CH366095A - Stossstromanlage - Google Patents
StossstromanlageInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
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Description
Stossstromanlage Bei extrem hohen Temperaturen lassen sich be kanntlich in einem vollständig ionisierten Plasma Kernfusionen auslösen. Zur Erzeugung der Tempera turen und zur magnetischen Bündeluung des Plasmas benötigt man Ströme in der Grössenordnung von <B>106 A</B> bei einem. Stromanstieg von etwa<B>1011</B> A/s.
Es istbekannt, Ströme dieser Grössenordnung aus Kondensatorbatterien grosser Kapazität zu entnehmen. Man ordnet zunächst zu diesem Zweck eine Vielzahl von Kondensatoren kreisförinig um die zur Erzeu gung der Kernfusionen dienenden Entladungss#trecke an und schaltet sie untereinander parallel. Sodann sind die Kondensatoren noch parallel an die zugeord neten Elektroden der Entladungsstrecke angeschlos sen.
Durch diese Parallelschaltung wird ein bei An lagen dieser Art besonders im Vordergrund stehendes Problem gelöst, nämlich die Gesamtinduktivität der Kondensatoren wegen der gewünscht hohen Strom- anstiegsgeschwindigkeit so klein wie möglich zu hal ten.
Da man die Zuleitungen von den Kondensator- klemmen zu den Entladungsstreckenelektroden im allgemeinen als Koaxialleiter ausbildet, bereitet die Vereinigung dieser Leiter an der einzelnen Entladungsstreckenelektrode konstruktiv erhebliche Schwierigkeiten. Es ergibt sich nicht nur ein relativ komplizierter Aufbau der Anschlussstelle, sondern es vergrössern auch die Zuleitungen, selbst wenn sie als Koaxialleiter aus-gebildet sind, die Induktivität der Gesamtanlage recht erheblich.
Die Erfindung löst die Aufgabe, eine induktivi- tätsarme Zuführung des Stromes von den Kondensa toren zur Entladlungsstrecke herzustellen und, ferner die Anschlussstellen an den Elektroden der Ent- ladungsstrecko konstruktiv so einfach wie möglich aufzubauen.
Die Lösung besteht darin, dass die zwi schen den Kondensatorklemmen gleicher Polarität und den zugeordneten Entladungsstreckenelektroden liegenden Kondensatorhin- und -räckleitungen <B>je</B> ge bildet sind durch eine flächenhaftie Sammelelektrode, die mit ihrem Mittelteil an die zugeordneten Ent- ladüngsstreckenelektroden angeschlossen, sind.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch zwei Ausführungsbeispiele, bei denen die für die Auf- ladung der Kondensatoren und die Zündung der Ent ladungsstrecke notwendigen Hilfsmittel der Einfach heit halber fortgelassen, sind. Es zeigt Fig. <B>1</B> den prinzipiellen Aufbau der Stossstrom- anlage im Schnitt, Fig. 2 die Anordnung nach Fig. <B>1</B> in der Drauf sicht und Fig. <B>3</B> die bevorzugte Ausführungsform der An ordnung nach Fig. <B>1</B> im Schnitt.
Gemäss den Fig. <B>1</B> und 2 besteht die, Stossstrom- an#lage aus der Entladungsstrecke<B>1,</B> den konzentrisch um diese herum angeordneten Stossstromkondensato- ren 2 und den als Kondensatorhin- und -rückleitung dienenden kreisscheibenförmigen Sammelellektroden <B>3,</B> 4.
Sowohl die obere als auch die untere Elektrode weist in ihrem Mitteltell- eine kreisförmige Ausspa- run#g <B>5, 6</B> jeweils verschiedenen Durchmessers auf, deren Ränder mit<B>je</B> einem konzentrisch zur Sammel- elektrodenachse angeordneten Zylinderstutzen<B>7, 8</B> als Anschlusskleimnen für die Entladungsstrecken- elektroden verbunden sind. Zwischen die Sammel elektroden<B>3,</B> 4 ist das Dielektrikura <B>9</B> eingebettet.
Bei der bevorzugten Ausführung gemäss Fig. <B>3</B> sind die Kondensatoren nicht, wie gemäss Fig. <B>1</B> und 2, an der Peripherie der Saramelelektroden, sondern weiter zur Mitte hin angeschlossen. Entsprechend weist die untere Elektrode 4 eine der Zahl, der an zuschliessenden Kondensatoren entsprechende Anzahl von Durchtrittsöffnungen <B>10</B> auf, die im Kreise über die Elektrode verteilt sind. Die Durchtrittsöffnungen sind durch die von unten mit der Elektrode<B>3</B> verbun denen Kondensatorgehäusen <B>11</B> abgedeckt.
Dabei stehen die Kondensatorgehäuse in elektrisch leitender Verbindung mit der Elektrode<B>3.</B> Entsprechend ist auch der -einzelne an diese Elektrode anzuschliessende Pol der Kondensatoren 2 mit dem Kondensator- gehäuse verbunden, während der andere Pol, geg--be- nenfalls unter Zwischenschaltung einer Funken strecke, durch die einzelne zugeordnete,
Durchtritts- öffnung <B>10</B> der Sammelelektrode 4 hindurchgefährt an die darüberliegende Sammelclektrode <B>3</B> angeschlo-s- sen ist. Ist die Zahl der anzuschliessenden Konden satoren sehr gross, so kann man zur Vermeidung über mässig grosser Elektrodenabmessunjan die Konden satoren auf mehrere konzentrische Kreise der be schriebenen Art verteilen.
Ferner sind, in Weiterbildung der Anordnung nach Fig. <B>1</B> und 2, gemäss Fig. <B>3</B> die Randzionen <B>um</B> die kreisförinigen Aussparungen<B>5, 6</B> im Mittelteil der Elektroden<B>3,</B> 4 stutzenartig nach oben aufgebör- delt. Sie tragen am oberen Ende Flansche 12 zum An- schluss (Schraubverbindung<B>13)</B> der Entladungsstrek- kenelektroden bzw. des diese umgebenden Gehäuses 14.
Der zentral unter der Entladungsstrecke gelegene Kanal<B>15</B> ist für bestimmte experimentelle Zwecke vorgesehen. Es kann aber, vor allem bei Fortfall die ses Kanals, auch die untere Elektrode als volle Kreis scheibe, also ohne die Durchbrechung im Mittelteil, ausgebildet werden.
Um den beim Entladungsstromstoss auftretenden mechanischen Beanspruchungen zu genügen, kann die Wandstärke der Sammelelektroden<B>3,</B> 4 iim Einzelfall so bemessen werden, dass die Elektroden auf Grund ihrer Massenträgheit den Stromkräften widerstehen. In diesem Falle genügt schon eine Wandstärke von<B>3</B> bis<B>5</B> nun. Man kann aber auch die Wandstärke der Elektroden zur Mitte hin allmählich zunehmen lassen bzw. die Elektroden, immittleren Teil zusätzlich ver stärken.
<B>.</B> Die flächenhafte Ausbildung der Sammelelektro- den in Gestalt von Kreisscheiben gemäss Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> kann in mannigfacher Weise abgewandelt werden. So können die Elektroden beispielsweise in einzelne Kreissektoren aufgeteilt sein, wobei jeder Kreissek tor der einen Elektrode mit dem gegenüberliegenden Sektor der anderen Elektrode über das Dielektriktim, das in annähernd gleiche Sektoren aufgeteilt sein kann, mechanisch, verbunden ist.
Ferner können die Elektroden als gelochte Bleche, als Drahtgeflechte usw. ausgebildet und in verschiedener Weise auf das Dielektrikum aufgebracht werden, etwa in Verguss- technik. Die Elektroden können aber auch in Gestalt leitender überzüge beiderseitig auf das Dielektrikum aufgetragen bzw. g ,eklebt werden,
z. B. durch Auf- spritzen bzw. Aufkleben der Folien. Anstelle eines trockenen Dielektrikums kann auch ein ganz oder teilweise flüssiges Dielektrikum, z. B. clophengetränk- tes Papier, verwendet werden.
Stossstromanlagen der beschriebenen Art können <B>je</B> nach der Anzahl der vorgesehenen Kondensatoren eine grosse Ausdehnung besitzen. So kann im Einzel fall bei Verwendung von, 10.0 parallel geschalteten Kon densatoren der Durchmesser der kreisförmigen Sam melelektroden<B>3,</B> 4 -etwa<B>3</B> bis<B>5</B> m betragen, derjenige der kreisförmigen Aussparung<B>5, 6</B> im Mittelteil etwa <B>50</B> cm. Die Schichtdicke des Dielektrikums soll mög lichst klein, im vorliegenden Falle etwa<B>3</B> bis<B>5</B> mm, gewählt werden. Die Spannung der Anlage kann da bei zwischen 20 bis<B>60</B> kV liegen.
Die Rechnu#ng hat gezeigt, dass die Gesamtinduk- tivität der Stossstromanlage gemäss der Erfindung klei ner sein kann als eine gleich grosse Anordnung mit Koaxialkabeln als Verbindungsleitungen zwischen den Kondensatoren und der Entladungsstrecke. Die beim Stromstoss, auftretenden Strornkräfte werden mit Sicherheit beherrscht.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Stossstromanlage mit konzentrisch um eine Ent ladungsstrecke verteilten und parallel an diese an geschlossenen Kondensatoren, dadurch gekennzeich net, dass die zwischen den Kondensatorklemmen glei cher Polarität und & -n zugeordneten Entladungsstrek- kenelektroden liegenden Kondensatorhin- und -rück- leitungen <B>je</B> gebildet sind durch eine flächenhafte Sammelelektrode<B>(3,</B> 4), die mit ihrem Mittelteil an die zugeordneten Enfiadungsstreckenelektroden an geschlossen sind.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Stossstromanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelelektroden als kreis förmige Metallscheiben ausgebildet sind, mit zwischen dieselben eingebettetem Dielektrikum. 2. Stossstromanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelne Sammelelektrode als perforierte Metallscheibe ausgebildet ist.<B>3.</B> Stossstromanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass <B>-</B> bei horizontaler Lage der Sam- melelektroden <B>-</B> mindestens die untere Elektrode eine der Anzahl der anzuschliessenden Kondensatoren ent sprechende Zahl von Durchtrittsöffnungen aufweist, die über die äussere Elektrodenrandzone verteilt sind. 4. Stossstromanlage nach Unteranspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Metallscheiben in ein zelne Seg-mente aufgeteilt sind, die miteinander als bauliche Einheit verbunden sind.<B>5.</B> *Stossstromanlage nach Unteranspruch<B>3,</B> da durch gekennzeichnet, dass durch die einzelnen Durchtrittsöffnungen der an die obere Sammelelek- trode anzuschliessende Pol des zugeordneten Konden- sators geführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES55804A DE1058623B (de) | 1957-11-08 | 1957-11-08 | Stossstromanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH366095A true CH366095A (de) | 1962-12-15 |
Family
ID=7490678
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH6569158A CH366095A (de) | 1957-11-08 | 1958-11-01 | Stossstromanlage |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1058623B (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1165744B (de) * | 1961-07-01 | 1964-03-19 | Kernforschungsanlage Juelich D | Niederinduktive Kondensatorbatterie zur Erzeugung grosser magnetischer Feldstaerken |
-
1957
- 1957-11-08 DE DES55804A patent/DE1058623B/de active Pending
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1958
- 1958-11-01 CH CH6569158A patent/CH366095A/de unknown
Also Published As
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