sind solche Kettenförderer wenig geeignet. Darüber hinaus bedingen diese bekannten Plattenförderbänder eine Gestellhöhe, die ungefähr der Länge einer Platte entspricht. Sind die Platten z. B. 1t/2 bis 2 m lang, so muss dementsprechend mindestens an der Umkehrstation eine Gestellhöhe von 1,50 m vorgesehen werden.
Erfindungsgemäss wird ein Plattenbandförderer mit durch mehrere, kontinuierlich umlaufende Ketten bewegten Platten vorgeschlagen, bei dem an den Umkehrstationen in der Laufrichtung des Bandes hintereinander liegende Drehteile angeordnet sind, welche die Platten in horizontaler oder annähernd horizontaler Lage von obern zu untern Führungsschienen des Fördergestells bzw. umgekehrt überführen. Durch diese Ausbildung kann erreicht werden, dass das Bandgestell zumindest an den Umkehrstationen nur eine Höhe aufzuweisen braucht, welche einen Bruchteil der Länge jeder Platte beträgt.
Werden die Platten z. B. 2,50 m lang ausgeführt, so kann die Umkehrstation eine Höhe von 0,9 bis 1,1 m aufweisen. Des weiteren ist von Vorteil, dass fast die gesamte Verlegungslänge des Bandes als Förderweg dienen kann.
Bei der praktischen Ausführungsform kann das eine Ende der Platten mit den umlaufenden Antriebsketten in Verbindung stehen, während das andere Ende mit auf den Schienen geführten Tragrollen versehen ist. Die Enden der die Tragrollen im untern Bandtrum führenden Schienen und die Enden der Schienen für das Obertrum sind zweckmässigerweise bogenförmig ausgebildet und die Enden der einander zugeordneten Bögen in einem Abstand vom Durchmesser der Tragrollen gehalten.
Die einen Drehteile jeder Umkehrstation können als Umkehr- bzw. Antriebsräder für die Antriebsketten, die die Platten bewegen, ausgebildet sein, die anderen Drehteile als Tragräder oder Tragkreuze für die Rollen am Ende jeder Platte.
Vorzugsweise zur Sicherung bei der Beförderung von Personen sind unterhalb des obern Plattenbandtrums in Laufrichtung des Bandes zwei Sicherheitstragschienen mit mehreren zum Stillsetzen des Bandantriebes vorgesehenen Kontaktgebern, z. B. in Form von Schwenkhebeln, angeordnet. Bei Bruch der die Platten mit den Ketten verbindenden Bolzen bzw. bei Bruch der die Tragrollen haltenden Zapfen kann sich das Plattenende oder der Plattenbandabschnitt, in welchem der Bruch erfolgt, auf die entsprechende Sicherheitstragschiene absenken, ohne dass die auf der Platte stehende Person Schaden erleidet. Gleitet der abgesenkte Plattenbandabschnitt auf der Sicherheitstragschiene weiter, so kann die Halterung des Laufrollenzapfens gegen den Schwenkhebel stossen und somit das Band stillsetzen. Statt dieser Kontakteinrichtung kann auch eine Druckwellen-Membransteuerung vorgesehen werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Umkehrstation eines Plattenbandförderers in Seitenansicht ;
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Teils des Förderers mit gerade, mit Neigung verlegtem Band;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2;
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4 bzw. Fig. 8 ;
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-Vl der Fig. 1;
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie Vil-Vil der Fig. 1;
Fig. 8 einen Ausschnitt der Kettenführung und Laufrollenführung sowie der Sicherheitstragschiene.
Das Plattenförderband weist eine Anzahl in Laufrichtung hintereinander liegende Platten 1, 2, 3 auf, deren eines Ende mittels Bolzen 4 (Fig. 4 und 6) mit kontinuierlich umlaufenden Ketten 5 verbunden ist.
Es sind zwei parallel laufende Ketten vorgesehen, die an den Umkehrstationen um Umkehrräder 6 geführt sind. Die beiden Umkehrräder einer Station können hierbei in bekannter Weise als Antriebsräder dienen, die von einem Motor 7 in Umdrehung versetzt werden.
Das andere Ende jeder Platte trägt in Halteteilen 8 Zapfen 9, die mit Laufrollen 10 versehen sind.
Sowohl die Laufrollen 10 als auch die Ketten 5 finden Auflage auf Führungsschienen 11, lla bzw. 12.
Während die Führungsschienen 12 für die Ketten 5 bis zu den Umkehrrädern 6 reichen, sind die Führungsschienen 11, lla der Laufrollen 10 darüber hinaus geführt und an ihren Enden bei 13 bzw. 14 bogenförmig gestaltet. Der Abstand des Endes des Bogens 13 der Führungsschienen 11 für das Obertrum vom Ende des bogenförmigen Teils 14 der Laufrollenführungsschienen 11 a für das Untertrum ist ungefähr gleich dem Durchmesser einer Laufrolle 10.
Achsparallel mit den Umkehrrädern 6 sind zwei Drehkreuze 15 an jeder Umkehrstation in den Laufrichtungen des Bandes ausserhalb der Räder 6 vorgesehen. Die Enden der Drehkreuze erfassen jeweils, wie insbesondere aus Fig. 7 zu erkennen ist, die Zapfen 9 der Platte, die in horizontaler Lage von den oberen 11 zu den unteren Führungsschienen lla des Fördergestells bzw. umgekehrt bewegt wird.
Gelangt die in Fig. 1 mit 1 bezeichnete Platte in den Bereich der Umkehrstation, so erfasst je ein Arm der Drehkreuze 15 die Zapfen 9 und führt diese halbkreisförmig nach unten zur Auflage ihrer Tragrollen 10 auf den unteren Führungsleisten 1 la. Hierbei drehen sich die Drehkreuze 15 synchron mit den Umkehrrädern 6, wodurch das mit den Ketten 5 verbundene Ende der Platte mit gleicher Geschwindigkeit gleichfalls halbkreisförmig nach unten bewegt wird. Die Anordnung der Arme 16 der Drehkreuze 15 ist so gewählt, dass in Abhängigkeit der Bandgeschwindigkeit zwei gleichgerichtete Arme 16 die Rollenzapfen 9 einer jeden Platte erfassen. - Vorzugsweise sind die Enden der Tragkreuzarme 16 gabelförmig ausgebildet, so dass die Zapfen 9 zwischen den Gabelteilen während der halbkreisförmigen Bewegung geführt werden.
Ein Herausrutschen der Zapfen 9 aus dem gabelförmigen Ende wird durch die Bogen 14 der Führungsschienen 11 a unterbunden.
Unterhalb des Obertrums des Plattenbandes befinden sich in Laufrichtung des Bandes parallel zu den Führungsschienen 11, 12 zwei Sicherheitstragschienen 17, die unter den Halteteilen 8 gelegen sind. Bricht ein Zapfen 9 oder ein Bolzen 4 und sinkt hierdurch der betreffende Teil der Platte ab, so legt sich der betreffende Halteteil 8 bzw. die entsprechende Bolzenlagerung 18 auf die zugeordnete Sicherheitstragschiene 17 auf, wodurch ein vollständiges Durchsacken der Tragplatte vermieden wird.
Läuft das Band weiter, so stösst der Halteteil 8 oder die Bolzenlagerung 18 gegen einen Schwenkhebel 19 (Fig. 5), der unter Wirkung einer Feder 20 steht und mit einer Steuerstange 21 verbunden ist. Bei Verschieben der Steuerstange infolge des Niederdrückens des Hebels 19 wird ein Schalter 22 betätigt, der den Antrieb stillsetzt. Statt der Kontakteinrichtung mit Schwenkhebel kann eine solche mit Druckwellen-Membransteuerorganen vorgesehen sein.